Liveblog Ukrainekrieg: Selenskyj: Trump hat uns Patriot-Lizenzen zugesagt
Liveblog Ukrainekrieg : Selenskyj: Trump hat uns Patriot-Lizenzen zugesagt
Lesezeit:
Hatten auch schon schlechtere Zeiten zusammen: Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump im Weißen Hausdpa
Der ukrainische Präsident spricht von „gutem Treffen“ mit Trump in Washington +++ Ukraine spricht nach Angriff mit Iran: Wollen keine Eskalation +++ EU bestellt Vertreter Russlands ein +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
Alle Texte, Hintergründe und Kommentare zum Krieg in der Ukraine finden Sie auch auf unserer Sonderseite.
Selenskyj: Trump hat uns Patriot-Lizenzen zugesagt
US-Präsident Donald Trump soll laut ukrainischem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj der Ukraine die vielfach geforderten Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen zugesichert haben. „Er hat zugesagt, uns die Lizenzen zu erteilen“, sagte Selenskyj im Interview des Fox-News-Moderators Sean Hannity. Er hofft dadurch, die Produktion der dringend benötigten Abwehrraketen selbst schneller steigern zu können. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf eine dpa-Anfrage.
Die Patriot-Systeme sind für die Ukraine das einzige wirksame Mittel gegen Russlands ballistische Raketen. Schon im Frühjahr hatte Selenskyj beklagt, dass sein Land kaum noch Munition dafür habe. Der US-Krieg gegen den Iran verknappte die weltweiten Bestände der Abwehrraketen weiter.
Stunden zuvor hatte Selenskyj sich noch vorsichtiger ausgedrückt. Bei dem Treffen im Weißen Haus hätten er und Trump über die Luftabwehr des von Russland angegriffenen Landes gesprochen. Es sei um eine Stärkung der ukrainischen Flugabwehr gegen russische Raketenangriffe gegangen, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. „Der Präsident und ich haben über Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen gesprochen und andere Dinge, die helfen können“, schrieb er.
Das Gespräch zwischen Trump und Selenskyj fand hinter verschlossenen Türen statt und endete US-Medien zufolge nach einer guten Stunde. Der Republikaner ließ auf seiner Plattform Truth Social lediglich wissen, dass das Treffen mit Selenskyj „sehr gut“ gelaufen sei. Auch Selenskyj bezeichnete das Treffen in dem Interview bei Hannity als „sehr gut“. Trump und Selenskyj haben sich zuletzt häufiger gesehen: Anfang des Monats beim NATO-Gipfel in Ankara und Mitte Juni beim G-7-Gipfel im französischen Évian. Bei beiden Gipfeln trugen die USA auch gemeinsame Positionen zum Ukrainekrieg mit. Trump hob in Ankara zudem hervor, dass er ein gutes Verhältnis zu seinem ukrainischen Kollegen habe.
Die Patriot-Systeme sind für die Ukraine das einzige wirksame Mittel gegen Russlands ballistische Raketen. Schon im Frühjahr hatte Selenskyj beklagt, dass sein Land kaum noch Munition dafür habe. Der US-Krieg gegen den Iran verknappte die weltweiten Bestände der Abwehrraketen weiter.
Stunden zuvor hatte Selenskyj sich noch vorsichtiger ausgedrückt. Bei dem Treffen im Weißen Haus hätten er und Trump über die Luftabwehr des von Russland angegriffenen Landes gesprochen. Es sei um eine Stärkung der ukrainischen Flugabwehr gegen russische Raketenangriffe gegangen, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. „Der Präsident und ich haben über Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen gesprochen und andere Dinge, die helfen können“, schrieb er.
Das Gespräch zwischen Trump und Selenskyj fand hinter verschlossenen Türen statt und endete US-Medien zufolge nach einer guten Stunde. Der Republikaner ließ auf seiner Plattform Truth Social lediglich wissen, dass das Treffen mit Selenskyj „sehr gut“ gelaufen sei. Auch Selenskyj bezeichnete das Treffen in dem Interview bei Hannity als „sehr gut“. Trump und Selenskyj haben sich zuletzt häufiger gesehen: Anfang des Monats beim NATO-Gipfel in Ankara und Mitte Juni beim G-7-Gipfel im französischen Évian. Bei beiden Gipfeln trugen die USA auch gemeinsame Positionen zum Ukrainekrieg mit. Trump hob in Ankara zudem hervor, dass er ein gutes Verhältnis zu seinem ukrainischen Kollegen habe.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Sebastian Gubernator
Russland erlässt Haftbefehl gegen Telegram-Gründer
Russland hat den in Frankreich lebenden Chef des Onlinedienstes Telegram, Pawel Durow, zur internationalen Fahndung ausgeschrieben. Dem Leiter des Unternehmens hinter dem Messengerdienst werde im Rahmen eines Strafverfahrens „Beihilfe zum Terrorismus“ vorgeworfen, berichten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den Geheimdienst FSB. Der Telegram-Gründer wurde in Russland geboren. Er ist Staatsbürger Frankreichs und der Vereinigten Arabischen Emirate.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Ian Liesch
Moskau: 200.000 Freiwillige für Krieg — „Keine Mobilmachung“
In Russland sollen sich nach offiziellen Angaben im ersten Halbjahr erneut rund 200.000 Freiwillige für den Angriffskrieg gegen die Ukraine gemeldet haben. Diese nicht überprüfbare Zahl nannte der Vizechef des nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, bei einer Sitzung. In einem bei Telegram veröffentlichten Video wies er zugleich Behauptungen der ukrainischen Führung zurück, wonach Moskau wie nach Kriegsbeginn 2022 eine Mobilmachung plane, um massive Verluste bei den Streitkräften auszugleichen.
Es handele sich um Lügen, Provokationen und Gerüchte, die der Feind gezielt verbreite, um die Lage in Russland vor der Parlamentswahl im September zu destabilisieren, sagte Ex-Kremlchef Medwedew. Die Angst vor einer neuen Mobilmachung ist in Russland tatsächlich mit den Händen greifbar, viele Menschen glauben den offiziellen Beteuerungen nicht. Auch 2022 hatte der Kreml behauptet, es sei keine Zwangsrekrutierung geplant. Als sie doch kam, ergriffen Hunderttausende die Flucht.
„Ich möchte noch einmal ausdrücklich betonen: Es besteht keinerlei Notwendigkeit für eine Mobilmachung. Das ist eine Lüge des Feindes, der selbst unter einem Mangel an Personal leidet“, sagte Medwedew. Die personellen Erfordernisse der russischen Streitkräfte seien im ersten Halbjahr „vollkommen“ erfüllt worden, sagte er. Russland lockt die Freiwilligen mit hohen Prämien und Einkommen. Viele Männer, die ihren Wehrdienst abgeleistet haben, berichten aber auch von Druck, sich für den Kriegsdienst zu verpflichten.
Unabhängige Beobachter in Kiew sehen in der Ukraine ebenfalls massive Personalprobleme an der Front. Dort fehlen Soldaten. Verbreitet sind zudem Desertationen, Widerstand gegen die teils gewaltsamen Rekrutierungen und Versuche, sich durch Bestechung vom Kriegsdienst freizukaufen.
Über die Lage im Krieg sprach der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj auch bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump. Selenskyj bezeichnete das Gespräch als gut; später teilte sein Präsidialamtschef Kyrylo Budanow mit, dass vereinbart worden sei, den Verhandlungsprozess auf allen Ebenen zu intensivieren, um einen gerechten Frieden zu erreichen. Details nannte er nicht. Die Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau unter US-Vermittlung waren nach dem Beginn von Trumps Krieg gegen Iran zum Erliegen gekommen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Ian Liesch
Ukraine spricht nach Angriff mit Iran: Wollen keine Eskalation
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach dem tödlichen Angriff auf ein iranisches Frachtschiff seinen Teheraner Kollegen Abbas Araghtschi angerufen und die Lage erklärt. Es das Ziel Kiews, eine unnötige Eskalation zu vermeiden, teilte Sybiha bei X mit. Er äußerte sich nach seinem Besuch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj bei US-Präsident Donald Trump in Washington. Der Ukraine gehe es bei ihren Angriffen nur darum, sich selbst vor der russischen Aggression zu verteidigen.
Der Minister räumte ein, dass die Ukraine im Kaspischen Meer ein ziviles Schiff angegriffen und dabei einen iranischen Staatsangehörigen getötet zu haben. Demnach forderte Sybiha seinen Kollegen Araghtschi auf, auf eskalierende Schritte zu verzichten und jede Unterstützung für den russischen Angriffskrieg einzustellen. „Dieser Krieg ist illegal, und er muss enden“, sagte der Minister.
Araghtschi hatte den Angriff am Samstag scharf verurteilt und mit Vergeltung gedroht. Er warf Selenskyj, der von dem Angriff berichtet hatte, einen Verstoß gegen das Völkerrecht vor und wandte sich dabei auch an die EU und Russland.
Auch Moskau warnte vor einer Eskalation. Nach Angaben des Außenministeriums in Moskau war das Schiff mit ziviler Fracht vom russischen Hafen in Astrachan unterwegs nach Iran. Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa warf Kiew Terror und eine Gefährdung der Sicherheit in der Region vor.
Russland benutzt bei seinem zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine auch die Region am Kaspischen Meer für Attacken. Der ukrainische Präsident wiederum beklagt seit langem, Iran unterstütze Russland in dem Krieg — etwa mit Drohnentechnik.
Mit Blick auf den Krieg im Nahen Osten warf Selenskyj Russland wiederum vor, dem von den USA und Israel angegriffenen Iran zu helfen. So versorge Moskau das iranische Militär „intensiv“ mit Satellitenaufnahmen von der Golfregion, sagte Selenskyj. Er hatte den Staaten im Nahen Osten auch Hilfe durch ukrainische Drohnenexperten bei der Abwehr iranischer Angriffe angeboten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Selenskyj spricht von „gutem Treffen“
Viel ist es nicht, das nach dem Gespräch des ukrainischen Präsidenten mit dem amerikanischen Präsidenten nach außen dringt. Zumindest nicht viel Neues. Selenskyj schreibt auf der Plattform X, es sei ein gutes Treffen gewesen. Man habe auch über die Lizenz zur Produktion des Patriot-Flugabwehrsystems „und andere Ideen, die helfen könnten“, gesprochen. Ob in diesem Fall Konkreteres beschlossen wurde, führte Selenskyj jedoch nicht aus.
Ein an den Gesprächen im Weißen Haus beteiligter Ukrainer äußerte gegenüber dem Pressepool außerdem, man habe über eine Wiederaufnahme der diplomatischen Bemühungen gesprochen. Es sei ein „zweckmäßiges“ Gespräch gewesen.
Ein an den Gesprächen im Weißen Haus beteiligter Ukrainer äußerte gegenüber dem Pressepool außerdem, man habe über eine Wiederaufnahme der diplomatischen Bemühungen gesprochen. Es sei ein „zweckmäßiges“ Gespräch gewesen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
EU bestellt Vertreter Russlands ein
Die EU hat in Reaktion auf neue Drohnenvorfälle und die Zerstörung des lettischen Honorarkonsulats in der Ostukraine den Geschäftsträger Russlands in Brüssel einbestellt. „Wir haben unsere scharfe Verurteilung der vorsätzlichen Verletzung des rumänischen Luftraums durch russische Drohnen zum Ausdruck gebracht“, erklärte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. Dieser rücksichtslose Akt stelle eine ernste Eskalation dar und bedrohe die Sicherheit der Menschen in der EU, die regionale Stabilität und den internationalen Frieden.
Den Angaben zufolge wurde bei dem Treffen zudem die Zerstörung des lettischen Honorarkonsulats in der frontnahen ukrainischen Stadt Slowjansk in der Region Donezk thematisiert. Nach Angaben Lettlands handelt es sich bei dem Konsulat um die einzige dauerhaft besetzte europäische Vertretung in der Frontregion. Sie wurde von einer russischen Präzisionslenkbombe vom Typ KAB-250 getroffen. Kallas hatte nach dem Angriff am vergangenen Freitag auch Vorschläge für weitere Sanktionen gegen den russischen militärisch-industriellen Komplex angekündigt. Sie sollen in den kommenden Wochen von Vertretern der Mitgliedstaaten diskutiert werden.
Zu den jüngsten Luftraumverletzungen in Rumänien war es am Wochenende gekommen. Die rumänische Luftwaffe schoss dabei mehrere der Flugobjekte im eigenen Luftraum ab.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. dpa
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kreml: Ukraine weitet geographischen Radius ihrer Angriffe aus
Russland macht die Ukraine für einen Angriff auf ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer verantwortlich und erklärt, dass dies als Angriff auf Iran selbst gewertet werden müsste. Die Ukraine weite den geografischen Radius ihrer „terroristischen Angriffe“ aus, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. So habe sie auch die Nord-Stream-Pipelines gesprengt. „Diese Bedrohung muss neutralisiert und definitiv zerstört werden.“
Das iranische Außenministerium hatte den ukrainischen Angriff auf das Schiff am Samstag verurteilt. Ein Besatzungsmitglied sei getötet und ein weiteres verletzt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, sein Land habe Schiffe beschossen, die für militärische Frachttransporte mit iranischer Beteiligung genutzt worden seien. Kiew bestreitet zudem, für die Nord-Stream-Explosionen verantwortlich zu sein. Russland und Iran sind enge Verbündete.
Das iranische Außenministerium hatte den ukrainischen Angriff auf das Schiff am Samstag verurteilt. Ein Besatzungsmitglied sei getötet und ein weiteres verletzt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, sein Land habe Schiffe beschossen, die für militärische Frachttransporte mit iranischer Beteiligung genutzt worden seien. Kiew bestreitet zudem, für die Nord-Stream-Explosionen verantwortlich zu sein. Russland und Iran sind enge Verbündete.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Laura Loomer: „Ich glaubte, dass die Ukraine den Krieg begonnen hat“
Die der amerikanischen MAGA-Bewegung nahestehende Podcasterin Laura Loomer hat ukrainischen Politikern geraten, gegenüber der US-Regierung von Donald Trump mehr Dankbarkeit auszudrücken „Ich denke, sie sollten ihre Dankbarkeit öfter zum Ausdruck bringen. Ich denke, das Präsidialamt, Ihr Verteidigungsministerium und Ihre Medien im Allgemeinen sollten diese Beziehung stärker hervorheben, aber auch deutlich machen, was die Ukraine für Amerika tut“, sagte Loomer in einem Interview mit dem Portal „Ukrainska Prawda“.
Loomer, die vergangene Woche den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew interviewte, sagte: „Überall sollte zu hören sein, ,Oh, übrigens, wir stehen so sehr hinter Amerika, dass wir gerade ein iranisches Schiff gesprengt haben, weil wir die Tötung von US-Soldaten nicht unterstützen.'“
Über ihre frühere prorussische Haltung sagte die Podcasterin: „Nun, ich glaubte, dass die Ukraine den Krieg begonnen habe. Ich glaubte, dass die Ukraine ein Land voller Nazis sei. Ich glaubte, dass das Asow-Bataillon aus lauter Neonazis bestehe. Ich glaubte, dass Selenskyj ein Kokser sei.“
Loomer begründete dies in dem Interview damit, dass sie einen Großteil ihrer Information auf Telegram und vom russischen Propagandamedium RT bezogen habe. „In den Vereinigten Staaten gab es viel Zensur. Und als Konservative wurde ich aus allen sozialen Medien gesperrt“, erklärte die Podcasterin. Ihren Account auf Twitter, das heutige X, hatte Loomer allerdings schon im Jahr 2022 zurückerhalten, als die Plattform von Elon Musk übernommen wurde.
In den sozialen Medien liefert sich Loomer nun Auseinandersetzungen mit anderen Protagonisten der MAGA-Bewegung. So etwa mit Donald Trumps früherem Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn, der Loomer riet, „der Armee beizutreten und die wirkliche Welt zu sehen“.
Loomer, die vergangene Woche den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew interviewte, sagte: „Überall sollte zu hören sein, ,Oh, übrigens, wir stehen so sehr hinter Amerika, dass wir gerade ein iranisches Schiff gesprengt haben, weil wir die Tötung von US-Soldaten nicht unterstützen.'“
Über ihre frühere prorussische Haltung sagte die Podcasterin: „Nun, ich glaubte, dass die Ukraine den Krieg begonnen habe. Ich glaubte, dass die Ukraine ein Land voller Nazis sei. Ich glaubte, dass das Asow-Bataillon aus lauter Neonazis bestehe. Ich glaubte, dass Selenskyj ein Kokser sei.“
Loomer begründete dies in dem Interview damit, dass sie einen Großteil ihrer Information auf Telegram und vom russischen Propagandamedium RT bezogen habe. „In den Vereinigten Staaten gab es viel Zensur. Und als Konservative wurde ich aus allen sozialen Medien gesperrt“, erklärte die Podcasterin. Ihren Account auf Twitter, das heutige X, hatte Loomer allerdings schon im Jahr 2022 zurückerhalten, als die Plattform von Elon Musk übernommen wurde.
In den sozialen Medien liefert sich Loomer nun Auseinandersetzungen mit anderen Protagonisten der MAGA-Bewegung. So etwa mit Donald Trumps früherem Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn, der Loomer riet, „der Armee beizutreten und die wirkliche Welt zu sehen“.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Finnland schränkt Luft- und Seeverkehr ein
Finnland schließt wegen der Gefahr verirrter Drohnen einen Teil seines Luftraums und schränkt den Seeverkehr vor seiner Südküste nahe der russischen Grenze ein. Die Maßnahmen sollen den Behörden sichere Gegenmaßnahmen und den Schutz von Unbeteiligten ermöglichen, sollte eine Drohne in das Gebiet eindringen, sagt ein finnischer Militärsprecher. Zur Herkunft der Informationen über mögliche Drohnenaktivitäten äußert er sich nicht.
Hintergrund sind wiederholte Vorfälle, bei denen ukrainische Militärdrohnen auf dem Weg zu Zielen in Russland in den Luftraum von NATO-Staaten wie Finnland, Estland, Lettland und Litauen eindringen. Die Ukraine und NATO-Staaten machen russische Störsender für die Kursabweichungen verantwortlich. Die Regierung in Moskau wirft der Ukraine dagegen vor, die Drohnen absichtlich über die Grenzen zu steuern.
Hintergrund sind wiederholte Vorfälle, bei denen ukrainische Militärdrohnen auf dem Weg zu Zielen in Russland in den Luftraum von NATO-Staaten wie Finnland, Estland, Lettland und Litauen eindringen. Die Ukraine und NATO-Staaten machen russische Störsender für die Kursabweichungen verantwortlich. Die Regierung in Moskau wirft der Ukraine dagegen vor, die Drohnen absichtlich über die Grenzen zu steuern.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Selenskyj ist in Washington eingetroffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Morgen in den USA eingetroffen, wie er auf der Plattform X mitteilte. Mit Blick auf sein geplantes Treffen mit US-Präsident Donald Trump schrieb er, oberste Priorität hätten die Raketenabwehr und die strategische Kooperation mit den USA. Die Ukraine benötigt zur Abwehr des russischen Angriffskriegs dringend mehr Unterstützung bei der Flugabwehr.
Später am Tag wird er an der Trauerfeier für den kürzlich verstorbenen Senators Lindsey Graham teilnehmen. Der Republikaner galt als großer Unterstützer der Ukraine. Kurz vor seinem Tod hatte er noch Kiew besucht.
Später am Tag wird er an der Trauerfeier für den kürzlich verstorbenen Senators Lindsey Graham teilnehmen. Der Republikaner galt als großer Unterstützer der Ukraine. Kurz vor seinem Tod hatte er noch Kiew besucht.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Sabrina Frangos
Trump empfängt Selenskyj im Weißen Haus
US-Präsident Donald Trump empfängt am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Dabei geht es um die aktuelle Lage in dem mehr als vierjährigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Beziehungen zwischen Trump und Selenskyj hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Der US-Präsident lobte den Ukrainer als „mutig“.
Trump unterstützte zudem verschärfte Sanktionen der G7-Gruppe gegen Russland. Im Februar 2025 hatte Trump Selenskyj bei einem Treffen im Weißen Haus noch öffentlich gedemütigt. Trump warf dem ukrainischen Staatschef damals vor, er führe einen aussichtslosen Kampf und habe keine Karten in der Hand.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Sabrina Frangos
Bürgermeister: Moskau über Nacht mit mehr als 390 Drohnen angegriffen
Die russische Hauptstadt Moskau ist nach Angaben des Bürgermeisters Sergej Sobjanin mit mehr als 390 Drohnen angegriffen worden. Die Drohnen hätten Moskau zwischen Montagabend und Dienstagmorgen angeflogen und seien größtenteils von der Luftabwehr „lange vor Erreichen der Stadt neutralisiert“ worden, erklärte Sobjanin im Onlinedienst Telegram. 81 „feindliche“ Drohnen seien zerstört worden, als sie sich Moskau näherten, fügte er hinzu.
Der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, meldete ebenfalls Drohnenangriffe. Dabei seien Wohnhäuser in der Stadt Tschechow und dem Dorf Waulowo beschädigt worden.
Die Angriffe auf Moskau erfolgten wenige Stunden vor einem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington. Dort empfängt US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Staatschef im Weißen Haus.
Fast viereinhalb Jahre nach Beginn der russischen Offensive in der Ukraine gibt es weiterhin keine konkreten Aussichten auf ein Ende der Kämpfe. Beide Seite verstärkten zuletzt ihre Luftangriffe. Dabei führt die ukrainische Armee zunehmend auch Angriffe tief im russischen Staatsgebiet aus. Kiew will mit den Angriffen Moskau zurück an den Verhandlungstisch zwingen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Ian Liesch
Zehn Verletzte auf der Krim nach ukrainischem Drohnenangriff
Im Osten der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat eine ukrainische Drohne nach Angaben der Besatzungsbehörden zehn Zivilisten verletzt. Die Drohne sei gegen 14 Uhr Ortszeit (13 Uhr MESZ) in ein fünfstöckiges Wohnhaus der Großstadt Kertsch eingeschlagen, teilte Olga Kurlajewa, die Beraterin des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow, mit. Ein Feuer sei in der dritten und vierten Etage ausgebrochen, unter den Verletzten sei auch ein Kind, schrieb sie bei Telegram.
Kremlchef Wladimir Putin hat die Krim bereits 2014 annektiert und nutzt die Halbinsel seit 2022 als Aufmarschgebiet und Nachschubbasis für seinen Krieg gegen die Ukraine. Das ukrainische Militär greift daher immer wieder Ziele, zuletzt vor allem Energieanlagen, auf der Krim an. Dabei kommen aber auch vermehrt Zivilisten auf der Halbinsel zu Schaden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Caritas: Russland tötete Mitarbeiterin
Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Charkiw ist am Wochenende eine Mitarbeiterin des katholischen Hilfswerks Caritas getötet worden, meldet die Nachrichtenagentur AFP. Die Hilfsorganisation sei „tief erschüttert über den Tod unserer Kollegin der Caritas Ukraine“, erklärte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, am Montag. Ihr zehnjähriger Sohn sei verletzt worden, er habe aber „diese Tragödie überlebt“. Bei dem Raketeneinschlag am Sonntag sei ihr Haus vollständig zerstört worden.
Die Frau war der Caritas zufolge als Sozialarbeiterin in einem Team für medizinische Hilfen tätig. Demnach musste sie 2022 nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine aus ihrer Heimatstadt Wowtschansk fliehen und baute sich in Charkiw ein neues Leben auf. „Dieser unerbittlich geführte Krieg macht vor niemandem Halt“, erklärte Müller. Auch die Mitarbeitenden der Caritas seien diesen Gefährdungen „täglich ausgesetzt“.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Wegen Ukrainekrieg: Österreich will Wehrdienst verlängern
Österreich will als Konsequenz aus Russlands Krieg gegen die Ukraine den Wehrdienst verlängern und die Miliz stärken. Nach langen Verhandlungen beschloss die Regierung am Montag beim Sommerministerrat in einer Kaserne bei Salzburg eine Reform, die verpflichtende Milizübungen vorsieht und die Dienstzeit um drei Monate auf insgesamt neun Monate ausweitet.
Begründet wurde der Schritt mit den veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sowie mit zunehmenden Bedrohungen durch Cyberangriffe, hybride Attacken und Risiken für kritische Infrastruktur. Der Traum vom dauerhaften Frieden in Europa sei spätestens mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zerplatzt, sagte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). Österreich müsse seine Fähigkeiten zur Landesverteidigung stärken. „Es ist zu wenig, neues Gerät anzuschaffen, wenn unsere Soldatinnen und Soldaten im Ernstfall zu wenig Übung im Umgang damit haben“, betonte er.
Begründet wurde der Schritt mit den veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sowie mit zunehmenden Bedrohungen durch Cyberangriffe, hybride Attacken und Risiken für kritische Infrastruktur. Der Traum vom dauerhaften Frieden in Europa sei spätestens mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zerplatzt, sagte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). Österreich müsse seine Fähigkeiten zur Landesverteidigung stärken. „Es ist zu wenig, neues Gerät anzuschaffen, wenn unsere Soldatinnen und Soldaten im Ernstfall zu wenig Übung im Umgang damit haben“, betonte er.
Für die Umsetzung benötigt die Drei-Parteien-Koalition aus konservativer ÖVP, sozialdemokratischer SPÖ und liberalen Neos allerdings eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Dafür ist sie auf die Stimmen der rechtspopulistischen FPÖ oder der Grünen angewiesen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen