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Mittwoch, 15. Juli 2026
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Goldener Windbeutel: Ein Saft für 100 Euro pro Liter ist die Werbelüge des Jahres

Medienspektrum

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15. Juli
Wirtschaftswoche

Goldener Windbeutel: Ein Saft für 100 Euro pro Liter ist die Werbelüge des Jahres

Goldener Windbeutel: Ein Saft für 100 Euro pro Liter ist die Werbelüge des Jahres 66.000 Verbraucher haben über die „dreisteste Werbelüge“ des Jahres abgestimmt – und sich für das Saftkonzentrat „Fit fürs Leben“ des Herstellers LaVita entschieden. 39 Prozent der Teilnehmenden hievten das „Mikronährstoffkonzentrat“ bei der Wahl der Verbraucherorganisation Foodwatch auf den ersten Platz. Das Unternehmen aus dem bayerischen Kumhausen wirbt bei dem Saft mit über 70 Sorten Obst, Gemüse, Kräutern, pflanzlichen Ölen und wertvollen Mikronährstoffen als Inhalt und preist ihn als „Naturprodukt ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe“ an. Zwischenzeitlich nutzte der Hersteller sogar den Werbeclaim „Saubertrank“. Doch Foodwatch sieht das anders: LaVita bestehe zu 70 Prozent aus Fruchtsaftkonzentrat, zugesetzt seien 26 isolierte Vitamine und Nährstoffe – teilweise überdosiert. Nach Ansicht der Verbraucherorganisation stehe das Produkt beispielhaft für die „Gesundheits-Abzocke“ auf dem Lebensmittelmarkt. „Hersteller machen Gesundheitsversprechen, die häufig irreführend sind, und kassieren die Verbraucher dafür ordentlich ab“, schreibt die Organisation in einer Mitteilung. Hersteller räumt ein, dass nicht alle Zutaten restlos natürlich sind Für einen Liter des Safts verlangt LaVita laut Webseite 100 Euro. Diana Rubin, Leiterin des Zentrums für Ernährungsmedizin und Diabetologie des Vivantes Humboldt-Klinikums, kritisierte das Produkt laut Foodwatch-Mitteilung ebenfalls: Die Werbung für das Produkt suggeriere, LaVita sei die natürliche Rundum-Formel für ein fittes, gesundes Leben. „Die tägliche Basis der Gesundheit ist aber eine ausgewogene Ernährung“, sagt sie. Wer einen Nährstoffmangel vermute, solle zunächst ärztlichen Rat einholen, statt zu hoch dosierten und teuren Mitteln wie LaVita zu greifen. LaVita hat sowohl in einer Stellungnahme an Foodwatch als auch gegenüber dem Magazin „Der Spiegel“ auf die Kritik reagiert: Den Slogan „Fit fürs Lebens“ wolle das Unternehmen erneut rechtlich prüfen lassen, die Werbung mit dem Claim „Saubertrank“ habe man mittlerweile gestoppt. Der Hersteller räumte demnach zudem ein, dass nicht alle Zutaten „restlos“ natürlich seien. Der Aussage, dass die tägliche Basis der Gesundheit eine ausgewogene Ernährung sei, stimme LaVita grundsätzlich uneingeschränkt zu. Nahrungsergänzung im Allgemeinen oder LaVita im Besonderen seien nicht dafür geschaffen, gesunde Ernährung zu ersetzen, gab das Unternehmen gegenüber dem „Spiegel“ an. Vielmehr gehe es darum, die gesunde Ernährung zu optimieren. Backpulver auf dem zweiten Platz, Kaugummi auf dem fünften Fast 22 Prozent der Teilnehmenden stimmten außerdem für das Airfryer-Backpulver Backin von Dr. Oetker. Die Verbraucherschützer kritisierten hier, dass das Backergebnis sich nicht vom deutlich günstigeren Standardbackpulver unterscheide. Auch hier äußerte sich der Hersteller auf Nachfrage von Foodwatch und „Spiegel“: Die neue Zutat Glucono-delta-lacton sorge für ein lockereres und gleichmäßigeres Backergebnis im Airfryer und dafür, dass die Oberfläche nicht so schnell bräunt. Kritische Rückmeldungen von Kunden habe es nicht gegeben. Knapp hinter dem Backpulver landete der Bio-Joghurt Matcha Mango von Andechser Natur. Mit 14,4 Prozent belegt das Oh Yeah Bear Libido Vitamin von Beautybears Platz vier. Auf Rang fünf landete das Kaugummi Airwaves Cool Cassis von Mars. Den Negativpreis lobte Foodwatch in diesem Jahr zum 15. Mal aus. Im vergangenen Jahr wurde er an die Milka-Alpenmilch des Lebensmittelkonzerns Mondelēz vergeben. Damals stimmten 34 Prozent der Teilnehmenden für die Schokolade. Die Begründung damals: Mondelēz hatte den Packungsinhalt von 100 auf 90 Gramm verringert – und vorher den Preis von 1,49 Euro auf 1,99 erhöht. Nach Ansicht von Foodwatch blieb die Verpackung aber gleich, also sprach die Verbraucherorganisation von einer versteckten Preiserhöhung von 48 Prozent. Lesen Sie auch: Milkas 90-Gramm-Tafel bringt eine ganze Branche unter Druck

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15. Juli
Wirtschaftswoche

Goldener Windbeutel: Ein Mikronährstoff-Konzentrat ist die Werbelüge des Jahres

Goldener Windbeutel: Ein Mikronährstoff-Konzentrat ist die Werbelüge des Jahres 66.000 Verbraucher haben über die „dreisteste Werbelüge“ des Jahres abgestimmt – und sich für das Saftkonzentrat „Fit fürs Leben“ des Herstellers LaVita entschieden. 39 Prozent der Teilnehmenden hievten das „Mikronährstoffkonzentrat“ bei der Wahl der Verbraucherorganisation Foodwatch auf den ersten Platz. Das Unternehmen aus dem bayerischen Kumhausen wirbt bei dem Saft mit über 70 Sorten Obst, Gemüse, Kräutern, pflanzlichen Ölen und wertvollen Mikronährstoffen als Inhalt und preist ihn als „Naturprodukt ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe“ an. Zwischenzeitlich nutzte der Hersteller sogar den Werbeclaim „Saubertrank“. Doch Foodwatch sieht das anders: LaVita bestehe zu 70 Prozent aus Fruchtsaftkonzentrat, zugesetzt seien 26 isolierte Vitamine und Nährstoffe – teilweise überdosiert. Nach Ansicht der Verbraucherorganisation stehe das Produkt beispielhaft für die „Gesundheits-Abzocke“ auf dem Lebensmittelmarkt. „Hersteller machen Gesundheitsversprechen, die häufig irreführend sind, und kassieren die Verbraucher dafür ordentlich ab“, schreibt die Organisation in einer Mitteilung. Hersteller räumt ein, dass nicht alle Zutaten restlos natürlich sind Für einen Liter des Safts verlangt LaVita laut Webseite 100 Euro. Diana Rubin, Leiterin des Zentrums für Ernährungsmedizin und Diabetologie des Vivantes Humboldt-Klinikums, kritisierte das Produkt laut Foodwatch-Mitteilung ebenfalls: Die Werbung für das Produkt suggeriere, LaVita sei die natürliche Rundum-Formel für ein fittes, gesundes Leben. „Die tägliche Basis der Gesundheit ist aber eine ausgewogene Ernährung“, sagt sie. Wer einen Nährstoffmangel vermute, solle zunächst ärztlichen Rat einholen, statt zu hoch dosierten und teuren Mitteln wie LaVita zu greifen. LaVita hat sowohl in einer Stellungnahme an Foodwatch als auch gegenüber dem Magazin „Der Spiegel“ auf die Kritik reagiert: Den Slogan „Fit fürs Lebens“ wolle das Unternehmen erneut rechtlich prüfen lassen, die Werbung mit dem Claim „Saubertrank“ habe man mittlerweile gestoppt. Der Hersteller räumte demnach zudem ein, dass nicht alle Zutaten „restlos“ natürlich seien. Der Aussage, dass die tägliche Basis der Gesundheit eine ausgewogene Ernährung sei, stimme LaVita grundsätzlich uneingeschränkt zu. Nahrungsergänzung im Allgemeinen oder LaVita im Besonderen seien nicht dafür geschaffen, gesunde Ernährung zu ersetzen, gab das Unternehmen gegenüber dem „Spiegel“ an. Vielmehr gehe es darum, die gesunde Ernährung zu optimieren. Backpulver auf dem zweiten Platz, Kaugummi auf dem fünften Fast 22 Prozent der Teilnehmenden stimmten außerdem für das Airfryer-Backpulver Backin von Dr. Oetker. Die Verbraucherschützer kritisierten hier, dass das Backergebnis sich nicht vom deutlich günstigeren Standardbackpulver unterscheide. Auch hier äußerte sich der Hersteller auf Nachfrage von Foodwatch und „Spiegel“: Die neue Zutat Glucono-delta-lacton sorge für ein lockereres und gleichmäßigeres Backergebnis im Airfryer und dafür, dass die Oberfläche nicht so schnell bräunt. Kritische Rückmeldungen von Kunden habe es nicht gegeben. Knapp hinter dem Backpulver landete der Bio-Joghurt Matcha Mango von Andechser Natur. Mit 14,4 Prozent belegt das Oh Yeah Bear Libido Vitamin von Beautybears Platz vier. Auf Rang fünf landete das Kaugummi Airwaves Cool Cassis von Mars. Den Negativpreis lobte Foodwatch in diesem Jahr zum 15. Mal aus. Im vergangenen Jahr wurde er an die Milka-Alpenmilch des Lebensmittelkonzerns Mondelēz vergeben. Damals stimmten 34 Prozent der Teilnehmenden für die Schokolade. Die Begründung damals: Mondelēz hatte den Packungsinhalt von 100 auf 90 Gramm verringert – und vorher den Preis von 1,49 Euro auf 1,99 erhöht. Nach Ansicht von Foodwatch blieb die Verpackung aber gleich, also sprach die Verbraucherorganisation von einer versteckten Preiserhöhung von 48 Prozent. Lesen Sie auch: Milkas 90-Gramm-Tafel bringt eine ganze Branche unter Druck

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14. Juli
FAZ (Wirtschaft)

100 Euro je Liter: Fruchtsaft zur „dreistesten Werbelüge“ gekürt

100 Euro je Liter : Fruchtsaft zur „dreistesten Werbelüge“ gekürt Hundert Euro kostet ein Liter Fruchtsaftkonzentrat mit Vitaminzusätzen von Lavita. Die Organisation Foodwatch hat dem Nahrungsergänzungsmittel den Negativpreis „Goldener Windbeutel“ verliehen. Fruchtsaftkonzentrat mit Zusätzen für 100 Euro der Liter: Eine Umfrage der Verbraucherorganisation Foodwatch hat ein Nahrungsergänzungsmittel der Marke Lavita zur „dreistesten Werbelüge“ des Jahres gekürt. 39 Prozent der gut 66.000 Teilnehmer an der Online-Umfrage stimmten dafür, dem „Mikronährstoffkonzentrat“ des bayerischen Unternehmens den Negativpreis „Goldener Windbeutel“ zu verleihen, wie Foodwatch am Dienstag mitteilte. Foodwatch forderte eine stärkere Regulierung des Marktes für Nahrungsergänzungsmittel. Lavita bewirbt ihr Mikronährstoffkonzentrat als „Saubertrank“, „Naturprodukt“ und „tägliche Basis unserer Gesundheit“, das „fit fürs Leben“ mache. Das Produkt besteht laut Foodwatch zu 70 Prozent aus Fruchtsaftkonzentrat, hinzu kommen 26 isolierte Vitamine und Nährstoffe - „teilweise überdosiert“. Eine Halbliterflasche kostet stolze 50 Euro. „Lavita kassiert Verbraucher mit dem Wunsch nach Gesundheit kräftig ab“, sagte Alina Nitsche von Foodwatch. „Der Saft steht beispielhaft für die Abzocke mit irreführenden Gesundheitsversprechen.“ Teil des Problems sei auch, dass der Markt für Lebensmittel mit Vitaminzusatz und Supplements boome, aber kaum kontrolliert werde, führte sie aus. „Bund und Länder müssen die Lebensmittelüberwachung endlich so ausstatten, dass sie Verbrauchertäuschung stoppen kann.“ Werbung mit Begriff „Saubertrank“ gestoppt Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP reagierte das Unternehmen aus Kumhausen in Niederbayern zunächst nicht. Nach Angaben von Foodwatch kündigte Lavita an, den Werbeslogan „Fit fürs Leben“ erneut rechtlich prüfen zu lassen. Die Werbung mit dem Begriff „Saubertrank“ habe es zudem mittlerweile gestoppt. Auch habe das Unternehmen eingeräumt, dass nicht alle Zutaten „restlos“ natürlich seien, erklärte Foodwatch. Die Organisation verleiht den „Goldenen Windbeutel“ seit 2009, um auf das Problem der Verbrauchertäuschung im Lebensmittelbereich hinzuweisen. Im vergangenen Jahr hatten die Teilnehmer an der Umfrage die Milka-Schokoladentafel, deren Größe von 100 auf 90 Gramm gesunken war, zur Werbelüge des Jahres gewählt. Auf Platz zwei im diesjährigen Negativranking landete mit 21,9 Prozent der abgegebenen Stimmen das „Airfryer Backin Backpulver“ von Dr. Oetker. Es wird als Innovation für die Heißluftfritteuse beworben, unterscheidet sich laut Foodwatch aber nicht vom „deutlich günstigeren“ Standardbackpulver. Der Preis ist demnach mindestens doppelt so hoch. Knapp dahinter mit 20,8 Prozent landete der Joghurt Matcha Mango von Andechser Natur. Die vermeintlich zentrale Zutat Matcha macht laut Foodwatch nur 0,1 Prozent des Joghurts aus. Für die grünliche Farbe sorgt demnach auch das Algenpulver Spirulina.

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14. Juli
Wirtschaftswoche

Negativpreis: Darum wurde ein Mikronährstoff-Konzentrat zur Werbelüge des Jahres gewählt

Negativpreis: Darum wurde ein Mikronährstoff-Konzentrat zur Werbelüge des Jahres gewählt 66.000 Verbraucher haben über die „dreisteste Werbelüge“ des Jahres abgestimmt – und sich für das Saftkonzentrat „Fit fürs Leben“ des Herstellers LaVita entschieden. 39 Prozent der Teilnehmenden hievten das „Mikronährstoffkonzentrat“ bei der Wahl der Verbraucherorganisation Foodwatch auf den ersten Platz. Das Unternehmen aus dem bayerischen Kumhausen wirbt bei dem Saft mit über 70 Sorten Obst, Gemüse, Kräutern, pflanzlichen Ölen und wertvollen Mikronährstoffen als Inhalt und preist ihn als „Naturprodukt ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe“ an. Zwischenzeitlich nutzte der Hersteller sogar den Werbeclaim „Saubertrank“. Doch Foodwatch sieht das anders: LaVita bestehe zu 70 Prozent aus Fruchtsaftkonzentrat, zugesetzt seien 26 isolierte Vitamine und Nährstoffe – teilweise überdosiert. Nach Ansicht der Verbraucherorganisation stehe das Produkt beispielhaft für die „Gesundheits-Abzocke“ auf dem Lebensmittelmarkt. „Hersteller machen Gesundheitsversprechen, die häufig irreführend sind, und kassieren die Verbraucher dafür ordentlich ab“, schreibt die Organisation in einer Mitteilung. Hersteller räumt ein, dass nicht alle Zutaten restlos natürlich sind Für einen Liter des Safts verlangt LaVita laut Webseite 100 Euro. Diana Rubin, Leiterin des Zentrums für Ernährungsmedizin und Diabetologie des Vivantes Humboldt-Klinikums, kritisierte das Produkt laut Foodwatch-Mitteilung ebenfalls: Die Werbung für das Produkt suggeriere, LaVita sei die natürliche Rundum-Formel für ein fittes, gesundes Leben. „Die tägliche Basis der Gesundheit ist aber eine ausgewogene Ernährung“, sagt sie. Wer einen Nährstoffmangel vermute, solle zunächst ärztlichen Rat einholen, statt zu hoch dosierten und teuren Mitteln wie LaVita zu greifen. LaVita hat sowohl in einer Stellungnahme an Foodwatch als auch gegenüber dem Magazin „Der Spiegel“ auf die Kritik reagiert: Den Slogan „Fit fürs Lebens“ wolle das Unternehmen erneut rechtlich prüfen lassen, die Werbung mit dem Claim „Saubertrank“ habe man mittlerweile gestoppt. Der Hersteller räumte demnach zudem ein, dass nicht alle Zutaten „restlos“ natürlich seien. Der Aussage, dass die tägliche Basis der Gesundheit eine ausgewogene Ernährung sei, stimme LaVita grundsätzlich uneingeschränkt zu. Nahrungsergänzung im Allgemeinen oder LaVita im Besonderen seien nicht dafür geschaffen, gesunde Ernährung zu ersetzen, gab das Unternehmen gegenüber dem „Spiegel“ an. Vielmehr gehe es darum, die gesunde Ernährung zu optimieren. Backpulver auf dem zweiten Platz, Kaugummi auf dem fünften Fast 22 Prozent der Teilnehmenden stimmten außerdem für das Airfryer-Backpulver Backin von Dr. Oetker. Die Verbraucherschützer kritisierten hier, dass das Backergebnis sich nicht vom deutlich günstigeren Standardbackpulver unterscheide. Auch hier äußerte sich der Hersteller auf Nachfrage von Foodwatch und „Spiegel“: Die neue Zutat Glucono-delta-lacton sorge für ein lockereres und gleichmäßigeres Backergebnis im Airfryer und dafür, dass die Oberfläche nicht so schnell bräunt. Kritische Rückmeldungen von Kunden habe es nicht gegeben. Knapp hinter dem Backpulver landete der Bio-Joghurt Matcha Mango von Andechser Natur. Mit 14,4 Prozent belegt das Oh Yeah Bear Libido Vitamin von Beautybears Platz vier. Auf Rang fünf landete das Kaugummi Airwaves Cool Cassis von Mars. Den Negativpreis lobte Foodwatch in diesem Jahr zum 15. Mal aus. Im vergangenen Jahr wurde er an die Milka-Alpenmilch des Lebensmittelkonzerns Mondelēz vergeben. Damals stimmten 34 Prozent der Teilnehmenden für die Schokolade. Die Begründung damals: Mondelēz hatte den Packungsinhalt von 100 auf 90 Gramm verringert – und vorher den Preis von 1,49 Euro auf 1,99 erhöht. Nach Ansicht von Foodwatch blieb die Verpackung aber gleich, also sprach die Verbraucherorganisation von einer versteckten Preiserhöhung von 48 Prozent. Lesen Sie auch: Milkas 90-Gramm-Tafel bringt eine ganze Branche unter Druck

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14. Juli
ZDF heute

Negativpreis für "dreisteste Werbelüge" geht an LaVita

"Goldener Windbeutel" :Negativpreis für "dreisteste Werbelüge" geht an LaVita Ein Liter für 100 Euro: Foodwatch kürt ein Nahrungsergänzungsmittel der Marke LaVita zur "dreistesten Werbelüge" des Jahres. Kritisiert wird vor allem die Vermarktung des Produkts. Der Negativpreis "Goldener Windbeutel" der Verbraucherorganisation Foodwatch geht in diesem Jahr an das Unternehmen LaVita. Bei einer Online-Abstimmung mit mehr als 66.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhielt der als "Mikronährstoffkonzentrat" beworbene Saft 39 Prozent der Stimmen und wurde damit zur "dreistesten Werbelüge" des Jahres. Foodwatch kritisiert vor allem die Werbung rund um das Produkt. Der LaVita-Saft werde unter anderem als "Naturprodukt" und "tägliche Basis für unsere Gesundheit" beworben. In sozialen Medien sei es zudem als "Saubertrank" dargestellt worden. Solche Aussagen seien aus Sicht der Organisation irreführend. Kritik an Gesundheitsversprechen Nach Angaben von Foodwatch besteht das Produkt zu rund 70 Prozent aus Fruchtsaftkonzentrat und enthält zusätzlich 26 zugesetzte Vitamine und Nährstoffe. Einige davon seien teilweise überdosiert. Der Preis liege bei rund 100 Euro pro Liter. Alina Nitsche von Foodwatch betonte: Der Saft steht beispielhaft für die Abzocke mit irreführenden Gesundheitsversprechen. Alina Nitsche, Foodwatch-Vertreterin Der Markt für vitaminangereicherte Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel wachse, werde aber aus Sicht der Organisation nicht ausreichend kontrolliert. Foodwatch fordert deshalb eine bessere Ausstattung der Lebensmittelüberwachung, um aus Sicht der Organisation Verbrauchertäuschung wirksamer zu verhindern. Dr. Oetker und Andechser auf weiteren Plätzen Auf den zweiten Platz des Negativrankings kam das "Airfryer Backin" Backpulver von Dr. Oetker mit 21,9 Prozent der Stimmen. Foodwatch bemängelte, dass es sich kaum vom günstigeren Standardbackpulver unterscheide, aber teurer verkauft werde. Sebastian Lege deckt die Tricks der Lebensmittelindustrie auf und entlarvt die Geheimnisse der Produkte. Vom Giganten Mondelēz werden Milka, Oreo und Philadelphia hergestellt. 08.02.2022 | 43:34 minDritter wurde der Bio-Mango-Matcha-Joghurt von Andechser Natur mit 20,8 Prozent. Die Organisation kritisierte, dass die namensgebende Zutat Matcha nur einen sehr kleinen Anteil des Produkts ausmache. Der "Goldene Windbeutel" wurde in diesem Jahr zum 15. Mal vergeben. Foodwatch verleiht den Preis, um auf aus Sicht der Organisation irreführende Werbung in der Lebensmittelbranche aufmerksam zu machen. Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann sind Sie beim ZDFheute-WhatsApp-Channel richtig. Hier erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten auf Ihr Smartphone. Nehmen Sie teil an Umfragen oder lassen Sie sich durch unseren Podcast "Kurze Auszeit" inspirieren. Zur Anmeldung: ZDFheute-WhatsApp-Channel. Mehr zum Verbraucherschutz - Asiatischer Modekonzern:Kundentäuschung: EU geht gegen Shein vor - Preisanstieg bei Lebensmitteln :Sollten Lebensmittelpreise überwacht werden?von Karen Grassmit Video3:08 - Kleinere Tafel in alter Verpackung:Mogelt Milka? Verbraucherschützer klagen - Initiative "Stop killing games":Gamer rufen nach mehr Verbraucherschutzvon Stephanie Gargoschmit Video1:47

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14. Juli
Tagesschau

Nahrungsergänzungsmittel LaVita erhält Negativpreis

Nahrungsergänzungsmittel LaVita bekommt Preis für "dreisteste Werbelüge" Das Nahrungsergänzungsmittel LaVita bekommt von Foodwatch den "Goldenen Windbeutel" für die "dreisteste Werbelüge" des Jahres. Ein Liter koste umgerechnet 100 Euro - und enthalte hauptsächlich Fruchtsaft. Eine Umfrage von Foodwatch hat einem Nahrungsergänzungsmittel der Marke LaVita den "Goldenen Windbeutel" wegen der "dreistesten Werbelüge" des Jahres beschert. Nach Darstellung der Verbraucherorganisation besteht das Produkt zu rund 70 Prozent aus Fruchtsaftkonzentrat und enthält zugesetzte Vitamine sowie weitere Mikronährstoffe. Umgerechnet koste es rund 100 Euro pro Liter. Gesundheitsversprechen zu überhöhtem Preis Foodwatch wirft dem Hersteller vor, mit Gesundheitsversprechen einen deutlich überhöhten Preis zu rechtfertigen. "LaVita kassiert Verbraucher mit dem Wunsch nach Gesundheit kräftig ab", erklärte Foodwatch-Expertin Alina Nitsche. "Der Saft steht beispielhaft für die Abzocke mit irreführenden Gesundheitsversprechen." Der als "Saubertrank" beworbene Saft stehe beispielhaft für irreführende Werbung im boomenden Markt für Nahrungsergänzungsmittel. Nach Angaben der Organisation seien einzelne zugesetzte Vitamine und Nährstoffe zudem höher dosiert als notwendig. Foodwatch fordert stärkere Kontrolle Foodwatch fordert deshalb eine stärkere Kontrolle des Marktes. "Der Markt für Lebensmittel mit Vitaminzusatz und Supplements boomt, kontrolliert wird er kaum", erklärte Nitsche. Bund und Länder müssten die Lebensmittelüberwachung personell und finanziell besser ausstatten, um gegen Verbrauchertäuschung wirksam vorgehen zu können. Auf Platz Zwei des Negativrankings landete mit 21,9 Prozent der Stimmen das "Airfryer Backin Backpulver" von Dr. Oetker. Nach Einschätzung von Foodwatch unterscheidet sich das Produkt nicht vom herkömmlichen Backpulver des Herstellers, werde aber als spezielle Innovation für Heißluftfritteusen zu einem mindestens doppelt so hohen Preis verkauft. "Matcha Mango" auf Platz Drei Mit 20,8 Prozent der Stimmen belegte der Joghurt "Matcha Mango" von Andechser Natur den dritten Platz. Foodwatch kritisiert, dass die namensgebende Zutat Matcha lediglich einen Anteil von 0,1 Prozent ausmache. Die grünliche Farbe des Joghurts werde zudem auch durch das Algenpulver Spirulina erzeugt. Den "Goldenen Windbeutel" vergibt Foodwatch seit 2009 jährlich. Mit dem Negativpreis will die Organisation nach eigenen Angaben auf aus ihrer Sicht irreführende Werbeversprechen und Verbrauchertäuschung bei Lebensmitteln aufmerksam machen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren, bei dem Verbraucherinnen und Verbraucher online über zuvor nominierte Produkte abstimmen. Milka-Tafel 2025 zur Mogelpackung ernannt In den vergangenen Jahren gingen die Negativpreise unter anderem an die Milka Alpenmilch von Mondelez (2025) und die Kinder-Fruchtsnacks "Obsties" von Alete (2024). Foodwatch kritisierte bei Milka eine versteckte Preiserhöhung durch eine kleinere Verpackung, bei den Obsties unter anderem die Bewerbung des Produkts als Snack ohne Zuckerzusatz.

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14. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

»Goldener Windbeutel« geht an »Mikronährstoffkonzentrat« von LaVita – teures Getränk mit Vitaminzusatz

Teures Getränk Schmähpreis »Goldener Windbeutel« geht an »Mikronährstoffkonzentrat« Das Saftkonzentrat »Fit fürs Leben« des Herstellers LaVita hat den Negativpreis »Goldener Windbeutel 2026« gewonnen. Die Organisation Foodwatch hatte Verbraucherinnen und Verbraucher aus fünf Kandidaten das Produkt mit der dreistesten Werbelüge des Jahres wählen lassen. Fast 40 Prozent der mehr als 66.000 Teilnehmenden stimmten laut Foodwatch für den letztlichen Gewinner. Als »Mikronährstoffkonzentrat« werde das LaVita-Produkt deklariert, so Foodwatch, bestehe aber zu 70 Prozent aus Fruchtsaftkonzentrat. Zugesetzt seien 26 isolierte Vitamine und Nährstoffe. Dafür verlangt der Hersteller 50 Euro je halbem Liter. Foodwatch zieht auch die Kritik von Diana Rubin heran, die das Zentrum für Ernährungsmedizin und Diabetologie des Vivantes Humboldt-Klinikums leitet: Die Werbung für das Produkt suggeriere, LaVita sei die natürliche Rundum-Formel für ein fittes, gesundes Leben. »Die tägliche Basis der Gesundheit ist aber eine ausgewogene Ernährung«, sagt sie. Wer einen Nährstoffmangel vermute, solle zunächst ärztlichen Rat einholen, statt zu hoch dosierten und teuren Mitteln wie LaVita zu greifen. Das Saftkonzentrat stehe »beispielhaft für die Abzocke mit irreführenden Gesundheitsversprechen«, kritisiert Alina Nitsche von Foodwatch. Hersteller wehrt sich gegen Vorwürfe LaVita hatte auf SPIEGEL-Anfrage mitgeteilt, für Flüssigkonzentrate mit Mikronährstoffen sei der Begriff Mikronährstoffkonzentrat branchenüblich. Aus Sicht der Verbraucher sei sicherlich klar, was damit gemeint sei. Es sei sicher keine Werbelüge. Der Aussage, dass die tägliche Basis der Gesundheit eine ausgewogene Ernährung sei, stimme LaVita grundsätzlich uneingeschränkt zu. Nahrungsergänzung im Allgemeinen oder LaVita im Besonderen seien nicht dafür geschaffen, gesunde Ernährung zu ersetzen. Vielmehr gehe es darum, die gesunde Ernährung zu optimieren. Gerade vor dem Hintergrund, dass viele Menschen in den verschiedensten Lebenslagen einen erhöhten Bedarf an Mikronährstoffen aufweisen beziehungsweise im Alltag nicht die Ernährung umsetzten, die sie gern hätten, biete LaVita eine praktische Unterstützung. Dies geschehe auf möglichst natürliche Weise und auch nicht hoch dosiert. Backpulver auf dem zweiten Platz Mit im Rennen um den »Goldenen Windbeutel« waren in diesem Jahr vier weitere Produkte. - Den zweiten Platz mit knapp 22 Prozent der Stimmen belegt das Airfryer Backin Backpulver von Dr. Oetker. - Der dritte Platz mit fast 21 Prozent der Stimmen geht an den Bio-Joghurt Matcha Mango von Andechser Natur. - Auf dem vierten Platz mit 14,4 Prozent der Stimmen landet das Oh Yeah Bear Libido Vitamin von Beautybears. - Den fünften Platz mit weniger als vier Prozent der Stimmen belegt der Kaugummi Airwaves Cool Cassis von Mars. Der »Goldene Windbeutel« wurde zum 15. Mal gewählt. Zum Gewinnerprodukt kritisiert Foodwatch-Aktivistin Nitsche auch, dass der boomende Markt für Lebensmittel mit Vitaminzusatz und Supplements kaum kontrolliert werde. Bund und Länder müssten die Lebensmittelüberwachung ausreichend ausstatten. Ein Matcha-Produkt mit nur einer Messerspitze Matcha, Gummibärchen fürs gute Sexleben oder ein teures Backpulver für den Airfryer: Lesen Sie hier mehr über die Kandidaten für den »Goldenen Windbeutel« 2026 – und was die Hersteller zur Nominierung sagen.

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