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Donnerstag, 6. August 2026
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Männer im Überschuss

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6. August
taz (Öko & Co)

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Männer im Überschuss

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Männer im Überschuss Der Wahl-O-Mat soll bei der Wahlentscheidung helfen. Was er nicht verrät: Der neue Landtag wird sehr männlich. Das wirkt sich auch auf die Politik aus. Wer wissen will, wie sich die Parteien in Sachsen-Anhalt öffentlich zu politischen Thesen positionieren, der kann sich seit heute wieder durch den Wahl-O-Mat klicken. In Häppchenform erklären die Parteien dort ihre Positionen anhand von 38 Fragen: Maßnahmen gegen die Klimakrise, sonntags geöffnete Geschäfte, Smartphones im Unterricht, Femizide in die Kriminalstatistik – oder nicht? Doch womit sich der Landtag in Magdeburg in den kommenden fünf Jahren beschäftigt, hängt weniger an guten Absichten und mehr an seinen Abgeordneten. Was der Wahl-O-Mat nicht verrät: Die meisten werden voraussichtlich männlich sein. Das liegt maßgeblich an zwei Parteien: der AfD und der CDU. In dieser Woche hat das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt die Listen der Bewerberinnen und Bewerber aller 16 antretenden Parteien ausgewertet. Demnach sind unter den 398 Kandidat:innen 291 Männer, also 73 Prozent. Jede Partei tritt mit mehr Männern als Frauen an. Am höchsten ist der Männeranteil, wie schon bei anderen Landtagswahlen, beim BSW (86 Prozent) und bei der AfD (88 Prozent). Insgesamt gehen für die AfD nur 8 Frauen ins Rennen. Die drei in Sachsen-Anhalt regierenden Parteien CDU, SPD und FDP haben ebenfalls hauptsächlich Männer vorgeschlagen. Bei der SPD sind 68 Prozent männlich, bei der CDU 75 Prozent und bei der FDP 80 Prozent. Etwas ausgeglichener ist das Männer-Frauen-Verhältnis zumindest bei einigen Landeslisten. Die Linke und die Partei Die Partei kommen je auf 50 Prozent. Die Grünen haben auf ihre Liste sogar mehr Frauen gewählt als Männer: 55 Prozent. Aber weil bei deren Direktmandaten ebenfalls mehr Männer als Frauen kandidieren, sacken sie auf einen Frauenanteil von 47 Prozent ab. Noch mehr Männer Wie viele Frauen insgesamt für die Parteien kandidieren, ist für die kommende Landtagswahl am 6. September aber nicht allein entscheidend. Ob die Kandidatinnen am Ende ins Parlament einziehen, hängt davon ab, auf welchem Listenplatz sie antreten. Nimmt man die letzte Umfrage von Infratest Dimap zur Grundlage und lässt Direkt- und Überhangmandate außer acht, stünden CDU und AfD weiterhin besonders schlecht da: Die CDU bekäme 24 Prozent der Stimmen und damit 22 von 83 Sitzen im Landtag. Von diesen würden nur 4 an Frauen gehen, ein Anteil von 18 Prozent. Die größte Fraktion würde in diesem Gedankenspiel die AfD stellen. Auf den ersten zehn Listenplätzen der national-autoritären Partei steht keine einzige Frau. Aber bei einem Wahlergebnis von 41 Prozent könnte die AfD 38 Plätze in Anspruch nehmen. Davon würden 4 Plätze – 11 Prozent – durch Frauen besetzt. Gewinnt die AfD viele Direktmandate, würde das den Frauenanteil weiter drücken. Mehr Hass gegen Frauen Insgesamt käme ein Landtag nach den aktuellen Umfragewerten auf einen Frauenanteil von 24 Prozent. Damit würde Sachsen-Anhalt im bundesweiten Vergleich auf den letzten Platz rutschen. Seit 2023 steht dort der Freistaat Bayern, mit kläglichen 25,12 Prozent. Der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Sachsen-Anhalt, Sarah Schulze, ist das aber einen Schritt zu weit gedacht. „Das Wahlergebnis steht noch nicht fest“, betont sie gegenüber der taz. „Wie der nächste Landtag zusammengesetzt sein wird, entscheiden die Wählerinnen und Wähler am 6. September.“ Allerdings sei es aus gleichstellungspolitischer Sicht bedauerlich, dass bei dieser Wahl weniger antreten als bei der Landtagswahl 2021. „Frauen stoßen auf dem Weg in politische Ämter nach wie vor auf strukturelle Hürden“, erklärt Schulze. Ein politisches Ehrenamt mit Beruf und Familie zu vereinbaren, sei für sie zum Beispiel schwerer. Doch das sei nicht alles. Schulze sagt: „Hinzu kommt, dass das politische Klima spürbar rauer geworden ist.“ Frauen, die sich politisch engagieren und öffentlich Position beziehen, seien überdurchschnittlich oft Ziel von Hass, Hetze und Einschüchterungsversuchen. Häufiger als Männer seien sie sexistischen oder sexualisierten Angriffen ausgesetzt. „Das kann Frauen davon abhalten, sich überhaupt politisch zu engagieren oder für ein Mandat zu kandidieren.“ Ziehen weniger Frauen in den Landtag ein, wirke sich das auch auf die Politik aus, sagt Schulze. „Je vielfältiger ein Parlament zusammengesetzt ist, desto eher finden diese unterschiedlichen Perspektiven Eingang in die parlamentarische Arbeit.“ Dazu zählten etwa der Schutz vor Gewalt gegen Frauen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung. „Ein geringer Frauenanteil birgt deshalb die Gefahr, dass diese Perspektiven in politischen Entscheidungen weniger Gewicht erhalten“, so Schulze. Könnte der Männerüberschuss auf den Listen von CDU und AfD auch einfach Versuch sein, gendergerechte Sprache im Landtag überflüssig zu machen? Zumindest haben beide Parteien beim Wahl-O-Mat angegeben, dass sie Schreibweisen, die geschlechtliche Vielfalt mit Sonderzeichen abbilden, in Behörden verbieten wollen. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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6. August
taz (Öko & Co)

Wahl-O-Mat in Sachsen-Anhalt: Unterstützung bei der Landtagswahl

Wahl-O-Mat in Sachsen-Anhalt: Unterstützung bei der Landtagswahl Der Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist online. Das Beratungsangebot beinhaltet die Wahlprogramme aller 15 zugelassenen Parteien. Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist online. Seit Donnerstag können Wahlberechtigte und Interessierte mit dem Onlineberatungstool die Programme der Parteien anhand von Thesen und Antworten vergleichen. Laut der Landeszentrale für politische Bildung in Magdeburg berücksichtigt der Wahl-O-Mat die Wahlprogramme aller 15 Parteien, die am 6. September in Sachsen-Anhalt zur Wahl zugelassen wurden. Befragt wurden die Parteien im Vorfeld selbst, die Antworten werden nicht von der Redaktion der Landeszentrale bearbeitet oder interpretiert. Insgesamt 38 Fragen zu aktuellen und landesrelevanten Fragen werden auf die Antworten der Parteien gescheckt. Da Wahlprogramme von vielen Wählenden nicht genau gelesen werden, wird hier Entscheidungshilfe geboten: Welche Parteien haben zu welchen Thesen welche Meinung und wie passt das zur eigenen politischen Einstellung? Die Bandbreite der vertretenen Positionen reicht von Parteienverbot, über Bildungspolitik und Vermögenssteuer bis hin zur Sonntagsöffnung von Geschäften. Seit 2006 für Sachsen-Anhalt Bereits seit 2006 gibt es das Angebot auch in Sachsen-Anhalt. Bei der letzten Wahl im Land 2021 sei rund eine halbe Million Aufrufe registriert worden. „Der Wahl-O-Mat ist keine Wahlempfehlung, sondern ein Informationsangebot über Wahlen und Politik“, heißt es auf der aktuellen Webseite. Gerade in Sachsen-Anhalt, mit Prognosen von über 40 Prozent für die AfD, könnte dieses Werkzeug der Landeszentrale für politische Bildung entscheidende Aufklärungsarbeit zu den Zielsetzungen der einzelnen Parteien leisten. Das Onlineberatungstool bietet seit der Bundestagswahl 2002 eine Entscheidungshilfe für alle Wahlberechtigten und Interessierten. Seit der Gründung wurden bundesweit rund 160 Millionen Anwendungen vor Wahlen registriert, berichtet die Landeszentrale. So blickt der Direktor, Maik Reichel, auch zuversichtlich auf die diesjährige Nutzung. Empfohlener externer Inhalt Transparenzhinweis: Die taz ist Medienpartner des Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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6. August
Tagesschau

Was Sie jetzt zur Wahl in Sachsen-Anhalt wissen müssen

Landtagswahl am 6. September Warum die Wahl in Sachsen-Anhalt so wichtig ist In einem Monat wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Umfragen deuten auf ein starkes Abschneiden der AfD hin - und eine schwierige Regierungsbildung. Die wichtigsten Fragen und Antworten. Wie ist die Ausgangslage? Mit Sorge wird bundesweit auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt geschaut. Erstmals könnte eine Partei, die in dem Bundesland vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, eine Landtagswahl gewinnen. Seit 2002 hat die CDU alle Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt gestellt. Aktuell regieren die Christdemokraten in einer sogenannten Deutschland-Koalition mit SPD und FDP. An der Spitze stand bis zum 27. Januar der langjährige Ministerpräsident Reiner Haseloff. Der CDU-Politiker trat jedoch im Januar zurück und übergab das Amt an Sven Schulze, die Koalition blieb ansonsten unverändert bestehen. In der Bevölkerung kam die Landesregierung zuletzt nicht gut an, wie der Sachsen-Anhalt-Trend Ende Juli zeige. Nur noch 29 Prozent der Befragten waren mit ihrer Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden - das sind minus vier Prozentpunkte gegenüber Mai. 66 Prozent waren weniger oder gar nicht zufrieden. Der Anteil der ganz und gar Unzufriedenen stieg um vier Punkte auf 28 Prozent. Wie geht es dem Bundesland? Sachsen-Anhalt hat wenige junge Bürgerinnen und Bürger. Das Durchschnittsalter lag 2024 bei 48,3 Jahren. Niedrige Geburtenzahlen und eine starke Abwanderung sind die Gründe. Zum Vergleich: Bundesweit lag der Altersdurchschnitt ebenfalls 2024 bei 44,9 Jahren. Die schrumpfende Bevölkerung sorgt für zahlreiche Probleme. So müssen etwa Kliniken Geburtsstationen schließen, Bahnverbindungen werden eingestellt, die Wirtschaft schwächelt und der Schuldenstand ist hoch. Die Verschuldung liegt bei etwa 25 Milliarden Euro, das ist eine der höchsten Pro-Kopf-Verschuldungen eines Flächenlandes. Im Bereich Bildung gibt es Aufholbedarf. Im Bildungsmonitor 2025 landete das Bundesland auf dem 13. Platz. Etwa zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler verlassen die Schulen ohne einen anerkannten Hauptschulabschluss. Vergleichsweise gut läuft es bei der Energiewende. Sachsen-Anhalt gilt als einer der Vorreiter. Mehr als 40 Prozent des Bruttostromverbrauchs wurden bereits 2023 durch Erneuerbare Energien gedeckt. Und auch die Beschäftigungsquote von 65,5 Prozent liegt über dem Bundesdurchschnitt. Wer sind die Spitzenkandidaten? Die CDU hat Sven Schulze ins Rennen geschickt. Bevor er das Amt des Ministerpräsidenten von Reiner Haseloff übernahm, war er Wirtschaftsminister. Er will sich im Wahlkampf auf sein Bundesland beschränken und bundesweite Themen möglichst aussparen. Für die AfD macht Ulrich Siegmund Wahlkampf. Seit 2016 sitzt er im Landtag, seit 2022 ist er Fraktionsvorsitzender sowie Sprecher für Gesundheitspolitik. Die Sozialdemokraten treten mit Armin Willingmann an. Aktuell ist er Umwelt- und Wissenschaftsminister sowie stellvertretender Ministerpräsident. Für die FDP kandidiert die Landeschefin Lydia Hüskens. Sie ist derzeit Infrastrukturministerin. Die Linken machen mit Eva von Angern Wahlkampf. Bei den Grünen führt Susan Sziborra-Seidlitz die Landesliste an. Thomas Schulze und Claudia Wittig gehen gemeinsam als Spitzenduo für das BSW in die Wahl. Die Freien Wähler kandidieren mit André Weber. Wo liegen die Parteien in aktuellen Umfragen? - CDU: 40 Sitze - AfD: 23 Sitze - Die Linke: 12 Sitze - SPD: 9 Sitze - FDP: 7 Sitze - Grüne: 6 Sitze In den Umfragen erreicht die AfD aktuell den ersten Platz. Ihre Zustimmungswerte stiegen seit der vergangenen Wahl kontinuierlich an, seit einiger Zeit verharrt sie bei um die 40 Prozent. Die Umfragewerte der CDU fallen hingegen seit der Landtagswahl 2021 ab, zuletzt lag sie bei 24 Prozent. Platz drei belegt derzeit die Linkspartei mit 13 Prozent, vor der SPD, deren Umfragewerte seit der Landtagswahl absinken und sich zuletzt bei sieben Prozent einpendelten. Die Grünen liegen in der aktuellen Umfrage bei fünf Prozent, das BSW bei vier. Die FDP liegt weit unter den fünf Prozent und wird seit einiger Zeit in den Umfragen nicht mehr ausgewiesen. Umfragen zu Wahlen sind allerdings immer Momentaufnahmen. Es lassen sich Tendenzen ableiten, wie die Wahl schlussendlich ausfällt, ist offen. Könnte die AfD erstmals ein Bundesland regieren? Das Ziel der AfD ist eine Alleinregierung. Dafür braucht die Partei zwar nicht die absolute Mehrheit der Stimmen, aber die absolute Mehrheit der Sitze im Landtag. Wie wahrscheinlich das ist, hängt auch von der Anzahl der im Parlament vertretenen Parteien ab - weniger Parteien im Landtag heißt, dass sich die Zahl der Sitze auf weniger Parteien verteilt. Es könnte am Ende also davon abhängen, wie vielen Parteien es gelingt, über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen - auch vor diesem Hintergrund entfachte sich zuletzt eine Diskussion über den Sinn der Sperrklausel. Im aktuellen Sachsen-Anhalt-Trend liegen wieder fünf Parteien über der Fünf-Prozent-Hürde, denn die Grünen legten einen Prozentpunkt zu. Eine AfD-Alleinregierung wird dadurch unwahrscheinlicher. Für den Fall ihres Erfolgs hat die AfD trotzdem schon Vorhaben vorgestellt: Im April verabschiedete sie ein "Regierungsprogramm", im Juli ein "Hundert-Tage-Programm". Finanziell dürfte das aber nicht umsetzbar sein, wie eine Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) ergeben hat. Demnach fehlten im Landeshaushalt mindestens 2,2 Milliarden Euro pro Jahr, um die Vorhaben zu realisieren. Der Landesverband Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Bund und Länder wappnen sich bereits für eine mögliche AfD-Regierung. Auf mehreren Ebenen soll verhindert werden, dass eine mögliche radikale Regierung die föderale Struktur aus den Angeln hebt oder den Staat blockiert. Wie könnte eine Regierung ohne die AfD aussehen? Sachsen-Anhalt gilt schon länger als Versuchslabor für Koalitionen. Das Land hat schon einige neue Konstellationen erprobt, etwa das "Magdeburger Modell", eine SPD-geführte Minderheitsregierung mit der Unterstützung der PDS (ab 1994), oder die damals neue "Kenia-Koalition" (CDU, SPD und Grüne) nach der Wahl 2016. Auch nach dieser Wahl könnte in Magdeburg wieder ein neues Regierungsmodell erprobt werden. Eine Regierung zusammen mit der AfD schließen alle voraussichtlich im Landtag vertretenen Parteien aus. Die CDU lehnt zudem Koalitionen und Zusammenarbeit mit der Linken ab. Entsprechend schwierig könnte die Regierungsbildung werden. Eine Möglichkeit wäre eine erneute Minderheitsregierung - wie aktuell in Thüringen und Sachsen. Wie geht der Wahlkampf weiter? Der Wahlkampf geht für die Parteien jetzt in die heiße Phase - inklusive großer Wahlkampfveranstaltungen. Die CDU setzt ganz auf Ministerpräsident Schulze - für Aufsehen sorgen sollen die Gesprächsabende mit dem Komiker Dieter Hallervorden. Zur Bundespolitik geht man eher auf Abstand. Die AfD setzt auf Heimatverbundenheit und Ostalgie. AfD-Spitzenkandidat Siegmund versuchte etwa - gegen die ausdrückliche Kritik der Nachfahren - das Simson-Moped im Wahlkampf zu nutzen. Besonders im Fokus der AfD steht ein harter Kurs gegen Migrantinnen und Migranten ohne Aufenthaltsrecht sowie ukrainische Geflüchtete. So kündigte die Partei unter anderem eine "Abschiebe- und Remigrationsoffensive" an. Es zeichnet sich ein Wahlkampf ab, der stark auf die Spitzenkandidatinnen und - kandidaten zugeschnitten ist. Am 12. August diskutieren sie in der MDR-Wahl-Arena. Am 26. August treffen Schulze und Siegmund dann im direkten Duell aufeinander. Wer darf wählen? Wer seit mindestens drei Monaten in Sachsen-Anhalt wohnt und 18 Jahre alt sowie deutsche Staatsbürgerin oder deutscher Staatsbürger ist, darf an der Wahl teilnehmen. Es gibt 41 Wahlkreise. Gewählt wird mit zwei Stimmen. Die erste Stimme fällt auf den Direktkandidaten, die zweite auf die Partei. - Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) - Alternative für Deutschland (AfD) - Die Linke (Die Linke) - Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) - Freie Demokratische Partei Deutschlands (FDP) - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE) - FREIE WÄHLER (FREIE WÄHLER) - Basisdemokratische Partei Deutschlands (dieBasis) - PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) - Gartenpartei (Gartenpartei) - Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (DIE PARTEI) - Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (TIERSCHUTZALLIANZ) - Bündnis Sahra Wagenknecht — Vernunft und Gerechtigkeit (BSW) - Partei des Fortschritts (PdF) - Volt Deutschland (Volt) Nicht zugelassen wurden die Landeswahlvorschläge der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), der Partei Die Libertären und der Partei der Vernunft (PdV). Wie geht es nach der Wahl weiter? Die erste Sitzung des neugewählten Landtags muss laut Landesverfassung spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden. Sollte die Regierungsbildung lange dauern, kann die bisherige Regierung geschäftsführend im Amt bleiben. Denn wann genau der Ministerpräsident gewählt werden muss, ist nicht festgelegt. Wie die Wahl abläuft, hingegen schon: Der Ministerpräsident wird im ersten Wahlgang mit der Mehrheit der Mitglieder des Landtages gewählt. Erhält niemand diese Mehrheit, muss innerhalb von sieben Tagen erneut gewählt werden. Wenn auch dann niemand diese Mehrheit erhält, beschließt der Landtag innerhalb von weiteren 14 Tagen das vorzeitige Ende der Wahlperiode. Gibt es dafür keine Mehrheit der Mitglieder des Landtages, findet unverzüglich ein weiterer Wahlgang statt. "Gewählt ist, wer die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhält", heißt es in Artikel 65 der Verfassung des Landes. Bevor eine Minderheitsregierung möglich wird, muss der Landtag also erstmal über seine eigene Auflösung entscheiden.

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6. August
Wirtschaftswoche

Sachsen-Anhalt-Wahl 2026: Welche Partei soll ich bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wählen?

Sachsen-Anhalt-Wahl 2026: Welche Partei soll ich bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wählen? Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wollen viele Wähler ihre Positionen mit denen der Parteien per Wahl-O-Mat vergleichen. Der Wahl-O-Mat wird von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben und gilt seit mehr als 20 Jahren als fester Bestandteil der politischen Information. Wahlberechtigte können anhand zahlreicher Thesen die persönliche politische Haltung mit denen der der zur Wahl stehenden Parteien abgleichen. Das sollten Sie zum Wahl-O-Mat zur Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt wissen. Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026: Parteien und politische Haltung vergleichen Mit dem Wahl-O-Mat lassen sich die persönlichen Ansichten mit denen der Parteien, die an der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 teilnehmen, vergleichen. Das Werkzeug wertet die Angaben der Nutzer zu unterschiedlichen politischen Haltungen aus und gleicht sie mit denen der Parteien ab. Anschließend zeigt das Tool die größte Schnittmenge mit den jeweiligen Parteien auf. Der Wahl-O-Mat dient ausschließlich als Hilfsmittel und nicht als Wahlempfehlung. Wann wurde der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt veröffentlicht? Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt wurde am 6. August 2026 veröffentlicht. Wie funktioniert der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt? Ein Redaktionsteam aus Jungwählern, Experten und Wissenschaftlern hat die Thesen des Wahl-O-Mat erarbeitet. Alle Parteien, die an der Landtagswahl teilnehmen, haben ihre Standpunkte und Positionierung zu drängenden Themen an die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) übermittelt. Das Angebot steht allen Wahlberechtigten zur Verfügung. Nutzer haben vier Möglichkeiten, die Thesen zu bewerten: - Stimme zu - Stimme nicht zu - Neutral - These überspringen Themen, die Nutzer besonders wichtig empfinden, können markiert und damit doppelt gewertet werden. Als Ergebnis sehen die Nutzer den Deckungsgrad der persönlichen Meinung und der Parteien. Wann ist die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt? Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am Sonntag, den 6. September 2026, statt. Die Wahllokale sind an diesem Tag von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Wie viele Parteien stehen im Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 zur Verfügung? Bei der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt treten 15 Parteien an. Jeder der Parteien ist auch im Wahl-O-Mat vertreten. Die Reihenfolge der Auflistung richtet sich nach dem Wahlergebnis der letzten Wahl. Parteien, die bei der letzten Wahl nicht teilgenommen haben, werden nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. Die Parteien müssen mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen erhalten, um in den Landtag einzuziehen. Die Zweitstimme bestimmt also die Stärke der Parteien im Parlament. Mit der Erststimme wird der Direktkandidat im Wahlkreis gewählt. Wie viele Thesen umfasst der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt? Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 umfasst 38 Thesen zu landespolitischen Themen. Um ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, wird empfohlen, alle Thesen zu beantworten. Wie oft wurde der Wahl-O-Mat seit seiner Erstveröffentlichung genutzt? Der Wahl-O-Mat wurde erstmalig zur Bundestagswahl 2002 genutzt. Seitdem ist der Wahl-O-Mat fester Bestandteil der politischen Information. Bis zum Start für die Wahl in Sachsen-Anhalt, verzeichnete das Werkzeug insgesamt mehr als 160 Millionen Nutzungen. Der aktuelle Rekord wurde bei der Bundestagswahl 2025 mit 26 Millionen Aufrufen aufgestellt. Zum Vergleich: Bei der Einführung im Jahr 2002 lag das Interesse noch bei 3,6 Millionen Nutzungen.

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6. August
Handelsblatt

Wahl-O-Mat: Welche Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu Ihnen passt

Wahl-O-Mat für Sachsen-Anhalt: Welche Partei bei der Landtagswahl zu Ihnen passt Magdeburg. Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Im aktuellen Wahlkampf geht es vor allem um die Themen Wirtschaft, Bildung, Migration und innere Sicherheit. Wer wissen will, welche Partei in Sachsen-Anhalt am ehesten die eigene Position vertritt, dem hilft der Wahl-O-Mat. Mit dem Frage-und-Antwort-Tool vergleichen Sie zu verschiedenen Themen Ihre eigene Position mit den Positionen der zur Wahl stehenden Parteien. Hier erfahren Sie alles Wichtige zur Landtagswahl, zu dem Wahl-O-Mat und können ihn direkt benutzen. Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Den Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt finden Sie hier: Wie funktioniert der Wahl-O-Mat? Zunächst bewerten Sie Aussagen zu landespolitischen Themen, indem Sie jeweils auf „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“ klicken. Zudem können Sie Antworten, die Ihnen sehr wichtig sind, höher gewichten. Anschließend berechnet der Wahl-O-Mat, welche Partei in Sachsen-Anhalt Ihren Positionen am nächsten steht. Sie können Ihre Antworten auch im Detail mit den Antworten der Parteien abgleichen. Der Wahl-O-Mat dient dabei lediglich als Hilfsmittel, aber nicht als Wahlempfehlung. Wie entstehen die Thesen und Antworten? Ein unabhängiges Team entwickelt die Thesen des Wahl-O-Mat und wählt sie aus. Es besteht aus jungen Wählerinnen und Wählern aus Sachsen-Anhalt, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Journalismus und Bildung sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Das Team legt den zur Landtagswahl zugelassenen Parteien 80 Thesen mit der Bitte um Antwort vor. Danach wählt es 38 Thesen für den Wahl-O-Mat aus, die sowohl wichtige Themen der Wahl aufgreifen als auch von den Parteien kontrovers beantwortet wurden. Die Parteien werden an der Erstellung und Auswahl der Thesen nicht beteiligt. Sie verfassen und autorisieren nur ihre Antworten und die Begründungen. Es werden alle zur Landtagswahl zugelassenen Parteien zur Teilnahme eingeladen. Mehr zum Wahl-O-Mat für die Landtagswahl lesen Sie auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung Wer steckt hinter dem Wahl-O-Mat? Der Wahl-O-Mat wird von der Bundeszentrale für politische Bildung angeboten. Sie ist eine Behörde des Bundesinnenministeriums und verfolgt eigenen Angaben zufolge das Ziel, „das demokratische Bewusstsein in der Bevölkerung zu fördern und die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland zu motivieren und zu befähigen, mündig, kritisch und aktiv am politischen Leben teilzunehmen“. Die gesetzliche Grundlage für die Arbeit der bpb bildet ein Erlass des Bundesinnenministeriums vom 24. Januar 2001. Eine politisch ausgewogene Haltung in der Arbeit der bpb kontrolliert ein Kuratorium, das sich aus 22 Mitgliedern des Deutschen Bundestags zusammensetzt. Zudem unterstützt ein wissenschaftlicher Beirat aus bis zu 14 Sachverständigen die bpb bei grundsätzlichen Angelegenheiten. Den Wahl-O-Mat gibt es bereits seit 2002. Das Onlinetool wird mit jeweils aktuellen Informationen vor Land- und Bundestagswahlen sowie vor den Wahlen des Europäischen Parlaments veröffentlicht. Wann ist die Landtagswahl und wann ist der Wahl-O-Mat verfügbar? Gewählt wird in Sachsen-Anhalt am Sonntag, den 6. September. Die Wahllokale sind dann zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet. Für alle, die nicht in einem Wahllokal vor Ort wählen können, besteht die Möglichkeit der Briefwahl. Der Wahl-O-Mat für die Landtagswahl wird nach Angaben der bpb ab dem 6. August zur Verfügung stehen. Welche Parteien sind zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zugelassen? Nach der Landtagswahl konstituiert sich ein neuer Landtag. Es ist der neunte in Sachsen-Anhalt. Ein neuer Landtag wird alle fünf Jahre gewählt; der Wahltermin für 2026 wurde Mitte Mai 2025 vom Landtag beschlossen In der aktuell laufenden Wahlperiode sind im Landtag in Sachsen-Anhalt sechs Parteien vertreten: Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU), Alternative für Deutschland (AfD), Die Linke (Die Linke), Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Freie Demokratische Partei (FDP), Bündnis 90/Die Grünen (Grüne). Neben weiteren kleinen Parteien bereiten auch das Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit (BSW) und die Freien Wähler ihre Kandidatur vor. Bei der Landtagswahl am 6. September kandidieren 15 Parteien mit ihren Landeswahlvorschlägen. Die Entscheidung darüber, welche Parteien auf den Stimmzetteln stehen, fiel am 24. Juli bei der Sitzung des Landeswahlausschusses in Magdeburg. Neben den sechs Landtagsfraktionen wurden laut der Landeswahlleiterin die Freien Wähler, die Basis, die Tierschutzpartei, die Gartenpartei, die Partei, die Tierschutzallianz, das BSW, die Partei des Fortschritts (PdF) und Volt Deutschland zugelassen. Nicht zugelassen wurden die Landeswahlvorschläge der Parteien Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), die Libertären und die Partei der Vernunft (PdV). Mit welchen Spitzenkandidaten treten die Parteien an? Die CDU hat Sven Schulze zu ihrem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl ernannt. Schulze ist seit dem 28. Januar 2026 amtierender Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt. Nach dem vorzeitigen Rücktritt des damaligen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff sprach sich dieser für Schulze als Nachfolger aus. Die vom Verfassungsschutz des Landes als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD zieht mit Ulrich Siegmund in die Landtagswahl. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann wurde im Mai 2025 auf einem Parteitag in Magdeburg als Spitzenkandidat gewählt. Die SPD tritt mit dem Spitzenkandidaten Armin Willingmann zur Landtagswahl an. Willingmann ist seit 2021 Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt und stellvertretender Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Die Linke führt Eva von Angern auf Platz eins der Landesliste. Für die FDP tritt Lydia Hüskens (Ministerin für Infrastruktur und Digitales) auf dem obersten Rang der Landesliste an. Für die Grünen kandidiert an der Spitze Susan Sziborra-Seidlitz. Für die Freien Wähler zieht der Spitzenkandidat André Weber in die Landtagswahl. Beim BSW gibt es ein Spitzenduo aus dem Landesvorstand Claudia Wittig und Thomas Schulze. Die Partei tritt in Sachsen-Anhalt erstmals zur Landtagswahl an. Wer darf bei der Landtagswahl 2026 wählen? Wahlberechtigt ist laut der Landeswahlleiterin, wer die deutsche Staatsangehörigkeit hat, am Wahltag mindestens 18 Jahre alt ist und in Sachsen-Anhalt wohnt (bei mehreren Wohnungen zählt der Hauptwohnsitz) oder sich dort gewöhnlich aufhält. Doch es gibt auch die Möglichkeit, vom aktiven Wahlrecht ausgeschlossen zu werden: Die Entscheidung darüber treffen Richterinnen und Richter. Rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte sind am 6. September 2026 in Sachsen-Anhalt dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Bei der vergangenen Wahl 2021 waren es 1.788.930 Wahlberechtigte. Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wie läuft die Briefwahl ab? Mit der Briefwahl können Sie schon vor dem Wahltermin abstimmen. Sie müssen diese per Wahlschein bei Ihrer Gemeinde beantragen. Den Wahlschein bekommen alle Wahlberechtigten automatisch per Post zugeschickt. Wann die Briefwahlunterlagen nach Antrag versendet werden, kann regional variieren. Wann steht das Ergebnis der Landtagswahl 2026 fest? Die Wahllokale in Sachsen-Anhalt schließen am 6. September um 18 Uhr. Im Anschluss daran werden Prognosen, Hochrechnungen und Ergebnisse veröffentlicht. Bereits vor 18 Uhr wird laut der Landeswahlleiterin die Wahlbeteiligung aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken mitgeteilt. Verwandte Themen Kurz nach Schließung der Wahllokale gibt es Prognosen, die auf anonymen Wählerbefragungen direkt nach der Stimmabgabe basieren. Im Anschluss folgen fortlaufend Hochrechnungen, in die bereits ausgezählte Stimmen einbezogen werden. Erst wenn die Auszählung entsprechend weit abgeschlossen ist, gibt es das vorläufige amtliche Ergebnis – voraussichtlich in der Wahlnacht oder am frühen Morgen. Auf der Internetseite der Landeswahlleitung Erstpublikation: 06.08.2026, 11:15 Uhr.

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6. August
Die Welt (Politik)

Wahl-O-Mat – Welche Partei in Sachsen-Anhalt passt am besten zu mir?

Wahl-O-Mat – Welche Partei in Sachsen-Anhalt passt am besten zu mir? Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt ein neues Parlament. Zur Landtagswahl treten 15 Parteien an – welcher würden Sie Ihr Vertrauen schenken? Unentschlossene finden Orientierungshilfe im Wahl-O-Mat. Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September 2026 statt. Bei der Abstimmung entscheidet sich, wer das Bundesland in der kommenden fünfjährigen Legislaturperiode regieren wird. Insgesamt sind 1,78 Millionen Wahlberechtigte dazu aufgerufen, ihre Stimme an der Urne abzugeben. In diesem Jahr stellen sich 15 Parteien zur Wahl auf. Wahl-O-Mat Sachsen-Anhalt: Welche Partei passt zu mir? Wie zu jeder Wahl in Sachsen-Anhalt hat die Bundeszentrale für politische Bildung die zur Wahl stehenden Parteien befragt und deren Vorhaben und Positionen zu 38 Themen zusammengetragen. Wie entsteht der Wahl-O-Mat der bpb? Der Wahl-O-Mat zur diesjährigen Wahl in Sachsen-Anhalt wurde von der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelt. In Zusammenarbeit mit Jung- und Erstwählern wurde ein Fragenkatalog erarbeitet, der 38 Thesen zu zentralen Fragen der Landespolitik in Sachsen-Anhalt enthält. Die zur Wahl stehenden Parteien wurden daraufhin aufgefordert, Stellung zu den einzelnen Thesen zu beziehen. Nutzer des Wahl-O-Mats können zu jeder einzelnen These „stimme zu“, „stimme nicht zu“ oder „neutral“ anklicken. Am Ende können die Nutzer die für sie interessanten oder alle Parteien gleichzeitig für die Auswertung auswählen. Die Parteienauswahl kann beliebig oft geändert werden, ohne dass die 38 Wahl-O-Mat-Thesen erneut beantwortet werden müssen. Der Wahl-O-Mat kalkuliert dann, welche Partei dem Wähler am nächsten steht, und zeigt zu jeder These die einzelnen Positionen der Parteien. Was bedeutet das Wahl-O-Mat-Ergebnis? Das Ergebnis des Wahl-O-Mats ist keine konkrete Wahlempfehlung, sondern zeigt lediglich auf, mit welchen Parteien Sie inhaltlich die größte Übereinstimmung haben – und mit welchen Parteien die geringste. Auf der Ergebnisseite können Sie sich zudem anzeigen lassen, was die Parteien zu den einzelnen Thesen sagen. Auch diese Funktion des Wahl-O-Mats hilft Ihnen dabei, sich mit den Wahlprogrammen besser vertraut zu machen und so eine Entscheidung für die Landtagswahl zu treffen. Die Ergebnisse der letzten Landtagswahl 2021 im Überblick: CDU: 37,1 Prozent AfD: 20,8 Prozent Linke: 11 Prozent SPD: 8,4 Prozent FDP: 6,4 Prozent Grüne: 5,9 Prozent Sonstige: 7,2 Prozent

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6. August
Handelsblatt

Wahl-O-Mat: Welche Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu Ihnen passt

Wahl-O-Mat: Welche Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu Ihnen passt Magdeburg. Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Im aktuellen Wahlkampf geht es vor allem um die Themen Wirtschaft, Bildung, Migration und innere Sicherheit. Wer wissen will, welche Partei in Sachsen-Anhalt am ehesten die eigene Position vertritt, dem hilft der Wahl-O-Mat. Mit dem Frage-und-Antwort-Tool vergleichen Sie zu verschiedenen Themen Ihre eigene Position mit den Positionen der zur Wahl stehenden Parteien. Hier erfahren Sie alles Wichtige zur Landtagswahl, zu dem Wahl-O-Mat und können ihn direkt benutzen. Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Den Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt finden Sie hier: Wie funktioniert der Wahl-O-Mat? Zunächst bewerten Sie Aussagen zu landespolitischen Themen, indem Sie jeweils auf „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“ klicken. Zudem können Sie Antworten, die Ihnen sehr wichtig sind, höher gewichten. Anschließend berechnet der Wahl-O-Mat, welche Partei in Sachsen-Anhalt Ihren Positionen am nächsten steht. Sie können Ihre Antworten auch im Detail mit den Antworten der Parteien abgleichen. Der Wahl-O-Mat dient dabei lediglich als Hilfsmittel, aber nicht als Wahlempfehlung. Wie entstehen die Thesen und Antworten? Ein unabhängiges Team entwickelt die Thesen des Wahl-O-Mat und wählt sie aus. Es besteht aus jungen Wählerinnen und Wählern aus Sachsen-Anhalt, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Journalismus und Bildung sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Das Team legt den zur Landtagswahl zugelassenen Parteien 80 Thesen mit der Bitte um Antwort vor. Danach wählt es 38 Thesen für den Wahl-O-Mat aus, die sowohl wichtige Themen der Wahl aufgreifen als auch von den Parteien kontrovers beantwortet wurden. Die Parteien werden an der Erstellung und Auswahl der Thesen nicht beteiligt. Sie verfassen und autorisieren nur ihre Antworten und die Begründungen. Es werden alle zur Landtagswahl zugelassenen Parteien zur Teilnahme eingeladen. Mehr zum Wahl-O-Mat für die Landtagswahl lesen Sie auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung Wer steckt hinter dem Wahl-O-Mat? Der Wahl-O-Mat wird von der Bundeszentrale für politische Bildung angeboten. Sie ist eine Behörde des Bundesinnenministeriums und verfolgt eigenen Angaben zufolge das Ziel, „das demokratische Bewusstsein in der Bevölkerung zu fördern und die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland zu motivieren und zu befähigen, mündig, kritisch und aktiv am politischen Leben teilzunehmen“. Die gesetzliche Grundlage für die Arbeit der bpb bildet ein Erlass des Bundesinnenministeriums vom 24. Januar 2001. Eine politisch ausgewogene Haltung in der Arbeit der bpb kontrolliert ein Kuratorium, das sich aus 22 Mitgliedern des Deutschen Bundestags zusammensetzt. Zudem unterstützt ein wissenschaftlicher Beirat aus bis zu 14 Sachverständigen die bpb bei grundsätzlichen Angelegenheiten. Den Wahl-O-Mat gibt es bereits seit 2002. Das Onlinetool wird mit jeweils aktuellen Informationen vor Land- und Bundestagswahlen sowie vor den Wahlen des Europäischen Parlaments veröffentlicht. Wann ist die Landtagswahl und wann ist der Wahl-O-Mat verfügbar? Gewählt wird in Sachsen-Anhalt am Sonntag, den 6. September. Die Wahllokale sind dann zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet. Für alle, die nicht in einem Wahllokal vor Ort wählen können, besteht die Möglichkeit der Briefwahl. Der Wahl-O-Mat für die Landtagswahl wird nach Angaben der bpb ab dem 6. August zur Verfügung stehen. Welche Parteien sind zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zugelassen? Nach der Landtagswahl konstituiert sich ein neuer Landtag. Es ist der neunte in Sachsen-Anhalt. Ein neuer Landtag wird alle fünf Jahre gewählt; der Wahltermin für 2026 wurde Mitte Mai 2025 vom Landtag beschlossen In der aktuell laufenden Wahlperiode sind im Landtag in Sachsen-Anhalt sechs Parteien vertreten: Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU), Alternative für Deutschland (AfD), Die Linke (Die Linke), Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Freie Demokratische Partei (FDP), Bündnis 90/Die Grünen (Grüne). Neben weiteren kleinen Parteien bereiten auch das Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit (BSW) und die Freien Wähler ihre Kandidatur vor. Bei der Landtagswahl am 6. September kandidieren 15 Parteien mit ihren Landeswahlvorschlägen. Die Entscheidung darüber, welche Parteien auf den Stimmzetteln stehen, fiel am 24. Juli bei der Sitzung des Landeswahlausschusses in Magdeburg. Neben den sechs Landtagsfraktionen wurden laut der Landeswahlleiterin die Freien Wähler, die Basis, die Tierschutzpartei, die Gartenpartei, die Partei, die Tierschutzallianz, das BSW, die Partei des Fortschritts (PdF) und Volt Deutschland zugelassen. Nicht zugelassen wurden die Landeswahlvorschläge der Parteien Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), die Libertären und die Partei der Vernunft (PdV). Mit welchen Spitzenkandidaten treten die Parteien an? Die CDU hat Sven Schulze zu ihrem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl ernannt. Schulze ist seit dem 28. Januar 2026 amtierender Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt. Nach dem vorzeitigen Rücktritt des damaligen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff sprach sich dieser für Schulze als Nachfolger aus. Die vom Verfassungsschutz des Landes als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD zieht mit Ulrich Siegmund in die Landtagswahl. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann wurde im Mai 2025 auf einem Parteitag in Magdeburg als Spitzenkandidat gewählt. Die SPD tritt mit dem Spitzenkandidaten Armin Willingmann zur Landtagswahl an. Willingmann ist seit 2021 Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt und stellvertretender Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Die Linke führt Eva von Angern auf Platz eins der Landesliste. Für die FDP tritt Lydia Hüskens (Ministerin für Infrastruktur und Digitales) auf dem obersten Rang der Landesliste an. Für die Grünen kandidiert an der Spitze Susan Sziborra-Seidlitz. Für die Freien Wähler zieht der Spitzenkandidat André Weber in die Landtagswahl. Beim BSW gibt es ein Spitzenduo aus dem Landesvorstand Claudia Wittig und Thomas Schulze. Die Partei tritt in Sachsen-Anhalt erstmals zur Landtagswahl an. Wer darf bei der Landtagswahl 2026 wählen? Wahlberechtigt ist laut der Landeswahlleiterin, wer die deutsche Staatsangehörigkeit hat, am Wahltag mindestens 18 Jahre alt ist und in Sachsen-Anhalt wohnt (bei mehreren Wohnungen zählt der Hauptwohnsitz) oder sich dort gewöhnlich aufhält. Doch es gibt auch die Möglichkeit, vom aktiven Wahlrecht ausgeschlossen zu werden: Die Entscheidung darüber treffen Richterinnen und Richter. Rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte sind am 6. September 2026 in Sachsen-Anhalt dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Bei der vergangenen Wahl 2021 waren es 1.788.930 Wahlberechtigte. Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wie läuft die Briefwahl ab? Mit der Briefwahl können Sie schon vor dem Wahltermin abstimmen. Sie müssen diese per Wahlschein bei Ihrer Gemeinde beantragen. Den Wahlschein bekommen alle Wahlberechtigten automatisch per Post zugeschickt. Wann die Briefwahlunterlagen nach Antrag versendet werden, kann regional variieren. Verwandte Themen Wann steht das Ergebnis der Landtagswahl 2026 fest? Die Wahllokale in Sachsen-Anhalt schließen am 6. September um 18 Uhr. Im Anschluss daran werden Prognosen, Hochrechnungen und Ergebnisse veröffentlicht. Bereits vor 18 Uhr wird laut der Landeswahlleiterin die Wahlbeteiligung aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken mitgeteilt. Kurz nach Schließung der Wahllokale gibt es Prognosen, die auf anonymen Wählerbefragungen direkt nach der Stimmabgabe basieren. Im Anschluss folgen fortlaufend Hochrechnungen, in die bereits ausgezählte Stimmen einbezogen werden. Erst wenn die Auszählung entsprechend weit abgeschlossen ist, gibt es das vorläufige amtliche Ergebnis – voraussichtlich in der Wahlnacht oder am frühen Morgen. Auf der Internetseite der Landeswahlleitung

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6. August
FAZ (Politik)

Wahl-O-mat Sachsen-Anhalt: Welche Partei steht Ihnen bei der Wahl in Sachsen-Anhalt am nächsten?

Wahl-O-mat Sachsen-Anhalt : Welche Partei steht Ihnen bei der Wahl in Sachsen-Anhalt am nächsten? Sachsen-Anhalt wählt einen neuen Landtag. Mit dem Wahl-O-Mat können Sie herausfinden, welche Partei Ihren Positionen am ehesten entspricht. Die Wahl am 6. September in Sachsen-Anhalt wird bundesweit mit Spannung beobachtet. Die CDU hatte das Land Jahrzehnte fest im Griff – 37,1 Prozent der Stimmen holte die Partei bei der vergangenen Wahl 2021, seit 2002 stellt sie durchgehend den Ministerpräsidenten. Derzeit regiert sie in Magdeburg in einer Deutschland-Koalition mit den Juniorpartnern SPD und FDP. Die Sozialdemokraten hatten in der vergangenen Landtagswahl 8,4 Prozent geholt, die Liberalen 6,4 Prozent. Der derzeitige Ministerpräsident Sven Schulze kam Anfang des Jahres ins Amt, nachdem der langjährige Ministerpräsident Reiner Haseloff zu dessen Gunsten auf sein Amt verzichtet hatte. Schulze sollte so seine Bekanntheit und Beliebtheit als amtierender Regierungschef ausbauen. Dies ist ihm Umfragen zufolge jedoch nicht gelungen. Was sagen die Umfragen vor der Landtagswahl? Jetzt will die AfD Sachsen-Anhalt regieren, am liebsten allein. So versichert es Spitzenkandidat Ulrich Siegmund von nahezu jeder Bühne. Die Umfrageinstitute sehen seine Partei auch seit Monaten vorn, bei mehr als 40 Prozent. Weit abgeschlagen folgt die CDU; Linke und SPD werden die Fünfprozenthürde jüngsten Umfragen zufolge wohl überspringen. FDP, Grüne und BSW bangen noch um den Einzug in den Magdeburger Landtag. Doch die Chancen der AfD auf eine absolute Mehrheit im Landtag sind den jüngsten Umfrageergebnissen zufolge eher geschrumpft. Das Regieren wird in jedem Falle schwierig werden: Sachsen-Anhalts Kassen sind leer. Das Land hat einen Schuldenstand von knapp 25 Milliarden Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Landesebene liegt bei rund 11.500 Euro. Kein anderes ostdeutsches Land weist eine höhere Pro-Kopf-Verschuldung auf. Worum geht es im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt? Sachsen-Anhalt ist von der angespannten wirtschaftlichen Lage spürbar betroffen: Unternehmen in dem stark industriell geprägten Land verlieren Aufträge, bauen Stellen ab und schieben Investitionen auf, hinzu kommt der demographische Wandel. Im Wahlkampf geht es jedoch häufiger um die AfD und deren mögliche Alleinregierung. Außerdem dominieren bundespolitische Themen den Wahlkampf – zuletzt äußerte sich Ministerpräsident Schulze etwa zur Rentenreform. Er fordert, dass es weiter die „Rente mit 63“ geben sollte; die Bundesregierung hatte sich eigentlich darauf geeinigt, diese abzuschaffen. Wie funktioniert der Wahl-O-Mat? Zur Auswahl stehen 38 Thesen zu Politikfeldern wie Wirtschaft, Umwelt oder Soziales, es kann mit „Stimme zu“, „Stimme nicht zu“, „Neutral“ oder „Überspringen“ abgestimmt werden. Am Ende muss noch ausgewählt werden, welche der 15 Parteien, die zur Landtagswahl am 6. September antreten, verglichen werden sollen. Das Tool berechnet dann Prozentwerte der Übereinstimmung, inklusive Begründungen der Parteien. Kann ich einzelne Themen beim Wahl-O-Mat stärker gewichten? Ja, Thesen, die besonders wichtig erscheinen, können doppelt gewichtet werden – so fließen diese Themen stärker in das Endergebnis ein. Nachdem alle Thesen beantwortet sind, können Sie auswählen, welche Positionen für Sie besonders relevant sind. Außerdem ist es möglich, einzelne Antworten im Nachhinein noch zu ändern und die Auswahl der Parteien, mit denen die eigene Position verglichen werden soll, beliebig oft anzupassen. Wer erstellt die Thesen für den Wahl-O-Mat? Die Thesen werden von einer Jugendredaktion in enger Abstimmung mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelt. Grundlage dafür liefern die Partei- und Wahlprogramme sowie programmatische Aussagen der Parteien zur jeweiligen Wahl. Die Positionen und Begründungen zu den einzelnen Thesen stammen dabei ausschließlich von den Parteien selbst. Den Wahl-O-Mat gibt es bereits seit 2002 – er wird aus Steuergeldern finanziert. Beeinflusst der Wahl-O-Mat die Wahlentscheidung? Bei vielen Nutzern schon: Umfragen deuten an, dass rund 30 Prozent ihre Präferenz etwas oder stark anpassen, vor allem junge Wählerinnen und Wähler. Studien belegen, dass Wahlhilfen die sogenannte Umentscheidungsrate um das 1,5-Fache steigern und gleichzeitig politisches Wissen sowie das Interesse am Wahlgang fördern. Kritiker sehen hier aber auch ein Risiko der Vereinfachung.

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6. August
ZDF heute

Wahl in Sachsen-Anhalt: Welche Partei passt zu mir?

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl:Wahl in Sachsen-Anhalt: Welche Partei passt zu mir? von Katrin Meyer Bei der Landtagswahl am 6. September 2026 in Sachsen-Anhalt geht es um viele wichtige Themen. Mit dem Wahl-O-Mat können Sie testen, welche Partei wie dazu steht. Insgesamt 15 Parteien treten zur Wahl in Sachsen-Anhalt am 6. September an. Auch aus vielen anderen Bundesländern und der Bundespolitik in Berlin wird mit Spannung auf die Landtagswahl geschaut. AfD führt in Umfragen vor der CDU In Umfragen führt die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund deutlich vor der CDU, die mit dem derzeitigen Ministerpräsidenten Sven Schulze antritt. Die Linke von Spitzenkandidatin Eva von Angern liegt auf Platz 3. Die SPD liegt im einstelligen Bereich. Mit Blick auf die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt betonte SPD-Vorsitzende Bas, dass ihre Partei darum kämpfe, deutlich über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen. 02.08.2026 | 1:14 minSchule als Thema im Wahl-O-Mat für Sachsen-Anhalt Die Themen im Wahl-O-Mat sind breit gefächert: Vermögensteuer, Kohleausstieg rückgängig machen, Verbotsverfahren gegen extremistische Parteien, finanzielle Unterstützung vom Land fürs erste Wohneigentum, Tempo 30 auf Straßen innerhalb von Ortschaften. Wie immer gibt es auch Thesen zum Bereich Schule: Beispielsweise, ob auf digitale Endgeräte verzichtet werden soll, die Grundschulzeit bis zur sechsten Klasse verlängert werden soll oder die Demokratiebildung als verbindlicher Bestandteil des Unterrichts gestärkt werden soll. In Sachsen-Anhalt steht die CDU vor der Landtagswahl unter Druck. Nach aktuellen Prognosen fehlen ihr ohne Kooperation mit AfD oder Linke die nötigen Stimmen für eine Mehrheit. 03.08.2026 | 2:48 minParteien beziehen Position zu 38 Thesen Wie bei jedem Wahl-O-Mat werden den zugelassenen Parteien im Vorfeld 38 Thesen vorgelegt, die sie beantworten müssen. Wer wissen will, welche Partei am ehesten mit seinen Interessen und Vorstellungen übereinstimmt, kann bei den einzelnen Thesen "stimme zu", "neutral" und "stimme nicht zu" auswählen. Zudem können bestimmte Themen stärker gewichtet werden. Daraus errechnet der Wahl-O-Mat am Ende die Übereinstimmung. Für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben alle 15 Parteien, die zur Wahl antreten, teilgenommen. In ihrem Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt kündigt die AfD eine „Abschiebe- und Remigrationsoffensive“ an. Viele Migranten machen sich Sorgen um ihre Zukunft im Bundesland. 11.07.2026 | 5:07 minWahlergebnis 2021 in Sachsen-Anhalt Bei der vergangenen Landtagswahl am 6. Juni 2021 schafften es sechs Parteien in den Landtag in Magdeburg. Stärkste Kraft wurde die CDU, dahinter folgten die AfD sowie die Linke. Dahinter lagen die SPD, die FDP und die Grünen. Reiner Haseloff von der CDU führte das Land als Ministerpräsident in einer Koalition mit SPD und FDP, bis er das Amt im Januar 2026 an Sven Schulze übergab. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zur Wahl in Sachsen-Anhalt - Stimmung vor der Landtagswahl:Sorge vor der Zukunft und vor AfD: Was Sachsen-Anhalt bewegtvon Hagen Mikulasmit Video13:54 - 100-Tage-Programm für Landtagswahl:Was Sachsen-Anhalts AfD plant - und wem das Sorge bereitetvon Hassan Rascho, Hagen Mikulasmit Video2:58 - Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt:Schulleiter: "Mein Parteibuch ist das Grundgesetz"von Annette Pöschelmit Video4:00 - Nachrichten | Thema:Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

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5. August
Neues Deutschland

Landtagswahl | Im Land der politischen Experimente

- Politik - Landtagswahl Im Land der politischen Experimente Die Wahl in Sachsen-Anhalt könnte für einen Polit-Krimi sorgen – oder die Republik in ihren Grundfesten erschüttern Es gab in Sachsen-Anhalt auch unspektakuläre Landtagswahlen. 2002: Eine schwarz-gelbe Koalition wurde gebildet, die Schill-Partei scheiterte knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. 2006 kam Schwarz-Rot ans Ruder; die Koalition aus CDU und SPD, die beim ersten Mal in Summe noch fast 60 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinte und zu Recht das Attribut »groß« erhielt, regierte auch nach der Wahl 2016 weiter. So weit, so normal. Immer wieder aber erwies sich Sachsen-Anhalt als politisches Versuchslabor. 1994 formten SPD und Grüne eine Minderheitsregierung, die sich von der damals bundespolitisch noch geächteten PDS tolerieren ließ; ein Tabubruch, der Wellen der Erregung durch die Bundesrepublik rollen ließ. Vier Jahre später setzten die SPD von Ministerpräsident Reinhard Höppner und die PDS das »Magdeburger Modell« ohne die Grünen fort. Zuletzt schufen der Aufstieg der AfD und die zunehmende Fragmentierung des Parteiensystems die Notwendigkeit für Dreierkoalitionen, die jeweils Premieren in der neueren deutschen Parlamentsgeschichte darstellten. 2016 bildeten CDU, SPD und Grüne in Sachsen-Anhalt die erste Kenia-Koalition auf Länderebene, derzeit absolviert die 2021 begründete erste Deutschland-Koalition der jüngeren Geschichte ihre letzten Amtstage. Eine Fortsetzung ist unwahrscheinlich; die FDP als kleinster Koalitionspartner wird in Umfragen wegen marginalen Zuspruchs gar nicht mehr gesondert ausgewiesen. Absehbar ist, dass sich die Ära der politischen Experimente nach der Wahl am 6. September fortsetzt. Dabei muss noch nicht einmal der Vorschlag des BSW umgesetzt werden, einen parteiunabhängigen Kandidaten zum Regierungschef zu wählen. Der Plan gilt als Schnapsidee, die der in Umfragen bei vier Prozent rangierenden Partei doch noch zum Sprung in den Landtag verhelfen soll. Ein politisches Abenteuer steht freilich auch bevor, wenn die Zahlen am Wahlabend denen der aktuellen Umfrage von Infratest-Dimap entsprechen. Diese sieht die CDU bei 24 Prozent und die Linke bei 13. Die SPD käme auf sieben Prozent, den Grünen gelänge mit fünf Prozent knapp der Einzug ins Parlament. Damit gäbe es eine Mehrheit gegen die bei 41 Prozent geführte AfD; CDU-Ministerpräsident Sven Schulze könnte das Land weiterführen. Allerdings müsste er dafür vier Parteien unter einen Hut bringen und entweder eine erneute Kenia-Koalition bilden, die von der Linken gestützt wird oder sogar ein Viererbündnis unter deren Einschluss. Die Verhandlungen darüber dürften zum Polit-Krimi werden. Ob die Parteibasen bei CDU und Linke mitspielen würden, ist offen. In der CDU gilt ein Unvereinbarkeitsbeschluss sowohl zur AfD als auch zur Linken. Darüber würde man sich zwar bei Bedarf womöglich hinwegsetzen; allerdings tendiert ein Teil der Landespartei in die eine und einer in die andere Richtung. Namhafte Vertreter der Sachsen-Anhalt-CDU fordern seit Jahren, sich zur AfD zu öffnen und »das Nationale mit dem Sozialen« zu vereinen. Nicht ausgeschlossen, dass es die Partei an der Frage zerreißen könnte. Auch in der Linken wird die Frage einer wie auch immer gearteten möglichen Kooperation mit der CDU hitzig debattiert. Eine informelle Unterstützung praktizieren die Genossen in Sachsen und Thüringen zwar seit geraumer Zeit weitgehend geräuschlos. Weil in Sachsen-Anhalt aber auch eine förmliche Koalition im Raum steht, regt sich Widerstand in Teilen der Partei. Eva von Angern, die Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, drängt vehement auf Beinfreiheit und betont, die finale Entscheidung treffe der Landesverband. Sie erklärt bei jeder Gelegenheit, dass ihre Partei keine rechte CDU-Politik unterstützen, das Land aber auch nicht der AfD überlassen wolle. Womöglich aber haben von Angern & Co. das gar nicht in der Hand. Gewinnt die AfD in den nächsten vier Wochen noch wenige Prozentpunkte, reicht es für eine absolute Mehrheit. Dann würde sie einen Ministerpräsidenten und Minister stellen, die etwa in der Innen-, Schul- und Kulturpolitik das radikale Programm einer rechtsextremen Partei umsetzen und über den Bundesrat Einfluss auf die Bundespolitik nehmen könnten. Im Land der politischen Versuchsanordnung begänne ein Experiment, das die Bundesrepublik in ihren Grundfesten erschüttern würde. Wir haben einen Preis. Aber keinen Gewinn. Die »nd.Genossenschaft« gehört den Menschen, die sie ermöglichen: unseren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die mit ihrem Beitrag linken Journalismus für alle sichern: ohne Gewinnmaximierung, Medienkonzern oder Tech-Milliardär. 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