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Sonntag, 16. August 2026
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Deutscher Sieger Amanal Petros: Hürdenlauf zum Marathon-Gold

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16. August
taz (Öko & Co)

Deutscher Sieger Amanal Petros: Hürdenlauf zum Marathon-Gold

Deutscher Sieger Amanal Petros: Hürdenlauf zum Marathon-Gold Amanal Petros gewinnt als erster Deutscher EM-Gold im Marathon. Trotz Einreiseproblemen und schwieriger Strecke läuft er in Birmingham zum Meisterschaftsrekord. Die Voraussetzungen waren nicht so, wie ein Profi es sich wünscht: Dennoch gewann der Deutsche Amanal Petros die erste EM-Goldmedaille über die Marathondistanz. Zuerst galt es, den bürokratischen Hürdenlauf zu bewältigen. Die englischen Behörden stellten sich quer. Es gab offenbar Probleme mit der für EU-Bürger bei der Einreise nach Großbritannien erforderlichen elektronischen Einreisegenehmigung. Erst einen Tag vor dem Start am Sonntag kam Petros in Birmingham an. Hinzu kam eine komplizierte Strecke, die es den Läufern wegen des Gefälles und der vielen scharfen Kurven schwer machte, in einen Rhythmus zu kommen. Der 31-jährige Gewinner nannte es „den wahrscheinlich härtesten Marathon meines Lebens“. Nach 25 Kilometern konnte sich Petros von der Konkurrenz absetzen und dann mit 2:09:11 Stunden den Meisterschaftsrekord aufstellen. Dass er sich von all den Widrigkeiten nicht aus dem Konzept bringen ließ, passt zu seinem Lebenslauf. Denn auch die Voraussetzungen für eine solch große Sportlerkarriere sahen zunächst nicht gut aus. Den Laufsport hat er erst als 16-Jähriger für sich entdeckt, nachdem er aus dem von Bürgerkriegen geplagten Äthiopien ohne Familie nach Deutschland geflüchtet war und in Bielefeld bei Pflegeeltern unterkam. Wenige Monate nach seiner Ankunft nimmt er an einem Volkslauf in Espelkamp teil und gewinnt mit Streckenrekord. Sein Ausnahmetalent ist augenfällig. „Von da an wusste ich, was ich machen will“, hat er einmal gesagt. Von da an lief Petros von Erfolg zu Erfolg. Schnell kann er in seiner Altersklasse mit der nationalen Elite mithalten. Und als er dann 2015 die deutsche Staatsbürgerschaft bekommt, darf er auch international starten. Mit den Jahren wurde der unbegleitete Flüchtling zum Stolz und Vorzeigeathleten der deutschen Leichtathletik. „Der Sport hat es mir nicht nur erleichtert, die Sprache zu lernen. Die Kontakte mit den Deutschen waren auch wichtig, um Mentalität und Kultur zu verstehen“, hatte Petros bereits früh festgestellt. Schon im Jahr 2020 unterbietet er erstmals den damaligen deutschen Marathonrekord. Bei der Weltmeisterschaft 2025 in Tokio verpasst er die Goldmedaille nur äußerst knapp. Seine Erfolge erfreuen in Deutschland nicht alle. Im Alltag, berichtete Petros, als er nach dem Gewinn der WM-Silbermedaille von der Tageszeitung Welt zu seinen Rassismuserfahrungen befragt wurde, habe er weitgehend Glück gehabt. Aber ab und an gäbe es rassistische Kommentare, sogar von Läufern, die ihn provozieren wollten. Er erklärt: „Sie werden meine Aufmerksamkeit nicht bekommen. Ich weiß, dass es überall rassistische Leute gibt.“ Mit dem Erfolg, mutmaßte er damals, würden diese Anfeindungen gewiss zunehmen. In all den Jahren seiner sportlichen Erfolge in Deutschland belastet Amanal Petros immer die große Sorge um seine Familie in Äthiopien. Im Alter von zwei Jahren, als sein Vater ermordet wurde, hatte er die Flucht von Eritrea nach Äthiopien miterlebt. Dort leben seine Mutter und seine zwei jüngeren Schwestern, in der Region Tigray flammen immer wieder bewaffnete Konflikte auf. Im Jahr 2022 sagte Petros der Frankfurter Rundschau: „Ich habe seit mehr als zwei Jahren keinen Kontakt zu meiner Familie. Ich weiß gar nicht, wo sie sind. Es ist irgendwann eine Grenze erreicht, wo ich nicht mehr weitermachen kann.“ Doch trotz all dieser widrigen Bedingungen ist Petros nach monatelanger harter Vorbereitung auf der Hochebene von Kenia Europameister geworden. „Die letzten zwei Kilometer“, erklärte er am Sonntag, „habe ich versucht, die Atmosphäre zu genießen.“ Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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16. August
Süddeutsche Zeitung

Leichtathletik-EM: Amanal Petros gewinnt Gold im Marathon

Nach einem grandiosen Solo hat Amanal Petros am letzten Tag der Leichtathletik-EM in Birmingham Gold im Marathon gewonnen und damit die Nachfolge von Richard Ringer als Europameister angetreten. Der WM-Zweite aus Hannover setzte sich auf dem schweren Kurs in der Innenstadt in der Meisterschafts-Rekordzeit von 2:09:11 Stunden souverän vor dem Italiener Pietro Riva (2:09:18) und Gashau Ayale (Israel/2:09:21) durch. Es war die fünfte Goldmedaille für den DLV in Birmingham. „Es war mein Ziel, früh alles klar zu machen. Das hat super geklappt“, sagte Petros, der die letzten 15 km alleine lief, in der ARD: „Die Strecke ist furchtbar schwer gewesen, aber ich war super vorbereitet.“ Samuel Fitwi aus Trier wurde Neunter (2:09:47), Titelverteidiger Ringer aus Rehlingen kam auf Rang zehn (2:10:05). In der Teamwertung gewann Deutschland damit wie vor vier Jahren in München hinter Israel Silber. Nach dem Fotofinish bei der WM im letzten Jahr lässt Petros diesmal keine Spannung aufkommen In München hatte Ringer als erster Deutscher den Europameister-Titel im Marathon geholt. Bei der EM 2024 in Rom wurde wegen der folgenden Olympischen Spiele nur ein Halbmarathon ausgetragen, damals gewann Petros Bronze. Petros hatte sich kurz nach der 25-km-Marke auf der überaus anspruchsvollen Strecke mit vielen engen Kurven und giftigen Anstiegen aus der Spitzengruppe abgesetzt und lief fortan ein einsames Rennen. Elf Monate zuvor hatte er sich beim WM-Marathon von Tokio erst im Fotofinish Alphonce Simbu (Tansania) geschlagen geben müssen und Silber geholt. Diesmal ließ Petros keine Spannung aufkommen. Finnin Vainio gewinnt Marathon der Frauen mit fast fünf Minuten Vorsprung Bei den Frauen siegte die Finnin Alisa Vainio überlegen mit dem Meisterschaftsrekord von 2:22:26 Stunden vor Lili Anna Vindics-Toth (Ungarn/2:27:21) und der Britin Abbie Donnelly (2:27:33). Beste Deutsche war Laura Hottenrott (Düsseldorf) auf Rang 16 (2:31:15). Vielläuferin Vainio, die ihren fünften Marathon binnen zehn Monaten bestritt, setzte sich sehr früh deutlich ab und führte bei der 15-km-Marke schon mit mehr als zwei Minuten Vorsprung.

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16. August
Der Spiegel

Leichtathletik-EM: Amanal Petros gewinnt Marathon-Gold in Birmingham

Amanal Petros gewinnt Marathon-Gold in Birmingham und ist Europameister Amanal Petros hat am letzten Tag der Leichtathletik-EM in Birmingham Gold im Marathon gewonnen und damit die Nachfolge von Richard Ringer als Europameister angetreten. Der deutsche Rekordhalter setzte sich auf dem schweren Kurs in der Innenstadt nach einem Solo über rund 15 km in der Meisterschaftsrekordzeit von 2:09:11 Stunden souverän vor dem Italiener Pietro Riva (2:09:18) und Gashau Ayale (2:09:21) aus Israel durch. Samuel Fitwi wurde als zweitbester deutscher Läufer Neunter. Titelverteidiger Ringer Zehnter. »Diese Strecke war furchtbar. Es tut überall weh. Ich glaube, ich muss jetzt gleich zum Physio. Die Gelenke tun richtig weh«, sagte Petros nach seinem Gold-Coup in der ARD. Die hügelige und kurvige Strecke sei eine »riesengroße Herausforderung« gewesen, sagte der glückliche Sieger, der sich auf 2500 Meter Höhe in Kenia vorbereitet hatte. Petros holte die fünfte deutsche Goldmedaille bei der EM in Großbritannien. Amanal Petros beim Zieleinlauf Foto: Paul Ellis / AFPNach Ringer ist Petros erst der zweite deutsche Europameister im Marathon. Der aus Äthiopien geflüchtete Läufer hatte bei der WM in Tokio vor knapp einem Jahr Silber gewonnen. Bei der EM ließ er der Konkurrenz nach seiner Tempoverschärfung keine Chance mehr. Vor vier Jahren in München war Petros Vierter geworden. Bei den Frauen gewann die Finnin Alisa Vainio in 2:22:26 Stunden. Beste Deutsche war Laura Hottenrott als 16. (2:31:15). In der Teamwertung kam die DLV-Auswahl nicht unter die ersten drei.

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16. August
ZDF heute

Amanal Petros hängt alle ab und holt Marathon-Gold

Leichtathletik-EM in Birmingham:Amanal Petros hängt alle ab und holt Marathon-Gold Amanal Petros hat sich bei der Leichtathletik-EM in Birmingham zum Marathon-Europameister gekrönt. Mit Samuel Fitwi und Richard Ringer kamen zwei weitere Deutsche in die Top Ten. Amanal Petros ist erstmals Marathon-Europameister. Der WM-Zweite gewann in Birmingham das Rennen über die 42,195 Kilometer mit einem Meisterschaftsrekord von 2:09:11 Stunden. Der 31-Jährige siegte überlegen nach einem fast 20 Kilometer langen Sololauf vor dem Italiener Pietro Riva (2:09:18 Stunden) und Gashau Ayale (2:09:21 Stunden) aus Israel. Petros tritt Nachfolge von Ringer an Samuel Fitwi wurde als zweitbester deutscher Läufer Neunter. Richard Ringer, der vor vier Jahren in München Gold gewann, belegte Platz zehn. Nach Ringer ist Petros erst der zweite deutsche Europameister im Marathon. Der in jungen Jahren aus Afrika geflüchtete Läufer, der bei der WM vor fast einem Jahr in Tokio schon Gold vor Augen hatte und am Ende Silber bejubelte, ließ sich dieses Mal den Titel nach einer wirkungsvollen Tempoverschärfung nicht mehr nehmen. Bei der Leichtathletik-EM vor vier Jahren in München war er noch denkbar knapp Vierter geworden. Bei den Frauen feierte die Finnin Alisa Vainio in 2:22:26 Stunden einen überlegenen Start-Ziel-Sieg. Beste Deutsche war Laura Hottenrott als 16. in 2:31:15 Stunden. In der Teamwertung kam die DLV-Auswahl nicht unter die Top drei. Petros reißt nach 25 Kilometern aus Kurz nach dem Start im Herzen der Stadt wurden die Läuferinnen und Läufer auf eine fünf Kilometer lange, wellige Runde mit Auf und Ab und vielen Kurven geschickt, die sie achtmal absolvieren mussten. Die Frauen starteten bei angenehmen Temperaturen um 14 Grad 40 Minuten vor den Männern. Europameister Julian Weber, Silbermedaillengewinner Nick Thumm sowie die 4x100-Meter-Männer-Staffel nach ihrem Silbergewinn im Medailleninterview. 15.08.2026 | 3:35 minDort setzten sich Petros, Ringer und Fitwi nach einigen Kilometern an die Spitze, wo sich eine Gruppe bildete. Später stieß etwas überraschend auch noch Simon Boch dazu. Als Petros nach gut 25 Kilometern an einer Bergaufpassage das Tempo verschärfte, sprengte der 31-Jährige die Gruppe. Ringer machte sich allein auf die Verfolgung, wurde aber schnell eingeholt. Vainio bei den Frauen eine Klasse für sich Vorne zog Petros davon und strebte unaufhaltsam seinem ersten internationalen Titel entgegen. Fitwi und Ringer fielen zurück und konnten in die Vergabe der weiteren Medaillen nicht mehr eingreifen. Leo Neugebauer ist Europameister im Zehnkampf geworden. Silber ging an Teamkollege Niklas Kaul. Die Highlights des gesamten Wettkampfs. 14.08.2026 | 19:02 minIm Frauen-Rennen diktierte Alisa Vainio vom Start weg das Rennen und hatte am Ende fast fünf Minuten Vorsprung. Fabienne Königstein ging anfangs mit, ließ die WM-Fünfte angesichts des hohen Tempos aber frühzeitig ziehen. Später fiel Königstein dann weit zurück und gab auf. Sie wollen über Sport stets auf dem Laufenden bleiben? Dann ist unser sportstudio-WhatsApp-Channel genau das Richtige für Sie. Egal ob morgens zum Kaffee, mittags zum Lunch oder zum Feierabend - erhalten Sie die wichtigsten News direkt auf Ihr Smartphone. Melden Sie sich hier ganz einfach für unseren WhatsApp-Channel an: sportstudio-WhatsApp-Channel.

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