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Donnerstag, 30. Juli 2026
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Konjunktur: Wirtschaft in der Euro-Zone wächst im zweiten Quartal

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30. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

Trotz Irankrieg: Deutsche Wirtschaft wächst minimal

Quartalszahlen Deutsche Wirtschaft wächst trotz Irankrieg minimal Trotz der Belastungen durch den Irankrieg nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Frühjahr leicht zu. Wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte, legten insbesondere die Exporte zu, während sich die Konsumausgaben verhalten entwickelten. Das führte zu einem kleinen Plus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Zugleich setzten die Wiesbadener Statistiker den Wert für das erste Quartal von 0,3 auf 0,4 Prozent nach oben. Volkswirte werten das als Hinweis darauf, dass die Erholung der deutschen Wirtschaft stärker ausfällt als gedacht. Wie es konjunkturell für Europas größte Volkswirtschaft weitergeht, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell der Konflikt zwischen den USA und Iran beigelegt wird. »Das Wachstum von 0,2 Prozent ist ein erfreuliches Signal, aber längst kein Befreiungsschlag«, fasst Volker Treier, Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), zusammen. Die Auswirkungen des Irankriegs habe die deutsche Wirtschaft nur mithilfe von »massiven, überwiegend mit Krediten finanzierten öffentlichen Investitionen« abfedern können: »Von einem selbsttragenden Aufschwung sind wir weit entfernt.« Die fragile Lage am Persischen Golf inklusive heftiger Schwankungen bei den Öl- und Gaspreisen bleibt eine Belastung für die von Rohstoffimporten abhängige deutsche Wirtschaft. Dennoch nähren jüngste Konjunkturdaten die Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft sich weiterhin widerstandsfähig zeigen wird: Die Stimmung in den Unternehmen, die das Ifo-Institut regelmäßig ermittelt, hat sich im Juli den dritten Monat in Folge verbessert. Aus dem Ausland verzeichnete die Industrie nach jüngsten Daten mehr Aufträge für Waren »Made in Germany«. Zudem legten die deutschen Exporte im Mai den vierten Monat in Folge zu.

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30. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

Deutsche Wirtschaft wächst trotz Iran-Krieg minimal

Quartalszahlen Deutsche Wirtschaft wächst trotz Irankrieg minimal Trotz der Belastungen durch den Irankrieg nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Frühjahr leicht zu. Wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte, legten insbesondere die Exporte zu, während sich die Konsumausgaben verhalten entwickelten. Das führte zu einem kleinen Plus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Zugleich setzten die Wiesbadener Statistiker den Wert für das erste Quartal von 0,3 auf 0,4 Prozent nach oben. Volkswirte werten das als Hinweis darauf, dass die Erholung der deutschen Wirtschaft stärker ausfällt als gedacht. Wie es konjunkturell für Europas größte Volkswirtschaft weitergeht, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell der Konflikt zwischen den USA und Iran beigelegt wird. »Das Wachstum von 0,2 Prozent ist ein erfreuliches Signal, aber längst kein Befreiungsschlag«, fasst Volker Treier, Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), zusammen. Die Auswirkungen des Irankriegs habe die deutsche Wirtschaft nur mithilfe von »massiven, überwiegend mit Krediten finanzierten öffentlichen Investitionen« abfedern können: »Von einem selbsttragenden Aufschwung sind wir weit entfernt.« Die fragile Lage am Persischen Golf inklusive heftiger Schwankungen bei den Öl- und Gaspreisen bleibt eine Belastung für die von Rohstoffimporten abhängige deutsche Wirtschaft. Dennoch nähren jüngste Konjunkturdaten die Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft sich weiterhin widerstandsfähig zeigen wird: Die Stimmung in den Unternehmen, die das Ifo-Institut regelmäßig ermittelt, hat sich im Juli den dritten Monat in Folge verbessert. Aus dem Ausland verzeichnete die Industrie nach jüngsten Daten mehr Aufträge für Waren »Made in Germany«. Zudem legten die deutschen Exporte im Mai den vierten Monat in Folge zu.

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30. Juli
ZDF heute

Deutsche Wirtschaft wächst auch im zweiten Quartal

Trotz Iran-Kriegs:Deutsche Wirtschaft wächst auch im zweiten Quartal Trotz des Iran-Kriegs ist die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal gewachsen - das dritte Mal in Folge. Experten werten das als positives Signal, sehen aber weiterhin Risiken. Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg das dritte Quartal in Folge gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Juni dank höherer Exporte um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Von der Nachrichtenagentur befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet. Im Schlussquartal 2025 reichte es zu einem Wachstum von 0,3 Prozent, in den ersten drei Monaten 2026 zu einem Plus von 0,4 Prozent: Beide Werte wurden leicht nach oben korrigiert. Exporte nahmen im Frühjahr zu Die Ende Februar begonnenen Angriffe der USA und Israels auf Iran haben die Ölpreise in die Höhe getrieben und Unternehmen wie Verbraucher viel Geld gekostet. "Die Konsumausgaben entwickelten sich den vorläufigen Erkenntnissen nach verhalten, die Investitionen gingen zurück", betonten die Statistiker. Dafür nahmen die Exporte im Frühjahr zu. Der Bundesbank zufolge könnten die deutschen Exporteure davon profitiert haben, dass ihre internationalen Wettbewerber - vor allem in Asien - stärker von kriegsbedingten Engpässen bei Vorprodukten betroffen waren. Ökonom: Rezession unwahrscheinlich "Im Schatten des Iran-Kriegs hat sich die deutsche Wirtschaft gut gehalten", kommentierte der Chefvolkswirt der Bank Bethmann HAL, Alexander Krüger, die Entwicklung. "Der seit Ende der Corona-Pandemie aufgelaufene Wachstumsrückstand zu anderen Ländern bleibt aber hoch." Wie es in der zweiten Jahreshälfte weitergeht, hänge vor allem vom Iran-Krieg ab. "Sollte sich der Konflikt im Nahen Osten beruhigen, dürfte Deutschland im Jahresverlauf solide wachsen", erwartet Ökonom Michael Herzum vom Fondsanbieter Union Investment. "Kommt es hingegen erneut zu dauerhaft höheren Energie- und Rohstoffkosten, fällt der Aufschwung schwächer aus." Eine Rezession sei aber unwahrscheinlich. Die Beschäftigung in der deutschen Industrie ist mit rund 6,6 Millionen Menschen auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gefallen. Zu den Gründen zählt unter anderem die schwache Konjunktur. 18.06.2026 | 0:26 minEndlich Trendwende bei der deutschen Industrie? Die jüngsten Konjunkturdaten wiesen zuletzt alle nach oben. Industrieaufträge, Produktion, Exporte, Baugenehmigungen und Einzelhandelsumsatz zogen jeweils an. In der Industrie sind die Auftragsbücher mittlerweile so gut gefüllt wie noch nie seit Beginn der Statistik 2015. Auch die Reichweite des Auftragsbestands liegt mit 8,9 Monaten auf Rekordniveau. Im Schatten des Krieges im Nahen Osten zeichnet sich endlich eine Trendwende in der deutschen Industrie ab. ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski Gestützt wird die Konjunktur auch von der Politik. Sie steckt Milliarden in Infrastruktur und Rüstung. Auch deshalb hat sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft im Juli bereits den dritten Monat in Folge aufgehellt, wie das Ifo-Institut bei seiner Umfrage unter 9.000 Managern aller Branchen herausfand. Allerdings: Das Barometer liegt mit 86,6 Zählern immer noch deutlich unter dem unmittelbar vor Ausbruch des Iran-Kriegs im Februar erreichten Wert von 88,5 Punkten. "Die deutsche Wirtschaft ist bereit, Schwung aufzunehmen", sagt Ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe. "Für die Gesamtwirtschaft zeichnet sich ein leichter Aufwärtstrend ab." Große Risiken für die Wirtschaft bleiben Große Risiken bleiben allerdings. So ist der Iran-Konflikt in den vergangenen Tagen wieder aufgeflammt und hat den Ölpreis zeitweise über die Marke von 100 Dollar je Fass getrieben. Die Konjunktur dürfte deshalb auch im zweiten Halbjahr unter den hohen Energiepreisen leiden. Hinzu kommen hohe US-Zölle und die zunehmende Konkurrenz durch China, etwa bei Autos und Maschinen. Mit Blick auf das zweite Halbjahr nehmen die Konjunkturrisiken zu. Jörg Krämer, Commerzbank-Chefvolkswirt BMW will bis Ende 2027 8.000 Stellen streichen. Betroffen sind vor allem die Verwaltung und Entwicklung. Stephanie Barrett von der Frankfurter Börse. 29.07.2026 | 1:05 minAuch das Niedrigwasser am Rhein kann Experten zufolge die deutsche Wirtschaftsleistung drücken. "Insgesamt könnten die Effekte stark genug sein, um das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 0,1 bis 0,2 Prozent zu dämpfen", sagte Ökonom Stefan Kooths vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). Ökonomen erst für 2027 optimistischer Für das Gesamtjahr sieht es deshalb mau aus: Die meisten Experten rechnen nur mit einem Wachstum von etwa einem halben Prozent. Erst für 2027 sind die Prognosen optimistischer: Dann soll ein Plus von deutlich mehr als einem Prozent drin sein. Die sogenannten Wirtschaftsweisen rechnen für das laufende Jahr nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. Im November waren die Experten von 0,9 Prozent ausgegangen. 27.05.2026 | 1:48 minMehr Wirtschaftsnachrichten - China-Krise:BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel einmit Video1:38 - Arbeitgeberpräsident über Reformvorhaben:"Rente wird nicht sicherer, wenn wir Arbeit teurer machen"mit Video0:40 - Verbraucherpreise:Inflation sinkt durch fallende Ölpreise und Tankrabattmit Video0:16 - Stuttgarter Autobauer:Porsche baut bis 2035 weitere 5.000 Stellen abmit Video1:53

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30. Juli
Tagesschau

Deutsche Wirtschaft mit Mini-Wachstum

Trotz Belastung durch Iran-Krieg Deutsche Wirtschaft mit Mini-Wachstum Die deutsche Wirtschaft ist trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg zuletzt minimal gewachsen. Zuvor hatten bereits die jüngsten Konjunkturdaten wie Industrieaufträge, Produktion und Exporte nach oben gewiesen. Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Juni um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt heute nach einer ersten Schätzung mitteilte. "Die Zahlen sind inklusive der Aufwärtsrevision für das erste Quartal besser als gedacht", sagte Jens-Oliver Niklasch, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. Es ist bereits das dritte Plus in Folge: Im Schlussquartal 2025 reichte es zu einem Wachstum von 0,3 Prozent, in den ersten drei Monaten 2026 zu einem Plus von 0,4 Prozent. Daten zeigen nach oben Zuletzt hatten die jüngsten Konjunkturdaten bereits alle nach oben gewiesen. Industrieaufträge, Produktion, Exporte, Baugenehmigungen und Einzelhandelsumsatz zogen jeweils an. In der Industrie sind die Auftragsbücher mittlerweile so gut gefüllt wie noch nie seit Beginn der Statistik 2015. Auch die Reichweite des Auftragsbestands liegt mit 8,9 Monaten auf Rekordniveau. Der Bundesbank zufolge könnten die deutsche Exporteure davon profitiert haben, dass ihre internationalen Wettbewerber - vor allem in Asien - stärker von Engpässen bei Vorprodukten betroffen waren. "Alles in allem scheint die Stimmung schlechter zu sein als die Lage. Die Befürchtungen hinsichtlich der Auswirkungen des Konflikts am Persischen Golf haben sich bislang als nicht stichhaltig herausgestellt", so Analyst Niklasch. Stimmung in Unternehmen zuletzt verbessert Gestützt wird die Konjunktur auch von der Politik. Sie steckt Milliarden in Infrastruktur und Rüstung. DekaBank-Chefvolkswirt Ulrich Kater betont: "Eine richtige Aufbruchstimmung hat das Reformpaket der Bundesregierung noch nicht hervorgebracht, es ist trotzdem ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung." Wohl auch deshalb hat sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft im Juli bereits den dritten Monat in Folge aufgehellt, wie das ifo Institut bei seiner Umfrage unter 9.000 Managern aller Branchen herausfand. Das Barometer liegt mit 86,6 Zählern allerdings immer noch deutlich unter dem unmittelbar vor Ausbruch des Iran-Kriegs im Februar erreichten Wert von 88,5 Punkten. "Die deutsche Wirtschaft ist bereit, Schwung aufzunehmen", sagt ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe. "Für die Gesamtwirtschaft zeichnet sich ein leichter Aufwärtstrend ab." In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich laut ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser die Erholung denn auch fortsetzen. Risiken für die Konjunktur bleiben Große Risiken bleiben allerdings. So ist der Iran-Konflikt in den vergangenen Tagen wieder aufgeflammt und hat den Ölpreis zeitweise über die Marke von 100 Dollar je Fass getrieben. Die Konjunktur dürfte deshalb auch im zweiten Halbjahr unter den hohen Energiepreisen leiden. "Für den weiteren Konjunkturverlauf in der positiv gestarteten zweiten Jahreshälfte kommt es insbesondere auf die Entwicklung im Nahen Osten an", so Philipp Scheuermeyer, Konjunkturexperte bei der Förderbank KfW. Hinzu kommen hohe US-Zölle und die zunehmende Konkurrenz durch China, etwa bei Autos und Maschinen. Auch das Niedrigwasser am Rhein kann Experten zufolge die deutsche Wirtschaftsleistung drücken. "Insgesamt könnten die Effekte stark genug sein, um das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 0,1 bis 0,2 Prozent zu dämpfen", sagte Ökonom Stefan Kooths vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). Für das Gesamtjahr sieht es deshalb mau aus: Die meisten Experten rechnen nur mit einem Wachstum von etwa einem halben Prozent. Erst für 2027 sind die Prognosen optimistischer. Dann soll ein Plus von deutlich mehr als einem Prozent drin sein.

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30. Juli
Handelsblatt

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft schafft Mini-Wachstum trotz Iran-Kriegs

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft schafft Mini-Wachstum trotz Iran-Kriegs Wiesbaden. Inmitten aller Krisen zeigt sich die deutsche Wirtschaft mit dem dritten Wachstumsquartal in Folge widerstandsfähig. Trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auch im Frühjahr minimal zu: 0,2 Prozent Plus zum Vorquartal errechnete das Statistische Bundesamt für April bis Juni 2026 anhand vorläufiger Daten. Dass die Wiesbadener Statistiker zugleich den Wert für das erste Quartal von 0,3 Prozent auf 0,4 Prozent nach oben setzten, werten Volkswirte als Signal dafür, dass die Erholung der deutschen Wirtschaft ausgeprägter ist als gedacht. Wie es konjunkturell für Europas größte Volkswirtschaft weitergeht, hängt maßgeblich davon ab, wann der Konflikt zwischen USA und Iran gelöst ist. „Von selbsttragendem Aufschwung weit entfernt“ Positive Impulse kamen im zweiten Quartal vom Außenhandel: Die Exporte nahmen gegenüber dem Vorquartal zu. Der private Konsum hingegen entwickelte sich verhalten - eine Folge der zwischenzeitlich nach oben geschnellten Teuerung, die die Kaufkraft der Menschen schmälert. Die Investitionen gingen zurück, obwohl der Staat gewaltige Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienen und Verteidigung angeschoben hat. „Das Wachstum von 0,2 Prozent ist ein erfreuliches Signal, aber längst kein Befreiungsschlag“, fasst Volker Treier, Außenwirtschaftschef der Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), zusammen. „Nur dank massiven, überwiegend mit Krediten finanzierten öffentlichen Investitionen hat die deutsche Wirtschaft den Iran-Schock bisher besser verkraftet als befürchtet. Von einem selbsttragenden Aufschwung sind wir weit entfernt.“ Die fragile Lage am Persischen Golf inklusive heftiger Schwankungen bei den Öl- und Gaspreisen bleibt eine Belastung für die von Rohstoffimporten abhängige deutsche Wirtschaft. „Die heutigen Zahlen unterstreichen, dass die deutsche Wirtschaft derzeit vor allem unter internationalen Spannungen leidet. Umso wichtiger ist es, jetzt die binnenwirtschaftliche Nachfrage zu stabilisieren“, analysiert Christian Breuer, Konjunkturexperte des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Zunehmend Hoffnungsschimmer Jüngste Konjunkturdaten nähren die Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft sich weiterhin widerstandsfähig zeigen wird: Die Stimmung in den Unternehmen, die das Ifo-Institut regelmäßig ermittelt, hat sich im Juli den dritten Monat in Folge verbessert. Aus dem Ausland verzeichnete die Industrie nach jüngsten Daten mehr Aufträge für Waren „Made in Germany“. Zudem legten die deutschen Exporte im Mai den vierten Monat in Folge zu. Den Reformkurs der Bundesregierung wertet die Wirtschaft als Schritt in die richtige Richtung und fordert Tempo bei der Umsetzung. Die schwarz-rote Koalition hatte sich Anfang Juli auf ein Reformpaket geeinigt. Geplant sind etwa Maßnahmen zum Bürokratieabbau sowie zur Stabilisierung der Sozialabgaben. Steuerzahler sollen entlastet, Zukunftsbranchen gefördert werden. Beschlossen ist bereits ein Sparpaket bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Damoklesschwert Iran-Konflikt Die kurzfristigen Aussichten für die deutsche Wirtschaft hängen in hohem Maße von den Energiepreisen und dem Krieg im Nahen Osten ab, da dieser sowohl die Industrie als auch die privaten Haushalte betrifft, wie ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski einordnet: „Auch wenn sich die deutsche Wirtschaft als widerstandsfähiger erwiesen hat, als manche befürchtet hatten, würde eine Ausweitung des Konflikts auf andere Handelswege ein neues Risiko für den wirtschaftlichen Aufschwung darstellen.“ Dass die Stimmung in den Unternehmen ungeachtet aller Krisen zuletzt besser wurde, belegt nach Einschätzung von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer, „welches Erholungspotenzial vorhanden ist, falls sich die USA und der Iran einigten und die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet würde“. Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge ist wegen des seit Ende Februar schwelenden Konflikts am Persischen Golf faktisch blockiert. Einer Bundesbank-Analyse zufolge könnten die kriegsbedingten Belastungen für die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal geringer ausfallen - vorausgesetzt, die Lage im Nahen Osten spitzt sich nicht weiter zu. „Allerdings dürften sich dann auch die vorübergehend stützenden Faktoren aus dem zweiten Quartal umkehren oder entfallen. In der Summe könnte das BIP dann etwas schwächer zulegen“, prognostiziert die Bundesbank für den Sommer. Verwandte Themen Volkswirte trauen Wirtschaft etwas mehr Wachstum zu Für das laufende Jahr waren die Wachstumprognosen zuletzt reihenweise nach unten korrigiert worden. Viele Ökonomen sahen einen spürbaren Aufschwung erst ab 2027, wenn die gewaltigen Summen, die der Staat in die Infrastruktur steckt, ihre volle Wirkung entfalten. Angesichts der jüngsten Konjunkturdaten wächst vereinzelt die Zuversicht: Die Commerzbank

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30. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Wirtschaft legt leicht zu: Mini-Wachstum trotz Irankrieg

Wirtschaft legt leicht zu : Mini-Wachstum trotz Irankrieg Der erhoffte Aufschwung lässt auf sich warten, die Wirtschaft liegt im Bann internationaler Schocks. Immerhin gibt es einige Hoffnungsschimmer. Die deutsche Wirtschaft hat trotz der Belastungen durch den Irankrieg im Frühjahr ein Mini-Wachstum geschafft. Im zweiten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um 0,2 Prozent zu und damit etwas stärker als erwartet, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten errechnet hat. Demnach nahmen die Exporte gegenüber dem Vorquartal zu. Die Konsumausgaben hingegen entwickelten sich den vorläufigen Erkenntnissen nach verhalten, die Investitionen gingen trotz staatlicher Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur sogar zurück. Der erhoffte kräftige Aufschwung ist zumindest ausgebremst. Und die fragile Lage am Persischen Golf inklusive heftiger Schwankungen bei den Öl- und Gaspreisen bleibt eine Belastung für die von Rohstoffimporten abhängige deutsche Wirtschaft. Zunehmend Hoffnungsschimmer Jüngste Konjunkturdaten machen Hoffnung, dass sich Europas größte Volkswirtschaft weiterhin als widerstandsfähig erweisen wird: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft, die das Ifo-Institut regelmäßig ermittelt, hat sich im Juli den dritten Monat in Folge verbessert. Aus dem Ausland verzeichnete die Industrie nach jüngsten Daten mehr Aufträge für Waren „Made in Germany“. Zudem legten die deutschen Exporte im Mai den vierten Monat in Folge zu. Den von der Bundesregierung eingeschlagenen Reformkurs wertet die Wirtschaft als Schritt in die richtige Richtung und fordert Tempo bei der Umsetzung. Die schwarz-rote Koalition hatte sich Anfang Juli auf ein Reformpaket geeinigt. Geplant sind etwa Maßnahmen zum Abbau von Bürokratie sowie zur Stabilisierung der Sozialabgaben. Steuerzahler sollen entlastet, Zukunftsbranchen gefördert werden. Beschlossen ist bereits ein Sparpaket bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Wie geht es weiter im Iran-Konflikt? „Für den weiteren Konjunkturverlauf in der positiv gestarteten zweiten Jahreshälfte kommt es insbesondere auf die Entwicklung im Nahen Osten an“, ordnet Philipp Scheuermeyer ein, Konjunkturexperte bei der Förderbank KfW. „Der Wachstumskurs kann mit moderat erhöhten Energiepreisen weitergehen. Wenn die Energieausfuhr aus der Golfregion aber zu lange stockt, wird der Energiepreisschock doch noch schlagend werden.“ Dass die Stimmung in den Unternehmen ungeachtet aller Krisen zuletzt besser wurde, belegt nach Einschätzung von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer, „welches Erholungspotenzial vorhanden ist, falls sich die USA und der Iran einigten und die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet würde“. Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge ist wegen des seit Ende Februar schwelenden Konflikts am Persischen Golf faktisch blockiert. Einer Analyse der Bundesbank zufolge könnten die kriegsbedingten Belastungen für die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal geringer ausfallen als im Durchschnitt des zweiten Quartals - vorausgesetzt, die Situation im Nahen Osten spitzt sich nicht weiter zu. „Allerdings dürften sich dann auch die vorübergehend stützenden Faktoren aus dem zweiten Quartal umkehren oder entfallen. In der Summe könnte das BIP dann etwas schwächer zulegen“, prognostiziert die Bundesbank für den Sommer. Spürbarer Aufschwung erst 2027 erwartet Im ersten Vierteljahr 2026 hatte das BIP vor allem wegen höherer Exporte nach überarbeiteten Daten um 0,4 Prozent zugelegt. Nach dem überraschend guten Jahresauftakt war die Hoffnung groß, dass die deutsche Wirtschaft nach drei mageren Jahren wieder deutlich Fahrt aufnehmen würde. Auch deshalb, weil der Staat gewaltige Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienen und Verteidigung angeschoben hat. Mittlerweile wurden Wachstumsprognosen für das laufende Jahr reihenweise nach unten korrigiert, erwartet wird noch ein Plus von 0,5 Prozent oder etwas mehr. Einen spürbaren Aufschwung erwarten Ökonomen erst ab 2027, wenn die gewaltigen Summen, die der Staat in die Hand nimmt, ihre volle Wirkung entfalten.

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30. Juli
Wirtschaftswoche

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft wächst trotz Belastung durch Iran-Krieg

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft wächst trotz Belastung durch Iran-Krieg Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Juni um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Von der Nachrichtenagentur befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet. Das ist bereits das dritte Plus in Folge: Im Schlussquartal 2025 reichte es zu einem Wachstum von 0,3 Prozent, in den ersten drei Monaten 2026 zu einem Plus von 0,4 Prozent. Die Ende Februar begonnenen Angriffe der USA und Israels auf den Iran haben die Ölpreise in die Höhe getrieben und Unternehmen wie Verbraucher viel Geld gekostet. „Die Konsumausgaben entwickelten sich den vorläufigen Erkenntnissen nach verhalten, die Investitionen gingen zurück“, betonten die Statistiker. Dafür nahmen die Exporte im Frühjahr zu. Industrie und Exporte treiben Wachstum Die jüngsten Konjunkturdaten wiesen zuletzt alle nach oben. Industrieaufträge, Produktion, Exporte, Baugenehmigungen und Einzelhandelsumsatz zogen jeweils an. In der Industrie sind die Auftragsbücher mittlerweile so gut gefüllt wie noch nie seit Beginn der Statistik 2015. Auch die Reichweite des Auftragsbestands liegt mit 8,9 Monaten auf Rekordniveau. „Im Schatten des Krieges im Nahen Osten zeichnet sich endlich eine Trendwende in der deutschen Industrie ab“, sagte ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. Der Bundesbank zufolge könnten die deutschen Exporteure davon profitiert haben, dass ihre internationalen Wettbewerber – vor allem in Asien – stärker von Engpässen bei Vorprodukten betroffen waren. Gestützt wird die Konjunktur auch von der Politik. Sie steckt Milliarden in Infrastruktur und Rüstung. Auch deshalb hat sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft im Juli bereits den dritten Monat in Folge aufgehellt, wie das Ifo-Institut bei seiner Umfrage unter 9000 Managern aller Branchen herausfand. Allerdings: Das Barometer liegt mit 86,6 Zählern immer noch deutlich unter dem unmittelbar vor Ausbruch des Iran-Kriegs im Februar erreichten Wert von 88,5 Punkten. „Die deutsche Wirtschaft ist bereit, Schwung aufzunehmen“, sagt Ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe. „Für die Gesamtwirtschaft zeichnet sich ein leichter Aufwärtstrend ab.“ Risiken für 2026 bleiben hoch Große Risiken bleiben allerdings. So ist der Iran-Konflikt in den vergangenen Tagen wieder aufgeflammt und hat den Ölpreis zeitweise über die Marke von 100 Dollar je Fass getrieben. Die Konjunktur dürfte deshalb auch im zweiten Halbjahr unter den hohen Energiepreisen leiden. Hinzu kommen hohe US-Zölle und die zunehmende Konkurrenz durch China, etwa bei Autos und Maschinen. Auch das Niedrigwasser am Rhein kann Experten zufolge die deutsche Wirtschaftsleistung drücken. „Insgesamt könnten die Effekte stark genug sein, um das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 0,1 bis 0,2 Prozent zu dämpfen“, sagte Ökonom Stefan Kooths vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). Für das Gesamtjahr sieht es deshalb mau aus: Die meisten Experten rechnen nur mit einem Wachstum von etwa einem halben Prozent. Erst für 2027 sind die Prognosen optimistischer: Dann soll ein Plus von deutlich mehr als einem Prozent drin sein. Lesen Sie auch: Das Herz der deutschen Wirtschaft stockt

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30. Juli
Wirtschaftswoche

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft schafft Mini-Wachstum trotz Iran-Krieg

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft schafft Mini-Wachstum trotz Iran-Krieg Die deutsche Wirtschaft hat trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg im Frühjahr ein Mini-Wachstum geschafft. Im zweiten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um 0,2 Prozent zu und damit etwas stärker als erwartet, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten errechnet hat. Demnach nahmen die Exporte gegenüber dem Vorquartal zu. Die Konsumausgaben hingegen entwickelten sich den vorläufigen Erkenntnissen nach verhalten, die Investitionen gingen trotz staatlicher Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur sogar zurück. Der erhoffte kräftige Aufschwung ist zumindest ausgebremst. Und die fragile Lage am Persischen Golf inklusive heftiger Schwankungen bei den Öl- und Gaspreisen bleibt eine Belastung für die von Rohstoffimporten abhängige deutsche Wirtschaft. Zunehmend Hoffnungsschimmer Jüngste Konjunkturdaten machen Hoffnung, dass sich Europas größte Volkswirtschaft weiterhin als widerstandsfähig erweisen wird: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft, die das Ifo-Institut regelmäßig ermittelt, hat sich im Juli den dritten Monat in Folge verbessert. Aus dem Ausland verzeichnete die Industrie nach jüngsten Daten mehr Aufträge für Waren „Made in Germany“. Zudem legten die deutschen Exporte im Mai den vierten Monat in Folge zu. Den von der Bundesregierung eingeschlagenen Reformkurs wertet die Wirtschaft als Schritt in die richtige Richtung und fordert Tempo bei der Umsetzung. Die schwarz-rote Koalition hatte sich Anfang Juli auf ein Reformpaket geeinigt. Geplant sind etwa Maßnahmen zum Abbau von Bürokratie sowie zur Stabilisierung der Sozialabgaben. Steuerzahler sollen entlastet, Zukunftsbranchen gefördert werden. Beschlossen ist bereits ein Sparpaket bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Wie geht es weiter im Iran-Konflikt? „Für den weiteren Konjunkturverlauf in der positiv gestarteten zweiten Jahreshälfte kommt es insbesondere auf die Entwicklung im Nahen Osten an“, ordnet Philipp Scheuermeyer ein, Konjunkturexperte bei der Förderbank KfW. „Der Wachstumskurs kann mit moderat erhöhten Energiepreisen weitergehen. Wenn die Energieausfuhr aus der Golfregion aber zu lange stockt, wird der Energiepreisschock doch noch schlagend werden.“ Dass die Stimmung in den Unternehmen ungeachtet aller Krisen zuletzt besser wurde, belegt nach Einschätzung von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer, „welches Erholungspotenzial vorhanden ist, falls sich die USA und der Iran einigten und die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet würde“. Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge ist wegen des seit Ende Februar schwelenden Konflikts am Persischen Golf faktisch blockiert. Einer Analyse der Bundesbank zufolge könnten die kriegsbedingten Belastungen für die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal geringer ausfallen als im Durchschnitt des zweiten Quartals - vorausgesetzt, die Situation im Nahen Osten spitzt sich nicht weiter zu. „Allerdings dürften sich dann auch die vorübergehend stützenden Faktoren aus dem zweiten Quartal umkehren oder entfallen. In der Summe könnte das BIP dann etwas schwächer zulegen“, prognostiziert die Bundesbank für den Sommer. Spürbarer Aufschwung erst 2027 erwartet Im ersten Vierteljahr 2026 hatte das BIP vor allem wegen höherer Exporte nach überarbeiteten Daten um 0,4 Prozent zugelegt. Nach dem überraschend guten Jahresauftakt war die Hoffnung groß, dass die deutsche Wirtschaft nach drei mageren Jahren wieder deutlich Fahrt aufnehmen würde. Auch deshalb, weil der Staat gewaltige Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienen und Verteidigung angeschoben hat. Mittlerweile wurden Wachstumsprognosen für das laufende Jahr reihenweise nach unten korrigiert, erwartet wird noch ein Plus von 0,5 Prozent oder etwas mehr. Einen spürbaren Aufschwung erwarten Ökonomen erst ab 2027, wenn die gewaltigen Summen, die der Staat in die Hand nimmt, ihre volle Wirkung entfalten. Lesen Sie auch: Das Herz der deutschen Wirtschaft stockt

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30. Juli
Handelsblatt

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft schafft Mini-Wachstum trotz Iran-Krieg

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft schafft Mini-Wachstum trotz Iran-Krieg Wiesbaden. Die deutsche Wirtschaft hat trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg im Frühjahr ein Mini-Wachstum geschafft. Im zweiten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um 0,2 Prozent zu und damit etwas stärker als erwartet, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten errechnet hat. Demnach nahmen die Exporte gegenüber dem Vorquartal zu. Die Konsumausgaben hingegen entwickelten sich den vorläufigen Erkenntnissen nach verhalten, die Investitionen gingen trotz staatlicher Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur sogar zurück. Der erhoffte kräftige Aufschwung ist zumindest ausgebremst. Und die fragile Lage am Persischen Golf inklusive heftiger Schwankungen bei den Öl- und Gaspreisen bleibt eine Belastung für die von Rohstoffimporten abhängige deutsche Wirtschaft. Zunehmend Hoffnungsschimmer Jüngste Konjunkturdaten machen Hoffnung, dass sich Europas größte Volkswirtschaft weiterhin als widerstandsfähig erweisen wird: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft, die das Ifo-Institut regelmäßig ermittelt, hat sich im Juli den dritten Monat in Folge verbessert. Aus dem Ausland verzeichnete die Industrie nach jüngsten Daten mehr Aufträge für Waren „Made in Germany“. Zudem legten die deutschen Exporte im Mai den vierten Monat in Folge zu. Den von der Bundesregierung eingeschlagenen Reformkurs wertet die Wirtschaft als Schritt in die richtige Richtung und fordert Tempo bei der Umsetzung. Die schwarz-rote Koalition hatte sich Anfang Juli auf ein Reformpaket geeinigt. Geplant sind etwa Maßnahmen zum Abbau von Bürokratie sowie zur Stabilisierung der Sozialabgaben. Steuerzahler sollen entlastet, Zukunftsbranchen gefördert werden. Beschlossen ist bereits ein Sparpaket bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Wie geht es weiter im Iran-Konflikt? „Für den weiteren Konjunkturverlauf in der positiv gestarteten zweiten Jahreshälfte kommt es insbesondere auf die Entwicklung im Nahen Osten an“, ordnet Philipp Scheuermeyer ein, Konjunkturexperte bei der Förderbank KfW. „Der Wachstumskurs kann mit moderat erhöhten Energiepreisen weitergehen. Wenn die Energieausfuhr aus der Golfregion aber zu lange stockt, wird der Energiepreisschock doch noch schlagend werden.“ Dass die Stimmung in den Unternehmen ungeachtet aller Krisen zuletzt besser wurde, belegt nach Einschätzung von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer, „welches Erholungspotenzial vorhanden ist, falls sich die USA und der Iran einigten und die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet würde“. Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge ist wegen des seit Ende Februar schwelenden Konflikts am Persischen Golf faktisch blockiert. Einer Analyse der Bundesbank zufolge könnten die kriegsbedingten Belastungen für die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal geringer ausfallen als im Durchschnitt des zweiten Quartals - vorausgesetzt, die Situation im Nahen Osten spitzt sich nicht weiter zu. „Allerdings dürften sich dann auch die vorübergehend stützenden Faktoren aus dem zweiten Quartal umkehren oder entfallen. In der Summe könnte das BIP dann etwas schwächer zulegen“, prognostiziert die Bundesbank für den Sommer. Verwandte Themen Spürbarer Aufschwung erst 2027 erwartet Im ersten Vierteljahr 2026 hatte das BIP vor allem wegen höherer Exporte nach überarbeiteten Daten um 0,4 Prozent zugelegt. Nach dem überraschend guten Jahresauftakt war die Hoffnung groß, dass die deutsche Wirtschaft nach drei mageren Jahren wieder deutlich Fahrt aufnehmen würde. Auch deshalb, weil der Staat gewaltige Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienen und Verteidigung angeschoben hat. Mittlerweile wurden Wachstumsprognosen für das laufende Jahr reihenweise nach unten korrigiert, erwartet wird noch ein Plus von 0,5 Prozent oder etwas mehr. Einen spürbaren Aufschwung erwarten Ökonomen erst ab 2027, wenn die gewaltigen Summen, die der Staat in die Hand nimmt, ihre volle Wirkung entfalten.

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30. Juli
Süddeutsche Zeitung (Wirtschaft)

BIP: Deutsche Wirtschaft wächst im zweiten Quartal trotz Iran-Krieg leicht

Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg leicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Juni um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung anhand vorläufiger Daten mitteilte. Auch wenn das Wachstum nur gering ist, ist es bereits das dritte Plus in Folge: Im Schlussquartal 2025 reichte es zu einem Wachstum von 0,3 Prozent, in den ersten drei Monaten 2026 zu einem Plus von 0,4 Prozent. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft, die das Ifo-Institut regelmäßig ermittelt, hatte sich im Juli den dritten Monat in Folge verbessert. Aus dem Ausland verzeichnete die Industrie nach jüngsten Daten mehr Aufträge. Zudem legten die deutschen Exporte im Mai den vierten Monat in Folge zu. „Im Schatten des Krieges im Nahen Osten zeichnet sich endlich eine Trendwende in der deutschen Industrie ab“, sagte ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski der Nachrichtenagentur Reuters. Die unsichere Lage am Persischen Golf bleibt aber trotzdem eine Belastung. Ökonomen erwarten, dass die von Rohstoffimporten abhängige deutsche Wirtschaft länger mit den Folgen des Iran-Kriegs zu schaffen haben wird. Im ersten Vierteljahr hatte das BIP vor allem wegen höherer Exporte um 0,3 Prozent zugelegt. Die Hoffnung war groß, dass die deutsche Wirtschaft nach drei mageren Jahren wieder Fahrt aufnehmen würde. Auch deshalb, weil der Staat gewaltige Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienen und Verteidigung angeschoben hat. 2025 war Deutschland mit einem Mini-Plus von 0,2 Prozent knapp am dritten Jahr ohne Wachstum in Folge vorbeigeschrammt. Die Inflation könnte wieder etwas höher sein Das Statistische Bundesamt will an diesem Donnerstag außerdem nachmittags eine erste Schätzung zur Inflation im Juli vorstellen. Deutschlands Verbraucher müssen sich nach Auslaufen des Tankrabatts wieder auf höhere Teuerungsraten einstellen. Nach dem Rückgang auf 2,3 Prozent im Juni dürfte die Inflation im Juli nach Einschätzung von Volkswirten gestiegen sein. Je höher die Teuerungsrate ist, umso geringer ist auch die Kaufkraft der Menschen: Sie können sich dann für einen Euro weniger leisten. Das bremst den privaten Konsum, der eine wichtige Stütze der Binnenkonjunktur ist. Die seit 1. Mai geltende Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter, also der Tankrabatt, war Ende Juni ausgelaufen. Aber der Iran-Krieg belastet die Energiemärkte weiterhin. Zwischenzeitlich lag der Ölpreis über der Marke von 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Weil viele Erzeuger höhere Energiekosten nach und nach auf ihre Preise aufschlagen, könnten Nahrungsmittel teurer werden.

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30. Juli
Handelsblatt

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft wächst im zweiten Quartal leicht

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft wächst im zweiten Quartal leicht Berlin. Die Konjunktur in Deutschland entwickelt sich etwas besser als erwartet. Im zweiten Quartal ist die deutsche Wirtschaft um 0,2 Prozent gewachsen. Das Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) übertrifft die Erwartungen von Ökonominnen und Ökonomen leicht. Ausgelöst haben das Wachstum dem Statistischen Bundesamt zufolge vor allem die Exporte, die trotz geopolitischer Verwerfungen zugenommen haben. Der Konsum hingegen entwickelte sich verhalten, die Investitionen gingen sogar zurück. Die deutsche Wirtschaft habe dem Irankrieg „getrotzt“, sagte ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. Die Gefechte in Nahost haben dennoch dafür gesorgt, dass keine echte Dynamik aufkommt. Vor allem die in der Folge gestiegenen Preise für Öl und Gas belasten. Sie erhöhen die Kosten der Unternehmen und schränken die Konsummöglichkeiten der Haushalte ein. Das Ifo-Institut hatte vor wenigen Wochen eine Stagnation des BIP im zweiten Quartal prognostiziert. Zum Vergleich: Die Münchener waren in ihrer Prognose im Winter noch von 0,2 Prozent Wachstum ausgegangen. Der Irankrieg erklärt also nur einen Teil der Schwäche, die von Deutschlands Unternehmen und Verbrauchern weiter ausgeht. Dass es trotzdem noch zu einem leichten Wachstum im Vierteljahr zwischen April und Juni gereicht hat, führt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser auf die Industrie zurück. Diese dürfte ihre Wertschöpfung ausgeweitet haben, insbesondere, um den Export zu bedienen.

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28. Juli
Wirtschaftswoche

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft wächst laut Bundesbank trotz Iran-Krieg leicht

Konjunktur: Deutsche Wirtschaft wächst laut Bundesbank trotz Iran-Krieg leicht Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung der Bundesbank im Frühjahr trotz der Belastungen infolge des Iran-Kriegs ein Mini-Wachstum geschafft. „Trotz des Gegenwinds durch den Krieg im Nahen Osten dürfte das reale BIP im zweiten Quartal 2026 saisonbereinigt etwas zugelegt haben“, heißt es im Bundesbank-Monatsbericht Juli. Eine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für den Zeitraum April bis Juni 2026 veröffentlicht das Statistische Bundesamt an diesem Donnerstag (30.7.). Volkswirte rechnen mit 0,1 Prozent Plus zum Vorquartal. Robuste Industrie – stabiler Konsum Die Industriekonjunktur zeige sich widerstandsfähig, schreiben die Volkswirte der Bundesbank. Die Unternehmen profitierten „von einer dynamischen Auslandsnachfrage und wachsenden Exporten“. Deutschland Exporteuren könnte zudem zugutegekommen sein, dass internationale Wettbewerber stärker von Engpässen bei Vorprodukten betroffen gewesen seien. Deutschlands Verbraucherinnen und Verbraucher ließen sich offensichtlich verhältnismäßig wenig von den gestiegenen Energiepreisen und damit verbundenen Kaufkraftverlusten beeindrucken: Sie hielten ihre Konsumausgaben der Bundesbank-Analyse zufolge wohl mindestens stabil. Steigende Inflationsraten erwartet Allerdings dürfte die Teuerungsrate, die im Juni auf 2,3 Prozent gesunken war, nach Einschätzung der Bundesbank in den kommenden Monaten wieder etwas ansteigen. „Dazu trägt vor allem bei, dass der Tankrabatt Anfang Juli auslief. Außerdem dürften sich allmählich die indirekten Effekte des jüngsten Energiepreisschubs auch auf der Verbraucherpreisstufe bemerkbar machen.“ Höhere Energiepreise schlagen in der Regel mit Verzögerung auf den gesamten Warenkorb durch, der bei der Inflationsberechnung zugrunde gelegt wird. Wie geht es weiter im Iran-Konflikt? Gestützt wird die heimische Wirtschaft dadurch, dass der Staat gewaltige Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienen und Verteidigung angeschoben hat. Die weitere konjunkturelle Entwicklung hängt nach Einschätzung von Ökonomen zu einem Großteil davon ab, wie sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran entwickelt. „Im dritten Quartal könnten – soweit die Situation im Nahen Osten sich nicht weiter zuspitzt – die kriegsbedingten Belastungen geringer ausfallen als im Durchschnitt des zweiten Quartals“, prognostiziert die Bundesbank. „Allerdings dürften sich dann auch die vorübergehend stützenden Faktoren aus dem zweiten Quartal umkehren oder entfallen. In der Summe könnte das BIP dann etwas schwächer zulegen.“

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28. Juli
Handelsblatt

Konjunktur: Bundesbank: Mini-Wachstum im Frühjahr trotz Iran-Krieg

Konjunktur: Bundesbank: Mini-Wachstum im Frühjahr trotz Iran-Krieg Frankfurt/Main. Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung der Bundesbank im Frühjahr trotz der Belastungen infolge des Iran-Kriegs ein Mini-Wachstum geschafft. „Trotz des Gegenwinds durch den Krieg im Nahen Osten dürfte das reale BIP im zweiten Quartal 2026 saisonbereinigt etwas zugelegt haben“, heißt es im Bundesbank-Monatsbericht Juli. Eine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für den Zeitraum April bis Juni 2026 veröffentlicht das Statistische Bundesamt an diesem Donnerstag (30.7.). Volkswirte rechnen mit 0,1 Prozent Plus zum Vorquartal. Robuste Industrie - stabiler Konsum Die Industriekonjunktur zeige sich widerstandsfähig, schreiben die Volkswirte der Bundesbank. Die Unternehmen profitierten „von einer dynamischen Auslandsnachfrage und wachsenden Exporten“. Deutschland Exporteuren könnte zudem zugutegekommen sein, dass internationale Wettbewerber stärker von Engpässen bei Vorprodukten betroffen gewesen seien. Deutschlands Verbraucherinnen und Verbraucher ließen sich offensichtlich verhältnismäßig wenig von den gestiegenen Energiepreisen und damit verbundenen Kaufkraftverlusten beeindrucken: Sie hielten ihre Konsumausgaben der Bundesbank-Analyse zufolge wohl mindestens stabil. Steigende Inflationsraten erwartet Allerdings dürfte die Teuerungsrate, die im Juni auf 2,3 Prozent gesunken war, nach Einschätzung der Bundesbank in den kommenden Monaten wieder etwas ansteigen. „Dazu trägt vor allem bei, dass der Tankrabatt Anfang Juli auslief. Außerdem dürften sich allmählich die indirekten Effekte des jüngsten Energiepreisschubs auch auf der Verbraucherpreisstufe bemerkbar machen.“ Höhere Energiepreise schlagen in der Regel mit Verzögerung auf den gesamten Warenkorb durch, der bei der Inflationsberechnung zugrunde gelegt wird. Wie geht es weiter im Iran-Konflikt? Gestützt wird die heimische Wirtschaft dadurch, dass der Staat gewaltige Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienen und Verteidigung angeschoben hat. Die weitere konjunkturelle Entwicklung hängt nach Einschätzung von Ökonomen zu einem Großteil davon ab, wie sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran entwickelt. „Im dritten Quartal könnten - soweit die Situation im Nahen Osten sich nicht weiter zuspitzt - die kriegsbedingten Belastungen geringer ausfallen als im Durchschnitt des zweiten Quartals“, prognostiziert die Bundesbank. „Allerdings dürften sich dann auch die vorübergehend stützenden Faktoren aus dem zweiten Quartal umkehren oder entfallen. In der Summe könnte das BIP dann etwas schwächer zulegen.“

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