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Montag, 13. Juli 2026
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Daniel Stelter: Investitionsstreik am Standort Deutschland

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13. Juli
Handelsblatt

Daniel Stelter: Investitionsstreik am Standort Deutschland

Investitionsstreik am Standort Deutschland Die Wachstumsperspektiven für Deutschland sind schlecht. Das sogenannte Potenzialwachstum liegt aufgrund der demografischen Entwicklung in den kommenden Jahren nur knapp über null. Die einzige Hoffnung auf Wirtschaftswachstum und damit auf eine gewisse Entschärfung der Verteilungskonflikte läge in der Erhöhung der Produktivität. Doch schon seit Jahren sind die Produktivitätsfortschritte nicht nur rückläufig, sondern zum Teil sogar negativ. Der Grund hierfür ist ein echter Streik der Investoren. Schon lange sind die hiesigen Unternehmen Nettosparer. Sie investieren also weniger, als sie könnten. Wie dramatisch die Situation ist, dokumentiert die McKinsey-Standortstudie „Catalyzing Competitiveness“. Demnach betrugen die produktiven Netto-Investitionen in Deutschland nur noch 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – vor der Finanzkrise waren es noch zwei Prozent. Zum Vergleich: China erreicht 23 Prozent, Indien 14 Prozent, die USA vier Prozent, die EU im Schnitt zwei Prozent. Der Investitionsstreik lässt sich leicht erklären. Über die gesamte Lebensdauer einer Investition liegt der Kostennachteil des Standorts Deutschland – je nach Branche – bei 40 bis 250 Prozent. Eine Nicht-Wohnbau-Genehmigung dauert 200 Tage – in den USA sind es 60 Tage, in China 40 Tage. Außerdem kostet es mehr, in Deutschland zu bauen, und es dauert länger.

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13. Juli
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Beyond the obvious: Investitionsstreik in Deutschland

Beyond the obvious: Investitionsstreik in Deutschland Deutschland investiert immer weniger. Die produktiven Netto-Investitionen liegen bei 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – vor der Finanzkrise waren es zwei Prozent. China erreicht 23 Prozent, Indien 14, die USA vier, die EU im Schnitt zwei. Unser Land ist offenbar nicht mehr der Ort, an dem Wohlstand entsteht. Diese Fakten dokumentiert die McKinsey-Standortstudie „Catalyzing Competitiveness: Where Investment Happens and Why“. In allen untersuchten Industrien ist Deutschland der teuerste oder fast der teuerste Standort der Welt. Der Kostennachteil zum jeweils besten Standort liegt je nach Branche bei 40 bis 250 Prozent. Das ist kein gutes Umfeld für Investitionen. Deutschland befindet sich in einer Abwärtsspirale. Wie kann diese Entwicklung durchbrochen werden? Daniel Stelter spricht mit Jan Mischke, Partner am McKinsey Global Institute in Zürich und Mitautor dieser Studie. Themen des Expertengesprächs sind die zentrale Diagnose und die sechs Hebel, mit denen 30 bis 80 Prozent der Kostenlücke des Standorts Deutschland gegenüber den Besten geschlossen werden könnten. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia Hörerservice Studie Catalyzing Competitiveness – Where Investment Happens and Why (Juni 2026) von McKinsey Global Institute, Zürich: https://tinyurl.com/wx7ckjp6 Analyse Nuclear Energy Outlook: Global Installed Capacity to 2050 and Beyond der Nuclear Energy Agency, Paris: https://tinyurl.com/3bpz4cta Analyse Bundesregierung verschiebt Investitionen zwischen Schuldentöpfen des ifo Instituts, München (8. Juli 2026): https://tinyurl.com/mujpp4c8 beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein bisschen mehr Luft im Sommer? Dann ist jetzt die perfekte Zeit, Ihrem Wissensvorsprung ein Upgrade zu geben – mit dem Handelsblatt. Das liefert Ihnen verlässliche Fakten, exklusive Hintergründe und eine klare Einordnung wirtschaftlicher Entwicklungen. Mit unserem Sommer-Special ist der Einstieg supereinfach: Sie erhalten jetzt 6 Wochen für nur 1 Euro vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte. Sichern Sie sich dieses besondere Angebot unter handelsblatt.com/sommer26 Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier Hosted on Acast. See acast.com/privacy

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