Themen
lage

Donnerstag, 23. Juli 2026
Zurück zur Übersicht

Ölpreis steigt wieder über 100-Dollar-Marke

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
23. Juli
Der Spiegel (Wirtschaft)

Ölpreis steigt wieder über 100-Dollar-Marke

Nach Huthi-Angriff Ölpreis steigt wieder über 100-Dollar-Marke Die anhaltenden Angriffe in Nahost haben für einen Preisanstieg auf dem Ölmarkt gesorgt: Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um fast 6,5 Prozent auf 100,05 Dollar. Erstmals seit Ende Mai erreicht der Preis nun wieder die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke. Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen hatten zuvor nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker angegriffen. Das schürt die Sorge vor weiteren Lieferunterbrechungen in der Region. Neben dem Konflikt um die Straße von Hormus haben die Huthi eine neue Front eröffnet und nehmen nun auch Schiffe mit saudischem Öl in der Meerenge Bab el-Mandeb am Roten Meer ins Visier. Noch liegt der Ölpreis aber unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Der Beginn des Irankriegs durch die USA und Israel im Februar hatte den Preis stark nach oben getrieben. Sollte die Straße von Hormus nun länger blockiert bleiben, könnte der Preis für Brent im vierten Quartal jedoch wieder die Marke von 120 Dollar pro Barrel überschreiten, fürchten die Analysten von Goldman Sachs laut der Nachrichtenagentur Reuters. Tanker an der Küste von Südkorea Foto: Bloomberg / Getty ImagesSeit Tagen werden wieder Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen. Dem SPIEGEL vorliegende Daten zeigen: Nur noch wenige Tanker wagen sich durch die Meerenge. Und jetzt ist auch noch eine andere Route bedroht. Warum die Straße von Hormus praktisch wieder dicht ist und der Welt eine neue Ölkrise droht, lesen Sie hier .

Artikel lesen
23. Juli
Handelsblatt

Iran-Krieg: Preis für Brent-Rohöl steigt über 100 Dollar

Iran-Krieg: Preis für Brent-Rohöl steigt über 100 Dollar Frankfurt/Main. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent ist am Donnerstag auf 100 Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Damit setzt sich der Preisanstieg angesichts der anhaltenden Angriffe im Iran-Krieg fort. Ein Barrel der Nordseesorte Brent legte bis auf 100,36 US-Dollar je Barrel zu. Damit erreichte er den höchsten Stand seit zwei Monaten. Das waren 6,6 Prozent mehr als am Vortag. Getrieben wird der Preis, der bis Anfang Juli noch auf rund 70 Dollar gefallen war, von der erneuten Eskalation im US-iranischen Krieg. Vom Iran unterstützte Huthi-Milizen erklärten zudem, sie hätten zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer angegriffen; dies verschärft den Nahostkonflikt weiter und droht zu schwerwiegenderen Versorgungsunterbrechungen zu führen. Neue Angriffswelle In der Nacht führte das US-Militär eine erneute Angriffswelle gegen Ziele im Iran durch. Die fünfstündige Angriffswelle sei um 22.30 US-Ostküstenzeit (6.00 Uhr Ortszeit im Iran) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit. Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen. Ölpreis noch gutes Stück unter dem Jahreshoch Wegen des Streits um die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wie Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe - etwa über die Verlegung weiterer Kampfflugzeuge in die Region. Noch liegt der Ölpreis aber ein gutes Stück unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Beginn des Iran-Krieges durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben.

Artikel lesen
23. Juli
Handelsblatt

Iran-Krieg: Angst vor dramatischer Energiekrise: Wie viel Öl hat die Welt noch in Reserve?

Wie viel Öl hat die Welt noch in Reserve? Berlin. Erneut schlagen US-Bomben im Iran ein, erneut attackiert die islamistische Theokratie US-Basen am Golf mit Raketen. Auch die Straße von Hormus ist wieder für den Ölhandel gesperrt, und die Huthi-Rebellen drohen, Saudi-Arabiens alternative Exportroute im Roten Meer zu stören. Zugleich versuchen die Industrieländer, die Märkte mit Verkäufen aus ihren strategischen Reserven zu stabilisieren. Doch angesichts des Konflikts stellt sich zunehmend die Frage: Wie lange können die Industrieländer die Blockade von Hormus durchhalten? Und wie lange reichen die Ölreserven? Die Lagerstände der Staaten schrumpfen täglich; in den USA etwa sind sie so niedrig wie seit vier Jahrzehnten nicht mehr. Anlegern, die in ölabhängigen Industrien investiert sind, könnten im Fall einer Unterversorgung deutliche Verluste drohen. Bisher besitzen die USA die größte staatliche Ölreserve weltweit. Die dafür vorgesehene Infrastruktur kann 714 Millionen Barrel fassen. Da die USA selbst 20 Millionen Barrel pro Tag verbrauchen, könnte die Reserve den Bedarf theoretisch etwa einen Monat decken. Allerdings ist die Infrastruktur nicht auf solche Abflüsse ausgelegt und könnte wohl nur rund 20 Prozent des täglichen US-Bedarfs an die Wirtschaft abgeben. Und vor allem: Die Lager sind keineswegs gut gefüllt. Bereits unter Ex-Präsident Joe Biden hatten die USA wegen des Ukrainekriegs große Bestände veräußert; nach kurzer Erholung ab Ende 2023 beschleunigte der Irankrieg den Abverkauf erneut. Mittlerweile liegen die Ölreserven deutlich unter dem Tiefstand von 2023 und damit so niedrig wie seit 1983 nicht mehr. Der aktuelle Füllstand beträgt 44 Prozent der einstigen Reserve. In den vergangenen zwei Monaten verkaufte die US-Reserve zwischen acht und zehn Millionen Barrel pro Woche. Damit sanken die Bestände so schnell wie noch nie in der US-Historie. Hinzu kommt, dass die USA ihre Vorräte nicht komplett verkaufen können. Restbestände müssen in den Tanks verbleiben, um deren Stabilität sicherzustellen. Auch gilt das bodennahe, abgesunkene Öl – im Fachjargon „Tank Bottoms“ genannt – wegen der Ablagerungen als qualitativ minderwertig. Pekings kommerzielle Reserve übersteigt alle anderen Wie viel die USA noch aus ihren Beständen verkaufen können, sei kaum zu bestimmen, sagt Giovanni Staunovo, Rohstoffanalyst bei der UBS Allerdings sind die USA nicht die einzige Macht mit Ölreserven. Auch China und Japan verfügen über große Lagerbestände. Aus Peking sind jedoch keine offiziellen Zahlen bekannt, das US-Energieministerium bezifferte Chinas staatliche Reserven vor Beginn des Irankrieges aber auf knapp 360 Millionen Barrel. Auf Platz vier kommen die europäischen OECD-Staaten als gemeinsamer Wirtschaftsraum, dann Saudi-Arabien und Südkorea. Staatliche Reserven bilden aber lediglich einen Teil der Realität ab. Daneben gibt es Vorräte in der Privatwirtschaft, die die staatlichen Lager zumindest in China weit übersteigen. Laut US-Energieministerium hat China im vergangenen Jahr seine Lager massiv aufgestockt und hält in staatlichen und kommerziellen Reserven zusammen so viel Öl vorrätig wie kein anderes Land der Welt. Den Grund sieht Analyst Staunovo in Chinas Erfahrungen mit Donald Trumps erster Amtszeit und dem Handelskonflikt zwischen beiden Ländern: „Das Eingreifen der USA in Venezuela, von dessen Ölexporten China einer der größten Abnehmer war, hat das Ganze nochmals beschleunigt.“ China habe deshalb Vorräte angelegt, um sich auf Probleme vorzubereiten. Seit Ausbruch des Irankriegs hat das Land seine Importe nun drastisch reduziert und den Markt auf der Nachfrageseite entlastet. Statt zwölf Millionen Barrel importiert das Land nur noch sieben Millionen pro Tag. Teils lebe man vermutlich von der Reserve, so Staunovo, teils habe sich der Verbrauch durch eine geringere Nachfrage aus der petrochemischen Industrie reduziert. Allzu lange werde sich das aber nicht fortsetzen lassen. Deutschlands freigegebene Menge ist bereits aufgebraucht Deutschland wiederum hatte zusammen mit anderen Industriestaaten im März angekündigt, 20 Prozent seiner Reserve an den Markt zu bringen. Diese freigegebene Menge war jedoch bereits im Juni Auch andere Staaten haben solche Steuererleichterungen eingeführt. Weltweit senkte rund ein Drittel der Staaten Steuern oder beschloss Energiesparmaßnahmen, ein Sechstel setzte auf Subventionen oder Preisdeckel. Zudem stützten 16 Prozent der Staaten ihre Wirtschaft mit Subventionen, zwölf Prozent beschlossen Preisobergrenzen für Benzin, Diesel oder Kerosin. Ob diese Maßnahmen die Situation verbessert haben, „werden wir vermutlich erst in einigen Jahren sehen“, sagt Analyst Staunovo. Insbesondere in Schwellenländern sei die Qualität der Ölnachfragedaten nicht immer genau. Noch drosselt der Preis die Nachfrage nicht Wie lange die Welt noch von den Reserven leben könne, wenn die Straße von Hormus weiter geschlossen bleibe, sei schwer zu sagen, räumt Staunovo ein. „Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es bis Ende des Jahres so weitergeht, ohne dass der Preis deutlich ansteigt.“ Es gebe keine harte Grenze, an der die Reserven ausgingen. Stattdessen werde ein steigender Preis die Nachfrage drosseln, bevor es zum physischen Engpass komme. Verwandte Themen „Beim aktuellen Preis haben wir aber noch keine Veränderung der Nachfragesituation“, unterstreicht der Analyst. „Er müsste deutlich höher notieren, um eine Anpassung in der Industrie zu erzwingen.“ Sollte der Preis jedoch steigen, könnten vor allem Unternehmen der Petrochemie leiden, die auf Rohöl als Grundstoff angewiesen sind. Auch kraftstoffintensive Branchen wie die Landwirtschaft und die Logistik dürften mit den Kosten zu kämpfen haben. Anleger, die in südost- und ostasiatischen Ländern investiert sind, sollten zudem deren hohe Abhängigkeit von Ölimporten aus der Golfregion im Blick behalten. Während Europa sein Öl größtenteils aus anderen Gebieten der Welt bezieht – nur sieben Prozent

Artikel lesen
23. Juli
Wirtschaftswoche

Iran-Krieg: Preis für Brent-Rohöl steigt über 100 Dollar

Iran-Krieg: Preis für Brent-Rohöl steigt über 100 Dollar Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent ist am Donnerstag auf 100 Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Damit setzt sich der Preisanstieg angesichts der anhaltenden Angriffe im Iran-Krieg fort. Getrieben wird der Preis, der bis Anfang Juli noch auf rund 70 Dollar gefallen war, von der erneuten Eskalation im US-iranischen Krieg. Vom Iran unterstützte Huthi-Milizen erklärten zudem, sie hätten zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer angegriffen; dies verschärft den Nahostkonflikt weiter und droht zu schwerwiegenderen Versorgungsunterbrechungen zu führen. Neue Angriffswelle In der Nacht führte das US-Militär eine erneute Angriffswelle gegen Ziele im Iran durch. Die fünfstündige Angriffswelle sei um 22.30 US-Ostküstenzeit (6.00 Uhr Ortszeit im Iran) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit. Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen. Ölpreis noch gutes Stück unter dem Jahreshoch Wegen des Streits um die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wie Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe – etwa über die Verlegung weiterer Kampfflugzeuge in die Region. Noch liegt der Ölpreis aber ein gutes Stück unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Beginn des Iran-Krieges durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben. Lesen Sie auch: Ölmarkt auf dem Weg in eine neue Schockstarre

Artikel lesen
23. Juli
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Krieg in Nahost: Preis für Brent-Rohöl steigt wieder auf 100 Dollar

Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates US-Militär beendet nächste Angriffswelle gegen Iran Bericht: USA entsenden Spezialeinheiten, Bomber in Bereitschaft Behörde: Schiff im Roten Meer beschossen Teheran antwortet auf Trumps Drohungen USA: Krieg gegen Iran kostet bisher 37,5 Milliarden Dollar Preis für Brent-Rohöl steigt wieder auf 100 Dollar Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent ist auf 100 Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Das entspricht einem Preisanstieg von 6,5 Prozent. Damit erreicht der Preis erstmals seit Ende Mai die 100-Dollar-Marke. US-Leichtöl WTI legt um rund 5,5 Prozent auf 91,49 Dollar pro Barrel zu. Grund für den Preisanstieg sind die anhaltenden Angriffe im Iran-Krieg. Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen in Jemen hatten zuvor nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker angegriffen. Das schürte die Sorge vor einer Ausweitung der Lieferunterbrechungen im Nahen Osten. Neben dem Konflikt um die Straße von Hormus haben die Huthi eine neue Front eröffnet und nehmen nun auch Schiffe mit saudischem Öl in der Meerenge Bab el-Mandeb am Roten Meer ins Visier. Sollte auch die Straße von Hormus länger blockiert bleiben, könnte der Preis für Brent im vierten Quartal die Marke von 120 Dollar pro Barrel überschreiten, schreiben die Analysten von Goldman Sachs. Mehr zu den Angriffen der Huthi auf einen Öltanker im Roten Meer lesen sie hier: Grund für den Preisanstieg sind die anhaltenden Angriffe im Iran-Krieg. Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen in Jemen hatten zuvor nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker angegriffen. Das schürte die Sorge vor einer Ausweitung der Lieferunterbrechungen im Nahen Osten. Neben dem Konflikt um die Straße von Hormus haben die Huthi eine neue Front eröffnet und nehmen nun auch Schiffe mit saudischem Öl in der Meerenge Bab el-Mandeb am Roten Meer ins Visier. Sollte auch die Straße von Hormus länger blockiert bleiben, könnte der Preis für Brent im vierten Quartal die Marke von 120 Dollar pro Barrel überschreiten, schreiben die Analysten von Goldman Sachs. Mehr zu den Angriffen der Huthi auf einen Öltanker im Roten Meer lesen sie hier: Lilly Zerbst Kuwait meldet Drohnenangriff auf Grenzübergang zum Irak – Angriffe auch in Jordanien Ein Grenzübergang zwischen Kuwait und dem Irak ist nach Angaben des kuwaitischen Verteidigungsministeriums von Drohnen angegriffen worden. Bei dem Angriff auf den Grenzübergang Al-Abdali seien Sachschäden entstanden, Verletzte habe es nicht gegeben, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Seit der jüngsten Eskalation zwischen den USA und Iran stand Kuwait erneut mehrfach unter Beschuss. In dem Golfstaat sind wie in anderen Ländern der Region US-Truppen stationiert, die wiederholt zum Ziel iranischer Vergeltungsangriffe geworden sind.  Zuvor hatte Iran gemeldet, US-Camps in Kuwait angegriffen zu haben. Es seien die Stützpunkte Al-Adiri, Doha und Arifjan sowie die Luftwaffenbasis Ali Al-Salem ins Visier genommen worden. Auch Jordanien steht nach eigenen Angaben weiterhin unter iranischem Beschuss. Dort seien US-Raketensysteme sowie Waffen- und Treibstofflager die Ziele gewesen. Die jordanische Luftwaffe habe innerhalb von 24 Stunden wiederholt iranische Raketen und Drohnen abgefangen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf die jordanischen Streitkräfte. Drei Raketen seien abgeschossen worden, eine vierte sei in einem abgelegenen, unbewohntem Gebiet niedergegangen. Zuvor hatte Iran gemeldet, US-Camps in Kuwait angegriffen zu haben. Es seien die Stützpunkte Al-Adiri, Doha und Arifjan sowie die Luftwaffenbasis Ali Al-Salem ins Visier genommen worden. Auch Jordanien steht nach eigenen Angaben weiterhin unter iranischem Beschuss. Dort seien US-Raketensysteme sowie Waffen- und Treibstofflager die Ziele gewesen. Die jordanische Luftwaffe habe innerhalb von 24 Stunden wiederholt iranische Raketen und Drohnen abgefangen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf die jordanischen Streitkräfte. Drei Raketen seien abgeschossen worden, eine vierte sei in einem abgelegenen, unbewohntem Gebiet niedergegangen. Rubio: Iran bricht immer wieder Vereinbarungen US-Außenminister Marco Rubio hat Iran vorgeworfen, Vereinbarungen mit den Vereinigten Staaten systematisch zu brechen. Die USA hätten sich an ihre Zusagen gehalten, während die Führung in Teheran Abkommen immer wieder verletze, sagt Rubio am Rande der Konferenz der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in der philippinischen Hauptstadt Manila.  „Diese Leute schließen Vereinbarungen und brechen sie fast umgehend wieder oder beschließen, die Vereinbarung zu ändern“, erklärte er. So funktioniere das nicht. Iran zahle nun den Preis dafür. Möglicherweise ändere die Führung in Teheran in den kommenden Tagen ihre Meinung, während das Land weiterhin große Verluste erleide, fügt Rubio hinzu. „Diese Leute schließen Vereinbarungen und brechen sie fast umgehend wieder oder beschließen, die Vereinbarung zu ändern“, erklärte er. So funktioniere das nicht. Iran zahle nun den Preis dafür. Möglicherweise ändere die Führung in Teheran in den kommenden Tagen ihre Meinung, während das Land weiterhin große Verluste erleide, fügt Rubio hinzu. Luzia Geier US-Militär beendet nächste Angriffswelle gegen Iran Die fünfstündige Angriffswelle des US-Militärs gegen Iran ist nach eigenen Angaben um 22.30 US-Ostküstenzeit (6.00 Uhr Ortszeit in Iran) beendet worden. Das teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit.  Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr Irans. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen. Luzia Geier Bericht: USA entsenden Spezialeinheiten, Bomber in Bereitschaft Wegen des Streits um die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wie Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe – etwa über die Verlegung weiterer Kampfflugzeuge in die Region. Das Wall Street Journal berichtet nun über weitere Anzeichen dafür. So seien in der vergangenen Woche laut Flugverfolgungsdaten und Aussagen von US-Beamten Spezialeinheiten in die Region entsandt worden. Zudem befänden sich Bomber auf Stützpunkten in den USA und Großbritannien in höchster Einsatzbereitschaft, zitiert die Zeitung einen der Beamten. Außerdem seien in den vergangenen Tagen mehr als 150 Sanitäter im Landstuhl Regional Medical Center in Rheinland-Pfalz eingetroffen, der wichtigsten Anlaufstelle für die Behandlung von im Nahen Osten verletzten US-Soldaten. Nach Einschätzung des Wall Street Journal könnte die Truppenverstärkung auch darauf abzielen, US-Präsident Donald Trump mehr Handlungsspielraum zu geben, um gegen die von Iran unterstützte Huthi-Miliz in Jemen vorzugehen. Die Islamisten hatten am Montag eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt. Luzia Geier US-Angriffe auf Iran und Huthi-Attacken lassen Ölpreis steigen Angesichts der Eskalation der Konflikte im Nahen Osten ist der Ölpreis auf den höchsten Stand seit mehr als sechs Wochen gestiegen. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um zwei Prozent auf 96 Dollar. Als Gründe nannten Händler die fortgesetzten US-Angriffe auf Iran sowie Attacken der Huthi-Rebellen auf Öltanker im Roten Meer. Die Angriffe schüren Sorgen vor einer Beeinträchtigung der wichtigen Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus und das Rote Meer, was die weltweite Energieversorgung gefährden könnte. Luzia Geier USA starten neue Angriffe gegen Iran Das US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe gegen militärische Ziele in Iran gestartet. Diese hätten um 17.30 US-Ostküstenzeit (1.00 Uhr Ortszeit in Iran) begonnen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Ziel sei es, die Fähigkeiten Irans weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute zu bedrohen. Es ist die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen. Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump bei einer Veranstaltung in Marietta im US-Bundesstaat Georgia betont, dass Iran aus seiner Sicht noch nicht bereit für einen Deal sei. Immer wenn Teheran einen Kompromiss schließe, wollten sie ihn danach wieder ändern, kritisierte Trump. „Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein“, betonte er – was sich als indirekte Drohung interpretieren ließ. Bereits am Mittwochmorgen (US-Ostküstenzeit) hatte Trump Iran sehr deutlich gedroht: Die Vereinigten Staaten würden künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk in Iran „bombardieren und zerstören“, wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschießt, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Luzia Geier Behörde: Schiff im Roten Meer beschossen Im Roten Meer hat die Besatzung eines Tankers Beschuss gemeldet. Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, das ein Feuer ausgelöst habe. Das teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. Die Besatzung bekämpfe das Feuer, es seien keine Verletzten gemeldet worden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 70 Seemeilen (knapp 130 Kilometer) südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien. Die Herkunft des Schiffes war unklar. Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz in Jemen teilte etwa zur gleichen Zeit mit, sie habe zwei saudi-arabische Öltanker angegriffen, die die von ihr ausgerufene „Blockade“ im Roten Meer verletzt hätten. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba. Es seien Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden. Auf beiden Schiffen brachen demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden. Ob die beiden Mitteilungen sich auf den gleichen Vorfall beziehen, war nicht klar. Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland Jemens, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein „Verbot der Schifffahrt“, sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari. Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland Jemens, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein „Verbot der Schifffahrt“, sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari. Teheran antwortet auf Trumps Drohungen Iran droht seinerseits mit Vergeltung, sollten die USA Infrastruktur wie Brücken oder Kraftwerke angreifen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf Militärkreise.  Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump seine Drohungen wiederholt: „Jedes Mal, wenn die Islamische Republik Iran in der Straße von Hormus auf ein Schiff schießt – sei es mit einer Lenkrakete, einer Rakete, einer Drohne oder einem anderen Gerät oder einer anderen Waffe – werden die Vereinigten Staaten EINE BRÜCKE ODER EIN KRAFTWERK bombardieren und zerstören, einschließlich solcher, die sich in der Nähe oder innerhalb der Hauptstadt Teheran befinden“, schreibt Trump in einem Beitrag auf Truth Social. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump seine Drohungen wiederholt: „Jedes Mal, wenn die Islamische Republik Iran in der Straße von Hormus auf ein Schiff schießt – sei es mit einer Lenkrakete, einer Rakete, einer Drohne oder einem anderen Gerät oder einer anderen Waffe – werden die Vereinigten Staaten EINE BRÜCKE ODER EIN KRAFTWERK bombardieren und zerstören, einschließlich solcher, die sich in der Nähe oder innerhalb der Hauptstadt Teheran befinden“, schreibt Trump in einem Beitrag auf Truth Social. Iranischer Chefunterhändler droht mit Blockade von Ölexporten Der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Kalibaf warnt davor, dass niemand in der Region Öl verkaufen könne, wenn dies Iran verwehrt bleibe. Wenn die Sicherheit Teherans nicht gewährleistet sei, sei keine Infrastruktur sicher, erklärt er auf der Kurznachrichtenplattform X. „Die Logik dieses Krieges ist klar: entweder alle oder keiner“, schreibt Kalibaf weiter. Die Sicherheit der Straße von Hormus hänge vom Fernbleiben der US-Streitkräfte ab. Weitere Schiffe ändern Kurs nach Huthi-Drohung Nach einer Warnung der jemenitischen Huthi-Miliz vor dem Anlaufen saudi-arabischer Häfen haben weitere Tanker im Roten Meer ihren Kurs geändert. Zwei Schiffe steuern nun den Suezkanal an, während zwei weitere offene Gewässer als Ziel angeben, wie aus Schiffsortungsdaten von LSEG und Marine Traffic hervorgeht. Ein fünftes Schiff, ein Fahrzeugtransporter, scheint zudem im Golf von Aden abgedreht zu haben, nachdem es zuvor den saudischen Hafen Dschidda als nächstes Ziel gemeldet hatte. Am Dienstag hatten bereits drei mit saudi-arabischem Rohöl beladene Tanker auf dem Weg nach China und Indien abgedreht und fortan den Suezkanal angesteuert, um die jemenitische Küste zu meiden.  Ein Flüssiggas-Tanker in den Gewässern nördlich des Bab al-Mandab. Mehrere Schiffe haben zuletzt vor der Meerenge beigedreht und ihren Kurs geändert. Abdulnasser Alseddik/AP/dpa Pakistan droht Jemen mit Militäreinsatz Inmitten des neu aufflammenden Konflikts zwischen der von Iran unterstützten Huthi-Miliz in Jemen mit dem Königreich Saudi-Arabien droht Pakistan mit einem Militäreinsatz. Man behalte sich auch den Einsatz von Gewalt vor, um eigene Interessen zu schützen, hieß es in einer Stellungnahme des pakistanischen Außenministeriums. Die Atommacht Pakistan unterhält mit Saudi-Arabien ein weitreichendes Militärbündnis.  Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt - rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Der pakistanischen Stellungnahme nach verurteilt das südasiatische Land die Drohungen der Huthi gegenüber Saudi-Arabien. Eigene pakistanische Interessen könnte im Sinne des Bündnisses zwischen Pakistan und Saudi-Arabien auch bei einem Angriff auf das Königreich als verletzt gelten. Ein militärischer Eintritt Pakistans in den Konflikt würde Pakistan im Jemen-Krieg zu einem Kontrahenten Teherans machen. Die Regierung in Islamabad tritt bislang als Vermittler im Konflikt zwischen Iran und den USA auf. Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt - rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Der pakistanischen Stellungnahme nach verurteilt das südasiatische Land die Drohungen der Huthi gegenüber Saudi-Arabien. Eigene pakistanische Interessen könnte im Sinne des Bündnisses zwischen Pakistan und Saudi-Arabien auch bei einem Angriff auf das Königreich als verletzt gelten. Ein militärischer Eintritt Pakistans in den Konflikt würde Pakistan im Jemen-Krieg zu einem Kontrahenten Teherans machen. Die Regierung in Islamabad tritt bislang als Vermittler im Konflikt zwischen Iran und den USA auf. Luzia Geier US-Militär beendet weitere Angriffswelle gegen Iran Nach gut einer Stunde hat Centcom auf der Plattform X bekannt gegeben, dass die Angriffswelle gegen Iran beendet sei. Zu den Zielen der gut einstündigen Angriffswelle gehörten demnach militärische Kommandozentren, die iranische Marine und Standorte der Luftwaffe. Es war die inzwischen elfte Nacht in Folge, in der das US-Militär Ziele in Iran bombardiert hat. Rauch steigt nach einem Angriff des US-Militärs hinter einem Wasserturm nahe Behbahan, Iran, auf. . SOCIAL MEDIA via REUTERS Luzia Geier Explosionen in Teheran - Flugabwehr im Einsatz Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist wieder die Flugabwehr in der Hauptstadt Teheran aktiviert worden. Im Nordosten der Millionenmetropole waren in der Nacht dumpfe Detonationen zu hören, wie ein dpa-Reporter berichtete. Auch iranische Staatsmedien berichteten über Flugabwehrfeuer in verschiedenen Bezirken der Stadt, in der rund 15 Millionen Menschen leben. Kurz darauf herrschte zunächst wieder Ruhe. Die nächtlichen Geschehnisse in Teheran könnten darauf hindeuten, dass die Eskalation des Konflikts in eine neue Phase tritt. Die bislang letzten Angriffe auf die Metropole hatte es Anfang Juni gegeben, also vor mehr als einem Monat. Damals hatte die israelische Luftwaffe als Reaktion auf iranische Raketenangriffe Ziele in der Stadt attackiert. Luzia Geier US-Militär meldet neue Angriffswelle gegen Iran Das US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf militärische Ziele in Iran gestartet. Damit sollten die Möglichkeiten des Landes geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus angreifen zu können, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Es ist die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angreifen. Die genauen Ziele der neuen Angriffe gab Centcom nicht bekannt. US-Präsident Donald Trump hatte Iran Stunden zuvor mit weiteren Angriffen gedroht und dabei konkret ein Areal rund um eine Anlage genannt, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. Bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus sagte Trump:  „Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht.“Donald Trump, US-Präsident Bereits zuvor hatte der Republikaner eine Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt. Trump betonte zudem, dass das US-Militär jede Anlage ins Visier nehmen werde, die die Führung in Teheran für atomare Zwecke nutzen wolle.

Artikel lesen
23. Juli
Wirtschaftswoche

Ölpreis aktuell: Iran-Krieg treibt Ölpreis auf höchsten Stand seit Juni

Ölpreis aktuell: Iran-Krieg treibt Ölpreis auf höchsten Stand seit Juni 23. Juli 2026 – Ölpreise legen weiter zu Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent Noch Anfang Juli war der Brent-Preis zeitweise bis auf rund 70 Dollar gefallen. Seitdem dominiert erneut die Eskalation des Iran-Kriegs die Preisbildung an den Ölmärkten. Für zusätzlichen Druck sorgt ein Angriff im Roten Meer: Von Teheran unterstützte Huthi-Milizen erklärten, sie hätten zwei saudi-arabische Tankschiffe attackiert. Das verschärft den ohnehin angespannten Nahostkonflikt und schürt die Furcht vor gravierenden Störungen der Ölversorgung. Parallel weiteten die USA ihre Militärschläge gegen den Iran aus. In der Nacht flog das US-Militär nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle gegen Ziele im Land. Die Operation habe rund fünf Stunden gedauert und sei um 22:30 Uhr US-Ostküstenzeit (6:00 Uhr Ortszeit im Iran) beendet worden, teilte das Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Im Visier standen demnach Raketen- und Drohnenlager, Küstenüberwachungsanlagen sowie Teile der Flugabwehr. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern. Es war bereits die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA Ziele in der Islamischen Republik bombardierten. Der Konflikt um die strategisch zentrale Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Flüssiggas-Handels läuft, hat den Iran-Krieg seit Anfang des Monats erneut eskalieren lassen. US-Medien berichten seit Tagen über Hinweise auf eine mögliche Ausweitung der Luftschläge – darunter die Verlegung zusätzlicher Kampfflugzeuge in die Region. Trotz des jüngsten Preissprungs liegt Brent noch klar unter dem bisherigen Jahreshoch von rund 126 Dollar je Barrel, das Ende April markiert wurde. Damals hatte der Beginn des Iran-Kriegs durch die USA und Israel den Ölpreis in kurzer Zeit deutlich nach oben getrieben. 22. Juli 2026 – US-Angriffe auf Iran treiben die Ölpreise Die Ölpreise haben ihre anfänglichen Gewinne am Mittwoch deutlich ausgebaut. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September stieg zeitweise auf 95,57 US‑Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Mitte Juni. Zuletzt wurden 93,94 Dollar je Fass bezahlt – ein Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vortag, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Der Aufwärtstrend der vergangenen Tage setzt sich damit nahtlos fort. Gestützt werden die Notierungen erneut durch die anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten sowie bereits zuvor gestiegene Rohölpreise. Das US-Militär griff nach eigenen Angaben erneut militärische Ziele im Iran an. Ziel der Einsätze sei es, die Fähigkeiten Teherans zu schwächen, Handelsschiffe in der für den globalen Ölhandel zentralen Straße von Hormus anzugreifen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit. Es ist bereits die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik attackieren. Zusätzlich meldete Jordanien den Beschuss mit sechs weiteren Raketen aus dem Iran. Noch in der zweiten Juni-Hälfte und zu Beginn des Juli war der Ölpreis Schritt für Schritt bis auf rund 70 Dollar gefallen – getragen von der Hoffnung auf eine anhaltende Waffenruhe im Nahen Osten. Diese Erwartung hat sich jedoch nicht erfüllt, seither ziehen die Ölpreise wieder deutlich an. Gleichwohl liegt der Brent-Preis weiterhin klar unter dem Jahreshoch von etwa 126 Dollar, das Ende April markiert wurde. Auslöser des kräftigen Preissprungs im Frühjahr war der von den USA und Israel Ende Februar begonnene Iran-Krieg. 21. Juli 2026 – Ölpreise büßen Gewinne ein Die Ölpreise haben am Dienstag ihren Aufwärtstrend vorerst beendet. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September fiel um mehr als ein Prozent auf 87,21 US-Dollar. Zu Wochenbeginn war die Notierung im Zuge der jüngsten Eskalation im Nahost-Konflikt noch bis auf 91,42 Dollar gestiegen. Derweil hat das US-Militär in der inzwischen zehnten Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Aus mehreren Regionen des Landes werden erneut Explosionen gemeldet. Dennoch setzten sich die Aufschläge am Ölmarkt in der Nacht zum Dienstag nicht fort. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern wirken die parallel laufenden militärischen Aktionen und diplomatischen Initiativen inzwischen preisdämpfend. Laut Medienberichten bemühen sich Vermittler hinter den Kulissen um eine neue Feuerpause. Katar, Ägypten, Pakistan und weitere regionale Akteure sollen den Konfliktparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet haben, wie das US-Portal „Axios“ aus informierten Kreisen erfuhr. Auch das „Wall Street Journal“ berichtet über einen entsprechenden Vorstoß. Für die Ölpreise ist entscheidend, ob es gelingt, den Konflikt zu begrenzen und damit das Risiko von Angebotsausfällen einzuhegen. 20. Juli 2026 – Ölpreise büßen Gewinne ein Die Ölpreise haben am Montag ihre Gewinne aus der Nacht weitgehend wieder eingebüßt. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im September war in der Nacht zeitweise bis auf 91,42 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Am Vormittag wurde sie dagegen nur noch bei rund 87 Dollar gehandelt und lag damit unter dem Schlussniveau vom Freitag. Auslöser für die Gegenbewegung waren Signale einer möglichen diplomatischen Entspannung im Konflikt um den Iran, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Teheran hat nach einer erneuten militärischen Eskalation nach eigenen Angaben Vorschläge für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Die Initiativen kommen demnach von den USA, wie Außenamtssprecher Ismail Baghai laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna bestätigte. Zugleich betonte er, der Iran werde sich weiter entschlossen verteidigen. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran war Anfang Juli im Streit um die Kontrolle der strategisch wichtigen Straße von Hormus erneut eskaliert. Experten warnen vor einer weiteren Zuspitzung der Lage im Nahen Osten. Die zunehmenden Angriffe „deuten allesamt darauf hin, dass sich der Konflikt sowohl in seinem Ausmaß als auch in seiner Dauer ausweiten könnte“, erklärte Saul Kavonic, Energieanalyst bei MST Marquee. Angriffe auf die Ölinfrastruktur in der Region könnten die Ölpreise seiner Einschätzung nach weiter nach oben treiben. 14. Juli 2026 – Iran-Krieg lässt Ölpreise auf Monatshoch steigen Die erneute Zuspitzung im Iran-Krieg treibt die Ölpreise weiter an. Nach dem kräftigen Sprung zu Wochenbeginn kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September am Dienstag erstmals seit rund einem Monat wieder mehr als 85 US-Dollar. Zuletzt legte die globale Referenzsorte um 2,6 Prozent auf 85,44 Dollar zu. Vom Zwischentief bei gut 70 Dollar Anfang Juli aus gerechnet entspricht das einem Anstieg von gut 20 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, verschärft vor allem die Lage rund um die Straße von Hormus die Risikoaufschläge: Während das US-Militär in dem eskalierenden Konflikt weiter Ziele im Iran bombardiert, hat der Iran nach diesen Angaben in der Meerenge zwei Tanker mit Marschflugkörpern attackiert. US-Präsident Donald Trump hatte für Montagabend und Dienstag weitere harte Angriffe auf den Iran sowie die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von dort abfahren. Trump stellte zudem in Aussicht, die USA würden künftig „aus Fairnessgründen“ Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen, um die Kosten für eine sichere Passage zu kompensieren. Gleichzeitig versuchte Teheran, den Markt zu beruhigen: Irans Ölminister Mohsen Paknejad erklärte, die Ölexporte liefen wie gewohnt weiter. Doch ob das in der Praxis trägt, entscheidet sich weniger an Statements als auf dem Wasser. Marktbeobachter Stephen Innes zog ein ernüchterndes Fazit: „Washington erklärt, die Meerenge sei weiterhin offen. Teheran erklärt, Schiffe müssten die von ihm kontrollierten Fahrrinnen passieren. Auf dem Papier können beide Seiten weiterhin ihre Standpunkte vertreten. Auf See zählt jedoch nur das Urteil der Reeder, Versicherer und Besatzungen, die aufgefordert sind, durch eine Zone zu fahren, in der eine aktive militärische Konfrontation herrscht.“ Genau darauf reagiere der Markt, so Innes: nicht auf diplomatische Formulierungen, sondern darauf, ob Schiffe tatsächlich bereit sind, die Meerenge zu passieren, ob Versicherer das Risiko übernehmen – und ob die geltenden Durchfahrtsregeln den nächsten Raketenangriff oder die nächste Drohung des Präsidenten überstehen. Solange das offen sei, bleibe ein dauerhaftes, grundlegendes Käuferinteresse an Rohöl bestehen. 8. Juli 2026 – Ölpreise steigen nach Trump-Aussagen zum Iran-Krieg Die Ölpreise haben am Mittwoch deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) Brent zur Lieferung im August stieg auf 78,50 US-Dollar – ein Plus von 5,85 Prozent. Der Markt preist damit neue Eskalationssignale im Iran-Krieg ein. Auslöser waren vor allem Aussagen von US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, erklärte Trump, er wolle keine Einigung mit dem Iran mehr. Der Waffenstillstand sei „was mich betrifft“ beendet, sagte er. „Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben“, fügte er hinzu. Unterhändler „können reden“, aber er glaube, „sie verschwenden ihre Zeit“. In der Folge weiteten die Ölpreise ihre Gewinne aus. In der Nacht auf Mittwoch bombardierten die USA nach den Attacken gegen Tanker Ziele im Iran. Zudem setzten die Vereinigten Staaten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Teheran wertete das Vorgehen Washingtons umgehend als „schwerwiegenden Verstoß“ gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges. Bereits am Dienstag hatten die Ölpreise wegen der Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus um drei Prozent zugelegt. Der Iran werde „entschlossene Maßnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen und seine Sicherheit zu wahren“, schrieb Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Dabei war der Brent-Preis Anfang Juli noch bis auf 70 Dollar je Barrel gefallen – der tiefste Stand seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar. Nach Ausbruch des Konflikts war der Ölpreis zunächst kräftig gestiegen; zeitweise kostete Brent etwas mehr als 126 Dollar. Seit diesem Zwischenhoch Ende April ging es schrittweise abwärts. Treiber war die Hoffnung auf eine Lösung im Iran-Krieg – eine Erwartung, die durch die jüngsten Entwicklungen nun wieder auf dem Prüfstand steht.

Artikel lesen
23. Juli
Handelsblatt

Iran-Krieg: Ölpreise ziehen an - Brent in Richtung 100 US-Dollar

Iran-Krieg: Ölpreise ziehen an - Brent in Richtung 100 US-Dollar London. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent bewegt sich in Richtung von 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter). In der Spitze stieg der Preis bis auf 98,42 US-Dollar. Am späten Vormittag lag der Preis der Referenzsorte etwas darunter bei 97,59 Dollar. Das waren 3,7 Prozent mehr als am Vortag. Getrieben wird der Preis, der bis Anfang Juli noch auf rund 70 Dollar gefallen war, von der Eskalation im US-iranischen Krieg. Vom Iran unterstützte Huthi-Milizen erklärten zudem, sie hätten zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer angegriffen; dies verschärft den Nahostkonflikt weiter und droht zu schwerwiegenderen Versorgungsunterbrechungen zu führen. Neue Angriffswelle In der Nacht führte das US-Militär eine erneute Angriffswelle gegen Ziele im Iran durch. Die fünfstündige Angriffswelle sei um 22.30 US-Ostküstenzeit (6.00 Uhr Ortszeit im Iran) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit. Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen. Ölpreis noch gutes Stück unter dem Jahreshoch Wegen des Streits um die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wie Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe - etwa über die Verlegung weiterer Kampfflugzeuge in die Region. Noch liegt der Ölpreis aber ein gutes Stück unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Beginn des Iran-Krieges durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben.

Artikel lesen
23. Juli
ZDF heute

Ölpreis steigt nach erneuter Eskalation im Iran-Krieg weiter

Höchster Stand seit Anfang Juni:Ölpreis steigt nach erneuter Eskalation im Iran-Krieg weiter Die erneute Eskalation im Krieg zwischen USA und Iran treibt auch den Ölpreis weiter in die Höhe. Er stieg auf den höchsten Stand seit Anfang Juni. Der Krieg zwischen den USA und Iran treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. Für die Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im September stieg er erstmals seit Anfang Juni über die Marke von 96 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Getrieben wird der Preis, der bis Anfang Juli noch auf rund 70 Dollar gefallen war, von der Eskalation im US-iranischen Krieg. Von Iran unterstützte Huthi-Milizen erklärten zudem, sie hätten zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer angegriffen; dies verschärft den Nahostkonflikt weiter und droht zu schwerwiegenderen Versorgungsunterbrechungen zu führen. Neue Angriffswelle auf Iran In der Nacht führte das US-Militär eine erneute Angriffswelle gegen Ziele in Iran durch. Die fünfstündige Angriffswelle sei um 22.30 Uhr US-Ostküstenzeit (6 Uhr Ortszeit Iran) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit. Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen. Ölpreis noch deutlich unter bisherigem Jahreshoch im April Wegen des Streits um die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wie Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe - etwa über die Verlegung weiterer Kampfflugzeuge in die Region. Schon vor dem Ende des Tankrabatts zogen die Spritpreise an. Der ADAC sieht keine Rechtfertigung. 30.06.2026 | 2:47 minNoch liegt der Ölpreis aber ein gutes Stück unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Beginn des Iran-Krieges durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  - GrafikenKosten von Kraftstoffen und Öl:Spritpreise: So viel kosten Benzin und Diesel aktuellvon Robert Meyer, Moritz Zajonzmit Video2:19 - Zweifel an Atomdeal wachsen:USA fordern energisch Hormus-Öffnung - Zweifel an Atomdealmit Video3:16 - Ölexporte gefährdet:Jemen: Huthi-Miliz droht mit Schiffsblockade im Roten Meermit Video2:31 - Iran-Krieg:Trotz Waffenruhe: Angriff auf Tanker in der Straße von Hormusmit Video1:35

Artikel lesen
23. Juli
Wirtschaftswoche

Iran-Krieg: Ölpreise legen weiter zu – höchster Stand seit Anfang Juni

Iran-Krieg: Ölpreise legen weiter zu – höchster Stand seit Anfang Juni Der Preis für die Referenzsorte Brent Getrieben wird der Preis, der bis Anfang Juli noch auf rund 70 Dollar gefallen war, von der Eskalation im US-iranischen Krieg. Vom Iran unterstützte Huthi-Milizen erklärten zudem, sie hätten zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer angegriffen; dies verschärft den Nahostkonflikt weiter und droht zu schwerwiegenderen Versorgungsunterbrechungen zu führen. Neue Angriffswelle In der Nacht führte das US-Militär eine erneute Angriffswelle gegen Ziele im Iran durch. Die fünfstündige Angriffswelle sei um 22.30 US-Ostküstenzeit (6.00 Uhr Ortszeit im Iran) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit.  Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen. Wegen des Streits um die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wie Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe – etwa über die Verlegung weiterer Kampfflugzeuge in die Region. Noch liegt der Ölpreis aber ein gutes Stück unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Beginn des Iran-Krieges durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben. Hoher Ölpreis befeuert Debatte um Spritpreisdeckel Der Ölpreis lässt auch die Preise an der Tankstelle steigen. Angesichts dessen fordert der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Armand Zorn, die Bürger zu entlasten. „Auch wenn die Ministerin da zurückhaltend ist, will ich deutlich sagen, dass für uns ein Spritpreisdeckel nach wie vor infrage kommt“, sagte Zorn bei RTL/ntv mit Blick auf Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Das Beispiel Luxemburg zeige, dass ein solcher Eingriff funktionieren könne. Die Preise dort seien wesentlich günstiger. „Da, wo der Markt nicht funktioniert, kann der Staat eingreifen“, sagte Zorn. Ökonomen halten Spritpreisdeckel für „keine gute Idee“ Ökonomen halten das nicht für sinnvoll. „Ein Spritpreisdeckel ist keine gute Idee“, sagte der Finanzexperte des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Friedrich Heinemann, der Nachrichtenagentur Reuters. Die aktuellen hohen Preise seien durch kriegsbedingte Knappheiten getrieben. Die höheren Preise sollen Anreize setzen, den Verbrauch einzuschränken. „Das ist sinnvoll“, betonte der Experte. Ein Spritpreisdeckel berge noch zwei andere Gefahren. „Wird er zu niedrig angesetzt, kann er zu einer weiteren Verknappung des Angebots beitragen, weil sich das Benzingeschäft nicht mehr für alle Beteiligten rechnet“, sagte Heinemann. „Die andere Gefahr ist, dass er sogar effektiv Preise erhöhen kann.“ Eine gesetzliche Höchstgrenze wirke für die Tankstellen möglicherweise wie eine Kartellabsprache: Jeder wisse dann, welcher Preis politisch akzeptiert werde. „Warum sollte man dann den Preis niedriger ansetzen?“, sagte der Wissenschaftler. Der gesetzliche Höchstpreis könne dann rasch zum planwirtschaftlichen Einheitspreis werden, welcher den Wettbewerb außer Kraft setze. „Das wäre zum Schaden der Autofahrer“, sagte ZEW-Ökonom Heinemann. Die Bundesregierung hatte für Mai und Juni einen Tankrabatt eingeführt, der das Tanken deutlich verbilligt hat. Inzwischen werden für einen Liter Benzin wieder deutlich mehr als zwei Euro verlangt. Lesen Sie auch: Ölmarkt auf dem Weg in eine neue Schockstarre

Artikel lesen
23. Juli
Wirtschaftswoche

Ölpreis aktuell: Iran-Krieg treibt Ölpreis auf höchsten Stand seit Juni

Ölpreis aktuell: Iran-Krieg treibt Ölpreis auf höchsten Stand seit Juni 23. Juli 2026 – Ölpreise legen weiter zu Der anhaltende Krieg zwischen den USA und dem Iran treibt den Ölpreis weiter nach oben. Am Donnerstag überschritt die Nordsee-Sorte Brent Noch Anfang Juli war der Brent-Preis zeitweise bis auf rund 70 Dollar gefallen. Seitdem dominiert erneut die Eskalation des Iran-Kriegs die Preisbildung an den Ölmärkten. Für zusätzlichen Druck sorgt ein Angriff im Roten Meer: Von Teheran unterstützte Huthi-Milizen erklärten, sie hätten zwei saudi-arabische Tankschiffe attackiert. Das verschärft den ohnehin angespannten Nahostkonflikt und schürt die Furcht vor gravierenden Störungen der Ölversorgung. Parallel weiteten die USA ihre Militärschläge gegen den Iran aus. In der Nacht flog das US-Militär nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle gegen Ziele im Land. Die Operation habe rund fünf Stunden gedauert und sei um 22:30 Uhr US-Ostküstenzeit (6:00 Uhr Ortszeit im Iran) beendet worden, teilte das Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Im Visier standen demnach Raketen- und Drohnenlager, Küstenüberwachungsanlagen sowie Teile der Flugabwehr. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern. Es war bereits die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA Ziele in der Islamischen Republik bombardierten. Der Konflikt um die strategisch zentrale Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Flüssiggas-Handels läuft, hat den Iran-Krieg seit Anfang des Monats erneut eskalieren lassen. US-Medien berichten seit Tagen über Hinweise auf eine mögliche Ausweitung der Luftschläge – darunter die Verlegung zusätzlicher Kampfflugzeuge in die Region. Trotz des jüngsten Preissprungs liegt Brent noch klar unter dem bisherigen Jahreshoch von rund 126 Dollar je Barrel, das Ende April markiert wurde. Damals hatte der Beginn des Iran-Kriegs durch die USA und Israel den Ölpreis in kurzer Zeit deutlich nach oben getrieben. 22. Juli 2026 – US-Angriffe auf Iran treiben die Ölpreise Die Ölpreise haben ihre anfänglichen Gewinne am Mittwoch deutlich ausgebaut. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September stieg zeitweise auf 95,57 US‑Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Mitte Juni. Zuletzt wurden 93,94 Dollar je Fass bezahlt – ein Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vortag, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Der Aufwärtstrend der vergangenen Tage setzt sich damit nahtlos fort. Gestützt werden die Notierungen erneut durch die anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten sowie bereits zuvor gestiegene Rohölpreise. Das US-Militär griff nach eigenen Angaben erneut militärische Ziele im Iran an. Ziel der Einsätze sei es, die Fähigkeiten Teherans zu schwächen, Handelsschiffe in der für den globalen Ölhandel zentralen Straße von Hormus anzugreifen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit. Es ist bereits die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik attackieren. Zusätzlich meldete Jordanien den Beschuss mit sechs weiteren Raketen aus dem Iran. Noch in der zweiten Juni-Hälfte und zu Beginn des Juli war der Ölpreis Schritt für Schritt bis auf rund 70 Dollar gefallen – getragen von der Hoffnung auf eine anhaltende Waffenruhe im Nahen Osten. Diese Erwartung hat sich jedoch nicht erfüllt, seither ziehen die Ölpreise wieder deutlich an. Gleichwohl liegt der Brent-Preis weiterhin klar unter dem Jahreshoch von etwa 126 Dollar, das Ende April markiert wurde. Auslöser des kräftigen Preissprungs im Frühjahr war der von den USA und Israel Ende Februar begonnene Iran-Krieg. 21. Juli 2026 – Ölpreise büßen Gewinne ein Die Ölpreise haben am Dienstag ihren Aufwärtstrend vorerst beendet. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September fiel um mehr als ein Prozent auf 87,21 US-Dollar. Zu Wochenbeginn war die Notierung im Zuge der jüngsten Eskalation im Nahost-Konflikt noch bis auf 91,42 Dollar gestiegen. Derweil hat das US-Militär in der inzwischen zehnten Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Aus mehreren Regionen des Landes werden erneut Explosionen gemeldet. Dennoch setzten sich die Aufschläge am Ölmarkt in der Nacht zum Dienstag nicht fort. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern wirken die parallel laufenden militärischen Aktionen und diplomatischen Initiativen inzwischen preisdämpfend. Laut Medienberichten bemühen sich Vermittler hinter den Kulissen um eine neue Feuerpause. Katar, Ägypten, Pakistan und weitere regionale Akteure sollen den Konfliktparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet haben, wie das US-Portal „Axios“ aus informierten Kreisen erfuhr. Auch das „Wall Street Journal“ berichtet über einen entsprechenden Vorstoß. Für die Ölpreise ist entscheidend, ob es gelingt, den Konflikt zu begrenzen und damit das Risiko von Angebotsausfällen einzuhegen. 20. Juli 2026 – Ölpreise büßen Gewinne ein Die Ölpreise haben am Montag ihre Gewinne aus der Nacht weitgehend wieder eingebüßt. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im September war in der Nacht zeitweise bis auf 91,42 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Am Vormittag wurde sie dagegen nur noch bei rund 87 Dollar gehandelt und lag damit unter dem Schlussniveau vom Freitag. Auslöser für die Gegenbewegung waren Signale einer möglichen diplomatischen Entspannung im Konflikt um den Iran, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Teheran hat nach einer erneuten militärischen Eskalation nach eigenen Angaben Vorschläge für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Die Initiativen kommen demnach von den USA, wie Außenamtssprecher Ismail Baghai laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna bestätigte. Zugleich betonte er, der Iran werde sich weiter entschlossen verteidigen. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran war Anfang Juli im Streit um die Kontrolle der strategisch wichtigen Straße von Hormus erneut eskaliert. Experten warnen vor einer weiteren Zuspitzung der Lage im Nahen Osten. Die zunehmenden Angriffe „deuten allesamt darauf hin, dass sich der Konflikt sowohl in seinem Ausmaß als auch in seiner Dauer ausweiten könnte“, erklärte Saul Kavonic, Energieanalyst bei MST Marquee. Angriffe auf die Ölinfrastruktur in der Region könnten die Ölpreise seiner Einschätzung nach weiter nach oben treiben. 14. Juli 2026 – Iran-Krieg lässt Ölpreise auf Monatshoch steigen Die erneute Zuspitzung im Iran-Krieg treibt die Ölpreise weiter an. Nach dem kräftigen Sprung zu Wochenbeginn kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September am Dienstag erstmals seit rund einem Monat wieder mehr als 85 US-Dollar. Zuletzt legte die globale Referenzsorte um 2,6 Prozent auf 85,44 Dollar zu. Vom Zwischentief bei gut 70 Dollar Anfang Juli aus gerechnet entspricht das einem Anstieg von gut 20 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, verschärft vor allem die Lage rund um die Straße von Hormus die Risikoaufschläge: Während das US-Militär in dem eskalierenden Konflikt weiter Ziele im Iran bombardiert, hat der Iran nach diesen Angaben in der Meerenge zwei Tanker mit Marschflugkörpern attackiert. US-Präsident Donald Trump hatte für Montagabend und Dienstag weitere harte Angriffe auf den Iran sowie die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von dort abfahren. Trump stellte zudem in Aussicht, die USA würden künftig „aus Fairnessgründen“ Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen, um die Kosten für eine sichere Passage zu kompensieren. Gleichzeitig versuchte Teheran, den Markt zu beruhigen: Irans Ölminister Mohsen Paknejad erklärte, die Ölexporte liefen wie gewohnt weiter. Doch ob das in der Praxis trägt, entscheidet sich weniger an Statements als auf dem Wasser. Marktbeobachter Stephen Innes zog ein ernüchterndes Fazit: „Washington erklärt, die Meerenge sei weiterhin offen. Teheran erklärt, Schiffe müssten die von ihm kontrollierten Fahrrinnen passieren. Auf dem Papier können beide Seiten weiterhin ihre Standpunkte vertreten. Auf See zählt jedoch nur das Urteil der Reeder, Versicherer und Besatzungen, die aufgefordert sind, durch eine Zone zu fahren, in der eine aktive militärische Konfrontation herrscht.“ Genau darauf reagiere der Markt, so Innes: nicht auf diplomatische Formulierungen, sondern darauf, ob Schiffe tatsächlich bereit sind, die Meerenge zu passieren, ob Versicherer das Risiko übernehmen – und ob die geltenden Durchfahrtsregeln den nächsten Raketenangriff oder die nächste Drohung des Präsidenten überstehen. Solange das offen sei, bleibe ein dauerhaftes, grundlegendes Käuferinteresse an Rohöl bestehen. 8. Juli 2026 – Ölpreise steigen nach Trump-Aussagen zum Iran-Krieg Die Ölpreise haben am Mittwoch deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) Brent zur Lieferung im August stieg auf 78,50 US-Dollar – ein Plus von 5,85 Prozent. Der Markt preist damit neue Eskalationssignale im Iran-Krieg ein. Auslöser waren vor allem Aussagen von US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, erklärte Trump, er wolle keine Einigung mit dem Iran mehr. Der Waffenstillstand sei „was mich betrifft“ beendet, sagte er. „Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben“, fügte er hinzu. Unterhändler „können reden“, aber er glaube, „sie verschwenden ihre Zeit“. In der Folge weiteten die Ölpreise ihre Gewinne aus. In der Nacht auf Mittwoch bombardierten die USA nach den Attacken gegen Tanker Ziele im Iran. Zudem setzten die Vereinigten Staaten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Teheran wertete das Vorgehen Washingtons umgehend als „schwerwiegenden Verstoß“ gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges. Bereits am Dienstag hatten die Ölpreise wegen der Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus um drei Prozent zugelegt. Der Iran werde „entschlossene Maßnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen und seine Sicherheit zu wahren“, schrieb Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Dabei war der Brent-Preis Anfang Juli noch bis auf 70 Dollar je Barrel gefallen – der tiefste Stand seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar. Nach Ausbruch des Konflikts war der Ölpreis zunächst kräftig gestiegen; zeitweise kostete Brent etwas mehr als 126 Dollar. Seit diesem Zwischenhoch Ende April ging es schrittweise abwärts. Treiber war die Hoffnung auf eine Lösung im Iran-Krieg – eine Erwartung, die durch die jüngsten Entwicklungen nun wieder auf dem Prüfstand steht. Lesen Sie auch: Huthis melden Angriff auf saudische Öltanker

Artikel lesen
22. Juli
Wirtschaftswoche

Ölpreis aktuell: US-Angriffe treiben Ölpreis auf höchsten Stand seit Juni

Ölpreis aktuell: US-Angriffe treiben Ölpreis auf höchsten Stand seit Juni 22. Juli 2026 – US-Angriffe auf Iran treiben die Ölpreise Die Ölpreise haben ihre anfänglichen Gewinne am Mittwoch deutlich ausgebaut. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Gestützt werden die Notierungen erneut durch die anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten sowie bereits zuvor gestiegene Rohölpreise. Das US-Militär griff nach eigenen Angaben erneut militärische Ziele im Iran an. Ziel der Einsätze sei es, die Fähigkeiten Teherans zu schwächen, Handelsschiffe in der für den globalen Ölhandel zentralen Straße von Hormus anzugreifen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit. Es ist bereits die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik attackieren. Zusätzlich meldete Jordanien den Beschuss mit sechs weiteren Raketen aus dem Iran. Noch in der zweiten Juni-Hälfte und zu Beginn des Juli war der Ölpreis Schritt für Schritt bis auf rund 70 Dollar gefallen – getragen von der Hoffnung auf eine anhaltende Waffenruhe im Nahen Osten. Diese Erwartung hat sich jedoch nicht erfüllt, seither ziehen die Ölpreise wieder deutlich an. Gleichwohl liegt der Brent-Preis weiterhin klar unter dem Jahreshoch von etwa 126 Dollar, das Ende April markiert wurde. Auslöser des kräftigen Preissprungs im Frühjahr war der von den USA und Israel Ende Februar begonnene Iran-Krieg. 21. Juli 2026 – Ölpreise büßen Gewinne ein Die Ölpreise haben am Dienstag ihren Aufwärtstrend vorerst beendet. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September fiel um mehr als ein Prozent auf 87,21 US-Dollar. Zu Wochenbeginn war die Notierung im Zuge der jüngsten Eskalation im Nahost-Konflikt noch bis auf 91,42 Dollar gestiegen. Derweil hat das US-Militär in der inzwischen zehnten Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Aus mehreren Regionen des Landes werden erneut Explosionen gemeldet. Dennoch setzten sich die Aufschläge am Ölmarkt in der Nacht zum Dienstag nicht fort. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern wirken die parallel laufenden militärischen Aktionen und diplomatischen Initiativen inzwischen preisdämpfend. Laut Medienberichten bemühen sich Vermittler hinter den Kulissen um eine neue Feuerpause. Katar, Ägypten, Pakistan und weitere regionale Akteure sollen den Konfliktparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet haben, wie das US-Portal „Axios“ aus informierten Kreisen erfuhr. Auch das „Wall Street Journal“ berichtet über einen entsprechenden Vorstoß. Für die Ölpreise ist entscheidend, ob es gelingt, den Konflikt zu begrenzen und damit das Risiko von Angebotsausfällen einzuhegen. 20. Juli 2026 – Ölpreise büßen Gewinne ein Die Ölpreise haben am Montag ihre Gewinne aus der Nacht weitgehend wieder eingebüßt. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im September war in der Nacht zeitweise bis auf 91,42 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Am Vormittag wurde sie dagegen nur noch bei rund 87 Dollar gehandelt und lag damit unter dem Schlussniveau vom Freitag. Auslöser für die Gegenbewegung waren Signale einer möglichen diplomatischen Entspannung im Konflikt um den Iran, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Teheran hat nach einer erneuten militärischen Eskalation nach eigenen Angaben Vorschläge für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Die Initiativen kommen demnach von den USA, wie Außenamtssprecher Ismail Baghai laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna bestätigte. Zugleich betonte er, der Iran werde sich weiter entschlossen verteidigen. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran war Anfang Juli im Streit um die Kontrolle der strategisch wichtigen Straße von Hormus erneut eskaliert. Experten warnen vor einer weiteren Zuspitzung der Lage im Nahen Osten. Die zunehmenden Angriffe „deuten allesamt darauf hin, dass sich der Konflikt sowohl in seinem Ausmaß als auch in seiner Dauer ausweiten könnte“, erklärte Saul Kavonic, Energieanalyst bei MST Marquee. Angriffe auf die Ölinfrastruktur in der Region könnten die Ölpreise seiner Einschätzung nach weiter nach oben treiben. 14. Juli 2026 – Iran-Krieg lässt Ölpreise auf Monatshoch steigen Die erneute Zuspitzung im Iran-Krieg treibt die Ölpreise weiter an. Nach dem kräftigen Sprung zu Wochenbeginn kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September am Dienstag erstmals seit rund einem Monat wieder mehr als 85 US-Dollar. Zuletzt legte die globale Referenzsorte um 2,6 Prozent auf 85,44 Dollar zu. Vom Zwischentief bei gut 70 Dollar Anfang Juli aus gerechnet entspricht das einem Anstieg von gut 20 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, verschärft vor allem die Lage rund um die Straße von Hormus die Risikoaufschläge: Während das US-Militär in dem eskalierenden Konflikt weiter Ziele im Iran bombardiert, hat der Iran nach diesen Angaben in der Meerenge zwei Tanker mit Marschflugkörpern attackiert. US-Präsident Donald Trump hatte für Montagabend und Dienstag weitere harte Angriffe auf den Iran sowie die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von dort abfahren. Trump stellte zudem in Aussicht, die USA würden künftig „aus Fairnessgründen“ Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen, um die Kosten für eine sichere Passage zu kompensieren. Gleichzeitig versuchte Teheran, den Markt zu beruhigen: Irans Ölminister Mohsen Paknejad erklärte, die Ölexporte liefen wie gewohnt weiter. Doch ob das in der Praxis trägt, entscheidet sich weniger an Statements als auf dem Wasser. Marktbeobachter Stephen Innes zog ein ernüchterndes Fazit: „Washington erklärt, die Meerenge sei weiterhin offen. Teheran erklärt, Schiffe müssten die von ihm kontrollierten Fahrrinnen passieren. Auf dem Papier können beide Seiten weiterhin ihre Standpunkte vertreten. Auf See zählt jedoch nur das Urteil der Reeder, Versicherer und Besatzungen, die aufgefordert sind, durch eine Zone zu fahren, in der eine aktive militärische Konfrontation herrscht.“ Genau darauf reagiere der Markt, so Innes: nicht auf diplomatische Formulierungen, sondern darauf, ob Schiffe tatsächlich bereit sind, die Meerenge zu passieren, ob Versicherer das Risiko übernehmen – und ob die geltenden Durchfahrtsregeln den nächsten Raketenangriff oder die nächste Drohung des Präsidenten überstehen. Solange das offen sei, bleibe ein dauerhaftes, grundlegendes Käuferinteresse an Rohöl bestehen. 8. Juli 2026 – Ölpreise steigen nach Trump-Aussagen zum Iran-Krieg Die Ölpreise haben am Mittwoch deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) Brent zur Lieferung im August stieg auf 78,50 US-Dollar – ein Plus von 5,85 Prozent. Der Markt preist damit neue Eskalationssignale im Iran-Krieg ein. Auslöser waren vor allem Aussagen von US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, erklärte Trump, er wolle keine Einigung mit dem Iran mehr. Der Waffenstillstand sei „was mich betrifft“ beendet, sagte er. „Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben“, fügte er hinzu. Unterhändler „können reden“, aber er glaube, „sie verschwenden ihre Zeit“. In der Folge weiteten die Ölpreise ihre Gewinne aus. In der Nacht auf Mittwoch bombardierten die USA nach den Attacken gegen Tanker Ziele im Iran. Zudem setzten die Vereinigten Staaten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Teheran wertete das Vorgehen Washingtons umgehend als „schwerwiegenden Verstoß“ gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges. Bereits am Dienstag hatten die Ölpreise wegen der Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus um drei Prozent zugelegt. Der Iran werde „entschlossene Maßnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen und seine Sicherheit zu wahren“, schrieb Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Dabei war der Brent-Preis Anfang Juli noch bis auf 70 Dollar je Barrel gefallen – der tiefste Stand seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar. Nach Ausbruch des Konflikts war der Ölpreis zunächst kräftig gestiegen; zeitweise kostete Brent etwas mehr als 126 Dollar. Seit diesem Zwischenhoch Ende April ging es schrittweise abwärts. Treiber war die Hoffnung auf eine Lösung im Iran-Krieg – eine Erwartung, die durch die jüngsten Entwicklungen nun wieder auf dem Prüfstand steht. 6. Juli 2026 – Ölpreise stagnieren trotz Opec+-Förderplänen Die Ölpreise sind mit nur geringen Bewegungen in die neue Handelswoche gestartet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am Montagmorgen nach dem langen Feiertagswochenende in den USA 72,01 US‑Dollar und damit 0,15 Prozent weniger als vor dem Wochenende. Wegen des Unabhängigkeitstags in den USA am Samstag war der Handels bereits am Freitag ausgesprochen dünn gewesen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Damit zeigen sich die Notierungen bislang weitgehend unbeeindruckt von den jüngsten Signalen der Opec+. Das Ölkartell will ab August mehr Rohöl auf den Markt bringen. Nach einer am Sonntag veröffentlichten Mitteilung soll die Förderung um täglich 188.000 Barrel ausgeweitet werden, wie eine Kerngruppe aus sieben Staaten beschlossen hat. Zugleich behielten sich die beteiligten Länder vor, diesen Zuwachs je nach Marktlage zu beschleunigen, auszusetzen oder sogar vollständig zurückzunehmen. Im zweiten Quartal war der zwischenzeitlich deutlich gestiegene Brent-Preis unter dem Strich um rund 30 Prozent gefallen, nachdem Washington und Teheran ein vorläufiges Friedensabkommen geschlossen hatten. Dieses Abkommen ebnete den Weg für eine schnellere, wenn auch noch nicht vollständige Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die strategisch wichtige Straße von Hormus. Vor diesem Hintergrund gehen nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg mehrere Wall-Street-Banken davon aus, dass die Ölpreise in der zweiten Jahreshälfte weiter nachgeben könnten. Experten der Citigroup OPEC-Länder, die besonders stark unter den Folgen des Kriegs gelitten haben, befinden sich laut einer Studie von RBC Capital Markets inzwischen im Wiederaufbau ihrer Produktion und Ausfuhren. Gleichzeitig sehen die Analysten jedoch nur eine geringe Bereitschaft, durch eine zu starke Ausweitung des Angebots einen erneuten, angebotsgetriebenen Preissturz zu riskieren. Lesen Sie auch: Pakistan droht mit Angriffen auf Huthis

Artikel lesen
© 2026 Themenlage