Liveblog Irankrieg: Trump über Iran-Gespräche: „letzte Chance“ für Teheran
Liveblog Irankrieg : Trump über Iran-Gespräche: „letzte Chance“ für Teheran
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Donald Trump bei Gesprächen im Oval Office des Weißen Hauses am Montag.AP Photo/Alex Brandon
Iran widerspricht Trump und erteilt Gesprächen eine Absage +++ Trump will „größten Angriff seit Zweitem Weltkrieg“ abgesagt haben +++ Explosion in Nähe von Tanker in Straße von Hormus gemeldet +++ alle Entwicklungen im Liveblog
Trump über Iran-Gespräche: „letzte Chance“ für Teheran
US-Präsident Donald Trump hat neue Gespräche mit dem Iran als „letzte Chance“ für Teheran bezeichnet. Man befände sich in Gesprächen - und zwar auf Wunsch des Irans, sagte Trump im Weißen Haus. Er bekräftigte, dass diverse Staaten die USA darum gebeten hätten, der Diplomatie eine letzte Chance zu geben. „Das ist eine letzte Chance für sie, ein gutes Dokument zu unterzeichnen“, sagte er mit Blick auf den Iran.
Trumps Darstellung zufolge drehen sich die Gespräche um die Öffnung der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus. Demnach geht es darum, die Meerenge bis diesen Dienstag vollständig zu öffnen. In einer zweiten Phase soll es seiner Darstellung nach dann um die „Denuklearisierung“ des Irans gehen - das werde länger dauern, räumte Trump ein.
Der US-Präsident hatte am Sonntag (Ortszeit) für heute neue Gespräche angekündigt. Seiner Darstellung nach sagte er den größten Angriff des US-Militärs „seit dem Zweiten Weltkrieg“ vorerst ab, um neuen Verhandlungen mit dem Iran eine Chance zu geben.
Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai informierte daraufhin allerdings zunächst nur über bilaterale Verhandlungen seines Landes mit dem Oman über einen gemeinsamen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der Straße von Hormus. Trump warf dem Iran auf seiner Plattform Truth Social daraufhin Unehrlichkeit vor.
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Sebastian Gubernator
Iran widerspricht Trump und erteilt Gesprächen eine Absage
Iran hat US-Präsident Donald Trump mit Blick auf dessen Ankündigung widersprochen, am Montag werde es neue Gespräche zur Beendigung des Krieges geben. Die Führung in Teheran erklärte, derzeit gebe es keine Unterredungen mit den USA. Auch sei nicht geplant, in diesen Tagen Vertreter der US-Regierung zu empfangen oder selbst eine Delegation zu entsenden, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Wenige Stunden zuvor hatte Trump nach eigener Aussage neue Angriffe auf Iran in letzter Minute abgesagt und zur Begründung auf angeblich noch am Montag bevorstehende Verhandlungen verwiesen.
Trump hatte sich in dem fünfmonatigen Krieg zuvor schon ähnlich verhalten. Dennoch reagierten die Aktien- und Ölmärkte auf neue Friedenshoffnungen. Der Sprecher des Außenministeriums in Teheran erklärte weiter, alle iranischen Unterhändler hielten sich derzeit in ihrer Heimat auf. Einzige Ausnahme sei Außenminister Abbas Aragtschi, der auf Pilgerreise im Irak sei. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte einen hochrangigen iranischen Insider, demzufolge Aragtschi mindestens bis Ende der Woche nicht für Verhandlungen zur Verfügung steht.
Außenministeriumssprecher Baghaei betonte auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz, die einzigen derzeit laufenden Gespräche seien jene mit Oman über die Verwaltung der Straße von Hormus. Vorübergehend sei eine Route im Gespräch, die aus einem einzigen Korridor mit Fahrrinnen für beide Richtungen bestehe. Dies habe allerdings nichts mit Gesprächen über eine allgemeine Öffnung der Meerenge zu tun. „Das ist eine separate Diskussion.“ Iran lehnt Verhandlungen mit den USA ab, seit eine im Juni geschlossene Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges Anfang Juli gescheitert war.
Trump hatte sich in dem fünfmonatigen Krieg zuvor schon ähnlich verhalten. Dennoch reagierten die Aktien- und Ölmärkte auf neue Friedenshoffnungen. Der Sprecher des Außenministeriums in Teheran erklärte weiter, alle iranischen Unterhändler hielten sich derzeit in ihrer Heimat auf. Einzige Ausnahme sei Außenminister Abbas Aragtschi, der auf Pilgerreise im Irak sei. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte einen hochrangigen iranischen Insider, demzufolge Aragtschi mindestens bis Ende der Woche nicht für Verhandlungen zur Verfügung steht.
Außenministeriumssprecher Baghaei betonte auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz, die einzigen derzeit laufenden Gespräche seien jene mit Oman über die Verwaltung der Straße von Hormus. Vorübergehend sei eine Route im Gespräch, die aus einem einzigen Korridor mit Fahrrinnen für beide Richtungen bestehe. Dies habe allerdings nichts mit Gesprächen über eine allgemeine Öffnung der Meerenge zu tun. „Das ist eine separate Diskussion.“ Iran lehnt Verhandlungen mit den USA ab, seit eine im Juni geschlossene Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges Anfang Juli gescheitert war.
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Iran richtet zwei Männer hin
Im Iran sind zwei weitere Männer wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet worden. Nach Angaben der mit der Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan sollen sie während der militärischen Auseinandersetzungen mit den USA und Israel Koordinaten und Fotos sensibler Militär- und Sicherheitsstandorte an „mit dem israelischen Geheimdienst Mossad verbundene Kanäle“ weitergegeben haben. Dabei soll es sich den Angaben zufolge um ein nicht näher bezeichnetes internationales Satellitennetzwerk handeln. Weiter hieß es, der oberste Gerichtshof habe der Todesstrafe zugestimmt.
Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw werfen die Vorwürfe angesichts der weitreichenden Internetabschaltungen während des Konflikts und fehlender öffentlich überprüfbarer Beweise ernsthafte Fragen auf. Zudem seien Festnahme, Strafverfolgung und Hinrichtung unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne eine unabhängige rechtliche Überprüfung erfolgt. Die im Staatsfernsehen ausgestrahlten „Geständnisse“ seien unter Folter und starkem Druck erzwungen worden. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
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Sabrina Frangos
Schifffahrtsdaten: Tanker mit saudischem Öl verlassen Rotes Meer – Verkehr sinkt
Aus aktuellen Schifffahrtsdaten geht hervor, dass am Wochenende nur zwei mit saudischem Öl beladene Tanker das Rote Meer verlassen haben. Zudem zeigen die Daten einen deutlich verlangsamten Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nach Berichten über Angriffe an. Die Tanker „Lesvos“ und „Desh Vaibhav“ passierten die Meerenge Bab al-Mandab demnach mit abgeschalteten AIS-Transpondern. Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben am 20. Juli ein See-Embargo gegen Saudi-Arabien verhängt und damit ihre Angriffe auf Schiffe ausgeweitet. Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO meldete zuletzt drei weitere Angriffe auf Tanker. Die Zahl der Frachtschiffe, die die Straße von Hormus passieren, sank den Daten zufolge von 19 auf zehn.
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Sabrina Frangos
Hoffnung auf Iran-Abkommen drückt Ölpreise deutlich
Die Aussicht auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Iran hat die Ölpreise am Montag deutlich fallen lassen. US-Präsident Donald Trump verzichtete auf einen neuen Angriff auf das Land, um ein schnelles Abkommen zur Beendigung des iranischen Atomprogramms und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu erreichen. Der Preis für die Nordseesorte Brent sank um 4,08 Dollar oder 4,64 Prozent auf 83,85 Dollar je Barrel (159 Liter).
Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 4,01 Dollar oder 4,74 Prozent auf 80,66 Dollar. Trump hatte am späten Samstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social erklärt, Iran und andere Länder im Nahen Osten hätten um Zeit gebeten, um eine Vereinbarung abzuschließen. Diese solle zu einer sofortigen und vollständigen Öffnung der wichtigen Meerenge sowie einem Ende der nuklearen Bedrohung durch Iran führen.
Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 4,01 Dollar oder 4,74 Prozent auf 80,66 Dollar. Trump hatte am späten Samstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social erklärt, Iran und andere Länder im Nahen Osten hätten um Zeit gebeten, um eine Vereinbarung abzuschließen. Diese solle zu einer sofortigen und vollständigen Öffnung der wichtigen Meerenge sowie einem Ende der nuklearen Bedrohung durch Iran führen.
Zusätzlich unter Druck gerieten die Preise durch die Opec+. Die Allianz erdölexportierender Länder billigte am Sonntag eine Erhöhung der Förderquote um rund 188.000 Barrel pro Tag ab September, wie die Gruppe mitteilte. Im vergangenen Monat waren die Ölpreise noch um mehr als 20 Prozent in die Höhe geschnellt. Auslöser waren wiederaufgeflammte Kämpfe zwischen den USA und Iran sowie Angriffe auf mehrere Schiffe im Golf von Oman, die Reedereien aus der Region fernhielten.
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Sabrina Frangos
Explosion in Nähe von Tanker in Straße von Hormus gemeldet
In der Straße von Hormus hat sich nahe eines Tankers offenbar eine Explosion ereignet. Der Kapitän des Tankers habe gemeldet, dass er eine „Explosion in unmittelbarer Nähe des Schiffes“ gehört habe, erklärte die britische Seefahrtbehörde UKMTO in der Nacht auf Montag im Kurzbotschaftendienst X. Der Tanker und die Besatzung seien in Sicherheit.
Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge 20 Seemeilen (37 Kilometer) nordöstlich der omanischen Stadt Chasab. Die Straße von Hormus verläuft zwischen Iran und dem Oman. UKMTO erklärte, Schiffe sollten die Meerenge mit Vorsicht durchfahren und „verdächtige Aktivitäten“ melden.
Iran hatte am Sonntag erklärt, vor einer Einigung mit dem Oman über eine neue Route durch die Meerenge zu stehen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, betonte im Staatsfernsehen aber, dies bedeute nicht, dass die Meerenge wiedereröffnet werde.
Die für den weltweiten Erdöl- und Erdgastransport höchst wichtige Straße von Hormus ist Brennpunkt im Konflikt zwischen Iran und den USA. Teheran hatte die Straße von Hormus nach Beginn des Irankriegs Ende Februar blockiert.
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Sabrina Frangos
Trump kündigt für heute neue Gespräche mit Iran an
US-Präsident Donald Trump hat nach der vorläufigen Absage weiterer Angriffe auf Iran eine neue Gesprächsrunde mit Vertretern der Islamischen Republik angekündigt. Die Verhandlungen sollten am Montag stattfinden, sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) an Bord der Präsidentenmaschine auf dem Flug von New Jersey nach Washington. Wo die Gespräche geführt werden sollen, ob sie auf mehrere Tage angelegt sind und wer genau daran beteiligt ist, ließ er offen.
Trump bekräftigte auch seine Darstellung, dass das US-Militär nur auf Bitten von Saudi-Arabien, der Vereinigten Arabischen Emirate, Qatars und Irans quasi in letzter Minute von einer neuen Welle vernichtender Angriffe auf Iran abgesehen habe. „Es wäre der größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg geworden, und er wäre für sie verheerend gewesen“, sagte Trump. Abgeblasen habe er den Angriff nur, weil die Verbündeten ihm gesagt hätten, dass eine Einigung wohl kurz bevorstehe. Auch Iran habe gesagt, es wolle einen „Deal“ schließen.
Iran und die USA hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des seit Ende Februar andauernden Krieges geeinigt. Binnen einer Übergangsfrist von 60 Tagen sollten weitere Details ausgearbeitet werden. Allerdings gab es von Anfang an Zweifel an der Tragfähigkeit des Abkommens – und in der Zwischenzeit auch immer wieder heftige gegenseitige Angriffe. In der Nacht auf Sonntag verkündete Trump dann den vorläufigen Verzicht auf eine weitere Angriffswelle, da es nun „Umrisse einer Einigung“ gebe. Eine Bestätigung mit gleichlautendem Tenor aus Teheran gibt es bislang nicht.
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Peseschkian: USA müssen sich an Rahmenabkommen halten
Der iranische Präsident Massud Peseschkian sieht das Rahmenabkommen mit den USA eigenen Angaben zufolge als künftigen Schwerpunkt der Außenbeziehungen seines Landes. „Wir müssen alles daran setzen, den Feind dazu zu zwingen, sich an das zu halten, was er unterzeichnet hat“, schrieb Peseschkian auf der Plattform X. Die Sicherheit Irans, der Region und der Verbündeten Teherans werde durch diese Absichtserklärung gestärkt.
Iran und die USA hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges geeinigt. In einer Übergangsfrist von 60 Tagen sollten weitere Details ausgearbeitet werden. In der Zwischenzeit kam es aber immer wieder zu gegenseitigen Angriffen.
Iran und die USA hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges geeinigt. In einer Übergangsfrist von 60 Tagen sollten weitere Details ausgearbeitet werden. In der Zwischenzeit kam es aber immer wieder zu gegenseitigen Angriffen.
US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle gegen Iran abgesagt, da es nun „Umrisse einer Einigung“ gebe. Dazu gab es aus Iran zunächst keine Bestätigung. (dpa)
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Hanna Masa
Iran: Verhandlungen mit Oman zu Straße von Hormus in Endphase
Die Verhandlungen zwischen Iran und dem Oman über die Schifffahrt in der Straße von Hormus befinden sich iranischen Angaben zufolge in der Endphase. Außenminister Abbas Araghtschi habe die Mitglieder des Kabinetts zu Beginn seiner Sitzung am Sonntag entsprechend informiert, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.
Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai betonte unterdessen laut dem Sender Press TV, dass die Lage in der umkämpften Meerenge nicht mehr zu ihrem Vorkriegsstatus zurückkehren werde. Iran handele im eigenen Interesse und werde seine Entscheidungen nicht aufgrund von Drohungen oder Einschüchterungen ändern, sagte Baghai demnach weiter. Eine Einigung mit dem Oman über eine neue Schifffahrtsroute bedeute aber nicht, dass die Straße von Hormus geöffnet oder geschlossen werde, sagte der Sprecher laut dem staatlichen Sender Irib.
Die USA und Iran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen verständigt. Die Vereinbarung zwischen den USA und Iran sieht vor, dass Teheran sich mit dem Oman in Abstimmung mit den Anrainerstaaten über die künftige Verwaltung der Meerenge einigen soll. Angaben darüber, wie eine mögliche Einigung aussehen könnte, gab es am Sonntag zunächst nicht.
Der Streit um die Durchfahrtsrechte auf einer Schlüsselroute für Öl, Gas und Düngemittel gilt als ein wesentlicher Auslöser für die jüngste Eskalation im militärischen Konflikt zwischen den USA und Iran.
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Iran: Haben nicht um einen Stopp der Angriffe gebeten
Iranische Militärvertreter haben die Darstellung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump zurückgewiesen, Teheran habe Washington um einen Verzicht auf neue Angriffe gebeten. Diese Aussage sei „nichts als eine neue Lüge“, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag die Militärvertreter. „Unsere Streitkräfte befinden sich in höchster Alarmbereitschaft und sind auf jede Eventualität vorbereitet“, hieß es weiter.
Trump hatte am Samstag erklärt, die USA und Israel verzichteten vorerst auf geplante Angriffe gegen Iran. Teheran und weitere Staaten der Region hätten Washington darum gebeten, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne.
„Auf Grundlage dieser Bitte habe ich zugestimmt, (...) den Angriff abzusagen“, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. „Das Land Israel schließt sich mir bei dieser Zusage an.“ Voraussetzung sei allerdings, dass ein Abkommen mit Iran schnell zustande komme.
Eine solche Vereinbarung müsse eine „sofortige, vollständige und komplette Öffnung der Straße von Hormus“ sowie ein „Ende von Irans atomarer Bedrohung“ umfassen, erklärte der US-Präsident. „Macht euch an die Arbeit, alle, und bringt es zu Ende.“
Auch mit Blick auf die Straße von Hormus wies Teheran Trumps Forderung zurück. „Solange die USA ihre feindseligen Handlungen fortsetzen, wird die Straße von Hormus geschlossen bleiben“, zitierte die Nachrichtenagentur Fars eine Quelle aus dem Umfeld des iranischen Atomverhandlungsteams.
Iran hat die strategisch und ökonomisch wichtige Meerenge seit Beginn des Kriegs weitgehend abgeriegelt. Durch die Straße von Hormus werden normalerweise rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggasförderung transportiert.
Der Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf Iran begonnen. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen in der Region. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade gegen iranische Häfen.
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Saudischer Kronprinz ruft Trump zu Deeskalation auf
Im Konflikt mit Iran hat Saudi-Arabiens Kronprinz und Ministerpräsident Muhammad bin Salman den amerikanischen Präsidenten Donald Trump in einem Telefonat zur Deeskalation aufgerufen. Der Kronprinz und faktische Herrscher des einflussreichen Königreichs habe Dialog angemahnt, um eine weitere Eskalation zu verhindern, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SPA.
Es müsse alles unternommen werden, um die Lage zu beruhigen und den Weg für diplomatische Lösungen zu ebnen. Ziel sei es, die Sicherheit und Stabilität der Region zu wahren und ein Abrutschen in einen größeren Konflikt mit regionalen und internationalen Folgen zu verhindern.
Zuvor hatte bereits die Nachrichtenseite Axios über das Telefonat berichtet.
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Uli Putz
Trump: Neue Angriffe auf Iran vorerst ausgesetzt
Die USA verzichten nach Angaben von Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf Iran. Das US-Militär stehe mit all seiner Macht zum Angriff bereit, aber Iran und andere Länder in der Region hätten darum gebeten, von einer Attacke abzusehen, da es nun „Umrisse einer Einigung“ gebe. Dazu gehöre die komplette Öffnung der Straße von Hormus und „ein Ende der von Iran ausgehenden atomaren Bedrohung“, schrieb Trump. Auch Israel werde sich an die Vereinbarung halten, Iran vorerst nicht wieder anzugreifen.
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Uli Putz
Iran: Werden bei neuen US-Angriffen entschlossen reagieren
Irans Außenminister Abbas Araghchi hat in einem Gespräch mit seinem saudi-arabischen Gegenüber Faisal bin Farhan vor einer neuen militärischen Eskalation im Krieg mit den USA gewarnt. Die schlagkräftigen Streitkräfte seines Landes würden auf jeden Akt der Aggression entschlossen reagieren, schrieb Araghchi auf der Plattform Telegram. Im Falle neuer Angriffe müssten die USA, Israel sowie beteiligte Staaten in der Golfregion die volle Verantwortung dafür tragen, warnte er.
Angesichts von US-Medienberichten über einen geplanten neuen Großangriff auf Ziele in Iran hat Teheran bereits mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Staaten am Persischen Golf gedroht. Die von US-Präsident Donald Trump erwogene neue Angriffswelle könnte den Berichten zufolge auch Attacken auf Irans Energieinfrastruktur umfassen.
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Uli Putz
Hamas-Zivilschutz: Sieben Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen
Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben des von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Zivilschutzes sieben Menschen getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien bei den Angriffen im Verlauf des Samstag verletzt worden, sagte ein Zivilschutz-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Das Gesundheitsministerium des Gazastreifens erklärte, bei den Angriffen seien auch mehrere Lager für Medikamente zerstört oder beschädigt worden.
Die israelische Armee sprach von Einsätzen gegen Waffenlager der Hamas. Eines der Waffenlager habe sich neben einem Krankenhaus befunden und habe als Versteck für „Hamas-Terroristen“ gedient. Israel wirft der Hamas immer wieder vor, zivile Einrichtungen zu nutzen, um Kämpfer und Waffen zu verstecken.
Die Angriffe vom Samstag erfolgten nur einen Tag, nachdem die Hamas einer Entwaffnung zugestimmt hatte. Hamas-Vertreter hatten am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärt, dass eine Einigung „in der Frage der Waffen“ erzielt worden sei. US-Präsident Donald Trump sprach von einer „historischen Vereinbarung über die vollständige Entwaffnung der Hamas“, über die auch Israel „sehr glücklich“ sei.
Eine offizielle Bestätigung von israelischer Seite steht noch aus. Dass die Hamas schrittweise ihre Waffen abgibt, ist ein Teil der zweiten Phase des von Trump initiierten Friedensplans für den Gazastreifen.
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Ian Liesch
Israel tötet nach eigenen Angaben mehrere Hizbullah-Kämpfer in Südlibanon
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere Kämpfer der pro-iranischen Hizbullah-Miliz im Süden Libanons getötet. Diese „Terroristen“ hätten sich in der „Sicherheitszone“ im Gebiet des Gebirgskamms Ali al-Taher befunden und seien in der Nacht „eliminiert“ worden, teilte die Armee am Samstag mit. Bei dem Einsatz sei auch ein israelischer Soldat verletzt worden. Eine Reaktion der pro-iranischen Schiitenmiliz lag zunächst nicht vor.
Die Hizbullah hatte Libanon in den von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Irankrieg hineingezogen, indem sie kurz nach Kriegsbeginn Raketen auf Israel abfeuerte. Israel reagierte darauf mit Angriffen und einer Bodenoffensive. Derzeit gilt eine brüchige Waffenruhe zwischen Israel und Libanon, die von der Hizbullah aber nicht anerkannt wird.
Ein im vergangenen Monat unterzeichnetes und von den USA vermitteltes Abkommen sieht vor, dass die libanesische Armee die Hizbullah entwaffnet. Zudem soll sich die israelische Armee aus „Testgebieten“ zurückziehen, in denen anschließend libanesische Soldaten stationiert werden sollen. Die Hizbullah lehnt auch die Verhandlungen Beiruts mit Israel ab.
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