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Montag, 23. März 2026
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Rente: Kühnert fordert niedrigere Altersbezüge für Abgeordnete

Medienspektrum

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1. Februar
Handelsblatt

Rente: Kühnert fordert niedrigere Altersbezüge für Abgeordnete

Rente: Kühnert fordert niedrigere Altersbezüge für Abgeordnete Berlin. Der frühere SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hält seine Versorgungsansprüche als ehemaliger Bundestagsabgeordneter für viel zu hoch. Das Versorgungssystem für Politikerinnen und Politiker sei „vollkommen ungerecht“, sagte Kühnert in der Online-Sendung „Berlin Sandmann“. Er sei knappe vier Jahre im Parlament gewesen und werde „alleine für diese kurze Zeit im Bundestag“ im Rentenalter monatlich 800 oder 900 Euro bekommen. „Das finde ich, ehrlich gesagt, skandalös“. Auf Nachfrage präzisierte Kühnert: „Das ist viel zu viel“. Angestellte kämen für eine vergleichbare Beschäftigungszeit auf 200 bis 300 Euro. „Das ist auch völlig ausreichend.“ Bei Abgeordneten ist die Altersentschädigung Bestandteil der grundgesetzlich zustehenden Bezüge, die die Unabhängigkeit der Parlamentarier sichern sollen. Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung werden für sie während der Abgeordnetentätigkeit nicht abgeführt. Außerdem berichtete der ehemalige Politiker, der auch mit sozialistischen Thesen für Wirbel gesorgt hatte, dass er inzwischen am Aktienmarkt Geld in ETF-Fonds angelegt habe – anders als in seiner Zeit als Politiker, in der er „eine Korrumpierung von sich selbst“ habe verhindern wollen. Seit einigen Monaten arbeitet der frühere SPD-Politiker als Lobbyist für alternative Finanzpolitik beim Verein „Bürgerbewegung Finanzwende“. In der aktuellen Renten-Reformdiskussion kritisierte Kühnert, dass oft nur über ein höheres Rentenalter und Leistungskürzungen geredet werde. Der 36-Jährige sitzt in einer erst vor wenigen Tagen einberufenen Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). „Viele Diskussionen sind geprägt davon, was alles nicht geht“, sagte Kühnert. Ein Absenken der Renten würde zahlreiche Menschen mit kleinen Bezügen in die Grundsicherung treiben. Dabei gebe es Alternativen zu längerem Arbeiten oder kleineren Renten. Ähnlich wie dies auch schon SPD-Parteichefin Bärbel Bas getan hatte, nannte Kühnert als eine Möglichkeit auch eine Einbeziehung weiterer Einkommensgruppen in die gesetzliche Rente, hier vor allem von Beamtinnen und Beamten. Rentenkommission berät über weitreichende Reformen Der DGB will mit seiner eigenen Rentenkommission einen Gegenentwurf zu offiziellen Vorschlägen erarbeiten. Gewerkschaften, Wissenschaft und Parteien sind vertreten, etwa auch Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang. Das Gremium will ab Ende Februar beraten. Reformvorschläge soll es im Sommer geben. Im Sommer soll auch die Rentenkommission der Bundesregierung ihre Empfehlungen vorlegen. Sie tagt seit 7. Januar und umfasst seitens der Politik ausschließlich Vertreterinnen und Vertreter der schwarz-roten Koalition. Bisher hatte Schwarz-Rot eine Reihe größerer Änderungen bei der Rente umgesetzt, vor allem die Absicherung des Rentenniveaus und die Ausweitung der Mütterrente. Weitergehende politische Antworten auf die immer zahlreicheren Babyboomer, die ins Rentenalter kommen, werden in der Kommission derzeit zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert.

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31. Januar
Der Spiegel (Politik)

Kevin Kühnert findet 800 Euro Pension für vier Jahre Bundestag skandalös

Altersversorgung für Ex-Abgeordnete Kevin Kühnert findet 800 Euro Pension für vier Jahre Parlament skandalös Der ehemalige Generalsekretär der SPD, Kevin Kühnert, hat das Versorgungssystem für ehemalige Politikerinnen und Politiker kritisiert. Es sei »vollkommen ungerecht«, sagte Kühnert im Gespräch mit dem Journalisten Philipp Sandmann. Er sei knappe vier Jahre im Parlament gewesen und werde, wenn er das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht habe, allein für diese kurze Zeit im Bundestag circa 800 Euro bekommen. »Das finde ich ehrlich gesagt skandalös. Das ist viel zu viel.« Kühnert bekräftigte in der YouTube-Sendung »Berlin Sandmann« seine Forderung nach der Aufnahme von Beamten ins Rentensystem. Er ist Mitglied in der Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbunds, ein Gremium, das als Alternative zur Rentenkommission der Bundesregierung einberufen worden ist. Wirtschaftswissenschaftler sprachen sich in der »Welt am Sonntag« für Einsparungen bei Pensionen für Beamte aus. Ehemalige Beamte bekommen demnach bis zu 71,75 Prozent ihrer früheren Besoldung als Ruhegeld. Sie bekommen demnach auch eine sogenannte Sonderzahlung. Rentenexperte Bernd Raffelhüschen sagte der Zeitung, es wäre langfristig sinnvoll, »weniger zu verbeamten, um den Anstieg der Pensionslasten abzuschwächen«. Für Menschen, die bereits verbeamtet sind, »haben wir das Malheur, dass ihre Pensionen verfassungsrechtlich nicht gekürzt werden dürfen«. Der Wirtschaftswissenschaftler Martin Werding, einer der fünf Wirtschaftsweisen, sprach sich ebenfalls dafür aus, weniger zu verbeamten, sowie den Höchstruhegehaltssatz von 71,75 Prozent abzusenken. »Falls eine Absenkung des Höchstsatzes vom Gesetzgeber mit der Gleichbehandlung von Renten und Pensionen begründet würde, könnte das Verfassungsgericht dies wohl akzeptieren.« Lesen Sie in der aktuellen SPIEGEL-Titelstory , warum Deutschland zu viele Beamte hat – und wie andere Länder die Zahl ihrer Staatsdiener begrenzt haben.

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1. Februar
Neues Deutschland

Rente | Kühnert kritisiert Altersbezüge für Abgeordnete

- Politik - Rente Kühnert kritisiert Altersbezüge für Abgeordnete Der frühere SPD-Generalsekretär bezeichnet eigene Rentenansprüche als ungerecht Berlin. Der frühere SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hält seine eigenen Versorgungsansprüche aus seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter für überzogen. Das System sei »vollkommen ungerecht«, sagte Kühnert in der Online-Sendung »Berlin Sandmann«. Nach knapp vier Jahren im Parlament werde er im Rentenalter allein aus dieser Zeit monatlich rund 800 bis 900 Euro erhalten. »Das finde ich, ehrlich gesagt, skandalös. Das ist viel zu viel.« Angestellte kämen bei vergleichbarer Beschäftigungsdauer auf 200 bis 300 Euro gesetzliche Rente. »Das ist auch völlig ausreichend«, sagte Kühnert. Bei Abgeordneten ist die Altersentschädigung Teil der grundgesetzlich garantierten Bezüge, die ihre Unabhängigkeit sichern sollen. Während der Mandatszeit zahlen Parlamentarier nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Kühnert, der Anfang 2025 aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven Politik ausschied, arbeitet inzwischen als Lobbyist für alternative Finanzpolitik bei der »Bürgerbewegung Finanzwende«. Er berichtete zudem, inzwischen privat Geld in ETF-Fonds anzulegen – etwas, das er als Politiker bewusst vermieden habe, um eine mögliche »Korrumpierung« auszuschließen. In der aktuellen Rentendebatte kritisierte der 36-Jährige, dass politische Diskussionen häufig auf ein höheres Renteneintrittsalter und Leistungskürzungen verengt würden. Ein Absenken des Rentenniveaus würde viele Menschen mit kleinen Bezügen in die Grundsicherung treiben. »Viele Diskussionen sind geprägt davon, was alles nicht geht«, sagte Kühnert. Dabei gebe es Alternativen zu längerem Arbeiten oder kleineren Renten. Als einen möglichen Ansatz nannte er – wie zuvor auch SPD-Parteichefin Bärbel Bas – die Einbeziehung weiterer Einkommensgruppen in die gesetzliche Rentenversicherung, insbesondere von Beamt*innen. Neue Beamt*innen würden erst dann in größerem Umfang Leistungen beziehen, wenn die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer bereits weitgehend aus dem System ausgeschieden seien. Kühnert gehört einer neu eingesetzten Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) an. Das Gremium will einen Gegenentwurf zu den offiziellen Regierungsüberlegungen entwickeln. Neben Gewerkschaften und Wissenschaft sind auch Politiker*innen vertreten, darunter die frühere Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang. Erste Vorschläge werden im Sommer erwartet. Parallel dazu arbeitet eine Rentenkommission der Bundesregierung, die seit Januar tagt und ausschließlich mit Vertreter*innen der schwarz-roten Koalition besetzt ist. Diskutiert werden dort – zunächst nicht öffentlich – Antworten auf den demografischen Druck durch die in Rente gehenden Babyboomer. Schwarz-Rot hatte zuletzt vor allem das Rentenniveau abgesichert und die Mütterrente ausgeweitet. Kühnert sprach auch über persönliche Belastungen in der Politik. Wer behaupte, öffentliche Angriffe würden spurlos an einem vorbeigehen, »lügt« oder sei »wirklich sehr hinter einem Panzer«. Für die kommenden Jahre brauche es Politiker*innen, zwischen deren innerem und äußerem Ich »eine dreifache Brandschutztür« liege. Das sei eine Voraussetzung, um den Druck der politischen Auseinandersetzung auszuhalten. dpa/nd Wir haben einen Preis. Aber keinen Gewinn. Die »nd.Genossenschaft« gehört den Menschen, die sie ermöglichen: unseren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die mit ihrem Beitrag linken Journalismus für alle sichern: ohne Gewinnmaximierung, Medienkonzern oder Tech-Milliardär. Dank Ihrer Unterstützung können wir: → unabhängig und kritisch berichten → Themen sichtbar machen, die sonst untergehen → Stimmen Gehör verschaffen, die oft überhört werden → Desinformation Fakten entgegensetzen → linke Debatten anstoßen und vertiefen Jetzt »Freiwillig zahlen« und die Finanzierung unserer solidarischen Zeitung unterstützen. Damit nd.bleibt.

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