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Sonntag, 16. August 2026
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Hitzetote in Deutschland: Patientenschützer wollen Hitze als Todesursache erfassen

Medienspektrum

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16. August
taz (Öko & Co)

Hitzetote in Deutschland: Patientenschützer wollen Hitze als Todesursache erfassen

Hitzetote in Deutschland: Patientenschützer wollen Hitze als Todesursache erfassen Das Robert-Koch-Institut unterschätze die Zahl der Hitzetoten in Deutschland, sagen Patientenschützer. Hitze gehöre als Todesursache auf den Totenschein. afp | Angesichts der steigenden Opferzahl der Hitzewelle haben sich Patientenschützer dafür ausgesprochen, dass Hitze als Todesursache auf Totenscheinen vermerkt wird. „Den Folgen des Klimawandels muss endlich ein Gesicht gegeben werden“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der „Rheinischen Post“ vom Samstag. Brysch äußerte ebenso wie der Verband der Intensivmediziner den Verdacht, dass die vom Robert-Koch-Institut angegebene Zahl der Hitzetoten wegen einer hohen Dunkelziffer zu niedrig sei. Die Gewerkschaft Verdi warnte vor „dramatischen“ Zuständen in Pflegeheimen wegen der Hitze. Das Robert-Koch-Institut (RKI) bezifferte die Zahl der Hitzetoten in diesem Jahr zuletzt mit 12.500. Das Institut berechne den Wert derzeit „mithilfe von statistischen Modellrechnungen und Künstlicher Intelligenz“, sagte Patientenschützer Brysch. Die genauen Zahlen blieben aber unklar. Auf Totenscheinen müsse künftig festgehalten werden, „ob der Hitzetod im Krankenhaus, Pflegeheim oder zu Hause eingetreten“ sei, sagte Brysch. Nur so würden „die Konsequenzen einer auf die klimatischen Veränderungen unvorbereiteten Regierung schonungslos offengelegt“. Die RKI-Schätzzahl sei zu niedrig, sagte auch Uwe Janssens, der medizinische Geschäftsführer der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Auf dem Totenschein hochbetagter Verstorbener stehe oft Organversagen, „aber die Hitze hatte einen klaren Einfluss“, sagte Janssens den Funke-Zeitungen vom Samstag. Diese Todesfälle würden in den RKI-Statistiken nicht besonders gut erfasst, sagte der Intensivmediziner weiter. Er gehe deshalb davon aus, dass die Zahlen des RKI „nicht die gesamte Dramatik abbilden“. Es seien „sicherlich mehrere Tausend Todesfälle mehr“. Gerade betagte Menschen hätten „kein richtiges Durstempfinden mehr: Sie merken nicht, dass sie Flüssigkeit verlieren und gegensteuern müssen“, sagte Janssens. „Die Menschen schlafen ein und werden einfach nicht mehr wach. In der Regel versagt die Niere, weil die Menschen austrocknen.“ Diese hitzebedingten Fälle würden in der Statistik nicht erfasst. Hitze an sich führt sehr selten unmittelbar zum Tod. In den meisten Fällen ist es eine Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen, die zum Tod führt. Auch deshalb wird Hitze auf dem Totenschein bisher nicht als Todesursache angegeben und taucht damit auch nicht in der Todesursachenstatistik auf. Schutzmaßnahmen bleiben aus Intensivmediziner Janssens sieht die Politik in der Verantwortung, mehr zu tun, um vulnerable Gruppen zu schützen. „Ich bin, auch als Bürger, extrem verstört über die Tatenlosigkeit der Bundes- und Landesregierungen“, sagte er den Funke-Zeitungen. Kaum eine Notaufnahme sei klimatisiert, die Kosten für die entsprechende Ausstattung eines Zimmers lägen bei 15.000 bis 20.000 Euro. „Wenn man das hochrechnet auf das ganze Gebäude, kann das keine Klinik allein stemmen“, sagte Janssens. „Das ist wirklich eine Katastrophe.“ Der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis forderte massive staatliche Investitionen in den Hitzeschutz. „Hitzeschutz ist auch eine Frage sozialer Gerechtigkeit: Hitze trifft alle, aber sie trifft nicht alle gleich“, sagte der Bundestagsabgeordnete der Nachrichtenagentur AFP. Nötig seien staatliche Investitionen in Verschattung, sommerlichen Wärmeschutz, energetische Sanierung und – wo erforderlich – eine moderne und energieeffiziente Kühlung. Verbotene Temperaturen in der Pflege Viele Pflegekräfte und Pflegeheimbewohner erleben nach Gewerkschaftsangaben in diesem Sommer Temperaturen, die gegen Arbeitsschutzgesetze verstoßen und sogar gesundheitsgefährdend sind. Das zeigt eine am Samstag vorgestellte Befragung der Gewerkschaft Verdi von 321 Pflegekräften und anderen Angestellten von Pflegeeinrichtungen. „Die Aussagen der Beschäftigten zeigen zum Teil erschreckende Zustände“, erklärte Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Temperaturen von bis zu 45 Grad in einigen Pflegeheimen sind für Beschäftigte unerträglich und können für Bewohnerinnen und Bewohner lebensgefährlich sein“, warnte Bühler. In der Befragung berichteten elf Prozent der Beschäftigten in den Einrichtungen von Kreislaufzusammenbrüchen bei Bewohnern und Bewohnerinnen, zehn Prozent von Fällen von Dehydrierung und neun Prozent von Todesfällen, die mutmaßlich im Zusammenhang mit der Hitze stehen. Die Linksfraktion im Bundestag forderte „eine gesetzliche Höchsttemperatur für Wohnräume von maximal 26 Grad“ festzulegen. „Wenn für mehrere Tage hintereinander die Temperatur in der Wohnung über 26 steigt und die Wohnung nicht über angemessene Hitzeschutzmaßnahmen verfügt, muss dies als Mietminderungsgrund anerkannt werden“, heißt es in einem Plan für mehr Hitzeschutz, aus dem der „Tagesspiegel“ am Wochenende zitierte. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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15. August
Tagesschau

Patientenschützer wollen Hitze als Todesursache erfassen

Folgen des Klimawandels Patientenschützer wollen Hitze als Todesursache erfassen Die Zahl hitzebedingter Sterbefälle basiert derzeit auf Schätzungen und Berechnungen. Patientenschützer fordern, Hitze als Todesursache auf Totenscheinen zu vermerken. Die Gewerkschaft ver.di sorgt sich um die Lage in Pflegeinrichtungen. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert, dass Hitze als Todesursache auf Totenscheinen vermerkt wird. "Den Folgen des Klimawandels muss endlich ein Gesicht gegeben werden", sagte Vorstand Eugen Brysch der Rheinischen Post. Das Robert Koch-Institut (RKI) berechne die Zahl der Hitzetoten mithilfe von statistischen Modellrechnungen und Künstlicher Intelligenz - die genauen Zahlen kenne niemand. Neben Hitze als Todesursache müsse "festgehalten werden, ob der Hitzetod im Krankenhaus, Pflegeheim oder zu Hause eingetreten ist", sagte Brysch. Nur so würden "die Konsequenzen einer auf die klimatischen Veränderungen unvorbereiteten Regierung schonungslos offengelegt". Übersterblichkeit als Basis von RKI-Berechnung Hitze an sich führt selten unmittelbar zum Tod. Oft ist es eine Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen, die zum Tod führt. Auch deshalb wird Hitze auf dem Totenschein bisher nicht als Todesursache angegeben und taucht nicht in der Statistik auf. Das Ausmaß hitzebedingter Sterbefälle wird vom RKI durch den Vergleich der Zahl von Sterbefällen in Sommerwochen mit und ohne Hitze berechnet. Daraus ergibt sich die sogenannte Übersterblichkeit - also, dass in einem bestimmten Zeitraum mehr Menschen sterben, als normalerweise zu erwarten wäre. Zuletzt sprach das RKI von 12.500 Hitzetoten in diesem Jahr. Auch der medizinische Geschäftsführer der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, hält die RKI-Schätzung für zu niedrig. "Es sind sicherlich mehrere Tausend Todesfälle mehr", sagte der Intensivmediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Viele Fälle würden nicht als hitzebedingt erfasst, weil auf Totenscheinen etwa Organversagen stehe. Er gehe deshalb davon aus, dass die RKI-Zahlen "nicht die gesamte Dramatik abbilden". Besonders gefährdet seien alleinlebende ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Janssens forderte einen verbindlichen nationalen Hitzeschutzplan und mehr Geld für den Hitzeschutz in Kliniken. Zudem brauche es mehr Nachbarschaftshilfe, psychosoziale Unterstützung und Netzwerke, um gefährdete Menschen bei Hitzewellen frühzeitig zu erreichen. Ver.di fordert mehr Schutz in Pflegeinrichtungen In vielen Pflegeheimen sind die Temperaturen laut einem Zeitungsbericht zuletzt auf äußerst hohe Werte gestiegen. Eine Befragung der Gewerkschaft ver.di unter 321 Pflegekräften und anderen Angestellten von Pflegeeinrichtungen habe ergeben, dass es in manchen Heimen in der Spitze sogar bis zu 45 Grad Celsius heiß geworden sei, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dem Bericht zufolge erfassten die Teilnehmenden vom 30. Juli bis 10. August regelmäßig die Temperatur in ihren Einrichtungen. 40,9 Prozent der Beschäftigten meldeten mindestens einen Wert über 30 Grad, 12,8 Prozent mindestens einen über 35 Grad. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen haben diese Temperaturen demnach schwerwiegende Folgen. In der Befragung hätten elf Prozent der Beschäftigten von Kreislaufzusammenbrüchen bei Bewohnern, zehn Prozent von Fällen von Dehydrierung und neun Prozent von Todesfällen berichtet, die mutmaßlich im Zusammenhang mit der Hitze stehen. "Die Aussagen der Beschäftigten zeigen zum Teil erschreckende Zustände", sagte Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, den Funke-Zeitungen. Bund und Länder müssten deshalb dringend ein Sofortprogramm für Hitzeschutz und energetische Sanierung von Pflegeeinrichtungen auflegen. "Eine angemessene staatliche Finanzierung von Investitionen würde zudem die hohen Eigenbeiträge senken, die viele Bewohnerinnen und Bewohner überfordern." In den vergangenen Tagen hatten auch der Verband der Ersatzkassen und der Deutsche Pflegerat einen besseren Hitzeschutz in Krankenhäusern und Heimen gefordert.

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15. August
ZDF heute

Divi-Chef schätzt viel mehr Hitzetote

RKI-Zahlen zu niedrig?:Divi-Chef schätzt viel mehr Hitzetote Divi-Chef Janssens geht davon aus, dass viel mehr Menschen infolge der Hitze sterben als bisher geschätzt. Er halte die Schätzung des Robert-Koch-Instituts für zu niedrig. Der medizinische Geschäftsführer der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, hält die RKI-Schätzung von rund 12.500 hitzebedingten Todesfällen in diesem Sommer für zu niedrig. "Es sind sicherlich mehrere Tausend Todesfälle mehr", sagte der Intensivmediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Viele Fälle würden nicht als hitzebedingt erfasst, weil auf Totenscheinen etwa Organversagen stehe. Er gehe deshalb davon aus, dass die Zahlen des Robert Koch-Instituts "nicht die gesamte Dramatik abbilden". Besonders gefährdet seien alleinlebende ältere Menschen mit Vorerkrankungen. ZDFheute Infografik Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen. Dr. Christoph Specht ordnet die Schätzungen des Robert-Koch-Instituts zu Hitzetoten ein. Zudem: Warum extreme Hitze Stress für den menschlichen Körper bedeutet und konkrete Präventionsmaßnahmen. 12.08.2026 | 7:45 minJanssens fordert nationalen Hitzeschutzplan "Ich bin, auch als Bürger, extrem verstört über die Tatenlosigkeit der Bundes- und Landesregierungen", sagte Janssens. Er fordert einen verbindlichen nationalen Hitzeschutzplan und mehr Geld für den Hitzeschutz in Kliniken. Zudem brauche es mehr Nachbarschaftshilfe, psychosoziale Unterstützung und Netzwerke, um gefährdete Menschen bei Hitzewellen frühzeitig zu erreichen. In Frankreich etwa kontaktierten Kommunen registrierte vulnerable Personen aktiv. In Deutschland hingegen "sterben Menschen nicht nur an der Hitze, sondern letztlich auch an gesellschaftlicher Vernachlässigung", so Janssens. Im Sommer 2026 folgt eine Hitzewelle auf die nächste. Für viele Menschen bergen sie ernsthafte Gesundheitsrisiken. Das Robert-Koch-Institut ordnet die erhöhten Sterbefallzahlen ein. 12.08.2026 | 1:29 minRKI nennt 12.500 Hitzetote bis Anfang August Das Robert Koch-Institut schätzt, dass die Hitze in Deutschland vom 6. April bis zum 2. August zu rund 12.500 Todesfällen geführt hat. Besonders viele Tote gab es demnach während der Hitzewelle vom 22. bis 28. Juni: Für diese Woche geht das RKI von rund 9.600 hitzebedingten Todesfällen aus. Dem RKI zufolge handelt es sich um eine konservative Schätzung, die nachträglich noch angepasst werden kann. Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. - InterviewPhysiker Carlo Buontempo:Ist die extreme Hitze in diesem Sommer die neue Normalität?mit Video2:16 - Seit Beginn der Aufzeichnungen:Hitzerekord in Westeuropa: Juni und Juli so heiß wie niemit Video0:21 - Klimaanlagen, Hitzefrei und Schwämme:Was die Parteien gegen die Hitze machen wollenvon Johannes Liebermit Video0:44 - InterviewSo viele Hitzetote wie nie:Hitzegefahr für den Körper: "System gerät an seine Grenzen"

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13. August
Handelsblatt

RKI: Zahl der Hitzetoten in Deutschland steigt auf 12.500

RKI: Zahl der Hitzetoten in Deutschland steigt auf 12.500 Frankfurt. Die Zahl der hitzebedingten Todesfälle in Deutschland ist bis Anfang August auf schätzungsweise 12.500 gestiegen. Damit kamen seit Mitte Juli weitere 2700 Fälle hinzu, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mitteilte. Die bisherigen Höchststände aus den Jahren 2018 und 2019 mit jeweils rund 7000 Toten werden somit noch deutlicher übertroffen. Allein rund 9600 Todesfälle gehen auf eine besonders heiße Woche Ende Juni zurück. Die allgemeine Übersterblichkeit für diese Spitze und die beiden Folgewochen beziffert das RKI auf 14.500 Fälle. Das größte Risiko besteht den Daten zufolge für Senioren. Mehr als die Hälfte der Verstorbenen – gut 6200 Menschen – war 85 Jahre oder älter. Dass in der Gesamtstatistik mehr Frauen als Männer verzeichnet sind, liegt dem RKI zufolge an deren höherem Anteil in den oberen Altersklassen. Bei den jüngeren Altersgruppen unter 75 Jahren starben hingegen mehr Männer an den Folgen der Hitze. Weil Ärzte die Hitzeeinwirkung selten direkt auf dem Totenschein vermerken, berechnet die Behörde die Zahlen über statistische Modelle. Diese zeigen in der Regel ab einer durchschnittlichen Wochentemperatur von 20 Grad eine erhöhte Sterblichkeit. In der untersuchten Woche bis Anfang August lag dieser Wert im bundesweiten Schnitt bei 21,6 Grad. In 13 Bundesländern wurde die kritische 20-Grad-Marke überschritten.

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13. August
Deutschlandfunk

Hitze - Zahl der Hitzetoten erneut gestiegen - 2026 das Jahr mit den meisten hitzebedingten Sterbefällen

2026 ist bereits jetzt das Jahr mit den meisten hitzebedingten Sterbefällen in Deutschland. Allein die Woche vom 22. bis 28. Juni hat laut RKI in Deutschland zu etwa 9.600 hitzebedingten Sterbefällen geführt. Damals hatte es Temperaturen von mancherorts mehr als 40 Grad gegeben. Im Vergleich der vergangenen zehn Jahre wurden vor allem 2018 und 2019 viele Hitzetote verzeichnet: 2018 starben nach neuesten RKI-Angaben 9.400 Menschen hitzebedingt, 2019 waren es 7.700. Vor allem alte Menschen sind gefährdet Hitze ist vor allem für ältere und alte Menschen gefährlich. Mit rund 6.300 wurden die meisten Todesfälle in der Altersgruppe von 85 Jahren oder älter verzeichnet. Hitze allein ist sehr selten die unmittelbare Todesursache, in den meisten Fällen ist es eine Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen, die zum Tod führt. Ab 20 Grad Wochenmitteltemperatur steigen die Zahlen Das RKI vergleicht zur Berechnung der Zahlen die durchschnittlichen Sterbefälle in Sommerwochen mit und ohne Hitze. Dem RKI zufolge wird typischerweise ab einer Wochenmitteltemperatur von 20 Grad, also dem Durchschnitt der Tages- und Nachttemperaturen einer Woche, ein hitzebedingter Anstieg der Sterblichkeit sichtbar. In der Woche vom 27. Juli bis 2. August lag die bundesweite Wochenmitteltemperatur bei 21,6 Grad. Diese Nachricht wurde am 13.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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