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Donnerstag, 6. August 2026
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Hitzegefahr für den Körper: "System gerät an seine Grenzen"

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6. August
ZDF heute

Hitzegefahr für den Körper: "System gerät an seine Grenzen"

So viele Hitzetote wie nie:Hitzegefahr für den Körper: "System gerät an seine Grenzen" Nach neuesten Zahlen gab es in Deutschland so viele Hitzetote wie nie. Der Grund: Bei hohen Temperaturen "entgleisen" bestehende Erkrankungen, erklärt Anästhesist Christian Schulz. Fast 12.000 Menschen sind in diesem Sommer laut Robert-Koch-Institut (RKI) im Zusammenhang mit der Hitze gestorben - deutlich mehr als üblicherweise in diesem Zeitraum. Die Statistik ist da eindeutig. Allerdings: Auf den Totenscheinen ist in den seltensten Fällen tatsächlich Hitze als Ursache vermerkt. Der Mediziner Christian Schulz erklärt im ZDFheute-Interview, wie bestehende Krankheiten bei hohen Temperaturen "entgleisen" und warum vor allem - aber nicht nur - ältere Menschen gefährdet sind. ZDFheute: Was macht die Hitze mit dem menschlichen Körper? Christian Schulz: Der Körper hat nur wenige Möglichkeiten, sich zu kühlen: Er schwitzt und er weitet die Blutgefäße der Haut, damit dort Wärme abgegeben wird. Beides ist Schwerstarbeit für das Herz-Kreislauf-System, denn es muss mehr Blut durch den Körper gepumpt werden. Bei anhaltender Hitze und vor allem bei warmen Nächten, in denen die Erholung ausbleibt, gerät dieses System an seine Grenzen. Sommertage mit Temperaturen über 30 Grad können unseren Körper herausfordern. Wie er mit der Hitze umgeht, ist erstaunlich - ein Blick in das Zusammenspiel der Körperfunktionen. 12.08.2025 | 2:21 minDann entgleisen bestehende Erkrankungen: Das Herz versagt, die Nieren arbeiten schlechter, Blutgerinnsel entstehen leichter. Deshalb steht auf dem Totenschein Herzinfarkt oder Nierenversagen - ausgelöst hat es die Hitze. ZDFheute: Lässt sich die Hitze als Auslöser denn konkret nachweisen? Schulz: Im Einzelfall lässt sich das nie konkret und mit hundertprozentiger Sicherheit nachweisen. Das sind Aussagen, die epidemiologisch (medizinisch-statistisch; Anm. der Red.) begründet sind. ZDFheute: Wer ist besonders gefährdet und warum? Schulz: Am stärksten gefährdet sind ältere Menschen. Sie spüren Durst weniger, schwitzen weniger und ihr Kreislauf reagiert langsamer auf Belastung. Dazu kommen chronische Erkrankungen - Herzschwäche, Nierenerkrankungen, Diabetes, Demenz - und Medikamente, die entwässern oder das Schwitzen beeinträchtigen. Besonders gefährdet sind außerdem Menschen, die allein leben und nach denen niemand sieht, sowie Menschen in schlecht angepassten Wohnungen unter dem Dach. Betroffen sind aber auch Säuglinge, Schwangere, Menschen, die im Freien arbeiten, und Wohnungslose. ZDFheute: Könnten Sie das an einem Beispiel verdeutlichen? Schulz: Stellen Sie sich eine 84-jährige Frau vor, die allein im dritten Stock wohnt, herzkrank ist und wassertreibende Medikamente nimmt. Bei 36 Grad trinkt sie zu wenig, weil sie keinen Durst verspürt, und in der Wohnung kühlt es auch nachts nicht ab. Nach drei, vier Tagen ist ihr Kreislauf ausgezehrt, sie wird schwindelig und verwirrt. Angehörige, wenn welche da sind, bringen das oft nicht mit Hitze in Verbindung. ... ist Facharzt für Anästhesiologie, außerdem Notfall- und Intensivmediziner. Als Geschäftsführer leitet er die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG). Zusammen mit anderen europäischen Organisationen fordert KLUG einen europaweiten Hitzeschutzplan mit verbindlichen Regeln bei zu hohen Temperaturen. Wenn dann niemand nach ihr schaut, stirbt sie zu Hause, und in der Statistik erscheint eine Herzerkrankung als Ursache. Solche Verläufe machen den größten Teil der Todesfälle aus, nicht der Hitzschlag im Freien. Bei einer Zwischenbilanz der Todesfälle durch Ertrinken wurde laut dem DLRG ein neuer Negativrekord erreicht. Im Juni soll es rund 100 Badetote gegeben haben, was einen neuen Höchstwert ausmacht. 06.08.2026 | 1:47 minZDFheute: Ab wann können auch gesunde Menschen an der Hitze sterben? Schulz: Auch gesunde Menschen sind nicht sicher, wenn körperliche Anstrengung und Hitze zusammenkommen - etwa auf dem Bau, in der Landwirtschaft oder beim Sport. Entscheidend ist dabei nicht die Temperatur allein, sondern die Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit: Wenn der Schweiß nicht mehr verdunstet, funktioniert die körpereigene Kühlung nicht mehr und die Körpertemperatur steigt binnen kurzer Zeit gefährlich an. Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall und kann innerhalb von Stunden tödlich enden. Deshalb gehört Hitzeschutz auch in den Arbeitsschutz - verbindlich, nicht als Empfehlung. Eine klare Grenze, ab wann das geschehen kann, gibt es nicht. Gerade in großen Städten ist es bei hohen Temperaturen schwer auszuhalten. Welche Konzepte gibt es, um die extreme Hitze in Schach zu halten? 04.08.2026 | 2:58 minZDFheute: Wie können wir besonders gefährdete Menschen besser schützen? Schulz: Am wichtigsten ist, dass jemand nach diesen Menschen schaut: Familie, Nachbarschaft, ambulante Pflege, Hausarztpraxen, soziale Dienste. Wer weiß, wer im Viertel allein und gefährdet lebt, kann in einer Hitzewoche gezielt vorbeigehen, ans Trinken erinnern und Medikamente überprüfen lassen. Dazu braucht es kühle Räume - in Pflegeheimen, Kliniken und öffentlichen Gebäuden - sowie Beschattung und Begrünung in den Städten. Und es braucht Verbindlichkeit, die Klärung von Zuständigkeiten und die notwendige finanzielle Ausstattung für die Umsetzung. Das ist eine der renditestärksten Investitionen überhaupt. Das Interview führten der ZDF-Medizinjournalist Dr. Thomas Bleich und Mark Hugo aus der ZDF-Umweltredaktion. Nachrichten | Panorama:Sommerhitze: Ab wann es gefährlich wird Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zu Hitze - Grafiken - GrafikenTemperaturen über 20 Grad:So viele Tropennächte gab es dieses Jahr schon bei Ihnenvon Moritz Zajonzmit Video1:02 - Zu heiß und zu wenig Regen:"Historische" Trockenheit lässt Ernten schrumpfenvon Mark Hugomit Video3:38 - Trockenheit und Hitze:Flüsse in Deutschland: Ausgetrocknete Ufer, niedrige Pegel

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6. August
Süddeutsche Zeitung

Sommer 2026: Mehr Hitzetote in Deutschland als bislang angenommen

In Deutschland sind in diesem Jahr durch die Folgen der extremen Hitze bisher bereits weit mehr Menschen gestorben als in den Vorjahren. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) waren es 11 900. Die Gesamtzahl könnte allerdings noch höher sein, denn laut RKI handelt es sich dabei um eine konservative Schätzung. Damit sind jedoch 2026 schon jetzt deutlich mehr Menschen infolge der Hitze gestorben als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Die meisten Hitzetoten gab es zuvor 2018 mit ungefähr 9000 im gesamten Jahr. Bei den Zahlen für den bisherigen Sommer fällt vor allem eine Phase auf: Besonders viele hitzebedingte Sterbefälle gab es nämlich in der Hitzewelle Ende Juni. In der heißen Woche vom 22. bis 28. Juni starben etwa 9600 Menschen, wie es im aktuellen Bericht des RKI heißt. Das war die Woche, in der in Deutschland vielerorts die Temperaturen um die 40 Grad lagen. Am 27. Juni wurde dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge an 46 Stationen in der Bundesrepublik die 40-Grad-Marke geknackt. Mehrfach registrierte der DWD tagsüber Temperaturen von über 41 Grad. Die Nacht auf den 28. Juni war nach derzeitigen Daten des DWD die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Zunächst ging das RKI von etwa 5000 hitzebedingten Todesfällen in der Woche vom 22. bis 28. Juni aus. Doch die Auswirkungen dieser besonders heißen Woche sowie der Folgewoche zeigten sich „erst jetzt in vollem Umfang“, erklärte das RKI nun. Hitze wird in Deutschland nicht auf dem Totenschein ausgewiesen. Sie kann auf vielerlei Weise zum Tod führen, direkt beispielsweise durch den Hitzschlag, indirekt durch eine Verschlechterung vorbestehender Probleme, etwa des Herzens oder der Atemwege. „Wir hatten solche Extremtemperaturen ja bislang noch nicht.“ Wenn Epidemiologen die Zahl der Gestorbenen während einer Hitzewelle bestimmen wollen, sind sie daher auf Modelle und Vergleiche angewiesen. Vereinfacht gesagt schauen sie, wie viele Menschen in einer normalen Sommerwoche sterben – und stellen diesen Erwartungswert der Zahl der Toten während der Woche mit den hohen Temperaturen gegenüber. Die Differenz ist die sogenannte Übersterblichkeit, die Rückschlüsse auf die Zahl der an Hitze gestorbenen Menschen erlaubt. Dass dieser Wert nun deutlich nachgebessert werden musste, erklärt RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher zum einen damit, dass die Gesamtzahl der in Deutschland Verstorbenen erst im Laufe von fünf Wochen vom Statistischen Bundesamt gemeldet wird. Vor Ablauf dieser Frist arbeiten die Wissenschaftler mit unvollständigen Zahlen, weshalb das zunächst gemeldete Ergebnis auch nur „vorläufig“ war, so Glasmacher. Zum anderen, so lässt sich etwas überspitzt sagen, sei das Modell für die Analyse des Zusammenhangs zwischen Hitze und Sterblichkeit an seine Grenzen gelangt. Es sei, so Glasmacher nicht für solch hohe Temperaturen ausgelegt, wie sie zuletzt auftraten. „Wir hatten solche Extremtemperaturen ja bislang noch nicht“, sagte die Sprecherin. Damit hätte das Modell erst nachgebessert werden müssen. Wie das RKI angibt, wird typischerweise ab einer Wochenmitteltemperatur – dem Durchschnitt über die Tages- und Nachttemperaturen einer Woche – von etwa 20 Grad Celsius ein hitzebedingter Anstieg der Sterblichkeit sichtbar. In der speziellen Woche vom 22. bis 28. Juni lag die bundesweite Wochenmitteltemperatur dem RKI zufolge im Durchschnitt bei 26,4 Grad und damit weit oberhalb dieser Schwelle. In allen Bundesländern wurde in dieser Woche eine mittlere Temperatur über 20 Grad gemessen. Durch die extreme Hitze sind vor allem ältere Menschen bedroht: Die meisten der insgesamt fast 12 000 Todesfälle in diesem Jahr wurden in der Altersgruppe von 85 Jahren oder älter verzeichnet: 6060. Zudem waren 2910 der Gestorbenen zwischen 75 und 84 Jahre alt. 1760 Menschen waren zwischen 65 und 74 Jahre alt. Bei den unter 65-Jährigen waren es 1140 Todesfälle. Ein Bündnis aus Wissenschaftlern, Landwirten, Ärzten, Sozialverbänden und Klimaaktivisten verlangt angesichts der Extremhitze mit tödlichen Folgen mehr Engagement der schwarz-roten Bundesregierung. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) müsse einen Hitzegipfel veranstalten, fordert das Bündnis, dem mehr als 30 Verbände und Organisationen angehören. Die Regierung müsse die Menschen akut vor den Folgen von Klimakrise, Hitze, Dürre und Extremwetter schützen und ihrer Verantwortung gerecht werden. Zudem fordern die Bundesärztekammer, etwa 80 weitere europäische Gesundheitsorganisationen und etliche Umweltverbände deutlich mehr Anstrengungen von Deutschland und der EU. So müsse die Erklärung des Klimanotstands in verbindliche Verpflichtungen und extreme Hitze als ernsthafte Gesundheitsgefahr anerkannt werden, heißt es in einer Erklärung. Die Mediziner fordern unter anderem, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten und Schulen klimafest zu machen. Mit Material der dpa

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6. August
Der Spiegel (Politik)

9000 Hitzetote in einer Woche: Hausärzte rügen Untätigkeit der Regierung beim Hitzeschutz

Angesichts hoher Todeszahlen Hausärzte rügen Untätigkeit der Regierung beim Hitzeschutz Hitzetote in Deutschland häufen sich. Angesichts der hohen Todeszahlen in diesem Jahr werfen Ärztinnen und Ärzte der Bundesregierung Versagen vor. »Bis heute ist de facto nichts passiert«, sagte die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, Nicola Buhlinger-Göpfarth, der »Rheinischen Post« (Freitagsausgabe). Sie äußerte sich anlässlich der Bekanntgabe neuer Daten des Robert Koch-Instituts (RKI), wonach in diesem Jahr in Deutschland bereits fast 12.000 Hitzetote zu verzeichnen sind. Davon starben laut RKI allein 9600 Menschen in der Hitzewoche ab dem 22. Juni. Hitzetote »schockierend, aber leider nicht wirklich überraschend« »Fast 10.000 Hitzetote infolge einer einzelnen Woche im Juni sind kein Warnschuss mehr. Der Ernstfall ist bereits eingetreten«, sagte Buhlinger-Göpfarth. Sie kritisierte das regelmäßige Verschwinden des Themas von der politischen Tagesordnung, sobald im Herbst die Temperaturen wieder sinken. Daher sei die hohe Zahl an Hitzetoten »schockierend, aber leider nicht wirklich überraschend«. Dafür tadelte die Verbandsvorsitzende auch die Politik: »Wir sind in Deutschland sehr gut darin, Pläne und Absichtserklärungen zu diskutieren. Wenn es dann allerdings um die konkrete Umsetzung geht, wird es schnell still.« Dies liege auch an den Kosten für Hitzeschutz, doch »mit gutem Willen allein wird sich nichts ändern«, polterte Buhlinger-Göpfarth. Die Bundesregierung müsse jetzt reagieren und dafür auch Geld in die Hand nehmen, forderte der Hausärztinnen- und Hausärzteverband. »Neben den hausärztlichen Praxen müssen insbesondere auch die Pflegeheime in die Lage versetzt werden, ihre Bewohner vernünftig gegen Hitze zu schützen«, verlangte Buhlinger-Göpfarth. Vielerorts sei das nicht der Fall, wie Ärztinnen und Ärzte bei Heimbesuchen immer wieder erlebten. Hitze führt in Krankenhäusern zu hohen Temperaturen in Patientenzimmern, schweißtreibender Schutzkleidung und ermatteten Pflegern. Deutschlands Kliniken sind für Hitzewellen kaum gerüstet. Eine Berliner Klinik zeigt, wie es anders geht. Mehr dazu lesen Sie hier .

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6. August
Handelsblatt

Folgen der Hitze: Rund 9.600 Tote allein durch extrem heiße Juni-Woche

Folgen der Hitze: Rund 9.600 Tote allein durch extrem heiße Juni-Woche Berlin. Die Extremhitze in diesem Sommer hat tödliche Folgen in bislang unbekanntem Ausmaß: Allein durch die heftige Hitzewelle Ende Juni sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) fast 10.000 Menschen gestorben. Rund 9.600 hitzebedingte Sterbefälle gingen auf die Woche vom 22. bis 28. Juni zurück, heißt es im aktuellen Wochenbericht des RKI. Vielerorts in Deutschland lagen die Temperaturen in diesen Tagen um die 40 Grad. Insgesamt erhöht sich die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle in diesem Jahr laut RKI auf schätzungsweise 11.900, das heißt: Der Großteil ist auf die besonders extrem heißen Tage zurückzuführen. Die Gesamtzahl könnte sogar noch höher liegen: Dem RKI zufolge handelt es sich um eine konservative Schätzung. In jedem Fall sind in diesem Jahr bereits deutlich mehr Menschen wegen der Hitze gestorben als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Die meisten Hitzetoten gab es zuvor demnach 2018 mit rund 9.000 im gesamten Jahr. Auswirkungen erst jetzt sichtbar Für die besonders heiße Periode Ende Juni hatte das RKI zuvor mehr als 5.000 hitzebedingte Todesfälle angegeben. Die Auswirkungen dieser besonders heißen Woche sowie der Folgewoche zeigten sich erst jetzt, schreibt das RKI im Wochenbericht. Das liege auch daran, dass Temperaturen in dieser Höhe bisher in Deutschland kaum oder gar nicht vorkamen. Zudem würden Bundesland-spezifische Zahlen des Statistischen Bundesamtes erst mit einer Verzögerung von fünf Wochen berichtet. Erst jetzt enthalten die Zahlen demnach in vollem Umfang die Schätzungen der hitzebedingten Sterbefälle. Der aktuelle Bericht betrachtet insgesamt die Hitzetoten aus dem Zeitraum vom 6. April bis 26. Juli. Jede Woche werde auf einer neueren Datenbasis neu kalkuliert, erklärte eine Sprecherin. Das RKI berechnet auf Basis der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes, auch Daten von 52 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fließen in die Berechnung ein. Hitze ist vor allem für ältere und alte Menschen gefährlich. Mit rund 6.000 wurden die meisten Todesfälle in der Altersgruppe von 85 Jahren oder älter verzeichnet. Knapp 3.000 der Gestorbenen waren zwischen 75 und 84 Jahren alt, knapp 1.800 zwischen 65 und 74 Jahren. Bei den Unter-65-Jährigen waren es rund 1.100 Todesfälle. Tropische Nächte sind ein großes Problem Christian M. Schulz, Anästhesist, Notfallmediziner und Geschäftsführer von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit, zufolge sind neben den hohen Temperaturen tagsüber von um die 40 Grad die sogenannten tropischen Nächte das größte Problem. In diesen Nächten sinken die Temperaturen auch nachts nicht unter 20 Grad. Dann bekäme der Körper keine Erholungsphasen, das sei besonders gefährlich, sagte Schulz der dpa. Bei Hitze werde das Blut an die Körperoberfläche verteilt und stehe im Körperinneren weniger zur Verfügung, sagt Schulz. Man müsse mehr trinken und das Herz müsse pro Zeit mehr Blut durch den Körper pumpen. „Wenn wir entsprechend körperlich voreingeschränkt sind, fällt es uns viel schwerer drauf zu reagieren.“ Besonders treffe dies kranke Menschen, insbesondere in Einrichtungen, die man schlecht schützen könne, sagte Schulz, also in Altenheimen oder Krankenhäusern ohne ausreichende Kühlmöglichkeiten, etwa durch Verschattung. Auch ältere Menschen, die eigentlich zuhause allein gut zurechtkommen, seien gefährdet, wenn niemand nach ihnen schaut. Ältere Menschen haben oft weniger Durstgefühl, trinken zu wenig und können dehydrieren. „Dann gibt es zum Beispiel Nierenversagen oder dass das Herz-Kreislauf-System nicht mehr funktioniert.“ Es könne zu einer Bewusstseinstrübung kommen, „dann stehen sie nicht mehr auf und können auch nicht um Hilfe rufen“, sagt Schulz. Das sei ein schleichender Prozess über viele Stunden und Tage. „Der Hitzetod ist ein stiller Tod.“ Durchschnittstemperatur bei mehr als 26 Grad Dem RKI zufolge wird typischerweise ab einer Wochenmitteltemperatur von 20 Grad, also dem Durchschnitt der Tages- und Nachttemperaturen einer Woche, ein hitzebedingter Anstieg der Sterblichkeit sichtbar. Vom 22. bis 28. Juni lag die bundesweite Wochenmitteltemperatur dem RKI zufolge im Durchschnitt bei 26,4 Grad und damit weit oberhalb dieser Schwelle. In allen Bundesländern wurde in dieser Woche eine mittlere Temperatur über 20 Grad gemessen. Dem DWD zufolge war der Juni 2026 mit im Mittel 19,5 Grad der zweitwärmste seit Messbeginn. Nur 2019 war es demnach im Schnitt noch wärmer. Doch die Hitzewelle Ende Juni 2026 zeigte mehrere Extreme. Die Nacht vom 27. auf den 28. Juni war nach derzeitigen DWD-Daten die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Mehrfach wies der DWD tagsüber Temperaturen von über 41 Grad aus. Am 27. Juni wurde deutschlandweit an 46 Stationen die 40 Grad-Marke geknackt. Politik zu Hitzeschutz aufgefordert Angesichts der jüngsten Hitzewellen fordern die Bundesärztekammer, rund 80 weitere europäische Gesundheitsorganisationen und etliche Umweltverbände deutlich mehr Anstrengungen von Deutschland und der EU. So müsse die Erklärung des Klimanotstands in verbindliche Verpflichtungen und extreme Hitze als ernsthafte Gesundheitsgefahr anerkannt werden, heißt es in einer Erklärung der Gesundheitsorganisationen. Die Mediziner fordern unter anderem, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten und Schulen klimafest zu machen. Verwandte Themen Linken-Chef Luigi Pantisano sprach von einem „dramatischen Weckruf“. „Hitze ist längst eine tödliche Gefahr und trotzdem behandelt die Bundesregierung Hitzeschutz noch immer wie eine freiwillige Zusatzaufgabe.“ Der BUND, Fridays for Future, Nabu und weitere Gruppen wollten am Donnerstag vor dem Kanzleramt auf das Thema aufmerksam machen. „Wir fordern Bundeskanzler Merz und sein Kabinett dazu auf, einen Hitzegipfel einzuberufen. Bund, Länder und Kommunen müssen ihre Aktivitäten strategisch aufeinander abstimmen. Zivilgesellschaft und Forschung müssen gehört und ihre Erkenntnisse beim politischen Handeln umfänglich berücksichtigt werden“, so die Organisationen.

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6. August
Tagesschau

Robert Koch-Institut: Zahl der Hitzetoten höher als angenommen

Daten des Robert Koch-Institutes Zahl der Hitzetoten höher als angenommen Das Robert Koch-Institut hat seine Schätzungen zu Hitzetoten angepasst: Während der extremen Hitze Ende Juni sind demnach deutlich mehr Menschen gestorben. Das RKI spricht nun von 9.600 Sterbefällen allein Ende Juni. Infolge der extrem heißen Woche Ende Juni sind in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) deutlich mehr Menschen gestorben als bisher angenommen. Das RKI geht in seinem aktuellen Wochenbericht von 9.600 hitzebedingten Sterbefällen zwischen dem 22. und 28. Juni aus. Zuvor hatte das Institut mehr als 5.000 hitzebedingte Todesfälle geschätzt. In Deutschland lagen die Temperaturen in diesen Tagen vielerorts um die 40 Grad. Insgesamt erhöht sich die geschätzte Zahl der hitzebedingten Sterbefälle bis zum 26. Juli damit auf 11.900. Das sind mehr Fälle als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Den bisherigen Höchststand verzeichnete das RKI im Jahr 2018 mit fast 9.000 Sterbefällen im gesamten Jahr. Temperaturen in dieser Höhe bisher in Deutschland unüblich Die Auswirkungen dieser besonders heißen Woche sowie der Folgewoche zeigten sich erst jetzt, schreibt das RKI. Das liege auch daran, dass Temperaturen in dieser Höhe bisher in Deutschland kaum oder gar nicht vorkamen. Zudem würden Bundesland-spezifische Zahlen des Statistischen Bundesamtes erst mit einer Verzögerung von fünf Wochen berichtet. Der aktuelle Bericht betrachtet den Zeitraum vom 6. April bis 26. Juli. Jede Woche werde auf einer neueren Datenbasis neu kalkuliert, sagte eine Sprecherin. Bei den Daten des RKI handelt es sich um Schätzungen auf Basis der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes. Auch Daten von 52 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes fließen in die Berechnung ein. Fast 6.000 Todesfälle in der Altersgruppe über 84 Hitze ist vor allem für ältere Menschen gefährlich. Mit gut 6.000 wurden die meisten Todesfälle in der Altersgruppe von 85 Jahren oder älter verzeichnet. Knapp 3.000 der Gestorbenen waren zwischen 75 und 84 Jahren alt, knapp 1.800 zwischen 65 und 74 Jahren. Bei den Unter-65-Jährigen waren es gut 1.100 Todesfälle. Hitze führt sehr selten unmittelbar zum Tod. In den meisten Fällen ist es eine Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen, die zum Tod führt. Durchschnittstemperatur bei über 26 Grad Ein hitzebedingter Anstieg der Sterblichkeit wird typischerweise ab einer Wochenmitteltemperatur von 20 Grad sichtbar - also dem Durchschnitt der Tages- und Nachttemperaturen einer Woche. Vom 22. bis 28. Juni lag die bundesweite Wochenmitteltemperatur dem RKI zufolge im Durchschnitt bei 26,4 Grad und damit weit oberhalb dieser Schwelle. In allen Bundesländern wurde in dieser Woche eine mittlere Temperatur über 20 Grad gemessen. Der Juni 2026 war dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge mit im Mittel 19,5 Grad der zweitwärmste seit Messbeginn. Nur 2019 war es demnach im Schnitt noch wärmer. Doch die Hitzewelle Ende Juni 2026 zeigte mehrere Extreme. Die Nacht vom 27. auf den 28. Juni war dem DWD zufolge nach derzeitigen Daten die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Mehrfach wies der DWD Temperaturen von über 41 Grad aus. Zudem wurde am 27. Juni nach DWD-Angaben deutschlandweit an 46 Stationen die 40-Grad-Marke geknackt. Forderungen nach Hitzeschutz Angesichts der jüngsten Hitzewellen fordern die Bundesärztekammer, rund 80 weitere europäische Gesundheitsorganisationen und etliche Umweltverbände deutlich mehr Anstrengungen von Deutschland und der EU. So müsse die Erklärung des Klimanotstands in verbindliche Verpflichtungen und extreme Hitze als ernsthafte Gesundheitsgefahr anerkannt werden, heißt es in einer Erklärung der Gesundheitsorganisationen. Die Mediziner fordern unter anderem, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten und Schulen klimafest zu machen. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth hält für den nächsten Sommer einen nationalen Hitzeaktionsplan für notwendig. Der Bund arbeite sehr eng mit den Bundesländern zusammen, von denen viele Hitzeaktionspläne hätten, sagte der SPD-Politiker im ZDF. Problematisch ist auch die Situation in Krankenhäusern, die vielerorts nicht mit Klimaanlagen ausgestattet sind. Diesbezüglich übte Flashbert scharfe Kritik am Bundesrechnungshof. Es gebe vom Bundesumweltministerium das Programm "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen". Der Bundesrechnungshof habe aber "massivst kritisiert, dass wir damit unsere Kompetenzen weit übersteigen".

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6. August
taz (Öko & Co)

Neue Zahlen des RKI: Fast doppelt so viele Tote in Hitzewoche wie angenommen

Neue Zahlen des RKI: Fast doppelt so viele Tote in Hitzewoche wie angenommen Von rund 5.000 Toten durch Hitze Ende Juni ging das Robert Koch-Institut zunächst aus. Doch tatsächlich sind deutlich mehr Menschen hitzebedingt gestorben. dpa | Infolge der besonders heißen Woche Ende Juni sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) deutlich mehr Menschen hitzebedingt gestorben als bisher angenommen. Etwa 9.600 Sterbefälle gehen auf die Woche vom 22. bis 28. Juni zurück, heißt es im aktuellen RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Sterblichkeit. Damit geht der Großteil der bisherigen diesjährigen Hitzetoten auf die extrem heißen Tage zurück, an denen vielerorts in Deutschland die Temperaturen um die 40 Grad lagen. Insgesamt erhöht sich die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle in diesem Jahr laut RKI auf schätzungsweise 11.900. Damit sind in diesem Jahr bereits deutlich mehr Menschen wegen der Hitze gestorben als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Die meisten Hitzetoten gab es zuvor demnach 2018 mit rund 9.000 im gesamten Jahr. Auswirkungen erst jetzt sichtbar Die Auswirkungen dieser besonders heißen Woche sowie der Folgewoche zeigten sich erst jetzt, schreibt das RKI. Das liege auch daran, dass Temperaturen in dieser Höhe bisher in Deutschland kaum oder gar nicht vorkamen. Zudem würden Bundesland-spezifische Zahlen des Statistischen Bundesamtes erst mit einer Verzögerung von fünf Wochen berichtet. Erst jetzt enthalten die Zahlen demnach in vollem Umfang die geschätzte Zahl der hitzebedingten Sterbefälle. Zuvor hatte das RKI für die besonders heiße Periode mehr als 5.000 hitzebedingte Todesfälle geschätzt. Der aktuelle Bericht betrachtet insgesamt die Hitzetoten aus dem Zeitraum vom 6. April bis 26. Juli. Jede Woche werde auf einer neueren Datenbasis neu kalkuliert, sagte eine Sprecherin. Bei den Daten des RKI handelt es sich um Schätzungen auf Basis der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes. Auch Daten von 52 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes fließen in die Berechnung ein. Hitze ist vor allem für ältere Menschen gefährlich. Mit gut 6.000 wurden die meisten Todesfälle in der Altersgruppe von 85 Jahren oder älter verzeichnet. Knapp 3.000 der Gestorbenen waren zwischen 75 und 84 Jahren alt, knapp 1.800 zwischen 65 und 74 Jahren. Bei den Unter-65-Jährigen waren es gut 1.100 Todesfälle. Durchschnittstemperatur bei mehr als 26 Grad Typischerweise werde ab einer Wochenmitteltemperatur von 20 Grad, also dem Durchschnitt der Tages- und Nachttemperaturen einer Woche, ein hitzebedingter Anstieg der Sterblichkeit sichtbar. Vom 22. bis 28. Juni lag die bundesweite Wochenmitteltemperatur dem RKI zufolge im Durchschnitt bei 26,4 Grad und damit weit oberhalb dieser Schwelle. In allen Bundesländern wurde in dieser Woche eine mittlere Temperatur über 20 Grad gemessen. Der Juni 2026 war dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge mit im Mittel 19,5 Grad der zweitwärmste seit Messbeginn. Nur 2019 war es demnach im Schnitt noch wärmer. Doch die Hitzewelle Ende Juni 2026 zeigte mehrere Extreme. Die Nacht vom 27. auf den 28. Juni war dem DWD zufolge nach derzeitigen Daten die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Mehrfach wies der DWD Temperaturen von über 41 Grad aus. Zudem wurde am 27. Juni nach DWD-Angaben deutschlandweit an 46 Stationen die 40 Grad-Marke geknackt. Politik zu Hitzeschutz aufgefordert Angesichts der jüngsten Hitzewellen fordern die Bundesärztekammer, rund 80 weitere europäische Gesundheitsorganisationen und etliche Umweltverbände deutlich mehr Anstrengungen von Deutschland und der EU. So müsse die Erklärung des Klimanotstands in verbindliche Verpflichtungen und extreme Hitze als ernsthafte Gesundheitsgefahr anerkannt werden, heißt es in einer Erklärung der Gesundheitsorganisationen. Die Mediziner fordern unter anderem, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten und Schulen klimafest zu machen. Der BUND, Fridays for Future, Nabu und weitere Gruppen wollten am Donnerstag vor dem Kanzleramt auf das Thema aufmerksam machen. „Wir fordern Bundeskanzler Merz und sein Kabinett dazu auf, einen Hitzegipfel einzuberufen. Bund, Länder und Kommunen müssen ihre Aktivitäten strategisch aufeinander abstimmen. Zivilgesellschaft und Forschung müssen gehört und ihre Erkenntnisse beim politischen Handeln umfänglich berücksichtigt werden“, so die Organisationen. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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6. August
Süddeutsche Zeitung

Hitzewelle: RKI: Rund 9600 Tote allein durch extrem heiße Juni-Woche

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Elbe in Magdeburg erreicht niedrigsten Wasserstand DLRG-Zwischenbilanz: Bisher 261 Badetote in diesem Jahr Niedrigwasser-Krise setzt deutscher Wirtschaft zu - Bundesverkehrsminister beraumt Treffen an Wassermangel auf Berghütten: Alpenverein sieht neue Dimension  Italien ruft wegen Hitzewelle höchste Warnstufe für alle 27 Großstädte aus  RKI: Rund 9600 Tote allein durch extrem heiße Juni-Woche Infolge der besonders heißen Woche Ende Juni sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) deutlich mehr Menschen hitzebedingt gestorben als bisher angenommen. Etwa 9600 Sterbefälle gehen auf die Woche vom 22. bis 28. Juni zurück, heißt es im aktuellen RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Sterblichkeit. Damit geht der Großteil der bisherigen diesjährigen Hitzetoten auf die extrem heißen Tage zurück, an denen vielerorts in Deutschland die Temperaturen um die 40 Grad lagen. Insgesamt erhöht sich die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle in diesem Jahr laut RKI auf schätzungsweise 11 900. Damit sind in diesem Jahr bereits deutlich mehr Menschen wegen der Hitze gestorben als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Die meisten Hitzetoten gab es zuvor demnach 2018 mit ungefähr 9000 im gesamten Jahr. Die Auswirkungen dieser besonders heißen Woche sowie der Folgewoche zeigten sich erst jetzt, schreibt das RKI. Das liege auch daran, dass Temperaturen in dieser Höhe bisher in Deutschland kaum oder gar nicht vorkamen. Zudem würden Bundesland-spezifische Zahlen des Statistischen Bundesamtes erst mit einer Verzögerung von fünf Wochen berichtet. Erst jetzt enthalten die Zahlen demnach in vollem Umfang die geschätzte Zahl der hitzebedingten Sterbefälle. Zuvor hatte das RKI für die besonders heiße Periode mehr als 5000 hitzebedingte Todesfälle geschätzt. Hitze ist vor allem für ältere Menschen gefährlich. Mit gut 6000 wurden die meisten Todesfälle in der Altersgruppe von 85 Jahren oder älter verzeichnet. Knapp 3000 der Gestorbenen waren zwischen 75 und 84 Jahren alt, knapp 1800 zwischen 65 und 74 Jahren. Bei den Unter-65-Jährigen waren es ungefähr 1100 Todesfälle. Damit sind in diesem Jahr bereits deutlich mehr Menschen wegen der Hitze gestorben als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Die meisten Hitzetoten gab es zuvor demnach 2018 mit ungefähr 9000 im gesamten Jahr. Die Auswirkungen dieser besonders heißen Woche sowie der Folgewoche zeigten sich erst jetzt, schreibt das RKI. Das liege auch daran, dass Temperaturen in dieser Höhe bisher in Deutschland kaum oder gar nicht vorkamen. Zudem würden Bundesland-spezifische Zahlen des Statistischen Bundesamtes erst mit einer Verzögerung von fünf Wochen berichtet. Erst jetzt enthalten die Zahlen demnach in vollem Umfang die geschätzte Zahl der hitzebedingten Sterbefälle. Zuvor hatte das RKI für die besonders heiße Periode mehr als 5000 hitzebedingte Todesfälle geschätzt. Hitze ist vor allem für ältere Menschen gefährlich. Mit gut 6000 wurden die meisten Todesfälle in der Altersgruppe von 85 Jahren oder älter verzeichnet. Knapp 3000 der Gestorbenen waren zwischen 75 und 84 Jahren alt, knapp 1800 zwischen 65 und 74 Jahren. Bei den Unter-65-Jährigen waren es ungefähr 1100 Todesfälle. Elbe in Magdeburg erreicht niedrigsten Wasserstand Die Elbe in Magdeburg hat den niedrigsten Wasserstand seit Beginn der Messungen im Jahre 1727 erreicht. Laut Elwis-Vorhersagesystem der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes wurden am Pegel Strombrücke am Donnerstagvormittag 44 Zentimeter gemessen. Der bisher niedrigste gemessene Wasserstand der Elbe in Magdeburg datiert vom 31. Juli 2019, als am Pegel Strombrücke 45 Zentimeter gemessen wurden. Am Montag könnte der Wert gar auf 40 Zentimeter fallen. „Insgesamt lässt sich feststellen, dass wir uns in einer lang anhaltenden Niedrigwasserperiode befinden“, sagte Pavel Knotek von der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe in Magdeburg. So habe die Elbe seit dem Jahr 2015 fast in jedem Sommer für mehrere Wochen extremes Niedrigwasser. Seitdem tauchen im Flussgebiet zwischen dem tschechischen Děčín und Magdeburg an die 100 sogenannte Hungersteine und historische Niedrigwassermarken auf. Trockenheit und niedrige Wasserstände haben dazu geführt, dass seit April kaum noch Frachtschiffe auf der Elbe zwischen Magdeburg, Dresden und der tschechischen Grenze verkehren. „Insgesamt lässt sich feststellen, dass wir uns in einer lang anhaltenden Niedrigwasserperiode befinden“, sagte Pavel Knotek von der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe in Magdeburg. So habe die Elbe seit dem Jahr 2015 fast in jedem Sommer für mehrere Wochen extremes Niedrigwasser. Seitdem tauchen im Flussgebiet zwischen dem tschechischen Děčín und Magdeburg an die 100 sogenannte Hungersteine und historische Niedrigwassermarken auf. Trockenheit und niedrige Wasserstände haben dazu geführt, dass seit April kaum noch Frachtschiffe auf der Elbe zwischen Magdeburg, Dresden und der tschechischen Grenze verkehren. DLRG-Zwischenbilanz: Bisher 261 Badetote in diesem Jahr In deutschen Gewässern sind in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres mehr Menschen ertrunken als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Badetoten stieg auf 261 – das waren 15 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte. Die meisten Badetoten gab es in Bayern, gefolgt von Nordrhein-Westfalen. In Niedersachsen sank die Zahl leicht. Vor allem seit Beginn der Badesaison gab es deutlich mehr tödliche Unfälle, zwischen Anfang Mai und Ende Juli ertranken allein 189 Menschen. Das waren so viele Badetote wie seit 2019 nicht mehr – damals kamen in dem Zeitraum sogar 220 Menschen ums Leben. Besonders im vergangenen Juni kam es zu einem „dramatischen Anstieg“ an Unfällen, wie DLRG-Präsidentin Ute Vogt sagte. „Über 100 Opfer gab es im Monat Juni zuletzt im Jahr 2003.“ In den ersten sieben Monaten ertranken wieder deutlich mehr junge Menschen zwischen elf und 30 Jahren, ihre Zahl stieg von 49 im Vorjahreszeitraum auf 75. Die allermeisten von ihnen waren männlich – immerhin 95 Prozent. Etwa 90 Prozent der Todesfälle seien in frei zugänglichen Gewässern im Inland passiert, hieß es. So hätten in Seen und Teichen 118 Menschen ihr Leben verloren, 90 Todesfälle hätten sich in Bächen und Flüssen ereignet und 17 in Kanälen. In der Ostsee kamen laut DLRG 14 Menschen ums Leben. In Schwimmbädern kamen ebenfalls 14 Menschen zu Tode. „Die Zahlen zeigen wieder einmal, dass es besonders dort lebensbedrohlich wird, wo zumeist keine Rettungskräfte vor Ort sind, die im Notfall schnell Hilfe leisten können“, sagte Vogt. Mehr zu den Gründen, warum Menschen beim Baden ertrinken, lesen Sie hier: Vor allem seit Beginn der Badesaison gab es deutlich mehr tödliche Unfälle, zwischen Anfang Mai und Ende Juli ertranken allein 189 Menschen. Das waren so viele Badetote wie seit 2019 nicht mehr – damals kamen in dem Zeitraum sogar 220 Menschen ums Leben. Besonders im vergangenen Juni kam es zu einem „dramatischen Anstieg“ an Unfällen, wie DLRG-Präsidentin Ute Vogt sagte. „Über 100 Opfer gab es im Monat Juni zuletzt im Jahr 2003.“ In den ersten sieben Monaten ertranken wieder deutlich mehr junge Menschen zwischen elf und 30 Jahren, ihre Zahl stieg von 49 im Vorjahreszeitraum auf 75. Die allermeisten von ihnen waren männlich – immerhin 95 Prozent. Etwa 90 Prozent der Todesfälle seien in frei zugänglichen Gewässern im Inland passiert, hieß es. So hätten in Seen und Teichen 118 Menschen ihr Leben verloren, 90 Todesfälle hätten sich in Bächen und Flüssen ereignet und 17 in Kanälen. In der Ostsee kamen laut DLRG 14 Menschen ums Leben. In Schwimmbädern kamen ebenfalls 14 Menschen zu Tode. „Die Zahlen zeigen wieder einmal, dass es besonders dort lebensbedrohlich wird, wo zumeist keine Rettungskräfte vor Ort sind, die im Notfall schnell Hilfe leisten können“, sagte Vogt. Mehr zu den Gründen, warum Menschen beim Baden ertrinken, lesen Sie hier: Niedrigwasser-Krise setzt deutscher Wirtschaft zu - Bundesverkehrsminister beraumt Treffen an Über den Umgang mit dem extremen Niedrigwasser des Rheins und anderer Wasserstraßen sprechen an diesem Donnerstag in Bonn Wirtschaftsverbände mit dem neuen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU). Zu dem Treffen sind Vertreter von Industrie, Häfen und Binnenschifffahrt eingeladen. Sie wollen sich darüber austauschen, wie wirksam bisherige Maßnahmen waren und was aktuell getan werden kann. „Die anhaltende außergewöhnliche Niedrigwasserphase stellt das Binnenschifffahrtsgewerbe und die verladenden Industrieunternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Die deutlichen Einschränkungen bei den Transportkapazitäten wirken sich unmittelbar auf die Lieferketten und Produktionsprozesse aus.“Bundesverkehrsministerium Das Niedrigwasser im Rhein und anderen Flüssen setzt der deutschen Wirtschaft zu. Schiffe können weniger laden, was die Transportkosten für die Industrie hochtreibt. Nach Schätzung des Kiel Instituts für Weltwirtschaft könnte das Niedrigwasser im dritten Quartal zwischen ein 1 und 2 Milliarden Euro an Wertschöpfung kosten und das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 bis 0,2 Prozent dämpfen. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal war die deutsche Wirtschaft um 0,2 Prozent gewachsen. Die deutsche Chemieindustrie etwa warnt vor Produktionskürzungen wegen des Niedrigwassers. Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands VCI forderte vor der Fachkonferenz zum Niedrigwasser „robuste Wasserstraßen, leistungsfähige Schienen und Straßen und echte Ausweichmöglichkeiten für die Industrie.“ Deutschland brauche ein Verkehrsnetz, das auch in Extremlagen funktioniere. Verkehrsexpertin Maximiliane Lorenz vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik betonte, dass es speziell entlang des Rheins viel Industrie gebe, die normalerweise über die Wasserstraße mit Gütern beliefert werde. Diese enormen Mengen würden nun zum Teil auf die Straße verladen. „Das heißt, die Staugefahr steigt, wir haben höhere Fahrtzeiten, die Autobahnen dürften belastet werden.“ Auch auf der Schiene wird die Auslastung weiter steigen, wie die Expertin schätzt. Ebenfalls an diesem Donnerstag ist eine Video-Sonderkonferenz der Verkehrsminister geplant. Vorab bekannt wurde eine Beschlussvorlage aus Nordrhein-Westfalen. Damit soll der Bund zu umfassenden Maßnahmen gegen Niedrigwasser aufgefordert werden, etwa zu einem Flottenförderprogramm für Schiffe, die für Niedrigwasser geeignet sind. Über die Beschlussvorlage hatte zuvor die Rheinische Post berichtet. Die deutsche Chemieindustrie etwa warnt vor Produktionskürzungen wegen des Niedrigwassers. Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands VCI forderte vor der Fachkonferenz zum Niedrigwasser „robuste Wasserstraßen, leistungsfähige Schienen und Straßen und echte Ausweichmöglichkeiten für die Industrie.“ Deutschland brauche ein Verkehrsnetz, das auch in Extremlagen funktioniere. Verkehrsexpertin Maximiliane Lorenz vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik betonte, dass es speziell entlang des Rheins viel Industrie gebe, die normalerweise über die Wasserstraße mit Gütern beliefert werde. Diese enormen Mengen würden nun zum Teil auf die Straße verladen. „Das heißt, die Staugefahr steigt, wir haben höhere Fahrtzeiten, die Autobahnen dürften belastet werden.“ Auch auf der Schiene wird die Auslastung weiter steigen, wie die Expertin schätzt. Ebenfalls an diesem Donnerstag ist eine Video-Sonderkonferenz der Verkehrsminister geplant. Vorab bekannt wurde eine Beschlussvorlage aus Nordrhein-Westfalen. Damit soll der Bund zu umfassenden Maßnahmen gegen Niedrigwasser aufgefordert werden, etwa zu einem Flottenförderprogramm für Schiffe, die für Niedrigwasser geeignet sind. Über die Beschlussvorlage hatte zuvor die Rheinische Post berichtet. Luzia Geier Hitze in Europa: Ärzte dringen auf verbindliche Maßnahmen Angesichts der jüngsten Hitzewellen mit Tausenden Toten fordern die Bundesärztekammer und rund 80 weitere europäische Gesundheitsorganisationen deutlich mehr Anstrengung von der EU. So müsse die Erklärung des Klimanotstands in verbindliche Verpflichtungen und extreme Hitze als ernsthafte grenzüberschreitende Gesundheitsgefahr anerkannt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.  Weiter fordern die Unterzeichner unter anderem einen Europäischen Hitzeschutzplan, unterstützt durch einen Notfall-Anpassungsfonds. Damit sollen beispielsweise die Hitzeüberwachung und Gesundheitseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten und Schulen klimafest gemacht werden. Die Lücke im europäischen Arbeitsschutz bei Hitze müsse durch verbindliche, regional angepasste Temperaturschwellenwerte geschlossen werden. Außerdem sollen etwa sichere Innentemperaturen für vulnerable Menschen im Bestandswohnraum gewährleistet werden. Trotz bestehender nationaler Hitze-Gesundheits-Aktionspläne, Frühwarnsysteme und einer EU-Anpassungsstrategie steige die hitzebedingte Sterblichkeit weiter, kritisieren die Autoren. „Unter den Hitzekuppeln des Juni 2026, dem heißesten je in Westeuropa gemessenen Juni, wurden allein in der Spitzenwoche der Hitzewelle mehrere Tausend Übersterblichkeitsfälle registriert - Tendenz weiter steigend.“ Die Opfer seien überwiegend ältere Menschen, überproportional Frauen. Auch im Freien arbeitende Menschen sowie Menschen in Armut und in schlecht angepassten Wohnungen als auch in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen seien von gesundheitlichen Folgen betroffen, zudem förderten Waldbrände weitere Todesopfer und hüllten Städte in Rauch. Weiter fordern die Unterzeichner unter anderem einen Europäischen Hitzeschutzplan, unterstützt durch einen Notfall-Anpassungsfonds. Damit sollen beispielsweise die Hitzeüberwachung und Gesundheitseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten und Schulen klimafest gemacht werden. Die Lücke im europäischen Arbeitsschutz bei Hitze müsse durch verbindliche, regional angepasste Temperaturschwellenwerte geschlossen werden. Außerdem sollen etwa sichere Innentemperaturen für vulnerable Menschen im Bestandswohnraum gewährleistet werden. Trotz bestehender nationaler Hitze-Gesundheits-Aktionspläne, Frühwarnsysteme und einer EU-Anpassungsstrategie steige die hitzebedingte Sterblichkeit weiter, kritisieren die Autoren. „Unter den Hitzekuppeln des Juni 2026, dem heißesten je in Westeuropa gemessenen Juni, wurden allein in der Spitzenwoche der Hitzewelle mehrere Tausend Übersterblichkeitsfälle registriert - Tendenz weiter steigend.“ Die Opfer seien überwiegend ältere Menschen, überproportional Frauen. Auch im Freien arbeitende Menschen sowie Menschen in Armut und in schlecht angepassten Wohnungen als auch in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen seien von gesundheitlichen Folgen betroffen, zudem förderten Waldbrände weitere Todesopfer und hüllten Städte in Rauch. Luzia Geier Wetter beruhigt sich – nur noch Unwetter an den Alpen Nach den schweren Unwettern in den vergangenen Tagen entspannt sich die Wetterlage. Die Temperaturen erreichen laut den Wetterexperten in der Nordwesthälfte maximal 21 bis 26 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt. In den anderen Landesteilen kann es bei 25 bis 31 Grad deutlich wärmer werden. Dabei ist es weitestgehend heiter bis sonnig.  Nur noch vereinzelt ist nach DWD-Angaben an den Alpen mit Starkregen und Gewittern zu rechnen. Bei Starkregen könnten den Angaben zufolge bis zu 25 Liter pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit fallen. An der Nord- und Ostsee kann es zudem stürmisch werden. Den Angaben zufolge sei mit Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 und 70 Kilometern pro Stunde aus westlicher Richtung zu rechnen. Von der Nordsee her ziehen einige Wolken in Richtung Binnenland. Dabei kann es auch vereinzelte leichte Schauer geben. In der Nacht zum Freitag kann es dann im Südosten kräftiger regnen. Dazu seien auch einzelne Gewitter möglich. Der Freitag selbst wird meist heiter. Am meisten Sonne soll im Süden scheinen. Im Norden werden dichte Wolkenfelder zum Teil mit Regen erwartet. Nur noch vereinzelt ist nach DWD-Angaben an den Alpen mit Starkregen und Gewittern zu rechnen. Bei Starkregen könnten den Angaben zufolge bis zu 25 Liter pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit fallen. An der Nord- und Ostsee kann es zudem stürmisch werden. Den Angaben zufolge sei mit Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 und 70 Kilometern pro Stunde aus westlicher Richtung zu rechnen. Von der Nordsee her ziehen einige Wolken in Richtung Binnenland. Dabei kann es auch vereinzelte leichte Schauer geben. In der Nacht zum Freitag kann es dann im Südosten kräftiger regnen. Dazu seien auch einzelne Gewitter möglich. Der Freitag selbst wird meist heiter. Am meisten Sonne soll im Süden scheinen. Im Norden werden dichte Wolkenfelder zum Teil mit Regen erwartet. Waldbrand am Kranzbergkogel nicht unter Kontrolle Der Waldbrand westlich von Schneizlreuth im Berchtesgadener Land ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Die Löscharbeiten am Kranzbergkogel laufen derzeit sowohl von der Luft als auch vom Boden aus auf Hochtouren, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Insgesamt sind drei Hubschrauber vor Ort: zwei davon zum Löschen, einer mit einer Wärmebildkamera. Eine sichtbare Ausdehnung des Brandes gibt es laut einem Polizeisprecher zwar nicht mehr, dies sei jedoch nur schwer abzuschätzen, da es sich um ein Bodenfeuer in einem bewaldeten Gebiet handle. Wie lange die Löscharbeiten noch dauern werden, konnte die Polizei nicht sagen. Das Feuer war am Dienstag nach einer Rauchmeldung entdeckt worden. Eine Erstbewertung per Feuerwehrdrohne konnte eine Brandstelle von mehreren Hundert Quadratmetern bestätigen. Bereits am Abend hatte ein Polizeihubschrauber erste Löschmaßnahmen eingeleitet. Eine sichtbare Ausdehnung des Brandes gibt es laut einem Polizeisprecher zwar nicht mehr, dies sei jedoch nur schwer abzuschätzen, da es sich um ein Bodenfeuer in einem bewaldeten Gebiet handle. Wie lange die Löscharbeiten noch dauern werden, konnte die Polizei nicht sagen. Das Feuer war am Dienstag nach einer Rauchmeldung entdeckt worden. Eine Erstbewertung per Feuerwehrdrohne konnte eine Brandstelle von mehreren Hundert Quadratmetern bestätigen. Bereits am Abend hatte ein Polizeihubschrauber erste Löschmaßnahmen eingeleitet. Wassermangel auf Berghütten: Alpenverein sieht neue Dimension Wasserknappheit zwingt die Berghütten des Deutschen Alpenvereins (DAV) zu drastischen Einschränkungen. „Wir haben auf fast allen Hütten derzeit Mangellagen, da werden die unterschiedlichsten Maßnahmen ergriffen“, sagte Sprecher Julian Rohn. „Das ist schon eine neue Dimension.“ „Das ist leider bittere Realität, dass das Wasser ausgeht“, ordnete Rohn die Lage auch in anderen Regionen der Alpen ein. „Das ist schon drastisch, zumal es noch relativ früh in der Saison ist.“ Die Folge: „Die Waschräume sind nicht mehr zugänglich, die wasserintensiven Spültoiletten müssen durch Trockentoiletten ersetzt werden.“ Um den Küchenbetrieb aufrechterhalten zu können, wird etwa das Trinkwasser auf der Blaueishütte bei Berchtesgaden derzeit per Hubschrauber geliefert. Die Minute Heliflug kostet 31 Euro – plus 600 Euro für den Anflug. Nach zwei schneearmen Wintern und einer langen Trockenperiode ohne Niederschläge ist die Lage heuer verschärft. „Im Moment betrifft es flächendeckend alle“, schilderte Rohn. Die Sektionen des Deutschen Alpenvereins unterhalten rund 320 Hütten, gut zwei Drittel davon in den deutschen und österreichischen Alpen. Sie werden zumeist durch oberflächennahe Wasservorräte aus Niederschlägen oder dem Schmelzwasser von Schneefeldern und Gletschern versorgt. Durch den Klimawandel steht aber Jahr für Jahr weniger Wasser zur Verfügung. Vor allem die hochalpinen Hütten leiden unter diesen Veränderungen. „Das ist leider bittere Realität, dass das Wasser ausgeht“, ordnete Rohn die Lage auch in anderen Regionen der Alpen ein. „Das ist schon drastisch, zumal es noch relativ früh in der Saison ist.“ Die Folge: „Die Waschräume sind nicht mehr zugänglich, die wasserintensiven Spültoiletten müssen durch Trockentoiletten ersetzt werden.“ Um den Küchenbetrieb aufrechterhalten zu können, wird etwa das Trinkwasser auf der Blaueishütte bei Berchtesgaden derzeit per Hubschrauber geliefert. Die Minute Heliflug kostet 31 Euro – plus 600 Euro für den Anflug. Nach zwei schneearmen Wintern und einer langen Trockenperiode ohne Niederschläge ist die Lage heuer verschärft. „Im Moment betrifft es flächendeckend alle“, schilderte Rohn. Die Sektionen des Deutschen Alpenvereins unterhalten rund 320 Hütten, gut zwei Drittel davon in den deutschen und österreichischen Alpen. Sie werden zumeist durch oberflächennahe Wasservorräte aus Niederschlägen oder dem Schmelzwasser von Schneefeldern und Gletschern versorgt. Durch den Klimawandel steht aber Jahr für Jahr weniger Wasser zur Verfügung. Vor allem die hochalpinen Hütten leiden unter diesen Veränderungen. Italien ruft wegen Hitzewelle höchste Warnstufe für alle 27 Großstädte aus Italien hat für Donnerstag für alle 27 Großstädte des Landes die höchste Warnstufe ausgerufen. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, gilt die Alarmstufe Rot. Diese signalisiert einen potenziellen Gesundheitsnotstand und ein ernstes Risiko für die gesamte Bevölkerung, auch für junge und gesunde Menschen. Am Dienstag und Mittwoch gilt diese bereits für 25 Städte. Am Donnerstag sollen auch Messina und Reggio Calabria im äußersten Süden folgen. Aus dem Ministerium hieß es, dies sei das erste Mal in diesem Jahr, dass für alle 27 Städte die höchste Alarmstufe gelte. Ob dies in früheren Jahren schon einmal der Fall war, blieb zunächst unklar. Die Temperaturen sind in einigen Regionen Italiens auf bis zu 40 Grad Celsius geklettert. Meteorologen erwarten vor dem Wochenende keine Abkühlung. Verursacht wird die Hitzewelle unter anderem durch ein Hochdruckgebiet aus Nordafrika, das sich über dem Mittelmeer verstärkt und über weite Teile Europas ausgedehnt hat. Aus dem Ministerium hieß es, dies sei das erste Mal in diesem Jahr, dass für alle 27 Städte die höchste Alarmstufe gelte. Ob dies in früheren Jahren schon einmal der Fall war, blieb zunächst unklar. Die Temperaturen sind in einigen Regionen Italiens auf bis zu 40 Grad Celsius geklettert. Meteorologen erwarten vor dem Wochenende keine Abkühlung. Verursacht wird die Hitzewelle unter anderem durch ein Hochdruckgebiet aus Nordafrika, das sich über dem Mittelmeer verstärkt und über weite Teile Europas ausgedehnt hat. Touristen schützen sich vor dem antiken Kolosseum in Rom gegen die Sonne. Alessandra Tarantino/AP/dpa Voralpenland: Tanklaster bringen frisches Trinkwasser Das bayerische Voralpenland galt immer als sehr wasserreich. Doch nun kann offenbar auch dort passieren, was gerade die Bewohner von Bad Bayersoien erleben: Das Trinkwasser muss dort momentan mit einem Tanklaster aus der Nachbargemeinde herangefahren werden. Donau-Niedrigwasser legt in Serbien Nazi-Schiffswracks frei Der extrem niedrige Wasserstand der Donau hat in Serbien mehrere Schiffswracks der deutschen Marine aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Schaulustige kletterten in der Nähe des Flusshafens Prahovo auf den verwitterten Relikten der einstigen Nazi-Flotte herum, berichten serbische Medien. Auch in den vergangenen Jahren waren die Schiffswracks dort in besonders heißen Sommern immer wieder sichtbar geworden. Die Häufung der Wracks in dem Donauabschnitt unmittelbar vor dem sogenannten Eisernen Tor – einem Durchbruchstal der Donau an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien – erklärt sich mit den Geschehnissen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Nazi-Marine hatte dort Teile ihrer Schwarzmeerflotte selbst versenkt. Der deutsche Flottenverband hatte sich auf dem Rückzug befunden und war von der sowjetischen Donaumilitärflottille verfolgt worden. Die rund 200 versenkten Wasserfahrzeuge sollten die Donau für die Verfolger unpassierbar machen. Die Wracks bei Prahovo bilden für die Donauschifffahrt bei niedrigen Wasserständen ein nicht unerhebliches und gefährliches Hindernis. Die Europäische Union (EU) fördert deshalb ein Programm, um die besonders ungünstig platzierten alten Nazi-Schiffe nach und nach aus dem Wasser zu ziehen. Von 21 dazu ausersehenen Wracks seien bis April dieses Jahres sieben geborgen worden, berichtete die Website des staatlichen Fernsehens RTS. Die Häufung der Wracks in dem Donauabschnitt unmittelbar vor dem sogenannten Eisernen Tor – einem Durchbruchstal der Donau an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien – erklärt sich mit den Geschehnissen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Nazi-Marine hatte dort Teile ihrer Schwarzmeerflotte selbst versenkt. Der deutsche Flottenverband hatte sich auf dem Rückzug befunden und war von der sowjetischen Donaumilitärflottille verfolgt worden. Die rund 200 versenkten Wasserfahrzeuge sollten die Donau für die Verfolger unpassierbar machen. Die Wracks bei Prahovo bilden für die Donauschifffahrt bei niedrigen Wasserständen ein nicht unerhebliches und gefährliches Hindernis. Die Europäische Union (EU) fördert deshalb ein Programm, um die besonders ungünstig platzierten alten Nazi-Schiffe nach und nach aus dem Wasser zu ziehen. Von 21 dazu ausersehenen Wracks seien bis April dieses Jahres sieben geborgen worden, berichtete die Website des staatlichen Fernsehens RTS. Bundeskartellamt: Rhein-Niedrigwasser sorgt für Nord-Süd-Gefälle bei Spritpreisen Das Niedrigwasser am Rhein treibt die Spritpreise in Deutschland in die Höhe. Die regionalen Preisunterschiede auf Tankstellenebene betrugen laut Bundeskartellamt im Juli bei der Benzinsorte E5 bis zu elf Cent pro Liter, bei Diesel bis zu zehn Cent. "Das Nord-Süd-Gefälle des durchschnittlichen Preisniveaus an den Tankstellen dürfte insbesondere aus unterschiedlichen Kraftstoff-Beschaffungskosten resultieren", erklärte das Kartellamt. Vor allem im Westen und um die Köln-Bonner Rheinebene stiegen die Preise von Mitte Juli an stark. Durch das Niedrigwasser des Rheins seien die Frachtraten stark gestiegen. Der Transport von Raffinerieprodukten per Binnenschiff sei im Westen auch andernorts entlang des Rheins teils stark eingeschränkt, so die Kartellwächter. "Auch wenn Rohöl zur Raffinerie meist über Pipelines transportiert wird, beziehen Raffinerien sonstige Anlieferungen häufig per Binnenschiff", erklärte das Bundeskartellamt. Dazu zählten Vorprodukte wie Gasöl oder Naphtha, ein Rohbenzin. Vor allem im Westen und um die Köln-Bonner Rheinebene stiegen die Preise von Mitte Juli an stark. Durch das Niedrigwasser des Rheins seien die Frachtraten stark gestiegen. Der Transport von Raffinerieprodukten per Binnenschiff sei im Westen auch andernorts entlang des Rheins teils stark eingeschränkt, so die Kartellwächter. "Auch wenn Rohöl zur Raffinerie meist über Pipelines transportiert wird, beziehen Raffinerien sonstige Anlieferungen häufig per Binnenschiff", erklärte das Bundeskartellamt. Dazu zählten Vorprodukte wie Gasöl oder Naphtha, ein Rohbenzin. Binnenschiffe auf dem Rhein bei Köln: Weil der niedrige Pegelstand des Flusses den Warentransport auf dem Wasser erschwert, sind die Benzinpeise in der Region laut Bundeskartellamt gestiegen. Rolf Vennenbernd/dpa Lilly Zerbst Rekordtemperaturen: Heute wird es ungewöhnlich heiß Nach einer Verschnaufpause erreicht die dritte Hitzewelle des Sommers ihren vorläufigen Höhepunkt: Der DWD rechnet in weiten Teilen Deutschlands mit 30 bis 38 Grad. Im Bereich von Südhessen bis nach Mainfranken soll es sogar bis zu 39 Grad heiß werden. Im Süden und Osten Bayerns wird es heute so warm wie noch nie an einem 4. August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das zeigen die Vorhersagen der Tageshöchsttemperaturen an ausgewählten Messstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Wo es heute noch ungewöhnlich heiß ist, zeigen diese Karten: Im Süden und Osten Bayerns wird es heute so warm wie noch nie an einem 4. August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das zeigen die Vorhersagen der Tageshöchsttemperaturen an ausgewählten Messstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Wo es heute noch ungewöhnlich heiß ist, zeigen diese Karten: Lilly Zerbst Rhein-Pegel fällt auf niedrigsten Stand seit 1880 Der Wasserstand des Rheins ist infolge der anhaltenden Hitze und Trockenheit in Europa auf den niedrigsten Stand seit fast 150 Jahren gefallen. Der Pegel im rheinland-pfälzischen Kaub sank am Montag auf 24 Zentimeter. Dort ist ein entscheidender Engpass für Schiffe auf dem Weg nach Süddeutschland und in die Schweiz. Es ist der niedrigste Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880, wie aus Daten der deutschen Bundesbehörden hervorgeht, die von der ETH Zürich zusammengestellt wurden. Der Pegelstand in Ufernähe ist nicht gleich der Wassertiefe in der Fahrrinne.  „Unter einem Pegelstand von 40 Zentimetern bei Kaub ist keine sinnvolle Binnenschifffahrt mehr möglich“, so die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd). Frachtschiffe auf Europas wichtigster Wasserstraße können oft nur zu etwa einem Fünftel beladen werden. Die Ladung muss deshalb auf mehrere Schiffe verteilt werden. Die Kosten für den Transport von Diesel von Rotterdam nach Karlsruhe stiegen auf den höchsten Wert seit Beginn der Erhebung durch Bloomberg im Jahr 2009. Der Rhein ist eine zentrale Transportader für Mineralölprodukte, Chemikalien, Kohle, Eisenerz, Getreide und Containerfracht. Ein Teil der Güter kann auf die Schiene verlagert werden. Doch selbst wenn Unternehmen alternative Transportwege finden, drohen die höheren Kosten die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie gegenüber Konkurrenten in Asien und Nordamerika weiter zu schwächen. Für den uneingeschränkten Betrieb von Großmotorschiffen müsste der Wasserstand im Rhein wieder um mehr als einen Meter ansteigen. „Unter einem Pegelstand von 40 Zentimetern bei Kaub ist keine sinnvolle Binnenschifffahrt mehr möglich“, so die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd). Frachtschiffe auf Europas wichtigster Wasserstraße können oft nur zu etwa einem Fünftel beladen werden. Die Ladung muss deshalb auf mehrere Schiffe verteilt werden. Die Kosten für den Transport von Diesel von Rotterdam nach Karlsruhe stiegen auf den höchsten Wert seit Beginn der Erhebung durch Bloomberg im Jahr 2009. Der Rhein ist eine zentrale Transportader für Mineralölprodukte, Chemikalien, Kohle, Eisenerz, Getreide und Containerfracht. Ein Teil der Güter kann auf die Schiene verlagert werden. Doch selbst wenn Unternehmen alternative Transportwege finden, drohen die höheren Kosten die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie gegenüber Konkurrenten in Asien und Nordamerika weiter zu schwächen. Für den uneingeschränkten Betrieb von Großmotorschiffen müsste der Wasserstand im Rhein wieder um mehr als einen Meter ansteigen. Bereits Ende Juli stand der Pegel in Kaub mit 27 Zentimeter besonders tief. Der Schiffsverkehr kam fast zum Erliegen. Thomas Frey/dpa Lilly Zerbst „Fridays for Future“ ruft zur „Hitzedemo“ auf Angesichts der Waldbrände im Süden Europas und der aktuellen Hitzewelle hat die Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ für Donnerstag zu einer Demonstration vor dem Bundeskanzleramt in Berlin aufgerufen. Die Kundgebung hat das Motto „Wo bleibt der Hitzeplan?“, wie die Initiative mitteilt. Auch die Aktivistin Luisa Neubauer werde dazu erwartet. Die Bewegung fordert unter anderem einen bundesweiten Hitzeschutzplan, um für künftige Hitzewellen gewappnet zu sein. Dazu gehörten flächendeckende Warnsysteme. Der Plan müsse zudem eine „ganzheitliche Anpassung“ gewährleisten und Bereiche wie Land- und Forstwirtschaft sowie die Gesundheitsversorgung einschließen. Die Bewegung fordert unter anderem einen bundesweiten Hitzeschutzplan, um für künftige Hitzewellen gewappnet zu sein. Dazu gehörten flächendeckende Warnsysteme. Der Plan müsse zudem eine „ganzheitliche Anpassung“ gewährleisten und Bereiche wie Land- und Forstwirtschaft sowie die Gesundheitsversorgung einschließen. Zu der „Hitzedemo“ wird auch Klimaaktivistin Luisa Neubauer erwartet. (Archivbild). Christian Mang/Reuters

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