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Freitag, 17. Juli 2026
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Justiz - Zwei Jahre Haft auf Bewährung für NSU-Unterstützerin Susann E.

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17. Juli
ZDF heute

Zwei Jahre auf Bewährung für NSU-Unterstützerin Susann E.

Urteil gegen Vertraute von Zschäpe:Zwei Jahre auf Bewährung für NSU-Unterstützerin Susann E. Zwei Jahre auf Bewährung: Das Oberlandesgericht Dresden hat Susann E. wegen Unterstützung des NSU verurteilt. Sie galt als enge Vertraute der Rechtsterroristin Beate Zschäpe. Die NSU-Unterstützerin Susann E. ist zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Die Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt. Das Oberlandesgericht Dresden (OLG) sprach die 45-Jährige der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung in drei Fällen und der Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung mit Waffen in einem Fall schuldig. Susann E. ist mit André E. verheiratet, der 2018 als Unterstützer der Neonazi-Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde. Ausweis und Krankenkassenkarte an Zschäpe verliehen Die 45-Jährige musste sich vor dem OLG verantworten, weil sie der Rechtsterroristin Beate Zschäpe ihren Personalausweis und ihre Krankenkassenkarte überließ. Die Bundesanwaltschaft warf ihr auch vor, bei der Anmietung eines Wohnmobils geholfen zu haben, das der NSU 2011 bei seinem letzten Raubüberfall nutzte. Eine zentrale Frage bei der Beweisaufnahme im Prozess war, ob Susann E. von den rassistischen Morden des NSU wusste. Bei der Länge der Haftstrafe blieben die Richter deutlich hinter der Forderung der Bundesanwaltschaft von vier Jahren zurück. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Susann E. hatte im Prozess geschwiegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die NSU-Terroristin Beate Zschäpe steht heute als Zeugin vor Gericht. Sie soll im Verfahren gegen eine mutmaßliche Vertraute, Susann E., die sie unterstützt haben soll, eine Aussage machen. 03.12.2025 | 1:31 minProteste gegen Rechts vor dem Gericht Vor dem Gericht hatten zuvor etwa zwei Dutzend Menschen gegen rechte Gewalt und Rechtsextremismus demonstriert. Die Neonazi-Terrorzelle NSU bestand aus Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Ab dem Jahr 2000 verübte das Trio jahrelang unerkannt zehn Morde in ganz Deutschland. Die Opfer waren neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine deutsche Polizistin. Dutzende Menschen wurden zudem bei zwei Bombenanschlägen des NSU in Köln verletzt. Das Leben im Untergrund finanzierte sich das Trio mit Banküberfällen. Vor 25 Jahren töteten die NSU-Terroristen ihr erstes Opfer, Enver Şimşek. "Forum"-Moderatorin Dilek Üşük hat mit seiner Tochter gesprochen, der Autorin Semiya Şimşek. 12.09.2025 | 15:08 minMehr zu Rechtsextremismus - Urteil gegen Vertraute von Zschäpe:Zwei Jahre auf Bewährung für NSU-Unterstützerin Susann E.mit Video1:31 - Nach Auslieferung an Deutschland:Rechtsextremistin Liebich in Männervollzug verlegtmit Video0:49 - Nach Festnahme in Tschechien im April:Rechtsextremistin Liebich an Deutschland ausgeliefertmit Video0:49 - Unabhängigkeitstag der USA:Rechtsextreme Gruppe marschiert durch Washingtonmit Video0:24

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17. Juli
Die Welt (Politik)

Gericht verurteilt NSU-Unterstützerin Susann E. zu zweijähriger Bewährungsstrafe

Gericht verurteilt NSU-Unterstützerin Susann E. zu zweijähriger Bewährungsstrafe Die NSU-Unterstützerin Susann E. erhält zwei Jahre Haft auf Bewährung. Das Dresdner Oberlandesgericht blieb mit dem Strafmaß aber deutlich hinter der Forderung der Bundesanwaltschaft zurück. Die NSU-Unterstützerin Susann E. ist zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Die Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt. Das Oberlandesgericht Dresden (OLG) sprach die 45-Jährige der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung in drei Fällen sowie der Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung mit Waffen in einem Fall schuldig. Susann E. ist mit André E. verheiratet, der 2018 als Unterstützer der Neonazi-Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde. Die 45-Jährige musste sich vor dem OLG verantworten, weil sie der Rechtsterroristin Beate Zschäpe ihren Personalausweis und ihre Krankenkassenkarte überließ. Die Bundesanwaltschaft warf ihr auch vor, bei der Anmietung eines Wohnmobils geholfen zu haben, das der NSU 2011 bei seinem letzten Raubüberfall nutzte. Eine zentrale Frage bei der Beweisaufnahme im Prozess war, ob Susann E. von den rassistischen Morden des NSU wusste. Bei der Länge der Haftstrafe blieben die Richter deutlich hinter der Forderung der Bundesanwaltschaft von vier Jahren zurück. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert, Susann E. hatte im Prozess geschwiegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Vor dem Gericht hatten zuvor etwa zwei Dutzend Menschen gegen rechte Gewalt und Rechtsextremismus demonstriert. Die Neonazi-Terrorzelle NSU bestand aus Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Ab dem Jahr 2000 verübte das Trio jahrelang unerkannt zehn Morde in ganz Deutschland. Die Opfer waren neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine deutsche Polizistin. Dutzende Menschen wurden zudem bei zwei Bombenanschlägen des NSU in Köln verletzt. Das Leben im Untergrund finanzierte das Trio mit Banküberfällen.

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17. Juli
FAZ (Politik)

Susann E.: Zschäpes beste Freundin muss nicht in Haft

Susann E. : Zschäpes beste Freundin muss nicht in Haft Zwei Jahre auf Bewährung bekommt Susann E. Sie hatte Beate Zschäpe vom rechtsextremen NSU unterstützt. Das Gericht blieb deutlich unter der Forderung der Anklage. Zwei Jahre Haft auf Bewährung – so lautet das Urteil gegen eine Unterstützerin der rechtsextremistischen Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Das Oberlandesgericht Dresden verurteilte die heute 45 Jahre alte Susann E. wegen der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und der Beihilfe zu schwerer räuberischer Erpressung mit Waffen. In Haft muss Susann E. jedoch nicht. Die Bundesstaatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren gefordert. Sie sah es als erwiesen an, dass die seinerzeit engste Vertraute der NSU-Terroristin Beate Zschäpe den NSU logistisch unterstützt und damit das Leben im Untergrund unter falscher Identität erheblich erleichtert habe. So habe sie nicht nur von den zahlreichen Raubüberfällen des NSU gewusst, sondern auch von den zehn rassistisch motivierten Morden. Das Oberlandesgericht folgte der Anklage auf Unterstützung einer terroristischen Vereinigung in drei Fällen und bejahte auch die Beihilfe zu schwerer räuberischer Erpressung in einem Fall. Im Strafmaß und mit der Aussetzung der Haftstrafe auf Bewährung blieb es aber deutlich unter der Forderung der Anklage. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Susann E., die während des Prozesses schwieg, habe nichts von den Straftaten des NSU gewusst. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. E., Mutter von vier Kindern, ist heute als Altenpflegerin tätig. Personalausweis für die Buchung von Campingplätzen Die Terroristen des NSU hatte in den Jahren zwischen 2000 und 2007 acht türkische und einen griechischen Gewerbetreibenden aus rassistischen Motiven ermordet sowie eine Polizistin, an deren Dienstwaffe sie gelangen wollten. Zudem verübten sie zwei Bombenanschläge in Köln, bei denen zahlreiche Menschen verletzt wurden, und fünfzehn Banküberfälle. Die Täter Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt töteten sich 2011 nach einem missglückten Banküberfall in Eisenach, um der Verhaftung durch die Polizei zu entgehen. Beate Zschäpe, überlebendes drittes Mitglied des NSU, wurde im Juli 2018 zu lebenslanger Haft verurteilt. Während ihres Lebens im Untergrund war die verurteilte Susann E. die einzige Vertraute von Zschäpe, die auch in der konspirativen Wohnung des Trios in Zwickau oft zu Gast war. Sie stellte Zschäpe ihren Personalausweis zur Verfügung, mit dem sie etwa Campingurlaube für das Trio auf der Ostseeinsel Fehmarn buchte. Auch ließ sich Zschäpe mit der Krankenkassenkarte von E. beim Zahnarzt behandeln. Susann E. fuhr zudem Zschäpe und Böhnhardt zu einem Verleih von Wohnmobilen, wo sie das Fahrzeug mieteten, das der NSU beim letzten Raubüberfall im November 2011 verwendete. Auch eine Bahncard, die Zschäpe benutzte, und ein Ausweis für eine Videothek liefen auf den Namen von Susann E. Das Terrortrio bedankte sich bei Familie E. mit Geschenken, unter anderem mit einer Stereoanlage und einer Reise zum Disneyland Paris im Wert von mehr als 900 Euro. Den Namen von Susann E. hatte Beate Zschäpe Anfang 2007 zum ersten Mal verwendet, als die Polizei sie wegen eines Wasserschadens im damaligen Wohnhaus des Trios vorlud. Susann E.s Ehemann, André E., begleitete Zschäpe damals zum Polizeirevier. Danach soll es zu einer engen Freundschaft zwischen Susann E. und Zschäpe gekommen sein. André E. wurde als Unterstützer des NSU schon im Juli 2018 verurteilt, er hatte dem NSU Wohnungen verschafft und bei der Anmietung von Wohnmobilen geholfen; er befindet sich seit Sommer 2022 in einem Aussteigerprogramm aus der rechtsextremen Szene. Zschäpe wollte ihre einstige Vertraute nicht belasten Seine Ehefrau Susann konnte die Bundesanwaltschaft zunächst nicht anklagen. Erst die umfangreichen Aussagen, die Zschäpe im August und Oktober 2003 gegenüber Beamten des Bundeskriminalamts (BKA) machte, lieferten die Grundlage für die Anklage. Den Beamten soll Zschäpe gesagt haben, E. habe gewusst, „weswegen wir weg sind“, also warum sie im Untergrund lebten und dass sie Morde begingen. Im Prozess, der am 6. November vergangenen Jahres begonnen hatte, war Beate Zschäpe deshalb die wichtigste Zeugin. Sie sagte an drei Prozesstagen aus. Wusste Susann E. von den Terrormorden des NSU? Zschäpe war in dem Verfahren bemüht, ihre frühere Vertraute nicht zu belasten. Sie bestätigte, dass sie die Krankenkassenkarte von E. bekommen habe und auch deren Personalien für eine Bahncard nutzte. Susann E. habe zwar von den Raubüberfällen gewusst, nicht aber von den Morden, sagte sie. Wenn E. mit ihren beiden kleinen Jungen zu Besuch gekommen sei, habe man die Waffen, die sonst auf einem Schrank im Wohnzimmer gelegen hatten, verdeckt auf der Garderobe im Flur gelagert. Zschäpe verwickelte sich in ihren Aussagen in Widersprüche, sagte etwa, Susann E. sei davon ausgegangen, das Trio würde sich nach der Verjährung der Taten der Polizei stellen, was nicht dazu passte, dass sie weiter Raubüberfälle verübten. Zschäpe macht im Frauengefängnis Chemnitz eine Ausbildung zur Modeschneiderin und befindet sich seit Ende 2025 in einem Aussteigerprogramm für Rechtsextremisten. Es wird darüber spekuliert, dass sie auf eine frühere Haftentlassung hofft. Da sie zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt wurde, ist ihr eine Entlassung aus der Haft nach 15 Jahren nicht garantiert.

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17. Juli
Die Zeit (Politik)

NSU-Unterstützerin: NSU-Unterstützerin Susann E. zu zwei Jahren Haft verurteilt

Die NSU-Unterstützerin Susann E. ist zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Dresden (OLG) sprach sie der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung in drei Fällen und der Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung mit Waffen in einem Fall schuldig. Laut Anklage der Bundesanwaltschaft hatte E. der als Mittäterin der rechtsextremistischen Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) verurteilten Beate Zschäpe mehrfach ihre Identität geliehen, als diese im sächsischen Zwickau im Untergrund lebte. E. soll Zschäpe unter anderem ihre Krankenkassenkarte für Arztbesuche überlassen und bei der Anmietung eines Wohnmobils geholfen haben, das der NSU bei seinem letzten Raubüberfall nutzte. Verteidigung forderte Freispruch Das Gericht blieb mit seinem Urteil unter der Forderung der Bundesanwaltschaft, die im Prozess eine Freiheitsstrafe von vier Jahren wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und Beihilfe zur besonders schweren räuberischen Erpressung gefordert hatte. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch, weil es keine Beweise dafür gebe, dass E. von den NSU-Taten gewusst habe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Vor dem Gericht hatten zuvor etwa zwei Dutzend Menschen gegen rechte Gewalt und Rechtsextremismus demonstriert. Der NSU bestand aus Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Ab dem Jahr 2000 verübte das Trio jahrelang unerkannt zehn Morde in ganz Deutschland. Die Opfer waren neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine deutsche Polizistin. Dutzende Menschen wurden zudem bei zwei Bombenanschlägen des NSU in Köln verletzt. Das Leben im Untergrund finanzierte sich das Trio mit Banküberfällen. Die NSU-Täter Böhnhardt und Mundlos entzogen sich im November 2011 durch Suizid einer drohenden Festnahme nach einem Raubüberfall in Eisenach. Zschäpe verbüßt ihre Haft im Frauengefängnis Chemnitz.

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17. Juli
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Prozess: NSU-Unterstützerin zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt

Die NSU-Unterstützerin Susann Eminger ist zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Dresden (OLG) sprach sie der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und in einem Fall der Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung mit Waffen schuldig. Nach gut acht Monaten ging der Prozess zu Ende. Die 45-Jährige ist die Ehefrau des bereits verurteilten NSU-Unterstützers André Eminger und mutmaßlich eine enge Freundin der Rechtsterroristin Beate Zschäpe. Die Bundesanwaltschaft warf ihr vor, Zschäpe ihre Personalien überlassen zu haben. Sie soll der NSU-Terroristin mehrmals ihren Personalausweis zur Verfügung gestellt haben, etwa bei einer Vernehmung der Polizei zu einem Wasserschaden in dem Mietshaus, in dem das NSU-Trio lebte, und während einer längeren Urlaubsreise. Mit der Krankenkassenkarte der Angeklagten habe sich Zschäpe mehrmals bei einem Zahnarzt behandeln lassen. Auch auf eine Bahncard mit dem Foto von Zschäpe und einen Videotheksausweis, beide im Namen Susann Emingers, verwies die Bundesanwaltschaft. Zudem wurde der 45-Jährigen zur Last gelegt, an der Abholung des Wohnmobils beteiligt gewesen zu sein, das der NSU am 4. November 2011 bei seinem letzten Raubüberfall in Eisenach verwendete. Die Neonazi-Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) bestand aus Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Ab dem Jahr 2000 verübten sie jahrelang unerkannt zehn Morde in ganz Deutschland. Ihre Opfer waren neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine deutsche Polizistin. Mundlos und Böhnhardt verletzten zudem Dutzende Menschen bei zwei Bombenanschlägen in Köln. Die beiden töteten sich 2011 in Eisenach, um ihrer Festnahme zu entgehen. Zschäpe verurteilten die Richter des OLG München 2018 zu lebenslanger Haft. Sie wurde bei der jetzigen Verhandlung in Dresden an drei Verhandlungstagen ausführlich befragt. Zschäpe wollte ihre damals einzige Vertraute offenbar möglichst wenig belasten Eine zentrale Frage bei der Beweisaufnahme im Prozess war, ob Susann Eminger von den rassistischen Morden des NSU wusste. Davon ging die Bundesanwaltschaft aus. Sie hatte in ihrem Plädoyer vier Jahre Haft für die Angeklagte gefordert. Die 45-Jährige habe ihrer Freundin Zschäpe durch ihre Taten das Leben im Untergrund erheblich erleichtert, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Barrot. Die Eheleute Eminger waren laut Bundesanwaltschaft die engsten Vertrauten des NSU und der Terrorzelle auch noch nach deren Ende verbunden. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung habe etwa eine Bleistiftzeichnung der Terroristen Böhnhardt und Mundlos neben Fotos der eigenen Söhne im Wohnzimmer an der Wand gehangen. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Die Rechtsanwälte sahen in dem Verfahren keinen Hinweis auf einen „Wissenstransfer“ zwischen den NSU-Mitgliedern und der Beschuldigten. Es habe keinen Beleg gegeben, dass Susann Eminger etwas von den Straftaten gewusst haben könnte. Die Angeklagte selbst hatte sich im Prozess nicht zu den Vorwürfen geäußert. Zschäpe wirkte bei ihrer Zeugenaussage bemüht, ihre damals einzige Vertraute möglichst wenig zu belasten. Sie gab an, Eminger seien lediglich die Raubüberfälle, nicht aber die Morde der Terrorzelle bekannt gewesen.

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17. Juli
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Prozess: NSU-Unterstützerin Susann E. zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt

Die NSU-Unterstützerin Susann E. ist zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Dresden (OLG) sprach sie der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und in einem Fall der Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung mit Waffen schuldig. Nach gut acht Monaten ging der Prozess zu Ende. Die 45-Jährige ist die Ehefrau des bereits verurteilten NSU-Unterstützers André E. und mutmaßlich eine enge Freundin der Rechtsterroristin Beate Zschäpe. Die Bundesanwaltschaft warf ihr vor, Zschäpe ihre Personalien überlassen zu haben. Sie soll der NSU-Terroristin mehrmals ihren Personalausweis zur Verfügung gestellt haben, etwa bei einer Vernehmung der Polizei zu einem Wasserschaden in dem Mietshaus, in dem das NSU-Trio lebte, und während einer längeren Urlaubsreise. Mit der Krankenkassenkarte der Angeklagten habe sich Zschäpe mehrmals bei einem Zahnarzt behandeln lassen. Auch auf eine Bahncard mit dem Foto von Zschäpe und einen Videotheksausweis, beide im Namen Susann E.s, verwies die Bundesanwaltschaft. Zudem wurde der 45-Jährigen zur Last gelegt, an der Abholung des Wohnmobils beteiligt gewesen zu sein, das der NSU am 4. November 2011 bei seinem letzten Raubüberfall in Eisenach verwendete. Die Neonazi-Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) bestand aus Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Ab dem Jahr 2000 verübten sie jahrelang unerkannt zehn Morde in ganz Deutschland. Ihre Opfer waren neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine deutsche Polizistin. Mundlos und Böhnhardt verletzten zudem Dutzende Menschen bei zwei Bombenanschlägen in Köln. Die beiden töteten sich 2011 in Eisenach, um ihrer Festnahme zu entgehen. Zschäpe verurteilten die Richter des OLG München 2018 zu lebenslanger Haft. Sie wurde bei der jetzigen Verhandlung in Dresden an drei Verhandlungstagen ausführlich befragt. Zschäpe wollte ihre damals einzige Vertraute offenbar möglichst wenig belasten Eine zentrale Frage bei der Beweisaufnahme im Prozess war, ob Susann E. von den rassistischen Morden des NSU wusste. Davon ging die Bundesanwaltschaft aus. Sie hatte in ihrem Plädoyer vier Jahre Haft für die Angeklagte gefordert. Die 45-Jährige habe ihrer Freundin Zschäpe durch ihre Taten das Leben im Untergrund erheblich erleichtert, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Barrot. Die Eheleute E. waren laut Bundesanwaltschaft die engsten Vertrauten des NSU und der Terrorzelle auch noch nach deren Ende verbunden. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung habe etwa eine Bleistiftzeichnung der Terroristen Böhnhardt und Mundlos neben Fotos der eigenen Söhne im Wohnzimmer an der Wand gehangen. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Die Rechtsanwälte sahen in dem Verfahren keinen Hinweis auf einen „Wissenstransfer“ zwischen den NSU-Mitgliedern und der Beschuldigten. Es habe keinen Beleg gegeben, dass Susann E. etwas von den Straftaten gewusst haben könnte. Die Angeklagte selbst hatte sich im Prozess nicht zu den Vorwürfen geäußert. Zschäpe wirkte bei ihrer Zeugenaussage bemüht, ihre damals einzige Vertraute möglichst wenig zu belasten. Sie gab an, Susann E. seien lediglich die Raubüberfälle, nicht aber die Morde der Terrorzelle bekannt gewesen.

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17. Juli
Die Zeit (Politik)

NSU-Unterstützerin: NSU-Unterstützerin Susann E. zu zwei Jahren Haft verurteilt

Die NSU-Unterstützerin Susann E. ist zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Dresden (OLG) sprach sie der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung in drei Fällen und in einem Fall der Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung mit Waffen schuldig. Laut Anklage der Bundesanwaltschaft hatte E. der als Mittäterin der rechtsextremistischen Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) verurteilten Beate Zschäpe mehrfach ihre Identität geliehen, als diese im sächsischen Zwickau im Untergrund lebte. E. soll Zschäpe unter anderem ihre Krankenkassenkarte für Arztbesuche überlassen und bei der Anmietung eines Wohnmobils geholfen haben, das der NSU bei seinem letzten Raubüberfall nutzte. Verteidigung forderte Freispruch Das Gericht blieb mit seinem Urteil unter der Forderung der Bundesanwaltschaft, die im Prozess eine Freiheitsstrafe von vier Jahren wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und Beihilfe zur besonders schweren räuberischen Erpressung gefordert hatte. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch, weil es keine Beweise dafür gebe, dass E. von den NSU-Taten gewusst habe. Die rechtsextremistische Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) hatte zehn Morde, zwei Bombenanschläge und mehr als ein Dutzend Überfälle begangen. Die NSU-Täter Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos entzogen sich im November 2011 durch Suizid einer drohenden Festnahme nach einem Raubüberfall in Eisenach. Zschäpe verbüßt ihre Haft im Frauengefängnis Chemnitz.

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17. Juli
FAZ (Politik)

Urteil in Dresden: Bewährungsstrafe für Zschäpes Freundin Susann E.

EilmeldungBewährungsstrafe für Zschäpes Freundin Susann E. Das Oberlandesgericht Dresden verurteilt die NSU-Helferin zu einer Bewährungsstrafe. Ihr war vorgeworfen worden, den Terroristen ein Leben im Untergrund ermöglicht zu haben. Susann E. muss nicht ins Gefängnis. Zwei Jahre auf Bewährung lautet das Urteil gegen die Unterstützerin der rechtsextremistischen Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Das Oberlandesgericht Dresden (OLG) sprach sie der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und in einem Fall der Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung mit Waffen schuldig, setzte die Strafe jedoch zur Bewährung aus. Die Anklage hatte argumentiert, dass die heute 45 Jahre alte Susann E. den NSU über Jahre logistisch unterstützt habe. Als seinerzeit engste Vertraute der NSU-Terroristin Beate Zschäpe habe sie damit dem NSU das Leben im Untergrund unter falscher Identität erheblich erleichtert. So habe sie nicht nur von den zahlreichen Raubüberfällen des NSU gewusst, sondern auch von den zehn rassistisch motivierten Morden. Die Terroristen des NSU hatte in den Jahren zwischen 2000 und 2007 acht türkische und einen griechischen Gewerbetreibenden aus rassistischen Motiven ermordet sowie eine Polizistin, an deren Dienstwaffe sie gelangen wollten. Zudem verübten sie zwei Bombenanschläge in Köln, bei denen zahlreiche Menschen verletzt wurden, und fünfzehn Banküberfälle. Die Täter Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt töteten sich 2011 nach einem missglückten Banküberfall in Eisenach, um der Verhaftung durch die Polizei zu entgehen. Beate Zschäpe, überlebendes drittes Mitglied des NSU, wurde im Juli 2018 zu lebenslanger Haft verurteilt. Während ihres Lebens im Untergrund war die verurteilte Susann E. die einzige Vertraute von Zschäpe, die auch in der konspirativen Wohnung des Trios in Zwickau oft zu Gast war. Sie stellte Zschäpe ihren Personalausweis zur Verfügung, mit dem sie etwa Campingurlaube für das Trio auf der Ostseeinsel Fehmarn buchte. Auch ließ sich Zschäpe mit der Krankenkassenkarte von E. beim Zahnarzt behandeln. Susann E. fuhr zudem Zschäpe und Böhnhardt zu einem Verleih von Wohnmobilen, wo sie das Fahrzeug mieteten, das der NSU beim letzten Raubüberfall im November 2011 verwendete. Auch eine Bahncard, die Zschäpe benutzte, und ein Ausweis für eine Videothek liefen auf den Namen von Susann E. Das Terrortrio bedankte sich bei Familie E. mit Geschenken, unter anderem eine Stereoanlage und Reise zum Disneyland Paris im Wert von mehr als 900 Euro.

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