Angriff auf CSD in Berlin: Berliner Polizei fahndet nach mutmaßlichem Islamisten
Angriff auf CSD in Berlin : Berliner Polizei fahndet nach mutmaßlichem Islamisten
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Zwei Polizeibeamte sind im Einsatz am Tatort, wo ein Fahrzeug am Rande des Christopher Street Day in eine Menschenmenge gefahren ist.EPA
Anschlag auf den Christopher Street Day +++ Polizei veröffentlicht Foto des mutmaßlichen Tatverdächtigen Abdul B. +++ Frau erliegt ihren Verletzungen am Tatort +++ alle Entwicklungen im Liveblog
Fabian Drahmoune
Berliner Polizei fahndet nach Tatverdächtigem Abdul B.
Nach dem Angriff am Rande des Christopher Street Days in Berlin fahndet die Polizei öffentlich mit einem Foto nach einem mutmaßlichen Tatverdächtigen. Es handelt sich um den 21 Jahre alten Abdul B., wie Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Berlin mitteilten. Die Behörden ermitteln „aufgrund des Verdachts eines Anschlags“.
Die Behörden warnten: „Sollten Sie den Tatverdächtigen antreffen, wählen Sie unverzüglich die 110! Sprechen Sie ihn nicht an, er ist möglicherweise bewaffnet und gefährlich!“ Der Verdächtige wird als schlank und etwa 1,90 Meter groß beschrieben.
„Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, hatte Polizeisprecher Florian Nath zuvor erklärt. Nach einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur wurde der Verdächtige erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen.
Noch ist unklar, ob der Verdächtige das Fahrzeug steuerte. Das leere und laut Polizeisprecher stark demolierte Fahrzeug wurde im Bereich des Tatorts sichergestellt.
Die Behörden warnten: „Sollten Sie den Tatverdächtigen antreffen, wählen Sie unverzüglich die 110! Sprechen Sie ihn nicht an, er ist möglicherweise bewaffnet und gefährlich!“ Der Verdächtige wird als schlank und etwa 1,90 Meter groß beschrieben.
„Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, hatte Polizeisprecher Florian Nath zuvor erklärt. Nach einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur wurde der Verdächtige erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen.
Noch ist unklar, ob der Verdächtige das Fahrzeug steuerte. Das leere und laut Polizeisprecher stark demolierte Fahrzeug wurde im Bereich des Tatorts sichergestellt.
Das von Polizei zur Öffentlichkeitsfahndung im Zusammenhang mit dem Anschlag im Umfeld des Christopher Street Day veröffentlichte undatierte Bild zeigt Abdul B. . Polizei Berlin/dpa
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Hier soll das Auto am Rande des CSD in die Menge gefahren sein.
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Fabian Drahmoune
Was über den Vorfall bekannt ist:
- Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin den Christopher Street Day gefeiert.
- Kurz vor 22.00 Uhr wird das Fest abgebrochen. Die Polizei spricht von einem großen Polizeieinsatz im Tiergarten nahe dem Potsdamer Platz.
- Wie ein Polizeisprecher berichtet, ist ein weißer Wagen dort über den Ahornsteig parallel zur Lennéstraße gefahren und hat mehrere Menschen an- oder umgefahren, bevor er in einen Baum gefahren ist.
- Eine Frau erliegt ihren Verletzungen am Tatort. Laut Feuerwehr wurden von den 16 Verletzten 3 lebensbedrohlich und 8 schwer verletzt. Zudem gebe es fünf leicht verletzte Menschen. Die lebensbedrohlich und schwer verletzten Menschen seien alle in Krankenhäuser gebracht worden.
- Der Fahrer hat laut Polizei das Auto verlassen und ist geflohen.
- „Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen“, sagt Polizeisprecher Florian Nath.
- In der Nacht teilt die Polizei mit, sie habe einen mutmaßlichen Tatverdächtigen identifiziert. Sprecher Florian Nath: „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet.“
- Die Polizei sucht öffentlich mit einem Foto nach dem mutmaßlichen Tatverdächtigen. Es handelt sich um den 21 Jahre alten Abdul B. Der Mann sei möglicherweise bewaffnet und gefährlich, hieß es.
- Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Berlin ermitteln „aufgrund des Verdachts eines Anschlags“.
- Die Polizei prüft, ob es nach der Fahrt eine „zweite Tatphase“ gab, während welcher Menschen mit einer Stichwaffe verletzt wurden. Zeugen hätten von liegenden Leuten mit Stichverletzungen berichtet, sagt Nath.
- Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) spricht von einem „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“.
Was bislang unklar ist:
- Der genaue Ablauf des Geschehens und die Hintergründe der Tat inklusive des Motivs sind am Morgen noch unklar.
- Offen ist, ob es sich um einen Einzeltäter handelt oder ob es Komplizen gibt und ob aktuell noch von einer konkreten Gefahr auszugehen ist. Laut der Polizei machten Zeugen unterschiedliche Aussagen dazu, ob es ein oder mehrere Täter gibt.
- Ob eine Stichwaffe zum Einsatz kam, wird laut der Polizei zwar geprüft, ist bislang aber nicht bestätigt.
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Bundesanwaltschaft in Kontakt mit Berliner Behörden
Nach dem Angriff eines Autofahrers am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) steht die Bundesanwaltschaft mit den Ermittlungsbehörden vor Ort in Kontakt. Das sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde der Deutschen Presse-Agentur. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen in diesem Fall aber bislang nicht übernommen.
Die Bundesanwaltschaft ist die oberste Anklagebehörde in Deutschland. Sie kann unter anderem Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus übernehmen. Zudem kann sie solche mit besonderer Bedeutung an sich ziehen.
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Innensenatorin eilt nach Berlin – Pressekonferenz geplant
Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat wegen des Angriffs beim CSD ihren Urlaub abgebrochen. Sie werde noch heute in Berlin eintreffen, sagte sie der „Bild“-Zeitung. Für den Abend ist demnach eine Pressekonferenz mit den Sicherheitsbehörden geplant.
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Wie war das Sicherheitskonzept?
Bisher gibt es dazu so gut wie keine Informationen. Mehr als 250 „Zufahrtschutzelemente“ seien den ganzen Tag über rund um den Tiergarten herum verteilt gewesen, zitiert der „Tagesspiegel“ Polizeipressesprecher Florian Nath. Sie seien auch rund um die Uhr bewacht worden. Wie ein Fahrzeug dennoch in den Tiergarten einfahren konnte, sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte er demnach am Abend weiter.
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CDU-Spitzenkandidat Evers: „Trifft die Stadt mitten ins Herz“
Der CDU-Spitzenkandidat für die bevorstehende Abgeordnetenhauswahl in Berlin, Stefan Evers, drückte auf der Plattform X sein Entsetzen aus und schrieb: „Es trifft unsere Stadt mitten ins Herz.“ Der „Tagesspiegel“ berichtete in der Nacht, Evers sei auf dem Weg nach Berlin, er habe wegen familiärer Verpflichtungen nicht am CSD teilnehmen können.
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Fabian Drahmoune
Polizei: Todesopfer ist eine Frau
Bei dem Angriff am Rande des Christopher Street Days in Berlin ist eine Frau getötet worden. Das sagte Polizeisprecher Florian Nath. Die Frau wurde demnach so schwer verletzt, dass sie noch vor Ort starb. Weitere Details nannte der Sprecher nicht. Auch Angaben zum aktuellen Zustand der mindestens 16 Verletzen lagen nicht vor.
Nach früheren Angaben der Feuerwehr sind von den 16 Verletzten 3 lebensbedrohlich und 8 schwer verletzt. Zudem gebe es fünf leicht verletzte Menschen. Ferner wurden nach Angaben der Feuerwehr 30 Menschen psychologisch betreut. Sie stünden unter dem Eindruck des Geschehens.
Nach früheren Angaben der Feuerwehr sind von den 16 Verletzten 3 lebensbedrohlich und 8 schwer verletzt. Zudem gebe es fünf leicht verletzte Menschen. Ferner wurden nach Angaben der Feuerwehr 30 Menschen psychologisch betreut. Sie stünden unter dem Eindruck des Geschehens.
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Fabian Drahmoune
Berliner Polizei: Mutmaßlicher Verdächtiger identifiziert
Nach dem Angriff am Rande des Christopher Street Days in Berlin hat die Polizei nach eigenen Angaben einen mutmaßlichen Verdächtigen identifiziert. „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, sagte Polizeisprecher Florian Nath.
„Wir haben weiterhin noch keinerlei Hinweise auf seine konkreten Motivationshintergründe oder auch den genauen Ablauf oder seinen Tatbeitrag als solchen“, sagte der Polizeisprecher weiter.
„Wir haben weiterhin noch keinerlei Hinweise auf seine konkreten Motivationshintergründe oder auch den genauen Ablauf oder seinen Tatbeitrag als solchen“, sagte der Polizeisprecher weiter.
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Fabian Drahmoune
Polizei durchsucht Wohnung in Schöneberg
Die Polizei hat eine Wohnung in Schöneberg durchsucht. Es erfolgte keine Festnahme, weil kein Mensch angetroffen wurde, wie Polizeisprecher Florian Nath der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Der Zugriff, an dem Spezialkräfte der Polizei (SEK) beteiligt waren, erfolgte nach Informationen der „Welt“ gegen 1.10 Uhr. Demnach war in dem Mietshaus ein sehr lauter, explosionsartiger Knall zu hören. Vorher hatten Polizisten das Gebäude betreten. Nach dem „Welt“-Bericht rückte die Polizei gegen 1.25 Uhr wieder ab.
Der Zugriff, an dem Spezialkräfte der Polizei (SEK) beteiligt waren, erfolgte nach Informationen der „Welt“ gegen 1.10 Uhr. Demnach war in dem Mietshaus ein sehr lauter, explosionsartiger Knall zu hören. Vorher hatten Polizisten das Gebäude betreten. Nach dem „Welt“-Bericht rückte die Polizei gegen 1.25 Uhr wieder ab.
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Fabian Drahmoune
Polizei richtet Hinweisportal ein – Videos und Fotos gefragt
Die Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung und hat dafür ein Hinweisportal eingerichtet. „Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sachdienliche Hinweise in Form von selbst aufgenommenen Fotos oder Videos zum Tatgeschehen über den folgenden Link für die weiteren Ermittlungen an unser Hinweisportal be.hinweisportal.de zu übersenden“, teilte die Polizei bei X mit. Die Polizei fahndete in der Nacht weiterhin nach dem oder den Tätern.
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Fabian Drahmoune
Dobrindt bietet Berlin Unterstützung an
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat den Landesbehörden die Unterstützung des Bundes angeboten. Das teilte ein Sprecher der Bundesregierung in der Nacht zum Montag mit. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wurde demnach unmittelbar nach der Tat informiert.
Er stehe mit Dobrindt in engstem Kontakt und werde von den Sicherheitsbehörden fortlaufend unterrichtet, so der Sprecher der Bundesregierung. Der Bundesinnenminister sei im ständigen Austausch mit den Behörden des Landes Berlin.
„Bundeskanzler und Innenminister sind in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen. Sie danken den Einsatzkräften und werden sich mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen“, erklärte der Sprecher.
Er stehe mit Dobrindt in engstem Kontakt und werde von den Sicherheitsbehörden fortlaufend unterrichtet, so der Sprecher der Bundesregierung. Der Bundesinnenminister sei im ständigen Austausch mit den Behörden des Landes Berlin.
„Bundeskanzler und Innenminister sind in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen. Sie danken den Einsatzkräften und werden sich mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen“, erklärte der Sprecher.
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Fabian Drahmoune
Polizei: Ein Toter, 16 Verletzte
Bei der Tat am Rande des Christopher Street Days in Berlin sind nach aktuellen Angaben der Polizei mindestens ein Mensch getötet und 16 weitere verletzt worden. Für Angehörige wurde eine Personenauskunftsstelle unter 030 8485 4460 eingerichtet, sagte Polizeisprecher Florian Nath bei X.
Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Dominik Pretz sind von den 16 Verletzten drei lebensbedrohlich und acht schwer verletzt. Zudem gibt es fünf leicht verletzte Menschen, wie Pretz sagte. Die lebensbedrohlich und schwer verletzten Menschen seien alle in Krankenhäuser gebracht worden.
Ferner werden nach Angaben des Sprechers 30 Menschen von den Helfern der Feuerwehr betreut. Sie stünden unter dem Eindruck des Geschehens. Es geb vor Ort eine psychologische Notfallversorgung. Die Feuerwehr ist nach eigenen Angaben mit rund 150 Helfern im Einsatz.
Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Dominik Pretz sind von den 16 Verletzten drei lebensbedrohlich und acht schwer verletzt. Zudem gibt es fünf leicht verletzte Menschen, wie Pretz sagte. Die lebensbedrohlich und schwer verletzten Menschen seien alle in Krankenhäuser gebracht worden.
Ferner werden nach Angaben des Sprechers 30 Menschen von den Helfern der Feuerwehr betreut. Sie stünden unter dem Eindruck des Geschehens. Es geb vor Ort eine psychologische Notfallversorgung. Die Feuerwehr ist nach eigenen Angaben mit rund 150 Helfern im Einsatz.
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Fabian Drahmoune
Merz: „Abscheuliche Tat“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den tödlichen Vorfall am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin als „abscheuliche Tat“ verurteilt. Merz stehe mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) „in engstem Kontakt“ und werde von den Sicherheitsbehörden „fortlaufend unterrichtet“, erklärte ein Regierungssprecher in der Nacht zum Sonntag. Merz und Dobrindt „danken den Einsatzkräften und werden sich mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen“.
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Polizei prüft Einsatz von Stichwaffe
Nach dem Vorfall am Rande des Christopher Street Days in Berlin mit mindestens einem Toten und mehreren teils lebensgefährlich Verletzten prüft die Polizei, ob auch eine Stichwaffe eingesetzt wurde.
„Dass ist das, was uns Zeugen geschildert haben. Dass dort Leute mit Stichverletzungen liegen sollen“, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Die Menschen seien so schnell wie möglich in Krankenhäuser transportiert worden.
„Es ist Bestandteil der Ermittlungen, ob es eine zweite Tatphase nach der Fahrphase gab. Ob jemand dann das Fahrzeug verlassen hat und mit möglichen Stichwaffen auf Personen eingewirkt und die verletzt hat“, sagte Nath. Die „Bild“ berichtete, eine Person mit einem Messer habe das Fahrzeug verlassen, die „B.Z.“ schrieb von einer Machete.
„Dass ist das, was uns Zeugen geschildert haben. Dass dort Leute mit Stichverletzungen liegen sollen“, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Die Menschen seien so schnell wie möglich in Krankenhäuser transportiert worden.
„Es ist Bestandteil der Ermittlungen, ob es eine zweite Tatphase nach der Fahrphase gab. Ob jemand dann das Fahrzeug verlassen hat und mit möglichen Stichwaffen auf Personen eingewirkt und die verletzt hat“, sagte Nath. Die „Bild“ berichtete, eine Person mit einem Messer habe das Fahrzeug verlassen, die „B.Z.“ schrieb von einer Machete.
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