Liveblog Ukrainekrieg: Selenskyj kündigt Ablösung von Ministerpräsidentin Swyrydenko an
Liveblog Ukrainekrieg : Selenskyj kündigt Ablösung von Ministerpräsidentin Swyrydenko an
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Präsident Wolodymyr Selenskyj und die bisherige ukrainische Ministerpräsidentin, Julia Swyrydenkodpa
Präsident strebt Regierungsumbildung in Kiew an +++ Bericht: Vier Kandidaten für Nachfolge von Swyrydenko +++ Ukraine trifft abermals eine russische Raffinerie +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
Alle Texte, Hintergründe und Kommentare zum Krieg in der Ukraine finden Sie auch auf unserer Sonderseite.
Selenskyj kündigt Regierungsumbildung in Kiew an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Ablösung von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko und weitere personelle Änderungen in Kiew angekündigt.
Er danke Swyrydenko für ihre Arbeit und habe ihr eine neue Aufgabe in den Beziehungen zu einem Schlüsselpartner angeboten, teilte Selenskyj am Sonntagnachmittag in den sozialen Medien mit. Er erwarte, dass das Parlament Änderungen in der Regierung zustimme, schrieb Selenskyj weiter. Swyrydenko hatte den Regierungsvorsitz erst vor einem Jahr übernommen.
Das Portal „Ukrainska Prawda“ nennt mit Verweis auf Quellen in der Regierung vier Personen, die als Nachfolger Swyrydenkos infrage kommen: Energieminister Denys Schmyhal (der von 2020 bis 2025 schon mal der Regierungsspitze stand), Verteidigungsminister Mychhajlo Fedorow, den Leiter des Energiekonzerens Naftogaz, Serhij Koretskyi, und den Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechhow.
Swyrydenko bestätigte in den sozialen Medien ihre Ablösung. Es sei ihr eine Ehre gewesen, die Regierung in dieser schwierigen Zeit zu führen, schrieb sie. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion. Sie sei bereit, dem Land in anderer Funktion auch weiter zu dienen, machte sie deutlich.
Selenskyj begründete sein Vorgehen mit einer „überarbeiteten politischen Strategie“. Es gebe „neue Herausforderungen und neue Aufgaben“, so Selenskyj. Konkret sprach er von der Vorbereitung auf einen weiteren Winter mit russischen Angriffen, der Umstrukturierung staatlicher Unternehmen und der Lage in den Front- und Grenzgebieten.
Ebenso kündigte der Präsident Veränderungen in der Führung der Strafverfolgungsbehörden an. In den vergangenen Monaten wurde das Vertrauen in den ukrainischen Staat unter anderem durch Korruptionsermittlungen bis in höchste Regierungskreise hinein erschüttert.
Die geplanten Änderungen sollen auch die Außenpolitik betreffen. „Für jeden vorrangigen außenpolitischen Bereich wird eine bestimmte Person mit umfangreicher Erfahrung verantwortlich sein, die in der Lage ist, das umzusetzen, worauf wir uns auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs einigen und was das ukrainische Volk erwartet, schrieb Selenskyj.
Der ukrainische Präsident erwähnte unter anderem die Herstellung amerikanischer Patriot-Raketen in Lizenz, das Ziel einer EU-Mitgliedschaft und die Beziehungen zu Nachbarstaaten wie Polen.
Er danke Swyrydenko für ihre Arbeit und habe ihr eine neue Aufgabe in den Beziehungen zu einem Schlüsselpartner angeboten, teilte Selenskyj am Sonntagnachmittag in den sozialen Medien mit. Er erwarte, dass das Parlament Änderungen in der Regierung zustimme, schrieb Selenskyj weiter. Swyrydenko hatte den Regierungsvorsitz erst vor einem Jahr übernommen.
Das Portal „Ukrainska Prawda“ nennt mit Verweis auf Quellen in der Regierung vier Personen, die als Nachfolger Swyrydenkos infrage kommen: Energieminister Denys Schmyhal (der von 2020 bis 2025 schon mal der Regierungsspitze stand), Verteidigungsminister Mychhajlo Fedorow, den Leiter des Energiekonzerens Naftogaz, Serhij Koretskyi, und den Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechhow.
Swyrydenko bestätigte in den sozialen Medien ihre Ablösung. Es sei ihr eine Ehre gewesen, die Regierung in dieser schwierigen Zeit zu führen, schrieb sie. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion. Sie sei bereit, dem Land in anderer Funktion auch weiter zu dienen, machte sie deutlich.
Selenskyj begründete sein Vorgehen mit einer „überarbeiteten politischen Strategie“. Es gebe „neue Herausforderungen und neue Aufgaben“, so Selenskyj. Konkret sprach er von der Vorbereitung auf einen weiteren Winter mit russischen Angriffen, der Umstrukturierung staatlicher Unternehmen und der Lage in den Front- und Grenzgebieten.
Ebenso kündigte der Präsident Veränderungen in der Führung der Strafverfolgungsbehörden an. In den vergangenen Monaten wurde das Vertrauen in den ukrainischen Staat unter anderem durch Korruptionsermittlungen bis in höchste Regierungskreise hinein erschüttert.
Die geplanten Änderungen sollen auch die Außenpolitik betreffen. „Für jeden vorrangigen außenpolitischen Bereich wird eine bestimmte Person mit umfangreicher Erfahrung verantwortlich sein, die in der Lage ist, das umzusetzen, worauf wir uns auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs einigen und was das ukrainische Volk erwartet, schrieb Selenskyj.
Der ukrainische Präsident erwähnte unter anderem die Herstellung amerikanischer Patriot-Raketen in Lizenz, das Ziel einer EU-Mitgliedschaft und die Beziehungen zu Nachbarstaaten wie Polen.
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Selenskyj postet Bilder mehrerer Treffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte auf der Plattform X Bilder von mehreren Treffen, die am Sonntag stattgefunden haben sollen. Den Anfang machte die scheidende Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko. Es folgten der Energiemanager Serhij Koretskyj, Swyrydenkos Vorgänger Denys Schmyhal, Innenminster Ihor Klymenko und Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow.
Sowohl Koretskyj als auch Schmyhal und Fedorow werden dem Portal „Ukrainska Prawda“ zufolge als Kandidaten für das Amt des Regierungschefs in Kiew gehandelt.
Sowohl Koretskyj als auch Schmyhal und Fedorow werden dem Portal „Ukrainska Prawda“ zufolge als Kandidaten für das Amt des Regierungschefs in Kiew gehandelt.
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Ukrainische Angriffe auf russische Schiffe
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben am Sonntag 14 russische Schiffe angegriffen, darunter zehn Tanker. Vier der Ziele seien Fähren gewesen, teilte der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Brovdi, auf Telegram mit. In den vergangenen sieben Tagen seien insgesamt 90 russische Schiffe getroffen worden. Die russische Seite teilte mit, eine ukrainische Drohne habe einen Tanker getroffen, als dieser in den Kanal zwischen Asowschem Meer und Schwarzem Meer einfuhr. Ein durch den Angriff verursachtes Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden und es habe keine Gefahr einer Ölpest bestanden, da das Schiff leer gewesen sei, erklärte Juri Sljusar, Gouverneur der russischen Region Rostow, auf Telegram.
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Fabian Drahmoune
Ukraine greift Raffinerie im Wolgagabiet Samara an
Im russischen Gebiet Samara an der Wolga ist offiziellen Angaben nach ein Mann durch ukrainische Drohnenangriffe ums Leben gekommen. „Drei Personen wurden verletzt, darunter auch ein Kind“, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew mit. Es gebe Schäden an Wohnhäusern und an einem Industrieobjekt, schrieb er zudem, ohne genauere Angaben dazu zu machen. Dabei handle es sich um die Ölraffinerie in Sysran, berichtete das unabhängige Internetportal „Astra“ nach Auswertung von Bildern und Videos aus sozialen Netzwerken. In der Anlage sind mehrere große Brände zu sehen.
Das russische Militär hat eigenen Angaben nach in der Nacht 349 ukrainische Drohnen abgeschossen. Die Größenordnung deckt sich mit den Angriffen der vergangenen Tage.
Das russische Militär hat eigenen Angaben nach in der Nacht 349 ukrainische Drohnen abgeschossen. Die Größenordnung deckt sich mit den Angriffen der vergangenen Tage.
Die Ukraine hat die Raffinerie in Sysran schon mehrfach attackiert. Zuletzt musste die Anlage mit einer Verarbeitungskapazität von 8,5 Millionen Tonnen Ende Mai nach einem Angriff ihre Arbeit einstellen. Die zum staatlichen Ölkonzern Rosneft gehörende Raffinerie produziert unter anderem Benzin, Diesel und Kerosin. In Russland herrscht wegen der ständigen ukrainischen Angriffe auf die Ölverarbeitungskapazitäten inzwischen ein Treibstoffdefizit. Tankstellen geben Sprit nur noch in begrenzten Mengen aus und die Autofahrer müssen lange anstehen, um überhaupt noch welchen zu bekommen.
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Fabian Drahmoune
Klitschko: Angriffe auf Kiew sind „schlimmer als je zuvor“
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko spricht angesichts mehrerer schwerer russischer Luftangriffe in den vergangenen Tagen von einer weiteren Eskalation des Ukrainekriegs durch Moskau. Er habe so etwas seit Kriegsbeginn noch nicht erlebt. „Die Angriffe mit russischen ballistischen Raketen sind schlimmer als je zuvor“, sagte er der Zeitung „Bild am Sonntag“.
Innerhalb einer Woche hat das russische Militär Kiew dreimal schwer aus der Luft angegriffen. Dabei setzte es neben Drohnen auch Marschflugkörper und ballistische Raketen ein. Die Folgen für die ukrainische Hauptstadt sind verheerend. Dutzende Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Die Einschläge haben viele Wohnhäuser in Kiew beschädigt oder ganz zerstört.
Die von Kremlchef Wladimir Putin betriebene Eskalation sei auch auf die neue Stärke der Ukraine auf dem Schlachtfeld zurückzuführen, zeigte sich Klitschko überzeugt. Putin stehe so unter Druck, „dass er jetzt offenbar Kiew kaputt bomben will, bevor der Winter beginnt“, sagte der frühere Box-Weltmeister. Klitschko rief die westlichen Partner der Ukraine zu weiteren Hilfen bei der Flugabwehr auf. Gerade beim Abfangen ballistischer Raketen ist Kiew auf Systeme wie die von den USA produzierten Patriot-Komplexe angewiesen.
Innerhalb einer Woche hat das russische Militär Kiew dreimal schwer aus der Luft angegriffen. Dabei setzte es neben Drohnen auch Marschflugkörper und ballistische Raketen ein. Die Folgen für die ukrainische Hauptstadt sind verheerend. Dutzende Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Die Einschläge haben viele Wohnhäuser in Kiew beschädigt oder ganz zerstört.
Die von Kremlchef Wladimir Putin betriebene Eskalation sei auch auf die neue Stärke der Ukraine auf dem Schlachtfeld zurückzuführen, zeigte sich Klitschko überzeugt. Putin stehe so unter Druck, „dass er jetzt offenbar Kiew kaputt bomben will, bevor der Winter beginnt“, sagte der frühere Box-Weltmeister. Klitschko rief die westlichen Partner der Ukraine zu weiteren Hilfen bei der Flugabwehr auf. Gerade beim Abfangen ballistischer Raketen ist Kiew auf Systeme wie die von den USA produzierten Patriot-Komplexe angewiesen.
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Irem Yildirim
Acht Tote bei russischen Angriffen auf Ukraine
Bei russischen Angriffen mit Raketen, Drohnen und Lenkbomben sind in der Ukraine am Samstag acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj erklärte im Onlinedienst X, Russland habe sein Land in der Nacht mit mehr als 120 Drohnen und zwölf Raketen angegriffen.
„Zivile Infrastruktur wurde getroffen, bevor Luftalarm ausgerufen wurde“, erkläre Selenskyj. Er veröffentlichte Videos von Einsatzkräften, die in den Trümmern von Gebäuden nach Verschütteten suchten. In der Hauptstadt Kiew seien Wohngebäude, Büros und eine theologische Lehranstalt beschädigt worden, erklärte der Staatschef. Auch in anderen Landesteilen liefen Bergungseinsätze.
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Irem Yildirim
Selenskyj appelliert an Partner bei Umsetzung von Waffenabkommen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt sich für eine raschere Bereitstellung vereinbarter Waffenlieferungen ein. „Ich bereite Änderungen in den diplomatischen Bemühungen der Ukraine vor“, sagt er in seiner abendlichen Videoansprache. „Wir brauchen eine neue Ebene der Zusammenarbeit mit unseren Partnern, um sicherzustellen, dass Vereinbarungen über Waffenlieferungen erfüllt werden.“ Getroffene Abmachungen müssen viel schneller und vollständiger umgesetzt werden. Dies gelte auch für die jüngst mit US-Präsident Donald Trump getroffene Vereinbarung, wonach die Ukraine eine Lizenz zur eigenen Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen erhält. Der Ukraine mangelt es an Munition für ihre Patriot-Systeme, um russische ballistische Raketen abzufangen.
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Irem Yildirim
Selenskyj will nach Einschlägen bei Kiew Militärs abstrafen
Bei einem russischen Raketenangriff gingen vor einigen Tagen nahe Kiew Munitionslager in die Luft – nun will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die verantwortlichen Beamten bestrafen. Es sei eindeutig verboten gewesen, Depots in der Stadt Wyschnewe anzulegen, „doch all diese Vorschriften wurden missachtet“, klagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Dabei gebe es genügend Plätze in der Ukraine, um solche Depots in sicherer Entfernung von Wohnhäusern aufzubauen. Laut Selenskyj waren für den Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften Leiter zweier Staatsbetriebe verantwortlich. Gegen sie und andere Manager werde ermittelt.
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Tusk kündigt Bau von Gedenkstätte für UPA-Opfer an
Nach der jüngsten Eskalation eines Streits um die Rolle der berüchtigten Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) im Zweiten Weltkrieg hat Polen die Errichtung eines Denkmals für die UPA-Opfer in der Region Wolhynien angekündigt. „In Warschau wird eine Gedenkmauer errichtet, mit einer ewigen Flamme und den Namen aller gefundenen und identifizierten Opfer“, sagte Regierungschef Donald Tusk am Samstag in einer Videobotschaft anlässlich des nationalen Wolhynien-Gedenktags.
Polen werde „keines von ihnen vergessen“, sagte Tusk über die Opfer. Nach polnischen Angaben hatte die Ukrainische Aufständische Armee zwischen 1943 und 1945 in Wolhynien Massaker an zehntausenden ethnischen Polen verübt. Historiker sprechen von 70.000 bis 100.000 getöteten Zivilisten. Bei Vergeltungsangriffen sollen bis zu 12.000 Ukrainer getötet worden sein.
Tusk bezeichnete die Gewalttaten der UPA in seiner in Online-Netzwerken verbreiteten Videobotschaft als einen „Völkermord“, begangen von „ukrainischen Nationalisten“. Wolhynien gehörte bis 1939 zu Polen. Durch den Hitler-Stalin-Pakt wurde das Gebiet der ukrainischen Sowjetrepublik zugeschlagen. Heute liegt die Region in der Westukraine. Die UPA gilt in der Ukraine als Gruppe, die für die Unabhängigkeit des Landes von der Sowjetunion gekämpft hatte.
Der seit Jahrzehnten schwelende Konflikt um die gemeinsame Geschichte war in den vergangenen Wochen eskaliert. Mit der Benennung einer ukrainischen Armeeeinheit nach der UPA sorgte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Ende Mai in Polen für Empörung. Polens rechtsnationaler Präsident Karol Nawrocki entzog Selenskyj daraufhin den Orden des Weißen Adlers, Polens höchste Auszeichnung.
Mit Blick auf den von der Ukraine angestrebten EU-Beitritt sagte Polens Ministerpräsident am Samstag, „das nach dem Zweiten Weltkrieg versöhnte Europa wurde durch die Wahrheit und dadurch möglich, dass die Dinge beim Namen genannt wurden“. Wer dieser Gemeinschaft beitreten wolle, müsse „für diese Wahrheit bereit sein“.
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Videoaufnahmen aus Sumy veröffentlicht
Das ukrainische Zentrum für strategische Kommunikation (SPRAVDI) verbreitet Videoaufnahmen, die den Moment des Einschlags der Gleitbombe in Sumy zeigen sollen. Die Bilder einer Überwachungskamera zeigen, wie Menschen sich zu Boden werfen und so versuchen, sich in Deckung zu bringen.
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Vier Tote durch Gleitbombenabwurf auf Sumy
Das russische Militär hat durch den Abwurf von Gleitbomben auf die nordostukrainische Stadt Sumy mindestens vier Menschen getötet. „Darunter ist auch ein Mädchen“, sagte der Bürgermeister von Sumy, Artem Kobsar, in einem auf seinem Telegramkanal geteilten Video. Weitere sieben Personen mussten demnach verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Auf dem Video ist ein Bombenkrater im Asphalt und ein zerfetzter Kleinbus in einem Wohngebiet zu sehen. Die örtlichen Behörden warnten vor weiteren Angriffen.
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Russland: Ein Seemann getötet
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf Schiffe im Asowschen Meer ist nach russischen Behördenangaben eine Person getötet worden. „Ein Seemann auf einem technischen Versorgungsschiff ist ums Leben gekommen“, schrieb Juri Sljusar, Gouverneur der südrussischen Region Rostow, auf Telegram. Verletzte habe es keine gegeben. Eines der in der Bucht von Taganrog angegriffenen Schiffe sei ein Methanol-Tanker.
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Elf Verletzte durch russische Angriffe auf Kiew
Bei neuen russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach offiziellen Angaben mindestens elf Menschen verletzt worden.
Unter den elf Verletzten sei ein Kind, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst X mit. Russland habe in der Nacht mehr als 120 Drohnen gestartet und 12 Raketen abgefeuert, „die Hälfte von ihnen ballistische“. Noch vor dem ersten Sirenenalarm sei „zivile Infrastruktur“ getroffen worden, darunter Wohnhäuser und Bürogebäude.
Selenskyj erklärte, die Armee habe „die meisten“ Flugkörper abgeschossen, „aber nicht die ballistischen“. Er appellierte an die US-Regierung, ihr Versprechen zügig umzusetzen, der Ukraine eine Lizenz zur Herstellung von Patriot-Flugabwehrsystemen zu erteilen.
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Drohnenangriff auf russische Tanker
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht 21 russische Tanker im Asowschen Meer mit Drohnen angegriffen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Dies sei Teil einer Kampagne, um den russischen Streitkräften in der besetzten Ukraine den Treibstoff zu entziehen. Außerdem seien vier Schlepper, zwei Frachtschiffe und ein Baggerschiff getroffen worden.
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Sabrina Frangos
Verletzte bei Raketenangriff auf Kiew
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut unter Raketenbeschuss geraten. Der Feind habe die Stadt mit ballistischen Raketen angegriffen, teilten Bürgermeister Vitali Klitschko und Militärgouverneur Tymur Tkatschenko auf Telegram mit. Sie riefen die Anwohnerinnen und Anwohner auf, sich in Schutzräume zu begeben. Ein dpa-Reporter vor Ort berichtete von mehreren Angriffswellen. Mindestens drei Menschen wurden laut Klitschko bei den Angriffen verletzt.
Bei den nächtlichen Attacken sei es in mehreren Bezirken zu Bränden gekommen. Nach vorläufigen Angaben Tkatschenkos gab es Schäden in einem Stadtbezirk im Ostteil der Stadt. Im Westteil Kiews brach demnach ein Brand in einem Bürogebäude aus. Zudem sei ein unbewohntes Gebäude beschädigt worden.
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