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Montag, 13. Juli 2026
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Rassistische Aussagen: In diesem Duell stehen Madrid und Paris auf einer Seite

Medienspektrum

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13. Juli
FAZ (Politik)

Rassistische Aussagen: In diesem Duell stehen Madrid und Paris auf einer Seite

Rassistische Aussagen : In diesem Duell stehen Madrid und Paris auf einer Seite In Spanien stellt der ehemalige Regierungschef Rajoy die Herkunft der französischen Nationalspieler infrage – und tritt eine Rassismusdebatte los. Das WM-Spiel beginnt erst am Dienstagabend, doch zwischen Spanien und Frankreich läuft schon ein heftiges diplomatisches Duell. Seite an Seite gingen die französische und die spanische Regierung zum Angriff auf die konservative Volkspartei PP über. Dabei handelt es sich nur um einen einzigen Satz in einer Kolumne des früheren PP-Ministerpräsidenten Mariano Rajoy, von dem schon lange nichts mehr zu hören war. Der bis 2018 regierende Rajoy hatte auf die ihm eigene sarkastische Art über die französische Nationalmannschaft in einem relativ kleinen Onlineportal geschrieben, diese habe „einen Kader auf höchstem Niveau. Allerdings ohne Franzosen“. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot legte angesichts von Rajoys „erbärmlichen Kommentaren“ die letzte diplomatische Zurückhaltung ab. „Frankreich hat keine Hautfarbe. Jede gegenteilige Behauptung ist Dummheit, Rassismus oder beides“, sagte er in einem Interview. Mehrere französische Minister hatten die Äußerungen des PP-Politikers zuvor als „rassistisch“ und „inakzeptabel“ zurückgewiesen. „Es gibt nur ein Frankreich, eine Republik, in der jeder seinen Platz finden kann, ganz gleich welcher Herkunft“, sagte etwa Innenminister Laurent Nuñez, der selbst ein Nachkomme spanischer Migranten ist. Rajoy weckte in Frankreich Erinnerungen an Jean-Marie Le Pen Auch die französische Botschaft in Madrid mischte sich in die Auseinandersetzung ein. Und stellte klar, dass von den 26 Spielern der Nationalmannschaft 23 in Frankreich geboren worden seien und die drei, die im Ausland zur Welt kamen, ebenfalls Franzosen seien. Rajoys Aussage weckte auch Erinnerungen an den verstorbenen Gründer des Front National (heute Rassemblement National), Jean-Marie Le Pen, der die französische Nationalmannschaft aus ähnlichen Gründen kritisiert hatte. Mit dem aus einer algerischen Einwandererfamilie stammenden Zinédine Zidane an der Spitze wurde die Vielfalt der französischen Mannschaft zum Nationalstolz. In Spanien tobt nach der jüngsten Massenlegalisierung durch Sánchez' Linksregierung ein Streit über die Integration von Migranten. Die konservative PP hat sich die Forderung der „nationalen Priorität“ der rechtspopulistischen Vox-Partei zu eigen gemacht, mit der sie in mehreren Regierungen koaliert: Bei staatlichen Leistungen sollen gebürtige Spanier Vorrang vor Einwanderern erhalten. Vox tut sich in Spanien schwer damit, einige Spieler der eigenen Nationalmannschaft zu feiern, zum Beispiel Lamine Yamal. Der junge Superstar des spanischen Fußballs wurde in Katalonien geboren, aber sein Vater stammt aus Marokko und seine Mutter aus Äquatorialguinea. Rajoy wollte sich am Montag nicht entschuldigen. Er kritisierte gegenüber der Zeitung „El Mundo“ nur das „Niveau bestimmter Mitglieder der spanischen Regierung“ und nannte den als rassistisch kritisierten Satz ein „Nebenthema“ seines Fußballkommentars. Ein PP-Sprecher sagte, die Äußerungen seien „sarkastisch“, aber „nicht böswillig“ gemeint gewesen und sollten die spanische Mannschaft unterstützen. Er wollte sich nicht von dem früheren Regierungschef distanzieren, wie es der spanische Außenminister José Manuel Albares verlangt hatte. Er beschuldigte die Konservativen, die laut Umfragen die nächsten Wahlen gewinnen könnten, die Beziehungen zu Freunden wie Frankreich „zu vergiften, zu sabotieren und zu torpedieren“. Albares spielte damit auf eine Abstimmung in der vergangenen Woche im spanischen Senat an. Dort hatten PP den neuen Freundschaftsvertrag mit Frankreich scheitern lassen. Den Konservativen geht es zu weit, französische Minister an Kabinettssitzungen in Madrid teilnehmen zu lassen. Für Pedro Sánchez gab es am Montagabend in Paris also einiges zu erklären. Am Abend hatte Emmanuel Macron ihn und andere Staats- und Regierungschefs zu einem Essen in den Élysée-Palast eingeladen.

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13. Juli
taz (Öko & Co)

WM-Äußerung von Spaniens Ex-Premier: Im Wettbewerb mit den Rechtsextremen

WM-Äußerung von Spaniens Ex-Premier: Im Wettbewerb mit den Rechtsextremen Spaniens ehemaliger Regierungschef Rajoy äußert sich in einer Kolumne rassistisch über die französische Elf. Und verursacht diplomatische Verstimmung. Spaniens Ex-Premier, Mariano Rajoy, versucht sich als Sportkolumnist und sorgt damit für diplomatische Verstimmung. „Wir dürfen nicht vergessen, dass Frankreich zweimaliger Weltmeister und Finalist der letzten WM war. (…) Sie verfügen über ein hochkarätiges Team. Wenn auch ohne Franzosen“, schreibt der Konservative auf eldebate.com – einer katholischen Onlinezeitung für grantige, alte, weiße Spanier aus der Medienwelt und der Politik, die von der rechten Regionalregierung per Werbung finanziert wird. Die Reaktionen von jenseits der Pyrenäen lassen nicht auf sich warten: „Diese ständigen rassistischen Ausrutscher sind unerträglich“, schimpft die französische Gleichstellungsministerin Aurore Bergé. Zu sehr erinnert sie der Satz Rajoys an das, was die Anhänger der rechtsextremen Marine Le Pen in Frankreich verbreiten. „Nach jedem Sieg der ‚Bleus‘ tauchen immer wieder dieselben rassistischen Obsessionen und Beleidigungen auf“, sagt die Ministerin für Überseegebiete, Naïma Moutchou. Dies seien keine „bloßen Versprecher; sondern ein systematischer und normalisierter Hass auf Frankreich und das, wofür es steht“, fügt sie hinzu. Und Innenminister Laurent Nuñez erklärt, was das ist: „Eine Republik, in der jeder seinen Platz finden sollte.“ Der Ball ist rund und die taz ist ihm dicht auf den Fersen. Unsere Reporterin Alina Schwermer ist auf einem Roadtrip (meist) per Bus und berichtet in Reportagen und in ihrem Blog – manchmal auch aus den Stadien, aber noch viel öfter über alles drumherum. Alle Spiele werden von ausgeschlafenen tazler:innen für Sie hier in „Alle Spiele“ kurz zusammengefasst. Dann gibt es das ganz geheime Tagebuch von Fifa-Dingsbums Gianni Infantino. Und alles andere rund um die WM finden Sie hier. Olivier Faure, Vorsitzender der französischen Sozialistischen Partei, gibt Nachhilfeunterricht in Sachen Staatsrecht. „Frankreich ist keine ethnische Nation; es hat keine Hautfarbe und keine Religion. Es ist eine politische Nation, geeint durch das republikanische Motto. Auch wenn das die rassistische Rechte stört“, antwortet er auf X. Kein zufälliger Ausrutscher Laut französischen Botschaft in Madrid sind 23 der 26 zur WM angereisten Spieler in Frankreich geboren. „Die drei, die außerhalb Frankreichs geboren wurden, sind ebenfalls Franzosen“, heißt es aus der diplomatischen Vertretung. Viele in Spanien glauben nicht an einen zufällige Ausrutscher Rajoys, sondern an gezielte politische Propaganda. Denn seine Partido Popular versucht sich im Wettbewerb mit der rechtsextremen VOX, die stetig in der Wählergunst zunimmt. Deshalb stößt Rajoy, der bereits in seinen Jahren als Regierungschef immer wieder damit angab, Fußballexperte zu sein und als erste Zeitung am Tag eines der großen Sportblätter Spaniens zu lesen, auf Ablehnung. Allen voran bei seinem Nachfolger und derzeitige spanischen Ministerpräsidenten, Pedro Sánchez: „So mancher definiert Zugehörigkeit nach dem Nachnamen, dem Geburtsort oder der Hautfarbe“, klagt der Chef einer Koalitionsregierung aus Sozialisten und Linksalternativen. „Frankreich, wir sehen uns im Halbfinale. Auf dass der Bessere gewinne und der Rassismus verliere“, wünscht er sich. Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen Starten Sie jetzt eine spannende Diskussion!

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13. Juli
Deutschlandfunk

Fußball-WM - "Unerträglicher Rassismus" - Spanischer Ex-Regierungschef Rajoy wegen Äußerung gegen Frankreichs Nationalteam in der Kritik

Rajoy schrieb in einem Gastbeitrag für das Online-Medium "El Debate", dass Frankreich über einen Kader auf höchstem Niveau verfüge - allerdings, so wörtlich, "ohne Franzosen". Das stößt auf Ablehnung: Der Präsident des französischen Fußballverbandes, Diallo, warf Rajoy auf der Online-Plattform X "unerträglichen Rassismus" vor. Seine Äußerungen würfen "Fragen nach dem verwerflichen Klima auf, das solchen Gestank erst ermöglicht." Frankreichs Innenminister Nuñez erklärte beim Sender BFMTV, Rajoys Aussage sei absolut inakzeptabel. Auch Spaniens Regierung kritisiert Rajoy Ministerpräsident Sánchez verlinkte bei X einen Beitrag mit kritischen Kommentaren zu Rajoy und schrieb selbst: "Manche definieren Zugehörigkeit noch immer über Nachnamen, Geburtsort oder Hautfarbe. Andere von uns definieren sie über ihre tiefe Verbundenheit mit einem Land und ihre Bereitschaft, sich für es einzusetzen." Sánchez sendete in seinem Posting auch Grüße in Richtung Frankreich: "Möge die beste Mannschaft gewinnen und der Rassismus verlieren." Die beiden Mannschaften treffen am Dienstag in Dallas beim WM-Halbfinale aufeinander. Rajoy war von 2011 bis 2018 spanischer Regierungschef, er saß für die konservative Volkspartei PP im Parlament. 2018 verlor er sein Amt durch ein Misstrauensvotum. Weitere rassistische Beschimpfungen bei der Fußball-WM Vor kurzem hatte bereits die paraguayische Senatorin Amarilla für einen Rassismus-Eklat während der Weltmeisterschaft gesorgt. Nach der Niederlage ihrer Nationalmannschaft gegen Frankreich beleidigte sie online den französischen Star-Spieler Mbappé. Daraufhin reichte der französische Fußballverband Anzeige gegen die Politikerin ein. Weiterführendes Doku "Schwarze Adler" - Der tägliche Rassismus im Fußball (Audio) Diese Nachricht wurde am 13.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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13. Juli
ZDF heute

"Unerträglich": Rassismus-Debatte vor Spanien - Frankreich

Spanischer Ex-Premier in der Kritik:"Unerträglich": Rassismus-Debatte vor Spanien - Frankreich Der frühere spanische Premier Rajoy steht nach Aussagen zur französischen Nationalmannschaft in der Kritik. Ihm wird Rassismus vorgeworfen. Der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat mit einer rassistischen Äußerung vor dem WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich für Empörung gesorgt. Der frühere Politiker der konservativen Volkspartei schrieb in einem Beitrag für "El Debate", dass Frankreich über einen Kader auf höchstem Niveau verfüge. Allerdings stünden keine Franzosen in dem Fußball-Team. Frankreichs Innenminister: "Absolut inakzeptabel" Rajoys Beitrag stieß sowohl in Frankreich als auch in Spanien vor der Partie am Dienstag (21 Uhr live im ZDF) in Dallas auf scharfe Ablehnung. "Mariano Rajoys Äußerungen über die französische Nationalmannschaft zeugen von unerträglichem Rassismus", schrieb Frankreichs Fußballverbandspräsident Philippe Diallo bei X: "Sie werfen zudem Fragen nach dem verwerflichen Klima auf, das solchen Gestank erst ermöglicht. Unsere Spieler brauchen keine Staatsbürgerschaftsurkunden von einem ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten." Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez erklärte bei BFMTV: "Das ist absolut inakzeptabel, das entspricht überhaupt nicht den Werten Frankreichs." Spaniens Ministerpräsident: Möge der Rassismus verlieren Der aktuelle spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez verlinkte bei X einen Beitrag mit zahlreichen kritischen Kommentaren zu Rajoy und schrieb selbst: "Manche definieren Zugehörigkeit noch immer über Nachnamen, Geburtsort oder Hautfarbe. Andere von uns definieren sie über ihre tiefe Verbundenheit mit einem Land und ihre Bereitschaft, sich für es einzusetzen. Indem wir Fußball spielen. Indem wir uns um unsere Älteren kümmern. Oder indem wir Unternehmen gründen." Spanien gehöre denen, die es lieben. Nicht denen, "die es mit xenophoben Äußerungen beschämen". Frankreich, wir sehen uns im Halbfinale. Möge die beste Mannschaft gewinnen und der Rassismus verlieren. Pedro Sánchez, spanischer Ministerpräsident Zuletzt hatte die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia während der WM den französischen Topstar Kylian Mbappé rassistisch beschimpft. Frankreichs Verband reichte daraufhin Anzeige gegen die Politikerin ein. La Furia Roja gegen die Roten Teufel: Gesucht wird Frankreichs Gegner im Halbfinale. Können die Belgier der spanischen Dominanz etwas entgegensetzen? Und hält Spaniens Defensive erneut die Null? 10.07.2026 | 8:08 minZDFsportstudio Update:Dein Newsletter zur Fußball-WM 2026 Alle Highlights der WM-Spiele aus der Nacht, Updates zum DFB-Team und die wichtigsten Nachrichten zur Fußball-WM 2026 – kompakt und aktuell. 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