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Montag, 17. August 2026
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Nach 60 Tagen - Was vom abgelaufenen Rahmenabkommen der USA und des Irans bleibt

Medienspektrum

Progressiv Mitte Konservativ
17. August
Deutschlandfunk

Nach 60 Tagen - Was vom abgelaufenen Rahmenabkommen der USA und des Irans bleibt

Es war nicht weniger als das geschichtsträchtige Schloss von Versailles, in dem Donald Trump Mitte Juni das Rahmenabkommen mit dem Iran unterzeichnete. Frankreichs Staatspräsident Macron lobte den US-Präsidenten für die "tolle Arbeit". Der iranische Präsident Peseschkian bezeichnete den Vertrag als "historisch". Nun endete das Rahmenabkommen - entweder bereits am Wochenende oder am Montagmorgen. Die genaue Frist wurde nicht bekannt. Sofortige Waffenruhe Die Vereinbarung sah eine sofortige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sowie ihren jeweiligen Verbündeten vor. Das galt auch für die Kämpfe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon. Zwar gingen die Attacken zwischen den USA und dem Iran zunächst etwas zurück, doch das hielt nicht lange. Das US-Militär rechtfertigte den eigenen Beschuss durch iranische Attacken auf Handelsschiffe. Im Juli flogen die USA rund zwei Wochen lang jede Nacht massive Angriffe. Trump erklärte, die Waffenruhe sei "vorbei". Später drohte er mit noch heftigeren Angriffswellen, die jedoch mit Verweis auf angebliche diplomatische Fortschritte ausblieben. Zuletzt wurden keine amerikanischen Attacken mehr gemeldet. Jedoch gab es mutmaßlich iranische Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus. Auch im Libanon schwiegen die Waffen nicht. Die israelische Armee griff immer wieder Ziele der Hisbollah-Miliz an. Zuletzt attackierte auch die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz Ziele in Saudi-Arabien. Es droht eine regionale Ausbreitung des Kriegs. Öffnung der Straße von Hormus Das Abkommen verpflichtete den Iran, Handelsschiffen eine sichere Durchfahrt zu gewährleisten. Für 60 Tage sollte diese gebührenfrei sein. Zunächst fuhren wieder mehr Frachter durch die Meerenge als zuvor, wobei nicht annähernd das Vorkriegsniveau erreicht wurde. Nach neuen iranischen Angriffen kam der Verkehr fast vollständig zum Erliegen. Dem Analyseunternehmen Kpler zufolge passierten am vergangenen Wochenende nur fünf Handelsschiffe die Meerenge. Der Iran will die Passage künftig kontrollieren und eine Gebühr für Durchfahrten erheben. Die USA lehnen das ab. Eine sichere Öffnung der Straße von Hormus ist nicht absehbar. Friedensverhandlungen Die Absichtserklärung regelte einen weiteren Verhandlungsprozess, um zu einem längerfristigen Frieden zu kommen. Dabei sollten etwa strittige Themen wie der Umgang mit Irans Atomprogramm geklärt werden. Dafür waren 60 Tage vorgesehen - oder mehr, falls sich beide Seiten darauf einigen. Wenige Tage nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens gab es einen offiziellen Verhandlungsauftakt. Dafür reisten etwa US-Vizepräsident Vance und der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf in ein Schweizer Luxusresort. Die direkten Gespräche gingen ohne Ergebnis zu Ende. Man wolle auf Arbeitsebene weiter verhandeln, hieß es. Seitdem wurden keine Fortschritte bekannt. Keine Verlängerung des Abkommens Weder die USA noch der Iran scheinen ein Interesse an einer Verlängerung der Absichtserklärung zu haben. Der iranische Außenminister Araghtschi erklärte vergangene Woche, die USA hätte die Vereinbarung verletzt und Angriffe wieder aufgenommen. Damit habe es gar keine Waffenruhe gegeben, die verlängert werden müsse. Trump hatte schon Anfang Juli das Abkommen als beendet bezeichnet. Zwar bemühen sich Vermittler wie Pakistan um weitere Verhandlungen, doch diplomatische Fortschritte werden derzeit nicht erwartet. Der Iran und die USA bekräftigen immer wieder ihre Maximalforderungen. Der Iran-Experte Fathollah-Nejad sagte im Deutschlandfunk , man werde auch in den nächsten Wochen "bewaffnete Verhandlungen" erleben. Beide Seiten versuchten, den militärischen Druck zu erhöhen, um die eigenen Ziele am Verhandlungstisch durchzusetzen. Weitere Informationen Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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17. August
Handelsblatt

Iran-Krieg: US-Rahmenabkommen mit Iran läuft aus: Was hat es gebracht?

Iran-Krieg: US-Rahmenabkommen mit Iran läuft aus: Was hat es gebracht? Washington/Teheran. Die Welt reagierte Mitte Juni zunächst mit Erleichterung auf das Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA, doch schon bald folgte die Ernüchterung. Die auf 60 Tage angelegte Vereinbarung sollte eine Waffenruhe, eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus und eine langfristige Friedenslösung bringen. Nach dem Auslaufen der Vereinbarung kann Bilanz gezogen werden: Was hat das Abkommen gebracht? Sofortige Waffenruhe Die Vereinbarung sah eine sofortige Waffenruhe zwischen dem Iran, den USA und ihren jeweiligen Verbündeten vor, einschließlich der Kämpfe im Libanon. Tatsächlich schwiegen die Waffen nicht lange. Der Tenor aus Washington dazu lautete zunächst: US-Angriffe auf iranische Ziele seien lediglich begrenzte Vergeltungsschläge für iranische Attacken auf Handelsschiffe, die Waffenruhe gelte nach wie vor. Im Juli gab es schließlich fast zwei Wochen lang jede Nacht massive Angriffe. US-Präsident Donald Trump erklärte in sozialen Medien, die Waffenruhe sei „VORBEI“. Ende Juli drohte Trump dem Iran erneut mit einer noch heftigeren Angriffswelle. „Wir werden sie sehr hart treffen“, sagte er. „Wissen Sie, irgendwann werden sie es nicht mehr aushalten können.“ Die Angriffe blieben letztlich aus, unter Verweis auf angebliche Fortschritte im Ringen um eine diplomatische Lösung. Zuletzt wurden keine US-Angriffe mehr bekannt, dafür gab es immer wieder mutmaßlich iranische Attacken auf Schiffe in der Straße von Hormus. Im Libanon kann die Waffenruhe bestenfalls als brüchig bezeichnet werden - zuletzt griff Israel dort wieder verstärkt Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz an. Auch die ebenfalls mit dem Iran verbundene Huthi-Miliz im Jemen machte jüngst erneut mit Drohungen und Angriffen gegen Saudi-Arabien von sich reden: Es droht eine Ausweitung des Konflikts, der dann auch Öllieferungen durch die wichtige Meerenge Bab al-Mandab gefährden könnte. „Finaler Deal“: Waffenstillstand nach 60 Tagen? Das Rahmenabkommen gab den Kriegsparteien 60 Tage, um die besonders umstrittenen Themen wie den Umgang mit Irans Atomprogramm zu klären. Die ehrgeizige Verhandlungsfrist sollte im gegenseitigen Einvernehmen verlängerbar sein. Ein solcher „finaler Deal“, vergleichbar eher mit einem Waffenstillstandsabkommen, ist jedoch nicht in Sicht. Ende Juni gab es in einem Schweizer Luxusresort einen Verhandlungsauftakt, aber dann wurde es sehr still. Angeblich sollten Gespräche auf Arbeitsebene folgen. Es gab jedoch keine bekannten Fortschritte, erst recht keinen Durchbruch. Das Rahmenabkommen lief nun aus - entweder bereits am Wochenende oder heute, der genaue Termin blieb unklar. Keine Kriegspartei scheint eine Verlängerung des knappen, 14 Punkte umfassenden Abkommens anzustreben. Irans Außenminister Abbas Araghtschi etwa sagte Ende vergangener Woche, die USA hätten die Vereinbarung verletzt und Angriffe wieder aufgenommen. Damit habe es gar keine Waffenruhe gegeben, die verlängert werden müsse. Ob es weitere Verhandlungen geben werde, sei noch nicht entschieden. Aufhebung von Sanktionen Die US-Regierung verpflichtete sich in dem Rahmenabkommen, „alle Sanktionen“ gegen den Iran aufzuheben. Der Zeitplan sollte jedoch erst im endgültigen Abkommen vereinbart werden. Wohl als Zeichen des guten Willens lockerten die USA nach Inkrafttreten des Abkommens tatsächlich bestimmte Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor. Gut zwei Wochen später nahm das US-Finanzministerium die erteilte Ausnahmegenehmigung allerdings wegen Irans Verhalten in der Straße von Hormus wieder zurück. Öffnung der Straße von Hormus Vor dem Ende Februar auf Befehl Trumps begonnen Krieg brachten Schiffe weitestgehend ungestört rund ein Fünftel der weltweiten Rohöl- und Flüssiggasexporte durch die Meerenge. Nach Kriegsbeginn legten die Iraner die Straße von Hormus mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe lahm, auch Seeminen sollen sie verlegt haben. Öl- und Benzinpreise stiegen weltweit schnell an. Infolge des Rahmenabkommens sollte sich die Islamische Republik „nach besten Kräften“ darum bemühen, Handelsschiffen eine sichere und für 60 Tage gebührenfreie Passage durch die Meerenge zu ermöglichen. Die vage Formulierung „nach besten Kräften“ ist eine von mehreren in dem Abkommen, die viel Interpretationsspielraum ließen und deshalb vehement kritisiert wurden. Nach Unterzeichnung des Abkommens nahm der Verkehr in der Meerenge zunächst zu - nicht annähernd auf Vorkriegsniveau, aber immerhin. Bald kam es aber zu neuen iranischen Angriffen auf Schiffe, der Verkehr kam wieder fast zum Erliegen. Der Iran will in Absprache mit dem anderen Anrainer der Meerenge, dem Sultanat Oman, künftig eine Gebühr für die Durchfahrt erheben. Die USA lehnen das ab. Der Iran will die Passage künftig kontrollieren und fordert für eine Wiedereröffnung unter anderem Reparationen der USA für Kriegsschäden. Eine sichere Öffnung der Seestraße ist aktuell nicht in Sicht. Für den Iran ist die Kontrolle der Meerenge der wahrscheinlich wichtigste Trumpf. Für den US-Präsidenten ist das durch seinen Krieg verursachte Problem eine besonders harte Nuss: Angriffsdrohungen, US-Militäreskorten für Schiffe, eine Annexion der Straße von Hormus - seine Ideen führten bislang nicht zu einer Lösung. Auch die US-Seeblockade iranischer Häfen, die mit dem Rahmenabkommen aufgehoben wurde, besteht inzwischen wieder. Damit soll Teheran von den wichtigen Einnahmen aus Ölexporten abgeschnitten werden, um den Druck auf die Islamische Republik zu erhöhen. Verwandte Themen Investitionsprogramm in Höhe von 300 Milliarden Dollar Für den Wiederaufbau und die Entwicklung des Irans sagten die USA in dem Abkommen zu, zusammen mit Partnern in der Region ein Investitionsprogramm in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar auf die Füße zu stellen. Der dafür nötige Mechanismus sollte mit dem „finalen Deal“ festgezurrt werden. Das wolkige Versprechen schlug aber keine großen Wellen, denn kaum jemand konnte sich vorstellen, dass die USA oder die im Kriegsverlauf vom Iran angegriffenen Staaten am Persischen Golf hierfür Milliardenbeträge zahlen würden. Auch die Zusage, eingefrorenes iranisches Geld nach der Umsetzung des Rahmenabkommens freizugeben, blieb unerfüllt. Wie geht es weiter? Die Vermittler Pakistan und Katar sowie andere Golfstaaten scheinen sich hinter den Kulissen zu bemühen, um in dem festgefahrenen Konflikt Fortschritte hin zu einer Einigung zu erzielen. Wann oder ob es solche Fortschritte geben wird, ist allerdings völlig unklar.

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15. August
Die Zeit (Politik)

Irankrieg: Verhandlungsfrist zwischen Iran und USA verstreicht ohne Einigung

Rund zwei Monate nach Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran läuft die Verhandlungsfrist über ein finales Abkommen aus. Derzeit stehen die Zeichen allerdings eher auf Eskalation als auf Diplomatie: Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte, sein Land habe noch nicht entschieden, ob neue Verhandlungen aufgenommen werden sollten. US-Präsident Donald Trump bekräftigte unterdessen seine Forderung nach einer US-Kontrolle über die Straße von Hormus. Dem Rahmenabkommen zufolge hätten die USA und der Iran in den vergangenen zwei Monaten eine Einigung über ihre Streitpunkte erzielen sollen, insbesondere das iranische Atomprogramm. Gegen die in dieser Zeit eigentlich vereinbarte Waffenruhe und weitere Punkte des Rahmenabkommens war in den vergangenen Wochen mehrfach verstoßen worden. Aus Sicherheitskreisen des Vermittlerlands Pakistan hieß es zuletzt, die Waffenruhe solle um weitere 60 oder 90 Tage verlängert werden. Bisher ist demnach aber nicht entschieden, ob diese neuerliche Waffenruhe öffentlich kommuniziert werde. Streit um Straße von Hormus Ein zentraler Streitpunkt zwischen den USA und dem Iran bleibt die künftige Kontrolle der Straße von Hormus. Trump hatte zuletzt mehrfach angegeben, dass die USA die Meerenge unter ihrer Kontrolle hätten. Bei einem Wahlkampfauftritt in New Jersey legte er nun nach: »Sobald wir den Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet –, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären«, sagte der US-Präsident. Der Iran wies dies zurück. »Die Straße von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen«, schrieb Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf X. Der Iran fürchte weder Drohungen noch lasse er sich von Machtdemonstrationen einschüchtern. Die USA müssten akzeptieren, eine strategische und schwere Niederlage erlitten zu haben. »Die Straße von Hormus gehörte dem Iran, gehört dem Iran und wird dem Iran gehören.« Der Iran gibt an, einen Großteil der für den Welthandel wichtigen Meerenge selbst zu kontrollieren. Er hat eine Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen durch die USA sowie einen Abzug der US-Streitkräfte aus der Region und eine vollständige Entschädigung für die Kriegsschäden zur Bedingung einer Öffnung gemacht. Auch die Frist, innerhalb derer sich der Iran zur gebührenfreien Durchfahrt der Straße von Hormus verpflichtet hatte, endet an diesem Wochenende. Wie die Schifffahrt in der Meerenge künftig geregelt sein soll, ist Gegenstand von Verhandlungen zwischen dem Iran und Oman, die bisher keine Einigung verkündet haben. Erneut Angriffe auf Handelsschiffe Faktisch hat der Krieg den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus seit Kriegsbeginn im Februar weitgehend zum Erliegen gebracht. Immer wieder werden in der Meerenge Schiffe angegriffen, oft von Verbündeten des Iran. Auch in der vergangenen Nacht meldete die staatliche Nachrichtenagentur WAM der Vereinigten Arabischen Emirate wieder Angriffe auf Handelsschiffe. Dabei sei auch ein Schiff des staatlichen Ölkonzerns Adnoc der Emirate attackiert worden. Es sei niemand verletzt worden, über mögliche Schäden am Schiff gab es zunächst keine Angaben. Die Emirate machten den Iran verantwortlich. Erst am Donnerstagabend hatte der Iran nach Angaben des Außenministeriums in Abu Dhabi zwei Adnoc-Schiffe in der Meerenge angegriffen. Die USA und Israel hatten Ende Februar gemeinsam den Iran angegriffen und wichtige Mitglieder der Führung getötet, darunter den obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei. Der Iran reagierte darauf mit Angriffen unter anderem auf US-Stützpunkte in Golfstaaten.

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15. August
Der Spiegel

Frist für Iran-USA-Abkommen verstreicht – Naher Osten vor ungewisser Zukunft

Keine Annäherung zwischen USA und Iran Frist für Abkommen verstreicht – Naher Osten vor ungewisser Zukunft Auch rund zwei Monate nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen Teheran und Washington scheint ein Ende des Irankrieges in weiter Ferne. Statt wie geplant Fortschritte in der Frage des iranischen Atomprogramms zu erzielen, provozierte US-Präsident Donald Trump am Abend mit der Ankündigung einer Übernahme der Straße von Hormus. Iran weist die Pläne zurück und stellt die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den USA offen infrage. Derweil läuft an diesem Wochenende die Frist aus, binnen derer die USA und Teheran Verhandlungen etwa über das iranische Atomprogramm abschließen wollten (mehr hier ). Gegen die Waffenruhe und weitere Punkte des Abkommens war in den vergangenen Wochen allerdings wiederholt verstoßen worden. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß es zuletzt, die Waffenruhe solle verlängert werden – um weitere 60 oder gar 90 Tage. Bisher ist demnach aber nicht entschieden, ob diese neuerliche Waffenruhe öffentlich kommuniziert werde. Pakistan ist Vermittler in dem Konflikt. Trump will Meerenge zu US-Territorium erklären Trump hatte zuvor Öl ins Feuer gegossen und angekündigt, die Straße von Hormus als US-Territorium auszuweisen. »Sobald wir Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet –, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären«, sagte er bei einem Wahlkampfauftritt. Trump will Straße von Hormus zu US-Gebiet machen Foto: Julia Demaree Nikhinson / AP / dpaNähere Angaben dazu machte Trump zunächst nicht. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas und zudem zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran (mehr hier ). Iran wies die Pläne entschieden zurück. »Die Straße von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen«, schrieb Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Iran fürchte weder Drohungen noch lasse er sich von Machtdemonstrationen einschüchtern. ترامپ گفته بعد از شکست ایران، بزودی تنگه هرمز را قلمرو آمریکا اعلام خواهد کرد! — Gharibabadi (@Gharibabadi) August 14, 2026 تنگه هرمز را نه با توییت میتوان تصاحب کرد و نه با ناو هواپیمابر، نه با صدور فرمان و نه با سخنرانی انتخاباتی. ایران نه از تهدید می هراسد و نه با نمایش قدرت مرعوب میشود. (۱) Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Gharibabadi schrieb weiter, die USA müssten akzeptieren, eine strategische und schwere Niederlage erlitten zu haben. »Die Straße von Hormus gehörte Iran, gehört Iran und wird Iran gehören.« Weiterhin keine Regelung zur Straße von Hormus Zudem endet die Frist, in der Iran sich zu einer gebührenfreien Durchfahrt der Straße von Hormus verpflichtet. Wie die Schifffahrt in der strategisch wichtigen Meerenge danach geregelt sein soll, ist Gegenstand von Verhandlungen zwischen Iran und Oman. Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde allerdings bisher nicht verkündet. Nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen steht diese allerdings bevor. Iran betonte, dass es sich bei diesen Verhandlungen um technische Gespräche handele, bei denen die Schifffahrtsrouten durch die Meerenge festgelegt werden sollten. Sie seien abgetrennt von möglichen Waffenruhe-Verhandlungen mit den USA zu sehen. Irans Außenminister Araghchi: Vorwürfe gegen USA Foto: Hadi Mizban / AP / dpaDer seit Ende Februar andauernde Irankrieg hat den Schiffsverkehr in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht. Die Kriegsparteien ringen schon länger um eine vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Meerenge – bislang ohne Erfolg. Erneuter Angriff auf Handelsschiff Auch in der Nacht zu Samstag wurde ein Angriff auf ein Handelsschiff in der Meerenge gemeldet: Die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM berichtete auf X, ein Schiff des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc sei attackiert worden. Bei dem Vorfall sei niemand verletzt worden. Über mögliche Schäden am Schiff gab es zunächst keine Angaben. Die Emirate hatten bereits in der Nacht zu Freitag mitgeteilt, zwei Schiffe von Adnoc seien von Iran angegriffen worden und verurteilten den Vorfall scharf. ADNOC vessel attacked in Strait of Hormuz; no injuries reported#WamNews https://t.co/zDchtIvQvH pic.twitter.com/bAdQFPFsTT — WAM English (@WAMNEWS_ENG) August 14, 2026 Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Iran fordert Entschädigungen Iran hatte zuletzt für eine Öffnung der Meerenge neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen das Land, eine Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einen Abzug der US-Streitkräfte aus der Region und eine vollständige Entschädigung für die Kriegsschäden verlangt. Ungeachtet des Auslaufens der 60-tägigen Waffenruhe mit den USA hat Iran eigenen Angaben zufolge noch nicht entschieden, ob neue Verhandlungen mit Washington aufgenommen werden sollen. Außenminister Abbas Araghchi sagte der regierungsnahen Nachrichtenagentur Isna zufolge, die USA hätten die Vereinbarung verletzt, die Kämpfe seien wieder aufgenommen worden. Damit habe es anders als abgesprochen keine Waffenruhe gegeben, die nun verlängert werden müsse. Die Spannungen zwischen den USA und Iran machen sich derweil weiter an den Energiemärkten bemerkbar: Die wichtige Nordseesorte Brent ging am Freitag mit weiteren Aufschlägen aus den Handel und kostete zuletzt knapp 89 Dollar – rund 20 Dollar mehr als vor einem halben Jahr. Donald Trump hat keine guten Optionen mehr gegenüber dem iranischen Regime. Es geht nur noch um Schadensbegrenzung – und um ein Signal an Wladimir Putin .

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15. August
Handelsblatt

Lage im Überblick: Frist verstreicht: Iran-Krieg vor ungewisser Zukunft

Lage im Überblick: Frist verstreicht: Iran-Krieg vor ungewisser Zukunft Washington/Teheran. Auch rund zwei Monate nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen Teheran und Washington scheint ein Ende des Iran-Krieges in weiter Ferne. Statt wie geplant Fortschritte in der Frage des iranischen Atomprogramms zu erzielen, provozierte US-Präsident Donald Trump am Abend mit der Ankündigung einer Übernahme der Straße von Hormus. Der Iran weist die Pläne zurück und stellt die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den USA offen infrage. Derweil läuft an diesem Wochenende die Frist aus, binnen derer die USA und Teheran Verhandlungen etwa über das iranische Atomprogramm abschließen wollten. Gegen die Waffenruhe und weitere Punkte des Abkommens war in den vergangenen Wochen allerdings mehrfach verstoßen worden. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß es zuletzt, die Waffenruhe solle verlängert werden - um weitere 60 oder gar 90 Tage. Bisher ist demnach aber nicht entschieden, ob diese neuerliche Waffenruhe öffentlich kommuniziert werde. Pakistan ist Vermittler in dem Konflikt. Trump will Meerenge zu US-Territorium erklären Trump hatte zuvor Öl ins Feuer gegossen und angekündigt, die Straße von Hormus als US-Territorium auszuweisen. „Sobald wir den Iran besiegt haben - der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet -, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären“, sagte er bei einem Wahlkampfauftritt. Nähere Angaben dazu machte Trump zunächst nicht. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas und zudem zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran. Der Iran wies die Pläne entschieden zurück. „Die Straße von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen“, schrieb Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Der Iran fürchte weder Drohungen noch lasse er sich von Machtdemonstrationen einschüchtern. Gharibabadi schrieb weiter, die USA müssten akzeptieren, eine strategische und schwere Niederlage erlitten zu haben. „Die Straße von Hormus gehörte dem Iran, gehört dem Iran und wird dem Iran gehören.“ Weiterhin keine Regelung zur Straße von Hormus Zudem endet die Frist, in der der Iran sich zu einer gebührenfreien Durchfahrt der Straße von Hormus verpflichtet. Wie die Schifffahrt in der strategisch wichtigen Meerenge danach geregelt sein soll, ist Gegenstand von Verhandlungen zwischen Iran und Oman. Der Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde allerdings bisher nicht verkündet. Nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen steht diese allerdings bevor. Der Iran betonte, dass es sich bei diesen Verhandlungen um technische Gespräche handele, bei denen die Schifffahrtsrouten durch die Meerenge festgelegt werden sollten. Sie seien abgetrennt von möglichen Waffenruhe-Verhandlungen mit den USA zu sehen. Der seit Ende Februar andauernde Iran-Krieg hat den Schiffsverkehr in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht. Die Kriegsparteien ringen schon länger um eine vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Meerenge - bislang ohne Erfolg. Auch in der Nacht Angriff auf Handelsschiff Auch in der Nacht zu Samstag wurde derweil ein Angriff auf ein Handelsschiff in der Meerenge gemeldet: Die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM berichtete auf der Plattform X, ein Schiff des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc sei attackiert worden. Bei dem Vorfall sei niemand verletzt worden. Über mögliche Schäden am Schiff gab es zunächst keine Angaben. Die Emirate hatten bereits in der Nacht zu Freitag mitgeteilt, zwei Schiffe von Adnoc seien vom Iran angegriffen worden und verurteilten den Vorfall scharf. Verwandte Themen Iran fordert Entschädigungen Der Iran hatte zuletzt für eine Öffnung der Meerenge neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen das Land, eine Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einen Abzug der US-Streitkräfte aus der Region und eine vollständige Entschädigung für die Kriegsschäden verlangt. Ungeachtet des Auslaufens der 60-tägigen Waffenruhe mit den USA hat der Iran eigenen Angaben zufolge noch nicht entschieden, ob neue Verhandlungen mit Washington aufgenommen werden sollen. Außenminister Abbas Araghtschi sagte der regierungsnahen Nachrichtenagentur Isna zufolge, die USA hätten die Vereinbarung verletzt, die Kämpfe seien wieder aufgenommen worden. Damit habe es anders als abgesprochen keine Waffenruhe gegeben, die nun verlängert werden müsse. Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran machen sich derweil weiter an den Energiemärkten bemerkbar: Die wichtige Nordseesorte Brent ging am Freitag mit weiteren Aufschlägen aus den Handel und kostete zuletzt knapp 89 Dollar - rund 20 Dollar mehr als vor einem halben Jahr.

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