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Mittwoch, 22. Juli 2026
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Energie - Bartsch wirft Bundesregierung Untätigkeit angesichts hoher Spritpreise vor - Regierung plant keinen weiteren Tankrabatt

Medienspektrum

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22. Juli
Deutschlandfunk

Energie - Bartsch wirft Bundesregierung Untätigkeit angesichts hoher Spritpreise vor - Regierung plant keinen weiteren Tankrabatt

Dabei handele es sich gerade in den Sommerferien nicht um ein Luxusproblem, wenn man wisse, dass sich jeder Fünfte nicht einmal eine Woche Urlaub leisten könne, erklärte Bartsch. Es sei einer der Tiefpunkte der Bundesregierung, dass sie hier nicht handele . Als mögliche Maßnahme nannte der frühere Fraktionschef der Linken eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. SPD-Generalsekretär Klüssendorf forderte unterdessen einen Preisdeckel für Benzin und Diesel. Er sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, Deutschland gelte als Paradies für die Mineralölkonzerne. Luxemburg und Belgien hätten schon vor Jahren einen Spritpreisdeckel eingeführt. Einen erneuten Tankrabatt lehnte er ab. Ähnlich äußerte sich Bundeswirtschaftsministerin Reiche. Sie bekräftigte gegenüber RTL und NTV, dass die Bundesregierung aktuell keine neuen Maßnahmen plane. Sie verwies auf die Haushaltslage und die hohen Kosten für die Spritpreisbremse. Ende Juni war in Deutschland der Tankrabatt in Höhe von 17 Cent pro Liter ausgelaufen. Die Kraftstoffpreise an den Tankstellen sind nach Angaben des ADAC in der vergangenen Woche stark gestiegen. Laut Automobilclub verteuerte sich vor allem Diesel im Vergleich zur Vorwoche um fast zehn Cent pro Liter. Hauptauslöser dafür sei der durch den Iran-Krieg bedingte Anstieg des Rohölpreises. Der Preis für ein Barrel war am Mittag wieder über die Marke von 95 Dollar gestiegen. Diese Nachricht wurde am 22.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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22. Juli
Tagesschau

Steigende Kraftstoffpreise: Reiche gegen neuen Tankrabatt

Steigende Kraftstoffpreise Reiche gegen neuen Tankrabatt Der Tankrabatt ist ausgelaufen, die Lage im Nahen Osten spitzt sich zu und die Preise an den Zapfsäulen steigen wieder: Trotzdem schließt Wirtschaftsministerin Reiche weitere staatliche Eingriffe aus. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht derzeit keine Möglichkeit für einen weiteren staatlichen Eingriff, um gegen hohe Kraftstoffpreise vorzugehen. Sie verwies auf die knappe Haushaltslage: Mit dem sogenannten Tankrabatt im Mai und Juni habe die Bundesregierung "ein sehr, sehr teures Instrument eingesetzt", so Reiche. "Das hat uns viele Milliarden Euro gekostet", sagte sie den Sendern RTL und ntv. Die Regierung hatte Anfang Mai wegen der im Zuge des Iran-Kriegs stark gestiegenen Spritpreise die Steuern auf Benzin und Diesel um insgesamt knapp 17 Cent gesenkt. Der Tankrabatt lief Ende Juni jedoch aus. Die Preise an den Zapfsäulen stiegen dann deutlich, hinzu kommen die wieder aufgeflammten Kämpfe. Die Spritpreise stehen inzwischen im Bundesschnitt wieder weit über zwei Euro pro Liter. SPD verfolgt andere Idee weiter SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf lehnte eine Neuauflage des Tankrabatts strikt ab. "Unerwünschte und inakzeptable Marktergebnisse mit Sozialtransfers und Subventionen zu überdecken, ist kein Zukunftskonzept mehr. Ich bin sehr dafür, Strukturen und Regeln grundlegend zu überarbeiten", sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. Die Erwartung, der Staat könne alle Fehlentwicklungen mit Steuergeld ausgleichen, sei "unerfüllbar". Allerdings sprach sich Klüssendorf für einen Preisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs und Belgiens aus. "Dort wird im Dialog mit der Industrie ein Höchstpreis festgelegt." Das funktioniere, weil die Behörden Einblick in die Wertschöpfungsketten und Gewinne hätten. "Im Ziel, die Bezahlbarkeit des Lebens zu sichern, brauchen wir statt Marktradikalismus endlich zupackende ordnungspolitische Lösungen", forderte er. Deutschland gelte als "Paradies für die Mineralölkonzerne". Die derzeitigen Preise an den Tankstellen seien nicht zumutbar, sagte der haushaltspolitische Sprecher der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, im Deutschlandfunk. Dabei handele es sich gerade in den Sommerferien nicht um ein Luxusproblem, wenn man wisse, dass sich jeder Fünfte nicht einmal eine Woche Urlaub leisten könne. Als mögliche Maßnahme nannte der frühere Fraktionschef der Linken eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. Reiche: Weltmarkt interessiert deutscher Preisdeckel nicht Nach dem Auslaufen des Tankrabatts hatten sich mehrere Bundesländer und SPD-Politiker für einen staatlich festgelegten Preisdeckel stark gemacht. Im Bundesrat scheiterte eine entsprechende Initiative jedoch. Reiche lehnt eine solche Maßnahme ebenfalls ab. Auch dies würde den Staat Milliarden kosten, weil "der Weltmarkt nicht darauf reagiert, wenn Deutschland einen Deckel einzieht", sagte sie RTL und ntv. Die Bundesregierung habe die 12-Uhr-Regel für Preisanpassungen der Tankstellen eingeführt und das Kartellrecht verschärft - dies sorge für mehr Transparenz für die Kunden, führte sie aus. "Weitere Maßnahmen liegen momentan nicht vor und sind auch tatsächlich nicht in der Planung." Die Versorgungslage sei gesichert, Knappheiten gebe es nicht.

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20. Juli
ZDF heute

Regierung plant keine Entlastungen

Hohe Spritpreise:Regierung plant keine Entlastungen Fahrer von Verbrenner-Autos raufen sich die Haare: Die Spritpreise kennen aktuell kein Limit. Dennoch vermeldet die Bundesregierung: Entlastungen sind nicht geplant. Die Bundesregierung plant trotz der in den vergangenen zwei Wochen stark gestiegenen Spritpreise derzeit keine neuen Entlastungen für Autofahrer. Man habe Entlastungsmaßnahmen beendet, und momentan sehe man keine neuen Maßnahmen, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Anstieg der Spritpreise am Wochenende Er verwies auf Schwankungen des Spritpreises je nach Lage im Iran-Krieg und der Straße von Hormus. Damit werde man noch eine Weile leben müssen. Die Bundesregierung werde die Lage genau beobachten. Momentan gebe es aber keine Notwendigkeit für neue Entlastungen. Eine Entlastung wie durch den Tankrabatt müsse künftig eher denen mit niedrigem Einkommen zugutekommen, so Clemens Fuest vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung. 30.06.2026 | 4:09 minSeit Anfang Juli sind die Spritpreise stark gestiegen. Auch übers Wochenende ging es weiter nach oben, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Superbenzin der Sorte E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags 2,152 Euro pro Liter, Diesel 2,177 Euro pro Liter. Gestiegener Ölpreis als Treiber Bei beiden Kraftstoffen sind die Preise damit nun acht Tage in Folge gestiegen. Vergleicht man mit dem Preis vor zwei Wochen - damals hatten sich die Preise nach dem Ende des Tankrabatts ein wenig beruhigt - ist E10 derzeit 13,6 Cent teurer, Diesel sogar 23,1 Cent. E10 ist zudem nur noch rund 4 Cent von seinem Mehrjahreshoch rund um Ostern und gut 5 Cent von seinem Allzeithoch aus dem Jahr 2022 entfernt. Nur einmal am Tag dürfen die Spritpreise steigen – ob sich die Tankstellen wirklich daran halten, ist fraglich. Der Tankrabatt hingegen wird weitergegeben, zumindest größtenteils. 23.05.2026 | 1:45 minWichtigster Treiber dürfte der seit Anfang des Monats kräftig gestiegene Ölpreis sein. Sollte die Entwicklung anhalten, könnten auch die bisherigen Preisrekorde bei E10 überschritten werden, heißt es vom ADAC. Diesel ist derzeit dagegen noch weit von seinem Rekord entfernt. Am 7. April hatte der Kraftstoff im bundesweiten Durchschnitt 2,447 Euro gekostet. Tankrabatt von Mai bis Juni Von Anfang Mai bis Ende Juni galt ein Tankrabatt, mit dem die Bundesregierung den Anstieg der Spritpreise dämpfte. Ende Juni hatten sie dadurch - und durch eine vorübergehende Entspannung im Nahen Osten - wieder ein ähnliches Niveau wie vor Beginn des Iran-Krieges erreicht. Diesel kostete vorübergehend wieder weniger als 1,80 Euro pro Liter. Ab dem 1.Mai gilt eine befristete Steuersenkung auf Benzin und Diesel von rund 17 Cent. Bundestag und Bundesrat haben außerdem die Entlastungsprämie beschlossen. 24.04.2026 | 2:36 minVertreter der Bundesregierung sowie der Koalitionsfraktionen haben aber bereits deutlich gemacht, dass es keine Neuauflage des Tankrabatts geben solle - auch unter Verweis auf die Kosten. Der Tankrabatt in Höhe von 16,7 Cent pro Liter kostete den Bund nach einer Schätzung des Finanzministeriums rund 1,6 Milliarden Euro. Vor allem in der SPD gibt es Forderungen, einen Spritpreisdeckel einzuführen. Am Montagmorgen hat sich die Entwicklung der Spritpreise allerdings ein Stück weit beruhigt. Um 10 Uhr waren sowohl Diesel als auch E10 minimal billiger als zum selben Zeitpunkt am Sonntag. Im Nahen Osten kündigen die USA und Iran weitere gegenseitige Angriffe an. Wie die militärischen Spannungen die Spritpreise in Deutschland beeinflussen können, berichtet Frank Bethmann. 15.07.2026 | 1:05 minWichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  - Nach Angaben des Bundeskartellamts:Tankrabatt kam zu etwa 80 Prozent bei Autofahrern anmit Video2:03 - Trotz Iran-Krieg:Inflationsrate fällt im Mai überraschend auf 2,6 Prozentmit Video0:33 - Diskussion um Verlängerung:SPD für Preisbremse statt Tankrabattmit Video1:45 - Maßnahmen gegen hohe Spritpreise:Was Tankrabatt und 12-Uhr-Regel wirklich bringenvon Christoph Söllermit Video1:34

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