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Dienstag, 24. März 2026
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Nettoinvestitionsquote - Anlagen und Infrastruktur verschleißen schneller als sie modernisiert werden

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24. März
Deutschlandfunk

Nettoinvestitionsquote - Anlagen und Infrastruktur verschleißen schneller als sie modernisiert werden

Abgefragt und ausgewertet wurden die Daten vom Abgeordneten der Partei Die Linke, Cem Ince. Er kritisierte insbesondere den Staat: "Deutschland fährt auf Verschleiß. Marode Schulen, kaputte Straßen, eine Infrastruktur im Niedergang. Was viele Menschen längst im Alltag spüren, belegen auch die Zahlen. In unserem Land wird seit Jahren zu wenig investiert." Ince forderte deshalb erneut eine Investitionsoffensive sowie zu ihrer Finanzierung eine Vermögensteuer. Bereits in den vergangenen Jahren waren die Investitionen deutlich zurückgegangen. Im ersten Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung von 1991 bis 1999 betrug die Nettoanlageninvestitionsquote noch 7,31 Prozent. Im Zeitraum von 2000 bis 2009 waren es nur noch 2,88 Prozent. Zwischen 2010 und 2019 lag die Quote dann bei 2,29 Prozent. Von 2020 bis 2025 waren es durchschnittlich 1,02 Prozent. Institut der Deutschen Wirtschaft: Unternehmen fehlt Zuversicht Auch das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) beobachtet die anhaltende Investitionsschwäche mit Sorge. Insbesondere beim Bau sei im vergangenen Jahr eine Reduzierung der Investitionen bemerkbar gewesen, teilte IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt mit. Auch aus dem Sondervermögen seien bisher keine Gelder genutzt wurden, um dagegen vorzugehen. Den Zahlen zufolge stammten zudem mehr als 80 Prozent der Investitionen aus dem Privatsektor, und auch dort fehle angesichts der konjunkturellen Lage die Zuversicht, sagte Bardt. Es sei fraglich, ob verstärkte öffentliche Investitionen aus dem Sondervermögen eine echte Dynamik in der Privatwirtschaft auslösen könnten, fügte Bardt hinzu. Ihm zufolge sind die Unternehmen nicht optimistisch. "Wer jetzt investiert, der kümmert sich um reine Ersatzinvestitionen." Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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24. März
FAZ (Wirtschaft)

Minus 0,23 Prozent: Geringste Investitionsquote in Deutschland seit 1990

Minus 0,23 Prozent : Geringste Investitionsquote in Deutschland seit 1990 Unternehmen schaffen nur das Nötigste an, der Staat kann das nicht ausgleichen: Neue Daten zur Nettoinvestitionsquote belegen den jahrzehntelangen Abwärtstrend. Unternehmen, Staat und Privatleute haben nach offiziellen Daten 2025 unter dem Strich so wenig in Bau, Maschinen, Geräte und Infrastruktur investiert wie nie seit der deutschen Wiedervereinigung 1990. Die sogenannte Nettoanlageninvestitionsquote lag gemessen an der Wirtschaftsleistung bei minus 0,23 Prozent, wie aus Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums und des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Abgefragt und ausgewertet hat die Daten der Linken-Abgeordnete Cem Ince. Gemeint sind Anlageninvestitionen, sei es von privater oder staatlicher Seite, abzüglich der Abschreibungen. Die abgefragten Daten, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, zeigen einen jahrzehntelangen Abwärtstrend der Investitionen im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt. Die durchschnittliche Nettoanlageninvestitionsquote betrug demnach von 1991 bis 1999 noch 7,31 Prozent, im Zeitraum 2000 bis 2009 im Jahresschnitt noch 2,88 Prozent, zwischen 2010 und 2019 dann 2,29 Prozent. In den Jahren zwischen 2020 und 2025 waren es durchschnittlich 1,02 Prozent, wie aus den Daten hervorgeht. „Deutschland fährt auf Verschleiß“ Der Sozial- und Wirtschaftspolitiker Ince monierte: „Deutschland fährt auf Verschleiß. Marode Schulen, kaputte Straßen, eine Infrastruktur im Niedergang. Was viele Menschen längst im Alltag spüren, belegen auch die Zahlen. In unserem Land wird seit Jahren zu wenig investiert.“ Er verband dies mit der erneuten Forderung nach einer Vermögensteuer und einer Investitionsoffensive. Auch das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln beobachtet die anhaltende Investitionsschwäche mit Sorge. „Bei den Bruttoanlageinvestitionen sehen wir schon seit Jahren preisbereinigt einen negativen Effekt“, sagte IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt der dpa. „Gerade beim Bau gab es auch im vergangenen Jahr eine reale Reduktion, die nicht ausgeglichen wurde durch die ersten Tropfen aus dem Sondervermögen.“ Neue Dynamik fraglich Mehr als 80 Prozent der Investitionen stammten aus dem Privatsektor, und dort fehle angesichts der konjunkturellen Lage die Zuversicht, sagte Bardt. „Wenn jetzt die öffentlichen Investitionen aus dem Sondervermögen verstärkt fließen, wirkt das sicher positiv, aber es ist fraglich, ob das eine echte Dynamik in der Privatwirtschaft auslöst“, meinte Bardt. „Die Unternehmen sind nicht optimistisch. Wer jetzt investiert, der kümmert sich um reine Ersatzinvestitionen.“

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24. März
Der Spiegel (Wirtschaft)

Wirtschaft: Investitionen in Deutschland auf niedrigstem Stand seit 1990

Infrastruktur, Maschinen, Bau Investitionsquote fällt auf niedrigsten Stand seit 1990 Unternehmen, Staat und Privatleute haben im vergangenen Jahr unter dem Strich so wenig in Bau, Maschinen, Geräte und Infrastruktur investiert wie nie seit der deutschen Wiedervereinigung 1990. Die sogenannte Nettoanlageninvestitionsquote lag gemessen an der Wirtschaftsleistung 2025 bei minus 0,23 Prozent. Das geht aus Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums und des Statistischen Bundesamts hervor, die der Linkenabgeordnete Cem Ince abgefragt und ausgewertet hat. Gemeint sind Anlageninvestitionen, sei es von privater oder staatlicher Seite – abzüglich der Abschreibungen, die als Messgröße für den Wertverlust früherer Investitionen verwendet werden. Dadurch zeigen die Nettoinvestitionen an, ob und in welchem Ausmaß der Kapitalstock eines Landes wächst oder schrumpft. Die Daten belegen einen jahrzehntelangen Abwärtstrend der Nettoinvestitionen im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt. »Deutschland fährt auf Verschleiß« Die durchschnittliche Nettoinvestitionsquote betrug demnach von 1991 bis 1999 noch 7,31 Prozent, im Zeitraum von 2000 bis 2009 im Jahresschnitt noch 2,88 Prozent, von 2010 bis 2019 dann 2,29 Prozent. In den Jahren von 2020 bis 2025 waren es durchschnittlich 1,02 Prozent. »Deutschland fährt auf Verschleiß. Marode Schulen, kaputte Straßen, eine Infrastruktur im Niedergang«, sagte der Sozial- und Wirtschaftspolitiker Ince, »was viele Menschen längst im Alltag spüren, belegen auch die Zahlen. In unserem Land wird seit Jahren zu wenig investiert.« Ince erneuerte die Forderung nach einer Vermögensteuer und einer Investitionsoffensive. Auch das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln beobachtet die anhaltende Investitionsschwäche mit Sorge. »Bei den Bruttoanlageinvestitionen sehen wir schon seit Jahren preisbereinigt einen negativen Effekt«, sagte IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt. »Gerade beim Bau gab es auch im vergangenen Jahr eine reale Reduktion, die nicht ausgeglichen wurde durch die ersten Tropfen aus dem Sondervermögen.« Mehr als 80 Prozent der Investitionen stammten aus dem Privatsektor, und dort fehle angesichts der konjunkturellen Lage die Zuversicht, sagte Bardt. »Wenn jetzt die öffentlichen Investitionen aus dem Sondervermögen verstärkt fließen, wirkt das sicher positiv, aber es ist fraglich, ob das eine echte Dynamik in der Privatwirtschaft auslöst«, meinte Bardt. »Die Unternehmen sind nicht optimistisch. Wer jetzt investiert, der kümmert sich um reine Ersatzinvestitionen.«

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