Liveblog Ukrainekrieg: EU verhängt Sanktionen gegen Russland wegen Cyberangriffen
Liveblog Ukrainekrieg : EU verhängt Sanktionen gegen Russland wegen Cyberangriffen
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Das Moskauer Hauptquartier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB im Juni 2023dpa
Berlin bestellt russischen Botschafter ein +++ EU und Ukraine-Unterstützer beraten über weitere Hilfen +++ Selenskyj kündigt Regierungsumbildung an +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
Alle Texte, Hintergründe und Kommentare zum Krieg in der Ukraine finden Sie auch auf unserer Sonderseite.
Auswärtiges Amt bestellt russischen Botschafter ein
Als Reaktion auf mutmaßlich vom russischen Geheimdienst gesteuerte Cyberangriffe hat Berlin den russischen Botschafter einbestellt und weitere EU-Sanktionen angekündigt. „Cyberangriffe gegen (Deutschland), EU-Partner und die (Ukraine) sind inakzeptabel“, teilte das Ministerium auf der Plattform X mit. „Wir beantworten sie entschlossen, auch mit zusätzlichen Sanktionen.“ Die EU bringe dafür entsprechende Maßnahmen auf den Weg. Dazu gehörten Sanktionen gegen neun Personen und vier Organisationen – darunter Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU – sowie Cyberkriminelle, selbsternannte Hacktivisten und private Unternehmen.
Auch die EU-Mitgliedstaaten verurteilten am Montag „Russlands schädliche Cyberaktivitäten“. Der russische Geheimdienst FSB kontrolliere ein Netzwerk von Cyberkriminellen und Hackern, schrieb die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in einer Mitteilung. „Seit Jahren führt der FSB ein breites Spektrum schädlicher Cyberaktivitäten durch, deren Auswirkungen zunehmen und welche die EU, ihre Mitgliedstaaten sowie internationale Partner, insbesondere die Ukraine, betreffen“, hieß es darin. „Zu diesen Aktivitäten gehörten das Eindringen in Regierungsnetzwerke und die Sabotage kritischer Infrastrukturen.“ Unter anderem seien bisher Frankreich, Deutschland, Polen, Zypern, die Niederlande, Österreich, die Slowakei, Rumänien und Finnland das Ziel dieser Angriffe gewesen.
In Frankreich betreibt der FSB der Mitteilung zufolge schon seit 2010 Cyberspionage gegen strategische staatliche Einrichtungen und seit 2025 gegen die Rüstungsindustrie. In Deutschland habe er staatliche Einrichtungen ins Visier genommen. In Polen habe es Sabotageoperationen gegen kritische Infrastrukturen, darunter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, gegeben.
Auch die EU-Mitgliedstaaten verurteilten am Montag „Russlands schädliche Cyberaktivitäten“. Der russische Geheimdienst FSB kontrolliere ein Netzwerk von Cyberkriminellen und Hackern, schrieb die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in einer Mitteilung. „Seit Jahren führt der FSB ein breites Spektrum schädlicher Cyberaktivitäten durch, deren Auswirkungen zunehmen und welche die EU, ihre Mitgliedstaaten sowie internationale Partner, insbesondere die Ukraine, betreffen“, hieß es darin. „Zu diesen Aktivitäten gehörten das Eindringen in Regierungsnetzwerke und die Sabotage kritischer Infrastrukturen.“ Unter anderem seien bisher Frankreich, Deutschland, Polen, Zypern, die Niederlande, Österreich, die Slowakei, Rumänien und Finnland das Ziel dieser Angriffe gewesen.
In Frankreich betreibt der FSB der Mitteilung zufolge schon seit 2010 Cyberspionage gegen strategische staatliche Einrichtungen und seit 2025 gegen die Rüstungsindustrie. In Deutschland habe er staatliche Einrichtungen ins Visier genommen. In Polen habe es Sabotageoperationen gegen kritische Infrastrukturen, darunter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, gegeben.
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Großbritannien verhängt Sanktionen gegen russische Cyber-Netzwerke
Großbritannien hat neue Sanktionen gegen Russland verhängt und dabei Cyber-Netzwerke ins Visier genommen. Die Regierung in London wirft den Netzwerken vor, Chaos und Spaltung in Europa säen zu wollen. Die Maßnahmen richten sich gegen 24 Personen und Organisationen, die hinter „destruktiven Cyber- und Hybridoperationen“ stehen sollen, teilt die britische Regierung mit. Darunter seien Cyberkriminelle aus Netzwerken mit Verbindungen zu russischen Geheimdiensten. Zudem seien führende Vertreter des russischen Militärgeheimdienstes GRU von den Sanktionen betroffen, denen die Leitung von Cyber- und Hybridangriffen vorgeworfen wird.
Derweil wirft die französische Regierung Russland eine Cyber-Hacking-Kampagne gegen europäische Staaten vor und will deswegen in den kommenden Tagen den russischen Botschafter in Paris einbestellen. Frankreich werde zudem Sanktionen gegen neun russische Personen und vier Organisationen verhängen, kündigt Außenminister Jean-Noël Barrot an. „Wir werden heute eine breit angelegte Cyber-Kampagne Russlands öffentlich verurteilen, die auf Sabotage und Spionage gegen ein Dutzend Länder abzielte“, sagt Barrot dem Sender BFM TV. Frankreich wirft dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB vor, die Angriffe organisiert zu haben. Frankreich hat Russland schon mehrfach beschuldigt, hinter Cyberangriffen zu stecken.
Derweil wirft die französische Regierung Russland eine Cyber-Hacking-Kampagne gegen europäische Staaten vor und will deswegen in den kommenden Tagen den russischen Botschafter in Paris einbestellen. Frankreich werde zudem Sanktionen gegen neun russische Personen und vier Organisationen verhängen, kündigt Außenminister Jean-Noël Barrot an. „Wir werden heute eine breit angelegte Cyber-Kampagne Russlands öffentlich verurteilen, die auf Sabotage und Spionage gegen ein Dutzend Länder abzielte“, sagt Barrot dem Sender BFM TV. Frankreich wirft dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB vor, die Angriffe organisiert zu haben. Frankreich hat Russland schon mehrfach beschuldigt, hinter Cyberangriffen zu stecken.
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Wadephul fordert Ölpreisdeckel
In der Debatte um das 21. Sanktionspaket der EU hat der deutsche Außenminister Johann Wadephul gefordert, den Druck der Europäischen Union auf Russland zu erhöhen. Er erwarte, „dass wir uns in dieser Woche auf ein 21. Sanktionspaket verständigen sollten“, sagt Wadephul vor Beratungen der EU-Außenminister in Brüssel. Es werde jetzt vor allem ein Ölpreisdeckel gebraucht. „Das ist ein sehr wirkungsvolles Instrument“, betont Wadephul. „Ich bin zuversichtlich, dass das in dieser Woche gelingt.“
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Kiew: Drohnen treffen 15 russische Schiffe im Asowschen Meer
Ukrainische Drohnen haben in der Nacht zum Montag nach Angaben des Militärs 15 russische Schiffe im Asowschen Meer getroffen. Darunter seien sieben Tanker, teilte der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdy, über den Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Damit steige die Gesamtzahl der in den vergangenen acht Tagen getroffenen Schiffe auf 105.
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Russland greift erneut ukrainischen Hafen Tschornomorsk an
Der ukrainische Agrarkonzern Kernel hat nach eigenen Angaben den Betrieb seiner Hafenanlagen in Tschornomorsk am Schwarzen Meer nach schweren Beschädigungen durch russische Raketen- und Drohnenangriffe eingestellt. Bei den Angriffen von Freitag bis Sonntag seien Lager- und Umschlaganlagen unter anderem für Getreide und Sonnenblumenöl beschädigt worden, teilt das Unternehmen mit. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden könne, sei unklar. Das russische Verteidigungsministerium erklärt hingegen, die Angriffe im Hafen von Tschornomorsk hätten Infrastruktur gegolten, die für Militärgüter der ukrainischen Streitkräfte genutzt werde. Der Tiefseehafen Tschornomorsk ist bereits wiederholt Ziel russischer Angriffe geworden.
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Russland: Vier Tote durch Drohnenangriffe
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im Moskauer Gebiet sind nach russischen Angaben drei Menschen getötet worden. Zudem seien fünf Menschen verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Andrej Worobjow, mit. Die russische Flugabwehr habe in der Nacht 81 Drohnen über dem Gebiet abgeschossen, fügte er hinzu. Eine weitere Tote infolge ukrainischer Drohnenangriffe wurde aus der westrussischen Region Belgorod gemeldet.
Insgesamt seien Moskau und das Umland seit Sonntagabend von mehr als 350 ukrainischen Drohnen angegriffen worden, teilte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, mit. Der Großteil der Drohnen wurde „in weiter Entfernung“ abgeschossen, 50 Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört.
Insgesamt seien Moskau und das Umland seit Sonntagabend von mehr als 350 ukrainischen Drohnen angegriffen worden, teilte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, mit. Der Großteil der Drohnen wurde „in weiter Entfernung“ abgeschossen, 50 Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört.
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Kallas: Noch keine EU-Einigung auf 21. Sanktionspaket
Die Staaten der Europäischen Union haben sich nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas noch nicht auf das geplante 21. Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Es gebe noch offene Fragen, sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Sie hoffe jedoch, dass die Mitgliedstaaten sich bei den anstehenden Beratungen darauf verständigen könnten, 250 weitere russische Personen und Einrichtungen auf die Sanktionsliste zu setzen. Dies wäre die größte Zahl an Einzelpersonen und Organisationen, die die EU auf einen Schlag auf die Liste setzen würde.
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Treffen der Koalition der Willigen
Nachdem es auf dem NATO-Gipfel in Ankara vergangene Woche neue Hilfszusagen für die Ukraine gegeben hat, trifft sich heute abermals die sogenannte Koalition der Willigen in Paris. Bei den Gesprächen des von Frankreich und Großbritannien angeführten Bündnisses zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine soll es nach Angaben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron unter anderem um das Thema Raketenabwehr und mögliche gemeinsame Militärmanöver gehen. Die Bundesregierung hat die Teilnahme von Kanzler Friedrich Merz (CDU) bestätigt. Unklar war, ob auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei den Beratungen in Paris dabei sein wird.
Selenskyj bemüht sich nach Kräften darum, neue Munition für die Patriot-Flugabwehrsysteme seines Landes von den Partnern zu bekommen, die jedoch knapp ist. Bei dem Treffen wird auch über Sicherheitsgarantien für die Ukraine und weitere Maßnahmen zur Unterstützung des Landes gesprochen werden.
EU-Außenminister erörtern neue Sanktionen gegen Russland
Zuvor beraten auch die Außenminister der EU-Staaten bei ihrem letzten regulären Treffen vor der Sommerpause in Brüssel über weitere Sanktionen gegen Personen, Einrichtungen und Organisationen aus Russland. Unklar ist, ob auch schon ein umfassendes neues Paket mit Handelsbeschränkungen und anderen Maßnahmen in Kraft treten kann. Die Verhandlungen darüber dauerten zuletzt noch an.
Weiterer Druck auf Moskau könnte zudem aus Washington kommen. Einflussreiche Senatoren beider Parteien teilten vergangene Woche mit, sich mit der US-Regierung auf neue Sanktionen gegen Russland verständigt zu haben. Das Gesetz sieht unter anderem eine Bestrafung von Staaten vor, die russisches Gas und Öl abnehmen.
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Selenskyj postet Bilder mehrerer Treffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte auf der Plattform X Bilder von mehreren Treffen, die am Sonntag stattgefunden haben sollen. Den Anfang machte die scheidende Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko. Es folgten der Energiemanager Serhij Koretskyj, Swyrydenkos Vorgänger Denys Schmyhal, Innenminster Ihor Klymenko und Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow.
Sowohl Koretskyj als auch Schmyhal und Fedorow werden dem Portal „Ukrainska Prawda“ zufolge als Kandidaten für das Amt des Regierungschefs in Kiew gehandelt.
Sowohl Koretskyj als auch Schmyhal und Fedorow werden dem Portal „Ukrainska Prawda“ zufolge als Kandidaten für das Amt des Regierungschefs in Kiew gehandelt.
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Selenskyj kündigt Regierungsumbildung in Kiew an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Ablösung von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko und weitere personelle Änderungen in Kiew angekündigt.
Er danke Swyrydenko für ihre Arbeit und habe ihr eine neue Aufgabe in den Beziehungen zu einem Schlüsselpartner angeboten, teilte Selenskyj am Sonntagnachmittag in den sozialen Medien mit. Er erwarte, dass das Parlament Änderungen in der Regierung zustimme, schrieb Selenskyj weiter. Swyrydenko hatte den Regierungsvorsitz erst vor einem Jahr übernommen.
Das Portal „Ukrainska Prawda“ nennt mit Verweis auf Quellen in der Regierung vier Personen, die als Nachfolger Swyrydenkos infrage kommen: Energieminister Denys Schmyhal (der von 2020 bis 2025 schon mal der Regierungsspitze stand), Verteidigungsminister Mychhajlo Fedorow, den Leiter des Energiekonzerens Naftogaz, Serhij Koretskyi, und den Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechhow.
Swyrydenko bestätigte in den sozialen Medien ihre Ablösung. Es sei ihr eine Ehre gewesen, die Regierung in dieser schwierigen Zeit zu führen, schrieb sie. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion. Sie sei bereit, dem Land in anderer Funktion auch weiter zu dienen, machte sie deutlich.
Selenskyj begründete sein Vorgehen mit einer „überarbeiteten politischen Strategie“. Es gebe „neue Herausforderungen und neue Aufgaben“, so Selenskyj. Konkret sprach er von der Vorbereitung auf einen weiteren Winter mit russischen Angriffen, der Umstrukturierung staatlicher Unternehmen und der Lage in den Front- und Grenzgebieten.
Ebenso kündigte der Präsident Veränderungen in der Führung der Strafverfolgungsbehörden an. In den vergangenen Monaten wurde das Vertrauen in den ukrainischen Staat unter anderem durch Korruptionsermittlungen bis in höchste Regierungskreise hinein erschüttert.
Die geplanten Änderungen sollen auch die Außenpolitik betreffen. „Für jeden vorrangigen außenpolitischen Bereich wird eine bestimmte Person mit umfangreicher Erfahrung verantwortlich sein, die in der Lage ist, das umzusetzen, worauf wir uns auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs einigen und was das ukrainische Volk erwartet, schrieb Selenskyj.
Der ukrainische Präsident erwähnte unter anderem die Herstellung amerikanischer Patriot-Raketen in Lizenz, das Ziel einer EU-Mitgliedschaft und die Beziehungen zu Nachbarstaaten wie Polen.
Er danke Swyrydenko für ihre Arbeit und habe ihr eine neue Aufgabe in den Beziehungen zu einem Schlüsselpartner angeboten, teilte Selenskyj am Sonntagnachmittag in den sozialen Medien mit. Er erwarte, dass das Parlament Änderungen in der Regierung zustimme, schrieb Selenskyj weiter. Swyrydenko hatte den Regierungsvorsitz erst vor einem Jahr übernommen.
Das Portal „Ukrainska Prawda“ nennt mit Verweis auf Quellen in der Regierung vier Personen, die als Nachfolger Swyrydenkos infrage kommen: Energieminister Denys Schmyhal (der von 2020 bis 2025 schon mal der Regierungsspitze stand), Verteidigungsminister Mychhajlo Fedorow, den Leiter des Energiekonzerens Naftogaz, Serhij Koretskyi, und den Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechhow.
Swyrydenko bestätigte in den sozialen Medien ihre Ablösung. Es sei ihr eine Ehre gewesen, die Regierung in dieser schwierigen Zeit zu führen, schrieb sie. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion. Sie sei bereit, dem Land in anderer Funktion auch weiter zu dienen, machte sie deutlich.
Selenskyj begründete sein Vorgehen mit einer „überarbeiteten politischen Strategie“. Es gebe „neue Herausforderungen und neue Aufgaben“, so Selenskyj. Konkret sprach er von der Vorbereitung auf einen weiteren Winter mit russischen Angriffen, der Umstrukturierung staatlicher Unternehmen und der Lage in den Front- und Grenzgebieten.
Ebenso kündigte der Präsident Veränderungen in der Führung der Strafverfolgungsbehörden an. In den vergangenen Monaten wurde das Vertrauen in den ukrainischen Staat unter anderem durch Korruptionsermittlungen bis in höchste Regierungskreise hinein erschüttert.
Die geplanten Änderungen sollen auch die Außenpolitik betreffen. „Für jeden vorrangigen außenpolitischen Bereich wird eine bestimmte Person mit umfangreicher Erfahrung verantwortlich sein, die in der Lage ist, das umzusetzen, worauf wir uns auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs einigen und was das ukrainische Volk erwartet, schrieb Selenskyj.
Der ukrainische Präsident erwähnte unter anderem die Herstellung amerikanischer Patriot-Raketen in Lizenz, das Ziel einer EU-Mitgliedschaft und die Beziehungen zu Nachbarstaaten wie Polen.
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Ukrainische Angriffe auf russische Schiffe
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben am Sonntag 14 russische Schiffe angegriffen, darunter zehn Tanker. Vier der Ziele seien Fähren gewesen, teilte der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Brovdi, auf Telegram mit. In den vergangenen sieben Tagen seien insgesamt 90 russische Schiffe getroffen worden. Die russische Seite teilte mit, eine ukrainische Drohne habe einen Tanker getroffen, als dieser in den Kanal zwischen Asowschem Meer und Schwarzem Meer einfuhr. Ein durch den Angriff verursachtes Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden und es habe keine Gefahr einer Ölpest bestanden, da das Schiff leer gewesen sei, erklärte Juri Sljusar, Gouverneur der russischen Region Rostow, auf Telegram.
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Fabian Drahmoune
Ukraine greift Raffinerie im Wolgagabiet Samara an
Im russischen Gebiet Samara an der Wolga ist offiziellen Angaben nach ein Mann durch ukrainische Drohnenangriffe ums Leben gekommen. „Drei Personen wurden verletzt, darunter auch ein Kind“, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew mit. Es gebe Schäden an Wohnhäusern und an einem Industrieobjekt, schrieb er zudem, ohne genauere Angaben dazu zu machen. Dabei handle es sich um die Ölraffinerie in Sysran, berichtete das unabhängige Internetportal „Astra“ nach Auswertung von Bildern und Videos aus sozialen Netzwerken. In der Anlage sind mehrere große Brände zu sehen.
Das russische Militär hat eigenen Angaben nach in der Nacht 349 ukrainische Drohnen abgeschossen. Die Größenordnung deckt sich mit den Angriffen der vergangenen Tage.
Das russische Militär hat eigenen Angaben nach in der Nacht 349 ukrainische Drohnen abgeschossen. Die Größenordnung deckt sich mit den Angriffen der vergangenen Tage.
Die Ukraine hat die Raffinerie in Sysran schon mehrfach attackiert. Zuletzt musste die Anlage mit einer Verarbeitungskapazität von 8,5 Millionen Tonnen Ende Mai nach einem Angriff ihre Arbeit einstellen. Die zum staatlichen Ölkonzern Rosneft gehörende Raffinerie produziert unter anderem Benzin, Diesel und Kerosin. In Russland herrscht wegen der ständigen ukrainischen Angriffe auf die Ölverarbeitungskapazitäten inzwischen ein Treibstoffdefizit. Tankstellen geben Sprit nur noch in begrenzten Mengen aus und die Autofahrer müssen lange anstehen, um überhaupt noch welchen zu bekommen.
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Fabian Drahmoune
Klitschko: Angriffe auf Kiew sind „schlimmer als je zuvor“
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko spricht angesichts mehrerer schwerer russischer Luftangriffe in den vergangenen Tagen von einer weiteren Eskalation des Ukrainekriegs durch Moskau. Er habe so etwas seit Kriegsbeginn noch nicht erlebt. „Die Angriffe mit russischen ballistischen Raketen sind schlimmer als je zuvor“, sagte er der Zeitung „Bild am Sonntag“.
Innerhalb einer Woche hat das russische Militär Kiew dreimal schwer aus der Luft angegriffen. Dabei setzte es neben Drohnen auch Marschflugkörper und ballistische Raketen ein. Die Folgen für die ukrainische Hauptstadt sind verheerend. Dutzende Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Die Einschläge haben viele Wohnhäuser in Kiew beschädigt oder ganz zerstört.
Die von Kremlchef Wladimir Putin betriebene Eskalation sei auch auf die neue Stärke der Ukraine auf dem Schlachtfeld zurückzuführen, zeigte sich Klitschko überzeugt. Putin stehe so unter Druck, „dass er jetzt offenbar Kiew kaputt bomben will, bevor der Winter beginnt“, sagte der frühere Box-Weltmeister. Klitschko rief die westlichen Partner der Ukraine zu weiteren Hilfen bei der Flugabwehr auf. Gerade beim Abfangen ballistischer Raketen ist Kiew auf Systeme wie die von den USA produzierten Patriot-Komplexe angewiesen.
Innerhalb einer Woche hat das russische Militär Kiew dreimal schwer aus der Luft angegriffen. Dabei setzte es neben Drohnen auch Marschflugkörper und ballistische Raketen ein. Die Folgen für die ukrainische Hauptstadt sind verheerend. Dutzende Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Die Einschläge haben viele Wohnhäuser in Kiew beschädigt oder ganz zerstört.
Die von Kremlchef Wladimir Putin betriebene Eskalation sei auch auf die neue Stärke der Ukraine auf dem Schlachtfeld zurückzuführen, zeigte sich Klitschko überzeugt. Putin stehe so unter Druck, „dass er jetzt offenbar Kiew kaputt bomben will, bevor der Winter beginnt“, sagte der frühere Box-Weltmeister. Klitschko rief die westlichen Partner der Ukraine zu weiteren Hilfen bei der Flugabwehr auf. Gerade beim Abfangen ballistischer Raketen ist Kiew auf Systeme wie die von den USA produzierten Patriot-Komplexe angewiesen.
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Irem Yildirim
Acht Tote bei russischen Angriffen auf Ukraine
Bei russischen Angriffen mit Raketen, Drohnen und Lenkbomben sind in der Ukraine am Samstag acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj erklärte im Onlinedienst X, Russland habe sein Land in der Nacht mit mehr als 120 Drohnen und zwölf Raketen angegriffen.
„Zivile Infrastruktur wurde getroffen, bevor Luftalarm ausgerufen wurde“, erkläre Selenskyj. Er veröffentlichte Videos von Einsatzkräften, die in den Trümmern von Gebäuden nach Verschütteten suchten. In der Hauptstadt Kiew seien Wohngebäude, Büros und eine theologische Lehranstalt beschädigt worden, erklärte der Staatschef. Auch in anderen Landesteilen liefen Bergungseinsätze.
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Irem Yildirim
Selenskyj appelliert an Partner bei Umsetzung von Waffenabkommen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt sich für eine raschere Bereitstellung vereinbarter Waffenlieferungen ein. „Ich bereite Änderungen in den diplomatischen Bemühungen der Ukraine vor“, sagt er in seiner abendlichen Videoansprache. „Wir brauchen eine neue Ebene der Zusammenarbeit mit unseren Partnern, um sicherzustellen, dass Vereinbarungen über Waffenlieferungen erfüllt werden.“ Getroffene Abmachungen müssen viel schneller und vollständiger umgesetzt werden. Dies gelte auch für die jüngst mit US-Präsident Donald Trump getroffene Vereinbarung, wonach die Ukraine eine Lizenz zur eigenen Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen erhält. Der Ukraine mangelt es an Munition für ihre Patriot-Systeme, um russische ballistische Raketen abzufangen.
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