Themen
lage

Dienstag, 24. März 2026
Zurück zur Übersicht

USA: Trump-Regierung schickt ICE-Agenten zu 14 US-Flughäfen

Medienspektrum

Links Mitte Rechts
23. März
Der Spiegel (Politik)

USA: Trump-Regierung schickt ICE-Agenten zu 14 US-Flughäfen

Im Auftrag der Trump-Regierung ICE-Agenten patrouillieren an mehreren US-Flughäfen Die US-Regierung hat ihre Ankündigungen wahr gemacht und bewaffnete Kräfte der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE zum Einsatz an Flughäfen geschickt. Trumps Grenzschutzbeauftragter Tom Homan sagte dem Sender CNN, ICE-Mitarbeiter seien zunächst an 14 Flughäfen entsandt worden. »Es werden noch mehr«, fügte er hinzu. Laut US-Präsident Donald Trump könnte auch die Nationalgarde an Airports stationiert werden. Laut AFP-Reportern patrouillierten ICE-Kräfte unter anderem an den Flughäfen John F. Kennedy in New York und Newark im Bundesstaat New Jersey. Sie waren mit Pistolen und Schlagstöcken bewaffnet und trugen schusssichere Westen mit Körperkameras. Maskiert waren sie nicht. Die »New York Times « berichtete von zunächst 100 bis 150 ICE-Einsatzkräften, die das Personal der US-Transportsicherheitsbehörde TSA laut Aussage des Präsidenten »unterstützen« sollten . Trump sagte, wenn die Mitarbeiter nicht ausreichten, könne die Regierung auch die Nationalgarde an Flughäfen hinzuziehen. Laut »CNN« und »New York Times« wandten sich die ICE-Agenten offenbar an den Flughäfen den langen Schlangen an den Sicherheitskontrollen zu, konnte allerdings nicht zur Verkürzung der Wartezeit beitragen. Mit der Aktion will Trump den Druck auf die Demokratische Partei erhöhen, im Streit über die Haushaltsmittel für das Heimatschutzministerium nachzugeben. Viele TSA-Mitarbeiter warten seit Wochen auf ihren Lohn und äußern ihren Ärger darüber immer deutlicher . Viele sollen sich krankgemeldet haben, was zu den längeren Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen beiträgt. Seit Mitte Februar gilt eine Budgetsperre, weil Kongressmitglieder der Demokraten verschärfte Vorschriften für ICE zur Bedingung für die Freigabe der Mittel machen. (Mehr dazu lesen Sie hier.) Sie reagierten damit auf die Tötung von zwei US-Bürgern durch Bundeseinsatzkräfte bei Protesten gegen Abschieberazzien in der Stadt Minneapolis. - Engpass bei Sicherheitspersonal: Trump-Regierung schickt ICE an US-Airports – und scheint uneins über Einsatzzweck - Trumps Abschiebetruppen: Mit Spezialautos scannen sie jeden Handynutzer in der Nähe Von Torsten Kleinz, Anna-Lena Schou und Max Hoppenstedt Heinrichs - US-Historiker Robert Kagan: »Wir erleben jetzt, wie sich ein ganzes Land fast widerstandslos in eine Diktatur verwandelt« Ein Interview von Rafaela von Bredow Wegen des Teil-Shutdowns müssen mehr als 50.000 Bundesmitarbeiter der Verkehrssicherheitsbehörde TSA die Passagierkontrollen an Flughäfen ohne Bezahlung durchführen. Dies führte zu erhöhten Fehlzeiten und langen Schlangen an einigen Airports. Lesen Sie auch: Die Abschiebebehörde ICE braucht mehr Gefängnisse für Migranten. In Utah hat die Regierung nun eine Lagerhalle erworben. Vor Ort regt sich Widerstand – auch gegen den Verkäufer: ein Tochterunternehmen der Deutschen Bank .

Artikel lesen
23. März
Tagesschau

Erste ICE-Mitarbeiter patrouillieren an US-Flughäfen

Auf Trumps Weisung Erste ICE-Mitarbeiter patrouillieren an US-Flughäfen Vor den Sicherheitskontrollen vieler US-Flughäfen staut es sich zurzeit. Wegen ausbleibender Zahlungen verweigern immer mehr Angestellte die Arbeit. Jetzt sollen ICE-Mitarbeiter aushelfen - doch was können sie überhaupt bewirken? An mehr als einem Dutzend Flughäfen habe der Einsatz begonnen, so das US-Heimatschutzministerium, mit einigen Hundert ICE-Mitarbeitern. Ob sie dazu beitragen können, dass sich die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen verkürzen, ist aber fraglich. Denn die ICE-Mitarbeiter haben nicht die nötige Sicherheitsfreigabe. Und sie sind auch nicht dazu ausgebildet, das Handgepäck der Passagiere zu kontrollieren. Was genau sie an den Airports tun sollen, ist nicht klar. Fernsehbilder von mehreren Flughäfen zeigen ICE-Mitarbeiter, die durch die Terminals schlendern. Festnahmen illegal Eingereister unwahrscheinlich US-Präsident Donald Trump sagte, die Beamten könnten an den Flughäfen nun auch Menschen festnehmen, die illegal ins Land kämen; die Flughäfen seien dafür "sehr fruchtbares Gebiet". Was genau der Präsident damit meint, ist nicht klar. Schon bisher sind die Kontrollen bei der Einreise an den Flughäfen in den USA streng. Gleichzeitig dürfte es unwahrscheinlich sein, dass ICE an den Airports jetzt irreguläre Migranten aufgreift, die innerhalb des Landes fliegen wollen. Denn Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung wählen selten das Flugzeug, um in den USA zu reisen. Demokraten blockieren Finanzierung für Heimatschutz Hintergrund des Einsatzes ist, dass sich die Demokraten weigern, das Heimatschutzministerium im neuen Haushaltsjahr zu finanzieren. Sie verlangen, dass die Arbeit von ICE grundlegend reformiert wird. Damit reagieren die Demokraten unter anderem auf die Tötung von zwei US-Bürgern durch Bundesbeamte im Januar in Minneapolis. Seit Mitte Februar gibt es wegen des Streits über ICE einen teilweisen Shutdown der Regierung. Die Mitarbeiter der Flugsicherheitsbehörde TSA müssen zwar weiterarbeiten, werden momentan jedoch nicht bezahlt. Deshalb melden sich immer mehr von ihnen krank, um eine andere, bezahlte Arbeit annehmen zu können. Dies hat an einigen Flughäfen zu stundenlangen Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle geführt. Unter den landesweit rund 50.000 TSA-Mitarbeitern beträgt der Krankenstand mittlerweile knapp zwölf Prozent. Am Airport in Atlanta, dem größten in den USA, dauert es für Passagiere heute wieder bis zu vier Stunden, ehe sie die Gepäckkontrolle erreichen - trotz der Präsenz einiger ICE-Mitarbeiter dort. Trump scheint dennoch von der Sinnhaftigkeit des ICE-Einsatzes überzeugt zu sein. Er sagte, er ziehe jetzt auch in Erwägung, die Nationalgarde an die Flughäfen zu schicken, um die Mitarbeiter der Flugsicherheitsbehörde TSA zu unterstützen.

Artikel lesen
24. März
FAZ (Politik)

Heimatschutzministerium: Ausgerechnet ICE-Beamte sollen das Flughafenchaos beheben

Heimatschutzministerium : Ausgerechnet ICE-Beamte sollen das Flughafenchaos beheben Der Streit über die Finanzierung des Heimatschutzministeriums verursacht Chaos an US-Flughäfen. Jetzt soll die Einwanderungspolizei helfen – deren Vorgehen ein Grund für den Streit ist. Donald Trump schien Anfang der Woche bereit, alle Register zu ziehen. Wenn die Beamten der Einwanderungspolizei ICE nicht ausreichten, könne man auch Soldaten der Nationalgarde an den Flughäfen einsetzen, sagte er vor Journalisten. Die Botschaft der amerikanischen Regierung war klar: Schuld an den ungewöhnlich langen Wartezeiten an Flughäfen hätten die Demokraten. Das Heimatschutzministerium (DHS) teilte auf der Plattform X Aufnahmen einer Warteschlange am Flughafen in Atlanta, die bis aus dem Gebäude hinausreichte. „Bedank dich bei einem Demokraten“, hieß es dazu. Trumps Schritt, ICE-Beamte in mehr als ein Dutzend Flughäfen zu schicken, zeigte nach Berichten amerikanischer Medien zunächst keine größere Wirkung. Laut der „New York Times“ wurden am ersten Tag etwa 100 bis 150 Personen eingesetzt, unter anderem in New York, Chicago, New Orleans und Houston. Aufnahmen in den sozialen Netzwerken zeigen, wie sie durch die Flughäfen patrouillieren oder das Geschehen beobachten. Nach Angaben mehrerer Flughäfen sollen die Beamten keine Sicherheitskontrollen durchführen oder Reisende überprüfen, sondern etwa bei der Organisation der Wartenden helfen. Besonderes Augenmerk auf Somaliern Trump sagte am Montag, sie würden dort auch Migranten ohne Papiere festnehmen, auch wenn das nicht ihre Hauptaufgabe sei; die Beamten seien dort, um zu „helfen“. Zuvor hatte er auf seiner Plattform geschrieben, ein besonderes Augenmerk werde auf Somaliern liegen, wenn ICE in den Flughäfen für Sicherheit sorge. Zu Beginn der Einsätze forderte der Präsident ICE-Beamte schließlich dazu auf, bei der Arbeit am Flughafen keine Masken zu tragen, anders als bei Einsätzen gegen Migranten. Es ist bemerkenswert, dass ausgerechnet ICE in amerikanischen Flughäfen aushelfen soll: Die zweifachen tödlichen Schüsse von Beamten der Einwanderungspolizei und des Grenzschutzes in Minneapolis Anfang des Jahres waren der Grund dafür, dass die Demokraten dem Heimatschutzministerium und damit auch der Transportsicherheitsbehörde TSA eine weitere Finanzierung zunächst versagten. Sie verlangen schärfere Einsatzregeln – unter anderem ein Maskenverbot. ICE-Beamte werden bezahlt, TSA-Beamte nicht Gleichzeitig werden die nun eingesetzten Beamten der Einwanderungspolizei im Gegensatz zu den TSA-Beamten auch jetzt bezahlt, weil ICE mit der „Big Beautiful Bill“ im vergangenen Jahr zusätzliche 75 Milliarden Dollar Geld erhalten hatte. Der republikanische Abgeordnete James Comer kommentierte Trumps Entscheidung für ICE an Flughäfen in einem Interview mit Fox News mit der Bemerkung, das werde die Demokraten „in den Wahnsinn treiben“. Der Präsident rief seine Partei trotz des Chaos an Flughäfen zunächst dazu auf, einer Einigung mit den Demokraten nicht zuzustimmen, die der republikanische Senatsmehrheitsführer John Thune ihm am Sonntag vorgetragen haben soll. Der Kompromiss sähe vor, das Heimatschutzministerium mit Ausnahme von ICE-Einsätzen zu finanzieren. Die wiederum könnten zum einen mit dem Geld aus dem vergangenen Jahr finanziert werden; außerdem könnte eine Erweiterung des Budgets in einem gesetzgeberischen Kniff später mit einer einfachen Mehrheit beschlossen werden, die bei den Republikanern liegt. Trump will Zustimmung zu „SAVE Act“ erzwingen Trump wiederum hob am Montag hervor, er habe seinen Leuten gesagt, sie sollten sich „nicht zufriedengeben“, es gehe um etwas Größeres. Er nutzte den öffentlichen Druck offenbar, um die Demokraten zur Zustimmung zum „SAVE Act“ zu bewegen. Das Gesetz verlangt zum Wählen einen Nachweis der Staatsbürgerschaft und wird von vielen Demokraten kritisiert, weil es den Zugang zum Wählen für viele Amerikaner erschwere, die keinen Pass besäßen. Nach Zahlen des Außenministeriums hat nur die Hälfte der Amerikaner einen Reisepass. Der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, warf Trump in der Debatte vor, er nutze den Streit über die Finanzierung des Heimatschutzministeriums für seine Zwecke und nehme die Amerikaner in Geiselhaft. Die geforderte Wahlreform habe nichts mit der Bezahlung der TSA-Beamten und einem Ende des Shutdowns zu tun. Auch der republikanische Senator Thune zeigte sich am Montag zunächst pessimistisch. Trumps Forderungen seien „unrealistisch“, die Angelegenheit insgesamt noch „in Bewegung“. Nach einem Treffen des Präsidenten mit vier republikanischen Senatoren am Abend – Thune war nicht unter ihnen – klang jedoch eine Einigung an. Von Journalisten gefragt, ob man eine Lösung gefunden habe, antwortete die Senatorin Katie Britt aus Alabama: „Haben wir“. Sie werde die ganze Nacht durcharbeiten, damit man das hoffentlich auf den Weg bringen könne. Zuvor hatte es aus dem Weißen Haus geheißen, man werde nicht weiter über die Finanzierung sprechen, solange der designierte neue Heimatschutzminister Markwayne Mullin nicht vom Senat bestätigt worden sei. Diese Hürde wurde am Montagabend genommen: Die Kammer stimmte mit 54 zu 45 Stimmen für den früheren Senator aus Oklahoma an der Spitze des DHS.

Artikel lesen
24. März
Deutschlandfunk

USA - Lange Wartezeiten an Flughäfen: Trump erwägt Nationalgarde-Einsatz

Falls nötig, werde er Unterstützung schicken, sagte Trump bei einer Veranstaltung in Memphis im Bundesstaat Tennessee. Konkreter wurde der Präsident nicht. Seit Montag sind bereits Einsatzkräfte der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE unterstützend im Einsatz. Der Krankenstand von Kontrollmitarbeitern an den Flughäfen war zuletzt massiv gestiegen. Für das Heimatschutzministerium fehlt seit fast 40 Tagen ein Haushalt. Demokraten und Republikaner streiten im Kongress über die Finanzierung insbesondere wegen ICE. Deren Razzien gegen Migranten hatten vor Monaten eine Welle des Protests im Land hervorgerufen. Der Unmut wurde noch größer, als zwei Bürger im Januar in Minnesota bei ICE-Einsätzen erschossen wurden. Die Demokraten fordern mehr Regeln für ICE-Beschäftigte. Im Normalfall haben in den USA die Bundesstaaten die Kontrolle über die Nationalgarde, die eine militärische Reserveeinheit und Teil der Streitkräfte ist. Für die Hauptstadt Washington, die rechtlich kein eigener Bundesstaat ist, gelten Sonderregeln. Die Nationalgarde kann etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder Notfällen im Inneren eingesetzt werden. In bestimmten Situationen kann der Präsident das Kommando übernehmen - etwa, wenn eine Rebellion gegen die Autorität der Regierung droht oder im Gange ist. Es ist deshalb fraglich, ob Trump überhaupt die Autorität hätte, die Soldaten der Nationalgarde an Flughäfen zu entsenden. Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Artikel lesen
© 2026 Themenlage