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Montag, 23. März 2026
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Konflikt mit den USA: Iran offenbar bereit für Gespräche

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1. Februar
Tagesschau

Konflikt mit den USA: Iran offenbar bereit für Gespräche

Nach Drohungen Trumps Iran offenbar bereit für Gespräche mit den USA Nach massiven Drohungen der USA scheint der Iran einzulenken: Präsident Peseschkian will nun mit Washington verhandeln. Zugleich werden aber alle EU-Streitkräfte zu "terroristischen Gruppen" erklärt. Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich nach erneuten militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump für eine friedliche Lösung des Konflikts mit den USA ausgesprochen. In einem Telefonat mit Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi habe Peseschkian die "Notwendigkeit betont, diplomatische Prozesse einzuleiten", berichtete Irans staatliche Nachrichtenagentur Irna. Sein Land habe "niemals einen Krieg angestrebt" und strebe auch jetzt keinen Krieg an, sagte Peseschkian. Die Islamische Republik sei "zutiefst davon überzeugt, dass ein Krieg weder dem Iran noch den Vereinigten Staaten oder der Region nützen würde". Iran stellt sich auf Verhandlungen ein Teheran bereitet nach Angaben des obersten Sicherheitsbeamten des Landes Verhandlungen vor. Der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, schrieb auf X, entgegen der "künstlich geschürten Kriegsrhetorik" der Medien würden "strukturelle Vorbereitungen für Verhandlungen voranschreiten". Die Gespräche über Irans Atomprogramm nähmen "trotz der verschärften Drohungen einer militärischen Konfrontation" Gestalt an, schrieb dazu die Nachrichtenagentur Irna unter Bezugnahme auf Laridschanis X-Post. Das US-Nachrichtenportal "Axios" berichtete in diesem Zusammenhang, Laridschani habe sich am Samstag in der iranischen Hauptstadt Teheran mit Katars Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman Al Thani getroffen. Al Thani versuche, zwischen den USA und dem Iran zu vermitteln, hieß es. EU-Streitkräfte zu "terroristischen Gruppen" erklärt Parallel zu diesem Versuch der Deeskalation erhöht das Regime den Druck auf die Europäische Union. So wurden nun die Streitkräfte der EU-Mitgliedsstaaten zu "terroristischen Gruppen" erklärt. Nach der EU-Entscheidung, die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen, "gelten die Armeen der europäischen Länder als terroristische Gruppen", sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf und verwies auf ein Gesetz aus dem Jahr 2019. Die Europäische Union hatte am Donnerstag entschieden, die Revolutionsgarden (IRGC) wegen ihres blutigen Vorgehens gegen die jüngsten Massenproteste als Terrororganisation einzustufen. Die Entscheidung gilt als symbolischer Schritt, der wegen bereits bestehender Sanktionen voraussichtlich wenig praktische Bedeutung haben wird. Über die Listung der Revolutionsgarden als Terrororganisation wurde in der EU jahrelang diskutiert. "Europa will mit diesen Maßnahmen seinen Herrn, nämlich Amerika, zufriedenstellen", sagte Ghalibaf der iranischen Nachrichtenagentur Isna zufolge. Im Parlament trugen Abgeordnete aus Solidarität Uniformen der Revolutionsgarden. "Tod für Amerika" und "Tod für Israel" riefen einige Politiker mit erhobenen Fäusten, wie auf Videos iranischer Medien zu sehen ist. Trump erhöht Druck Trump hatte den Druck auf Teheran mit neuen Drohungen verstärkt. Es seien weitere Kriegsschiffe Richtung Iran unterwegs - "und hoffentlich werden wir einen Deal machen", sagte Trump im Weißen Haus. Auf einem Flug nach Florida sagte er zu Journalisten: "Ich hoffe, sie verhandeln etwas, das akzeptabel ist." Dabei soll es neben der Einstellung von Irans umstrittenem Atomprogramm auch um eine Begrenzung der Entwicklung ballistischer Raketen im Iran gehen. Irans oberster Führer warnt USA Irans oberster Führer warnte im Falle eines US-Angriffs vor einem regionalen Krieg: "Die Amerikaner sollen wissen, wenn sie einen Krieg vom Zaun brechen, wird es dieses Mal ein regionaler Krieg sein", sagte Ajatollah Ali Chamenei der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge. Sein Land wolle keinen Krieg und werde ihn auch nicht beginnen, sagte der Religionsführer, der in allen strategischen Belangen das letzte Wort hat. "Aber das iranische Volk wird jemandem, der angreift oder Schaden zufügt, einen harten Schlag versetzen."

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1. Februar
ZDF heute

Trump droht - Teheran signalisiert Verhandlungsbereitschaft

Zwischen Kriegsdrohung und Gesprächen:Trump droht - Teheran signalisiert Verhandlungsbereitschaft Die USA bauen ihre militärische Präsenz rund um Iran aus, zugleich ist von Gesprächen die Rede. Während Trump auf Drohungen setzt, sendet Teheran widersprüchliche Signale. Die Spannungen zwischen den USA und Iran nehmen weiter zu - bei gleichzeitigen Signalen für mögliche Verhandlungen. US-Präsident Donald Trump setzt auf eine Strategie aus militärischem Druck und Gesprächsangeboten. Iran reagiert mit scharfer Rhetorik, zeigt sich aber zugleich gesprächsbereit. Bei ZDFheute live ordnete ZDF-Reporter Carsten Rüger die Lage aus Istanbul ein. Trump mache deutlich, dass er auf eine diplomatische Lösung setze, solange seine Drohkulisse wirke. Ziel sei es, Iran zu Zugeständnissen beim Atomprogramm zu zwingen - insbesondere zur Aufgabe der heimischen Urananreicherung. Ein Militärschlag wäre aus Sicht der USA zwar möglich aber riskant, so Rüger, da damit auch regionale Partner der Vereinigten Staaten verprellt werden könnten. Viele Iraner seien angesichts der wirtschaftlichen Lage unzufrieden mit dem Regime, so ZDF-Reporter Carsten Rüger. Die Währung sei abgestürzt und die Preise hätten sich verdreifacht. 01.02.2026 | 10:43 minUS-Militärpräsenz deutlich verstärkt In den letzten Tagen haben die USA ihre militärische Präsenz rund um Iran erheblich ausgebaut. Zusätzliche Kampfflugzeuge, darunter F-15, wurden nach Jordanien und Katar verlegt. Der Flugzeugträger Abraham Lincoln bringt rund 70 Flugzeuge in die Region, darunter F-35-Jets. Auch Transportflugzeuge mit zusätzlicher Flugabwehr sind eingetroffen. Welche Ziele im Falle eines Angriffs ins Visier genommen würden, bleibt offen. Neben dem iranischen Atomprogramm könnten auch die Revolutionsgarden oder die Führung des Landes selbst Ziel werden. Trump lasse bewusst Ungewissheit, so Rüger - klar sei jedoch, dass die USA über zahlreiche militärische Optionen verfügten. Teheran zwischen Drohung und Diplomatie Aus Iran kommen dagegen widersprüchliche Signale. Präsident Peseschkian betonte laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA in einem Telefonat mit Ägyptens Präsident al-Sisi die Notwendigkeit diplomatischer Prozesse. Gleichzeitig warnte Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei, ein US-Angriff würde diesmal zu einem "regionalen Krieg" führen. Im Parlament inszenierten sich Abgeordnete der Revolutionsgarden demonstrativ in Uniform und riefen Parolen gegen die USA, Israel und Europa. Armeechef Amir Hatami erklärte, Iran werde das Land "bis zum Letzten" verteidigen. - Nach US-Drohungen: Irans Präsident strebt keinen Krieg an - Nach Terror-Einstufung der Revolutionsgarden: Iran erklärt EU-Streitkräfte zu "terroristischen Gruppen" Gleichzeitig mehren sich Hinweise auf diplomatische Kontakte. Außenminister Abbas Araghtschi sprach in der Türkei von der Bereitschaft Irans zu Verhandlungen über ein faires Abkommen. Nach Einschätzung Rügers sucht die iranische Führung trotz der martialischen Rhetorik erkennbar den Weg an den Verhandlungstisch - auch wegen der eigenen militärischen Schwächen. Iran hat alle Streitkräfte von EU-Staaten zu Terrorgruppen erklärt. Damit reagiert das Regime auf eine Entscheidung der EU, die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen. 01.02.2026 | 0:31 minBrutale Gewalt gegen die eigene Bevölkerung Während international über Militär und Diplomatie diskutiert wird, bleibt die Lage der Menschen im Iran dramatisch. Rüger berichtet von großer Angst und Zurückhaltung im Land. Viele Familien seien von Verletzten oder Toten betroffen, die wirtschaftliche Lage habe sich weiter verschärft. Auch die Europaabgeordnete Hannah Neumann (Grüne), Vorsitzende der Iran-Delegation im EU-Parlament, spricht bei ZDFheute live von massiver Gewalt. Ich kenne niemanden, der nicht einen Angehörigen oder einen Freund verloren hat. Hannah Neumann, Europaabgeordnete Ziel des Regimes sei es gewesen, die Proteste endgültig zu brechen. "Die Brutalität war unfassbar", so Neumann weiter. Sicherheitskräfte hätten unbewaffnete Zivilisten aus nächster Nähe erschossen. "Es gibt wahrscheinlich Zehntausende Tote." Das Vorgehen der Revolutionsgarde sei auch ein Angriff auf die europäische Sicherheit, sagt die Vorsitzende der Iran-Delegation im EU-Parlament, Hannah Neumann von den Grünen. 01.02.2026 | 14:41 minSkepsis gegenüber Trumps Kurs Mit Blick auf die US-Politik zeigt sich Neumann skeptisch. Trumps Vorgehen wirke widersprüchlich. Ich frage mich manchmal, ob er selber weiß, was er eigentlich möchte. Hannah Neumann, Europaabgeordnete Verhandlungen mit dem Regime könnten dieses eher stabilisieren als schwächen - und seien zugleich "ein Schlag ins Gesicht der Menschen im Iran". Sowohl Rüger als auch Neumann betonen: Viele Iranerinnen und Iraner wünschen sich politischen Druck von außen - aber keinen großen Krieg. Massive Bombardierungen mit zivilen Opfern lehne die Bevölkerung ab. Mehr zu Iran Explosionen sorgen für Unruhe:Iran versetzt Streitkräfte in höchste Alarmbereitschaft mit Video2:39- Analyse Versorgung von Protestierenden:Wie das iranische Regime Mediziner gezielt ins Visier nimmt von Lisa Jandimit Video1:40 Revolutionsgarden auf EU-Terrorliste:Wie hart trifft die Terrorlistung Teherans Machtapparat? von Ninve Ermaganmit Video2:36Außenminister sind einig:Irans Revolutionsgarden kommen auf Terrorliste der EU mit Video1:51

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1. Februar
ZDF heute

Irans Präsident nach US-Drohungen: Streben keinen Krieg an

Signale für Gespräche:Irans Präsident nach US-Drohungen: Streben keinen Krieg an Nach neuen Drohungen aus Washington betont Irans Präsident, sein Land strebe keinen Krieg an. Zugleich gibt es Signale für mögliche Gespräche zwischen Teheran und den USA. Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich nach erneuten militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump für eine friedliche Lösung des Konflikts mit Washington ausgesprochen. In einem Telefonat mit Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi habe Peseschkian die "Notwendigkeit betont, diplomatische Prozesse einzuleiten", berichtete Irans staatliche Nachrichtenagentur Irna. Nach Angaben von Aktivisten sollen bei den Protesten im Iran deutlich mehr Menschen getötet worden sein als bislang bekannt. Gleichzeitig erhöht der US‑Präsident den Druck auf Teheran. 28.01.2026 | 2:39 minPeseschkian: Streben auch jetzt keinen Krieg an Iran habe "niemals einen Krieg angestrebt" und strebe auch jetzt keinen Krieg an, sagte Peseschkian. Die Islamische Republik sei "zutiefst davon überzeugt, dass ein Krieg weder dem Iran noch den Vereinigten Staaten oder der Region nützen würde", hieß es. Teheran "redet mit uns, wir werden sehen, ob wir etwas tun können, andernfalls werden wir sehen, was passiert", sagte Trump am Samstag dem US-Sender Fox News. Die USA verlegen Militär und Flugzeuge in den Nahen Osten, offenbar als Reaktion auf die Lage im Iran. Welche Pläne verfolgt Washington? Dazu ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen. 29.01.2026 | 1:32 minTeheran: Vorbereitungen für Verhandlungen Teheran bereitet nach Angaben des obersten Sicherheitsbeamten des Landes Verhandlungen vor. Der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, schrieb auf X, entgegen der "künstlich geschürten Kriegsrhetorik" der Medien würden "strukturelle Vorbereitungen für Verhandlungen voranschreiten". Die Gespräche über Irans Atomprogramm nähmen "trotz der verschärften Drohungen einer militärischen Konfrontation" Gestalt an, schrieb dazu die Nachrichtenagentur Irna unter Bezugnahme auf Laridschanis X-Post. Während die USA Druck auf den Iran ausüben, zeigen Berichte das brutale Vorgehen der Revolutionsgarden. Offiziell werden 3.000 Tote genannt, Menschenrechtler befürchten über 25.000. 30.01.2026 | 1:40 minTrump hatte Iran wiederholt gedroht Trump hatte den Druck auf Teheran mit neuen Drohungen verstärkt. Es seien weitere Kriegsschiffe Richtung Iran unterwegs - "und hoffentlich werden wir einen Deal machen", sagte der US-Präsident im Weißen Haus. Auf einem Flug nach Florida sagte er zu Journalisten: "Ich hoffe, sie verhandeln etwas, das akzeptabel ist." Die USA hatten einen möglichen neuen Militäreinsatz gegen Iran im Zuge der Proteste im Land ins Spiel gebracht. Iranische Sicherheitskräfte gingen mit großer Härte gegen Demonstrierende vor. Aktivisten zufolge wurden tausende Menschen getötet und zehntausende festgenommen. Mehr Nachrichten aus Iran Explosionen sorgen für Unruhe:Iran versetzt Streitkräfte in höchste Alarmbereitschaft mit Video2:39- Analyse Versorgung von Protestierenden:Wie das iranische Regime Mediziner gezielt ins Visier nimmt von Lisa Jandimit Video1:40 Verlegung von Flugzeugträgern:"Krieg mit allen Mitteln": Iran droht den USA mit Video0:35- Interview Expertin über Proteste gegen Regime:Offizielle Opferzahlen in Iran "jenseits von glaubwürdig" mit Video13:03

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1. Februar
Tagesschau

Signale für Annäherung zwischen USA und Iran

Spannungen in Nahost Signale für Annäherung zwischen USA und Iran Im Konflikt zwischen den USA und Iran gibt es Anzeichen für eine Deeskalation. US-Präsident Trump sagte, "Teheran redet mit uns". Auch der iranische Staatschef Peseschkian betonte die Notwendigkeit von Diplomatie. Zwischen den USA und Iran gibt es nach Angaben von beiden Seiten Verhandlungsbereitschaft. US-Präsident Donald Trump sagte dem Sender Fox News, Teheran "redet mit uns, wir werden sehen, ob wir etwas tun können, andernfalls werden wir sehen, was passiert". Irans Präsident Massud Peseschkian sagte, sein Land habe "niemals einen Krieg angestrebt" und strebe auch weiter keinen Krieg an. In einem Telefonat mit Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi betonte er die Notwendigkeit, "diplomatische Prozesse einzuleiten", berichtete Irans staatliche Nachrichtenagentur Irna. "Künstlich geschürte Kriegsrhetorik" Der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats Irans, Ali Laridschani, schrieb auf X, entgegen der "künstlich geschürten Kriegsrhetorik" der Medien würden "strukturelle Vorbereitungen für Verhandlungen voranschreiten". Trump hatte Iran zuvor zu Verhandlungen über das iranische Atomprogramm aufgefordert und militärische Gewalt angedroht, sollte Teheran nicht zustimmen. Am Freitag sagte der US-Präsident, Teheran sei an einem "Deal" interessiert. Iran hatte dennoch am Samstag seine Streitkräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Explosion in iranischer Hafenstadt Inmitten der Spannungen ereignete sich in der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas eine heftige Explosion, bei der Medienberichten zufolge mehrere Menschen verletzt wurden. Nachdem es zunächst Spekulationen über einen Angriff gab, erklärte die Feuerwehr am Samstagabend aber, dass ein Gasleck die Ursache gewesen sei.

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1. Februar
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Neuer Vorstoß: Iran sucht Gespräche mit den USA

Seit Tagen lässt Donald Trump die amerikanische Marine im Nahen Osten auffahren, darunter den Flugzeugträger Abraham Lincoln. Viele „sehr große, sehr leistungsstarke Schiffe“ seien Richtung Iran unterwegs, sagte der US-Präsident am Donnerstag. „Und es wäre großartig, wenn wir sie nicht einsetzen müssten.“ Jetzt ist von möglichen Gesprächen die Rede, am Samstag sprach Trump von einem denkbaren Deal. „Entgegen der künstlich geschaffenen Medienkriegsrhetorik schreitet die Bildung eines Verhandlungsrahmens voran“, schrieb Ali Laridschani, der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrates, auf der Plattform X. Am Wochenende traf sich Laridschani mit dem katarischen Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman al-Thani, wie das US-Portal Axios berichtete. Es heißt, Katar wolle zwischen Iran und den USA vermitteln. Laridschani gilt als Vertrauter von Ali Chamenei, dem Obersten Führer in Teheran, und war vor Kurzem auch bei Wladimir Putin in Moskau. Außerdem telefonierten laut mehrerer Medien der iranische Präsident Massud Peseschkian und der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi. Al-Sisi rief demnach dazu auf, eine weitere Eskalation zu vermeiden. Er hatte sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos kürzlich mit Trump getroffen. Gleichzeitig warf Irans Präsident Peseschkian den USA, Europa und Israel vor, sie hätten Demonstranten dort die Mittel gegeben, „die Nation zu spalten“. Trump, Israels Premier Benjamin Netanjahu und europäische Anführer wollten „Unruhen schüren, Spaltungen herbeiführen und Unterstützung leisten, indem sie einige unschuldige Menschen auf die Straße lockten“, wird er vom oppositionellen Sender Iran International zitiert. Die Proteste hatten Ende vergangenen Jahres im Zuge der iranischen Wirtschaftskrise begonnen, die Mullahs reagierten mit brutaler Repression. Tausende Menschen wurden getötet oder verhaftet, laut der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen ist es die tödlichste Unterdrückung seit der Revolution 1979. Hilfe sei auf dem Weg, hatte Trump bereits vor Wochen angekündigt und damit die Hoffnungen der Opposition gestärkt. In den USA leben zahlreiche Exiliraner, darunter Reza Pahlavi, der älteste Sohn des einstigen Schahs. Es gab in Washington Demonstrationen vor dem Weißen Haus und der iranischen Interessenvertretung, die diplomatischen Beziehungen beider Länder wurden vor mehr als vier Jahrzehnten abgebrochen. Nun gibt es widersprüchliche Signale. Man könne „eine Verhandlungslösung finden“, sagte Trump am Samstag bei Fox News. „Das sollten sie tun, doch ich weiß nicht, ob sie es tun werden. Aber sie sprechen mit uns. Sie sprechen ernsthaft mit uns.“ Auf die Frage, ob er sich für Luftschläge entschieden habe, antwortete der US-Präsident, das könne er nicht sagen. Er werde die Pläne auch nicht mit Verbündeten am Golf teilen. Der Plan sei, dass Iran „mit uns spricht, und wir werden sehen, ob wir etwas tun können. Andernfalls werden wir sehen, was passiert. Wir haben eine große Flotte, die dorthin unterwegs ist, größer als die, die wir in Venezuela hatten – und eigentlich immer noch haben.“ Anfang Januar hatte Trump Venezuela angreifen und den dortigen Machthaber Nicolás Maduro festnehmen lassen. Im Juni vergangenen Jahres waren iranische Atomanlagen von den amerikanischen Streitkräften mit Bomben und Marschflugkörpern zumindest schwer beschädigt worden. Als damals verhandelt worden sei, habe es kein Ergebnis gegeben, und man habe das Atomarsenal „auf andere Weise“ ausgeschaltet, erklärte Trump und meinte damit offenkundig die „Operation Midnight Hammer“. Falls es keine Einigung gebe, dann werde der nächste Angriff „noch viel schlimmer sein“, drohte Trump in der vergangenen Woche. „Eine riesige Armada ist auf dem Weg nach Iran. Sie bewegt sich schnell, mit großer Kraft, Begeisterung und Zielstrebigkeit“, erklärte er in seinem Netzwerk Truth Social. „Wie im Fall von Venezuela ist sie bereit, willens und in der Lage, ihre Mission schnell, mit Geschwindigkeit und Gewalt, wenn nötig, zu erfüllen.“ Vorläufig will das US-Militär offenbar vor allem Israel sowie seine eigenen in der Region stationierten Truppen schützen, unter anderem mit verstärkten Systemen der Luftabwehr für den Fall erwartbarer iranischer Reaktionen mit Drohnen und Raketen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte am Freitag, Iran sei bereit, wieder Atomverhandlungen mit den USA aufzunehmen. Allerdings müssten diese ihre Drohungen einstellen. Man bemühe sich mit der Türkei und anderen Staaten um einen Rahmen für diese Gespräche. Araghtschi warnte die USA, ein militärischer Konflikt könne über einen bilateralen Krieg hinausgehen. Die Europäische Union stufte die iranische Revolutionsgarde unterdessen als Terrororganisation ein. Iran erklärte daraufhin die Armeen der EU zu „terroristischen Gruppen“.

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1. Februar
ZDF heute

Iran: Bleibt der US-Angriff aus?

US-Verhandlungsbereitschaft:Iran: Bleibt der US-Angriff aus? Trump verlegt Kriegsschiffe Richtung Iran, spricht aber zugleich von ernsthaften Verhandlungen. Parallel verschärft sich der Streit zwischen Iran und der EU. ZDFheute live ordnet ein. US-Präsident Donald Trump verlegt Kriegsschiffe in Richtung Iran, spricht aber von ernsthaften Verhandlungen. Irans Präsident Peseschkian will eine friedliche Lösung. Zugleich erklärt Teheran die Streitkräfte der EU-Mitgliedsstaaten zu „terroristischen Gruppen“. Wie sind diese Entwicklungen einzuschätzen? Darum geht es bei ZDFheute live. Seit der brutalen Niederschlagung der regimekritischen Proteste mit Tausenden Toten in Iran wird mit einem US-Angriff auf das Land gerechnet. Trump hatte Teheran mehrmals damit gedroht. Irans oberster Führer, Chamenei, verglich die Demonstrationen jetzt mit einem Putsch. Im Fall eines US-Angriffs warnte er vor einem regionalen Krieg. Die Entscheidung Irans zu den EU-Streitkräften ist eine Reaktion auf die EU-Maßnahme, die Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen. Bleibt ein militärischer Angriff der USA aus? Wie ist das Handeln Teherans einzuschätzen – auch im Hinblick auf die EU? Darüber spricht Christian Hoch mit ZDF-Reporter Carsten Rüger in Istanbul und der Grünen-Politikerin Hannah Neumann, Vorsitzende der Iran-Delegation im EU-Parlament. Mit Material von dpa, reuters Mehr aus ZDFheute live Signale für Gespräche :Irans Präsident nach US-Drohungen: Streben keinen Krieg an Nach EU-Einstufung der Revolutionsgarden :Iran erklärt EU-Streitkräfte zu "terroristischen Gruppen" Nach Protesten in Iran :„Wut ist weiterhin da“ Revolutionsgarde auf Terrorliste :"Ein ganz deutliches politisches Symbol" Angriffspause in der Ukraine :Ukrainer nach Trump-Aussage "überrascht" Kampfroboter im Ukraine-Einsatz :Krieg: “Innovationszyklen übertreffen alles” Landtag in Sachsen-Anhalt :Antrittsrede von Sven Schulze (CDU) Absolute Mehrheit für AfD? :"Ungeheuer gefährliches Experiment" Sieg im ersten Wahlgang :"Wichtiges Signal für CDU und Bundespolitik" Wahl in Sachsen-Anhalt :"Klares Signal für neuen Ministerpräsidenten" ICE-Teilabzug aus Minnesota :"Man darf sich nicht täuschen" „Wut ist weiterhin da“ Video10:43"Ein ganz deutliches politisches Symbol" Video14:41

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1. Februar
Handelsblatt

Nahost: Irans Präsident: Streben keinen Krieg an – Trump hofft auf „Deal“

Iran: Teheran signalisiert Gesprächsbereitschaft mit den USA Präsident Massud Peseschkian erklärte laut der staatlichen Agentur Irna in einem Telefonat mit Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi, sein Land habe „niemals einen Krieg angestrebt“ und halte einen bewaffneten Konflikt für schädlich für alle Beteiligten. Er sprach sich dafür aus, „diplomatische Prozesse einzuleiten“. Auch aus dem Sicherheitsapparat kamen entsprechende Signale. Der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, schrieb auf X, entgegen der „künstlich geschürten Kriegsrhetorik“ der Medien würden „strukturelle Vorbereitungen für Verhandlungen voranschreiten“. Die Nachrichtenagentur Irna schrieb unter Bezugnahme auf Laridschanis X-Post, Gespräche über das Atomprogramm nähmen wieder Gestalt an. Nach Angaben des US-Portals Axios traf Laridschani am Samstag in Teheran Katars Regierungschef Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, der als Vermittler zwischen Washington und Teheran gilt. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt den Druck auf Iran erhöht und zusätzliche Militärpräsenz in der Region angekündigt. Zugleich betonte er aber die Hoffnung auf eine Einigung. „Ich hoffe, sie verhandeln etwas, das akzeptabel ist.“ Dabei soll es neben der Einstellung von Irans umstrittenem Atomprogramm auch um eine Begrenzung der Entwicklung ballistischer Raketen im Iran gehen. Außenminister Abbas Araghtschi bekräftigte hingegen, Verteidigungsfragen und Raketensysteme würden niemals Gegenstand von Verhandlungen sein. Sein Land sei daher auch für Krieg bereit. Belastet wird das Verhältnis zusätzlich durch die Entscheidung der Europäischen Union, die Islamische Revolutionsgarde als Terrororganisation einzustufen. Als Reaktion stufte Teheran mehrere europäische Armeen, darunter auch die Bundeswehr, als terroristische Organisationen ein. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf kritisierte den Schritt der EU scharf und warf Europa vor, die USA zufriedenstellen zu wollen. Parallel wollten die Revolutionsgarden am Sonntag ein Manöver im Persischen Golf mit Beteiligung von China und Russland beginnen. Das US-Regionalkommando Centcom warnte, die Schifffahrt in der Straße von Hormus nicht zu gefährden. Die rund 55 Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Mit Agenturmaterial

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