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Sonntag, 12. Juli 2026
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Landesparteitag in Magdeburg - 100-Tage-Programm der AfD Sachsen-Anhalt vorgestellt

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12. Juli
taz (Öko & Co)

Rechtsextreme im Wahlkampf: AfD-Landesparteitag beschließt Machtübernahme im September

Rechtsextreme im Wahlkampf: AfD-Landesparteitag beschließt Machtübernahme im September Sachsen-Anhalts AfD wählt mitten im Wahlkampf den Vorstand neu und verkündet ein 100-Tage-Programm. Es beinhaltet viel Ideologie und nichts Soziales. Welche Partei riskiert zwei Monate vor einer „Schicksalswahl“ noch eine Neuwahl des Parteivorstandes? Die AfD Sachsen-Anhalt hätte dafür laut Satzung noch bis zum Jahresende Zeit gehabt. Aber die Rechtsextremen rechnen siegesgewiss damit, sofort nach der Landtagswahl am 6. September ohne lästige Koalitionsverhandlungen die alleinige Macht zu übernehmen. Für einen Landesparteitag im Herbst bleibe dann keine Zeit, ist aus AfD-Kreisen zu hören – auch wenn in Umfragen noch ein paar wenige Prozentpunkte zur absoluten Mehrheit fehlen. Deswegen traf man sich schon diesen Samstag in Magdeburg. „Wir sind die Zukunft“, prahlte dort auch Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Um sogleich im Namen aller Deutschen die Vergangenheit zu beschwören: „Wir wollen unser altes sicheres Deutschland zurück!“ Tatsächlich war die Vorstandswahl mitten im Wahlkampf für die AfD aber auch gar kein so großes Risiko. Personaldebatten waren in einer so straff geführten Partei nicht zu befürchten. Mehrere Redner sonnten sich geradezu in der Einschätzung des Verfassungsschutzes, es handele sich in Sachsen-Anhalt um den geschlossensten AfD-Landesverband in Deutschland. „Keine Experimente“ wurde der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer zitiert, von „blindem Vertrauen“ war die Rede. Seinen im martialischen Ton eines früheren Offiziers vorgetragenen Rechenschaftsbericht nannte der Landesvorsitzende Martin Reichardt denn auch eine „Heer- und Leistungsschau“. Die auf 3.500 gewachsene Mitgliederzahl des Landesverbandes und die staatliche Parteienfinanzierung bescheren der AfD Sachsen-Anhalt wegen der guten Wahlergebnisse Rekordeinnahmen. Bei der Bundestagswahl 2025 gewann sie beispielsweise alle sieben Wahlkreise. Dank des „Siegmund-Effektes“, so Reichardt, sind die Spendeneinnahmen auf 465.000 Euro geradezu explodiert. Für den aktuellen Wahlkampf hat die Landespartei einen Kredit von einer halben Million Euro aufgenommen. Nicht ganz wie bei der SED In diesem Vorab-Siegesrausch war keine unangenehme Spontankandidatur oder personelle Überraschung zu erwarten. Eine durchgeplante Parteitagsregie ließ nichts anderes als die Wiederwahl des Landesvorstandes zu. Eine Handvoll Spitzenfunktionäre hat die Landespartei derzeit fest im Griff. Es gab keine lästigen Fragen an die Kandidaten, alle offenen Abstimmungen mit der blauen Stimmkarte fielen nahezu einstimmig aus. Die geheimen elektronischen Voten für die einzelnen Kandidaten erinnerten dann allerdings nicht ganz an frühere SED-Parteitage. Sogar der von Fraktionschef Oliver Kirchner mit den Worten „Es kann nur einen geben“ zur Wiederwahl vorgeschlagene Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Martin Reichardt bekam nur 89 Prozent der Delegiertenstimmen. Kirchner selbst ging mit 90 Prozent durch, Chefideologe Hans-Thomas Tillschneider mit 86, Generalsekretär Tobias Rausch nur mit knapp 80 Prozent der Stimmen. Zumindest eine Andeutung, dass alte Grabenkämpfe doch wieder aufbrechen könnten, sollten Wählerinnen und Wähler die AfD am 6. September wieder auf ihre bisherige Oppositionsrolle verweisen. Einzig der 35-jährige immer strahlende Spitzenkandidat Ulrich Siegmund erreichte als Beisitzer im Landesvorstand mit 99,48 Prozent ein sozialistisches Ergebnis. Er präsentierte unter dem Titel oder der Drohung „Alles ist möglich“ ein Hundert-Tage-Sofortprogramm der AfD nach dem erwarteten Wahlsieg, basierend auf einem bereits im April beschlossenen „Regierungsprogramm“. Sofortprogramm mit großen Leerstellen Es enthält ausschließlich ideologisch begründete Maßnahmen und keine sozialen Verbesserungen für das arbeitende Volk, in dessen Namen die AfD angeblich antritt. An erster Stelle steht die Kündigung des MDR-Rundfunkstaatsvertrages, an zweiter Abschiebungen „ab Minute eins“. Verbliebene Migrantenkinder will die AfD in Sonderklassen unterrichten lassen. Es soll überall deutsch gedacht werden, Regenbogenfahnen sollen verschwinden. Den „Altparteienfilz“ will die AfD durch Austrocknung der staatlichen Parteienfinanzierung bekämpfen. Ministerien sollen reduziert und ein Corona-Untersuchungsausschuss im Landtag eingesetzt werden. Die wochentaz hatte am 23. Mai schon ausführlich analysiert, was vom AfD-„Regierungsprogramm“ in Landeshoheit überhaupt schnell umsetzbar wäre. Mehr als der sofortige Austausch von Spitzenpersonal bleibt nicht. Der Landtag hatte außerdem im April noch eine Parlamentsreform beschlossen, die einen direkten Zugriff auf demokratische Institutionen wie das Landesverfassungsgericht abwehrt. 50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen Starten Sie jetzt eine spannende Diskussion!

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12. Juli
Wirtschaftswoche

Landtagswahl: Die AfD und ihr 100-Tage-Plan für Sachsen-Anhalt

Landtagswahl: Die AfD und ihr 100-Tage-Plan für Sachsen-Anhalt Der Parteitag in Magdeburg plätschert ein wenig vor sich hin. Die Vorstellung des 100-Tage-Programms ist durch, die meisten Posten im Landesvorstand sind vergeben – alles ist professionell vorbereitet. Doch als AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund als Beisitzer in den Vorstand gewählt wird, kommt Jubelstimmung im Saal auf. 99,5 Prozent Zustimmung – ein Traumergebnis für den 35-Jährigen, der im Herbst die erste AfD-Regierung in Deutschland führen möchte. Siegmund legt in Magdeburg dar, wie er sich Sachsen-Anhalts Zukunft vorstellt: Rundfunkstaatsverträge kündigen, mehr Abschiebehaftplätze, flächendeckende Arbeitspflicht für Asylbewerber, Förderung von Führerscheinen – all das steht in seinem 100-Tage-Programm. „Die Leute möchten den politischen Wandel“, sagt Siegmund. „Aber diese Wahl ist noch nicht gewonnen. Diese Demut sollten wir in uns tragen.“ AfD-Landeschef wirft Schulze Lügen vor Während sich Siegmund teilweise staatstragend gibt, attackiert AfD-Landeschef Martin Reichardt die politische Konkurrenz. Er wirft Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) Lügen vor. Schulze wisse genau, dass er lüge, wenn er eine Zusammenarbeit mit den Linken ausschließe. „Denn ohne die Linken hat Herr Schulze überhaupt keine Chance auf irgendwelche Mehrheiten“, sagt Reichardt. „Unsere historische Aufgabe ist es, diese Mehrheit aus Deutschlandhassern und machtgierigen Unionsspießern zu verhindern.“ In Umfragen lag die AfD zuletzt deutlich vor der CDU. Die Koalition aus CDU, SPD und FDP könnte ihre Mehrheit im September verlieren. Die AfD strebt eine Alleinregierung an. Alternativ kommt eine CDU-geführte Minderheitsregierung in Betracht, die gegebenenfalls punktuell mit den Linken zusammenarbeiten müsste. „Eine gut geölte Hochleistungsmaschine“ Die AfD nutzt dieses Szenario für ihre Zwecke. Viele Redner auf dem Parteitag wiederholen mantraartig die Darstellung, dass man die einzig echte Alternative zu den anderen Parteien sei. „Wenn wir so weitermachen, dann kann uns nichts aufhalten“, sagt Parteivize Hans-Thomas Tillschneider. In Sachsen-Anhalt wird die AfD vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Dennoch ist die Partei in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, der Landesverband hat inzwischen rund 3.500 Mitglieder. Man sei nun „eine gut geölte Hochleistungsmaschine“, sagt der AfD-Innenpolitiker Matthias Büttner. Kontroversen bleiben ohne Folgen Das hat auch mit personeller Kontinuität zu tun. Martin Reichardt, seit 2018 Landesvorsitzender, wird mit rund 89 Prozent Zustimmung wiedergewählt. Auch seine Stellvertreter Tillschneider (86 Prozent) und Co-Fraktionschef Oliver Kirchner (90) erhalten gute Ergebnisse. Zum Generalsekretär wird Tobias Rausch gewählt (80). Es gibt keine Kampfkandidaturen, nicht einmal Fragen der Delegierten an die Bewerber. Und es zeigt sich einmal mehr, dass Kontroversen in der AfD oft ohne Folgen bleiben. Mit Reichardt und Rausch erhalten zwei führende Köpfe Rückendeckung, die zuletzt in die Kritik geraten waren. Siegmund nutzt Ritterschlag-Wortspiel Rausch, der auch parlamentarischer Geschäftsführer der Landtagsfraktion ist, stand im Zentrum von Vetternwirtschaftsvorwürfen. Zeitweise waren mehrere Geschwister von Rausch bei einer AfD-Bundestagsabgeordneten beschäftigt. Außerdem hatte er mehrere Spieler seines Fußballvereins in seinem Abgeordnetenbüro angestellt. Reichardt sah sich mit Rücktrittsforderungen konfrontiert, nachdem ein Foto eine Debatte ausgelöst hatte. Nach einer Recherche des Politico-Podcasts „Inside AfD“ soll Reichardt im Beisein von Parteikollegen den Hitlergruß gezeigt haben. Er selbst wies diese Darstellung zurück. Die Geste soll ein angedeuteter Ritterschlag gewesen sein. Ulrich Siegmund nutzt dieses Bild lächelnd für ein Wortspiel. „Alle anderen Parteien beschäftigen sich nur noch mit uns, haben keine eigenen Positionen“, sagt Siegmund. „Mit Verlaub, lieber Martin Reichardt, das ist der größte Ritterschlag dieses Wahlkampfs.“ Weniger Geld für Demokratieförderung geplant Im 100-Tage-Programm kündigt Siegmund radikale Maßnahmen an. So soll es weniger Geld für verschiedene Programme im Bereich Demokratieförderung geben, etwa für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Obendrein sind Sonderklassen für Kinder von Asylbewerbern und Wachschutz an Problemschulen geplant. Die Landeskampagne soll von „#moderndenken“ in „#deutschdenken“ umgestaltet werden. Der Wahlkampf gewinnt nun an Fahrt. Am nächsten Wochenende kommt Parteichefin Alice Weidel zum AfD-Wahlkampfauftakt nach Magdeburg. Gleichzeitig gibt es Aktionen, die sich gegen die AfD wenden – der Verein Campact etwa hat vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mehr als 2,5 Millionen Euro gesammelt, um mit einem sogenannten „NoAfD-Fonds“ lokale Initiativen und Vereine sowie Kampagnen gegen die AfD zu unterstützen. „Die AfD mag Millionen in ihren Wahlkampf stecken, doch ihr steht eine starke demokratische Zivilgesellschaft gegenüber“, sagt die Leiterin Politik und Kampagnen von Campact, Luise Neumann-Cosel. Doch während es in Erfurt im Zuge des AfD-Bundesparteitags zuletzt umfangreiche Proteste gab, fand im Magdeburger Stadtzentrum laut Polizei lediglich eine Kundgebung mit rund 230 Teilnehmern statt.

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11. Juli
ZDF heute

Was Sachsen-Anhalts AfD plant - und wem das Sorge bereitet

100-Tage-Programm für Landtagswahl:Was Sachsen-Anhalts AfD plant - und wem das Sorge bereitet von Hassan Rascho, Hagen Mikulas Die AfD hat ein 100-Tage-Programm bei einem Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt vorgestellt. Die radikalen Pläne würden das Land verändern - und stoßen schon jetzt auf heftigen Widerspruch. Auf ihrem Landesparteitag in Magdeburg hat die AfD ihr Programm für die ersten 100 Tage einer möglichen Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt vorgestellt. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund präsentierte die geplanten Maßnahmen vor 243 Delegierten. Zu den zehn Punkten gehören Maßnahmen wie die Einführung einer Landeskampagne unter dem Motto #deutschdenken sowie das Hissen von Deutschlandflaggen anstelle von Regenbogenflaggen. "Für jede Regenbogenflagge, die diese Landesregierung aufgehängt hat, hissen wir später zehn Deutschlandflaggen", sagte Siegmund. Hans-Thomas Tillschneider, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion und maßgeblicher Autor des Wahlprogramms, wurde mit 86 Prozent erneut zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt. In seiner Rede zur Kandidatur sagte er: "Eines kann man uns nicht vorwerfen: Dass wir nicht sagen, was wir vorhaben." AfD will Sonderklassen und Verringerung von Ministerien Vor diesem Hintergrund sind auch die weiteren Vorhaben des 100-Tage-Programms zu sehen: "Abschieben ab Minute eins!", die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrags sowie die Streichung von Landesmitteln für Demokratieprojekte. Auch in ihrem Wahlprogramm kündigt die AfD eine "Abschiebe- und Remigrationsoffensive" an. Eine AfD-geführte Landesregierung werde die Aufnahme von Menschen in Sachsen-Anhalt verweigern, die illegal aus einem sicheren Drittland eingereist seien, heißt es. Die Partei will auch das Kirchenasyl unterbinden, mehr Abschiebehaftplätze aufbauen und das Grundrecht auf Asyl abschaffen. In ihrem Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt kündigt die AfD eine "Abschiebe- und Remigrationsoffensive" an. Viele Migranten machen sich Sorgen um ihre Zukunft im Bundesland. 11.07.2026 | 5:07 minVon den insgesamt 56 AfD-Forderungen zur Migrationspolitik seien 21 ausschließlich auf Bundes- oder Europaebene umsetzbar, so eine im "Verfassungsblog" veröffentlichte Analyse von Lukas Bornschein und Mark Niklas Cuno vom Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle (Saale). Im 100-Tage-Programm plant die AfD Sachsen-Anhalt zudem unter anderem Sonderklassen für Kinder, deren Eltern eine befristete Aufenthaltserlaubnis besitzen. Außerdem will sie die Zahl der Ministerien verringern und einen Corona-Untersuchungsausschuss einsetzen. Harzklinikum: 100 von 300 Ärzte aus dem Ausland Die Umfrageerfolge der AfD haben für Sachsen-Anhalter mit Migrationsgeschichte bereits Konsequenzen. Mamad Mohamad, Co-Geschäftsführer des Landesnetzwerks der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt, sagt: Wir erleben das bereits jetzt: Pro Woche ziehen schon zehn Familien weg. Mamad Mohamad, Co-Geschäftsführer des Landesnetzwerks der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt Mohamad kandidiert erstmals selbst bei der Landtagswahl für Bündnis90/Die Grünen. Die AfD Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Würde sie den nächsten Innenminister stellen: Hätte sie Zugang zu geheimen Informationen? 18.06.2026 | 3:08 minDie Pläne der AfD hätten auch Folgen für die Wirtschaft, wie sich etwa am Harzklinikum zeigt. 100 der rund 300 Ärzten hier stammen aus dem Ausland. Dr. Ayman Alyoussef kam 2014 wegen des Krieges in Syrien nach Deutschland. Nach mehreren beruflichen Stationen ist er heute Oberarzt der Kardiologie am Harzklinikum in Quedlinburg. "Wenn die an die Macht kommen - wie gesagt, ich habe schon mit meiner Frau darüber gesprochen -, dann muss man die Lage prüfen", sagt Dr. Ayman Alyoussef. Wenn Hass verbreitet wird, dann müssen wir vielleicht auch eine andere Lösung finden. Ayman Alyoussef, Oberarzt In Sachsen-Anhalt wird in drei Monaten ein neuer Landtag gewählt – der Wahlkampf läuft bereits. Im Mittelpunkt stehen die wirtschaftliche Lage des Bundeslandes und sein demographischer Wandel. 17.06.2026 | 2:32 minAfD in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestuft Mit einem Durchschnittsalter von 48 Jahren habe Sachsen-Anhalt bundesweit die älteste Bevölkerung und sei auf die Zuwanderung junger Menschen angewiesen, sagt Reint Gropp, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle. Das heißt, Sachsen-Anhalt ist darauf angewiesen, hochqualifizierte, möglichst junge Menschen nach Sachsen-Anhalt zu holen. Und daher muss man für diese Menschen attraktiv sein. Reint Gropp, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle Die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD gibt sich beim Parteitag in Magdeburg siegessicher. In ihrem 100-Tage-Programm spielen die demografische Entwicklung und die wirtschaftliche Entwicklung keine hervorgehobene Rolle. Hassan Rascho und Hagen Mikulas berichten aus dem ZDF-Landesstudio in Sachsen-Anhalt. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt - FAQAfD-Sieg in Sachsen-Anhalt möglich:Keine geheimen Informationen an die AfD - geht das?von Daniel Heymannmit Video3:08 - Ex-Bundespräsident bei "Markus Lanz":Joachim Gauck: Sachsen-Anhalt wird ein neuer Weckruf seinvon Felix Rappsilbermit Video65:19 - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident:Sven Schulze bei "Lanz": Keine Wahl durch AfD und Linkevon Bernd Bachranmit Video60:26 - Bei einem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt:Polizeigewerkschaft warnt vor möglichem AfD-Innenministervon Kathrin Haasmit Video3:08

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11. Juli
Handelsblatt

Landtagswahl: Die AfD und ihr 100-Tage-Plan für Sachsen-Anhalt

Landtagswahl: Die AfD und ihr 100-Tage-Plan für Sachsen-Anhalt Magdeburg. Der Parteitag in Magdeburg plätschert ein wenig vor sich hin. Die Vorstellung des 100-Tage-Programms ist durch, die meisten Posten im Landesvorstand sind vergeben – alles ist professionell vorbereitet. Doch als AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund als Beisitzer in den Vorstand gewählt wird, kommt Jubelstimmung im Saal auf. 99,5 Prozent Zustimmung – ein Traumergebnis für den 35-Jährigen, der im Herbst die erste AfD-Regierung in Deutschland führen möchte. Siegmund legt in Magdeburg dar, wie er sich Sachsen-Anhalts Zukunft vorstellt: Rundfunkstaatsverträge kündigen, mehr Abschiebehaftplätze, flächendeckende Arbeitspflicht für Asylbewerber, Förderung von Führerscheinen - all das steht in seinem 100-Tage-Programm. „Die Leute möchten den politischen Wandel“, sagt Siegmund. „Aber diese Wahl ist noch nicht gewonnen. Diese Demut sollten wir in uns tragen.“ AfD-Landeschef wirft Schulze Lügen vor Während sich Siegmund teilweise staatstragend gibt, attackiert AfD-Landeschef Martin Reichardt die politische Konkurrenz. Er wirft Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) Lügen vor. Schulze wisse genau, dass er lüge, wenn er eine Zusammenarbeit mit den Linken ausschließe. „Denn ohne die Linken hat Herr Schulze überhaupt keine Chance auf irgendwelche Mehrheiten“, sagt Reichardt. „Unsere historische Aufgabe ist es, diese Mehrheit aus Deutschlandhassern und machtgierigen Unionsspießern zu verhindern.“ In Umfragen lag die AfD zuletzt deutlich vor der CDU. Die Koalition aus CDU, SPD und FDP könnte ihre Mehrheit im September verlieren. Die AfD strebt eine Alleinregierung an. Alternativ kommt eine CDU-geführte Minderheitsregierung in Betracht, die gegebenenfalls punktuell mit den Linken zusammenarbeiten müsste. „Eine gut geölte Hochleistungsmaschine“ Die AfD nutzt dieses Szenario für ihre Zwecke. Viele Redner auf dem Parteitag wiederholen mantraartig die Darstellung, dass man die einzig echte Alternative zu den anderen Parteien sei. „Wenn wir so weitermachen, dann kann uns nichts aufhalten“, sagt Parteivize Hans-Thomas Tillschneider. In Sachsen-Anhalt wird die AfD vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Dennoch ist die Partei in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, der Landesverband hat inzwischen rund 3.500 Mitglieder. Man sei nun „eine gut geölte Hochleistungsmaschine“, sagt der AfD-Innenpolitiker Matthias Büttner. Kontroversen bleiben ohne Folgen Das hat auch mit personeller Kontinuität zu tun. Martin Reichardt, seit 2018 Landesvorsitzender, wird mit rund 89 Prozent Zustimmung wiedergewählt. Auch seine Stellvertreter Tillschneider (86 Prozent) und Co-Fraktionschef Oliver Kirchner (90) erhalten gute Ergebnisse. Zum Generalsekretär wird Tobias Rausch gewählt (80). Es gibt keine Kampfkandidaturen, nicht einmal Fragen der Delegierten an die Bewerber. Und es zeigt sich einmal mehr, dass Kontroversen in der AfD oft ohne Folgen bleiben. Mit Reichardt und Rausch erhalten zwei führende Köpfe Rückendeckung, die zuletzt in die Kritik geraten waren. Siegmund nutzt Ritterschlag-Wortspiel Rausch, der auch parlamentarischer Geschäftsführer der Landtagsfraktion ist, stand im Zentrum von Vetternwirtschaftsvorwürfen. Zeitweise waren mehrere Geschwister von Rausch bei einer AfD-Bundestagsabgeordneten beschäftigt. Außerdem hatte er mehrere Spieler seines Fußballvereins in seinem Abgeordnetenbüro angestellt. Reichardt sah sich mit Rücktrittsforderungen konfrontiert, nachdem ein Foto eine Debatte ausgelöst hatte. Nach einer Recherche des Politico-Podcasts „Inside AfD“ soll Reichardt im Beisein von Parteikollegen den Hitlergruß gezeigt haben. Er selbst wies diese Darstellung zurück. Die Geste soll ein angedeuteter Ritterschlag gewesen sein. Ulrich Siegmund nutzt dieses Bild lächelnd für ein Wortspiel. „Alle anderen Parteien beschäftigen sich nur noch mit uns, haben keine eigenen Positionen“, sagt Siegmund. „Mit Verlaub, lieber Martin Reichardt, das ist der größte Ritterschlag dieses Wahlkampfs.“ Weniger Geld für Demokratieförderung geplant Im 100-Tage-Programm kündigt Siegmund radikale Maßnahmen an. So soll es weniger Geld für verschiedene Programme im Bereich Demokratieförderung geben, etwa für „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Obendrein sind Sonderklassen für Kinder von Asylbewerbern und Wachschutz an Problemschulen geplant. Die Landeskampagne soll von „#moderndenken“ in „#deutschdenken“ umgestaltet werden. Verwandte Themen Der Wahlkampf gewinnt nun an Fahrt. Am nächsten Wochenende kommt Parteichefin Alice Weidel zum AfD-Wahlkampfauftakt nach Magdeburg. Gleichzeitig gibt es Aktionen, die sich gegen die AfD wenden - der Verein Campact etwa hat vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mehr als 2,5 Millionen Euro gesammelt, um mit einem sogenannten „NoAfD-Fonds“ lokale Initiativen und Vereine sowie Kampagnen gegen die AfD zu unterstützen. „Die AfD mag Millionen in ihren Wahlkampf stecken, doch ihr steht eine starke demokratische Zivilgesellschaft gegenüber“, sagt die Leiterin Politik und Kampagnen von Campact, Luise Neumann-Cosel. Doch während es in Erfurt im Zuge des AfD-Bundesparteitags zuletzt umfangreiche Proteste gab, fand im Magdeburger Stadtzentrum laut Polizei lediglich eine Kundgebung mit rund 230 Teilnehmern statt.

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11. Juli
Handelsblatt

Kommentar: Der AfD-Nationalismus löst keine Alltagsprobleme

Der AfD-Nationalismus löst keine Alltagsprobleme Das 100-Tage-Programm der AfD in Sachsen-Anhalt soll nach Tatkraft klingen. Nach Aufbruch. Nach dem großen Schnitt. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund will den Eindruck vermitteln: Ein Regierungswechsel reicht, und das Land funktioniert wieder. So einfach ist es nicht. Die AfD will Rundfunkstaatsverträge kündigen, Abschiebungen forcieren, Asylbewerber zur Arbeit verpflichten, Förderprogramme streichen und Regenbogenflaggen aus Schulen verbannen. Aus „#moderndenken“ soll „#deutschdenken“ werden. Das Deutsche Reich und das 19. Jahrhundert sollen im Geschichtsunterricht mehr Raum bekommen. Das Programm trägt deutliche nationalistische Züge. Die Botschaft ist ziemlich klar: Das Land müsse sich vor allem auf das vermeintlich Eigene besinnen, dann werde vieles besser. Nur was genau? Kein Bus fährt häufiger, wenn Sachsen-Anhalt künftig unter dem Slogan „#deutschdenken“ vermarktet wird. Keine Schule findet einen zusätzlichen Lehrer, weil dort keine Regenbogenflagge mehr hängen darf. Und kein mittelständischer Betrieb besetzt eine freie Stelle, weil Schüler mehr über das Deutsche Reich lernen. Sachsen-Anhalt hat andere Probleme. Das Land verliert Einwohner und Fachkräfte. Viele Kommunen kämpfen mit knappen Kassen. Die Wege zur Arbeit, zum Arzt oder zur Berufsschule sind lang. Junge Menschen kehren dem Bundesland den Rücken, weil sie anderswo bessere Chancen sehen.

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11. Juli
FAZ (Politik)

Deutschland-Liveblog: Nach „Hitlergruß“-Debatte: AfD-Landeschef Reichardt mit großer Mehrheit wiedergewählt

Deutschland-Liveblog : Nach „Hitlergruß“-Debatte: AfD-Landeschef Reichardt mit großer Mehrheit wiedergewählt Lesezeit: Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef Martin Reichardt auf dem Parteitag am Samstag in MagdeburgAFP AfD Sachsen-Anhalt stellt 100-Tage-Programm vor +++ Finanzsenator Evers soll CDU-Spitzenkandidat in Berlin werden +++ alle Entwicklungen im Liveblog AfD-Landeschef Reichardt mit großer Mehrheit wiedergewählt Martin Reichardt bleibt der sachsen-anhaltische AfD-Landeschef: Auf dem Landesparteitag in Magdeburg erhielt Reichardt eine Zustimmung von rund 89 Prozent. 191 Delegierte stimmten mit Ja, 23 mit Nein. Es gab vier Enthaltungen. Als Generalsekretär wurde Tobias Rausch gewählt. Der parlamentarische Geschäftsführer der Landtagsfraktion kam auf eine Zustimmung von rund 80 Prozent. Es gab 175 Jastimmen, 44 Neinstimmen sowie vier Enthaltungen.  Reichardt gilt als rechts außen in der AfD. Kürzlich entbrannte eine Debatte darum, ob er auf einem Foto den „Hitlergruß“ zeigt. Mein Kollege Reinhard Bingener berichtete: Reichardt gilt als rechts außen in der AfD. Kürzlich entbrannte eine Debatte darum, ob er auf einem Foto den „Hitlergruß“ zeigt. Mein Kollege Reinhard Bingener berichtete: Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Prien will Unterhaltsvorschuss nur noch bis zum 16. Geburtstag zahlen Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will den staatlichen Unterhaltsvorschuss künftig nur noch bis zum 16. Geburtstag von Kindern zahlen. Die Ministerin wolle dazu einen Gesetzentwurf zur Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes vorlegen, sagte ein Sprecher des Bundesfamilienministeriums in Berlin. „Hintergrund sind die Sparvorgaben an den Bundeshaushalt. Die Ausgaben für den Unterhaltsvorschuss haben sich seit der Reform 2017 vervierfacht und der Unterhaltsvorschuss hat sich zu einem der größten Kostenfaktoren für die Kommunen entwickelt“, erklärte er dazu. Zugleich bleibe das Ziel, Alleinerziehende verlässlich zu unterstützen; zudem soll der Unterhaltsrückgriff verbessert werden, damit säumige Unterhaltspflichtige konsequenter in die Verantwortung genommen werden, sagte der Sprecher. Alleinerziehende Elternteile können vom Staat Unterhaltsvorschuss beantragen, wenn der andere Elternteil – in der Praxis oftmals die Väter – nicht oder nicht in ausreichendem Maße Unterhalt zahlt. Dieses Geld fließt bis zum 18. Geburtstag des Kindes. Der Staat kann sich den gezahlten Vorschuss von den säumigen Elternteilen zurückholen. In der Praxis gelingt das aber nur in einer Minderheit der Fälle. Die Kosten für den Vorschuss trägt zu 40 Prozent der Bund. Vor einer Reform aus dem Jahr 2017 bestand der Anspruch auf Unterhaltsvorschuss für Kinder bis 12 Jahre.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Steinmeier: Die Koalition hat die Defensive verlassen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Reformpaket der schwarz-roten Koalition gelobt. „Endlich ist etwas passiert, es ist aus meiner Sicht auch Wichtiges passiert“, sagte Steinmeier am Sonntag im ZDF-„Sommerinterview“. Verglichen mit dem Fußball könne man sagen: „Die Koalition habe gerade die reine Defensive verlassen und ist ins Vorwärtsspiel gekommen“, fügte das deutsche Staatsoberhaupt hinzu. „Es könnte sein, dass wir gerade eine neue Phase in der Politik der Koalition erleben." Die Selbstblockade sei aufgehoben, sagte Steinmeier weiter. Er finde, dass die Bundesregierung ein ansehnliches Paket vorgelegt habe.  „Es ist ja völlig unbestritten, dass etwas geschehen muss“, betonte er. „Wir haben ja mehrere Jahre ohne wirtschaftliches Wachstum, wir haben Unsicherheiten und Kriege um uns herum“, erklärte er. Er hoffe, dass die Regierung aus den Reformbeschlüssen nun „auch die Lust an der Gestaltung zurückgewinnt“, was notwendig sei, um den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Kritik an mit den Reformen verbundenen Einschnitten äußerte Steinmeier nicht. „Strukturreformen haben nicht in erster Linie zum Ziel, den Menschen mehr Geld in die Tasche zu geben, sondern zunächst mal das Ziel, Leistungssysteme zu stabilisieren“, meinte der Bundespräsident. Allerdings erzeuge dies „Stress in einer Gesellschaft“, die lange anderes gewohnt gewesen sei, räumte er ein. Das zuvor aufgezeichnete Interview wird am Sonntagabend um 19.10 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Der Sender veröffentlichte Ausschnitte des Gesprächs bereits am Nachmittag. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen SPD und Grüne verteidigen festgeschriebene Treibhausgasneutralität bis 2045 Von SPD und Grünen kommt Widerspruch gegen Forderungen nach einem Aufschub der deutschen Klimaziele. Beide pochten am Wochenende auf Planungssicherheit und wandten sich gegen eine Verschiebung von Lasten in die Zukunft. Wirtschaftsvertreter sowie die Gewerkschaft IGBCE hatten zuvor verlangt, das gesetzlich festgeschriebene Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 für Deutschland um fünf Jahre zu verschieben. „Wer die Klimaziele um fünf Jahre verschieben will, verschiebt vor allem die Rechnung nach hinten“, warnte der umwelt- und klimapolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jakob Blankenburg. Das Bundesverfassungsgericht habe in seiner Entscheidung 2021 „sehr deutlich gemacht, dass wir die Lasten des Klimaschutzes nicht auf morgen verschieben dürfen, nur weil das heute vorgeblich bequemer ist“, sagte er der AFP. „Wer jetzt großzügig Emissionsrechte verteilt, nimmt jungen Menschen die Freiheit von morgen.“ „Das verbindliche Klimaziel 2045 gibt Planungs- und Zukunftssicherheit“, sagte Bundestags-Fraktionsvize Julia Verlinden dazu der Nachrichtenagentur AFP. Die Debatte über einen Aufschub kritisierte sie als „ambitionslos“. „Eine wettbewerbsfähige Wirtschaft macht sich rasch unabhängig von teuren fossilen Energieimporten“, mahnte Verlinden. Die Grünen-Politikerin kritisierte in diesem Zusammenhang auch die schwarz-rote Bundesregierung wegen von ihr geplanter Einschnitte beim Klima- und Transformationsfonds (KTF). Daraus müsse es ausreichend Unterstützung bei Investitionen für Klimaneutralität geben. „Zukunftstechnologien sind der Wirtschaftsmotor, den es jetzt braucht“, hob Verlinden hervor. „Wer die Klimaziele um fünf Jahre verschieben will, verschiebt vor allem die Rechnung nach hinten“, warnte der umwelt- und klimapolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jakob Blankenburg. Das Bundesverfassungsgericht habe in seiner Entscheidung 2021 „sehr deutlich gemacht, dass wir die Lasten des Klimaschutzes nicht auf morgen verschieben dürfen, nur weil das heute vorgeblich bequemer ist“, sagte er der AFP. „Wer jetzt großzügig Emissionsrechte verteilt, nimmt jungen Menschen die Freiheit von morgen.“ „Das verbindliche Klimaziel 2045 gibt Planungs- und Zukunftssicherheit“, sagte Bundestags-Fraktionsvize Julia Verlinden dazu der Nachrichtenagentur AFP. Die Debatte über einen Aufschub kritisierte sie als „ambitionslos“. „Eine wettbewerbsfähige Wirtschaft macht sich rasch unabhängig von teuren fossilen Energieimporten“, mahnte Verlinden. Die Grünen-Politikerin kritisierte in diesem Zusammenhang auch die schwarz-rote Bundesregierung wegen von ihr geplanter Einschnitte beim Klima- und Transformationsfonds (KTF). Daraus müsse es ausreichend Unterstützung bei Investitionen für Klimaneutralität geben. „Zukunftstechnologien sind der Wirtschaftsmotor, den es jetzt braucht“, hob Verlinden hervor. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen AfD Sachsen-Anhalt stellt 100-Tage-Programm vor In Magdeburg bereitet die AfD sich auf einem Landesparteitag darauf vor, zu regieren. Dafür hat der sachsen-anhaltische AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sein 100-Tage-Programm vorgestellt. „Die Leute möchten den politischen Wandel“, sagte Siegmund. „Alle anderen Parteien beschäftigen sich nur noch mit uns, haben keine eigenen Positionen.“  Diese zehn Punkte möchte die AfD unmittelbar nach der Landtagswahl am 6. September umsetzen: Diese zehn Punkte möchte die AfD unmittelbar nach der Landtagswahl am 6. September umsetzen: - Rundfunkstaatsverträge kündigen - Mehr Abschiebehaftplätze und eine neue Arbeitsgruppe von Land und Kommunen - Flächendeckende Arbeitspflicht für Asylbewerber - Weniger Geld für parteinahe Stiftungen sowie für verschiedene Programme im Bereich Demokratieförderung - Führerscheinförderung, vor allem für Auszubildende - Sonderklassen für Kinder von Asylbewerbern und Wachschutz an Problemschulen - Schwarz-Rot-Gold an Schulen: Regenbogenflaggen sollen verboten werden, stattdessen soll an jedem Schultag die Bundesflagge wehen - Neue Landeskampagne: Aus „#moderndenken“ soll „#deutschdenken“ werden - Weniger Ministerien: Siegmund will ein bis zwei Ministerien einsparen - Corona-Untersuchungsausschuss im Landtag zur Aufarbeitung der Pandemie  Ausführlicher hatte die AfD schon vor einigen Monaten in ihrem sogenannten „Regierungsprogramm“ beschrieben, was sich in Sachsen-Anhalt ändern solle. Lesen Sie hier die Analyse von F.A.Z.-Korrespondent Reinhard Bingener: Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sachsen-Anhalts AfD-Chef Reichardt greift CDU an Der sachsen-anhaltische AfD-Landeschef Martin Reichardt hat die CDU scharf kritisiert und Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) Lügen vorgeworfen. Schulze wisse genau, dass er lüge, wenn er eine Zusammenarbeit mit den Linken ausschließe, sagte Reichardt zu Beginn eines AfD-Landesparteitags in Magdeburg am Samstagmorgen „Denn ohne die Linken hat Herr Schulze überhaupt keine Chance auf irgendwelche Mehrheiten.“  Reichardt sagte weiter: „Unsere historische Aufgabe ist es, diese Mehrheit aus Deutschlandhassern und machtgierigen Unionsspießern zu verhindern.“ Schulze stehe für eine „pseudokonservative Regierung, die an den Fäden der Linksextremisten zappelt“. In Umfragen lag die AfD zuletzt deutlich vor der CDU. Reichardt sagte weiter: „Unsere historische Aufgabe ist es, diese Mehrheit aus Deutschlandhassern und machtgierigen Unionsspießern zu verhindern.“ Schulze stehe für eine „pseudokonservative Regierung, die an den Fäden der Linksextremisten zappelt“. In Umfragen lag die AfD zuletzt deutlich vor der CDU. Acht Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist heute die Neuwahl des Landesvorstands geplant. Außerdem soll Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf dem Parteitag sein „100-Tage-Programm“ vorstellen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Verkehrsminister Schnieder gibt Defizite bei Streckensanierung der Bahn zu Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat Defizite bei den Generalsanierungen von Strecken durch die Deutsche Bahn zugegeben. „Wir haben nicht alle Ziele erreicht, die wir vorher vereinbart haben“, sagte Schnieder in einem Podcast des Nachrichtenmagazins „Politico“ vom Samstag. Er forderte deswegen Aufklärung von dem Unternehmen. „Da muss die Bahn uns jetzt ganz klar Auskunft geben“, verlangte Schnieder. Zugleich kündigte der Minister an, das Konzept der Korridorsanierungen grundsätzlich zu überprüfen. Man müsse unter anderem bewerten, ob vier Generalsanierungen pro Jahr sinnvoll seien, regional besser verteilt werden müssten und welche Auswirkungen sie auf das übrige Bahnnetz hätten, sagte der Minister. Bei diesen Sanierungen werden wichtige Strecken über Monate komplett gesperrt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Klöckner kritisiert Fokus von Bundestagsabgeordneten auf Online-Netzwerke Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) kritisiert den ihrer Ansicht nach zu starken Fokus von Abgeordneten auf Online-Netzwerke. Es könne nicht sein, dass das „Parlament nur noch als Bühne für das nächste Tiktok-Reel missbraucht wird und in Reden statt der Kolleginnen und Kollegen im Saal die eigenen Follower begrüßt werden“, sagte sie der „Welt am Sonntag“. Da gingen sie und ihre Präsidiumskollegen „sofort dazwischen“. „Das Plenum ist das Schaufenster unserer parlamentarischen Arbeit und keine Influencer-Agentur oder Klick-Ökonomie“, sagte Klöckner weiter. „Kurzum: Demokratie ist nicht immer das Schnellste, aber sie hilft uns, das Schlimmste zu verhindern.“ „Dauerhafte Akzeptanz entsteht nicht durch Zuspitzung und Lautstärke, sondern Verlässlichkeit und Ernsthaftigkeit“, betonte die Bundestagspräsidentin. Es könne nicht sein, dass „der gewinnt, der am schnellsten auf ein Knöpfchen drücken kann“.  Zugleich räumte die CDU-Politikerin ein, dass auf den Abgeordneten ein starker Druck durch das „Dauerfeuer“ der Online-Netzwerke liege. „Leider gibt es den Trend, die eigene Entscheidung von der Wirkung auf diesen Plattformen abhängig zu machen.“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Mehr Landräte trainieren für Krisen und Katastrophen Immer mehr Landräte und andere Verantwortliche nutzen das Angebot des Bundes für Schulungen zum Krisenmanagement im Katastrophenfall. Beobachter vermuten, dass die verheerende Flut im Ahrtal 2021 mit 135 Toten und mehreren hundert Verletzten ein Grund ist für das gestiegene Interesse an den Kursen der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Fokus der Kritik standen damals das schlechte Krisenmanagement des Landkreises unter Landrat Jürgen Pföhler (CDU) und die Art und Weise, wie der damalige rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) in der Krise agierte. Wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf Anfrage mitteilte, nahmen im vergangenen Jahr 3.656 Führungskräfte in Bund, Ländern und Kommunen an den Schulungen der BABZ teil. Im Jahr zuvor zählte das BBK, das die Akademie betreibt, 2.329 Teilnehmer aus dem Kreis der Verantwortlichen im Katastrophenschutz. Im Jahr 2022 waren es 1.845 Teilnehmer. Aufgrund der Corona-Pandemie und wegen der Flut sind die Zahlen für die Vorjahre nicht vergleichbar.  Die BABZ liegt mitten im Ahrtal. Aufgrund ihrer erhöhten Lage wurde sie zwar von der Flutwelle weitestgehend verschont, an einen normalen Betrieb war jedoch aufgrund der Zerstörung im Umkreis zunächst nicht zu denken. Sie stellte ihre Räumlichkeiten direkt nach der Katastrophe zudem der Technischen Einsatzleitung (TEL) des Kreises Ahrweiler zur Verfügung. In Deutschland sind die Länder für den Katastrophenschutz zuständig. Die Bewältigung akuter Katastrophenlagen liegt in der Verantwortung der Länder und Kommunen. Sie können vom Bund Unterstützung anfordern, etwa von der Bundespolizei oder der Bundeswehr. Der Bund trägt dagegen die Verantwortung für den Schutz der Bevölkerung im Spannungs- und Verteidigungsfall. Die Teilnahme an den Schulungen der BABZ für den Katastrophenfall ist für die Verantwortlichen freiwillig. Bei den Veranstaltungen der Akademie, die teils online stattfinden, geht es unter anderem um grundlegende Kenntnisse zu Themen wie Trinkwassernotversorgung oder Katastrophenmedizin. Die Grünen haben vorgeschlagen, den Zivil- und Katastrophenschutz per Gesetzesänderung zu einer Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern zu machen. Aus ihrer Sicht könnte der Bund auch jetzt schon über seine Zuständigkeit für den Zivilschutz eine Pflichtausbildung für Landräte und Oberbürgermeister vorschreiben. Der Grünen-Abgeordnete Leon Eckert sagte: „Gute Krisenbewältigung findet vor Ort statt - damit das gelingt, müssen die Verantwortlichen in den Landratsämtern und Rathäusern wissen, was sie tun.“ Im Juni hatte die Innenministerkonferenz von Bund und Ländern festgelegt, welche Verantwortlichen im behördlichen Krisenmanagement geschult werden sollen - auch zu den Themenbereichen Zivile Verteidigung und Zivilschutz. Entsprechende Aus- und Fortbildungsplätze für diese Zielgruppen seien daher von Bund und Ländern sicherzustellen, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion.  An der BABZ sei auf dieser Basis eine Erhöhung von derzeit rund 170 Seminaren pro Jahr auf circa 700 Seminare geplant, um die erforderlichen Kapazitäten in Zuständigkeit des Bundes bis 2029 erreichen zu können. Auch das Technische Hilfswerk (THW) werde seine Lehrgangskapazitäten ausbauen. Die Bundesregierung weist in ihrer Antwort zudem darauf hin, dass für den Bereich Zivilschutz bundesweit einheitliche Standards für Oberbürgermeister und Oberbürgermeisterinnen, Landräte und Mitglieder von Verwaltungs- und Krisenstäben „verpflichtend definiert“ worden seien. Der Bund besitzt beim Katastrophenschutz zwar keine Zuständigkeit. Er pocht jedoch, was die im konkreten Anwendungsfall oft ähnlich gelagerten Zivilschutz-Kenntnisse betrifft, darauf, dass die Verantwortlichen sich kundig machen, was im Ernstfall zu tun ist. Mindestens alle sechs Jahre sollten diese Zielgruppen verpflichtend Schulungen im behördlichen Krisenmanagement absolvieren, schreibt die Bundesregierung. Die dabei erworbenen Kenntnisse dürften sich wohl auch im Katastrophenfall als nützlich erweisen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Forderungen nach Verschiebung des deutschen Klimaziels 2045 Vertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik fordern eine Verschiebung des deutschen Zieljahrs für Klimaneutralität um fünf Jahre. Statt 2045 solle Deutschland das europäische Zieljahr 2050 übernehmen, sagten unter anderem der Chef der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), Michael Vassiliadis, und RWE-Vorstandschef Markus Krebber der „Welt am Sonntag“.  Krebber sieht in einer Anpassung des Zieldatums eine Möglichkeit, die deutsche Industrie zu entlasten. Der bisherige deutsche Sonderweg, fünf Jahre früher klimaneutral werden zu wollen als die EU, verteuere den Standort, ohne zusätzliche Klimawirkung zu erzielen, sagte er. Das deutsche Klimaziel sollte deshalb „dem europäischen Ziel angeglichen werden“, forderte der RWE-Chef.  Auch die IGBCE plädiert in einem Positionspapier dafür, den Reduktionspfad im europäischen Emissionshandel an das EU-Klimaziel 2050 anzupassen. Die Industrie hätte dadurch mehr Zeit, ihre CO2-Emissionen zu senken. Die Gewerkschaft warnt andernfalls vor steigenden Kosten und Wettbewerbsnachteilen.  Die Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT, Gitta Connemann, sprach sich für einen „realistischeren“ Zeitplan aus: „Wir wollen weniger CO2, nicht weniger Industrie, deshalb muss der Emissionshandel zur Wirklichkeit passen." Hintergrund ist der europäische Emissionshandel als zentrales Klimaschutzinstrument der EU auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dabei müssen Unternehmen für ihre CO2-Emissionen Emissionszertifikate vorweisen. Diese können gehandelt werden. Da die Zahl der Zertifikate schrittweise sinkt, steigt ihr Wert - ein Anreiz insbesondere für energieintensive Branchen, Treibhausgase einzusparen. Die EU-Kommission will noch im Juli Vorschläge für eine Reform des Emissionshandels vorlegen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Kreise kritisieren Belastungen für Kliniken durch Sparpaket Das beschlossene Sparpaket der schwarz-roten Koalition bei den Gesundheitsausgaben löst Protest bei den Kommunen aus. Der Präsident des Deutschen Landkreistags, Achim Brötel, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, den Krankenhäusern drohten 2027 zusätzliche Belastungen, obwohl insbesondere die Landkreise und Städte schon heute Milliarden aufbringen müssten, um ihre Kliniken noch vor der Insolvenz zu bewahren. Brötel kritisierte: „Leider hat der Bundesrat wieder einmal keine Kraft und keinen Mut gehabt, um die Interessen der Länder und Kommunen wenigstens noch im Vermittlungsausschuss zu wahren.“ Auch im Rettungsdienst werde eine pauschale Begrenzung der Vergütung zu strukturellen Finanzierungslücken führen und die flächendeckende Versorgung merklich verschlechtern. Der Bundesrat hatte den Weg für das vom Bundestag beschlossene Sparpaket freigemacht. Es soll die gesetzlichen Krankenkassen 2027 von stark steigenden Ausgaben entlasten, um neue Beitragserhöhungen zu verhindern. Vorgesehen sind Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken, Apotheken und Pharmabranche – aber etwa auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern. Laut Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) wird eine auf 18,8 Milliarden Euro angewachsene Lücke geschlossen. Konkret beziffert wurde das erwartete Sparvolumen bisher nicht. Der Bund kam den Ländern zuletzt noch mit finanziellen Zugeständnissen entgegen – mit 450 Millionen Euro für die Krankenhäuser und 100 Millionen Euro für die Uni-Kliniken, wie Warken sagte. Im Bundesrat fand ein Antrag auf Anrufung des Vermittlungsausschusses dann nicht die erforderliche Mehrheit. Der Chef der Krankenkasse DAK-Gesundheit, Andreas Storm, nannte es bedauerlich, dass so im Endspurt eine neue Lücke von 550 Millionen Euro zulasten der gesetzlichen Kassen entstanden sei. „Damit stellt die Bundesregierung ihr eigenes Ziel der Beitragsstabilität ab 2027 jetzt noch einmal selbst infrage“, sagte er der Deutsche Presse-Agentur. Storm betonte zugleich insgesamt: „Mit den weitreichendsten Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre hat die Bundesregierung endlich eine Trendwende zur finanziellen Konsolidierung in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeleitet, um so die Beiträge zumindest vorübergehend zu stabilisieren.“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Berliner CDU-Fraktionschef: Wir gehen ab sofort mit Stefan Evers in den Wahlkampf Nachdem Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) seine Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin zurückgezogen hat, soll Finanzsenator Stefan Evers übernehmen. Darauf haben sich die CDU-Kreisvorsitzenden der Hauptstadt geeinigt, wie Fraktionschef Dirk Stettner am Rande eines Treffens am Abend sagte. Endgültig darüber entscheiden muss der CDU-Landesvorstand. Evers soll nach Willen der Kreisvorsitzenden kommissarisch auch CDU-Landeschef werden. „Wir wechseln den Spitzenkandidaten kurz vor der Wahl. Das ist keine leichte Aufgabe, selbstverständlich nicht“, sagte Stettner in der RBB-Abendschau. Die Runde der Kreisvorsitzenden, die am Abend zusammengekommen ist, hätte sich schnell darauf geeinigt, dass Finanzsenator Evers der beste Kandidat sei, um die CDU als Spitzenkandidat in den Wahlkampf zu führen. „Es wird schnellstmöglich jetzt die Empfehlung an den Landesvorstand ausgesprochen werden“, kündigte Stettner an. „Der wird dann tagen, schnellstmöglich, um dann die weiteren Schritte zu besprechen. Aber für uns heißt es, wir gehen ab sofort mit Stefan Evers in den Wahlkampf.“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Krach: Berlin kann wieder aufatmen Koalitionspartner wie Oppositionsparteien begrüßen die Ankündigung von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU), nicht mehr als Spitzenkandidat zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September anzutreten. Für SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach geht mit Wegners Rückzug ein „quälender Prozess“ zu Ende. Berlin könne wieder aufatmen, sagte Krach am Freitag. „Aber es bleibt die Frage, warum Wegner und seine CDU ein halbes Jahr für die Wahrheit gebraucht haben.“ Noch vor kurzem habe die CDU ihn zum Spitzenkandidaten gemacht. „Deshalb sprechen wir heute nur über die Spitze des Eisbergs, dahinter steht ein System-Wegner, das für eine unfassbare Selbstbedienungsmentalität bei Fördergeldern, eine desaströse Verkehrspolitik und Lügen im höchsten Amt steht“, so Krach weiter.  Der Berliner Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf teilte mit, Wegner und die CDU hätten mit ihrem Handeln der Stadt und der Demokratie in Berlin und weit darüber hinaus großen Schaden zugefügt. Die Spitzenkandidatin der Berliner Linken, Elif Eralp, bezeichnete Wegners Rückzug als überfällig. Er sei nicht zurückgetreten, „er wurde zum Rücktritt gedrängt“, so Eralp. Wegner habe die Berliner über seine eigene Rolle beim Stromausfall belogen und sich anschließend lange geweigert, sich zu entschuldigen. Damit habe er der Politik insgesamt großen Schaden zugefügt. Berlins AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker gab der CDU eine Mitschuld an Wegners Rückzug. „Das Versagen Wegners ist auch das Versagen der CDU, sein Scheitern ist das seiner personell ausgebrannten Partei. Die CDU, Wegner und sein Senat hinterlassen Berlin in einem katastrophalen Zustand“, postete Brinker auf der Plattform X. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Wegner kündigt Rückzug seiner Spitzenkandidatur an Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner zieht sich als CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl im September zurück. Bei einer Pressekonferenz am Nachmittag kündigte Wegner an, die Kreisvorsitzenden am Abend über seine Entscheidung zu informieren. Nun muss die CDU einen neuen Spitzenkandidaten suchen. Wegen seines Krisenmanagements nach dem Stromanschlag in Berlin stand der Regierende Bürgermeister unter Druck.  Wer als neuer Spitzenkandidat in Betracht kommt und wie Wegner seine Entscheidung begründet, lesen Sie hier: Wer als neuer Spitzenkandidat in Betracht kommt und wie Wegner seine Entscheidung begründet, lesen Sie hier: Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Bundesrat gibt grünes Licht für GKV-Sparpaket Die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung kommt. Nach dem Ja des Bundestags hat auch der Bundesrat das Sparpaket durchgewunken. Zuvor hatten zahlreiche Länder erwogen, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Damit wäre das Gesetz weiter vertagt worden. Bis zuletzt hatte es erhebliche Änderungen am Entwurf gegeben, um die Sparsumme von etwa 16 auf rund 19 Milliarden Euro anzuheben. In einer hitzigen Debatte hatte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) am Freitag den Entwurf vehement verteidigt. Die Lage der Krankenkassen sei dramatisch. „Das Ziel dieses Gesetzes ist klar: Wir stabilisieren die Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung“, so Warkens Versprechen. Sie räumte ein, dass die Reform große Einschnitte mit sich bringe. In einer hitzigen Debatte hatte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) am Freitag den Entwurf vehement verteidigt. Die Lage der Krankenkassen sei dramatisch. „Das Ziel dieses Gesetzes ist klar: Wir stabilisieren die Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung“, so Warkens Versprechen. Sie räumte ein, dass die Reform große Einschnitte mit sich bringe. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

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11. Juli
FAZ (Politik)

parteitag in Magdeburg: Wie die AfD in Sachsen-Anhalt regieren will

parteitag in Magdeburg : Wie die AfD in Sachsen-Anhalt regieren will Viele in der AfD nennen Ulrich Siegmund schon ihren „Ministerpräsidenten“. Der Spitzenkandidat stellt vor, was er in den ersten 100 Tagen umsetzen will – wenn er es denn ins Amt schafft. „Deutsch denken“, „Abschieben ab Minute 1“, Rundfunkstaatsverträge kündigen – das sind einige der Punkte, die die AfD in Sachsen-Anhalt sofort umsetzen will, wenn sie nach der Landtagswahl im September an die Regierung kommen sollte. Sie stammen aus dem 100-Tage-Programm, das Spitzenkandidat Ulrich Siegmund am Samstag auf dem Landesparteitag der AfD in Magdeburg vorgestellt hat. „Wir werden Geschichte schreiben in Sachsen-Anhalt“, rief Siegmund den versammelten AfD-Mitgliedern in der „Hyparschale“, einer Mehrzweckhalle in Magdeburg, zu. Die Partei stehe vor einer „historischen Sensation“. „Ganz Europa“, blicke auf die Wahl am 6. September. Die AfD will da die absolute Mehrheit holen und mit dem 35 Jahre alten Ulrich Siegmund den ersten AfD-Ministerpräsidenten stellen; AfD-Chefin Alice Weidel nennt ihn gern schon „unseren Ministerpräsidenten“. Umfrageinstitute sehen die Partei derzeit mit mehr als 40 Prozent auf dem ersten Platz. In der AfD hoffen sie, dass Sachsen-Anhalt nur der Anfang ist, und Weidel als erste AfD-Kanzlerin folgt. „Alles ist möglich“, lautet der AfD-Wahlkampfslogan für Sachsen-Anhalt. Ausstieg aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Die AfD will das Land gesellschaftlich umgestalten. Siegmund bekräftigte in Magdeburg seine Absicht, Deutschland „vom Kopf auf die Füße zu stellen“. Prämisse sei: „Was wir versprechen, das halten wir.“ An erster Stelle der zehn Versprechen steht im 100-Tage-Programm der Ausstieg Sachsen-Anhalts aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Doch für die Staatsverträge gelten Kündigungsverträge. Einschränkend heißt es denn auch in dem Sofortprogramm, die Rundfunkgebühren würden nicht sofort hinfällig. Auf Platz zwei und drei der Prioritätenliste hat die AfD das Thema Migration gesetzt. Sie will „alle Spielräume einschließlich der Abschiebehaft nutzen, um so viele illegale Einwanderer wie nur irgend möglich abzuschieben“. Wann es so weit sein wird, bleibt allerdings unklar. Zunächst will die AfD eine Arbeitsgruppe zwischen dem Land und den Kommunen einsetzen. Asylbewerber würde eine AfD-Landesregierung zu gemeinnütziger Arbeit verpflichten und Verweigerungen mit Leistungseinschränkungen sanktionieren. Die Kommunen würden dann aus dem Innenministerium angewiesen, die Arbeitsplätze vorzusehen, erläuterte Siegmund. Außerdem möchte die AfD in den ersten 100 Tagen die Willkommensklassen für Kinder aus der Ukraine abschaffen. Stattdessen sollen Sonderklassen für alle Kinder von Eltern eingerichtet werden, deren Aufenthalt in Deutschland befristet ist. Kein Geld mehr für Parteistiftungen An Schulen mit Gewaltproblemen soll nach dem Willen der Partei ein Wachdienst die Kinder schützen. Das Hissen der Regenbogenflagge an Schulen will die AfD verbieten. Als Vorbild müsse den Kindern die „normale Familie bestehend aus Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen“, vermittelt werden. In der Kulturpolitik plant die Partei eine Kampagne „#deutschdenken“, die sich explizit gegen die Architektur- und Kunstschule des Bauhauses richtet. Davon, dass künftig die „schönsten Beispiele deutscher Geschichte in Sachsen-Anhalt“ herausgestellt würden, verspricht sich Siegmund eine „tourismuspolitische Blüte“. Um Ausgaben zu senken, werde man der „Asyl- und Integrationsindustrie“ in den ersten 100 Tagen den Geldhahn zudrehen. Auch die „Klimarettungsindustrie“ soll dann keine staatlichen Gelder mehr bekommen. Weitere Streichungen nach der erstrebten Regierungsübernahme sind für Projekte gegen Rassismus und zur Förderung von Toleranz und Vielfalt vorgesehen. Auch den Parteistiftungen, einschließlich der eigenen Friedrich-Friesen-Stiftung, möchte man die staatlichen Mittel streichen. Abschaffung von Ministerien angekündigt Die AfD kündigt im Falle eines Wahlsiegs an, weitere Gelder im hoch verschuldeten Sachsen-Anhalt durch die Abschaffung von Ministerien einzusparen. Welche Ressorts das sein sollen, steht in dem 100-Tage-Programm nicht. Aus dem Kapitel Gesundheit und Pflege des sogenannten „Regierungsprogramms“, welches im Frühjahr verabschiedet wurde, wurde die geplante Einrichtung eines Corona-Untersuchungsausschusses in das 100-Tage-Programm übernommen. Eine marginale Rolle in dem Sofortprogramm spielt das Thema innere Sicherheit. Aus dem umfangreichen Kapitel aus dem „Regierungsprogramm“ findet sich nur ein Vorhaben in dem Sofortprogramm: Die Förderung von Führerscheinen für die Feuerwehr. Aus den Kapiteln zu Steuern und Finanzen oder Verkehr und Infrastruktur sind keine Sofortvorhaben geplant. Der Parteitag in Magdeburg verlief weitgehend ohne Protestaktionen – anders als eine Woche zuvor der Bundesparteitag in Erfurt, zu dem Zehntausende angereist waren. Die Polizeisprecherin in Magdeburg teilte am Samstagmorgen mit, dass für den Nachmittag in der Innenstadt eine Kundgebung mit 150 bis 200 Personen angemeldet sei. Die Stimmung unter den AfD-Mitgliedern, die am Samstagmorgen vor Beginn des Parteitages vor der „Hyparschale“ beisammenstanden, war bestens. Man umarmte sich, begrüßte sich mit Küsschen. „Homosexuell sind wir nicht, wir sind Kameraden, Frontkameraden“, sagte einer der Männer dazu. Bernd Neubauer, AfD-Vertreter im Stadtrat von Magdeburg, berichtete, der Wahlkampf laufe auf Hochtouren. An den Ständen der AfD drängten sich die Menschen. „Uli wird gefeiert wie ein Popstar“, so Neubauer, der Siegmunds Bürgerdialoge mitorganisiert. Nicht alle Magdeburger sind begeistert Aber die Pläne der AfD und die hohen Umfragewerte für die Partei wecken abseits des Parteitages auch Ängste. „Ganz furchtbar“ sei das alles, sagte ein Mann am Vorabend des Parteitages in Magdeburg. Besonders kritisch sehe er, dass die AfD die Inklusion abschaffen wolle. Misstrauisch machten ihn auch die Pläne, „soldatisches Opfer“ zu ehren. Der Mann, Anfang vierzig, vermutet dahinter Kriegstreiberei. Ein älterer Magdeburger findet hingegen, man müsse Verständnis haben für die AfD-Wähler. Zu DDR-Zeiten habe jeder seinen Platz und sein Auskommen gehabt. Nun ist sein Eindruck: „Alles, was unser Leben ausgemacht hat, die ganzen Werte, hat man uns doch genommen.“ Heutzutage lernten die Kinder in der Schule nichts und die Polizei genieße keinen Respekt mehr. „So kann es doch nicht weitergehen.“ Eine andere Magdeburgerin äußerte am Vorabend des Parteitags ganz andere Sorgen. Beunruhigend finde sie vor allem die „Säuberungsaktionen“ der AfD – die angekündigten Neubesetzungen von Posten in der Landesverwaltung und anderen Einrichtungen des Landes, wie sie auf Nachfrage erläuterte. Aber Martin Reichardt, der alte und neue Chef der AfD Sachsen-Anhalt, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, ist überzeugt: Die AfD werde ohnehin genügend Unterstützer haben, ihre Vorhaben durchzusetzen, wenn Siegmund in die Staatskanzlei im Palais am Fürstenwall einziehen werde. „Wir erreichen Anteile von über 30 Prozent in den Schulen, in den Behörden, in der Polizei“, sagte der Bundestagsabgeordnete auf dem Parteitag. Er war mit rund 89 Prozent deutlich im Amt des Landesvorsitzenden bestätigt worden. Spitzenkandidat Siegmund, sein Stellvertreter im Landesvorstand, dankte ihm für seine Unterstützung und nannte ihn „Ritter Reichardt“ – eine Anspielung auf einen Eklat um ein Foto, auf dem Reichardt den „Hitlergruß“ zeigen soll. Er stritt dies ab und sagte, die Geste sei ein „Ritterschlag“ gewesen.

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11. Juli
Neues Deutschland

Landtagswahl | AfD präsentiert 100-Tage-Plan für Sachsen-Anhalt

- Politik - Landtagswahl AfD präsentiert 100-Tage-Plan für Sachsen-Anhalt Die Rechtsaußen-Partei bekräftigt ihren Anspruch auf die Staatskanzlei und kündigt Sofortmaßnahmen in der Migrations-, Medien- und Bildungspolitik an. Rund zwei Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD ihr Ziel einer Regierungsübernahme bekräftigt. Nach der Landtagswahl am 6. September werde die AfD »die Regierungsmehrheit stellen«, sagte Landeschef Martin Reichardt am Samstag auf einem Parteitag in Magdeburg. »Das Ziel heißt Staatskanzlei.« Nachdem der vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD-Landesverband bereits im April ein Regierungsprogramm für den Fall des Einzugs in die Magdeburger Staatskanzlei verabschiedet hatte, stellte Spitzenkandidat Ulrich Siegmund am Samstag ein Hundert-Tage-Programm mit Sofortmaßnahmen vor. Als erste Maßnahme nannte er die Kündigung des Medienstaatsvertrages, der die Rechtsgrundlage des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland ist. Zudem will die AfD demnach »abschieben ab Minute eins« und die Abschiebehaftplätze ausbauen. Weiterhin soll es unter anderem eine landesweite Arbeitspflicht für Asylbewerberinnen und -bewerber in dem Bundesland geben sowie Sonderklassen für Kinder von Eltern ohne Bleibeperspektive. Weitere Pläne in dem Zehn-Punkte-Sofortprogramm sind die Abschaffung von bis zu zwei Ministerien, ein Führerscheinzuschuss für Auszubildende in Höhe von 1500 Euro, ein Verbot von Regenbogenflaggen an öffentlichen Schulen, die Streichung von Fördergeldern etwa für Vereine in der Demokratiearbeit und ein Corona-Untersuchungsausschuss im Landtag. In Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU. In einer Befragung für den Mitteldeutschen Rundfunk vom Mai lag die AfD bei 41 Prozent. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze erreichte 26 Prozent. Schulze regiert derzeit in einer Koalition aus CDU, SPD und FDP. Die SPD kam in der Umfrage auf sieben Prozent, die Linke auf zwölf Prozent. Die Grünen, die derzeit im Landtag sitzen, lagen bei vier Prozent. Ebenfalls nicht einziehen würde das BSW, das bei vier Prozent landete. Auf ihrem Parteitag in Magdeburg bestätigte die AfD ihren Landesvorsitzenden Martin Reichardt mit rund 89 Prozent Zustimmung im Amt. Er ist seit 2018 Landeschef der AfD in Sachsen-Anhalt. Der aus dem niedersächsischen Goslar stammende Reichardt sitzt zudem seit 2017 für die Partei im Bundestag. Für Schlagzeilen sorgte zuletzt ein Foto, das Reichardt mit erhobenem linken Arm zeigt. Laut dem Podcast »Inside AfD« des Magazins »Politico«, der das Bild veröffentlichte, soll Reichardt im Jahr 2020 im Beisein von Parteikollegen den Hitlergruß gezeigt haben. Reinhardt bestritt dies. Der AfD-Landesverband sprach von einem »humoristischen Ritterschlag« im Zusammenhang mit einer Aufnahmefeier. dpa/nd Andere Zeitungen gehören Millionären. Wir gehören Menschen wie Ihnen. Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär. Dank der Unterstützung unserer Community können wir: → unabhängig und kritisch berichten → Themen ins Licht rücken, die sonst im Schatten bleiben → Stimmen Raum geben, die oft zum Schweigen gebracht werden → Desinformation mit Fakten begegnen → linke Perspektiven stärken und vertiefen Mit »Freiwillig zahlen« tragen Sie solidarisch zur Finanzierung unserer Zeitung bei. Damit nd.bleibt.

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