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Sonntag, 16. August 2026
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Selfies, Autogramme und lange Schlangen beim Wahlkampfstand – AfD bei Umfragen weiter vorne

Medienspektrum

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15. August
Die Welt (Politik)

Union sackt auf schlechtesten Wert seit fünf Jahren ab

Union sackt auf schlechtesten Wert seit fünf Jahren ab Kurz vor den Landtagswahlen sieht es auch für die Regierungsparteien bei der Sonntagsfrage nicht gut aus. Die Union fällt auf ihren schlechtesten Wert seit Oktober 2021, die SPD liegt bei nur 12 Prozent. Die AfD hingegen erreicht stabil 28 Prozent. Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und fünf Wochen vor den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern setzen Union und SPD im Bund ihren Negativtrend in den Umfragen fort. Im aktuellen Insa-Sonntagstrend für die „Bild“-Zeitung fällt die Union um einen Prozentpunkt auf 20 Prozent und erreicht damit laut Institut ihren niedrigsten Wert seit Oktober 2021. Gegenüber dem Bundestagswahlergebnis von Februar 2025 liegt sie damit 8,5 Prozentpunkte zurück. Die AfD kommt unverändert auf 28 Prozent und baut ihren Vorsprung auf die Union auf acht Prozentpunkte aus. Die SPD verharrt bei 12 Prozent. Die Linke legt dagegen um einen Punkt zu und erreicht ebenfalls 12 Prozent. Die Grünen kommen auf 13 Prozent. Zusammen erzielen CDU/CSU und SPD nur noch 32 Prozent. AfD und Linke würden inzwischen 40 Prozent der Befragten wählen. Die FDP käme mit 5 Prozent knapp ins Parlament. Die Werte: - AfD 28 Prozent (+/-0) - CDU/CSU 20 Prozent (-1 Punkt) - Grüne 13 Prozent (+/-0) - SPD 12 Prozent (+/-0) - Linke 12 Prozent (+1 Punkt) - FDP 5 Prozent (+/- o) - BSW 3 Prozent (+/- 0) Auch die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der Bundesregierung bleibt niedrig. Nach den Insa-Daten sind 78 Prozent der Befragten mit der Arbeit des Kanzlers unzufrieden, 16 Prozent zufrieden. Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung erreicht demnach ebenfalls einen Höchstwert. Insa-Chef Hermann Binkert sagte der „Bild“-Zeitung, nur noch jeder Sechste sei mit der Arbeit von Kanzler und Bundesregierung zufrieden. Die Unterstützung sei so gering und die Ablehnung so hoch wie noch nie. Der Trend lasse sich „wahrscheinlich nicht mehr drehen“, weil selbst die verbliebenen Wähler der Regierungsparteien mehrheitlich nicht mehr hinter der Bundesregierung stünden. Für die Landtagswahl in Berlin am 20. September liegt die CDU knapp vorn. Sie kommt laut Insa auf 20 Prozent und die Linke auf 19 Prozent. Dahinter folgen die AfD mit 17 Prozent, die Grünen mit 16 Prozent und die SPD mit 15 Prozent. FDP und BSW würden mit je 3 Prozent nicht ins Landesparlament einziehen, sonstige Parteien kommen auf zusammen 7 Prozent.

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14. August
ZDF heute

Wahl in Sachsen-Anhalt: Das sind die Spitzenkandidaten

Landtagswahl am 6. September:Wahl in Sachsen-Anhalt: Das sind die Spitzenkandidaten Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. In Umfragen liegt die AfD vor der CDU. Mit diesen Spitzenkandidaten gehen die Parteien ins Rennen - ein Überblick. Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD in den Umfragen deutlich vor der CDU. Für die Regierungsbildung und die Frage, ob die AfD ihr Ziel einer Alleinregierung verwirklichen kann, wird entscheidend sein, wie viele Parteien ins Parlament einziehen. Mit welchen Spitzenkandidatinnen und -kandidaten die Parteien punkten wollen - ein Überblick: Sven Schulze, CDU Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) Kommunalpolitik, Europaparlament, Landesminister, Ministerpräsident - Sven Schulze hat mit seinen 47 Jahren schon einige politische Stationen hinter sich. Erst im Januar übernahm der dreifache Vater als Regierungschef von Vorgänger Reiner Haseloff (CDU) das Ruder. Seitdem ist er landauf, landab unterwegs und trifft so viele Menschen wie möglich - kein Fest ist ihm zu klein. Schulzes Ziel: bekannter werden und mit seiner Arbeit gleichzeitig zeigen, dass er eine Landesregierung führen kann. Der Wirtschaftsingenieur will nicht, dass seine Heimat ein politisches Experimentierfeld wird. Eine Koalition mit der AfD und den Linken schließt er aus, zu einer von den Linken tolerierten Minderheitsregierung bleibt er vage. In Sachsen-Anhalt steht die CDU vor der Landtagswahl unter Druck. Laut Prognosen fehlen ihr ohne Kooperation mit der AfD oder der Linken die nötigen Stimmen für eine Mehrheit. 03.08.2026 | 2:48 minDas derzeitige Regierungsbündnis aus CDU, SPD und FDP würde Sven Schulze gerne fortsetzen, doch die Umfragen sehen dafür nicht gut aus. Wenn Schulze in Berlin etwas nicht passt, etwa Reformvorschläge zur Rente, scheut er Konflikte mit der Bundesregierung um Kanzler Friedrich Merz (CDU) nicht. Ulrich Siegmund, AfD Ulrich Siegmund (AfD) Quelle: ImagoWo Ulrich Siegmund bei AfD-Veranstaltungen auftritt, ist der Andrang groß. Während der Corona-Pandemie gingen seine Videos im Netz viral, im Landtag stieg er danach zum Co-Fraktionschef auf. Dort attackiert und provoziert der 35-Jährige immer wieder die politische Konkurrenz. Er spricht zugespitzt vor allem über das, was im Land und im Bund schiefläuft. Die AfD führt in Umfragen. CDU-Ministerpräsident Schulze holt sich im Wahlkampf Unterstützung von Dieter Hallervorden. 07.08.2026 | 2:12 minDraußen bei den Bürgern gibt er sich dagegen betont fröhlich. Extreme Positionen aus dem Wahlprogramm der AfD, die in Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wurde, stellt er manchmal als harmlos dar. Siegmund hat eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel absolviert, danach studiert und später Raumdüfte verkauft. Eva von Angern, Linke Eva von Angern (Die Linke) Quelle: dpaEva von Angern ist nach 2021 zum zweiten Mal Spitzenkandidatin der Linken. Die Juristin setzt sich im Landtag besonders für soziale Gerechtigkeit ein. Dort gehört die Fraktionschefin auch zu den vehementesten Kritikern der AfD. Mit dem Slogan "Heimat ist für alle da" setzt die 49-Jährige auf eine bewusste Rückeroberung des Heimat-Begriffs von der AfD. Die Linke ist mitten in einem Generationswechsel, den von Angern in der neuen Fraktion moderieren muss. Die dreifache Mutter gilt als verbindlich, sie kann Brücken bauen - zuletzt gelang gemeinsam mit der Koalition eine Parlamentsreform. Außerhalb des Landtags hat sie sich besonders den Kampf gegen Kinderarmut auf die Fahnen geschrieben. Armin Willingmann, SPD Armin Willingmann (SPD) Quelle: dpaErfahrung statt Experimente - das ist das Leitmotiv von SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann im Wahlkampf. Der 63-Jährige ist seit zehn Jahren Minister in Sachsen-Anhalt, sein Schwerpunkt zuletzt waren Wissenschaft und Energie. Vor seiner Zeit in der Politik war der Jurist Rektor der Hochschule Harz. Willingmann wird als seriöser Gesprächspartner geschätzt, er kann aber auch deutliche Worte finden, etwa wenn er sagt: "Der Feind dieser Demokratie - er steht rechts." Hier setzt auch das Motiv seiner Kampagne im Wahlkampfendspurt an: "Wir sind der Deich" - also diejenigen, die sich gegen eine AfD-geführte Regierung stemmen. Susan Sziborra-Seidlitz, Grüne Susan Sziborra-Seidlitz Quelle: dpaEgal, ob bei der Energiewende, bei der medizinischen Versorgung oder Schulen - Grünen-Landeschefin Susan Sziborra-Seidlitz redet am liebsten darüber, wie Sachsen-Anhalt seine Zukunft positiv gestalten kann. Ihr Slogan im Wahlkampf: "Nur mit Grün wird Zukunft draus". Die 48-Jährige ist gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Die Grünen liegen in Umfragen mal über, mal unter der Marke von fünf Prozent und müssen um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Damit sie am Ende über dem Strich stehen, setzt Sziborra-Seidlitz auch auf einen entschlossenen Kampf gegen Rechts. Lydia Hüskens, FDP Lydia Hüskens (FDP) Quelle: dpaLydia Hüskens führte die FDP 2021 nach zehn Jahren außerparlamentarischer Opposition zurück in den Landtag und dann direkt in die Regierung - nun kämpfen die Liberalen darum, dort zu bleiben. Die 62-Jährige hat als Ministerin besonders bei der Digitalisierung Akzente gesetzt, zuvor war sie Geschäftsführerin des Studentenwerks Halle. Einen Monat vor der Landtagswahl befinden sich SPD, FDP, Grüne und BSW im Existenzkampf. Ihr Ergebnis ist entscheidend für die künftigen Machtverhältnisse in Sachsen-Anhalt. 10.08.2026 | 3:00 minHüskens war die erneute Spitzenkandidatur nicht sicher - zu groß ist der Frust bei den Liberalen über das Ausscheiden aus dem Bundestag und die Folgen. In einer Kampfabstimmung setzte sie sich aber gegen Fraktionschef Andreas Silbersack durch. Mit dem Slogan "Weil sich was ändern muss" möchte sie die Unzufriedenheit der Menschen aufgreifen, gleichzeitig setzt sie auf liberale Themen wie Freiheit und Bildung. Claudia Wittig und Thomas Schulze, BSW Claudia Wittig und Thomas Schulze (BSW) Quelle: dpaDas Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) geht mit einer Doppelspitze ins Rennen: mit Co-Landeschef Thomas Schulze und der Historikerin Claudia Wittig. Der 61-jährige Schulze ist Beamter und hat sich ehrenamtlich im Fußballverband engagiert. Die Mittelalter-Forscherin Wittig von der Universität Halle ist 42 Jahre alt und steht auf Platz zwei der Landesliste. Die beiden BSW-Politiker greifen vor allem die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung um Kanzler Merz auf und setzen auf einen klaren Kurs gegen die CDU. Das oberste Ziel des BSW ist es, dass die Christdemokraten, die in Sachsen-Anhalt seit 2002 die Regierung anführen, abgewählt werden. Steigende Kosten, weniger Förderung, große Unsicherheit: Bürger und Bürgerinnen schildern ihre Lage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. 05.08.2026 | 2:40 minMehr zur Wahl in Sachsen-Anhalt - heute journal – der Podcast:Was eine AfD-Regierung für Schulen bedeuten könntevon Silas Thelenmit Video45:21 - Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt:Wagenknecht: BSW könnte AfD-Ministerpräsidenten ermöglichenmit Video3:00 - In Sachsen-Anhalt einen Nerv getroffen:Wie Hallervorden Wahlkampf für CDU-Politiker Schulze machtvon Andreas Postelmit Video3:07 - Wahl-O-Mat zur Landtagswahl:Wahl in Sachsen-Anhalt: Welche Partei passt zu mir?von Katrin Meyermit Video1:45 - "Matrjoschka"-Kampagne erfindet Morde:Russische Fake-Videos nehmen Landespolitiker ins Visiervon Nils Metzgermit Video2:03 - Stimmung vor der Landtagswahl:Sorge vor der Zukunft und vor AfD: Was Sachsen-Anhalt bewegtvon Hagen Mikulasmit Video13:54 - Die Wissens-Kolumne von NANO und Terra X:Wenn die AfD regiert - was heißt das für Hochschulen?von Ulrich Müller

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12. August
Handelsblatt

Wahl-O-Mat: Welche Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu Ihnen passt

Wahl-O-Mat: So finden Sie Ihre Partei für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Magdeburg. Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Im aktuellen Wahlkampf geht es vor allem um die Themen Wirtschaft, Bildung, Migration und innere Sicherheit. Wer wissen will, welche Partei in Sachsen-Anhalt am ehesten die eigene Position vertritt, dem hilft der Wahl-O-Mat. Mit dem Frage-und-Antwort-Tool vergleichen Sie zu verschiedenen Themen Ihre eigene Position mit den Positionen der zur Wahl stehenden Parteien. Hier erfahren Sie alles Wichtige zur Landtagswahl, zu dem Wahl-O-Mat und können ihn direkt benutzen. Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Den Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt finden Sie hier: Wie funktioniert der Wahl-O-Mat? Zunächst bewerten Sie Aussagen zu landespolitischen Themen, indem Sie jeweils auf „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“ klicken. Zudem können Sie Antworten, die Ihnen sehr wichtig sind, höher gewichten. Anschließend berechnet der Wahl-O-Mat, welche Partei in Sachsen-Anhalt Ihren Positionen am nächsten steht. Sie können Ihre Antworten auch im Detail mit den Antworten der Parteien abgleichen. Der Wahl-O-Mat dient dabei lediglich als Hilfsmittel, aber nicht als Wahlempfehlung. Wie entstehen die Thesen und Antworten? Ein unabhängiges Team entwickelt die Thesen des Wahl-O-Mat und wählt sie aus. Es besteht aus jungen Wählerinnen und Wählern aus Sachsen-Anhalt, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Journalismus und Bildung sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Das Team legt den zur Landtagswahl zugelassenen Parteien 80 Thesen mit der Bitte um Antwort vor. Danach wählt es 38 Thesen für den Wahl-O-Mat aus, die sowohl wichtige Themen der Wahl aufgreifen als auch von den Parteien kontrovers beantwortet wurden. Die Parteien werden an der Erstellung und Auswahl der Thesen nicht beteiligt. Sie verfassen und autorisieren nur ihre Antworten und die Begründungen. Es werden alle zur Landtagswahl zugelassenen Parteien zur Teilnahme eingeladen. Mehr zum Wahl-O-Mat für die Landtagswahl lesen Sie auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung Wer steckt hinter dem Wahl-O-Mat? Der Wahl-O-Mat wird von der Bundeszentrale für politische Bildung angeboten. Sie ist eine Behörde des Bundesinnenministeriums und verfolgt eigenen Angaben zufolge das Ziel, „das demokratische Bewusstsein in der Bevölkerung zu fördern und die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland zu motivieren und zu befähigen, mündig, kritisch und aktiv am politischen Leben teilzunehmen“. Die gesetzliche Grundlage für die Arbeit der bpb bildet ein Erlass des Bundesinnenministeriums vom 24. Januar 2001. Eine politisch ausgewogene Haltung in der Arbeit der bpb kontrolliert ein Kuratorium, das sich aus 22 Mitgliedern des Deutschen Bundestags zusammensetzt. Zudem unterstützt ein wissenschaftlicher Beirat aus bis zu 14 Sachverständigen die bpb bei grundsätzlichen Angelegenheiten. Den Wahl-O-Mat gibt es bereits seit 2002. Das Onlinetool wird mit jeweils aktuellen Informationen vor Land- und Bundestagswahlen sowie vor den Wahlen des Europäischen Parlaments veröffentlicht. Wann ist die Landtagswahl und wann ist der Wahl-O-Mat verfügbar? Gewählt wird in Sachsen-Anhalt am Sonntag, den 6. September. Die Wahllokale sind dann zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet. Für alle, die nicht in einem Wahllokal vor Ort wählen können, besteht die Möglichkeit der Briefwahl. Der Wahl-O-Mat für die Landtagswahl wird nach Angaben der bpb ab dem 6. August zur Verfügung stehen. Welche Parteien sind zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zugelassen? Nach der Landtagswahl konstituiert sich ein neuer Landtag. Es ist der neunte in Sachsen-Anhalt. Ein neuer Landtag wird alle fünf Jahre gewählt; der Wahltermin für 2026 wurde Mitte Mai 2025 vom Landtag beschlossen In der aktuell laufenden Wahlperiode sind im Landtag in Sachsen-Anhalt sechs Parteien vertreten: Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU), Alternative für Deutschland (AfD), Die Linke (Die Linke), Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Freie Demokratische Partei (FDP), Bündnis 90/Die Grünen (Grüne). Neben weiteren kleinen Parteien bereiten auch das Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit (BSW) und die Freien Wähler ihre Kandidatur vor. Bei der Landtagswahl am 6. September kandidieren 15 Parteien mit ihren Landeswahlvorschlägen. Die Entscheidung darüber, welche Parteien auf den Stimmzetteln stehen, fiel am 24. Juli bei der Sitzung des Landeswahlausschusses in Magdeburg. Neben den sechs Landtagsfraktionen wurden laut der Landeswahlleiterin die Freien Wähler, die Basis, die Tierschutzpartei, die Gartenpartei, die Partei, die Tierschutzallianz, das BSW, die Partei des Fortschritts (PdF) und Volt Deutschland zugelassen. Nicht zugelassen wurden die Landeswahlvorschläge der Parteien Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), die Libertären und die Partei der Vernunft (PdV). Mit welchen Spitzenkandidaten treten die Parteien an? Die CDU hat Sven Schulze zu ihrem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl ernannt. Schulze ist seit dem 28. Januar 2026 amtierender Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt. Nach dem vorzeitigen Rücktritt des damaligen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff sprach sich dieser für Schulze als Nachfolger aus. Die vom Verfassungsschutz des Landes als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD zieht mit Ulrich Siegmund in die Landtagswahl. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann wurde im Mai 2025 auf einem Parteitag in Magdeburg als Spitzenkandidat gewählt. Die SPD tritt mit dem Spitzenkandidaten Armin Willingmann zur Landtagswahl an. Willingmann ist seit 2021 Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt und stellvertretender Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Die Linke führt Eva von Angern auf Platz eins der Landesliste. Für die FDP tritt Lydia Hüskens (Ministerin für Infrastruktur und Digitales) auf dem obersten Rang der Landesliste an. Für die Grünen kandidiert an der Spitze Susan Sziborra-Seidlitz. Für die Freien Wähler zieht der Spitzenkandidat André Weber in die Landtagswahl. Beim BSW gibt es ein Spitzenduo aus dem Landesvorstand Claudia Wittig und Thomas Schulze. Die Partei tritt in Sachsen-Anhalt erstmals zur Landtagswahl an. Wer darf bei der Landtagswahl 2026 wählen? Wahlberechtigt ist laut der Landeswahlleiterin, wer die deutsche Staatsangehörigkeit hat, am Wahltag mindestens 18 Jahre alt ist und in Sachsen-Anhalt wohnt (bei mehreren Wohnungen zählt der Hauptwohnsitz) oder sich dort gewöhnlich aufhält. Doch es gibt auch die Möglichkeit, vom aktiven Wahlrecht ausgeschlossen zu werden: Die Entscheidung darüber treffen Richterinnen und Richter. Rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte sind am 6. September 2026 in Sachsen-Anhalt dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Bei der vergangenen Wahl 2021 waren es 1.788.930 Wahlberechtigte. Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wie läuft die Briefwahl ab? Mit der Briefwahl können Sie schon vor dem Wahltermin abstimmen. Sie müssen diese per Wahlschein bei Ihrer Gemeinde beantragen. Den Wahlschein bekommen alle Wahlberechtigten automatisch per Post zugeschickt. Wann die Briefwahlunterlagen nach Antrag versendet werden, kann regional variieren. Wann steht das Ergebnis der Landtagswahl 2026 fest? Die Wahllokale in Sachsen-Anhalt schließen am 6. September um 18 Uhr. Im Anschluss daran werden Prognosen, Hochrechnungen und Ergebnisse veröffentlicht. Bereits vor 18 Uhr wird laut der Landeswahlleiterin die Wahlbeteiligung aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken mitgeteilt. Verwandte Themen Kurz nach Schließung der Wahllokale gibt es Prognosen, die auf anonymen Wählerbefragungen direkt nach der Stimmabgabe basieren. Im Anschluss folgen fortlaufend Hochrechnungen, in die bereits ausgezählte Stimmen einbezogen werden. Erst wenn die Auszählung entsprechend weit abgeschlossen ist, gibt es das vorläufige amtliche Ergebnis – voraussichtlich in der Wahlnacht oder am frühen Morgen. Auf der Internetseite der Landeswahlleitung Erstpublikation: 06.08.2026, 11:15 Uhr.

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12. August
Die Zeit (Politik)

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Umfrage sieht AfD bei 43 Prozent in Sachsen-Anhalt

Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD in dem Bundesland einer Umfrage zufolge mit 43 Prozent deutlich vor allen anderen Parteien und verfehlt die absolute Mehrheit nur knapp. In einer Umfrage des Instituts Pollytix, die von der Organisation Campact in Auftrag gegeben wurde, kam die CDU auf den zweiten Platz mit 23 Prozent. Dahinter lagen die Linke mit 13 Prozent, die SPD mit sieben und die Grünen mit fünf Prozent. FDP und BSW wären mit zwei beziehungsweise vier Prozent nicht im Parlament vertreten. Für die Umfrage wurden im Zeitraum zwischen dem 3. und 8. August den Angaben zufolge 2.604 Wahlberechtigte telefonisch und online befragt. Die Wahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September statt. Knapp jeder siebte Wähler noch unentschlossen Demnach haben die allermeisten Wahlberechtigten bereits entschieden, welcher Partei sie dann die Stimmen geben wollen: Nur rund 13 Prozent sind der Umfrage zufolge noch unentschlossen. Über die Unsicherheiten von Umfragen Wahlumfragen sind immer nur Momentaufnahmen der politischen Stimmung. Da nie alle Wahlberechtigten, sondern nur eine Stichprobe befragt wird, unterliegen die Umfragen außerdem statistischen Schwankungen. Um ein möglichst repräsentatives Meinungsbild zu vermitteln, kombiniert der Wahltrend der ZEIT die Werte aller verfügbaren Umfragen zur Bundestagswahl. Für die Wahlumfragen befragen Meinungsforschungsinstitute regelmäßig eine vierstellige Anzahl Wahlberechtigter. Die meisten Institute rufen sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern an, meist kommen außerdem Onlinebefragungen zum Einsatz. Da sich nicht alle Bevölkerungsgruppen gleich gut für die Umfragen erreichen lassen, werden die Werte anschließend nach soziodemografischen Merkmalen wie Alter und Geschlecht gewichtet. So entstehen sogenannte repräsentative Stichproben, die in ihrer Zusammensetzung die Gesellschaft möglichst gut abbilden sollen. Die genaue Methodik der Institute ist dabei in der Regel für die Öffentlichkeit nicht transparent. Umfragewerte sind immer Momentaufnahmen. Mehr als eine grobe Tendenz für ein Meinungsbild lässt sich daraus nicht ableiten. Selbst wenn die Zahlen zum Veröffentlichungszeitpunkt der Umfrage nahe an der Realität liegen, ist immer noch offen, ob die damals befragten Wähler zum Beispiel später tatsächlich ihre Stimme abgeben oder sich kurzfristig umentscheiden. Die AfD und ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatten als ihr Ziel mindestens 45 Prozent angegeben – einen Wert, der nach nahezu allen aktuellen Umfragen eine absolute Mehrheit im Landtag für die als rechtsextrem eingestufte Landespartei sichern würde und den die AfD bislang zugleich in keiner Umfrage erreicht hat. Allerdings sind die Unsicherheiten um den Wahlausgang groß. Grund dafür sind die Umfragewerte von Grünen, SPD und BSW, deren Einzug in das Landesparlament unsicher ist. Würden alle drei Parteien an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, könnte die AfD auch mit einem niedrigeren Wahlergebnis auf eine absolute Mehrheit kommen. Wagenknecht deutet Akzeptanz für AfD-Regierung an Das BSW könnte sich hierbei, falls es über fünf Prozent kommt, als entscheidend für eine mögliche AfD-Regierung erweisen. So benannte Parteigründerin Sahra Wagenknecht die Abwahl der aktuell von der CDU geführten Landesregierung als ihr Ziel. Dabei sprach sie sich für eine »überparteiliche« Person im Amt des Ministerpräsidenten aus, die faktisch mit einer Mehrheit aus AfD und BSW regieren könnte. Sollte es bei den ersten zwei Wahlgängen keinen Sieger geben, kündigte Wagenknecht eine Enthaltung des BSW im dritten Wahlgang an. Da dort die relative Stimmenmehrheit zählt, könnte AfD-Kandidat Siegmund auch auf diesem Wege gewählt werden. Bislang schloss er allerdings aus, eine Minderheitsregierung zu führen. Als denkbar gilt auch die Unterstützung des AfD-Kandidaten durch einzelne Abgeordnete der CDU. Für so einen Fall hatte Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) allerdings eine Intervention der Bundespartei angekündigt. Unklarheiten um mögliche Koalition mit CDU und Linken Unklar ist bislang auch, wie die Regierungsbildung ablaufen könnte, sofern die AfD eine absolute Mehrheit verfehlt. Für eine Mehrheit müssten einer Landesregierung sowohl die CDU als auch die Linke angehören. Führende Politiker der Linken, wie etwa Bundestagsvize Bodo Ramelow und Co-Parteichef Luigi Pantisano, haben eine solche Zusammenarbeit zuletzt entweder nicht ausgeschlossen oder befürwortet. Die CDU lehnt Koalitionen mit der Linken bislang hingegen ab.

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