Hightech: Chinas Blaupause für den iranischen Überwachungsstaat
Iran-Krieg: Wie China Teheran beim Aufbau des Überwachungsstaats half
Shanghai. Im Januar fiel während der landesweiten Proteste im Iran das Internet fast vollständig aus. Ein digitaler Blackout, der Millionen Menschen vom globalen Netz trennte und den Behörden die Verschleierung von Gewalttaten erleichterte. Tausende Demonstrantinnen und Demonstranten wurden getötet oder festgenommen. Auch heute, während der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran, bleibt die Lage im Land schwer einzuschätzen.
Die technischen Mittel für diese erzwungene Abschottung stammen jedoch nicht allein aus dem Iran: Jahrzehntelange Kooperationen mit Russland und China haben das Fundament für die digitale Isolation und einen umfassenden Überwachungsstaat gelegt, berichten Digitalexperten.
Besonders China als vor allem in den Städten überwachter Hochtechnologiestandort kann auf diesem Gebiet auf viel Erfahrung und Know-how zurückgreifen – und exportierte mehreren Quellen zufolge die Technologie auch an Partnerländer wie Iran.
Irans Regime orientierte sich beim Aufbau seiner digitalen Infrastruktur am chinesischen Vorbild, wie es in einer aktuellen Analyse heißt. Das britische Menschenrechtsnetzwerk „Article 19“ beschreibt in dem im Februar veröffentlichten Bericht „Tightening the Net: China’s infrastructure of oppression in Iran“