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Mittwoch, 15. Juli 2026
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Iran-Krieg: Trump droht Iran mit Angriffen auf zivile Infrastruktur

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15. Juli
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Iran-Krieg: Trump droht Iran mit Angriffen auf zivile Infrastruktur

Iran-Krieg: Trump droht Iran mit Angriffen auf zivile Infrastruktur Washington/Teheran. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“, sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe auch in den kommenden Nächten an. Irans Streitkräfte feuerten als Vergeltung auf die nächtlichen US-Angriffe wieder Raketen und Drohnen auf Ziele in der Golfregion und Jordanien. Trump hatte dem Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke gedroht, dies dann aber nicht wahrgemacht. Damals wollte der Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Energiehandel wichtige und vom Iran blockierte Straße von Hormus für den Schiffsverkehr zu öffnen. Kurze Zeit später einigten sich die Kriegsparteien dann auf eine Waffenruhe. Bericht: Trump diskutiert Ausweitung der Angriffe bei Krisensitzung Das US-Militär begann am Dienstag eine weitere Angriffswelle gegen den Iran und nahm zugleich die Seeblockade iranischer Häfen und Küstengebiete wieder auf. Ziel der Angriffe sei es gewesen, iranische Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu verhindern. Dutzende militärische Ziele seien getroffen worden. Auch am früheren Mittwochnachmittag (Ortszeit Teheran) flog das US-Militär am helllichten Tag weitere Luftangriffe. Laut dem Nachrichtenportal „Axios“ hielt Trump am Dienstag eine Krisensitzung ab, um eine massive Offensive gegen den Iran zu besprechen. Im Mittelpunkt standen dem Bericht zufolge neue Pläne für verheerende Angriffe auf strategische Ziele im Iran – zusätzlich zu den Angriffen auf iranische Ziele in der Straße von Hormus. An der Sitzung hätten auch Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth, CIA-Direktor John Ratcliffe sowie weitere hochrangige Beamte teilgenommen. Gegenseitiger Beschuss seit einer Woche - Iran: 30 Tote im Süden Bereits in den Nächten zuvor hatte es ähnliche Angriffe gegeben. Der Konflikt war vor einer Woche erneut eskaliert, nachdem Irans Streitkräfte Handelsschiffe in der Straße von Hormus attackiert hatten. Diese hatten versucht, für die Durchfahrt der Meerenge einen südlichen Korridor vor der Küste des Omans zu nutzen. Dies war offenbar ohne Abstimmung mit dem Iran erfolgt, dessen Führung die Kontrolle über die Straße von Hormus beansprucht. Das US-Militär wirft dem Iran vor, in der vergangenen Woche sieben Handelsschiffe angegriffen zu haben. Iranischen Staatsmedien zufolge wurde bei den Angriffen in der Nacht zu Mittwoch auch zivile Infrastruktur getroffen. In der südwestlichen Provinz Chusestan wurde demnach unter anderem ein Weizensilo getroffen. In der westlichen Provinz Ilam bombardierte das US-Militär den Berichten zufolge eine Mineralwasserfabrik. Regierungsangaben zufolge kamen bei den Angriffen im Süden in den vergangenen Tagen mindestens 30 Menschen ums Leben, 260 weitere wurden verletzt. Laut der Nachrichtenagentur Mehr wurden sieben Soldaten bei einem Luftangriff im Südosten des Landes getötet. Als Reaktion auf die US-Angriffe feuerten Irans Revolutionsgarden erneut Raketen und Kamikazedrohnen auf Ziele in Bahrain und Kuwait sowie im gut 1.000 Kilometer entfernten Jordanien. In Kuwait zielten die iranischen Streitkräfte nach eigenen Angaben auf Flugabwehrstellungen, Logistikdepots und Raketenstellungen des US-Militärs, in Bahrain auf Treibstofftanks der US-Marine. In Jordanien sei ein Luftwaffenstützpunkt angegriffen worden. Die Flugabwehr habe drei Raketen abgeschossen, teilten die jordanischen Streitkräfte am Morgen mit. Opfer oder Schäden habe es nicht gegeben. Irans Revolutionsgarden wollen Energieexporte unterbinden Derweil drohten die Revolutionsgarden mit weiteren Einschränkungen in der Straße von Hormus. Als Reaktion auf die neue US-Seeblockade kündigten sie an, den Export von Erdöl und Erdgas zu unterbinden. Dieser sei „entweder für alle oder für niemanden“, hieß es in einer Mitteilung in der Nacht. Auch der Iran erzielt einen großen Teil seiner Staatseinnahmen aus Erdölexporten, vor allem nach China. Bereits zuvor hatte die US-Regierung versucht, Teheran mit einer Blockade iranischer Häfen wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Verwandte Themen Die USA und der Iran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der Straße von Hormus. Seit Anfang April galt zudem eine Waffenruhe. Trotzdem kam es immer wieder zu neuen Angriffen. Trump hatte die Waffenruhe vergangene Woche für beendet erklärt. Iran sieht sich nach Angriffen nicht mehr an Abkommen gebunden Auch aus Sicht der iranischen Regierung hat das Rahmenabkommen inzwischen keinen Bestand mehr. „Mit der Wiederaufnahme militärischer und aggressiver Maßnahmen gegen die Islamische Republik Iran haben die USA die Absichtserklärung in grundlegender Weise verletzt“, sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi in einem Interview der iranischen Onlineplattform „YJC“. Unter diesen Bedingungen sehe sich der Iran an keinerlei Verpflichtung mehr gebunden, fügte er hinzu. Irans Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York, Amir-Said Irawani, warf den USA unterdessen vor, das Rahmenabkommen aktiv und gezielt untergraben zu haben. „Die Vereinigten Staaten sind der Aggressor, nicht das Opfer“, sagte er laut dem staatlichen iranischen Rundfunk.

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15. Juli
taz (Öko & Co)

+++ Nachrichten im Nahost-Krieg +++: Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken

+++ Nachrichten im Nahost-Krieg +++: Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken Der US-Präsident will den Iran mit weiteren Angriffen auf das Land an den Verhandlungstisch zurückzwingen – solange, „bis ich sage, dass es genug ist“. Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“, sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe auch in den kommenden Nächten an. Die Attacken würden weitergehen, „bis ich sage, dass es genug ist“. Der 80-Jährige hatte dem Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht, seine Drohung dann aber nicht wahr gemacht. Damals wollte der Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige und vom Iran mit Angriffen und Drohungen blockierte Straße von Hormus für den Schiffsverkehr zu öffnen. (dpa) Iran: US-Angriff trifft Weizensilo Bei den nächtlichen US-Angriffen ist nach Darstellung iranischer Staatsmedien ein Weizensilo getroffen worden. Der Vorfall ereignete sich in der südwestlichen Provinz Chusestan nahe der Grenze zum Irak, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Bei dem Angriff in der Stadt Howeyseh habe es keine Todesopfer gegeben, hieß es weiter. Auch die Revolutionsgarden, Irans mächtige Militärorganisation, warfen den USA die Bombardierung ziviler Einrichtungen vor. Der Feind habe das Weizenlager „aus Schwäche und Grausamkeit“ bombardiert, hieß es in einer Mitteilung. Zudem sei eine Mineralwasserfabrik in der westlichen Provinz Ilam Ziel eines Angriffs geworden. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. (dpa) Jordanische Armee: Luftabwehr fängt drei iranische Raketen ab Jordanien hat nach eigenen Angaben drei iranische Raketen abgefangen. Sie seien am Mittwoch nach ihrem Eintritt in den jordanischen Luftraum abgefangen worden, teilte die Armee mit. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben. Die iranische Armee hatte zuvor mitgeteilt, dass sie vom US-Militär genutzte Hangars auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak in Jordanien angegriffen habe. Teheran nahm als Reaktion auf eine neue US-Angriffswelle auch US-Ziele in Kuwait und Bahrain ins Visier. Jordanien war in den vergangenen Tagen bereits mehrfach vom Iran angegriffen worden. (afp) US-Militär greift erneut Ziele im Iran an und nimmt Seeblockade wieder auf Die US-Armee hat die vierte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen und zudem die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aufgenommen. Der Iran führte erneut Vergeltungsangriffe aus und nahm dabei US-Ziele in Kuwait, Jordanien und Bahrain ins Visier. US-Präsident Donald Trump drohte damit, in der kommenden Woche Angriffe auf Kraftwerke und Brücken im Iran anzuordnen, falls der Iran einem Abkommen bis dahin nicht zustimme. Die neuerlichen US-Luftangriffe sollten „die iranischen Fähigkeiten weiter schwächen, die für Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus eingesetzt werden“, erklärte das zuständige Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X. Centcom-Befehlshaber Brad Cooper warf dem Iran vor, in der vergangenen Woche „absichtlich Zivilisten in der gesamten Region“ angegriffen zu haben. Bei iranischen Attacken auf sieben Handelsschiffe habe es mehrere Tote, Verletzte und Vermisste gegeben. Wie angekündigt nahm das US-Militär am Dienstag die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder auf. Der Einsatz habe um 16.00 Uhr US-Ostküstenzeit (22.00 Uhr MESZ) begonnen, teilte Centcom mit. Derzeit seien „mehr als 20 Kriegsschiffe der US-Marine und hunderte Militärflugzeuge im gesamten Nahen Osten im Einsatz“. Die amerikanischen Streitkräfte seien „wachsam, schlagkräftig und einsatzbereit“, erklärte das Regionalkommando. Trump hatte die erneute Seeblockade im Machtkampf mit Teheran um die strategisch wichtige Straße von Hormus verkündet. In einer überraschenden Kehrtwende verzichtete Trump am Dienstag allerdings auf eine 20-prozentige US-Gebühr auf solche Schiffsfracht. Stattdessen wolle er die Einnahmen durch Handelsabkommen mit den Golfstaaten erzielen, erklärte er. (afp) Iran meldet Angriffe auf US-Ziele in Kuwait, Jordanien und Bahrain Der Iran hat nach eigenen Angaben als Reaktion auf die neuen US-Attacken Ziele in Jordanien, Kuwait und Bahrain angegriffen. Die iranische Armee erklärte nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders Irib, sie habe vom US-Militär genutzte Hangars auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak in Jordanien mit Drohnen angegriffen. Die iranischen Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben Marschflugkörper auf ein Logistikzentrum der US-Armee in Kuwait ab. Zudem meldeten sie einen Angriff auf Einrichtungen der fünften Flotte der US-Marine in Bahrain, darunter ein Kommandozentrum, Lagerhallen und Treibstofflager. Die Revolutionsgarden erklärten, dass die Vergeltungsmaßnahmen für die US-Angriffe fortgesetzt würden. Zudem bekräftigten sie, dass die Straße von Hormus geschlossen bleibe, „bis die Vereinigten Staaten ihre Aggressionen beenden“. Die US-Armee hatte zuvor mitgeteilt, dass sie die vierte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen habe. Zudem nahm das US-Militär im Machtkampf um die Straße von Hormus die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder auf. (afp) US-Demokraten blockieren Verteidigungsetat Die Demokraten im US-Senat haben am Dienstag aus Protest gegen den Iran-Krieg ein Gesetz über den Verteidigungshaushalt blockiert. „Trump hat diesen Krieg ohne Autorisierung, ohne Strategie und ohne einen Ausweg begonnen“, sagte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer. Bei einer Verfahrensabstimmung verfehlte der Entwurf die notwendige Mehrheit von 60 Stimmen in der 100-köpfigen Kammer. Das Votum fiel mit 50 zu 46 Stimmen zu knapp aus, um das Gesetzgebungsverfahren fortzusetzen. Die Demokraten befürchten, dass die Verabschiedung des Budgets in Höhe von 1,15 Billionen Dollar als Zustimmung zu dem Krieg gegen den Iran gewertet werden könnte. Das Gesetz, die sogenannte National Defense Authorization Act (NDAA), wird für gewöhnlich mit breiter überparteilicher Unterstützung verabschiedet und ist seit mehr als sechs Jahrzehnten jedes Jahr in Kraft getreten. Der republikanische Mehrheitsführer John Thune warf den Demokraten vor, die Politik über die Sicherheit zu stellen. Mit dem Gesetz werden die Ausgaben für das Militär festgelegt, von der Anschaffung von Schiffen und Flugzeugen bis hin zu Sold-Erhöhungen für die Truppen. (rtr) Kuwait wieder unter Beschuss – Sirenengeheul in Bahrain Kuwait hat in der Nacht erneute Angriffe aus dem Iran gemeldet. Die Flugabwehr sei wegen Drohnenattacken aktiviert worden, teilte die Armee des mit den Vereinigten Staaten verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. In beiden Ländern wurde die Bevölkerung aufgerufen, Schutz zu suchen. Nähere Details gab es zunächst nicht. Bahrain wie auch Kuwait standen zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe und hatten auch in den Nächten zuvor feindlichen Beschuss gemeldet. Das US-Militär unterhält in beiden Ländern und auch anderen arabischen Staaten der Region Militärstützpunkte. (dpa) Iran: US-Blockade iranischer Häfen „demontiert“ Rahmenabkommen Der Iran hat den USA vorgeworfen, mit der Ankündigung einer Blockade iranischer Schiffe und Häfen dem zwischen beiden Ländern ausgehandelten Rahmenabkommen ein Ende gesetzt zu haben. Washington habe die unter pakistanischer Vermittlung vereinbarten Verpflichtungen im Rahmen des Abkommens „aufgegeben – in gewisser Weise haben sie es demontiert“, erklärte Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi am Dienstag im Staatsfernsehen. (afp) US-Militär: Blockade gegen iranische Häfen wieder in Kraft Die US-Blockade gegen iranische Häfen in der Straße von Hormus ist nach Angaben des US-Militärs wieder in Kraft. Sie habe um 16 Uhr US-Ostküstenzeit (22 Uhr MESZ) begonnen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando am Dienstag auf der Plattform X mit. „Derzeit sind mehr als 20 Kriegsschiffe der US-Marine und Hunderte von Militärflugzeugen im gesamten Nahen Osten im Einsatz.“ (ap) Kuwait: Vier Soldaten bei iranischem Angriff auf Marineschiff verletzt Kuwaits Armee meldet vier verletzte Soldaten bei einem Angriff auf eines ihrer Marineschiffe. Das Militär macht den Iran für die Attacke verantwortlich. Die Streitkräfte hätten zudem eine ballistische Rakete, fünf Marschflugkörper und 33 Drohnen abgefangen, heißt es in einer Mitteilung weiter. Die Angriffe hätten sich gegen zivile und strategisch wichtige Einrichtungen gerichtet. (rtr) Iran: Werden Hoheit über Straße von Hormus um jeden Preis verteidigen Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi bezeichnet die Hoheit über die Straße von Hormus als Teil der nationalen Sicherheit des Landes. Der Iran werde die Souveränität darüber um jeden Preis ausüben, sagt er in einem Interview des staatlichen Fernsehens. Der Iran habe keine Verpflichtungen im Zusammenhang mit der mit den USA unterzeichneten Islamabad-Absichtserklärung. (rtr) Trump zu Gebühren-Schwenk: „Könige und Emire“ haben mich angerufen US-Präsident Donald Trump hat seine Pläne für eine Gebühr, die Schiffen sicheres Geleit durch die Straße von Hormus garantieren sollte, nach eigener Darstellung auf Drängen von Herrscherhäusern am Persischen Golf zurückgenommen. „Könige und Emire“ und andere Staatschefs hätten ihn angerufen, um ihm eine alternative Regelung vorzuschlagen, sagte Trump am Dienstag im Weißen Haus. „Sie sagten: „Wir würden es gerne anders machen. Wir würden gerne Milliarden und Abermilliarden Dollar in den Vereinigten Staaten investieren.““ Auch er selbst ziehe die neue Vereinbarung vor, weil er nicht glaube, dass irgendjemand eine Gebühr für die Meerenge erheben sollte. (ap) Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. 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15. Juli
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Krieg in Nahost: Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken

Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates US-Seeblockade gegen iranische Häfen gestartet Bericht: Trump fordert von Netanjahu Truppenabzug aus Syrien und Libanon Trump will doch keine Hormus-Gebühr, sondern Handelsabkommen Ölpreis klettert auf über 85 Dollar US-Militär beendet dritte Angriffswelle Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken US-Präsident Donald Trump hat Iran erneut mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln", sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe für diese Nacht und die Folgenächte an. Die Kämpfe würden weitergehen, „bis ich sage, dass es genug ist". Der 80-Jährige hatte Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht. Der 80-Jährige hatte Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht. Lorenz Zeck 30 Tote bei US-Angriffen in Iran Bei den jüngsten US-Angriffen auf den Süden Irans in den vergangenen Tagen sind Regierungsangaben zufolge mindestens 30 Zivilisten getötet worden. Die Angaben sind nicht überprüfbar. „Wir sprechen den trauernden Familien unser Mitgefühl und Beileid aus und ehren das Andenken der Verstorbenen“, schrieb Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani auf X. Mehr als 260 Menschen wurden bei den jüngsten Angriffen, die vor rund einer Woche begannen, verletzt, schrieb der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur auf X. 222 der Verletzten seien inzwischen nach ihrer Behandlung aus Kliniken entlassen worden, fügte er hinzu. Mehr als 260 Menschen wurden bei den jüngsten Angriffen, die vor rund einer Woche begannen, verletzt, schrieb der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur auf X. 222 der Verletzten seien inzwischen nach ihrer Behandlung aus Kliniken entlassen worden, fügte er hinzu. Jordanien fängt drei Raketen aus Iran ab Jordanien hat einen erneuten Angriff aus Iran abgewehrt. Die Flugabwehr habe am frühen Morgen drei Raketen abgeschossen, die aus Iran in den jordanischen Luftraum eingedrungen seien, teilten die Streitkräfte des Königreichs mit. Opfer oder Schäden habe es nicht gegeben. Das Ingenieurskorps habe die Trümmerteile beseitigt. Irans Revolutionsgarde reklamierte einen Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt in Al-Asrak. Es sei auf Hangars für US-Kampfjets gezielt worden, hieß es in einer Mitteilung. Auch die regulären iranischen Streitkräfte feuerten nach eigenen Angaben Kamikazedrohnen auf Ziele in Jordanien. Die vom US-Militär genutzte Luftwaffenbasis liegt im Osten des Landes. Irans Revolutionsgarde reklamierte einen Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt in Al-Asrak. Es sei auf Hangars für US-Kampfjets gezielt worden, hieß es in einer Mitteilung. Auch die regulären iranischen Streitkräfte feuerten nach eigenen Angaben Kamikazedrohnen auf Ziele in Jordanien. Die vom US-Militär genutzte Luftwaffenbasis liegt im Osten des Landes. Iran: US-Angriff trifft Weizensilo Bei den nächtlichen US-Angriffen ist nach Darstellung iranischer Staatsmedien ein Weizensilo getroffen worden. Der Vorfall ereignete sich in der südwestlichen Provinz Chusestan nahe der Grenze zum Irak, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Bei dem Angriff in der Stadt Howeyseh habe es keine Todesopfer gegeben, hieß es weiter. Auch die iranische Revolutionsgarde warf den USA die Bombardierung ziviler Einrichtungen vor. Der Feind habe das Weizenlager „aus Schwäche und Grausamkeit“ bombardiert, hieß es in einer Mitteilung. Zudem sei eine Mineralwasserfabrik in der westlichen Provinz Ilam Ziel eines Angriffs geworden. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Auch die iranische Revolutionsgarde warf den USA die Bombardierung ziviler Einrichtungen vor. Der Feind habe das Weizenlager „aus Schwäche und Grausamkeit“ bombardiert, hieß es in einer Mitteilung. Zudem sei eine Mineralwasserfabrik in der westlichen Provinz Ilam Ziel eines Angriffs geworden. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Kuwait wieder unter Beschuss – Alarmsirenen in Bahrain Kuwait hat in der Nacht erneute Angriffe aus Iran gemeldet. Die Flugabwehr sei wegen Drohnenattacken aktiviert worden, teilte die Armee des mit den Vereinigten Staaten verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. In beiden Ländern wurde die Bevölkerung aufgerufen, Schutz zu suchen. Nähere Details gab es zunächst nicht. Bahrain und Kuwait standen zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe und hatten auch in den Nächten zuvor feindlichen Beschuss gemeldet. Bahrain und Kuwait standen zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe und hatten auch in den Nächten zuvor feindlichen Beschuss gemeldet. US-Seeblockade gegen iranische Häfen gestartet Das US-Militär blockiert erneut iranische Häfen und Küstengebiete. Die Seeblockade sei um 22 Uhr deutscher Zeit (16 Uhr US-Ostküstenzeit) aufgenommen worden, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Schiffe werden so daran gehindert, dass sie iranische Häfen oder Küstengebiete ansteuern oder von dort wegfahren können. Wie lange die US-Blockade andauern wird, ist unklar. Trump hatte die Wiederaufnahme am Montag angekündigt und in Aussicht gestellt, dass anderen Ländern ein „fairer und offener“ Zugang zur Straße von Hormus möglich sein soll. Die USA hatten während des Iran-Kriegs bereits ab Mitte April eine solche Seeblockade durchgesetzt, diese im Zuge des Rahmenabkommens mit Teheran dann Mitte Juni aufgehoben. Trump hatte die Wiederaufnahme am Montag angekündigt und in Aussicht gestellt, dass anderen Ländern ein „fairer und offener“ Zugang zur Straße von Hormus möglich sein soll. Die USA hatten während des Iran-Kriegs bereits ab Mitte April eine solche Seeblockade durchgesetzt, diese im Zuge des Rahmenabkommens mit Teheran dann Mitte Juni aufgehoben. US-Militär: Neue Angriffswelle auf Iran hat begonnen Das US-Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle auf Iran gestartet. Diese habe um 15 Uhr US-Ostküstenzeit (21 Uhr deutscher Zeit) begonnen, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Ziel sei es, die Möglichkeiten Irans weiter zu schwächen, Attacken auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus auszuüben, hieß es. „Die Angriffe finden statt, während sich die amerikanischen Streitkräfte darauf vorbereiten, die Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete wieder aufzunehmen.“ Die Blockade trete um 16 Uhr US-Ostküstenzeit (22 Uhr deutscher Zeit) in Kraft, bekräftigte das US-Militär die schon am Vortag kommunizierte Startzeit.  Der Sender ABC News berichtete bereits am frühen Nachmittag (US-Ostküstenzeit) unter Berufung auf einen US-Beamten von neuen Luftangriffen in Iran, die bereits seit Stunden im Gange seien.  Angriffe in Kuwait und Warnsirenen in Bahrain Kuwait hat erneute Angriffe aus Iran gemeldet. Die Armee des Landes gab an, vier Soldaten seien beim Angriff auf eines ihrer Marineschiffe verletzt worden. Die Streitkräfte hätten zudem eine ballistische Rakete, fünf Marschflugkörper und 33 Drohnen abgefangen, heißt es in einer Mitteilung weiter. Die Angriffe hätten sich gegen zivile und strategisch wichtige Einrichtungen gerichtet. Einwohner wurden wie zuvor aufgerufen, sich keinen Trümmerteilen zu nähern und diese auch nicht anzufassen oder zu fotografieren.  Auch in Bahrain ertönten wieder die Warnsirenen. Bürger wurden aufgerufen, Anweisungen der Behörden zu befolgen und sich in Sicherheit zu begeben, wie das Innenministerium mitteilte. Auch in Bahrain ertönten wieder die Warnsirenen. Bürger wurden aufgerufen, Anweisungen der Behörden zu befolgen und sich in Sicherheit zu begeben, wie das Innenministerium mitteilte. Bericht: Trump fordert von Netanjahu Truppenabzug aus Syrien und Libanon US-Präsident Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dem Nachrichtenportal Axios zufolge zum Abzug der israelischen Truppen aus Syrien und Libanon aufgefordert. Trump habe dies in einem Telefonat am vergangenen Donnerstag gesagt, berichtet das Portal unter Berufung auf US-amerikanische und israelische Regierungsvertreter.  Trump will doch keine Hormus-Gebühr, sondern Handelsabkommen Nur einen Tag nach der Ankündigung einer Gebühr für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus rückt US-Präsident Donald Trump wieder von seiner Idee ab. Nach „äußerst produktiven Gesprächen“ mit namentlich nicht genannten Vertretern von Staaten im Nahen Osten habe er beschlossen, die Gebühr „durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die die verschiedenen Golfstaaten mit den Vereinigten Staaten abschließen werden“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Der Präsident behauptete, dass die nicht bezifferten Investitionen „massiv“ und von Vorteil für die Golfstaaten werden würden. Unklar war zunächst, mit wem Trump gesprochen hat und ob Golfstaaten tatsächlich derartigen Plänen zugesagt haben. Über den plötzlichen Sinneswandel sagte Trump bei einer Pressekonferenz mit dem irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi, dass er von Menschen aus verschiedenen Ländern angerufen worden sei. Diese hätten andere Ideen vorgeschlagen und dabei auch Milliardeninvestitionen in den USA ins Spiel gebracht. Trump betonte dabei auch, dass er es gut fände, dass „niemand“ eine Gebühr für die Nutzung im Kontext der Straße von Hormus verlangen sollte. „Ich mag das Konzept einer Gebühr nicht“, sagte er weiter. Trump hatte erst am Montag die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. In diesem Zuge sagte er auch, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der für den weltweiten Ölhandel strategisch wichtige Meerenge aus „Fairnessgründen“ Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Auf Trumps Vorstoß gab es prompt Kritik. Die Weltschifffahrtsorganisation IMO erinnerte daran, dass gemäß internationalem Recht die Passage weiterhin zoll- und gebührenfrei bleiben müsse. Auch die deutschen Reeder kritisierten Trumps Ankündigung. Über den plötzlichen Sinneswandel sagte Trump bei einer Pressekonferenz mit dem irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi, dass er von Menschen aus verschiedenen Ländern angerufen worden sei. Diese hätten andere Ideen vorgeschlagen und dabei auch Milliardeninvestitionen in den USA ins Spiel gebracht. Trump betonte dabei auch, dass er es gut fände, dass „niemand“ eine Gebühr für die Nutzung im Kontext der Straße von Hormus verlangen sollte. „Ich mag das Konzept einer Gebühr nicht“, sagte er weiter. Trump hatte erst am Montag die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. In diesem Zuge sagte er auch, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der für den weltweiten Ölhandel strategisch wichtige Meerenge aus „Fairnessgründen“ Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Auf Trumps Vorstoß gab es prompt Kritik. Die Weltschifffahrtsorganisation IMO erinnerte daran, dass gemäß internationalem Recht die Passage weiterhin zoll- und gebührenfrei bleiben müsse. Auch die deutschen Reeder kritisierten Trumps Ankündigung. Medienberichte: Explosionen im Süden Irans Iranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. Der staatliche Rundfunk berichtete über fünf Detonationen im Westen der Hafenstadt Bandar Abbas. Kurz darauf sei die Stadt Buschehr unter Beschuss geraten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Vier Ortsteile seien Ziel von Angriffen gewesen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz. Über Schäden oder Opfer gab es zunächst keine Details.  Britische Behörden melden Angriff auf Tanker nahe Straße von Hormus Ein Tanker ist beim Verlassen der Straße von Hormus auf der südlichen Route von einer Rakete getroffen worden. Der Angriff habe sich am Montag rund 13 Seemeilen südöstlich der omanischen Ortschaft Limah ereignet, meldet die britische Informationsstelle für den Seehandel (UKMTO). Unterdessen warnt der Verband Deutscher Reeder vor den Folgen einer neuen Blockade in der Straße von Hormus und den Gebührenplänen von US-Präsident Donald Trump. „Die erneute Eskalation ist äußerst besorgniserregend“, sagt Hauptgeschäftsführer Martin Kröger der Wirtschaftswoche. „Nach den Hoffnungen auf eine schrittweise Normalisierung erleben wir nun einen deutlichen Rückschlag.“ Betroffen seien rund 20 Schiffe in deutschem Eigentum oder unter deutschem Management. Sie seien derzeit mit etwa 400 Seeleuten in der Region unterwegs. In Trumps jüngstem Vorstoß sieht der Verband einen Verstoß gegen das Seerecht. „Kein einzelner Staat sollte den freien Zugang zu einer internationalen Wasserstraße einseitig von Gebühren abhängig machen.“ Ein solcher Schritt würde die freie Schifffahrt infrage stellen. Unterdessen warnt der Verband Deutscher Reeder vor den Folgen einer neuen Blockade in der Straße von Hormus und den Gebührenplänen von US-Präsident Donald Trump. „Die erneute Eskalation ist äußerst besorgniserregend“, sagt Hauptgeschäftsführer Martin Kröger der Wirtschaftswoche. „Nach den Hoffnungen auf eine schrittweise Normalisierung erleben wir nun einen deutlichen Rückschlag.“ Betroffen seien rund 20 Schiffe in deutschem Eigentum oder unter deutschem Management. Sie seien derzeit mit etwa 400 Seeleuten in der Region unterwegs. In Trumps jüngstem Vorstoß sieht der Verband einen Verstoß gegen das Seerecht. „Kein einzelner Staat sollte den freien Zugang zu einer internationalen Wasserstraße einseitig von Gebühren abhängig machen.“ Ein solcher Schritt würde die freie Schifffahrt infrage stellen. Trump droht mit Angriff auf „Pickaxe Mountain“ US-Präsident Donald Trump hat mit einem Angriff auf eine bislang wenig bekannte iranische Atomeinrichtung gedroht. In einem Radiointerview bezeichnete er den als „Pickaxe Mountain“ bekannten Standort als mögliches Ziel für einen „großen, fetten“ Angriff. Dieser werde wahrscheinlich „relativ bald“ erfolgen, sagte Trump. Der Komplex liegt im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans in Zentraliran. Natans war bereits im vergangenen Jahr Ziel amerikanischer Luftangriffe. Über den genauen Zweck von „Pickaxe Mountain“ ist nur wenig bekannt. Der Bau begann nach einem Brand und einer Explosion im Juli 2020, bei denen eine oberirdische Montagehalle für fortgeschrittene Zentrifugen in Natans schwerbeschädigt wurde. Iran sprach von Sabotage. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, bestätigte später, dass Iran mit dem Bau einer unterirdischen Ersatzanlage begonnen habe. Inspekteure der IAEA haben die Hallen bislang nicht betreten. Die bekannte Anreicherungsanlage Natans stand jedoch jahrelang unter internationaler Aufsicht. „Heute ist es uns vorläufig gelungen, eine Ersatzhalle für die explodierte Halle zu errichten. Derzeit arbeiten wir Tag und Nacht daran, sämtliche unserer Montagehallen im Inneren der Berge rund um Natans zu bauen“, sagte der damalige iranische Atomchef Ali Akbar Salehi gut ein Jahr nach dem Vorfall. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, bestätigte später, dass Iran mit dem Bau einer unterirdischen Ersatzanlage begonnen habe. Inspekteure der IAEA haben die Hallen bislang nicht betreten. Die bekannte Anreicherungsanlage Natans stand jedoch jahrelang unter internationaler Aufsicht. „Heute ist es uns vorläufig gelungen, eine Ersatzhalle für die explodierte Halle zu errichten. Derzeit arbeiten wir Tag und Nacht daran, sämtliche unserer Montagehallen im Inneren der Berge rund um Natans zu bauen“, sagte der damalige iranische Atomchef Ali Akbar Salehi gut ein Jahr nach dem Vorfall. Satellitenaufnahme zeigen die Tunneleingänge der Nuklearanlage Natanz am „Pickaxe Mountain". Aufnahmedatum: 30. Juni 2026. Vantor/Reuters Ölpreis klettert auf über 85 Dollar Nach einem Preissprung von zehn Prozent am Montag ist die Notierung von Brent-Öl am Dienstag erstmals seit einem Monat auf über 85 Dollar je Barrel gestiegen. Auslöser war die Ankündigung von Donald Trump, erneut eine Blockade gegen iranische Schiffe zu verhängen und für alle anderen Frachtschiffe eine Passagegebühr von 20 Prozent des Frachtwerts zu verlangen. Die globale Rohöl-Benchmark kostete im frühen Dienstagshandel zeitweise 85,64 Dollar und damit 2,8 Prozent mehr als am Vorabend. Die von Trump signalisierte 20-Prozent-Gebühr entspricht bei voll beladenen Supertankern mit Öl etwa 30 Millionen Dollar.  Auch die europäischen Erdgaspreise steigen kräftig. Sie legten zeitweise um bis zu 3,3 Prozent zu und erreichten den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten. Vor dem Beginn des Iran-Kriegs wurde etwa ein Fünftel der weltweiten Rohöl- und Flüssigerdgaslieferungen durch die Straße von Hormus transportiert. Auch die europäischen Erdgaspreise steigen kräftig. Sie legten zeitweise um bis zu 3,3 Prozent zu und erreichten den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten. Vor dem Beginn des Iran-Kriegs wurde etwa ein Fünftel der weltweiten Rohöl- und Flüssigerdgaslieferungen durch die Straße von Hormus transportiert. Ein Rohöltanker aus dem Nahen Osten läuft Anfang April in die Bucht von Tokio ein – zwei Tage bevor die USA und Israel mit Angriffen auf Iran begannen. . kyodo/dpa Die Lage im Überblick - Das US-Militär erklärt die dritte nächtliche Angriffswelle in Folge für beendet. Iranische Medien berichteten in der Nacht von mehreren Explosionen an der Südküste. - Iran hat zwei Tanker der Vereinigten Arabischen Emirate in der Straße von Hormus angegriffen. Bei der Attacke soll ein indisches Besatzungsmitglied getötet worden sein, zudem habe es acht Verletzte gegeben. - Auch Jordanien und Bahrain meldeten Vergeltungsangriffe aus Iran. - US-Präsident Donald Trump hat eine Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Die Blockade soll ab 22 Uhr deutscher Zeit gelten. - Trump kündigte an, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus aus „Fairnessgründen“ Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen würden. Über Manama, der Hauptstadt Bahrains, steigt Rauch auf, nachdem in den frühen Morgenstunden eine Drohne abgefangen wurde. Reuters

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15. Juli
FAZ (Politik)

Liveblog Irankrieg: Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken

Liveblog Irankrieg : Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken Lesezeit: US-Präsident Donald Trump sagt, die Attacken würden weitergehen, „bis ich sage, dass es genug ist“.EPA Kuwait wieder unter Beschuss – Sirenengeheul in Bahrain +++ US-Militär: Seeblockade gegen iranische Häfen gestartet +++ US-Militär: Neue Angriffswelle auf Iran +++ alle Entwicklungen im Liveblog Sabrina Frangos Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken US-Präsident Donald Trump hat Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“, sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe auch in den kommenden Nächten an. Die Attacken würden weitergehen, „bis ich sage, dass es genug ist“. Der 80-Jährige hatte dem Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht, seine Drohung dann aber nicht wahr gemacht. Damals wollte der Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige und von Iran mit Angriffen und Drohungen blockierte Straße von Hormus für den Schiffsverkehr zu öffnen.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos Kuwait wieder unter Beschuss – Sirenengeheul in Bahrain Kuwait hat in der Nacht erneute Angriffe aus dem Iran gemeldet. Die Flugabwehr sei wegen Drohnenattacken aktiviert worden, teilte die Armee des mit den Vereinigten Staaten verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. In beiden Ländern wurde die Bevölkerung aufgerufen, Schutz zu suchen. Nähere Details gab es zunächst nicht. Bahrain wie auch Kuwait standen zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe und hatten auch in den Nächten zuvor feindlichen Beschuss gemeldet. Das US-Militär unterhält in beiden Ländern und auch anderen arabischen Staaten der Region Militärstützpunkte.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Hanna Masa US-Militär: Seeblockade gegen iranische Häfen gestartet Das US-Militär blockiert erneut iranische Häfen und Küstengebiete. Die Seeblockade sei um 22.00 Uhr deutscher Zeit (16.00 Uhr US-Ostküstenzeit) aufgenommen worden, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Schiffe werden so daran gehindert, dass sie iranische Häfen oder Küstengebiete ansteuern oder von dort wegfahren können. Wie lange die US-Blockade andauern wird, ist unklar. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Hanna Masa US-Militär: Neue Angriffswelle auf Iran hat begonnen Das US-Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle auf den Iran gestartet. Diese habe um 15.00 US-Ostküstenzeit (21.00 Uhr deutscher Zeit) begonnen, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Ziel sei es, die Möglichkeiten des Irans weiter zu schwächen, Attacken auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus auszuüben, hieß es.  „Die Angriffe finden statt, während sich die amerikanischen Streitkräfte darauf vorbereiten, die Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete wieder aufzunehmen.“ Die Blockade trete um 16.00 Uhr US-Ostküstenzeit (22.00 Uhr deutscher Zeit) in Kraft, bekräftigte das US-Militär die schon am Vortag kommunizierte Startzeit.   Ein US-Beamter hatte der Deutschen Presse-Agentur bereits etwa eine halbe Stunde vor dem nun verkündeten Beginn neuer Angriffe mitgeteilt, dass US- Streitkräfte auch an diesem Dienstag einige militärische Ziele im Iran attackiert hätten, „um aufkommende Bedrohungen zu beseitigen“. Auch der Sender ABC News berichtete bereits am frühen Nachmittag (US-Ostküstenzeit) unter Berufung auf einen US-Beamten von neuen Luftangriffen im Iran, die bereits seit Stunden im Gange seien. US-Präsident Donald Trump hatte die Waffenruhe mit dem Iran vergangene Woche für beendet erklärt und bereits am Montag weitere harte Angriffe auf den Iran auch für Dienstag angekündigt.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Trump will auf Gebühr für Passage durch Straße von Hormus verzichten US-Präsident Donald Trump rückt von seiner gestern angekündigten Gebühr von 20 Prozent für Schiffspassagen durch die Straße von Hormus ab. Nach „sehr produktiven Gesprächen“ mit den Führungsspitzen im Nahen Osten habe er beschlossen, die Abgabe durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die Golfstaaten mit den USA schließen würden, teilt Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Mit den Einnahmen daraus sollten die USA nach seinen ursprünglichen Angaben ihre Kosten für die Sicherheit in der Meerenge decken.  Der Schiffsverkehr mit iranischen Gütern sowie von und zu iranischen Häfen solle „vollständig“ blockiert werden. Der Schiffsverkehr mit iranischen Gütern sowie von und zu iranischen Häfen solle „vollständig“ blockiert werden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Medien: USA setzen Abzug von Tankflugzeugen aus Israel aus Angesichts der Eskalation im Iran-Konflikt setzen die USA nach Medienberichten ihren geplanten Abzug von Tankflugzeugen vom israelischen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv aus. Dies könnte laut Flughafenbehörde zur Stornierung von bis zu 50.000 Tickets während der Hauptreisezeit im Sommer führen, berichtete die „Times of Israel“. Nach Angaben der „Jerusalem Post“ kann der Flughafen nur noch ein Drittel seiner Kapazität für den zivilen Flugverkehr nutzen. Transportministerin Miri Regev sagte dem israelischen Kan-Sender, israelische Bürger hätten Hunderttausende Flugtickets gekauft, um die Sommerferien zu genießen. Ihnen sei versprochen worden, dass kein einziges Ticket aufgrund amerikanischer Tankflugzeuge storniert werde. Sie habe deshalb die Flughafenbehörde angewiesen, keine Landungen von Tankflugzeugen über die vereinbarte Anzahl hinaus zuzulassen. 20 Flugzeuge würden am Flughafen Ben Gurion abgestellt, die übrigen auf Luftwaffenstützpunkten. Transportministerin Miri Regev sagte dem israelischen Kan-Sender, israelische Bürger hätten Hunderttausende Flugtickets gekauft, um die Sommerferien zu genießen. Ihnen sei versprochen worden, dass kein einziges Ticket aufgrund amerikanischer Tankflugzeuge storniert werde. Sie habe deshalb die Flughafenbehörde angewiesen, keine Landungen von Tankflugzeugen über die vereinbarte Anzahl hinaus zuzulassen. 20 Flugzeuge würden am Flughafen Ben Gurion abgestellt, die übrigen auf Luftwaffenstützpunkten. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Iranische Abgeordnete fordern Rache Eine große Mehrheit des iranischen Parlaments hat „Blutrache“ für den im Krieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei gefordert. Bei ihrer ersten Sitzung in Präsenz mehr als vier Monate nach Kriegsbeginn forderten mehr als 180 der 290 Abgeordneten Vergeltung, wie die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine Stellungnahme der Politiker berichtete. Die Abgeordneten kritisierten auch die Verhandlungen mit den USA scharf. Die Lösung der Probleme zwischen Iran und den USA sei durch Verhandlungen nicht möglich, hieß es in der bei Fars veröffentlichten Mitteilung. Beim Auftakt der Sitzung am Montagabend schwenkten die Abgeordneten rote Flaggen mit Vergeltungsaufrufen, wie auf Bildern iranischer Medien zu sehen ist. Irans Parlament hat begrenzten Einfluss. Die eigentliche Macht konzentriert sich auf die Staatsführung und die Revolutionsgarden, Irans mächtige Militärorganisation. Nach der Wahl im Jahr 2024 dominiert eine Mehrheit konservativer Hardliner das Parlament, die auch Einfluss auf die Stimmung in den radikalen Flügeln im Militär ausüben.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Tanker vor Küste Omans angegriffen Erneut ist ein Tanker vor der Küste des Omans angegriffen worden. Am Chemikalien- und Öltanker „Stolt Magnesium“ habe sich in der Nacht eine Explosion ereignet, die von einem „nicht identifizierten externen Mittel“ verursacht worden sei, teilte der Mutterkonzern Stolt-Nielsen der Reederei in den Niederlanden mit. Durch die Explosion sei im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen. Die Besatzung sei sicher und habe begonnen, den Brand zu löschen. Die britische Behörde UKMTO meldete, das Schiff sei von einem „unbekannten Projektil“ getroffen worden. Der 160 Meter lange Tanker war auf dem Weg nach Malaysia, als es zu dem Angriff kam. Schiffsortungsdiensten zufolge sollte der Tanker dort in etwa anderthalb Wochen eintreffen.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Neue Runde von israelisch-libanesischen Gesprächen in Rom begonnen In Rom haben neue direkte Gespräche zwischen Israel und Libanon begonnen. Die Unterhändler der zwei Nachbarländer kamen in der italienischen Hauptstadt auf dem Gelände der US-Botschaft zusammen. Beide Länder hatten sich Ende Juni unter Vermittlung der USA auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen ebnen soll. Die Gespräche in Rom sollen zwei Tage dauern.  Bei den Gesprächen geht es vor allem um eine Festigung und eine Umsetzung des Rahmenabkommens zur Waffenruhe. Die libanesische Regierung selbst ist keine Kriegspartei im Konflikt zwischen Israel und der von Iran unterstützen Hizbullah. Die Hizbullah wiederum ist nicht an den Gesprächen beteiligt. Israel und Libanon unterhalten offiziell auch keine diplomatischen Beziehungen miteinander. Teil der Rahmenvereinbarung ist ein schrittweiser Rückzug der israelischen Armee aus dem Süden Libanons. Das libanesische Militär soll dabei zunächst die Kontrolle über zwei kleine Gebiete von Israel übernehmen. Die Hizbullah soll in dem Gebiet keine Präsenz mehr haben. Israel fordert jedoch als Bedingung eine Entwaffnung der Hisbollah. Die Schiitenmiliz hat diese mehrfach abgelehnt und fordert zunächst einen kompletten israelischen Abzug. Bei den Gesprächen geht es vor allem um eine Festigung und eine Umsetzung des Rahmenabkommens zur Waffenruhe. Die libanesische Regierung selbst ist keine Kriegspartei im Konflikt zwischen Israel und der von Iran unterstützen Hizbullah. Die Hizbullah wiederum ist nicht an den Gesprächen beteiligt. Israel und Libanon unterhalten offiziell auch keine diplomatischen Beziehungen miteinander. Teil der Rahmenvereinbarung ist ein schrittweiser Rückzug der israelischen Armee aus dem Süden Libanons. Das libanesische Militär soll dabei zunächst die Kontrolle über zwei kleine Gebiete von Israel übernehmen. Die Hizbullah soll in dem Gebiet keine Präsenz mehr haben. Israel fordert jedoch als Bedingung eine Entwaffnung der Hisbollah. Die Schiitenmiliz hat diese mehrfach abgelehnt und fordert zunächst einen kompletten israelischen Abzug. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Medienberichte: Erneut Explosionen im Süden Irans Iranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. Der staatliche Rundfunk berichtete über fünf Detonationen im Westen der Hafenstadt Bandar Abbas. Kurz darauf sei die Stadt Buschehr unter Beschuss geraten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Vier Ortsteile seien Ziel von Angriffen gewesen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz. Über Schäden oder Opfer gab es zunächst keine Details. Auch weiter im Südwesten des Landes wurden am frühen Nachmittag (Ortszeit) Angriffe gemeldet. Feindliche Geschosse seien unter anderem in den Städten Abadan, Mahschahr und Bandar Imam Chomeini eingeschlagen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna. Dass die Angriffe inzwischen auch bei Tageslicht erfolgen und nicht mehr wie jüngst nur in der Nacht, deutet auf eine neue Eskalationsstufe hin.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Reederverband: Noch 20 Schiffe mit Deutschland-Bezug in Golf-Region Im Persischen Golf sitzen nach Angaben des Verbands Deutscher Reeder (VDR) noch rund 20 Schiffe in deutschem Eigentum oder unter deutschem Management fest. An Bord seien etwa 400 Seeleute, ergänzt der VDR. Zu Beginn des Konflikts seien es noch rund 50 Schiffe mit etwa 1000 Crew-Mitgliedern gewesen. Seitdem habe damit über die Hälfte der ursprünglich betroffenen Schiffe die Region unter hohem Sicherheitsaufwand und in enger Abstimmung mit den Marinen vor Ort sicher verlassen können. „Die Lage bleibt hochdynamisch und verändert sich fortlaufend“, betont der VDR. Der Irankrieg begann Ende Februar mit den Angriffen der USA und Israels.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Trump droht mit Angriff auf Atomeinrichtung „Pickaxe Mountain“ Der amerikanische Präsident Donald Trump hat mit einem Angriff auf eine bislang wenig bekannte iranische Atomeinrichtung gedroht. In einem Radiointerview bezeichnete er den als „Pickaxe Mountain“ bekannten Standort als mögliches Ziel für einen „großen, fetten Angriff“. Dieser werde wahrscheinlich „relativ bald“ erfolgen, sagte Trump in einem Interview am Montag (Ortszeit). Der Komplex liegt im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran. „Pickaxe Mountain“ (Spitzhackenberg) ist die englische Übersetzung des Namens. Natans war bereits im vergangenen Jahr Ziel amerikanischer Luftangriffe.  Über den genauen Zweck von „Pickaxe Mountain“ ist nur wenig bekannt. Der Bau begann nach einem Brand und einer Explosion im Juli 2020, bei denen eine oberirdische Montagehalle für fortgeschrittene Zentrifugen in Natans schwer beschädigt wurde. Iran sprach von Sabotage. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, bestätigte später, dass Iran mit dem Bau einer unterirdischen Ersatzanlage begonnen habe. Inspekteure der IAEA haben die Hallen bislang nicht betreten. Die bekannte Anreicherungsanlage Natans stand jedoch jahrelang unter internationaler Aufsicht.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Iran: Haben US-Luftwaffenstützpunkt mit ballistischen Raketen angegriffen Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen amerikanischen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen. In einer von der Nachrichtenagentur Fars veröffentlichten Erklärung ruft die militärische Eliteeinheit die jordanische Bevölkerung dazu auf, die US-Militärbasen in ihrem Land niederzureißen. Zugleich verbreiteten die Revolutionsgarden in der Erklärung die Darstellung, ihre Feindschaft gelte nicht Jordanien. Vielmehr liebe man das jordanische Volk, „das den Schmerz und die Unterdrückung der Palästinenser besser als jede andere Nation“ verstehe. Vonseiten der USA gab es zu dem Angriff bislang keine Bestätigung. Zugleich verbreiteten die Revolutionsgarden in der Erklärung die Darstellung, ihre Feindschaft gelte nicht Jordanien. Vielmehr liebe man das jordanische Volk, „das den Schmerz und die Unterdrückung der Palästinenser besser als jede andere Nation“ verstehe. Vonseiten der USA gab es zu dem Angriff bislang keine Bestätigung. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Klaus Bardenhagen Iran bestätigt Raketen- und Drohnenangriffe auf Ziele in Bahrain Waffenlager, „ein Satellitenkommunikationszentrum und ein Wohngebäude der US-Streitkräfte“ auf einem Militärstützpunkt seien ins Visier genommen worden, teilten die iranischen Revolutionsgarden nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders Irib mit. Über Bahrains Hauptstadt Manama steigt am Dienstagmorgen nach einem Drohnenangriff Rauch auf. Reuters Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

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15. Juli
Handelsblatt

Iran-Krieg: Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken

Iran-Krieg: Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken Washington. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“, sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe auch in den kommenden Nächten an. Die Attacken würden weitergehen, „bis ich sage, dass es genug ist“. Der 80-Jährige hatte dem Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht, seine Drohung dann aber nicht wahr gemacht. Damals wollte der Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige und vom Iran mit Angriffen und Drohungen blockierte Straße von Hormus für den Schiffsverkehr zu öffnen. Nächste Angriffswelle nach Attacken auf Schiffe Das US-Militär begann am Dienstag nach eigenen Angaben seine nächste Welle von Angriffen auf den Iran und nahm auch die Seeblockade iranischer Häfen und Küstengebiete wieder auf. Mit den neuen Angriffen sollten laut US-Angaben iranische Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus verhindert werden. Nach sieben Stunden sei die Angriffswelle dann am Mittwochmorgen deutscher Zeit beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Dutzende militärische Ziele - darunter Raketenstellungen und Verteidigungssysteme - in der Nähe der Straße von Hormus sowie in iranischen Küstengebieten seien getroffen worden. Schon in den vorherigen Nächten hatte es ähnliche Attacken gegeben. Das US-Militär wirft dem Iran vor, in der zurückliegenden Woche sieben Handelsschiffe angegriffen zu haben. Demnach wurden knapp ein Dutzend Crewmitglieder getötet, verletzt oder vermisst gemeldet. Trump hatte die seit April geltende - aber ohnehin etliche Male gebrochene - Waffenruhe mit dem Iran vergangene Woche für beendet erklärt und danach weitere harte Angriffe auf die Islamische Republik angekündigt. Die USA und Israel hatten den Krieg am 28. Februar gemeinsam begonnen. Mitte Juni einigten sich Washington und Teheran dann im Bemühen um ein Kriegsende auf ein Rahmenabkommen, das Ausgangspunkt für vertiefte Verhandlungen sein sollte. Die Gespräche gerieten jedoch schon vor den jüngsten Angriffen ins Stocken.

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14. Juli
Die Welt (Politik)

Neue Angriffe auf Iran – Trump droht, dass „es nächste Woche für sie richtig schlimm wird“

Neue Angriffe auf Iran – Trump droht, dass „es nächste Woche für sie richtig schlimm wird“ In der vierten Nacht in Folge haben die USA Ziele im Iran angegriffen. Donald Trump droht für die kommende Woche mit Attacken auf Kraftwerke und Brücken. Unterdessen wurde die Blockade iranischer Häfen wieder aufgenommen. Die US-Armee hat die vierte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen. Die neuerlichen Luftangriffe sollten „die iranischen Fähigkeiten weiter schwächen, die für Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus eingesetzt werden“, erklärte das zuständige Regionalkommando Centcom am Dienstag im Onlinedienst X. Für den Fall des Scheiterns der Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken in der kommenden Woche gedroht. „Nächste Woche wird es für sie richtig schlimm, denn nächste Woche sind die Kraftwerke dran. Nächste Woche sind die Brücken dran“, sagte Trump in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. „Wir werden alle ihre Kraftwerke ausschalten. Wir werden alle ihre Brücken ausschalten, es sei denn, sie setzen sich an den Tisch und verhandeln.“ Unterdessen hat das US-Militär die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aufgenommen. Der Einsatz habe um 16 Uhr US-Ostküstenzeit (22 Uhr MESZ) begonnen, teilte Centcom mit. Derzeit seien „mehr als 20 Kriegsschiffe der US-Marine und hunderte Militärflugzeuge im gesamten Nahen Osten im Einsatz“. Die amerikanischen Streitkräfte seien „wachsam, schlagkräftig und einsatzbereit“, erklärte das Regionalkommando. Die USA hatten die Blockade erstmals Mitte April verhängt und sie dann Mitte Juni, einen Tag nach der Unterzeichnung des vorläufigen Rahmenabkommens, das auf eine dauerhafte Beendigung des Krieges abzielte, wieder aufgehoben. Das Abkommen sah eine Frist von 60 Tagen vor, um auch eine Einigung über das iranische Atomprogramm auszuhandeln, doch die Gespräche sind ins Stocken geraten und der Konflikt um die Meerenge hat sich verschärft. Trump kündigte daraufhin am Montag eine Wiederaufnahme der Blockade an. Der Iran hatte den USA kurz vor Inkrafttreten der neuerlichen Seeblockade vorgeworfen, dadurch das zwischen den beiden Ländern ausgehandelten Rahmenabkommen „demontiert“ zu haben. Der Iran führte ebenfalls neue Angriffe durch. Kuwaits Armee meldete vier verletzte Soldaten bei einem Angriff auf eines ihrer Marineschiffe. Das Militär machte den Iran für die Attacke verantwortlich. Die Streitkräfte hätten zudem eine ballistische Rakete, fünf Marschflugkörper und 33 Drohnen abgefangen, hieß es in einer Mitteilung weiter. Die Angriffe hätten sich gegen zivile und strategisch wichtige Einrichtungen gerichtet. Auch in Bahrain ertönten wieder die Warnsirenen. Bürger wurden aufgerufen, Anweisungen der Behörden zu befolgen und sich in Sicherheit zu begeben, wie das Innenministerium mitteilte. Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi bezeichnete die Hoheit über die Straße von Hormus als Teil der nationalen Sicherheit des Landes. Der Iran werde die Souveränität darüber um jeden Preis ausüben, sagte er in einem Interview des staatlichen Fernsehens. Der Iran habe keine Verpflichtungen im Zusammenhang mit der mit den USA unterzeichneten Absichtserklärung. Trump zieht Forderung nach Hormus‑Gebühr überraschend wieder zurück Zuvor war US-Präsident Trump von einer anderen Ankündigung abgerückt. So wolle er nun doch keine Gebühr für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus verlangen, teilte er mit. Stattdessen schwebten ihm nun Handels- und Investitionsabkommen mit Golfstaaten vor. Trump kündigte zuletzt auf seiner Plattform Truth Social an, er habe nach „äußerst produktiven Gesprächen“ mit namentlich nicht genannten Vertretern von Staaten im Nahen Osten beschlossen, die Gebühr „durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die die verschiedenen Golfstaaten mit den Vereinigten Staaten abschließen werden“. Der Präsident behauptete, dass die nicht bezifferten Investitionen „massiv“ und von Vorteil für die Golfstaaten werden würden. Unklar war zunächst, mit wem Trump gesprochen hat und ob Golfstaaten tatsächlich derartigen Plänen zugesagt haben. Über den plötzlichen Sinneswandel sagte Trump bei einer Pressekonferenz mit dem irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi, dass er von Menschen aus verschiedenen Ländern angerufen worden sei. Diese hätten andere Ideen vorgeschlagen und dabei auch Milliardeninvestitionen in den USA ins Spiel gebracht. Trump betonte dabei auch, dass er es gut fände, dass „niemand“ eine Gebühr für die Nutzung im Kontext der Straße von Hormus verlangen sollte. „Ich mag das Konzept einer Gebühr nicht“, sagte er weiter. Gestern noch Verfechter von Gebühr für US-Geleit gewesen Dass nun rund 24 Stunden nach seinem jüngsten Truth-Social-Post das Projekt wieder eingestampft wird, ist als Rückschlag zu sehen: Trump hatte erst am Montag die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. In diesem Zuge sagte er auch, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der für den weltweiten Ölhandel strategisch wichtige Meerenge aus „Fairnessgründen“ Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Dies solle die Kosten, die im Zuge der Sicherstellung der Passage anfallen, kompensieren. Der Prozess und die Umsetzung würden umgehend beginnen, schrieb er weiter.

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