6. April Süddeutsche Zeitung (Politik)
Krieg in der Ukraine: Tote und Verletzte in Odessa nach russischen Angriffen
Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Ukraine attackiert wieder russische Ölanlagen – trotz der Bitte von Verbündeten, die Angriffe auszusetzen
Kiew erwartet Besuch von US-Delegation nach Ostern
Ukraine: Tote bei russischem Angriff auf Markt in Frontstadt
Russlands Armee lockt Studenten als Drohnenpiloten
Russland will Gebiet Luhansk eingenommen haben – Ukraine spricht von Propaganda
Tote und Verletzte in Odessa nach russischen Angriffen
Bei neuen schweren russischen Drohnenangriffen auf die südukrainische Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer sind mindestens drei Menschen getötet worden. 15 Bewohner, unter ihnen eine Schwangere und zwei Kinder, seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Demnach traf eine Drohne ein mehrgeschossiges Wohnhaus. Bei den Toten handele es sich um eine 30 Jahre alte Frau und ihre zweieinhalb Jahre alte Tochter sowie um eine 53 Jahre alte Frau. Kiper berichtete von Bränden und erheblichen Zerstörungen.
„Getroffen wurden Wohnhäuser, kritische Infrastruktur und Verwaltungsgebäude“, sagte Kiper. „Die Rettungsarbeiten dauern an, unter den Trümmern könnten sich noch Menschen befinden.“ Hundeführer und Psychologen seien im Einsatz. „Die Strafverfolgungsbehörden dokumentieren die jüngsten Kriegsverbrechen des Aggressor-Staates gegen die Zivilbevölkerung“, sagte er.
„Getroffen wurden Wohnhäuser, kritische Infrastruktur und Verwaltungsgebäude“, sagte Kiper. „Die Rettungsarbeiten dauern an, unter den Trümmern könnten sich noch Menschen befinden.“ Hundeführer und Psychologen seien im Einsatz. „Die Strafverfolgungsbehörden dokumentieren die jüngsten Kriegsverbrechen des Aggressor-Staates gegen die Zivilbevölkerung“, sagte er.
Die ukrainische Luftverteidigung meldete 141 russische Drohnenangriffe, von denen 114 abgewehrt worden seien. Im Gebiet Tschernihiw im Norden der Ukraine waren nach russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur laut Behörden rund 340 000 Kunden ohne Strom.
In der russischen Stadt Noworossijsk am Schwarzen Meer seien infolge ukrainischer Drohnenattacken acht Menschen verletzt worden infolge ukrainischer Drohnenattacken, sagte der Gouverneur des Gebiets Krasnodar, Weniamin Kondratjew. Unter den Verletzten seien zwei Kinder. Es seien sechs Wohnhäuser beschädigt worden. Trümmer von abgeschossenen Drohnen seien auf dem Gelände mehrerer Betriebe gefunden worden. Getroffen worden sein soll laut Berichten in den sozialen Netzwerken das Ölterminal „Schescharis“ des Konzerns Transneft. Von dort aus exportiert Russland auch Öl.
In der russischen Stadt Noworossijsk am Schwarzen Meer seien infolge ukrainischer Drohnenattacken acht Menschen verletzt worden infolge ukrainischer Drohnenattacken, sagte der Gouverneur des Gebiets Krasnodar, Weniamin Kondratjew. Unter den Verletzten seien zwei Kinder. Es seien sechs Wohnhäuser beschädigt worden. Trümmer von abgeschossenen Drohnen seien auf dem Gelände mehrerer Betriebe gefunden worden. Getroffen worden sein soll laut Berichten in den sozialen Netzwerken das Ölterminal „Schescharis“ des Konzerns Transneft. Von dort aus exportiert Russland auch Öl.
Bericht: Ölverladung im russischen Ostseehafen Ust-Luga läuft wieder
Der wichtige russische Ostseehafen Ust-Luga nimmt einem Medienbericht zufolge nach tagelangen Unterbrechungen durch ukrainische Drohnenangriffe die Rohölverladung wieder auf. Das Schiff The Jewel habe mit der Verladung begonnen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Schifffahrtsdaten. Eine Stellungnahme des russischen Pipeline-Betreibers Transneft lag zunächst nicht vor. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters sind mindestens 40 Prozent der russischen Ölexportkapazitäten durch Drohnenangriffe und andere Zwischenfälle gestört.
Selenskij in Syrien zum Austausch von Kriegserfahrungen
Der ukrainische Staatschef Wolodimir Selenskij hat in Damaskus den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa getroffen. „Es gibt ein großes Interesse, die Erfahrungen im militärischen und Sicherheitsbereich auszutauschen“, sagte Selenskij, der von einer großen ukrainischen Delegation begleitet wurde. Beide Seiten hätten vereinbart, für die Entwicklung ihrer Gesellschaften zusammenzuarbeiten, sagte der Ukrainer.
Gesprochen worden sei auch über die Ukraine als verlässlicher Lieferant von Lebensmittelprodukten, sagte Selenskij. „Wir setzen unsere aktive ukrainische Diplomatie im Interesse echter Sicherheit und wirtschaftlicher Zusammenarbeit fort“, teilte er in den sozialen Netzwerken mit. „Jedes Volk, jede Region verdient ein Leben in Frieden“, sagte er angesichts der langjährigen Kriegserfahrungen Syriens.
Bei Verhandlungen in Ländern des Nahen Ostens hatte Selenskij zuletzt mehrere Vereinbarungen über eine militärische Zusammenarbeit geschlossen. Ukrainische Drohnenexperten sind im Nahen Osten im Einsatz, um beim Schutz vor iranischen Drohnenangriffen zu helfen. Selenskij bot zuletzt außerdem mehrfach an, dass die Ukraine auch bei der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus helfen könnte. Gefragt worden sei das Land aber bisher nicht.
Gesprochen worden sei auch über die Ukraine als verlässlicher Lieferant von Lebensmittelprodukten, sagte Selenskij. „Wir setzen unsere aktive ukrainische Diplomatie im Interesse echter Sicherheit und wirtschaftlicher Zusammenarbeit fort“, teilte er in den sozialen Netzwerken mit. „Jedes Volk, jede Region verdient ein Leben in Frieden“, sagte er angesichts der langjährigen Kriegserfahrungen Syriens.
Bei Verhandlungen in Ländern des Nahen Ostens hatte Selenskij zuletzt mehrere Vereinbarungen über eine militärische Zusammenarbeit geschlossen. Ukrainische Drohnenexperten sind im Nahen Osten im Einsatz, um beim Schutz vor iranischen Drohnenangriffen zu helfen. Selenskij bot zuletzt außerdem mehrfach an, dass die Ukraine auch bei der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus helfen könnte. Gefragt worden sei das Land aber bisher nicht.
Ukraine attackiert wieder russische Ölanlagen – trotz der Bitte von Verbündeten, die Angriffe auszusetzen
Die Ukraine hat bei neuen Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie mehrere Objekte in Brand gesetzt. Im Gebiet Nischni Nowgorod tief im russischen Hinterland berichtete Gouverneur Gleb Nikitin auf Telegram, dass 30 ukrainische Drohnenschläge abgewehrt worden seien. Herabfallende Trümmer hätten Feuer in zwei Objekten des Ölkonzerns Lukoil ausgelöst. Es seien auch Wohnhäuser und ein Heizkraftwerk beschädigt worden. Demnach kam es auch zu Stromausfällen. Verletzte gebe es nach vorläufigen Angaben nicht.
Im Gebiet Leningrad an der Ostsee war – wie zuletzt schon mehrfach – der Hafen Primorsk Ziel ukrainischer Angriffe, wie Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram mitteilte. Dort sei es an einer Ölleitung zu einem „ungefährlichen Brand“ gekommen. 19 ukrainische Drohnenattacken seien abgewehrt worden. Der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, bestätigte die Angriffe. Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete, dass die Flugabwehr in der Nacht insgesamt 87 ukrainische Drohnen über russischen Zielen zerstört habe.
Wie das ukrainische Onlineportal Kyiv Independent berichtete, erfolgten die jüngsten Angriffe zu einem Zeitpunkt, nachdem Kiew bestätigt hat, dass ausländische Verbündete darum gebeten hatten, die Angriffe auf russische Ölraffinerien auszusetzen – weil der Iran-Krieg die Treibstoffpreise weltweit in die Höhe treibt.
Kyrylo Budanow, der Kanzleichef des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij, sagte dazu in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg: „Lassen Sie uns diese Frage diplomatisch beantworten: Wir erhalten diesbezüglich gewisse Signale.“ Einzelheiten nannte er nicht, und auch nicht, welche Länder es waren. Am 30. März hatte auch schon Selenskij von entsprechenden Signalen berichtet und erklärt: Falls Russland das ukrainische Energiesystem nicht mehr attackiere, sei die Ukraine im Gegenzug bereit, ihre Angriffe einzustellen.
Die Ukraine nimmt immer wieder russische Energieanlagen in ihrem Abwehrkampf ins Visier. Ziel Kiews ist es, auf diese Weise Moskaus Einnahmen aus dem Verkauf von Öl und Gas zu minimieren. Mit den Erlösen aus dem Energieexport finanziert Russland seine Kriegswirtschaft.
Im Gebiet Leningrad an der Ostsee war – wie zuletzt schon mehrfach – der Hafen Primorsk Ziel ukrainischer Angriffe, wie Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram mitteilte. Dort sei es an einer Ölleitung zu einem „ungefährlichen Brand“ gekommen. 19 ukrainische Drohnenattacken seien abgewehrt worden. Der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, bestätigte die Angriffe. Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete, dass die Flugabwehr in der Nacht insgesamt 87 ukrainische Drohnen über russischen Zielen zerstört habe.
Wie das ukrainische Onlineportal Kyiv Independent berichtete, erfolgten die jüngsten Angriffe zu einem Zeitpunkt, nachdem Kiew bestätigt hat, dass ausländische Verbündete darum gebeten hatten, die Angriffe auf russische Ölraffinerien auszusetzen – weil der Iran-Krieg die Treibstoffpreise weltweit in die Höhe treibt.
Kyrylo Budanow, der Kanzleichef des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij, sagte dazu in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg: „Lassen Sie uns diese Frage diplomatisch beantworten: Wir erhalten diesbezüglich gewisse Signale.“ Einzelheiten nannte er nicht, und auch nicht, welche Länder es waren. Am 30. März hatte auch schon Selenskij von entsprechenden Signalen berichtet und erklärt: Falls Russland das ukrainische Energiesystem nicht mehr attackiere, sei die Ukraine im Gegenzug bereit, ihre Angriffe einzustellen.
Die Ukraine nimmt immer wieder russische Energieanlagen in ihrem Abwehrkampf ins Visier. Ziel Kiews ist es, auf diese Weise Moskaus Einnahmen aus dem Verkauf von Öl und Gas zu minimieren. Mit den Erlösen aus dem Energieexport finanziert Russland seine Kriegswirtschaft.
Kiew erwartet Besuch von US-Delegation nach Ostern
Im Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs rechnet die Ukraine noch im April mit dem Besuch einer US-Delegation in der Hauptstadt Kiew. Das sagte der Kanzleichef des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij in einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Delegation könnte bereits kurz nach dem orthodoxen Osterfest eintreffen, sagte Kyrylo Budanow. Das Fest wird am 12. April gefeiert.
Die Delegation soll laut Budanow vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, geleitet werden. Die beiden waren bereits mehrfach in Russland zu Gast, es wäre aber ihr erster offizieller Besuch in der Ukraine. Auch der republikanische US-Senator Lindsey Graham könnte laut dem Bericht dabei sein. Die US-Seite bestätigte den Besuch laut Bloomberg bisher nicht.
Bei den Gesprächen dürfte es vor allem um US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine gehen, falls es nach einem Waffenruheabkommen zu einer erneuten russischen Aggression kommen sollte. „Wir haben schon vor langer Zeit klargemacht, was wir wollen. Ich denke, das dürfte bald umgesetzt werden“, sagte Budanow in dem Interview. Bei den Sicherheitsgarantien seien „definitiv Fortschritte gemacht“ worden.
Die Gespräche über ein mögliches Kriegsende waren zuletzt ins Stocken geraten. Selenskij hatte unter anderem von Druck der USA berichtet, die Ukraine solle für einen Frieden – wie von Russland gefordert – ihre letzten Stellungen in der östlichen Industrieregion Donbass räumen. Selenskij hatte erst am Mittwoch per Videoschalte mit Trumps Unterhändlern sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte über den Friedensprozess beraten.
Die Delegation soll laut Budanow vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, geleitet werden. Die beiden waren bereits mehrfach in Russland zu Gast, es wäre aber ihr erster offizieller Besuch in der Ukraine. Auch der republikanische US-Senator Lindsey Graham könnte laut dem Bericht dabei sein. Die US-Seite bestätigte den Besuch laut Bloomberg bisher nicht.
Bei den Gesprächen dürfte es vor allem um US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine gehen, falls es nach einem Waffenruheabkommen zu einer erneuten russischen Aggression kommen sollte. „Wir haben schon vor langer Zeit klargemacht, was wir wollen. Ich denke, das dürfte bald umgesetzt werden“, sagte Budanow in dem Interview. Bei den Sicherheitsgarantien seien „definitiv Fortschritte gemacht“ worden.
Die Gespräche über ein mögliches Kriegsende waren zuletzt ins Stocken geraten. Selenskij hatte unter anderem von Druck der USA berichtet, die Ukraine solle für einen Frieden – wie von Russland gefordert – ihre letzten Stellungen in der östlichen Industrieregion Donbass räumen. Selenskij hatte erst am Mittwoch per Videoschalte mit Trumps Unterhändlern sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte über den Friedensprozess beraten.
Ukraine: Tote bei russischem Angriff auf Markt in Frontstadt
Aus der ukrainischen Frontstadt Nikopol wird ein russischer Angriff mit zahlreichen Opfern gemeldet. Fünf Personen seien getötet und 19 weitere verletzt worden, teilt die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft mit. Unter den Toten sei ein 14 Jahre altes Mädchen. Ums Leben kamen Gouverneur Oleksandr Hanscha zufolge drei Frauen und zwei Männer.
Die Drohnenattacke habe einem Markt gegolten. „Das ist ein weiteres Kriegsverbrechen, das von der Russischen Föderation verübt wird“, erklärt die Behörde auf Telegram. Nikopol liegt nur wenige Kilometer von russisch besetztem Gebiet am anderen Ufer des Flusses Dnipro entfernt. Die Stadt ist regelmäßig Ziel von Angriffen.
Die Drohnenattacke habe einem Markt gegolten. „Das ist ein weiteres Kriegsverbrechen, das von der Russischen Föderation verübt wird“, erklärt die Behörde auf Telegram. Nikopol liegt nur wenige Kilometer von russisch besetztem Gebiet am anderen Ufer des Flusses Dnipro entfernt. Die Stadt ist regelmäßig Ziel von Angriffen.
Ukraine: Drei Tote bei russischem Luftangriff auf Kramatorsk
Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk sind nach Angaben des Gouverneurs der Region drei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Die Angreifer hätten Bomben auf die Stadt abgeworfen, teilte Wadym Filaschkin über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Kramatorsk gehört zum ukrainischen Festungsgürtel und gilt als wichtiges Ziel beim langsamen Vormarsch der Invasionstruppen in der Region Donezk.
Russische Einnahmen aus Öl und Gas eingebrochen
Die russischen Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft sind im März im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 617 Milliarden Rubel (7,72 Milliarden Dollar) gesunken. Das geht aus Daten des Finanzministeriums hervor, die den Rückgang mit niedrigeren Ölpreisen und einem stärkeren Rubel begründen.
Die Zahlen basieren allerdings auf der Produktion im Februar und beziehen sich damit auf die Zeit vor Beginn des US-israelischen Kriegs gegen Iran. Der durch den Krieg ausgelöste Ölpreisanstieg ist noch nicht eingerechnet.
Von April an kann Russland wieder mit wachsenden Erlösen rechnen. Moskau profitiert somit vom Iran-Krieg und kann damit rechnen, dass sich seine Kriegskasse wieder füllt. Die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft sind entscheidend für den russischen Staatshaushalt, der angesichts hoher Militärausgaben ein massives Defizit aufweist.
Die Zahlen basieren allerdings auf der Produktion im Februar und beziehen sich damit auf die Zeit vor Beginn des US-israelischen Kriegs gegen Iran. Der durch den Krieg ausgelöste Ölpreisanstieg ist noch nicht eingerechnet.
Von April an kann Russland wieder mit wachsenden Erlösen rechnen. Moskau profitiert somit vom Iran-Krieg und kann damit rechnen, dass sich seine Kriegskasse wieder füllt. Die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft sind entscheidend für den russischen Staatshaushalt, der angesichts hoher Militärausgaben ein massives Defizit aufweist.
Selenskij: Russland greift mit Hunderten Drohnen an
Das russische Militär hat die Ukraine am Karfreitag bei einem schweren Luftangriff mit Raketen und Drohnen überzogen. Von „Hunderten Shahed-Kampfdrohnen und Dutzenden Raketen gegen unsere Städte und Gemeinden“ berichtete Präsident Wolodimir Selenskij in sozialen Netzwerken nach einem Telefonat mit Papst Leo XIV.
Selenskij erklärte, so sehe die russische Antwort auf sein Angebot zu einer Waffenruhe über Ostern aus. Allerdings feiern die Kirchen in der Ukraine wie in Russland Ostern nach orthodoxem Kalender erst kommende Woche, am 12. April.
Im Umland der Hauptstadt Kiew wurde nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt. Durch die Angriffe kam es nach Auskunft der örtlichen Stromversorger auch zu Stromausfällen in der Dreimillionenstadt Kiew und anderen Gebieten. Zuvor war wegen der Gefahr durch russische Raketen und Drohnen im ganzen Land Luftalarm ausgelöst worden.
Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte das russische Militär über Nacht und tagsüber mehr als 500 Drohnen und 37 Raketen unterschiedlichen Typs ein. Demnach wurde der Großteil der Flugkörper rechtzeitig abgefangen. Dennoch habe es an 20 Orten Einschläge gegeben. Als Vorsichtsmaßnahme ließ die polnische Armee einer Mitteilung zufolge eigene Abfangjäger aufsteigen.
Selenskij erklärte, so sehe die russische Antwort auf sein Angebot zu einer Waffenruhe über Ostern aus. Allerdings feiern die Kirchen in der Ukraine wie in Russland Ostern nach orthodoxem Kalender erst kommende Woche, am 12. April.
Im Umland der Hauptstadt Kiew wurde nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt. Durch die Angriffe kam es nach Auskunft der örtlichen Stromversorger auch zu Stromausfällen in der Dreimillionenstadt Kiew und anderen Gebieten. Zuvor war wegen der Gefahr durch russische Raketen und Drohnen im ganzen Land Luftalarm ausgelöst worden.
Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte das russische Militär über Nacht und tagsüber mehr als 500 Drohnen und 37 Raketen unterschiedlichen Typs ein. Demnach wurde der Großteil der Flugkörper rechtzeitig abgefangen. Dennoch habe es an 20 Orten Einschläge gegeben. Als Vorsichtsmaßnahme ließ die polnische Armee einer Mitteilung zufolge eigene Abfangjäger aufsteigen.
Russischer Kampfjet auf der Krim abgestürzt
Ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-30 ist nach Moskauer Angaben bei einem Übungsflug auf der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim abgestürzt. Die Besatzung habe sich mit dem Schleudersitz retten können, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Maschine habe keine Munition an Bord gehabt, meldete die Nachrichtenagentur Interfax.
Russland unterhält mehrere Luftwaffenstützpunkte auf der Halbinsel. In der Vergangenheit hat die Ukraine schon einige russische Flugzeuge und Flugabwehrraketen attackiert. Die Su-30 ist ein zweisitziges Mehrkampfflugzeug, dessen Entwicklung noch in der Sowjetunion begann.
Russland unterhält mehrere Luftwaffenstützpunkte auf der Halbinsel. In der Vergangenheit hat die Ukraine schon einige russische Flugzeuge und Flugabwehrraketen attackiert. Die Su-30 ist ein zweisitziges Mehrkampfflugzeug, dessen Entwicklung noch in der Sowjetunion begann.
Ein russisches Kampfflugzeug vom Typ "Suchoi Su-30" auf einem Flugplatz in der südrussischen Region Krasnodar. Vitaliy Timkiv/AP/dpa
Russische Drohnenangriffe auf Charkiw seit mehr als 24 Stunden
Die ostukrainische Großstadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland wird nach Behördenangaben seit mehr als 24 Stunden von ständigen russischen Luftangriffen überzogen. In der Nacht habe es vier Raketenangriffe gegeben, schrieb der Militärgouverneur des Gebietes Charkiw, Oleh Synjehubow, auf Telegram. Die Polizei berichtete morgens von fünf Verletzten und Schäden an Wohnhäusern und Bürogebäuden. Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, schrieb auf Telegram von Angriffen auf vier Stadtteile. Nach Behördenangaben schlugen mindestens 20 Drohnen in der Stadt ein.
Schon am Donnerstag hatte die russische Armee die Stadt immer wieder mit Kampfdrohnen angegriffen, es gab rund um die Uhr Luftalarm. Ukrainische Rettungskräfte sprachen von russischen Drohnen des iranischen Bautyps Shahed mit schnellem Jetantrieb. Deren Flugzeit von Russland bis Charkiw sei so kurz, dass eine Abwehr schwierig sei. Die zweitgrößte Stadt der Ukraine, die vor dem Krieg 1,4 Millionen Einwohner zählte, liegt nur etwa 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
Schon am Donnerstag hatte die russische Armee die Stadt immer wieder mit Kampfdrohnen angegriffen, es gab rund um die Uhr Luftalarm. Ukrainische Rettungskräfte sprachen von russischen Drohnen des iranischen Bautyps Shahed mit schnellem Jetantrieb. Deren Flugzeit von Russland bis Charkiw sei so kurz, dass eine Abwehr schwierig sei. Die zweitgrößte Stadt der Ukraine, die vor dem Krieg 1,4 Millionen Einwohner zählte, liegt nur etwa 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
Laura Otter
Russlands Armee lockt Studenten als Drohnenpiloten
Die russische Armee wirbt an mehreren Hochschulen mit hohen finanziellen Angeboten um Studierende. Sie werden beispielsweise als Drohnenpiloten gebraucht. Nach Zählung unabhängiger Medien gab es seit dem vergangenen Herbst mehr als 200 Werbeveranstaltungen an russischen Hochschulen. Plakate zeigen einen jungen Drohnenpiloten mit einer Hightech-Brille unter dem Titel „Die neuen Unverzichtbaren“. Sie wenden sich vor allem an Studenten technischer Fächer wie Ingenieurwesen oder Luftfahrt. Ihnen versprechen die Hochschulen im Falle einer Selbstverpflichtung Zahlungen, die sich umgerechnet auf hohe fünfstellige Euro-Beträge im Jahr summieren. So beziffert die Fernöstliche Föderale Universität in Wladiwostok den Sold im ersten Jahr auf mindestens 5,5 Millionen Rubel (rund 59 000 Euro).
An einigen Universitäten wurden den Angaben zufolge interne Dokumente der russischen Armee öffentlich gemacht, wonach die neue Drohnentruppe in diesem Jahr eine Stärke von 78 000 Mann erreichen soll. Kremlsprecher Dmitrij Peskow kommentierte in Moskau, ihm sei von einer solchen Anordnung nichts bekannt. Russland hatte Ende vergangenen Jahres auf Geheiß von Präsident Wladimir Putin eine besondere Einheit für den Drohnenkrieg aufgestellt. Peskow sagte am Donnerstag vor Journalisten, Personal werde unter Studenten und in weiteren Bevölkerungskreisen geworben: „Dieses Angebot existiert, es ist, wie man so sagt, auf dem Markt, und gilt für alle gleichermaßen: für Arbeiter, für Studenten, für Arbeitslose und so weiter und so fort“, sagte Peskow.
Die Bemühungen deuten darauf hin, dass Russland wegen seiner Verluste neue Maßnahmen zur Vergrößerung der Truppe erlässt. So verordnete der Gouverneur der Region Rjasan, Pawel Malkow, privaten und öffentlichen Unternehmen Quoten für die Zahl an Mitarbeitern, die Verträge mit dem Verteidigungsministerium unterzeichnen sollen. Firmen mit bis zu 300 Beschäftigten sollen mindestens zwei Rekruten stellen, wie es in einem auf einer Regierungswebsite veröffentlichten und von staatlichen Medien verbreiteten Erlass heißt. Bei bis zu 500 Mitarbeitern sind es drei, bei mehr als 500 Beschäftigten fünf Rekruten.
Lesen Sie zu den Lockversuchen des russischen Militärs an den Hochschulen den Text von Silke Bigalke:
An einigen Universitäten wurden den Angaben zufolge interne Dokumente der russischen Armee öffentlich gemacht, wonach die neue Drohnentruppe in diesem Jahr eine Stärke von 78 000 Mann erreichen soll. Kremlsprecher Dmitrij Peskow kommentierte in Moskau, ihm sei von einer solchen Anordnung nichts bekannt. Russland hatte Ende vergangenen Jahres auf Geheiß von Präsident Wladimir Putin eine besondere Einheit für den Drohnenkrieg aufgestellt. Peskow sagte am Donnerstag vor Journalisten, Personal werde unter Studenten und in weiteren Bevölkerungskreisen geworben: „Dieses Angebot existiert, es ist, wie man so sagt, auf dem Markt, und gilt für alle gleichermaßen: für Arbeiter, für Studenten, für Arbeitslose und so weiter und so fort“, sagte Peskow.
Die Bemühungen deuten darauf hin, dass Russland wegen seiner Verluste neue Maßnahmen zur Vergrößerung der Truppe erlässt. So verordnete der Gouverneur der Region Rjasan, Pawel Malkow, privaten und öffentlichen Unternehmen Quoten für die Zahl an Mitarbeitern, die Verträge mit dem Verteidigungsministerium unterzeichnen sollen. Firmen mit bis zu 300 Beschäftigten sollen mindestens zwei Rekruten stellen, wie es in einem auf einer Regierungswebsite veröffentlichten und von staatlichen Medien verbreiteten Erlass heißt. Bei bis zu 500 Mitarbeitern sind es drei, bei mehr als 500 Beschäftigten fünf Rekruten.
Lesen Sie zu den Lockversuchen des russischen Militärs an den Hochschulen den Text von Silke Bigalke:
Russland will Gebiet Luhansk eingenommen haben – Ukraine spricht von Propaganda
Russland übertreibt oft, wenn es um Geländegewinne in der Ukraine geht. Das Vorgehen wird auch regelmäßig sogar von sonst eher kriegsbefürwortenden russischen Militärbloggern kritisiert. Nun behauptet Moskau, das Gebiet Luhansk – die östlichste Region der Ukraine – sei vollständig eingenommen worden. „Einheiten der Armeegruppe ‚West‘ haben die Befreiung der Volksrepublik Luhansk abgeschlossen“, erklärte das russische Verteidigungsministerium laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass am Mittwoch (1. April).
Die ukrainische Armee dementierte und sprach von Lügen, Falschmeldungen und Propaganda. „Ukrainische Truppen halten die letzten Verteidigungslinien in der Region“, teilte die dritte Angriffsbrigade der Ukraine am Mittwochabend auf Telegram mit.
Auch das Institute for the Study of War (ISW) schrieb in seiner Bewertung, die Angaben aus Moskau zu Luhansk seien übertrieben. Zwar kontrollieren russische Kämpfer den Großteil des Bezirks Luhansk schon seit Langem, zwei kleine Siedlungen konnten sie laut ISW-Angaben vom 1. April bislang jedoch nicht einnehmen.
Es ist das dritte Mal, dass Russland erklärt, den gesamten Bezirk Luhansk eingenommen zu haben. Im Sommer 2022 und im Sommer 2025 soll das angeblich auch schon der Fall gewesen sein. Die Militärexperten des ISW sehen die neuesten Behauptungen als Teil einer umfassenderen, koordinierten Informationskampagne des Kreml. Ziel dieser Kampagne sei es, ein falsches Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen, um die Ukraine zur Abtretung unbesetzter Gebiete des Bezirks Donezk zu zwingen.
Minimale Veränderungen an der Front in Luhansk sollen laut ISW-Einschätzung den falschen Eindruck erwecken, russische Streitkräfte rückten in verschiedenen Abschnitten des Schlachtfelds rasch vor. Das ist derzeit jedoch nicht der Fall, im Gegenteil, Russlands Vorstöße hatten sich zuletzt verlangsamt. Der Ukraine dagegen gelangen immer wieder Rückeroberungen, vor allem an der südlichen Front. Darauf deuten jeweils geolokalisierte Aufnahmen hin.
Dennoch ist die Lage an der Front an mehreren Abschnitten für die Ukraine nach wie vor herausfordernd. Das ukrainische Onlineportal Kyiv Independent weist darauf hin, dass die genaue Messung von Kontrolle, Verlust und Gewinn von Gebieten entlang der Frontlinien zunehmend schwieriger werde, da sich die umstrittene „Grauzone“ zwischen ukrainischem und russischem Gebiet ausdehne. Mit Blick auf die Region Luhansk schreibt das Portal: Ein kleines Stück Land an der Westgrenze des Gebiets sei weiterhin umstritten.
Die ukrainische Armee dementierte und sprach von Lügen, Falschmeldungen und Propaganda. „Ukrainische Truppen halten die letzten Verteidigungslinien in der Region“, teilte die dritte Angriffsbrigade der Ukraine am Mittwochabend auf Telegram mit.
Auch das Institute for the Study of War (ISW) schrieb in seiner Bewertung, die Angaben aus Moskau zu Luhansk seien übertrieben. Zwar kontrollieren russische Kämpfer den Großteil des Bezirks Luhansk schon seit Langem, zwei kleine Siedlungen konnten sie laut ISW-Angaben vom 1. April bislang jedoch nicht einnehmen.
Es ist das dritte Mal, dass Russland erklärt, den gesamten Bezirk Luhansk eingenommen zu haben. Im Sommer 2022 und im Sommer 2025 soll das angeblich auch schon der Fall gewesen sein. Die Militärexperten des ISW sehen die neuesten Behauptungen als Teil einer umfassenderen, koordinierten Informationskampagne des Kreml. Ziel dieser Kampagne sei es, ein falsches Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen, um die Ukraine zur Abtretung unbesetzter Gebiete des Bezirks Donezk zu zwingen.
Minimale Veränderungen an der Front in Luhansk sollen laut ISW-Einschätzung den falschen Eindruck erwecken, russische Streitkräfte rückten in verschiedenen Abschnitten des Schlachtfelds rasch vor. Das ist derzeit jedoch nicht der Fall, im Gegenteil, Russlands Vorstöße hatten sich zuletzt verlangsamt. Der Ukraine dagegen gelangen immer wieder Rückeroberungen, vor allem an der südlichen Front. Darauf deuten jeweils geolokalisierte Aufnahmen hin.
Dennoch ist die Lage an der Front an mehreren Abschnitten für die Ukraine nach wie vor herausfordernd. Das ukrainische Onlineportal Kyiv Independent weist darauf hin, dass die genaue Messung von Kontrolle, Verlust und Gewinn von Gebieten entlang der Frontlinien zunehmend schwieriger werde, da sich die umstrittene „Grauzone“ zwischen ukrainischem und russischem Gebiet ausdehne. Mit Blick auf die Region Luhansk schreibt das Portal: Ein kleines Stück Land an der Westgrenze des Gebiets sei weiterhin umstritten.
Russland: Ukrainische Drohnen nahe Öl-Anlagen tief im Landesinneren abgeschossen
Russland hat nach eigenen Angaben mehrere ukrainische Drohnen in der Nähe von Ölraffinerien in der Stadt Ufa tief im Landesinneren abgeschossen. Trümmerteile einer Drohne seien dort in einem Industriegebiet niedergegangen, teilte der Gouverneur der Teilrepublik Baschkortostan, Radij Chabirow, auf Telegram mit. Eine weitere Drohne habe ein Wohnhaus getroffen. Verletzt wurde demnach niemand. Ufa liegt im Südosten des europäischen Teils von Russland und mehr als 1000 Kilometer von der Ukraine entfernt.
Die Ukraine hat im vergangenen Monat ihre Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur verstärkt, um die Einnahmen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskrieges zu schmälern, und dabei zunehmend auch weitreichende Drohnen eingesetzt. Besonders im Fokus waren in den vergangenen Tagen Ölanlagen in der Nähe der Ostsee.
Finnischen Angaben zufolge sind die Öl- und Flüssigerdgas-Exporte aus den russischen Ostsee-Häfen Primorsk und Ust-Luga zum Erliegen gekommen. Die Verladung auf Tanker stehe seit gut einer Woche weitgehend still, teilte die finnische Grenzschutzbehörde, die den Schiffsverkehr in der Region überwacht, am Mittwoch mit. Derzeit würden nur sehr wenige Tanker die beiden Ölhäfen verlassen, sagte Mikko Hirvi, Leiter der Abteilung für maritime Sicherheit beim finnischen Grenzschutz, der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir sprechen hier von einzelnen Schiffen.“
Für Russland ist der Exportausfall laut Reuters die schwerste Störung seiner Ölexporte in der jüngeren Geschichte. Normalerweise passieren wöchentlich 40 bis 50 Tanker mit russischem Öl und Flüssigerdgas die Ostsee. Bereits in der vergangenen Woche waren Berechnungen von Reuters zufolge mindestens 40 Prozent der russischen Ölexportkapazitäten lahmgelegt. Dies schloss neben den Ostseehäfen auch die Druschba-Pipeline durch die Ukraine ein, die Ende Januar bei russischen Angriffen beschädigt worden war.
Die Ukraine hat im vergangenen Monat ihre Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur verstärkt, um die Einnahmen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskrieges zu schmälern, und dabei zunehmend auch weitreichende Drohnen eingesetzt. Besonders im Fokus waren in den vergangenen Tagen Ölanlagen in der Nähe der Ostsee.
Finnischen Angaben zufolge sind die Öl- und Flüssigerdgas-Exporte aus den russischen Ostsee-Häfen Primorsk und Ust-Luga zum Erliegen gekommen. Die Verladung auf Tanker stehe seit gut einer Woche weitgehend still, teilte die finnische Grenzschutzbehörde, die den Schiffsverkehr in der Region überwacht, am Mittwoch mit. Derzeit würden nur sehr wenige Tanker die beiden Ölhäfen verlassen, sagte Mikko Hirvi, Leiter der Abteilung für maritime Sicherheit beim finnischen Grenzschutz, der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir sprechen hier von einzelnen Schiffen.“
Für Russland ist der Exportausfall laut Reuters die schwerste Störung seiner Ölexporte in der jüngeren Geschichte. Normalerweise passieren wöchentlich 40 bis 50 Tanker mit russischem Öl und Flüssigerdgas die Ostsee. Bereits in der vergangenen Woche waren Berechnungen von Reuters zufolge mindestens 40 Prozent der russischen Ölexportkapazitäten lahmgelegt. Dies schloss neben den Ostseehäfen auch die Druschba-Pipeline durch die Ukraine ein, die Ende Januar bei russischen Angriffen beschädigt worden war.
Selenskij spricht mit Trump-Vertretern über Friedensprozess
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat mit den Unterhändlern von US-Präsident Donald Trump über den Friedensprozess für sein Land beraten. Selenskij schrieb auf der Plattform X, von US-Seite seien der Sondergesandte Steve Witkoff, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Senator Lindsey Graham zugeschaltet gewesen. Auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte nahm demnach an der Videoschalte teil.
Man sei übereingekommen, dass die Teams in den kommenden Tagen weiter an einem Dokument über US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine arbeiten, so Selenskij. Details nannte er jedoch nicht. Zuletzt hatte er von Druck der USA berichtet, die Ukraine solle – wie von Russland gefordert – ihre letzten Stellungen im Industrierevier Donbass räumen für einen Frieden.
Man sei übereingekommen, dass die Teams in den kommenden Tagen weiter an einem Dokument über US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine arbeiten, so Selenskij. Details nannte er jedoch nicht. Zuletzt hatte er von Druck der USA berichtet, die Ukraine solle – wie von Russland gefordert – ihre letzten Stellungen im Industrierevier Donbass räumen für einen Frieden.