Themen
lage

Donnerstag, 10. September 2026
Zurück zur Übersicht

Sabotage - Nach Anschlägen auf Stromversorgung: Verdächtiger in Untersuchungshaft

Medienspektrum

Progressiv Mitte Konservativ
9. September
Neues Deutschland

Gegen fossile Energie | Tatverdächtiger nach Sabotage-Serie vor dem Haftrichter

- Politik - Gegen fossile Energie Tatverdächtiger nach Sabotage-Serie vor dem Haftrichter Nach Angriffen auf Stromnetze in der Nähe von Braunkohletagebau ist ein 48-Jähriger festgenommen worden. In Aachen steht er nun vor dem Haftrichter. Cottbus. Nach einer Serie von Sabotageangriffen auf das Stromnetz in mehreren Bundesländern soll der tatverdächtige 48-Jährige im Laufe des Tages dem Haftrichter am Amtsgericht Aachen vorgeführt werden. Dieser verkünde dann den Haftbefehl, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Cottbus. Die Behörde in Cottbus hatte den Haftbefehl beantragt. Der Mann fiel Polizisten bei einem Großeinsatz in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen auf. Die Ermittler glauben, dass er an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht hat, Stromleitungen in der Nähe von Kohlekraftwerken zu sabotieren – in einigen Fällen ist ihm das gelungen. Den Ermittlungen zufolge soll der Mann an mehreren Orten Abschussvorrichtungen aufgebaut und mit selbstgebauten Raketen einen Draht über Hochspannungsleitungen geschossen haben. Mindestens zweimal kam es dadurch zu Kurzschlüssen und einzelne Blöcke nahegelegener Kraftwerke wurden lahmgelegt. Der Verdächtige wollte seine Angriffe nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) fortsetzen. »Der war immer noch unterwegs und wollte weitermachen. Dieses Spiel ist heute beendet worden«, sagte Reul in Duisburg. »Im Moment spricht alles dafür, dass es ein Einzeltäter und alles aus seiner Hand war.« Festnahme am Dienstag Der Mann fiel Polizisten am Dienstag bei einem Großeinsatz in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen auf und wurde daraufhin festgenommen. Dabei hatte er laut Polizei Sprengmittel bei sich. Der Mann habe bei seiner Festnahme keinen Widerstand geleistet. Der erste Angriff erfolgte vor einer Woche nahe dem Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg. Innenminister Jan Redmann (CDU) sprach von einem »fehlgeleiteten Einzeltäter« und kündigte Konsequenzen für mehr Sicherheit an. »Es braucht schon mehr als einen Chaoten, um Deutschland ins Chaos zu stürzen«, teilte er mit. Derzeit liegen nach Angaben des Polizeipräsidiums Brandenburg keine Hinweise auf weitere Täter vor. Das sei Bestandteil der Ermittlungen, sagte Sprecherin Beate Kardels. Die Arbeit der Ermittler hatte sich zuletzt sehr auf Weisweiler im Rheinischen Braunkohlerevier konzentriert. Schon vergangene Woche hatte die Polizei den Bereich mit vielen Kräften abgesucht, nachdem das Kraftwerk in einem Bekennerbrief erwähnt worden war, der von dem 48-Jährigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet stammen soll. Am Montag gab es dann erneut verdächtige Beobachtungen in Weisweiler. Tatsächlich fanden die Beamten dort weitere Abschussvorrichtungen und einen dritten Bekennerbrief. Kampf gegen fossile Energie als mögliches Motiv Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zu der Sabotageserie zuletzt gesagt, es handele sich offensichtlich um »Klimaterrorismus« eines Einzeltäters. In mehreren Bekennerbriefen, die die Polizei für authentisch hält und dem 48-Jährigen zuordnet, begründete der mutmaßliche Täter die Angriffe auf das Stromnetz mit dem Kampf gegen fossile Energien. »Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen«, heißt es in den Briefen, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. In den drei von den Taten betroffenen Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt. Die weiteren Ermittlungen führt nun die Staatsanwaltschaft Cottbus, weil die erste Tat in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde in Brandenburg bekannt wurde. An den meisten Orten kam es zu keinen bekannten Beschädigungen. In Bergheim bei Köln funktionierten die Vorrichtungen allerdings. Mehrere Blöcke des Kraftwerks waren durch einen Kurzschluss nach Angaben des Betreibers RWE Power für einige Tage lahmgelegt. dpa/nd Wir sind käuflich. Aber nur für unsere Leser*innen. Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär. Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin: → unabhängig und kritisch berichten → übersehene Themen aufgreifen → marginalisierten Stimmen Raum geben → Falschinformationen etwas entgegensetzen → linke Debatten voranbringen Mit »Freiwillig zahlen« machen Sie mit. Sie tragen dazu bei, dass diese Zeitung eine Zukunft hat. Damit nd.bleibt.

Artikel lesen
8. September
Handelsblatt

Angriffe auf Energieversorgung: Attacken auf Stromnetz: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Angriffe auf Energieversorgung: Attacken auf Stromnetz: Polizei nimmt Verdächtigen fest Weisweiler. Nach einer Serie von Sabotage-Angriffen auf das Stromnetz in mehreren Bundesländern hat die Polizei einen verdächtigen 48-Jährigen festgenommen. Der Mann fiel Polizisten bei einem Großeinsatz in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen auf. Die Ermittler glauben, dass er an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht hat, Stromleitungen in der Nähe von Kohlekraftwerken zu sabotieren - in einigen Fällen ist ihm das gelungen. Den Ermittlungen zufolge soll der Mann an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen Abschussvorrichtungen aufgebaut und mit selbstgebauten Raketen einen Draht über Hochspannungsleitungen geschossen haben. Mindestens zweimal kam es dadurch zu Kurzschlüssen, und einzelne Blöcke von nahegelegenen Kraftwerken wurden lahmgelegt. NRW-Innenminister: Verdächtiger wollte weitermachen Der Verdächtige wollte seine Angriffe nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) fortsetzen. „Der war immer noch unterwegs und wollte weitermachen. Dieses Spiel ist heute beendet worden“, sagte Reul in Duisburg. „Im Moment spricht alles dafür, dass es ein Einzeltäter und alles aus seiner Hand war.“ Bei seiner Festnahme hatte der Mann laut Polizei Sprengmittel bei sich. „Die Gegenstände werden derzeit durch einen Entschärfer des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen begutachtet“, teilte die Polizei Köln mit. Einsatzkräfte hätten in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler ein Zelt gefunden, das mit weiteren Sprengladungen versehen gewesen sei. Der Mann habe bei seiner Festnahme keinen Widerstand geleistet. Brandenburgs Innenminister: „Fehlgeleiteter Einzeltäter“ Der Mann war laut Reul unterwegs auf einem Feldweg. Autobahnpolizisten seien mit dem Auto unterwegs gewesen. „Denen ist der Mann aufgefallen. Die haben angehalten, haben ihn sich geschnappt, und der hat auch keinen Widerstand geleistet. Und dann war die Sache relativ schnell klar.“ Ermittelt wird gegen den 48-Jährigen wegen des Verdachts der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und der Störung öffentlicher Betriebe. Der erste Angriff war vor einer Woche nahe dem Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg. Innenminister Jan Redmann (CDU) sprach von einem „fehlgeleiteten Einzeltäter“ und kündigte Konsequenzen für mehr Sicherheit an. „Es braucht schon mehr als einen Chaoten, um Deutschland ins Chaos zu stürzen“, teilte er mit. Derzeit liegen nach Angaben des Polizeipräsidiums Brandenburg keine Hinweise auf weitere Täter vor. Das sei Bestandteil der Ermittlungen, sagte Sprecherin Beate Kardels. Konkrete Hinweise am Kraftwerk Weisweiler Die Arbeit der Ermittler hatte sich zuletzt sehr auf Weisweiler im Rheinischen Braunkohlerevier konzentriert. Schon vergangene Woche hatte die Polizei den Bereich mit vielen Kräften abgesucht, nachdem das Kraftwerk in einem Bekennerbrief erwähnt wurde, der von dem 48-Jährigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet stammen soll. Am Montag gab es dann erneut verdächtige Beobachtungen in Weisweiler. Tatsächlich fanden die Beamten dort weitere Abschussvorrichtungen und einen dritten Bekennerbrief. Schnell stand der Verdacht im Raum, dass der Tatverdächtige kurz zuvor noch einmal dort gewesen sein könnte - und sich womöglich noch in der Nähe aufhält. Mehrere Hundertschaften durchkämmten ab Montagnachmittag das gesamte Gelände. Auch eine Drohne mit Wärmebildkamera, die versteckte Personen aufspüren kann, kam laut Polizei zum Einsatz. Womöglich Hinweis auf weiteren Kurzschluss Dabei beobachteten die Beamten am Montagabend gegen 21.00 Uhr plötzlich Blitze und Knallgeräusche, die auch an anderen Tatorten beobachtet worden waren, als der Täter die Hochspannungsleitungen kurzgeschlossen hatte. Schäden seien danach aber nicht festgestellt worden, teilte die Polizei mit. Am Dienstag ging die Suche in Weisweiler weiter. Dabei sei der 48-Jährige in der Nähe des Kraftwerks erkannt und festgenommen worden, teilten die Ermittler mit. Auf der großangelegten Suche nach dem Mann war zuvor unter anderem der lange Zeit von Klimaaktivisten besetzte Hambacher Forst im Rheinischen Braunkohlerevier nahe Köln durchsucht worden, weil die Polizei ihn dort vermutete. Kampf gegen fossile Energie als mögliches Motiv Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zu der Sabotage-Serie zuletzt gesagt, es handele sich offensichtlich um „Klimaterrorismus“ eines Einzeltäters. In mehreren Bekennerbriefen, die die Polizei für authentisch hält und dem 48-Jährigen zuordnet, begründete der mutmaßliche Täter die Angriffe auf das Stromnetz mit dem Kampf gegen fossile Energien. „Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen“, heißt es in den Briefen, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. In den drei von den Taten betroffenen Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt. Verwandte Themen Die weiteren Ermittlungen führt nun die Staatsanwaltschaft Cottbus, weil die erste Tat in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde in Brandenburg bekannt wurde. Mit mehr als 20 selbst gebauten Raketen soll der Täter dort leitfähiges Material auf die Hochspannungsleitungen geschossen haben. Nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz gab es zwei Kurzschlüsse, die zum Ausfall eines Kraftwerk-Blocks führten. Kraftwerksblöcke in Bergheim tagelang außer Betrieb Kurz darauf wurden weitere Abschussvorrichtungen an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen gefunden. Auch in Ostsachsen entdeckten die Ermittler nach eigenen Angaben 21 Abschussvorrichtungen in der Nähe von Umspannwerken. Auf mehrere Tatorte soll der 48-Jährige die Fahnder durch Hinweise in seinem Bekennerbrief selbst aufmerksam gemacht haben. An den meisten Orten kam es zu keinen bekannten Beschädigungen. In Bergheim bei Köln funktionierten die Vorrichtungen allerdings offensichtlich. Mehrere Blöcke des Kraftwerks waren durch einen Kurzschluss nach Angaben des Betreibers RWE Power für einige Tage lahmgelegt.

Artikel lesen
8. September
Wirtschaftswoche

Strom-Saboteur: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Strom-Saboteur: Polizei nimmt Verdächtigen fest Nach einer Serie von Sabotage-Angriffen auf das Stromnetz in mehreren Bundesländern hat die Polizei einen verdächtigen 48-Jährigen festgenommen. Der Mann fiel Polizisten bei einem Großeinsatz in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen auf. Die Ermittler glauben, dass er an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht hat, Stromleitungen in der Nähe von Kohlekraftwerken zu sabotieren – in einigen Fällen ist ihm das gelungen. Den Ermittlungen zufolge soll der Verdächtige Abschussvorrichtungen aufgebaut und mit selbstgebauten Raketen einen dünnen Draht über Hochspannungsleitungen geschossen haben. Mindestens zweimal kam es dadurch zu Kurzschlüssen und einzelne Blöcke von nahegelegenen Kraftwerken wurden lahmgelegt. Bei seiner Festnahme hatte der Mann laut Polizei Sprengmittel bei sich. „Die Gegenstände werden derzeit durch einen Entschärfer des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen begutachtet“, teilte die Polizei Köln mit. Außerdem hätten Einsatzkräfte in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler im Unterholz ein Zelt gefunden, das mit weiteren Sprengladungen versehen gewesen sei. Der Mann habe bei seiner Festnahme keinen Widerstand geleistet. Konkrete Hinweise am Kraftwerk Weisweiler Die Arbeit der Ermittler hatte sich zuletzt sehr auf den Standort Weisweiler im Rheinischen Braunkohlerevier konzentriert. Schon vergangene Woche hatte die Polizei den Bereich mit vielen Kräften abgesucht, nachdem das Kraftwerk in einem Bekennerbrief erwähnt wurde, der von dem 48-Jährigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet stammen soll. Am Montag gab es dann erneut verdächtige Beobachtungen in Weisweiler. Tatsächlich fanden die Beamten dort weitere Abschussvorrichtungen und einen dritten Bekennerbrief. Schnell stand der Verdacht im Raum, dass der Tatverdächtige kurz zuvor noch einmal dort gewesen sein könnte – und sich womöglich noch in der Nähe aufhält. Mehrere Hundertschaften durchkämmten ab Montagnachmittag das gesamte Gelände. Auch eine Drohne mit Wärmebildkamera, die versteckte Personen aufspüren kann, kam laut Polizei zum Einsatz. Womöglich Hinweis auf weiteren Kurzschluss Dabei beobachteten die Beamten am Montagabend gegen 21.00 Uhr plötzlich Blitze und Knallgeräusche, die auch an anderen Tatorten beobachtet worden waren, als der Täter die Hochspannungsleitungen kurzgeschlossen hatte. Schäden seien danach aber nicht festgestellt worden, teilte die Polizei mit. Am Dienstag ging die Suche in Weisweiler weiter. Dabei sei der 48-Jährige in der Nähe des Kraftwerks erkannt und festgenommen worden, teilten die Ermittler mit. Zu den genauen Umständen der Festnahme machten sie zunächst keine weiteren Angaben. Auf der groß angelegten Suche nach dem Mann war zuvor unter anderem der lange Zeit von Klimaaktivisten besetzte Hambacher Forst im Rheinischen Braunkohlerevier nahe Köln durchsucht worden, weil die Polizei ihn dort vermutete. Kampf gegen fossile Energie als mögliches Motiv Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zu der Sabotage-Serie zuletzt gesagt, es handele sich offensichtlich um „Klimaterrorismus“ eines Einzeltäters. In mehreren Bekennerbriefen, die die Polizei für authentisch hält und dem 48-Jährigen zuordnet, begründete der mutmaßliche Täter die Angriffe auf das Stromnetz mit dem Kampf gegen fossile Energien. „Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen“, heißt es in den Briefen, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. In den drei von den Taten betroffenen Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt. Die weiteren Ermittlungen führt nun die Staatsanwaltschaft Cottbus, weil die erste Tat in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde in Brandenburg bekannt wurde. Mit mehr als 20 selbst gebauten Raketen soll der Täter dort leitfähiges Material auf die Hochspannungsleitungen geschossen haben. Nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz gab es zwei Kurzschlüsse, die zum Ausfall eines Kraftwerk-Blocks führten. Landesinnenminister: Sabotage hätte regionalen Blackout auslösen können Kurz darauf wurden weitere Abschussvorrichtungen an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen gefunden. Auch in Ostsachsen entdeckten die Ermittler nach eigenen Angaben 21 Abschussvorrichtungen in der Nähe von Umspannwerken. Auf mehrere Tatorte soll der 48-Jährige die Fahnder durch Hinweise in seinem Bekennerbrief selbst aufmerksam gemacht haben. An den meisten Orten kam es zu keinen bekannten Beschädigungen. In Bergheim bei Köln funktionierten die Vorrichtungen allerdings offensichtlich. Mehrere Blöcke des Kraftwerks waren durch einen Kurzschluss nach Angaben des Betreibers RWE Power für einige Tage lahmgelegt. Laut dem Innenminister von Sachsen, Armin Schuster, hätten die Anschläge zu regionalen Stromausfällen führen können. Wenn der Täter erfolgreich gewesen wäre, hätte die Dimension regionale Blackout-Qualitäten erreichen können, sagte der CDU-Politiker in Dresden. „Das wäre schon möglich gewesen.“ Polizeipräsident: Hintergründe müssen weiter ermittelt werden Ermittelt werde gegen den 48-Jährigen wegen des Verdachts der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und der Störung öffentlicher Betriebe. „Die Festnahme des Tatverdächtigen ist ein wichtiger Schritt in den Ermittlungen“, teilte Brandenburgs Polizeipräsident Oliver Stepien mit. „Jetzt gilt es, die Hintergründe und Zusammenhänge der Taten weiter aufzuklären und die gewonnenen Erkenntnisse sorgfältig zu bewerten.“ Die Ermittlungen dauerten an.

Artikel lesen
8. September
ZDF heute

Strom-Sabotage: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Angriffe auf das deutsche Stromnetz:Strom-Sabotage: Polizei nimmt Verdächtigen fest Die Sabotage-Angriffe auf das Stromnetz in mehreren Bundesländern sorgten seit Tagen für Aufsehen. Jetzt nahm die Polizei einen 48-jährigen Verdächtigen fest. Nach einer Reihe von Sabotage-Angriffen auf das deutsche Stromnetz hat die Polizei den 48-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Nach dpa-Informationen fiel der Mann der Polizei in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen auf. Auch mehrere andere Medien berichteten über die Festnahme. Die Behörden hatten seit Tagen nach dem 48-Jährigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet gefahndet. Er soll an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht haben, mit selbstgebauten Raketen einen dünnen Draht über Hochspannungsleitungen zu schießen und so einen Kurzschluss auszulösen. Zuletzt waren am Montag erneut mehrere Abschussvorrichtungen an einer Hochspannungsleitung in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler entdeckt worden - also ganz in der Nähe der Stelle, an der die Polizei den Mann nun festnehmen konnte. Außerdem fanden die Ermittler dort einen weiteren Bekennerbrief. Sabotage-Angriffe in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg In mindestens zwei Fällen ging der Plan des Täters offensichtlich auf. In Bergheim westlich von Köln waren durch einen Kurzschluss mehrere Blöcke eines Kraftwerks für einige Tage lahmgelegt worden. In Brandenburg hatte es am Umspannwerk Turnow-Preilack nahe dem Kraftwerk Jänschwalde zwei Kurzschlüsse gegeben. Mehr als 20 selbst gebaute Raketen sollen dort leitfähiges Material auf die Hochspannungsleitungen geschossen haben. Einen Stromausfall gab es bei den beiden Taten nicht. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zuletzt gesagt, es handele sich offensichtlich um "Klimaterrorismus" eines Einzeltäters. Anschlagsserie auf die Energieinfrastruktur: Mehrere Kraftwerke und Leitungen wurden offenbar gezielt sabotiert. 05.09.2026 | 1:55 minBekennerbriefe brachten Ermittler auf Spur des Verdächtigen Zu der Sabotage-Serie gibt es Bekennerbriefe, die die Ermittlungsbehörden für authentisch halten und dem 48-Jährigen zuordnen. Darin hatte der Mann die Angriffe auf das Stromnetz mit dem Kampf gegen fossile Energien begründet. "Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen", heißt es in den Briefen, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. In allen drei betroffenen Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt. Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. Mehr zu den Sabotage-Angriffen - Tatverdächtiger weiter auf der Flucht:Sabotageverdacht bei Umspannwerk in Sachsenmit Video1:32 - FAQDobrindt spricht von "Klimaextremismus":Was zu den Sabotage-Angriffen auf das Stromnetz bekannt istmit Video1:28 - InterviewBrandenburg und Bergheim:Reul: Stromnetz-Sabotage an zwei Orten wohl "kein Zufall"mit Video5:38 - Fahndung nach Verdächtigem:Polizei-Suche im Hambacher Forst ohne Erfolgmit Video0:33

Artikel lesen
8. September
taz (Öko & Co)

Festnahme nach Stromnetz-Anschlägen: Polizei nimmt Autor der Bekennerschreiben fest

Festnahme nach Stromnetz-Anschlägen: Polizei nimmt Autor der Bekennerschreiben fest Der 48-Jährige, der sich zu mehreren Anschlägen auf Kraftwerke bekannt hat, ist festgenommen worden. Die Polizei fand ihn beim Kraftwerk in Weisweiler. Inhaltsverzeichnis dpa/epd/afp/taz | Nach einer Reihe von Sabotage-Angriffen auf das deutsche Stromnetz hat die Polizei den 48-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Einsatzkräfte der Polizei Köln hätten den Mann aus Gevelsberg (Ennepe-Ruhr-Kreis) am Dienstagvormittag im Umfeld des Kraftwerks Weisweiler im rheinischen Eschweiler gestellt, teilte die Kölner Polizei mit. Der Mann hatte bei seiner Festnahme weitere Sprengmittel dabei und leistete keinen Widerstand. Zudem fanden Polizisten in unmittelbarer Nähe ein im Unterholz aufgestelltes Zelt, das mit weiteren Sprengladungen versehen war. Die Gegenstände wurden zunächst durch einen Entschärfer des Landeskriminalamtes NRW begutachtet. Gegen den 48-Jährigen besteht ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Cottbus. Zuvor hatte die Polizei ebenfalls in der Nähe des Kraftwerkes ein weiteres Bekennerschreiben gefunden – zusammen mit mehreren Abschussvorrichtungen an einer Hochspannungsleitung. Zum Inhalt hatte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen wollen. Der jetzt Festgenommene hatte in mehreren Bekennerschreiben detaillierte Informationen zu seinem Vorgehen niedergeschrieben. Das erste war bei der taz eingegangen. Er soll an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht haben, mit selbstgebauten Raketen einen dünnen Draht über Hochspannungsleitungen zu schießen und so einen Kurzschluss auszulösen. In mindestens zwei Fällen gelang der Plan des Täters. In Bergheim westlich von Köln waren dadurch mehrere Blöcke eines Kraftwerks für einige Tage lahmgelegt worden. In Brandenburg hatte es am Umspannwerk Turnow-Preilack nahe dem Kraftwerk Jänschwalde zwei Kurzschlüsse gegeben. Mehr als 20 selbst gebaute Raketen sollen dort leitfähiges Material auf die Hochspannungsleitungen geschossen haben. Einen Stromausfall gab es bei den beiden Taten nicht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Cottbus war am Freitag die Wohnung des Verdächtigen in Gevelsberg im Ruhrgebiet durchsucht worden. Kurz darauf fanden Ermittler das Fahrzeug des 48-Jährigen beim Hambacher Forst bei Düren und beschlagnahmten Beweismittel. Der Mann selbst war aber nicht gefunden worden. Blitze und Knallgeräusche Während der Suche in Weisweiler seien am Montagabend gegen 21.00 Uhr auch Blitze zu sehen und Knallgeräusche zu hören gewesen, berichtete die Polizei. Womöglich könnten diese auf einen erneuten Kurzschluss an den Stromleitungen hindeuten. Schäden seien bislang aber nicht festgestellt worden, teilte die Polizei mit. Eigentlich hatten Einsatzkräfte das Gebiet in Weisweiler schon vergangene Woche mit großem Aufwand abgesucht. Ob die nun entdeckten Abschussvorrichtungen und der Bekennerbrief damals übersehen wurden oder ob der Täter sie erst kürzlich dort installiert hat, sagten die Ermittler auf Nachfrage nicht. Nach dem erneuten Fund waren die Einsatzkräfte am Dienstag wieder mit einem Großaufgebot vor Ort. Entschärfer des Landeskriminalamts standen bereit, falls weitere Abschussvorrichtungen gefunden werden sollten. Auch eine Drohne mit Wärmebildkamera war im Einsatz. Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

Artikel lesen
8. September
Wirtschaftswoche

Anschläge auf Stromleitungen: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Anschläge auf Stromleitungen: Polizei nimmt Verdächtigen fest Nach der Serie von Sabotage-Angriffen auf das deutsche Stromnetz hat die Polizei den 48-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Nach dpa-Informationen fiel der Mann der Polizei in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen auf. Die Behörden hatten seit Tagen nach dem 48-Jährigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet gefahndet. Er soll an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht haben, mit selbstgebauten Raketen einen dünnen Draht über Hochspannungsleitungen zu schießen und so einen Kurzschluss auszulösen. Zuletzt waren am Montag erneut mehrere Abschussvorrichtungen an einer Hochspannungsleitung in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler entdeckt worden – also ganz in der Nähe der Stelle, an der die Polizei den Mann nun festnehmen konnte. Außerdem fanden die Ermittler dort einen weiteren Bekennerbrief. Kurzschlüsse an zwei Kraftwerken In mindestens zwei Fällen ging der Plan des Täters offensichtlich auf. In Bergheim westlich von Köln waren durch einen Kurzschluss mehrere Blöcke eines Kraftwerks für einige Tage lahmgelegt worden. In Brandenburg hatte es am Umspannwerk Turnow-Preilack nahe dem Kraftwerk Jänschwalde zwei Kurzschlüsse gegeben. Mehr als 20 selbst gebaute Raketen sollen dort leitfähiges Material auf die Hochspannungsleitungen geschossen haben. Einen Stromausfall gab es bei den beiden Taten nicht. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zuletzt gesagt, es handele sich offensichtlich um „Klimaterrorismus“ eines Einzeltäters. Zu der Sabotage-Serie gibt es Bekennerbriefe, die die Ermittlungsbehörden für authentisch halten und dem 48-Jährigen zuordnen. Darin hatte der Mann die Angriffe auf das Stromnetz mit dem Kampf gegen fossile Energien begründet. „Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen“, heißt es in den Briefen, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. In allen drei betroffenen Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt.

Artikel lesen
8. September
Handelsblatt

Angriffe auf Energieversorgung: Sabotage am Stromnetz: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Angriffe auf Energieversorgung: Sabotage am Stromnetz: Polizei nimmt Verdächtigen fest Weisweiler. Nach der Serie von Sabotage-Angriffen auf das deutsche Stromnetz hat die Polizei den 48-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Nach dpa-Informationen fiel der Mann der Polizei in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen auf. Die Behörden hatten seit Tagen nach dem 48-Jährigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet gefahndet. Er soll an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht haben, mit selbstgebauten Raketen einen dünnen Draht über Hochspannungsleitungen zu schießen und so einen Kurzschluss auszulösen. Zuletzt waren am Montag erneut mehrere Abschussvorrichtungen an einer Hochspannungsleitung in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler entdeckt worden – also ganz in der Nähe der Stelle, an der die Polizei den Mann nun festnehmen konnte. Außerdem fanden die Ermittler dort einen weiteren Bekennerbrief. Kurzschlüsse an zwei Kraftwerken In mindestens zwei Fällen ging der Plan des Täters offensichtlich auf. In Bergheim westlich von Köln waren durch einen Kurzschluss mehrere Blöcke eines Kraftwerks für einige Tage lahmgelegt worden. In Brandenburg hatte es am Umspannwerk Turnow-Preilack nahe dem Kraftwerk Jänschwalde zwei Kurzschlüsse gegeben. Mehr als 20 selbst gebaute Raketen sollen dort leitfähiges Material auf die Hochspannungsleitungen geschossen haben. Einen Stromausfall gab es bei den beiden Taten nicht. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zuletzt gesagt, es handele sich offensichtlich um „Klimaterrorismus“ eines Einzeltäters. Zu der Sabotage-Serie gibt es Bekennerbriefe, die die Ermittlungsbehörden für authentisch halten und dem 48-Jährigen zuordnen. Darin hatte der Mann die Angriffe auf das Stromnetz mit dem Kampf gegen fossile Energien begründet. „Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen“, heißt es in den Briefen, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. In allen drei betroffenen Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt.

Artikel lesen
8. September
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Nordrhein-Westfalen: Sabotage am Stromnetz: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Nach der Serie von Sabotage-Angriffen auf das deutsche Stromnetz hat die Polizei den 48-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Den Angaben zufolge fiel der Mann der Polizei in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen auf. Laut den Ermittlern hatte er weitere „Sprengmittel“ dabei, leistete aber keinen Widerstand. Die Polizei fand bei der Festnahme in der Nähe auch ein aufgestelltes Zelt, das mit zusätzlichen Sprengladungen versehen gewesen sei, teilt die Polizei Köln mit. Den Sicherheitsbehörden zufolge dauerte der Einsatz am Mittwochnachmittag noch immer an: Sicherheitskräfte prüften in dem Gelände um das Kraftwerk weiter, ob noch unentdeckte Abschussvorrichtungen angebracht worden seien, um einen dünnen Draht über Hochspannungsleitungen zu schießen und so einen Kurzschluss auszulösen. Die Behörden hatten seit vergangener Woche nach dem 48-Jährigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet gefahndet. Er soll an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht haben, seine Raketen einzusetzen. Die Staatsanwaltschaft Cottbus hatte gegen ihn bereits Haftbefehl verhängt. In Brandenburg war der erste Angriff auf das Stromnetz bekannt geworden. Zuletzt waren am Montag erneut mehrere Abschussvorrichtungen an einer Hochspannungsleitung in der Nähe des Braunkohlekraftwerks Weisweiler entdeckt worden – also ganz in der Nähe der Stelle, an der die Polizei den Mann nun festnehmen konnte. Außerdem fanden die Ermittler dort einen weiteren Bekennerbrief. Kurzschlüsse an zwei Kraftwerken In mindestens zwei Fällen ging der Plan des Täters offensichtlich auf. In Bergheim westlich von Köln waren durch einen Kurzschluss bei einem Umspannwerk zwei der drei Braunkohlekraftwerke des Stromkonzerns RWE kurzzeitig lahmgelegt worden. Nur das dritte, Weisweiler, war nicht betroffen. In Brandenburg hatte es am Umspannwerk Turnow-Preilack nahe dem Braunkohlekraftwerk Jänschwalde zwei Kurzschlüsse gegeben. Mehr als 20 selbst gebaute Raketen sollen dort leitfähiges Material auf die Hochspannungsleitungen geschossen haben. Bei beiden Taten gab es keinen Stromausfall, trotz der Abschaltung der zwei Kraftwerke westlich von Köln. Dadurch fehlten für einige Stunden 4,2 Gigawatt an Kapazität – genug, um zehn Millionen Haushalte zu versorgen. Doch die nötige Elektrizität kam während dieser Zeit von anderen Kraftwerken. Das erste der beiden abgeschalteten Braunkohlekraftwerke, Neurath, ging bereits am vergangenen Mittwoch wieder ans Netz, weniger als 24 Stunden nach dem Anschlag. Das zweite, Niederaußem, ist seit Montag wieder komplett im Einsatz. Die RWE-Kraftwerke erhalten ihre Braunkohle aus Tagebauen; das Rheinische Revier ist die größte Braunkohleregion Europas. Innenminister Dobrindt : „Klimaterrorismus“ Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zuletzt gesagt, es handele sich offensichtlich um „Klimaterrorismus“ eines Einzeltäters. Strom mit Braunkohle zu gewinnen, erzeugt besonders viele Treibhausgase. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte allerdings vor zu schnellen Schlüssen gewarnt. Nicht immer sei die naheliegende Erklärung auch wirklich der Hintergrund. Zu der Sabotage-Serie gibt es Bekennerbriefe, die die Ermittlungsbehörden für authentisch halten und dem 48-Jährigen zuordnen. Darin hatte der Mann die Angriffe auf das Stromnetz mit dem Kampf gegen fossile Energien begründet. „Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen“, heißt es in den Briefen, die an mehrere Medien gingen. Seine Mutter und frühere Schulfreunde schilderten unterschiedlichen Medien Details aus dem Leben des Verdächtigen. Demnach hat er nach dem Abitur 1997 Zivildienst gemacht und rasch ein Medizinstudium abgeschlossen. Ob er auch als Arzt praktiziert hat, bleibt unklar. Zwischenzeitlich soll er als Gitarrenbauer Geld verdient haben, zuletzt war er arbeitslos. Seine Mutter beschreibt ihn als talentiert und getrieben von einem starken Gerechtigkeitsgefühl, aber auch als rastlos und rebellisch. Er sei seit Wochen nicht mehr zu Hause gewesen, doch das sei nicht ungewöhnlich: Er reise häufig längere Zeit mit seinem Wohnmobil durch Deutschland und Europa. Seiner Mutter zufolge soll er auch psychische Probleme gehabt haben. Der Verdächtige hat sich offenbar schon immer für Technik interessiert. Bekannte aus der Schulzeit erinnern sich daran, dass er manchmal „Daniel Düsentrieb“ genannt worden sei, wie der Erfinder aus den Micky-Maus-Comics. Er soll ein introvertierter, aber angenehmer Klassenkamerad gewesen sein, der gut zuhören konnte. In der Zeitschrift, die sein Jahrgang zum Abitur veröffentlichte, gab der Verdächtige als Prognose für seine künftige Karriere an, er werde „vielleicht etwas mit Pyrotechnik“ machen. Hat er wirklich die Anschläge begangen, hätte sich das auf makabre Weise bewahrheitet. Hinweis der Redaktion: Dieser Text ist die aktualisierte Fassung einer früheren Version.

Artikel lesen
8. September
Bild

Neues Bekennerschreiben - Werk in Weisweiler! Wieder Sabotage an Stromleitung

Neues Bekennerschreiben: Werk in Weisweiler! Wieder Sabotage an Stromleitung Köln (NRW) – Gefährlicher Fund nahe dem Kraftwerk Weisweiler! Dort entdeckten Einsatzkräfte am Montag mehrere selbstgebaute Abschussvorrichtungen an Hochspannungsleitungen – und ein weiteres Bekennerschreiben. Ein Sprecher der Polizei Köln zu BILD: „Es handelt sich um ein neues Bekennerschreiben.“ In welcher Form es gefunden wurde, teilte die Polizei wegen der laufenden Ermittlungen nicht mit. Brisant: Nach BILD-Informationen gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass es von Strom-Terrorist Daniel V. (48) verfasst wurde. Möglich wäre also, dass jemand in seinem Auftrag handelte – oder es mittlerweile Trittbrettfahrer gibt, die ebenfalls Stromleitungen angreifen. Großeinsatz mit Entschärfern und Drohnen Die Polizei sucht weiterhin mit Hochdruck nach Beweisen, Spuren und dem mutmaßlichen Täter. Die Dimension des Einsatzes ist erheblich: Neben der Bereitschaftspolizei sind auch Entschärfer des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen für mögliche Spreng- und Gefahrenlagen vor Ort. Zudem ist die Bundespolizei Aachen mit einer Wärmebilddrohne im Einsatz. Mit großem Aufwand wird das Gelände durchsucht, um mögliche weitere Gefahren rechtzeitig zu entdecken und zu verhindern. A4-Anschlussstelle gesperrt Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten am Montagabend gegen 21 Uhr plötzlich Blitze und laute Knallgeräusche im Bereich des Kraftwerks. Zwar wurden bislang keine Schäden festgestellt, doch die Ereignisse verstärkten die angespannte Lage vor Ort. Wegen der Dunkelheit und der dichten Vegetation musste die Suche zunächst unterbrochen werden. Am Dienstagmorgen wurde sie fortgesetzt. Die Auf- und Abfahrt der Anschlussstelle Weisweiler an der A4 bleibt weiterhin gesperrt, die Autobahn selbst ist nicht gesperrt. Zeugen, die Hinweise zur Tat oder zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen geben können, werden gebeten, sich unter 110 zu melden. Auch das Hinweisportal ist geschaltet. Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!

Artikel lesen
8. September
Handelsblatt

Angriffe auf Energieversorgung: Sabotage am Stromnetz: Polizei findet Bekennerschreiben

Angriffe auf Energieversorgung: Sabotage am Stromnetz: Polizei findet Bekennerschreiben Köln/Eschweiler. Nach dem Fund mehrerer Sprengvorrichtungen in der Nähe von Hochspannungsleitungen an einem Kraftwerk bei Aachen hat die Polizei ein weiteres Bekennerschreiben gefunden. Der Inhalt könne aus taktischen Gründen nicht näher kommuniziert werden, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen dauern weiter an. Die Suche nach einem 48-Jährigen aus Gevelsberg, der mehrere Sabotage-Angriffe auf das deutsche Stromnetz verübt haben soll, blieb nach Polizeiangaben bislang erfolglos. Rund um das Kraftwerk Weisweiler in Eschweiler bei Aachen war die Polizei seit Montagnachmittag mit zahlreichen Kräften im Einsatz und hatte intensiv nach dem Tatverdächtigen gefahndet und Spuren gesichert. Nach einem Hinweis auf eine verdächtige Person im Umfeld des Kraftwerks waren dort Abschussvorrichtungen gefunden worden. Mit ihnen sollte vermutlich ein Kurzschluss an den nahe gelegenen Hochspannungsleitungen ausgelöst werden. Um die Abschussvorrichtungen unschädlich zu machen, rückten am Montag zunächst Entschärfer aus dem Landeskriminalamt an, wie ein Polizeisprecher sagte. Dazu wurde zeitweise auch die Bundesautobahn 4 in der Nähe gesperrt. Blitze und Knallgeräusche zu hören Während der Suche waren am Montagabend gegen 21 Uhr nach Polizeiangaben Blitze und Knallgeräusche zu hören. Schäden seien bislang nicht festgestellt worden. Weil der Bereich wegen der einsetzenden Dunkelheit und der Vegetation nicht weiter abgesucht werden konnte, werde die Suche am Dienstagmorgen fortgesetzt, hieß es. Zusätzlich seien Beamte der Bereitschaftspolizei angefordert worden. Die Bundespolizei Aachen unterstütze die Maßnahmen zudem durch den Einsatz einer Drohne mit Wärmebildkamera. Im Zusammenhang mit der Serie von Sabotage-Aktionen gegen das Stromnetz in mehreren Bundesländern fahnden die Behörden bereits seit Tagen ohne Erfolg nach dem 48-Jährigen. Er soll an mehreren Orten in Brandenburg und NRW versucht haben, mit selbstgebauten Raketen einen dünnen Draht über die Hochspannungsleitungen zu schießen und so einen Kurzschluss auszulösen. In Bergheim westlich von Köln waren dadurch mehrere Blöcke eines Kraftwerks lahmgelegt worden, zu Stromausfällen kam es aber nicht. Auch bei Jänschwalde in Brandenburg war ein solcher Angriff auf das Stromnetz erfolgreich. Zu Taten in Brandenburg und NRW gibt es bereits Bekennerbriefe, die die Ermittlungsbehörden für authentisch halten und dem gesuchten 48-Jährigen zuordnen.

Artikel lesen
5. September
Deutschlandfunk

Sachsen - Polizei findet zwölf Sprengsätze an Stromleitungen - Zusammenhang mit Fund in NRW und Brandenburg vermutet

Vorsorglich werde die elektrische Infrastruktur weiter abgesucht. Die Ermittler riefen die Bevölkerung dazu auf, Hinweise einzureichen. Bild- und Videomaterial seien von besonderem Interesse. Die sächsischen Behörden prüfen nach eigenen Angaben einen Zusammenhang mit ähnlichen Funden in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Gefahndet wird nach einem Verdächtigen, der sich zu den Anschlägen auf die Stromversorgung bekannt hat. In der Wohnung des 48-Jährigen fanden Ermittler Sprengstoff. In dem Bekennerschreiben soll sich der Verdächtige gegen Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen gewendet haben. Derweil gab die Polizei in Thüringens Hauptstadt Erfurt bekannt, dass auf einem Feld ein mutmaßlich selbsthergestellter Sprengkörper gefunden wurde. Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden, auch sei bislang kein erkennbarer Bezug zu kritischer Infrastruktur festgestellt worden. Dobrindt spricht von "Klimaterrorismus" Bundesinnenminister Dobrindt, CSU, sprach von Klimaterrorismus. Auch der nordrhein-westfälische Innenminister Reul verurteilte die Angriffe. Wer die Stromversorgung von Krankenhäusern gefährde, schütze nicht das Klima, sondern bedrohe Leben, sagte der CDU-Politiker. Sabotageakte in NRW Am Dienstag war mit Hilfe von Abschussvorrichtungen gezielt die Stromversorgung in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen gestört worden. Donnerstagabend fand man ähnliche Gegenstände auf einem Feld in der Nähe der Stadt Dormagen in Nordrhein-Westfalen. Im niedersächsischen Landkreis Oldenburg gab es einen Polizeieinsatz an einem Umspannwerk. Umspannwerke zählen zur sogenannten kritischen Infrastruktur. Sie umfasst all jene Bereiche, deren Beeinträchtigung oder Ausfall zu Versorgungsengpässen, Störungen der öffentlichen Sicherheit und weiteren dramatischen Folgen führen kann. Dazu gehören beispielsweise Energie, Informationstechnik, Transport, Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung, Finanz- und Versicherungswesen, Staat und Verwaltung sowie Medien. Weitere Informationen: Diese Nachricht wurde am 06.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Artikel lesen
5. September
Deutschlandfunk

Sachsen - Polizei findet zwölf Sprengsätze an Stromleitungen - Zusammenhang mit Fund in NRW und Brandenburg vermutet

Vorsorglich werde die elektrische Infrastruktur weiter abgesucht. Die Ermittler riefen die Bevölkerung dazu auf, Hinweise einzureichen. Bild- und Videomaterial seien von besonderem Interesse. Die sächsischen Behörden prüfen nach eigenen Angaben einen Zusammenhang mit ähnlichen Funden in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Gefahndet wird nach einem Verdächtigen, der sich zu den Anschlägen auf die Stromversorgung bekannt hat. In der Wohnung des 48-Jährigen fanden Ermittler Sprengstoff. In dem Bekennerschreiben soll sich der Verdächtige gegen Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen gewendet haben. Derweil gab die Polizei in Thüringens Hauptstadt Erfurt bekannt, dass auf einem Feld ein mutmaßlich selbsthergestellter Sprengkörper gefunden wurde. Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden, auch sei bislang kein erkennbarer Bezug zu kritischer Infrastruktur festgestellt worden. Dobrindt spricht von "Klimaterrorismus" Bundesinnenminister Dobrindt, CSU, sprach von Klimaterrorismus. Auch der nordrhein-westfälische Innenminister Reul verurteilte die Angriffe. Wer die Stromversorgung von Krankenhäusern gefährde, schütze nicht das Klima, sondern bedrohe Leben, sagte der CDU-Politiker. Sabotageakte in NRW Am Dienstag war mit Hilfe von Abschussvorrichtungen gezielt die Stromversorgung in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen gestört worden. Donnerstagabend fand man ähnliche Gegenstände auf einem Feld in der Nähe der Stadt Dormagen in Nordrhein-Westfalen. Im niedersächsischen Landkreis Oldenburg gab es einen Polizeieinsatz an einem Umspannwerk. Umspannwerke zählen zur sogenannten kritischen Infrastruktur. Sie umfasst all jene Bereiche, deren Beeinträchtigung oder Ausfall zu Versorgungsengpässen, Störungen der öffentlichen Sicherheit und weiteren dramatischen Folgen führen kann. Dazu gehören beispielsweise Energie, Informationstechnik, Transport, Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung, Finanz- und Versicherungswesen, Staat und Verwaltung sowie Medien. Diese Nachricht wurde am 05.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Artikel lesen
5. September
Tagesschau

Polizei fahndet nach Sabotage an Umspannwerken nach Verdächtigem

Sabotage an Umspannwerken Polizei fahndet weiter nach Verdächtigem Die Polizei fahndet weiter nach einem Mann, der sich zu Sabotageakten auf das Stromnetz bekannt hat. Nach Anschlagsversuchen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen wurden auch in Sachsen nahe Umspannwerken Sprengvorrichtungen entdeckt. Nach Sabotageversuchen an Umspannwerken in mehreren Bundesländern fahndet die Polizei weiter nach einem Verdächtigen, der sich in zwei Schreiben zu den Taten bekannt hat. Eine Sprecherin der Polizei Köln bestätigte am Morgen, dass "die Fahndungslage" andauere. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 48 Jahre alten Mann aus Gevelsberg bei Hagen im Ruhrgebiet, wie der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) mitteilte. Der Mann hatte in zwei Schreiben die Verantwortung für versuchte Anschläge auf das Stromnetz rund um die Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe in Brandenburg übernommen, ebenso bekannte er sich zu Anschlägen auf die Stromversorgung bei Gohr, Bergheim-Rheidt, Dormagen und Weisweiler, allesamt in Nordrhein-Westfalen. Die Bekennerschreiben enthalten laut Reul nicht öffentlich bekanntgegebenes Täterwissen. Auch in Sachsen Sprengvorrichtungen nahe Umspannwerken Als Grund für die Sabotageakte nannte der 48-Jährige in den Schreiben den "Kampf gegen fossile Brennstoffe". Die versuchten Anschläge konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und zuletzt auch auf Sachsen. In allen drei Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt. In Sachsen wurden in der Nähe von zwei Umspannwerken Sprengvorrichtungen gefunden. Angaben der Polizei zufolge stammten die Hinweise auf diese Vorrichtungen ebenfalls aus einem Bekennerschreiben, das am Donnerstag bei der Polizei eingegangen war. Dobrindt prangert "Klimaextremismus" an Nachdem am Freitag die Wohnung des Verdächtigen durchsucht worden war, in der die Einsatzkräfte Sprengstoff sicherstellen konnten, wurde später das Auto des Verdächtigen am Hambacher Forst entdeckt. Es handelte sich um einen Lastwagen, der zu einem Wohnmobil umgebaut worden war. Doch bei keinem der Einsätze wurde der Mann selbst aufgegriffen. Noch ist nicht bestätigt, dass der Verdächtige tatsächlich für einen oder mehrere der Anschlagsversuche verantwortlich ist. Neben einem möglichen linksextremistischen Motiv ist laut Reul auch eine "fremdstaatlich gesteuerte Sabotage" nicht auszuschließen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach in Zusammenhang mit der Sabotage an Umspannwerken von "Klimaextremismus". Der CSU-Politiker betonte, es sei mit weiteren Anschlagsszenarien dieser Art in Deutschland zu rechnen. " Machen es Attentätern unnötig leicht " Auch Christoph Müller, Chef des Übertragungsnetzbetreibers Amprion, geht von weiteren Anschlägen auf das Stromnetz aus. Im Gespräch mit der Rheinischen Post forderte er daher umfassende Gesetzesänderungen, um mehr Schutz der kritischen Infrastruktur zu ermöglichen. "Die Wirtschaft muss viele Angaben zu Strom- und Gasnetzen öffentlich machen und ins Netz stellen. So machen wir es Attentätern unnötig leicht - egal, aus welcher Ecke sie kommen", mahnte Müller. Daher sollten aus seiner Sicht die Transparenzvorschriften für Netzbetreiber entschärft werden. Außerdem sollten die Regelungen für die Überwachung mithilfe von Drohnen und für Videoüberwachung ausgeweitet werden. Bislang dürften Drohnen nur in Spezialfällen genutzt werden.

Artikel lesen
4. September
Bild

Wieder Sabotage-Alarm - Jetzt auch Sprengvorrichtungen in Sachsen entdeckt

Polizeieinsatz: Sabotage-Alarm! Sprengvorrichtungen in Sachsen entdeckt Görlitz – Nun schlagen auch die sächsischen Ermittler Alarm. Auf Freileitungen bei Umspannwerken im Landkreis Görlitz und Bautzen sollten offenbar Anschläge verübt werden. Hier wurden am Freitag Spreng- oder Brandvorrichtungen gefunden. Die Umspannwerke liegen nach BILD-Informationen an der Grenze zu Brandenburg im Lausitzer Tagebaugebiet, wo der Konzern LEAG Braunkohle fördert und in den Kraftwerken Jänschwalde und Boxberg (Sachsen) verstromt. Polizeisprecherin Anja Leuschner (38) bestätigt: „Es gibt einen Polizeieinsatz. Aus polizeitaktischen Gründen können wir uns dazu nicht äußern.“ Die Tatorte liegen bei den Gemeinden Schleife und Lohsa. Bereitschaftspolizisten suchen die Hochspannungsleitungen nach Spuren und weiteren möglichen Sprengvorrichtungen ab. Bereits am 2. September 2026 waren am etwa 50 Kilometer entfernten Umspannwerk in Turnow-Preilack (Brandenburg) Schäden an Freileitungen entdeckt worden. Sie wurden mit raketenähnlichen Sprengvorrichtungen attackiert, die beim Einschlag in Hochspannungsleitungen einen Kurzschluss verursachen sollten. Am selben Tag gab es einen Sabotage-Anschlag auf das Umspannwerk Bergheim bei Köln. Bekennerschreiben mit vollem Namen unterzeichnet Nach BILD-Informationen bekannte sich ein Mann aus NRW zu den Taten. Daniel V. (49) unterzeichnete das mehrseitige Schreiben mit vollem Namen. In dem Schreiben behauptet der Verfasser, für Kurzschlüsse an mehreren Standorten verantwortlich zu sein. Die Polizei durchsuchte seine Wohnung in Gevelsberg, doch er ist untergetaucht. Das Kraftwerk Boxberg ist im Bekennerschreiben durchgestrichen, Jänschwalde drübergeschrieben. Die aktuellen Tatorte sind in der Nähe vom Kraftwerk Boxberg. Der mutmaßliche Saboteur bezeichnet die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen als Ursache „unsäglichen Leids“ und wirft Politik und Medien vor, die Problematik nicht ernst genug zu behandeln. Deshalb habe er sich nach eigenen Angaben zum Handeln gezwungen gesehen. Innerhalb weniger Tage waren an mehreren Standorten in Deutschland Anschläge auf Umspannwerke verübt worden. Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!

Artikel lesen
4. September
ZDF heute

Polizei entdeckt Sprengvorrichtungen in Sachsen

Angriffe auf Stromnetz:Polizei entdeckt Sprengvorrichtungen in Sachsen Nach mehreren Angriffen auf das Stromnetz haben Ermittler nun auch in Sachsen Sprengvorrichtungen entdeckt. Die Polizei arbeite an der Entschärfung, so Innenminister Schuster. Nach einer Reihe mutmaßlicher Angriffe auf die Stromversorgung hat die Polizei nun auch in Sachsen "unbekannte Sprengvorrichtungen" entdeckt. "Die Polizeikräfte haben in dem noch laufenden Einsatz an zwei Fundorten vier Objekte gesichert und gehen jetzt die Entschärfung an", erklärte Innenminister Armin Schuster (CDU). Hinweise darauf hätten sich aus einem Bekennerschreiben ergeben. Unmittelbar nach dessen Eingang seien schon am Donnerstag intensive Suchmaßnahmen eingeleitet worden, sagte der Politiker von der CDU. Polizei bestätigt "großen Einsatz" nahe Bautzen Die Polizeidirektion Görlitz hatte einen "großen Einsatz" nördlich von Bautzen bestätigt, wollte aber keine Angaben dazu machen, wonach die Einsatzkräfte suchten und wo genau der Einsatz stattfand. Weitere Einzelheiten sollen demnach am Samstag bekanntgegeben werden. Der MDR berichtete unterdessen von einer Suchaktion von Einsatzkräften in einem Waldstück bei Schleife im Landkreis Görlitz nahe der Grenze zu Brandenburg. Ob der Einsatz mit den Ermittlungen zu den jüngsten Sabotageakten an Stromleitungen zusammenhängt, ließ die Polizei demnach offen. Die versuchte Sabotage in einem Umspannwerk sorgt für Diskussionen über die Umsetzung des KRITIS-Dach-Gesetzes und die Rechte der Anlagen-Betreiber - Herbert Reul im Interview. 02.09.2026 | 5:38 minAngriffe auf Umspannwerke in Brandenburg und NRW Am Dienstag waren Sabotageakte auf Umspannwerke bei Jänschwalde in Brandenburg und Bergheim in Nordrhein-Westfalen verübt worden. Weitere verdächtige Vorrichtungen wurden später in Dormagen und Weisweiler entdeckt. Grafik: Angriffe auf Stromnetz in Nordrhein-Westfalen und Südbrandenburg Quelle: ZDFDie Ermittler fahnden nach einem 48-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen, der wegen zweier als authentisch eingeschätzter Bekennerschreiben ins Visier geraten ist. Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. Mehr zu Angriffen auf das Stromnetz - ExklusivAngriffe auf Umspannwerke:Strom-Sabotage: Unterschlupf des Tatverdächtigen durchsuchtvon Gabi Probstmit Video1:32 - Landesinnenminister Jan Redmann:Sabotage in Brandenburg: "Müssen schnell nachrüsten"mit Video5:04 - Nordrhein-Westfalen:Stromnetz-Sabotage: Polizei fahndet weiter nach Verdächtigemmit Video1:17 - InterviewBrandenburg und Bergheim:Reul: Stromnetz-Sabotage an zwei Orten wohl "kein Zufall"mit Video5:38

Artikel lesen
4. September
Bild

Jetzt auch Polizeieinsätze bei Bremen und Aachen - Sabotage! Großangriff auf unser Stromnetz

Trotz BSW-Beben in Thüringen: Regierung mit CDU-Landeschef soll bleiben Jetzt auch Polizeieinsätze bei Bremen und Aachen: Sabotage! Großangriff auf unser Stromnetz Berlin – Deutschland erlebt beunruhigende Angriffe auf seine kritische Infrastruktur. Innerhalb von nur drei Tagen kam es bundesweit zu mehreren Sabotageakten an Umspannwerken. Einiges spricht dafür, dass die Angriffe vom selben Täter geplant wurden. So liegen die Sabotagen nicht nur zeitlich eng beieinander, auch die Abschusskonstruktionen sollen sich ähneln, heißt es aus Sicherheitskreisen. Nach einem Bekennerschreiben gibt es eine Spur. Aktuell laufen auch Einsätze bei Bremen und in der Nähe von Aachen. In Ganderkesee (Niedersachsen) sperrte die Polizei am Freitagmorgen ein Umspannwerk weiträumig ab. Ein Hubschrauber kreiste über der Anlage, Spezialkräfte überprüften das Gelände. Die Polizei sprach zunächst von „verdächtigen Umständen“. Eine akute Gefahr zeichnete sich später zwar nicht ab. Doch nach den Vorfällen der vergangenen Tage reagieren die Behörden inzwischen hochsensibel auf jede Auffälligkeit an Energieanlagen. Auch am Umspannwerk in Weisweiler (NRW) ist die Polizei aktuell im Einsatz. Grund: Der Ort taucht in dem Bekennerschreiben auf – ebenso wie die Orte, in denen es zuvor Sabotageangriffe gab. Der Verdacht hat sich aber bisher noch nicht bestätigt. Dienstag: Erster Angriff in Brandenburg Am Dienstag, den 1. September, hatte es den ersten Angriff in Turnow-Preilack/Jänschwalde (Brandenburg) gegeben: Mitarbeiter entdeckten am Morgen gegen 8 Uhr Schäden an Oberleitungen des Umspannwerks. Der oder die Täter setzten nach Ermittlerangaben eigens gebaute raketenähnliche Sprengvorrichtungen ein. An den Flugkörpern waren Kupferdrähte befestigt, die beim Treffer auf Hochspannungsleitungen gezielt Kurzschlüsse auslösen sollten. Mehr als 20 dieser Vorrichtungen fanden Ermittler rund um die Anlage. Zwei Geschosse wurden laut Polizei abgefeuert. Ob die restlichen Raketen zu einem späteren Zeitpunkt starten sollten oder der Zeitzünder versagte, ist nicht bekannt. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann sprach von einer gezielten Sabotage gegen die Energie-Infrastruktur. Ein größerer Stromausfall konnte verhindert werden. Dienstag: Zweiter Angriff in NRW Stunden später gelang ein Angriff in Bergheim bei Köln. Auch hier wurden Hochspannungsleitungen ins Visier genommen. Anwohner konnten Explosionen hören und Lichtbögen sehen. Die Folge: Fünf Braunkohle-Blöcke der Kraftwerke Niederaußem und Neurath gingen vom Netz. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul machte deutlich: „Das war Absicht, das war eine Straftat.“ Donnerstag: Sabotage auch in Dormagen Am Donnerstagabend folgte der nächste Alarm in Dormagen. Ein Spaziergänger entdeckte um 18.15 Uhr verdächtige Vorrichtungen in der Nähe eines Umspannwerks. Nach bisherigen Erkenntnissen sollte auch hier offenbar gezielt ein Kurzschluss ausgelöst werden. Polizei fahndet nach Mann aus NRW Seit Freitag nun auch die Einsätze bei Bremen und in der Nähe von Aachen. Laut WDR ist in dem Bekennerschreiben auch die Rede von weiteren Angriffen auf Umspannwerke. Die Ermittler fahnden jetzt nach einem Mann aus dem Raum Gevelsberg (NRW). Die Anschlagsserie hat Politik und Energieversorger alarmiert. Bundesweit werden Schutzmaßnahmen an Umspannwerken verschärft. Nach BILD-Informationen fahren Polizei und Sicherheitsdienste viele Anlagen inzwischen häufiger an und kontrollieren sie verstärkt. Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.

Artikel lesen
3. September
ZDF heute

Brandenburg: Polizei prüft Bekennerschreiben

Angriff auf Stromnetz:Brandenburg: Polizei prüft Bekennerschreiben Nach dem Anschlag auf ein Umspannwerk in Brandenburg prüfen Ermittler ein Bekennerschreiben. Einem Medienbericht zufolge hat sich ein Einzeltäter zur Tat bekannt. Nach der Sabotage am Stromnetz in Brandenburg ist bei der Polizei ein Bekennerschreiben eingegangen. "Die Polizei Brandenburg wurde heute über ein Bekennerschreiben im Zusammenhang mit dem Anschlag in Turnow-Preilack informiert", schrieb eine Sprecherin der Polizei. Die Authentizität des Schreibens sei Gegenstand weiterer Ermittlungen und könne zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigt noch verneint werden. Die Polizei ermittelt wegen Terrorverdachts. Aus ermittlungstaktischen Gründen würden keine weiteren Angaben gemacht. Quelle: ZDF Bericht: Einzeltäter bekennt sich zu der Tat Der "taz" zufolge bekennt sich im Bekennerschreiben ein Einzeltäter zu der Tat und beschreibt detailliert die verwendeten Selbstbauraketen. "Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen, das unsägliches Leid nach sich zieht", zitiert die Zeitung aus dem Schreiben. Dieses Leid wolle er "abwenden oder vermindern". Das Schreiben ist demnach handschriftlich verfasst und wurde laut Poststempel in Nordrhein-Westfalen verschickt. Die "taz" hat nach eigenen Angaben an der Adresse nur ein anderes Familienmitglied angetroffen. Dieses gab demnach an, keine Kenntnis von der Tat und dem aktuellen Aufenthaltsort des Mannes zu haben, erkannte aber die Handschrift des Angehörigen. Nach dem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf das Stromnetz schließt Jan Redmann (CDU) nicht aus, "dass fremde Mächte dahinterstecken". Ziel könnten "großflächige Ausfälle" gewesen sein. 02.09.2026 | 5:04 minUnbekannte griffen Umspannwerk mit Flugkörpern an Unbekannte hatten am Dienstagmorgen in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde versucht, mit selbstgebauten Flugkörpern, die Silvesterraketen ähnelten, einen Kurzschluss und einen großflächigen Stromausfall auszulösen. Dazu schossen sie leitfähiges Material in das Umspannwerk. Mehr als ein Dutzend Vorrichtungen zu diesem Zweck sind bisher gefunden worden. Ein Kraftwerksblock fiel daraufhin kurzzeitig aus. Zu einem Stromausfall kam es laut Netzbetreiber nicht. Nach dem mutmaßlichen Sabotageakt bei Turnow-Preilack findet die Polizei weitere Sprengvorrichtungen. Verletzt wird niemand, die Stromversorgung bleibt gesichert. 02.09.2026 | 2:30 minVorfall in NRW: Innenminister sehen Zusammenhang Stunden später kam es dann zu einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln. Auch hier wurden in der Nähe nach Angaben der Behörden Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik gefunden. Nun werde ein Zusammenhang geprüft. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte im heute journal: Es spricht vieles dafür, dass es kein Zufall ist, dass beide Ereignisse an diesen Tagen stattfinden. Herbert Reul (CDU), Innenminister Nordrhein-Westfalens "Die Anzeichen verdichten sich, dass beide Attacken Teil eines koordinierten Angriffs auf unsere Energieversorgung sind", sagte Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) laut einer Mitteilung seines Ministeriums. Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. Mehr zu den Angriffen auf das Stromnetz - Landesinnenminister Jan Redmann:Sabotage in Brandenburg: "Müssen schnell nachrüsten"mit Video5:04 - Sabotageakte in Brandenburg:Angriff auf Stromnetz: Polizei geht Terrorverdacht nachmit Video0:25 - InterviewBrandenburg und Bergheim:Reul: Stromnetz-Sabotage an zwei Orten wohl "kein Zufall"mit Video5:38 - Vorfall in Bergheim:Störung an Umspannwerk bei Köln: Verdacht auf Sabotagemit Video0:21

Artikel lesen
3. September
Die Welt (Politik)

Bekennerschreiben nach Anschlag auf Umspannwerk in Brandenburg aufgetaucht

Bekennerschreiben nach Anschlag auf Umspannwerk in Brandenburg aufgetaucht „Die Anzeichen verdichten sich, dass der Angriff koordiniert war“, sagte Brandenburgs Innenminister nach der Stromnetz-Sabotage an einem Umspannwerk in Brandenburg. Nun ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen. Nach dem Angriff auf das Stromnetz in Südbrandenburg hat die Polizei nahe dem Kraftwerk Jänschwalde weiter nach Spuren gesucht. Noch immer steht die Frage im Raum, wer für die Attacke verantwortlich ist. Am Abend informierte die Polizei aber über ein aufgetauchtes Bekennerschreiben, das derzeit geprüft werde. „Die Authentizität des Schreibens ist Gegenstand weiterer Ermittlungen und kann zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigt noch verneint werden“, sagte eine Polizeisprecherin. Wann die Polizei ein Ergebnis vorlegen wolle, ließ sie offen. Der Ermittlungseinsatz am Umspannwerk in Turnow-Preilack war am Vormittag fortgesetzt worden. Dabei war es zu Verkehrsbeeinträchtigungen gekommen. Die Landesstraße 50 war für einige Stunden erneut gesperrt worden. Am Mittag kam dann die Mitteilung der Polizei: „Die Einsatzmaßnahmen vor Ort sind beendet.“ Die Polizei ermittelt nach der Sabotage am Stromnetz unter anderem wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung. Sie sucht nach Beweismitteln und fahndet nach den Tätern. Zu der Tat soll es nach Polizeiangaben mehrere Hinweise aus der Bevölkerung gegeben haben. Diese würden derzeit ausgewertet. Was ist passiert? Unbekannte hatten am Dienstagmorgen mit Hilfe selbstgebauter Flugkörper, die Silvesterraketen ähnelten, leitfähiges Material in Richtung der Höchstspannungsleitungen gelenkt. Mehr als ein Dutzend Vorrichtungen zu diesem Zweck sind bisher gefunden worden. Zu einem Stromausfall kam es laut Netzbetreiber nicht. Stunden später kam es dann zu einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln. Auch hier wurden in der Nähe nach Angaben der Behörden Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik gefunden. „Die Anzeichen verdichten sich, dass beide Attacken Teil eines koordinierten Angriffs auf unsere Energieversorgung sind“, sagte Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) laut einer Mitteilung seines Ministeriums. Zusammenhang zwischen zwei Angriffen wahrscheinlich Auch Redmanns Amtskollege in NRW hält einen Zusammenhang für wahrscheinlich. „Mittlerweile sind wir relativ sicher, dass es viele Parallelen gibt“, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwochabend im ZDF-„heute journal“. Bei mehreren Sabotageaktionen der vergangenen Jahre gehen die Sicherheitsbehörden von linksextremistischen Tätern aus, auch weil teils Bekennerschreiben bekannt wurden, die von den Ermittlern als authentisch eingeschätzt werden. Redmann zufolge ist die Tatausführung in Brandenburg aber anders als bei diesen Fällen. Ebenso wenig gebe es bisher aber einen Hinweis darauf, „dass eine ausländische Macht dahintersteht und mit geheimdienstlichen Mitteln agiert wurde“. Zugleich nimmt der Diskurs über Konsequenzen aus den Anschlägen und über die Frage, wie kritische Infrastruktur künftig besser geschützt werden kann, an Fahrt auf. Reul forderte eine Debatte über die Rechte der Betreiber kritischer Infrastruktur. Man müsse sich in der Gesellschaft darüber einigen, was diese dürften. „Was dürfen die? Dürfen die Videoanlagen betreiben? Dürfen die in Zukunft eine eigene Drohnenabwehr haben, zum Beispiel? Das sind Fragen, die wird man jetzt mal beantworten müssen“, sagte der CDU-Politiker im ZDF-„heute journal“.

Artikel lesen
3. September
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Kritische Infrastruktur: Nach Angriffen auf Stromnetz: Suche nach Tätern und Motiv

Nach Angriffen auf das Stromnetz in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen geht die Suche nach Tätern und nach ihrem Motiv weiter. „Mittlerweile sind wir relativ sicher, dass es viele Parallelen gibt“, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwochabend im ZDF. Wer hinter den Sabotageakten stecke, sei aber weiterhin unklar. „Es muss nun sorgfältig ermittelt werden: Was ist überhaupt passiert? Und dann kann man sich der Frage zuwenden: Wer steckt dahinter?“ Ermittelt werde in alle Richtungen, hieß es auch von Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU). Zu keinem der Angriffe, die kurz nacheinander geschahen, liegt ein Bekennerschreiben vor. Reul hatte in einer ersten Reaktion am Mittwoch gesagt: „Wir prüfen zwei Richtungen: fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus.“ Bisher gibt es keinen Hinweis auf Verwicklung einer ausländischen Macht Bei mehreren Sabotageaktionen ähnlicher Art in den vergangenen Jahren gehen die Sicherheitsbehörden von linksextremistischen Tätern aus, auch weil teils Bekennerschreiben bekannt wurden, die die Ermittler als authentisch einschätzen. Redmann zufolge unterscheidet sich die Tatausführung in Brandenburg aber von diesen Fällen. Es gebe auch keinen Hinweis darauf, „dass eine ausländische Macht dahintersteht und mit geheimdienstlichen Mitteln agiert wurde“. Die Ermittler sehen auffällige Parallelen in den beiden Vorfällen: Am Dienstagmorgen griffen Unbekannte in der Nähe des Umspannwerks Turnow-Preilack unweit des Kraftwerks Jänschwalde die Stromversorgung an. Dazu lenkten sie nach Angaben von Redmann mithilfe selbstgebauter Flugkörper, die Silvesterraketen ähnelten, leitfähiges Material in Richtung Höchstspannungsleitungen. Am Dienstagabend kam es dann zu einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln. Unbekannte hätten Kabel über die Oberleitung gebracht und so einen Kurzschluss verursacht, sagte Reul. In der Nähe beider Orte wurden Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik gefunden, die womöglich bereits vor längerer Zeit dort installiert worden waren. Die Ermittler gehen davon aus, dass beide Vorfälle auf verfassungsfeindliche Sabotage zurückzuführen sind. Reul bringt neue Befugnisse für die Betreiber ins Spiel Zugleich werden die Rufe aus Politik, Gewerkschaften und Verbänden lauter, mehr in den Schutz der kritischen Infrastruktur zu investieren, den Betreibern mehr Rechte zu geben sowie ein „Backup-System“ für Notfälle im Stromnetz zu erarbeiten. NRW-Innenminister Reul sagte, man müsse klären, welche neuen Befugnisse die Betreiber kritischer Infrastruktur bekommen sollen: „Dürfen die Videoanlagen betreiben? Dürfen die in Zukunft eine eigene Drohnenabwehr haben?“ Die Grünen-Politikerin Irene Mihalic, Parlamentarische Geschäftsführerin der Partei und selbst Polizeibeamtin, wirft Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) Versäumnisse vor. „Unser Land ist auf Angriffe auf kritische Infrastrukturen nur sehr unzureichend vorbereitet, und das muss sich schleunigst ändern“, sagte Mihalic dem Handelsblatt. Die Deutsche Polizeigewerkschaft vertritt die Auffassung, der Schutz solcher Anlagen sei nicht die originäre Aufgabe der Polizei, sondern zunächst der Betreiber selbst. „Wer die Verantwortung für die Sicherheit seiner Anlagen trägt, muss auch in deren Schutz investieren“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Heiko Teggatz. Es fehle nicht an technischen Möglichkeiten, sondern an konsequenten Investitionen, bemängelte er. Der Vize-Vorsitzende des Bundesverbands für den Schutz Kritischer Infrastrukturen, Hans-Walter Borries, sagte hingegen im RBB: „Es ist schon eine hybride Vorkriegsführung, und das wäre eigentlich originär die Aufgabe für eine Bundespolizei.“ Dazu reichten die Möglichkeiten derzeit jedoch nicht aus, sagte Borries. Daher müssten die Firmen sich jetzt fragen: „Müssen wir mehr in diesen Bereich investieren?“ Es gebe die technischen Schutzmöglichkeiten, aber er gehe von einer „Vervier- bis Versechsfachung der Kosten“ aus, und das könnten Unternehmen derzeit nicht stemmen.

Artikel lesen
3. September
Wirtschaftswoche

Stromnetz-Sabotage: Nach Angriffen auf Stromnetz – Suche nach Tätern und Motiv

Stromnetz-Sabotage: Nach Angriffen auf Stromnetz – Suche nach Tätern und Motiv Nach Angriffen auf das Stromnetz in Südbrandenburg und Nordrhein-Westfalen geht die Suche nach dem Motiv und den Tätern weiter. „Mittlerweile sind wir relativ sicher, dass es viele Parallelen gibt“, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwochabend im ZDF-„heute journal“. Wer hinter den Sabotageakten stecke, sei aber weiter unklar. „Es muss nun sorgfältig ermittelt werden, was ist überhaupt passiert, und dann kann man sich der Frage zuwenden, wer steckt dahinter.“ Zugleich werden die Rufe aus Politik, Gewerkschaften und Verbänden lauter, mehr in den Schutz der kritischen Infrastruktur zu investieren, den Betreibern mehr Rechte zu geben und ein „Backup-System für Notfälle“ im Stromnetz zu erarbeiten. Noch keine Bekennerschreiben bekannt Die Ermittlungen liefen weiter in alle Richtungen, hieß es zuvor auch von Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU). In den beiden Fällen, die innerhalb kürzester Zeit erfolgten, liegt bislang kein Bekennerschreiben vor. Reul hatte am Mittwoch gesagt: „Wir prüfen zwei Richtungen: fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus.“ Bei mehreren Sabotageaktionen der vergangenen Jahre gehen die Sicherheitsbehörden von linksextremistischen Tätern aus, auch weil teils Bekennerschreiben bekannt wurden, die von den Ermittlern als authentisch eingeschätzt werden. Redmann zufolge ist die Tatausführung in Brandenburg aber anders als bei diesen Fällen. Ebenso wenig gebe es bisher aber einen Hinweis darauf, „dass eine ausländische Macht dahintersteht und mit geheimdienstlichen Mitteln agiert wurde“. Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik bei beiden Angriffen Die Ermittler sehen auffällige Parallelen in den beiden Vorfällen: Am Dienstagmorgen starteten Unbekannte in der Nähe des Umspannwerks Turnow-Preilack unweit des Kraftwerks Jänschwalde einen Angriff auf die Stromversorgung. Dazu lenkten sie nach Angaben von Redmann mit Hilfe selbstgebauter Flugkörper, die Silvesterraketen ähnelten, leitfähiges Material in Richtung Höchstspannungsleitungen. Am Dienstagabend kam es dann zu einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln. Unbekannte hätten Kabel über die Oberleitung gebracht und so einen Kurzschluss verursacht, sagte Reul. In der Nähe beider Orte wurden nach Angaben der Behörden Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik gefunden, die womöglich bereits vor längerer Zeit dort installiert worden waren. Die Ermittler gehen davon aus, dass beide Vorfälle auf verfassungsfeindliche Sabotage zurückzuführen sind. Zugleich nimmt der Diskurs über Konsequenzen aus den Anschlägen und über die Frage, wie kritische Infrastruktur künftig besser geschützt werden kann, an Fahrt auf. Reul forderte eine Debatte über die Rechte der Betreiber kritischer Infrastruktur. Man müsse sich in der Gesellschaft darüber einigen, was diese dürften. „Was dürfen die? Dürfen die Videoanlagen betreiben? Dürfen die in Zukunft eine eigene Drohnenabwehr haben, zum Beispiel? Das sind Fragen, die wird man jetzt mal beantworten müssen“, sagte der CDU-Politiker im ZDF-„heute journal“. Grüne fordern mehr Schutz für kritische Infrastruktur Grünen-Politikerin Irene Mihalic warf Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) schwere Versäumnisse beim Schutz kritischer Infrastruktur vor. „Unser Land ist auf Angriffe auf kritische Infrastrukturen nur sehr unzureichend vorbereitet, und das muss sich schleunigst ändern“, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion dem „Handelsblatt“. „Wir erwarten, dass der Bundesinnenminister noch im Rahmen der aktuellen Haushaltsverhandlungen ein Gesamtkonzept für die Sicherheit in unserem Land vorstellt und beim Schutz der kritischen Infrastruktur endlich seine Hausaufgaben macht“, sagte Mihalic. Was gehört zur kritischen Infrastruktur? Unter der kritischen Infrastruktur versteht man all jene Bereiche, deren Beeinträchtigung oder Ausfall zu Versorgungsengpässen, Störungen der öffentlichen Sicherheit und weiteren dramatischen Folgen führen kann. Dazu gehören etwa Energie, Informationstechnik, Transport, Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung, Finanz- und Versicherungswesen, Staat und Verwaltung sowie Medien. Nicht jedes Umspannwerk könne von Polizisten bewacht werden – stattdessen müssten diejenigen, die die Anlagen betreiben, ertüchtigt und in die Lage versetzt werden, diese besser zu schützen, betonte Reul. Das könne man „relativ schnell regeln“. Ähnlich äußerte sich die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG). Der Schutz kritischer Infrastrukturen sei nicht die originäre Aufgabe der Polizei, sondern zunächst Aufgabe der Betreiber selbst. „Wer die Verantwortung für die Sicherheit seiner Anlagen trägt, muss auch in deren Schutz investieren“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Heiko Teggatz. Es fehle nicht an technischen Möglichkeiten, sondern an konsequenten Investitionen, bemängelte er. Auch die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, Kerstin Andreae, forderte ein Umdenken mit Blick auf den Datenschutz. Bestimmungen müssten so angepasst werden, „dass auch angrenzende öffentliche Bereiche rechtssicher per Kamera überwacht werden können“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Detaillierte Informationen und Pläne zu kritischen Infrastrukturen dürften potenziellen Angreifern nicht frei zugänglich sein. Verband fordert „Backup-System für Notfälle“ im Stromnetz Der Bundesverband der Erneuerbaren Energien (BEE) sprach sich für ein „Backup-System für Notfälle“ im Stromnetz aus. Bioenergie und Wasserkraft seien beispielsweise schwarzstartfähig, sagte BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser der „Rheinischen Post“. Das heißt, sie könnten etwa nach einem Stromausfall ohne externe Stromversorgung schnell wieder hochgefahren werden. „Auch Batteriespeicher können im Ernstfall kurzfristig einspringen und günstigen Strom bereitstellen.“ Lesen Sie auch: Koalition verhandelt über Wiederanwerfen alter Kohlekraftwerke

Artikel lesen
3. September
Handelsblatt

NRW und Brandenburg: Nach Angriffen auf Stromnetz – Suche nach Tätern und Motiv

NRW und Brandenburg: Nach Angriffen auf Stromnetz – Suche nach Tätern und Motiv Bergheim/Turnow-Preilack/Berlin. Nach Angriffen auf das Stromnetz in Südbrandenburg und Nordrhein-Westfalen geht die Suche nach dem Motiv und den Tätern weiter. „Mittlerweile sind wir relativ sicher, dass es viele Parallelen gibt“, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwochabend im ZDF-„heute journal“. Wer hinter den Sabotageakten stecke, sei aber weiter unklar. „Es muss nun sorgfältig ermittelt werden, was ist überhaupt passiert, und dann kann man sich der Frage zuwenden, wer steckt dahinter.“ Zugleich werden die Rufe aus Politik, Gewerkschaften und Verbänden lauter, mehr in den Schutz der kritischen Infrastruktur zu investieren, den Betreibern mehr Rechte zu geben und ein „Backup-System für Notfälle“ im Stromnetz zu erarbeiten. Noch keine Bekennerschreiben bekannt Die Ermittlungen liefen weiter in alle Richtungen, hieß es zuvor auch von Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU). In den beiden Fällen, die innerhalb kürzester Zeit erfolgten, liegt bislang kein Bekennerschreiben vor. Reul hatte am Mittwoch gesagt: „Wir prüfen zwei Richtungen: fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus.“ Bei mehreren Sabotageaktionen der vergangenen Jahre gehen die Sicherheitsbehörden von linksextremistischen Tätern aus, auch weil teils Bekennerschreiben bekannt wurden, die von den Ermittlern als authentisch eingeschätzt werden. Redmann zufolge ist die Tatausführung in Brandenburg aber anders als bei diesen Fällen. Ebenso wenig gebe es bisher aber einen Hinweis darauf, „dass eine ausländische Macht dahintersteht und mit geheimdienstlichen Mitteln agiert wurde“. Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik bei beiden Angriffen Die Ermittler sehen auffällige Parallelen in den beiden Vorfällen: Am Dienstagmorgen starteten Unbekannte in der Nähe des Umspannwerks Turnow-Preilack unweit des Kraftwerks Jänschwalde einen Angriff auf die Stromversorgung. Dazu lenkten sie nach Angaben von Redmann mit Hilfe selbstgebauter Flugkörper, die Silvesterraketen ähnelten, leitfähiges Material in Richtung Höchstspannungsleitungen. Am Dienstagabend kam es dann zu einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln. Unbekannte hätten Kabel über die Oberleitung gebracht und so einen Kurzschluss verursacht, sagte Reul. In der Nähe beider Orte wurden nach Angaben der Behörden Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik gefunden, die womöglich bereits vor längerer Zeit dort installiert worden waren. Die Ermittler gehen davon aus, dass beide Vorfälle auf verfassungsfeindliche Sabotage zurückzuführen sind. Zugleich nimmt der Diskurs über Konsequenzen aus den Anschlägen und über die Frage, wie kritische Infrastruktur künftig besser geschützt werden kann, an Fahrt auf. Reul forderte eine Debatte über die Rechte der Betreiber kritischer Infrastruktur. Man müsse sich in der Gesellschaft darüber einigen, was diese dürften. „Was dürfen die? Dürfen die Videoanlagen betreiben? Dürfen die in Zukunft eine eigene Drohnenabwehr haben, zum Beispiel? Das sind Fragen, die wird man jetzt mal beantworten müssen“, sagte der CDU-Politiker im ZDF-„heute journal“. Grüne fordern mehr Schutz für kritische Infrastruktur Grünen-Politikerin Irene Mihalic warf Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) schwere Versäumnisse beim Schutz kritischer Infrastruktur vor. „Unser Land ist auf Angriffe auf kritische Infrastrukturen nur sehr unzureichend vorbereitet, und das muss sich schleunigst ändern“, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion dem „Handelsblatt“. „Wir erwarten, dass der Bundesinnenminister noch im Rahmen der aktuellen Haushaltsverhandlungen ein Gesamtkonzept für die Sicherheit in unserem Land vorstellt und beim Schutz der kritischen Infrastruktur endlich seine Hausaufgaben macht“, sagte Mihalic. Was gehört zur kritischen Infrastruktur? Unter der kritischen Infrastruktur versteht man all jene Bereiche, deren Beeinträchtigung oder Ausfall zu Versorgungsengpässen, Störungen der öffentlichen Sicherheit und weiteren dramatischen Folgen führen kann. Dazu gehören etwa Energie, Informationstechnik, Transport, Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung, Finanz- und Versicherungswesen, Staat und Verwaltung sowie Medien. Nicht jedes Umspannwerk könne von Polizisten bewacht werden - stattdessen müssten diejenigen, die die Anlagen betreiben, ertüchtigt und in die Lage versetzt werden, diese besser zu schützen, betonte Reul. Das könne man „relativ schnell regeln“. Ähnlich äußerte sich die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG). Der Schutz kritischer Infrastrukturen sei nicht die originäre Aufgabe der Polizei, sondern zunächst Aufgabe der Betreiber selbst. „Wer die Verantwortung für die Sicherheit seiner Anlagen trägt, muss auch in deren Schutz investieren“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Heiko Teggatz. Es fehle nicht an technischen Möglichkeiten, sondern an konsequenten Investitionen, bemängelte er. Verwandte Themen Auch die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, Kerstin Andreae, forderte ein Umdenken mit Blick auf den Datenschutz. Bestimmungen müssten so angepasst werden, „dass auch angrenzende öffentliche Bereiche rechtssicher per Kamera überwacht werden können“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Detaillierte Informationen und Pläne zu kritischen Infrastrukturen dürften potenziellen Angreifern nicht frei zugänglich sein. Verband fordert „Backup-System für Notfälle“ im Stromnetz Der Bundesverband der Erneuerbaren Energien (BEE) sprach sich für ein „Backup-System für Notfälle“ im Stromnetz aus. Bioenergie und Wasserkraft seien beispielsweise schwarzstartfähig, sagte BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser der „Rheinischen Post“. Das heißt, sie könnten etwa nach einem Stromausfall ohne externe Stromversorgung schnell wieder hochgefahren werden. „Auch Batteriespeicher können im Ernstfall kurzfristig einspringen und günstigen Strom bereitstellen.“

Artikel lesen
2. September
Bild

Anschläge auf Stromnetz - So werden unsere Umspannwerke jetzt geschützt

Stromnetz unter Beschuss: Nach Anschlägen! So werden jetzt Umspannwerke geschützt Jänschwalde/Bergheim – Erst Brandenburg, dann Bergheim. Und droht jetzt der nächste Anschlag auf das deutsche Stromnetz? Konkrete Hinweise gibt es noch nicht, doch die Behörden sind alarmiert. Am Nachmittag rückten Hundertschaften der Polizei aus, um Umspannwerke zu kontrollieren. Und auch die Stromanbieter erhöhen ihre Sicherheitsvorkehrungen. Etwa am Stadtrand von Dortmund war die Polizei mit zahlreichen Beamten an einem Umspannwerk von Amprion im Einsatz. Auch im Hamburger Umland, etwa in Wedel (Schleswig-Holstein), wurden die Behörden aktiv. Hubschrauber kreisten am Himmel, Wälder und Felder wurden durchsucht. Polizei: „Reine Vorsichtsmaßnahme“ Christian Schreiber, Sprecher der Polizei Hamburg, bestätigt gegenüber BILD: „Im Rahmen unserer kontinuierlichen Vorsorge und im Lichte aktueller Ereignisse führen wir eine Überprüfung relevanter Einrichtungen durch.“ Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. „Konkrete Hinweise auf eine Gefährdung liegen nicht vor.“ Nach BILD-Informationen wurden auch die Betreiber der Umspannwerke aktiv. Private Sicherheitsunternehmen sind im Einsatz. Die Umspannwerke werden außerdem regelmäßig mit Drohnen überflogen, um Sabotage frühzeitig zu erkennen. „Koordinierter Angriff auf unsere Energieversorgung“ Am Dienstag kam es an gleich zwei Umspannwerken zu Angriffen. Erst im brandenburgischen Jänschwalde, dann in Bergheim bei Köln. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen verfassungsfeindlicher Sabotage. Die lebenswichtige Versorgung der Bevölkerung sei bedroht gewesen. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann sagte: „Die Anzeichen verdichten sich, dass beide Attacken Teil eines koordinierten Angriffs auf unsere Energieversorgung sind. Es ist folgerichtig, dass der Generalbundesanwalt prüft, die Ermittlungen an sich zu ziehen.“ Der Politiker forderte, den Schutz der kritischen Infrastruktur zu verbessern. Betreiber sollen sich künftig selbst besser schützen dürfen. Geplant seien polizeiliche Befugnisse – etwa zur Drohnenabwehr oder für intelligente Videoüberwachung, sagte er am Mittwoch im RBB‑Inforadio. Der Schutz besteht derzeit vor allem aus technischen Vorkehrungen, Notfall- und Wiederanlaufplänen. Etwa sind Risikoanalysen vorgeschrieben, Betreiber müssen ihre Anlagen vor Cyberangriffen schützen und Sicherheitsvorfälle müssen gemeldet werden. Nach Angaben der Ermittler hatten die Täter am Dienstagabend vermutlich mit Pyrotechnik-Raketen einen Draht über eine Hochspannungsleitung geschossen und so einen Kurzschluss verursacht. In der Folge wurden fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke von RWE abgeschaltet. Zu einem größeren Stromausfall kam es aber nicht. Der Zwischenfall in NRW ereignete sich nur Stunden nach einem ähnlichen Anschlag in Brandenburg. Dort hatten Unbekannte am Dienstagmorgen versucht, mit einem Angriff auf ein Umspannwerk nahe dem Kraftwerk Jänschwalde einen großflächigen Stromausfall auszulösen. Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.

Artikel lesen
2. September
Handelsblatt

NRW und Brandenburg: Angriffe auf Stromversorgung - Sabotageverdacht auch in NRW

NRW und Brandenburg: Angriffe auf Stromversorgung - Sabotageverdacht auch in NRW Bergheim/Turnow-Preilack/Berlin. Nach dem Angriff auf das Stromnetz in Südbrandenburg gehen die Ermittler davon aus, dass auch die Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln auf verfassungsfeindliche Sabotage zurückgeht. Unbekannte hätten Kabel über die Oberleitung gebracht und so einen Kurzschluss verursacht, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU). „Das war Absicht. Wer da rangeht, greift unser Land an.“ Die Ermittler sehen Parallelen zu dem Fall in Brandenburg, wo Unbekannte am Dienstagmorgen unweit des Umspannwerks Turnow-Preilack einen Angriff auf die Stromversorgung gestartet hatten. In der Nähe beider Orte wurden nach Angaben der Behörden Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik gefunden, die womöglich bereits vor längerer Zeit dort installiert worden waren. In Bergheim entdeckten Einsatzkräfte der Polizei bei einer Suchaktion in einem Maisfeld insgesamt sechs Abschussvorrichtungen. Diese waren demnach so gebaut, dass mit pyrotechnischen Gegenständen ein Draht über die Stromleitungen geführt werden konnte. In der Folge seien mehrere Kraftwerksblöcke abgeschaltet worden, die lebenswichtige Versorgung der Bevölkerung sei dadurch bedroht gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Mittlerweile sind drei von fünf Kraftwerksblöcken wieder ans Netz gegangen, wie RWE Power am Abend mitteilte. Für die übrigen zwei Blöcke sei mit einer Wiederinbetriebnahme im Laufe des kommenden Wochenendes zu rechnen. Zwei Angriffe innerhalb von zwei Tagen In Brandenburg hatten Unbekannte am Dienstagmorgen versucht, in der Nähe des Umspannwerks Turnow-Preilack unweit des Kraftwerks Jänschwalde die Stromversorgung zu stören. Dazu lenkten sie nach Angaben von Innenminister Jan Redmann (CDU) mit Hilfe selbstgebauter Flugkörper, die Silvesterraketen ähnelten, leitfähiges Material in Richtung Höchstspannungsleitungen. Keine Stromausfälle - Ermittler vernetzen sich Auswirkungen auf die allgemeine Stromversorgung gab es weder in Brandenburg noch in Nordrhein-Westfalen. Wer hinter den Vorfällen steckt, ist noch offen. „Wir prüfen zwei Richtungen: fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus“, sagte Reul. Breiter in den Blick nehmen die Ermittler nun auch den Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen im Juni, der dazu geführt hatte, dass rund 7.600 Gebäude und etwa 40.000 Menschen zeitweise ohne Strom waren. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. In der Vergangenheit gab es bundesweit eine Reihe weiterer mutmaßlicher Sabotageversuche. Die betroffenen Länder wollen sich nun stärker vernetzen. Brandenburgs Innenminister: „Verdammtes Glück gehabt“ Innenminister Redmann sprach davon, dass man in Brandenburg „verdammtes Glück“ gehabt habe. Denn nach jetzigem Stand habe nur einer der mehr als einem Dutzend „raketenähnlichen Gegenständen“ mit Treibsatz sein Ziel erreicht. Dies blieb jedoch ohne Auswirkungen - anders als in Berlin Anfang des Jahres, wo ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke einen großflächigen Stromausfall auslöste, von dem Zehntausende Menschen betroffen waren. Hier gehen die Ermittler von linksextremistischen Tätern aus. Redmann erklärte, die Tatausführung in Brandenburg sei aber anders als bei bisherigen Anschlägen auf die Stromversorgung, die der linksextremistischen Szene zugeordnet werden. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung. Das betroffene Umspannwerk zählt dem Innenminister zufolge zu einem der relevantesten in Deutschland. In NRW fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke vom Netz In Nordrhein-Westfalen wurde die Polizei am Dienstagabend gegen 20.00 Uhr zunächst wegen einer technischen Störung zu dem Umspannwerk in Bergheim gerufen. Durch einen Kurzschluss seien mehrere Leitungen ausgefallen, hieß es. Fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke gingen vom Netz. Der Energieversorger Amprion versicherte: „Die allgemeine Stromversorgung war zu keinem Zeitpunkt davon betroffen und die Systemstabilität immer gewährleistet.“

Artikel lesen
2. September
Handelsblatt

Today: Anschläge auf kritische Infrastruktur – Wie verwundbar ist Deutschland?

Today: Anschläge auf kritische Infrastruktur – Wie verwundbar ist Deutschland? Zwei Angriffe auf die deutsche Strominfrastruktur innerhalb eines Tages – in Brandenburg und in Bergheim bei Köln. Die Vorfälle befeuern die Debatte über die Sicherheit kritischer Infrastruktur in Deutschland und werfen die Frage auf, inwieweit ein Zusammenhang zum vereitelten Anschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle im August besteht, für den die Bundesregierung jüngst Russland verantwortlich machte. Der CDU-Politiker Marc Henrichmann, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums, das die deutschen Nachrichtendienste kontrolliert, warnt vor schnellen Schlüssen: „Das ist sicherlich viel zu früh.“ Zugleich sagt er mit Blick auf die Sicherheit, es sei „utopisch“ zu glauben, „dass der Staat jeden einzelnen Betreiber kritischer Infrastruktur in ganz Deutschland 24/7 schützen kann“. Warum Henrichmann mehr Befugnisse für die Nachrichtendienste fordert und was er zum Stand der Ermittlungen sagt, hört ihr in der heutigen Folge von Handelsblatt Today: Außerdem: Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt vor den Folgen der politischen Polarisierung gewarnt. „Das Ergebnis kann die politischen Verhältnisse in Ländern, Parteien und der Bundesregierung weiter verkomplizieren“, sagte er am Mittwoch auf dem Banken-Gipfel des Handelsblatts. Damit spielte er auf das in vielen Wahlumfragen prognostizierte starke Stimmenergebnis für die AfD an, die in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit erzielen könnte. Hier hört ihr einen Ausschnitt aus dem Interview mit Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes: Übrigens: Unsere zweite Folge von „Today – das Interview“ mit Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp zu den Übernahmegesprächen mit der Unicredit findet ihr hier: Moderiert von Solveig Gode Produziert von Max Rex Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Today: https://www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

Artikel lesen
2. September
Der Spiegel

Brandenburg: Innenminister Jan Redmann vermutet koordinierten Angriff auf Stromversorgung

Sabotageakte Brandenburgs Innenminister vermutet koordinierten Angriff auf Stromversorgung Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) hält einen Zusammenhang zwischen den Angriffen auf Stromversorgungsanlagen bei Jänschwalde und Bergheim für wahrscheinlich. »Die Anzeichen verdichten sich, dass beide Attacken Teil eines koordinierten Angriffs auf unsere Energieversorgung sind«, sagte er laut einer Mitteilung seines Ministeriums. »Es ist folgerichtig, dass der Generalbundesanwalt prüft, die Ermittlungen an sich zu ziehen.« Nach dem Angriff auf das Stromnetz in Südbrandenburg gehen die Ermittler davon aus, dass auch die Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln auf verfassungsfeindliche Sabotage zurückgeht. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt. Unbekannte hätten Kabel über die Oberleitung gebracht und so einen Kurzschluss verursacht, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU). »Das war Absicht. Wer da rangeht, greift unser Land an.« Die Ermittler sehen Parallelen zu dem Fall in Brandenburg, wo Unbekannte am Dienstagmorgen unweit des Umspannwerks Turnow-Preilack einen Angriff auf die Stromversorgung gestartet hatten. In der Nähe beider Orte wurden nach Angaben der Behörden Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik gefunden, die womöglich bereits vor längerer Zeit dort installiert worden waren. CDU-Innenpolitiker sehen die Angriffe als gezielte Versuche der Destabilisierung. »Das sind keine Einzelfälle mehr, das ist eine Serie von Angriffen auf unsere Energieversorgung«, sagte der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Marc Henrichmann (CDU), der Nachrichtenagentur Reuters. Der CDU-Innenexperte Alexander Throm sieht eine Verbindung zu den anstehenden Landtagswahlen. »Es ist ganz klar das Ziel, die Bevölkerung zu verunsichern«, sagte er. Die Anschläge weckten Erinnerungen an den Blackout in Berlin zum Jahreswechsel , bei dem Teile der Hauptstadt tagelang ohne Strom waren. Die Sabotage an einem zentralen Stromkabel wurde Linksextremisten zugeordnet. Brandenburgs Innenminister Redmann schloss nicht aus, dass im jetzigen Fall sogenannte fremde Mächte im Spiel sein könnten – ein Hinweis auf ausländische Geheimdienste etwa aus Russland. Dem Land wird von der Bundesregierung eine hybride Kriegsführung mit Cyberattacken, politischer Einflussnahme, Spionage oder Drohnenattacken vorgeworfen. Polizeigewerkschaft fordert Investitionen in Schutzmaßnahmen Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert mehr Investitionen in den Schutz der kritischen Infrastruktur. »Es fehlt nicht an technischen Möglichkeiten, sondern an konsequenten Investitionen«, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Heiko Teggatz. Moderne Sensorik entlang von Hochspannungsleitungen, digitale Überwachungssysteme, intelligente Detektionslösungen und weitere Schutztechnologien würden international bereits erfolgreich eingesetzt. Der Schutz kritischer Infrastrukturen sei nicht die originäre Aufgabe der Polizei, sondern zunächst Aufgabe der Betreiber selbst. »Wer die Verantwortung für die Sicherheit seiner Anlagen trägt, muss auch in deren Schutz investieren«, sagte Teggatz.

Artikel lesen
2. September
Die Zeit (Politik)

Angriffe auf Stromversorgungsanlagen: Brandenburgs Innenminister vermutet koordinierten Angriff auf Anlagen

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) hält einen Zusammenhang zwischen den Angriffen auf die beiden Stromversorgungsanlagen von Jänschwalde und Bergheim für wahrscheinlich. »Die Anzeichen verdichten sich, dass beide Angriffe Teil eines koordinierten Angriffs auf unsere Energieversorgung sind«, sagte er laut einer Mitteilung seines Ministeriums. »Es ist folgerichtig, dass der Generalbundesanwalt prüft, die Ermittlungen an sich zu ziehen.« Nach dem Angriff auf das Stromnetz in Südbrandenburg gehen die Ermittler davon aus, dass auch die Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln auf verfassungsfeindliche Sabotage zurückgeht. Die Ermittler sehen Parallelen zu dem Fall in Brandenburg, wo Unbekannte am Dienstagmorgen unweit des Umspannwerks Turnow-Preilack einen Angriff auf die Stromversorgung gestartet hatten. In der Nähe beider Orte wurden nach Angaben der Behörden Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik gefunden, die möglicherweise bereits vor längerer Zeit dort installiert wurden. Zwischen den Anschlägen lagen nur Stunden In Bergheim hatten Unbekannte am Dienstagabend nach Angaben der Ermittler vermutlich einen Draht über eine Hochspannungsleitung gebracht und so einen Kurzschluss verursacht. In einem angrenzenden Maisfeld fanden die Beamten sechs Abschussvorrichtungen. In der Folge wurden fünf Braunkohlekraftwerksblöcke von RWE mit einer Gesamtkapazität von 4.200 Megawatt abgeschaltet, was etwa der Leistung von vier mittelgroßen Atomkraftwerken entspricht. Zwei der Blöcke gingen am Mittwochvormittag wieder ans Netz, ein weiterer sollte am Abend folgen. Die übrigen zwei können voraussichtlich am Wochenende wieder Strom einspeisen. Der Zwischenfall in Nordrhein-Westfalen ereignete sich nur Stunden nach einem ähnlichen Anschlag in Brandenburg. Dort hatten Unbekannte am Dienstagmorgen versucht, mit einem Angriff auf ein Umspannwerk nahe dem Kraftwerk Jänschwalde einen großflächigen Stromausfall auszulösen. Dazu schossen sie mit selbst gebauten, silvesterraketenähnlichen Flugkörpern leitfähiges Material in die Hochspannungsleitungen. Dies führte zu einem Kurzschluss.

Artikel lesen
2. September
Der Spiegel (Politik)

News des Tages: Sabotageakte, Wahl in Sachsen-Anhalt, russische Schattenflotte

Die Lage am Abend Die bedrohte Republik – von innen und außen Die drei Fragezeichen heute: - Die Ermittlungen laufen – wer steckt hinter den Anschlägen von NRW und Brandenburg? - Die Angst der anderen – wie geht es eigentlich den Nicht-AfD-Wählern in Sachsen-Anhalt? - Maßnahmen gegen Russland – legt Deutschland jetzt die Schattenflotte lahm? 1. Es wird ermittelt in Deutschland Herbert Reul: Innenminister von Nordrhein-Westfalen Foto: Henning Kaiser / dpa»Es wird ermittelt« – inzwischen klingt das nach einer Zustandsbeschreibung für Deutschland. Wochenlang ging es um die vereitelten Anschläge in Leipzig, jetzt dreht sich alles um Fälle in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. In Jänschwalde sollten selbst gebaute Flugkörper ein Umspannwerk bei einem Kohlekraftwerk lahmlegen. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Terrorverdachts. In Bergheim bei Köln lautet der Vorwurf »verfassungsfeindliche Sabotage«: Unbekannte brachten Kabel über eine Oberleitung und verursachten so einen Kurzschluss. Sechs Abschussvorrichtungen wurden gefunden. Ob die Fälle zusammenhängen, ist offen. Das mulmige Gefühl, das sie hinterlassen, ist dagegen ziemlich konkret. Denn es werden ungute Erinnerungen wach an den Anschlag auf das Berliner Stromnetz im Winter – und die dramatischen Folgen. Mutmaßlich waren Linksextreme dafür verantwortlich. In Brandenburg heißt es allerdings, die Tatausführung unterscheide sich von bisherigen linksextremen Anschlägen auf die Stromversorgung. Ein Bekennerschreiben fehlt bislang. NRW-Innenminister Herbert Reul ermittelt deswegen in zwei Richtungen: »fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus«, und er hat heute sehr deutlich formuliert: »Das war kein kaputter Schalter, das war Absicht. Wer da rangeht, greift unser Land an.« Es wird ermittelt in Deutschland. - Lesen Sie hier mehr: Reul spricht von Anfangsverdacht der »verfassungsfeindlichen Sabotage« 2. Die Angst der anderen Julia Angelov Foto:Elliott Kreyenberg / DER SPIEGEL Viel wird derzeit darüber gesprochen, warum immer mehr Menschen in Deutschland die AfD wählen – und was der Westen über den Osten denkt, sollte die Partei bei der Wahl in Sachsen-Anhalt am kommenden Wochenende tatsächlich mehr als 40 Prozent erreichen. Wie aber geht es den Bürgerinnen und Bürgern dort, die keine extremistische Partei wählen? Fühlen sie sich gesehen? Meine Kollegen haben mit ihnen gesprochen . Eine Lehrerin beschreibt ihren Trotz: »Einige Schüler tragen Lonsdale und andere Marken, die rechts codiert sind. Ich halte dagegen und trage bewusst und stolz unsere Nationalfarben, denn das sind die Farben unserer Demokratie.« Auf einem Bild ist sie in einer Trainingsjacke der deutschen Fußballnationalmannschaft zu sehen. Niemand lasse sich entmutigen, schreiben die Autoren. Zugleich ist die Sorge unübersehbar – etwa wenn die Lehrerin von der geplanten Prüfung der »charakterlichen und persönlichen Eignung« spricht. Das AfD-Programm enthält viele Maßnahmen, die Angst machen, aber auch Wahlgeschenke, die wohl kaum jemand ablehnen würde – etwa eine Geburtsprämie oder ein eigenes Kindergeld. Mit diesen Versprechen haben sich meine Kollegen Markus Becker, Anna Behrend und Chris Kurt beschäftigt. Ihre Recherche kommt zu einem fatalen Ergebnis: Will die AfD zugleich keine neuen Schulden aufnehmen und die Steuern senken, entstünde bei Umsetzung des Programms ein jährliches Defizit von 2,5 Milliarden Euro. Eingespart würden nur 243 Millionen Euro – »großzügig gerechnet«. Die Finanzierungslücke wäre massiv. Ob diese Erkenntnis unentschlossene Wählerinnen und Wähler umstimmen kann? Wahrscheinlich nicht. Zu sehr haben wir uns an große Finanzierungslücken und Sondervermögen gewöhnt – auch bei anderen Parteien. Dabei müssten die Zahlen aufhorchen lassen: Viele Menschen erleben bereits in ihren Kommunen, was es bedeutet, wenn Kürzungen irgendwann nicht mehr zu vermeiden sind. - Lesen Sie hier mehr zur Recherche: Welche Löcher die AfD-Ideen in Sachsen-Anhalts Haushalt reißen würden 3. Bewährungsprobe für Berlin Handyvideos für die Innenminister: Mitglieder der Spezialeinheit GSG 9 seilen sich auf das Einsatzschiff »Bamberg« der Bundespolizei ab Foto:Christian Charisius / AFP Vor markigen Worten schreckt Bundeskanzler Friedrich Merz erfahrungsgemäß nicht zurück. Das hat er zuletzt auch wieder bewiesen, als es darum ging, Konsequenzen anzukündigen für den gescheiterten Drohnenanschlag von Leipzig. Was aber genau wagt Deutschland wirklich – und was ist sinnvoll? Paul-Anton Krüger hat recherchiert zur Frage, wie es denn jetzt um das Eindämmen der russischen Schattenflotte steht, einen zentralen und wohl den schwierigsten Punkt auf der Sanktionsliste. Paul schreibt, dass »Schweden schon regelmäßig Tanker kontrolliert, die in russischem Auftrag unterwegs sind«. Es gebe Anzeichen dafür, dass die Schiffe die Küste des Landes deswegen mieden. Auch Frankreich habe Schiffe aufgebracht, ebenso Großbritannien. Deutschland aber ist zögerlich. Paul versucht, nachzuvollziehen, wie die Zurückhaltung zu erklären ist. Das Innenministerium sehe unter anderem ein Risiko für die Bundespolizisten darin, dass etliche Schiffe der Schattenflotte bewaffnete Söldner an Bord haben und teils auch von russischen Kriegsschiffen begleitet werden. Eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Russen und Deutschen? Das Zögern von Merz und seinen Ministern ist grundsätzlich verständlich. Doch schon im April hatte sich der Nationale Sicherheitsrat eigentlich darauf verständigt, stärker gegen die aus mehreren Tausend Schiffen bestehende Flotte vorzugehen, die unter Umgehung von Sanktionen Öl und Gas transportiert, mit denen Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine finanziert. Und so könnten die Maßnahmen oder auch Nichtmaßnahmen gegen die Schattenflotte zur Achillesferse des Kanzlers werden. Hat man hier Erfolg, steigt der Respekt. Bleibt man tatenlos, wird die Reaktion auf die Anschläge verpuffen. Denn das Russische Haus in Berlin wie geplant zu schließen – das kann tatsächlich wohl jeder. - Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Legt Deutschland jetzt die russische Schattenflotte an die Kette? Was heute sonst noch wichtig ist - Uno sieht 1,5-Grad-Marke bald gerissen und gibt neues Ziel vor: Ein Uno-Bericht erkennt erstmals an, dass sich die Erde in den kommenden Jahren um 1,5 Grad Celsius erwärmt haben wird. Generalsekretär Guterres sieht in Waldbränden und Überschwemmungen eine Warnung. - DIW verdoppelt Wachstumsprognose: Die deutsche Wirtschaft erholt sich 2026 besser als gedacht. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat daher seine Wachstumsprognose deutlich erhöht. Doch eine große Schwachstelle bleibt. - Drei Abgeordnete verlassen Thüringer BSW-Fraktion: Damit dürfte die Arbeit für Thüringens CDU-Ministerpräsident Mario Voigt nicht einfacher werden: Die Fraktion des Koalitionspartners BSW schrumpft zusammen. Drei Abgeordnete verlassen die Landtagsfraktion. Meine Lieblingsgeschichte: Kulturkampf in der Frauen-NBA Aktivist Kanter Freedom: Verhöhnt er trans Menschen oder hilft er Frauen? Foto:Shaina Benhiyoun / Sports Press Photo / IMAGO Am Freitag beginnen in Berlin die Basketball-Weltmeisterschaften der Frauen. Eigentlich wäre das eine gute Gelegenheit, über den Sport zu sprechen. Im Stammland des Basketballs, den USA, aber dreht sich gerade alles um Sophie Cunningham, die es gar nicht in den Kader geschafft hat. Die Spielerin hat 4,1 Millionen Follower, gilt als »MAGA-Barbie« und warnt vor trans Frauen im Sport. Die MAGA-Bewegung feiert sie, weil sie den linken Basketballsport durcheinanderwirbelt. Die Frage dahinter aber ist alles andere als belanglos: Wie lassen sich Frauenwettbewerbe im Leistungssport fair und geschützt organisieren? Die Debatte wird jedoch nicht nur in den USA fast ausschließlich zur Provokation benutzt. Jetzt auch von der anderen Seite. Jonas Kraus hat den Fall Enes Kanter Freedom recherchiert (hier mehr dazu ). Er nennt sich »Freedom«, weil er Erdoğan kritisierte und sich mit Chinas Führung angelegt hat. Nun aber will er sich als Frau identifizieren und in der WNBA spielen. Dass er nun von der MAGA-Ecke gefeiert wird – sogar von US-Vizepräsident JD Vance –, dürfte ihm nicht gefallen. Die Geschichte ist so absurd wie oft in der Welt der Klickmacht. Aber auch ein Lehrstück, dass man sich mit Kulturkampf als Geschäftsmodell auch die Finger verbrennen kann. Zumal bislang keine einzige trans Person in der US-Basketballliga gespielt hat. - Lesen Sie hier die ganze Geschichte: »Ich werde die beste WNBA-Spielerin sein, die die Welt je gesehen hat« Was heute weniger wichtig ist Wir sind Helden: Sängerin Judith Holofernes Foto: Sven Simon / picture allianceBlindflug in die Charts: Vor 21 Jahren hat Judith Holofernes, 49, den Song »Von hier an blind« mit ihrer Band Wir sind Helden veröffentlicht. Eine Durch-und-durch-Nullerjahre-Erfolgsgeschichte. Jetzt ist zwar nicht sie, aber ihr Song zurück in den Charts. Von keinerlei PR-Maschine angetrieben, hört man überall: »Ich weiß nicht, wo wir sind, ich weiß nicht weiter, von hier an blind«. Der Sängerin macht das angesichts des Inhalts keine Sorgen, sie findet das »beinahe magisch« . Mini-Hohlspiegel Aus einer dpa-Meldung in der »Offenbach-Post«: »Arnold Schwarzenegger ließ zu seinem 79. Geburtstag am Donnerstag die Muskeln spielen. ›Ich möchte keine Geschenke‹, schrieb der gebürtige Bodybuilder und Actiondarsteller auf Instagram.« Hier finden Sie den ganzen Hohlspiegel. Cartoon des Tages Entdecken Sie hier noch mehr Cartoons. Klaus Stuttmann Und heute Abend? Der rote Teppich vor Beginn des Festivals Foto: Yves Herman / REUTERSHeute bin ich George Clooney auf dem Filmfestival in Venedig sehr nahe gekommen. Dort stellte er sich ausdauernd und freundlich den auffallend politischen Fragen. Schön und smart wie immer. Leider trennte uns der Bildschirm; ich folgte ihm nur im Livestream des Festivals, der frei zugänglich ist. Anders als Wolfgang Höbel, den ich im Zuschauerraum entdeckte und der seine Erwartungen an das Festival schon auf den Punkt gebracht hat . Der Anlass: George Clooney erhält heute Abend während der Eröffnungsfeier den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk. Unbestritten einer der nettesten Schauspieler überhaupt. Aber auch der besten? Er hat rund Dutzende Filme gemacht, aber welcher war eigentlich sein allererster? Das wäre doch das richtige Programm für heute Abend: »Return to Horror High« von 1987. Nie gehört, nie gesehen. Regisseur ist Bill Froehlich. Die Kritiken waren vernichtend. Streamen lässt sich der Film nicht. Der Mann in der Videothek sagt am Telefon, er müsse ihn aus dem Archiv holen. Ob ich auch mit »Die Rückkehr der Killertomaten« von 1988 zufrieden wäre – ebenfalls mit Clooney? Auf der DVD steht: »Der verrückte alte Professor Gangreen hat einen Weg entwickelt, um Tomaten für eine zweite Invasion menschlich aussehen zu lassen.« Vielleicht dann doch lieber »Ocean’s Eleven«? Einen schönen Abend. Herzlich Ihre Swantje Karich, Redakteurin im Ressort Meinung und Debatte

Artikel lesen
2. September
Die Zeit (Politik)

Sabotage in Jänschwalde: Wer hinter den Angriffen auf das deutsche Stromnetz stecken könnte

Innerhalb kürzester Zeit hat es zwei Angriffe auf die Stromversorgung in Deutschland gegeben. Beim mutmaßlichen Sabotageversuch am Umspannwerk in Jänschwalde in Brandenburg haben Unbekannte Stromleitungen in der Nähe eines Umspannwerkes beschädigt. Zu einem größeren Stromausfall ist es nicht gekommen. Dennoch ermittelt die Polizei inzwischen wegen Terrorverdachts. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke verurteilte den Vorfall und forderte einen besseren Schutz kritischer Infrastruktur. In Bergheim bei Köln wurde durch einen vorsätzlich herbeigeführten Kurzschluss eine Störung am Umspannwerk verursacht, wodurch fünf Braunkohlekraftwerksblöcke vom Netz genommen werden mussten. In Augsburg kam es zudem am Hauptbahnhof zu einer Explosion, bei der zwei ukrainische Staatsbürger leicht verletzt wurden. Der Bahnverkehr war zeitweise gesperrt. Ob und wie die Vorfälle miteinander zusammenhängen könnten, ordnet Christoph Heinemann, Redakteur im Politikressort der ZEIT, ein. Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf für die geplante Einkommensteuerreform von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) verabschiedet. Ab 2028 sollen Steuerzahler dadurch um rund zehn Milliarden Euro entlastet werden. Vor der Kabinettsentscheidung hatte das Bundeswirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU) den Entwurf öffentlich kritisiert. In einem Schreiben bemängelte sie, dass keine Maßnahmen gegen die sogenannte kalte Progression vorgesehen seien. Klingbeil verteidigte die Reform. Zugleich kritisierte er Reiches Vorgehen und sprach von einer »Opposition in der Regierung«. Was hinter dem Streit steckt, erklärt Marlies Uken, Redakteurin im Wirtschaftsressort der ZEIT. Außerdem im Update: Drei Abgeordnete verlassen die Thüringer BSW-Fraktion und die Partei. Damit schrumpft die mitregierende BSW-Fraktion von 15 auf 12 Mitglieder. Die drei Abgeordneten haben nach eigenen Angaben eine neue Partei gegründet. Dadurch verschieben sich die Mehrheitsverhältnisse im Landtag zugunsten der Opposition. Was das für die Brombeerkoalition aus BSW, SPD und CDU bedeutet, analysiert ZEIT-Redakteur Martin Nejezchleba. Und sonst so? Wer hängt »Free Baran Kok«-Plakate in Magdeburg auf? Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.

Artikel lesen
2. September
ZDF heute

Stromnetz-Sabotage: Redmann vermutet "koordinierten Angriff"

Brandenburg und Bergheim:Stromnetz-Sabotage: Redmann vermutet "koordinierten Angriff" Raketen stören Leitungen eines brandenburger Umspannwerks - später finden sich ähnliche Vorrichtungen nahe Köln. Brandenburgs Innenminister schließt einen Zusammenhang nicht aus. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) hält einen Zusammenhang zwischen den Angriffen auf Stromversorgungs-Anlagen bei Jänschwalde und Bergheim für wahrscheinlich. Die Anzeichen verdichten sich, dass beide Attacken Teil eines koordinierten Angriffs auf unsere Energieversorgung sind. Jan Redmann (CDU), Innenminister Brandenburgs "Es ist folgerichtig, dass der Generalbundesanwalt prüft, die Ermittlungen an sich zu ziehen", sagte er laut einer Mitteilung seines Ministeriums. Ermittler vermuten verfassungsfeindliche Sabotage Nach dem Angriff auf das Stromnetz in Südbrandenburg gehen die Ermittler davon aus, dass auch die Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln auf verfassungsfeindliche Sabotage zurückgeht. Unbekannte hätten Kabel über die Oberleitung gebracht und so einen Kurzschluss verursacht, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU). Das war Absicht. Wer da rangeht, greift unser Land an. Herbert Reul (CDU), Innenminister in NRW Die Ermittler sehen Parallelen zu dem Fall in Brandenburg, wo Unbekannte am Dienstagmorgen unweit des Umspannwerks Turnow-Preilack einen Angriff auf die Stromversorgung gestartet hatten. In der Nähe beider Orte wurden nach Angaben der Behörden Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik gefunden, die womöglich bereits vor längerer Zeit dort installiert worden waren. Nach Kurzschlüssen an einem Umspannwerk in Südbrandenburg - wenig später ein ähnlicher Vorfall in Bergheim. Die Landesregierung spricht von verfassungsfeindlicher Sabotage. 02.09.2026 | 1:43 minBergheim in NRW: Abschussvorrichtungen in Maisfeld In Bergheim in Nordrhein-Westfalen wurde die Polizei am Dienstagabend gegen 20 Uhr zunächst wegen einer technischen Störung zu dem Umspannwerk in Bergheim gerufen. Durch einen Kurzschluss seien mehrere Leitungen ausgefallen, hieß es. Fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke gingen vom Netz. Unweit davon entdeckten Einsatzkräfte der Polizei bei einer Suchaktion in einem Maisfeld insgesamt sechs Abschussvorrichtungen. Diese waren demnach so gebaut, dass mit pyrotechnischen Gegenständen ein Draht über die Stromleitungen geführt werden konnte. Der Energieversorger Amprion versicherte jedoch: "Die allgemeine Stromversorgung war zu keinem Zeitpunkt davon betroffen und die Systemstabilität immer gewährleistet." Bergheim bei Köln: Auf das Umspannwerk nahe eines Kraftwerks ist möglicherweise ein Anschlag verübt worden. Ermittler durchkämmen ein naheliegendes Feld. Quelle: Henning Kaiser / dpaBrandenburg: Flugkörper treffen Umspannwerk In Brandenburg hatten Unbekannte am Dienstagmorgen versucht, in der Nähe des Umspannwerks Turnow-Preilack unweit des Kraftwerks Jänschwalde die Stromversorgung zu stören. Dazu lenkten sie nach Angaben von Innenminister Jan Redmann (CDU) mit Hilfe selbstgebauter Flugkörper, die Silvesterraketen ähnelten, leitfähiges Material in Richtung Höchstspannungsleitungen. Brandenburg: Das Umspannwerk Turnow/Preilack auf der Karte. Quelle: ZDFRedmann sprach zunächst davon, dass man in Brandenburg "verdammtes Glück" gehabt habe. Denn nach jetzigem Stand habe nur einer der mehr als einem Dutzend "raketenähnlichen Gegenständen" mit Treibsatz sein Ziel erreicht. Dies blieb jedoch ohne Auswirkungen. Brandenburg: Die Polizei ermittelt wegen Terrorverdachts nach dem Angriff auf ein Umspannungswerk im Süden des Bundeslandes. 02.09.2026 | 0:25 minLänder wollen sich für Aufklärung vernetzen Auswirkungen auf die allgemeine Stromversorgung gab es weder in Brandenburg noch in Nordrhein-Westfalen. Wer hinter den Vorfällen steckt, ist noch offen. "Wir prüfen zwei Richtungen: fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus", sagte Reul. Breiter in den Blick nehmen die Ermittler nun auch den Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen im Juni. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. In der Vergangenheit gab es bundesweit eine Reihe weiterer mutmaßlicher Sabotageversuche. Die betroffenen Länder wollen sich nun stärker vernetzen. Brandenburg: Nach dem mutmaßlichen Sabotageakt auf eine Hochspannungsleitung bei Turnow-Preilack findet die Polizei weitere Sprengvorrichtungen. 02.09.2026 | 2:30 minCDU-Politiker: "Vor vorschnellen Bewertungen hüten" Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages, Marc Henrichmann, mahnt zu Besonnenheit. "Die Lehre aus Leipzig ist, dass wir uns vor vorschnellen Bewertungen hüten", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Dort hätten die professionell geführten Ermittlungen Stück für Stück belastbare Fakten geliefert. "Genau das erwarte ich auch jetzt in Jänschwalde und Bergheim." Mehr zu Sabotage - KolumneDie Wissens-Kolumne von NANO und Terra X:Der unterschätzte Dominoeffekt kritischer Infrastrukturvon Dennis-Kenji Kipker - Bahnstrecke zeitweise gesperrt:Kabel durchtrennt: Sabotageverdacht in Baden-Württembergmit Video0:16 - Bekennerschreiben von Linksextremisten:Sabotage an NRW-Bahnstrecke? Staatsschutz ermitteltmit Video1:07 - Prozess in Stuttgart:Russische Sabotage? Mutmaßliche Agenten vor Gerichtmit Video1:44

Artikel lesen
2. September
Die Welt (Politik)

Behörden sprechen von „Anschlag“ – Ermittler sehen Parallelen zu Vorfall in Jänschwalde

Behörden sprechen von „Anschlag“ – Ermittler sehen Parallelen zu Vorfall in Jänschwalde Ermittler sehen einen Zusammenhang zwischen der Sabotage an einem Umspannwerk in NRW und in Brandenburg. NRW-Innenminister Herbert Reul ist alarmiert und findet drastische Worte. Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen. Die Kölner Staatsanwaltschaft stuft den Vorfall an einem Umspannwerk in Nordrhein-Westfalen als Anschlag ein und ermittelt wegen verfassungsfeindlicher Sabotage. Zudem werde ein Zusammenhang mit einem ähnlichen Vorfall in Brandenburg vom Dienstag geprüft, teilten die Behörden am Mittwoch in Köln mit. Man nehme den Vorfall „äußerst ernst“, da durch die Abschaltung von Kraftwerksblöcken die lebenswichtige Versorgung der Bevölkerung bedroht gewesen sei, sagte der Kölner Staatsanwalt Ulrich Bremer. Man ermittle wegen des Anfangsverdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage und der Störung öffentlicher Betriebe. „Wir stufen die Tat als Anschlag auf die kritische Infrastruktur ein“, sagte Michael Esser vom Polizeipräsidium Köln. „Natürlich prüfen wir auch die Zusammenhänge zu den jüngsten Taten in Brandenburg.“ Nach Angaben der Polizei hatten Unbekannte am Dienstagabend gegen 20.00 Uhr in einem Umspannwerk im Ortsteil Rheydt einen Kurzschluss verursacht. Dazu sei vermutlich ein Draht über eine Hochspannungsleitung geworfen und an einem Zaun befestigt worden, was zu einer Erdung führte. „Der Draht, der vermutlich darüber gezogen worden ist, ist verglüht und hat auch den Zaun beschädigt“, erläuterte Esser. In der Folge wurden die Kraftwerke in Niederaußem und Neurath technisch abgeschaltet. Die Energieversorgung sei jedoch sicher und die Netze stabil geblieben, sagte Esser. Es habe keine nennenswerten Stromausfälle gegeben. Im Zuge der Ermittlungen in NRW fanden die Beamten in einem angrenzenden Maisfeld sechs Abschussvorrichtungen. „Es ist davon auszugehen, dass die Vorrichtungen so gebaut waren, dass pyrotechnische Gegenstände vermutlich einen Draht in die Höhe transportieren konnten“, erklärte Esser. In Brandenburg am Kraftwerk Jänschwalde hatte es am Dienstagmorgen einen ähnlichen Anschlag gegeben. Nach ersten Ermittlungen gebe es in beiden Fällen vergleichbare Hinweise, sagte Kriminaldirektor Esser. So seien in beiden Fällen offenbar pyrotechnische Gegenstände gefunden worden. Da es denkbar sei, dass sie bereits vor längerer Zeit unbemerkt auf das Feld gebracht worden seien, hoffe man nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Den Ermittlern zufolge sollen Abschussvorrichtungen auch auf mögliche DNA-Spuren hin ausgewertet werden. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine konkreten Täterhinweise, so Esser. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) fand deutliche Worte für den Angriff auf die Oberleitungen. „Wer da ran geht, greift unser Land an“, sagte er. Reul zufolge könne es sich bei der Tat um „fremdstaatliche Sabotage“ oder das Werk von Linksextremisten handeln. Beides sei nicht auszuschließen, sagte Reul am Mittwoch in Düsseldorf. „Jetzt muss ermittelt werden“, betonte er. „Das war Absicht, das war eine Straftat“, sagte Reul weiter. Amprion: Stromversorgung nicht betroffen Die Polizei war dem Sprecher zufolge am Dienstagabend gegen 20.00 Uhr wegen einer technischen Störung zu dem Umspannwerk gerufen worden. Durch einen Kurzschluss seien mehrere Leitungen ausgefallen. Zu einem Ausfall der allgemeinen Stromversorgung kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Das Werk gehört zum Energieversorger Amprion, der den Vorfall bestätigte. „Im Umfeld der Amprion-Umspannanlage Rommerskirchen im Rheinland ist es am Dienstagabend zu einem Vorfall gekommen, der Auswirkungen auf den Betrieb von Kraftwerkszuleitungen hatte“, hieß es am frühen Morgen. In der Folge sei es zu Anlagenausfällen bei der RWE Power gekommen. Das Unternehmen mit Sitz in Dortmund betonte: „Die allgemeine Stromversorgung war zu keinem Zeitpunkt davon betroffen und die Systemstabilität immer gewährleistet.“ Experten von Amprion arbeiteten mit den zuständigen Sicherheitsbehörden daran, den Sachverhalt schnellstmöglich aufzuklären und die Auswirkungen zu bewerten. In den vergangenen Monaten gab es weitere Vorfälle an der Strominfrastruktur. So zündeten im Januar mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins an.

Artikel lesen
2. September
taz (Öko & Co)

Anschläge in NRW und Brandenburg: Angriff auf das Stromnetz vor den Wahlen

Anschläge in NRW und Brandenburg: Angriff auf das Stromnetz vor den Wahlen Die Angriffe auf zwei Kraftwerke in Deutschland liefen wohl nach dem gleichen Muster ab. Das spricht gegen die „Vulkangruppe“ und für staatliche Auftraggeber. Während die Bundesregierung noch mit einer Reaktion auf den Drohnenangriff am Leipziger Flughafen beschäftigt war, kam es am Dienstag zu zwei weiteren Angriffen auf deutsche Infrastruktur. Die Anschläge trafen zwei Kraftwerke: eines im brandenburgischen Jänschwalde, eines Bergheim-Rheidt nahe Köln. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um gezielte Terrortaten handelt, anders als in Leipzig gibt es bislang aber keine klaren Schuldzuweisungen gen Russland. In Jänschwalde im Südosten Brandenburgs setzten die unbekannten Angreifer am Dienstag früh offenbar rund 20 selbstgebaute Raketen ein. Nur eine davon hob wohl tatsächlich ab und flog in ein Umspannwerk, das zum Kraftwerk Jänschwalde gehört. Ein Block des Kraftwerks fiel aus, größere Schäden gab es aber nicht, die Stromversorgung der Region blieb stabil. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) sagte, man habe „verdammtes Glück gehabt“. Fotos im Netz sollen eine der Raketen zeigen, sie erinnert an einen Feuerwerkskörper. Zu sehen ist auch ein langes Kabel, das die Rakete offenbar in die Stromleitung tragen sollte, um so einen Kurzschluss zu verursachen. Laut den Behörden seien für den Anschlagsversuch erhebliches technisches Know-how sowie mehrtägige Vorbereitungen am Tatort nötig gewesen. Weiterer Angriff in NRW Der Anschlag auf das Kraftwerk im nordrhein-westfälischen Bergheim-Rheidt nahe Köln wurde in der Nacht auf Mittwoch bekannt und lief offenbar ganz ähnlich ab wie in Brandenburg. Hier versuchten Unbekannte ebenfalls einen Kurzschluss in einem Umspannwerk herzustellen und hatten dabei wenig Erfolg. Erneut wurden Raketen verwendet, die auch zum Ausfall mehrerer Kraftwerkblöcke führten. Die Stromversorgung blieb aber unbeeinträchtigt. Wie in Brandenburg gehen die Behörden auch in NRW von einer gezielten Aktion aus, ohne dass es bislang konkrete Hinweise darauf gebe, wer die Täter sind und welche Motive sie hatten. Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) sagte: „Wer da rangeht, greift unser Land an.“ Für mögliche Täter hält er linksradikale Gruppen oder ausländische Geheimdienste. Für einen linksradikalen Hintergrund spricht bislang aber wenig. Zwar soll die sogenannte „Vulkangruppe“ in der Vergangenheit mehrmals Anschläge auf Infrastruktur wie Bahnstrecken und oder das Stromnetz begangen haben. Dabei veröffentlichten die mutmaßlichen Linksradikalen anschließend allerdings stets ein Bekennerschreiben – dies gibt es bisher weder zu Jänschwalde noch zu Bergheim-Rheidt. Außerdem waren die Aktionen der Vulkangruppe auf den Raum Berlin-Brandenburg beschränkt. Dass die Splittergruppe jetzt plötzlich hochkomplexe und mutmaßlich aufeinander abgestimmte Anschläge in mehreren Bundesländern ausführen kann, scheint eher unwahrscheinlich. Wer dahinterstecken könnte Stichhaltiger scheint die These, dass ein ausländischer Geheimdienst hinter den Attacken steckt und so versucht, das deutsche politische System und die Gesellschaft zu verunsichern. Der CDU-Innenexperte Alexander Throm zog am Mittwoch eine direkte Verbindung zwischen den Anschlägen und den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. „Es ist extrem auffällig, dass jetzt wieder eine Häufung dieser Anschläge und Vorkommnisse unmittelbar im Vorfeld von Wahlen stattfindet“, sagte Throm. Er sei überzeugt: „Es ist ganz klar das Ziel, die Bevölkerung zu verunsichern.“ Obwohl weder Throm noch andere Politiker*innen oder Sprecher der Sicherheitsbehörden bislang das Wort „Russland“ ausgesprochen haben, liegt der Verdacht doch nahe. Für Auftraggeber im Kreml spricht etwa die zeitliche Nähe zur Pressekonferenz, in der Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) Russland offiziell beschuldigten, hinter der Drohnenattacke von Leipzig Anfang August zu stecken. Erste Berichte, nach denen die Bundesregierung öffentlich Russland der Tat bezichtige, hatte es am Wochenende gegeben. Unabhängig von der Täterschaft verdeutlichen die Angriffe von Dienstag einmal mehr, wie verwundbar die deutsche Infrastruktur ist. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) forderte die Politik am Mittwoch zum Handeln auf: „Es kann uns jederzeit an jedem Ort treffen, weil es trotz aller Vorkehrungen, die wir in den Unternehmen bereits leisten und intensivieren müssen, keine hundert Prozent Sicherheit gibt“, sagte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing. „Sicherheit ist originäre Aufgabe des Staates, und die aktive Abwehr von Anschlägen damit Aufgabe der Polizei und Geheimdienste, nicht der Unternehmen.“ Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

Artikel lesen
2. September
Handelsblatt

NRW und Brandenburg: Angriffe auf Stromversorgung - Ermittlungen wegen Sabotage

NRW und Brandenburg: Angriffe auf Stromversorgung - Ermittlungen wegen Sabotage Bergheim/Turnow-Preilack/Berlin. Nach dem Angriff auf das Stromnetz in Südbrandenburg gehen die Ermittler davon aus, dass auch die Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln auf verfassungsfeindliche Sabotage zurückgeht. Unbekannte hätten Kabel über die Oberleitung gebracht und so einen Kurzschluss verursacht, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU). „Das war Absicht. Wer da rangeht, greift unser Land an.“ Zwei Angriffe innerhalb von zwei Tagen In Brandenburg hatten Unbekannte am Dienstagmorgen versucht, in der Nähe des Umspannwerks Turnow-Preilack unweit des Kraftwerks Jänschwalde die Stromversorgung zu stören. Dazu lenkten sie nach Angaben von Innenminister Jan Redmann (CDU) mit Hilfe selbstgebauter Flugkörper, die Silvesterraketen ähnelten, leitfähiges Material in Richtung Höchstspannungsleitungen. Am Abend kam es dann zu der Störung an dem Umspannwerk in Bergheim. Keine Stromausfälle - Ermittler vernetzen sich Auswirkungen auf die allgemeine Stromversorgung gab es weder in Brandenburg noch in Nordrhein-Westfalen. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen gibt und wer dahinterstecken könnte, ist noch offen. „Wir prüfen zwei Richtungen: fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus“, sagte Reul. Breiter in den Blick nehmen die Ermittler nun auch den Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen im Juni, der dazu geführt hatte, dass rund 7.600 Gebäude und etwa 40.000 Menschen zeitweise ohne Strom waren. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. In der Vergangenheit gab es bundesweit eine Reihe weiterer mutmaßlicher Sabotageversuche. Die betroffenen Länder wollen sich nun stärker vernetzen. Brandenburgs Innenminister: „Verdammtes Glück gehabt“ Innenminister Redmann sprach davon, dass man in Brandenburg „verdammtes Glück“ gehabt habe. Denn nach jetzigem Stand habe nur einer der mehr als einem Dutzend „raketenähnlichen Gegenständen“ mit Treibsatz sein Ziel erreicht. Dies blieb jedoch ohne Auswirkungen - anders als in Berlin Anfang des Jahres, wo ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke einen großflächigen Stromausfall auslöste, von dem Zehntausende Menschen betroffen waren. Hier gehen die Ermittler von linksextremistischen Tätern aus. Redmann erklärte, die Tatausführung in Brandenburg sei aber anders als bei bisherigen Anschlägen auf die Stromversorgung, die der linksextremistischen Szene zugeordnet werden. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung. Das betroffene Umspannwerk zählt dem Innenminister zufolge zu einem der relevantesten in Deutschland. In NRW fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke vom Netz In Nordrhein-Westfalen wurde die Polizei am Dienstagabend gegen 20.00 Uhr zunächst wegen einer technischen Störung zu dem Umspannwerk in Bergheim gerufen. Durch einen Kurzschluss seien mehrere Leitungen ausgefallen, hieß es. Fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke gingen vom Netz. Der Energieversorger Amprion versicherte: „Die allgemeine Stromversorgung war zu keinem Zeitpunkt davon betroffen und die Systemstabilität immer gewährleistet.“

Artikel lesen
2. September
Die Zeit (Politik)

Jänschwalde: Brandenburger Polizei ermittelt wegen Terrorverdachts

Nach dem Angriff auf ein Umspannwerk am Kohlekraftwerk Jänschwalde im Süden Brandenburgs ermittelt die Polizei unter anderem wegen Terrorverdachts. Neben dem Verdacht der Störung öffentlicher Betriebe, des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und der Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel werde auch wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittelt, teilte das Brandenburger Polizeipräsidium mit. Derzeit seien Einsatzkräfte vor Ort, um den Bereich nach weiteren Beweismitteln abzusuchen. Es komme dafür zu Sperrungen. Der Vorfall am Umspannwerk in Turnow-Preilack hatte am Dienstagmorgen zu Kurzschlüssen an zwei Höchstspannungsleitungen und einer kurzzeitigen Leitungsunterbrechung geführt. Ob es einen Zusammenhang zu einem ähnlichen Fall in Nordrhein-Westfalen gibt, wird derzeit geprüft. Innenminister sieht keinen Hinweis auf »ausländische Macht« Brandenburgs Landesinnenminister Jan Redmann (CDU) sagte im Innenausschuss des Lantages, man habe »verdammtes Glück« gehabt. Nach jetzigem Stand habe nur einer von mehr als einem Dutzend »raketenähnlichen Gegenständen, die einen Treibsatz hatten«, sein Ziel erreicht. Ein Geschoss habe es geschafft, ein Kabel in die Höchstspannungsleitung zu transportieren, um eine leitende Verbindung mit dem Erdboden herzustellen, sagte Redmann. Nach Tatverdächtigen werde weiter gesucht, die Ermittlungen liefen in alle Richtungen. Die Tatausführung sei anders als bei bisherigen Anschlägen auf die Stromversorgung, die der linksextremistischen Szene zugeordnet werden, sagte Redmann. Bislang gebe es auch kein Bekennerschreiben. Ebenso wenig gebe es bisher aber einen Hinweis darauf, »dass eine ausländische Macht dahintersteht und mit geheimdienstlichen Mitteln agiert wurde«, sagte der Minister. Gegenwärtig müsse man davon ausgehen, »dass die Täter schon mehrere Tage vorher dort vor Ort unterwegs waren und die entsprechenden Anlagen installiert haben«. Der Bau und die Installation der Vorrichtungen setzten einiges »an technischem Know-how« voraus, sagte Redmann.

Artikel lesen
2. September
Die Welt (Politik)

Nach Angriff auf Umspannwerk in Brandenburg – Polizei leitet Terrorermittlungen ein

Nach Angriff auf Umspannwerk in Brandenburg – Polizei leitet Terrorermittlungen ein Die Polizei hat nach dem Angriff auf das Brandenburger Umspannwerk nahe Jänschwalde Ermittlungen wegen Terrorverdachts eingeleitet. Innenminister Redmann geht davon aus, man habe „verdammtes Glück“ gehabt. Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen. Nach dem Angriff auf ein Umspannwerk am Kohlekraftwerk Jänschwalde im Süden Brandenburgs ermittelt die Polizei unter anderem wegen Terrorverdachts. Neben dem Verdacht der Störung öffentlicher Betriebe, des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und der Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel werde auch wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittelt, teilte das Brandenburger Polizeipräsidium am Mittwoch in Potsdam mit. Der Angriff am Dienstagmorgen hatte zu Kurzschlüssen an zwei Höchstspannungsleitungen und einer kurzzeitigen Leitungsunterbrechung geführt. Landesinnenminister Jan Redmann (CDU) geht davon aus, „dass wir da verdammtes Glück gehabt haben“. Nach jetzigem Stand habe nur einer von mehr als einem Dutzend „raketenähnlichen Gegenständen, die einen Treibsatz hatten“, sein Ziel erreicht, sagte der CDU-Politiker im Innenausschuss des Landtages. Ein Geschoss habe es am Dienstagmorgen geschafft, ein Kabel in die Höchstspannungsleitung zu transportieren, um eine leitende Verbindung mit dem Erdboden herzustellen. Es seien keine handelsüblichen Silvesterraketen gewesen, aber durchaus vergleichbar, so Redmann. Die Täter hätten die Geschosse direkt unter den Leitungen in der Nähe des Umspannwerks Turnow-Preilack an der Grenze zu Sachsen positioniert, unweit des Kraftwerks Jänschwalde. Nach Tatverdächtigen werde weiter gesucht – die Ermittlungen liefen in alle Richtungen. Die Tatausführung sei anders als bei bisherigen Anschlägen auf die Stromversorgung, die der linksextremistischen Szene zugeordnet werden, stellte Redmann klar. Bislang gebe es auch kein Bekennerschreiben. Ebenso wenig gebe es bisher aber einen Hinweis darauf, „dass eine ausländische Macht dahintersteht und mit geheimdienstlichen Mitteln agiert wurde“. „Wir müssen gegenwärtig davon ausgehen, dass die Täter schon mehrere Tage vorher dort vor Ort unterwegs waren und die entsprechenden Anlagen installiert haben“, sagte der Minister. Der Bau und die Installation der Vorrichtungen setze einiges „an technischem Know-how“ voraus.

Artikel lesen
2. September
FAZ (Politik)

Sprengvorrichtung gefunden: Spurensuche nach Sabotage am Stromnetz in Brandenburg

Sprengvorrichtung gefunden : Spurensuche nach Sabotage am Stromnetz in Brandenburg In der Nähe eines Kraftwerks in Brandenburg wurden am Dienstag Sprengvorrichtungen entdeckt. Innenminister Redmann spricht von einem systematischen Vorgehen. Die Suche nach den Tätern läuft. Nach der Sabotage am Stromnetz in Südbrandenburg sucht die Polizei vor Ort weiter nach Spuren, um die Täter ermitteln zu können. „Das ist ja ein großes Gebiet, was hier sicher abgesucht sein muss“, sagte Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) gestern nach der Tat in der Nähe des Umspannwerks Turnow-Preilack an der Grenze zu Sachsen. Heute Morgen solle es weitergehen. Es sei bis zum Abend eine zweistellige Zahl an „Vorrichtungen“ gefunden worden. Am Dienstagmorgen hatten Unbekannte versucht, nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde Kurzschlüsse zu erzeugen. „In zwei Fällen ist es gelungen, leitfähiges Material in die Höchstspannungsleitung einzubringen“, so der Minister. „In einigen weiteren Fällen ist das glücklicherweise nicht gelungen.“ Klar sei: Es habe sich um ein systematisches Vorgehen gehandelt. Zunächst blieb unklar, ob es sich um selbst gebastelte Flugkörper oder hergestellte Raketen handelte. Redmann: „Sicher keine Silvesterraketen“ Es seien mehrere sogenannte unkonventionelle Brand- und Sprengvorrichtungen entdeckt worden, die aber nicht alle explodiert seien, sagte eine Sprecherin des Brandenburger Polizeipräsidiums in Potsdam am Dienstag. Der Netzbetreiber 50 Hertz sprach von „selbstgebauten Flugkörpern, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln“. Brandenburgs Innenminister, Jan Redmann, sagte am Dienstagnachmittag vor Pressevertretern in der Nähe des Kohlekraftwerks, dass er nicht bestätigen könne, dass ein Sprengsatz explodiert sei. Der derzeitige Ermittlungsstand würde zeigen, dass „leitfähiges Material in die Hochspannungsleitung reingeflogen“ sei und so einen Kurzschluss in der Höchstspannungsleitung herbeigeführt habe, sagte der Minister. Der dadurch ausgelöste Feuerball sei womöglich als Detonation gedeutet worden. „Das waren ganz sicher keine Silvesterraketen, sondern Raketen, die zu diesem Zweck hier hergestellt wurden“, so Redmann. Die Konstruktion könne nicht ohne Aufwand getätigt worden sein, aber dafür brauche man auch kein „Spezialistenwissen“. Zuvor hatte die „Märkische Allgemeine Zeitung“ unter Berufung aus Sicherheits- und Unternehmenskreisen berichtet, Einsatzkräfte hätten vor Ort mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden und diese entschärft. Das Landeskriminalamt, das die Ermittlungen übernommen hat, widersprach diesem Bericht später. Bauanleitungen im Internet? Im Fokus der Ermittler steht nun unter anderem, wie spezialisiert das Wissen der Täter gewesen ist. „Ob es beispielsweise Bauanleitungen für solche Geräte auch im Internet gibt“, sagte Redmann. Das sei „kein Kinderstreich“ gewesen. Wer hinter den Angriff steckte, sei noch unklar. „Gegenwärtig laufen die Ermittlungen in alle Richtungen“, sagte der Minister. „Wir wissen natürlich, dass es in der Vergangenheit in der Region insbesondere aus dem linksextremen Spektrum Anschläge auf das Stromnetz gab.“ Genauso wenig könne man ausschließen, „dass fremde Mächte hinter diesem Anschlag stecken oder Dritte, die wir heute noch gar nicht kennen“. Zusammenhang mit Ausfall von Kraftwerksblock wird geprüft Auf Anfrage der F.A.Z. teilte die Polizei am Dienstagnachmittag mit, dass vor Ort noch Spuren gesichert würden. „Zu den Hintergründen kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Angabe gemacht werden.“ Laut 50 Hertz wurden mehrere Leitungen beschädigt. Es habe eine kurzzeitige Leitungsunterbrechung gegeben, teilte das Unternehmen mit. Am frühen Nachmittag hieß es, alle Leitungen seien wieder in Betrieb. Die allgemeine Stromversorgung sei nicht beeinträchtigt. Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Leag sprach von einem Anschlag. In der Folge habe es einen technischen Ausfall eines Blocks des Kraftwerks gegeben. „Ein möglicher Zusammenhang wird geprüft“, erklärte er. An der Wiederinbetriebnahme des Blocks werde gearbeitet. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verurteilte den Angriff. „Wer versucht, unsere kritische Infrastruktur zu sabotieren und das gesellschaftliche Leben zu lähmen, greift uns alle an“, erklärte er. Der Regierungschef sprach von einem „mutmaßlichen Anschlag“ und versicherte: „Wir lassen uns von krimineller Energie weder erpressen noch verunsichern.“ Woidke: Müssen unsere Infrastrukturen entschlossen schützen Glücklicherweise seien bei dem Vorfall keine Menschen zu Schaden gekommen, erklärte Woidke. „Das ist in dieser Situation die wichtigste Nachricht – dennoch nehmen wir die Angriffe auf unsere kritische Infrastruktur sehr ernst“, betonte er. „Die besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeigt, dass wir unsere Infrastrukturen entschlossen schützen müssen“, erklärte Woidke. Die Sicherheitsbehörden arbeiteten mit Hochdruck an der Aufklärung, „um die Täter mit der vollen Härte des Gesetzes zur Rechenschaft zu ziehen“. Innenminister Redmann kritisierte am Dienstagnachmittag, dass die kritische Infrastruktur in Deutschland viel zu verwundbar sei. „Auf hybride Bedrohungen braucht es hybride Antworten.“ Sein Ministerium arbeite deswegen an einem Gesetzentwurf, sodass Betreiber sich selbst besser vor derartigen Bedrohungen schützen könnten. Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) betonte vor der Presse neben Redmann, dass die Versorgungssicherheit nicht gefährdet gewesen sei. Der Vorfall zeige, dass man auf einen „Mix an unterschiedlichen Energien“ setzen müsse, um resilient aufgestellt zu sein. Auch Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) sagte: „Der Anschlag auf die Infrastruktur in Jänschwalde ist ein Angriff auf die Sicherheit und die Lebensgrundlagen der Menschen in Brandenburg und darüber hinaus“, sagte er. „Wer kritische Infrastruktur beschädigt, gefährdet Arbeitsplätze, Versorgungssicherheit, das Vertrauen und letztlich die Gesundheit und Leben der Menschen.“

Artikel lesen
2. September
Handelsblatt

Vorfall in Kraftwerksnähe: Spurensuche nach Sabotage an Stromnetz geht weiter

Vorfall in Kraftwerksnähe: Spurensuche nach Sabotage an Stromnetz geht weiter Turnow-Preilack. Nach der Sabotage am Stromnetz in Südbrandenburg sucht die Polizei vor Ort weiter nach Spuren, um die Täter ermitteln zu können. „Das ist ja ein großes Gebiet, was hier sicher abgesucht sein muss“, sagte Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) gestern nach der Tat in der Nähe des Umspannwerks Turnow-Preilack an der Grenze zu Sachsen. Heute Morgen solle es weitergehen. Es sei bis zum Abend eine zweistellige Zahl an „Vorrichtungen“ gefunden worden. Am Dienstagmorgen hatten Unbekannte versucht, nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde Kurzschlüsse zu erzeugen. „In zwei Fällen ist es gelungen, leitfähiges Material in die Höchstspannungsleitung einzubringen“, so der Minister. „In einigen weiteren Fällen ist das glücklicherweise nicht gelungen.“ Klar sei: Es habe sich um ein systematisches Vorgehen gehandelt. Zunächst blieb unklar, ob es sich um selbst gebastelte Flugkörper oder hergestellte Raketen handelte. Bauanleitungen im Internet? Im Fokus der Ermittler steht nun unter anderem, wie spezialisiert das Wissen der Täter gewesen ist. „Ob es beispielsweise Bauanleitungen für solche Geräte auch im Internet gibt“, sagte Redmann. Das sei „kein Kinderstreich“ gewesen. Wer hinter den Angriff steckte, sei noch unklar. „Gegenwärtig laufen die Ermittlungen in alle Richtungen“, sagte der Minister. „Wir wissen natürlich, dass es in der Vergangenheit in der Region insbesondere aus dem linksextremen Spektrum Anschläge auf das Stromnetz gab.“ Genauso wenig könne man ausschließen, „dass fremde Mächte hinter diesem Anschlag stecken oder Dritte, die wir heute noch gar nicht kennen“. Polizei startet Hilfeaufruf für die Aufklärung Laut Netzbetreiber 50Hertz ist der Angriff glimpflich ausgegangen. So gab es durch die Sabotage keinen Stromausfall. „Wir nehmen den Vorfall sehr, sehr ernst, weil die Art und Weise der Tatbegehung natürlich geeignet gewesen wäre, größere Schäden zu verursachen“, so Redmann. Die Polizei ruft mögliche Zeuginnen und Zeugen nun dazu auf, sich an der Aufklärung der Sabotage zu beteiligen. Sie fragt: - Wer hat die Tat am Morgen des 1. September bemerkt? - Wer kann Angaben zu möglichen Tatverdächtigen machen und/oder sie beschreiben? - Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben? In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben des Energieunternehmens Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet. Ende 2028 sollen alle Kraftwerksblöcke endgültig stillgelegt werden. Verwandte Themen Mehrere Anschläge im Großraum Berlin in der Vergangenheit In den vergangenen Monaten gab es mehrere Vorfälle im Zusammenhang mit der Stromversorgung. Im Januar zündeten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins an. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremistischen sogenannten „Vulkangruppen“, die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben. Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt.

Artikel lesen
2. September
Deutschlandfunk

In der Nähe von Kohlekraftwerk - Sprengvorrichtungen an Umspannwerk in Brandenburg gefunden - Sabotage sollte Blackout auslösen

Brandenburgs Innenminister Redmann sagte, Unbekannte hätten leitfähiges Material in das Umspannwerk geschossen, um Kurzschlüsse auszulösen. Ein Stromausfall sei aber verhindert worden, auch weil es Ersatzleitungen gegeben habe. Über Täter und Motive gibt es bisher keine Erkenntnisse. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Die Polizei hatte an dem Umspannwerk in der Nähe mehrere Spreng- und Brandvorrichtungen gefunden. Es seien nicht alle Vorrichtungen detoniert. Gleichwohl wurden mehrere Leitungen beschädigt. Betreiber meldet technischen Ausfall Über das Umspannwerk in Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße wird der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugte Strom in das Netz eingespeist. Nach Angaben des Kraftwerksbetreibers Leag gab es - mutmaßlich als Folge des Anschlagsversuchs - einen technischen Ausfall in Block B. Dieser solle am Abend wieder in Betrieb genommen werden.  Ministerpräsident Woidke verurteilt Angriff Brandenburgs Ministerpräsident Woidke (SPD) sagte in Potsdam, wer versuche, kritische Infrastruktur zu sabotieren und das gesellschaftliche Leben zu lähmen, greife die ganze Bevölkerung an. Die besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeige, dass Infrastrukturen entschlossen geschützt werden müssten, so Woidke. Die Hintergründe des jüngsten Vorfalls sind unklar. Das Kohlekraftwerk in Brandenburg war bereits mehrfach Ziel von Protestaktionen. Im September 2022 drangen 20 Klimaaktivisten auf das Betriebsgelände ein und besetzten Schienen, Gleisanlagen und Förderbänder. Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Artikel lesen
1. September
Tagesschau

Kurzschlüsse nahe Kohlekraftwerk: Sabotage sollte wohl Blackout auslösen

Nahe Kraftwerk Jänschwalde Sabotage in Brandenburg sollte wohl Blackout auslösen In Brandenburg haben Unbekannte mit selbstgebauten Flugkörpern Kurzschlüsse an einer Hochspannungsleitung verursacht. Zu einem Stromausfall kam es nicht, aber Brandenburgs Innenminister warnt: "Das war kein Kinderstreich." In einem Umspannwerk nahe des Kohlekraftwerks Jänschwalde im Süden Brandenburgs hat es zwei Sabotageakte mit selbstgebauten Flugkörpern gegeben. Die Täter hätten versucht, "leitfähiges Material" in Höchstspannungsleitungen zu bringen, um einen Kurzschluss zu verursachen, sagte Brandenburgs Innenminister Jan Redmann nach einem Besuch vor Ort. Dies sei in zwei Fällen gelungen. "In einigen weiteren Fällen ist das glücklicherweise nicht gelungen." Redmann sprach von einer zweistelligen Anzahl weiterer Vorrichtungen, die gefunden wurden. Die Täter seien systematisch vorgegangen. "Das war kein Kinderstreich", sagte der CDU-Politiker. Nach Angaben der Regierung war es das Ziel, einen großflächigen Stromausfall auszulösen. Eine Sprecherin des Netzbetreibers 50hertz erklärte, nach bisherigen Erkenntnissen seien dabei selbstgebaute Flugkörper eingesetzt worden, die handelsüblichen Silvesterraketen ähnelten. Redmann sprach von einem "Treibsatz". Keine Folgen für Stromversorgung Menschen kamen bei der Sabotage nicht zu Schaden. Auch möglicherweise beabsichtigte Folgen für die Stromversorgung in der Region hatte der Vorfall nicht. Laut 50hertz gab es keinen Stromausfall - dazu habe auch das Wetter mit Sonne und Wind beigetragen. Kurzzeitig fiel aber eine Leitung aus. Der Chef des Kraftwerksbetreibers LEAG, Adolf Roesch, sagte, ein 500-Megawatt-Block des Kraftwerks Jänschwalde sei in der Folge ausgefallen. Er solle aber im Laufe des Abends wieder hochgefahren werden. Tatmotiv bisher unbekannt Brandenburgs Innenminister betonte: "Wir nehmen den Vorfall sehr, sehr ernst, weil die Art und Weise der Tatbegehung natürlich geeignet gewesen wäre, größere Schäden zu verursachen." Wer die Täter waren und was ihr Motiv war, ist bisher unbekannt. Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes (LKA) Brandenburg laufen. Noch immer werde von Entschärfern nach weiteren Flugkörpern gesucht, mit denen das Material abgeschossen wurde, so Redmann. Bei einem Feuerball, der zwischenzeitlich zu sehen gewesen sein soll, handelte es sich laut Redmann vermutlich um einen Kurzschluss in einer Höchstspannungsleitung. "Es ist nicht so, dass wir bislang bestätigen können, dass hier ein Sprengsatz detoniert sei." "Besorgniserregend hohe Frequenz solcher Vorfälle" Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hatte zuvor ebenso betont, man nehme den Angriff auf die kritische Infrastruktur sehr ernst. "Die besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeigt, dass wir unsere Infrastrukturen entschlossen schützen müssen", sagte der SPD-Politiker. Im Januar hatten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins angezündet und kurzgeschlossen. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Ob es Zusammenhänge mit dem aktuellen Vorfall gibt, ist unklar. "Wir wissen natürlich, dass es in der Vergangenheit in der Region insbesondere aus dem linksextremen Spektrum Anschläge auf das Stromnetz gab", sagte Innenminister Redmann. Genauso wenig könne man aber ausschließen, "dass fremde Mächte hinter diesem Anschlag stecken oder Dritte, die wir heute noch gar nicht kennen".

Artikel lesen
1. September
Deutschlandfunk

In der Nähe von Kohlekraftwerk - Sprengvorrichtungen an Umspannwerk in Brandenburg gefunden - Sabotage sollte Blackout auslösen

Brandenburgs Innenminister Redmann sagte, Unbekannte hätten leitfähiges Material in das Umspannwerk geschossen, um Kurzschlüsse auszulösen. Ein Stromausfall sei aber verhindert worden, auch weil es Ersatzleitungen gegeben habe. Über Täter und Motive gibt es bisher keine Erkenntnisse. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Die Polizei hatte an dem Umspannwerk in der Nähe mehrere Spreng- und Brandvorrichtungen gefunden. Es seien nicht alle Vorrichtungen detoniert. Gleichwohl wurden mehrere Leitungen beschädigt. Betreiber meldet technischen Ausfall Über das Umspannwerk in Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße wird der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugte Strom in das Netz eingespeist. Nach Angaben des Kraftwerksbetreibers Leag gab es - mutmaßlich als Folge des Anschlagsversuchs - einen technischen Ausfall in Block B. Dieser solle am Abend wieder in Betrieb genommen werden.  Ministerpräsident Woidke verurteilt Angriff Brandenburgs Ministerpräsident Woidke (SPD) sagte in Potsdam, wer versuche, kritische Infrastruktur zu sabotieren und das gesellschaftliche Leben zu lähmen, greife die ganze Bevölkerung an. Die besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeige, dass Infrastrukturen entschlossen geschützt werden müssten, so Woidke. Die Hintergründe des jüngsten Vorfalls sind unklar. Das Kohlekraftwerk in Brandenburg war bereits mehrfach Ziel von Protestaktionen. Im September 2022 drangen 20 Klimaaktivisten auf das Betriebsgelände ein und besetzten Schienen, Gleisanlagen und Förderbänder. Diese Nachricht wurde am 01.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Artikel lesen
1. September
Die Zeit (Politik)

Jänschwalde: Was wir über die Explosion am Brandenburger Umspannwerk wissen

An einem Umspannwerk im brandenburgischen Turnow-Preilack, in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde, hat es mindestens zwei Explosionen gegeben. Vor Ort entdeckte die Polizei mehrere Sprengvorrichtungen, die genaue Zahl ist noch unklar – sie soll aber zweistellig sein. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht. Ein Überblick Welches Umspannwerk war von den Detonationen betroffen? Das Umspannwerk liegt zwischen Preilack und der Gemeinde Tauer. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) sprach von versuchter Sabotage. Er sagte, Ziel der Täter sei es gewesen, »mittels eines Treibsatzes« leitfähiges Material in die Höchstspannungsleitung fliegen zu lassen. So sollte ein Kurzschluss herbeigeführt werden, was in zwei Fällen gelungen sei. Vor Ort sehe man, dass dieser Kurzschluss bei einer solchen Höchstspannungsleitung so heftig sei, dass es im Boden zu einer »Aufwühlung von Erde« komme. »Also, das ist dann schon ein richtig heftiger Schlag«, sagte Redmann. Ein Mitarbeiter des Netzwerkbetreibers 50Hertz habe »einen Feuerball« beobachtet. Anders als die Polizei sprach Redmann nicht von Detonationen. »Da haben wir aber gegenwärtig keinen Hinweis darauf«, sagte er. Stand jetzt gehe man von einem »Kurzschluss in einer Höchstspannungsleitung« aus, »der hier dann ins Erdreich gegangen ist«. Wie auf der Website Kultur. Landschaft. Digital. nachzulesen ist, befindet sich auf dem Gelände des Umspannwerks ein Betriebsgebäude aus den 1980er-Jahren, das noch heute durch den Betreiber genutzt wird. Weitere Baracken, die vermutlich der Unterbringung der Beschäftigten während des Aufbaus dienten, stehen demnach leer. Welche Folgen hatten die Detonationen am Umspannwerk? Nach ZEIT-Informationen lösten die Detonationen ein sogenanntes Lichtbogenereignis aus; es trat also kurzzeitig unkontrolliert elektrische Energie aus dem Umspannwerk aus. Daraufhin gab es eine zeitweise Leitungsunterbrechung. Die allgemeine Stromversorgung war zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Wie sind das Umspannwerk und das Kraftwerk Jänschwalde verbunden? Das Kohlekraftwerk Jänschwalde – 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet – erzeugt elektrische Energie. Diese wird nicht direkt an regionale und überregionale Haushalte verteilt, sondern zunächst im Umspannwerk auf die passende Spannung gebracht. Nach den Detonation am Umspannwerk an diesem Dienstagmorgen um 7.33 Uhr fuhr im Kraftwerk sofort und automatisch der Block B herunter, wie der Betreiber bestätigte. Weil die anderen der insgesamt vier Kraftwerksblöcke noch liefen, war die Stromversorgung nicht gefährdet. Derzeit stimme man sich mit 50Hertz ab und arbeite an der Wiederinbetriebnahme von Block B. »Wir sind gerade dabei, ihn wieder anzufahren, er soll noch heute Abend wieder ans Netz gehen«, sagte ein Sprecher. Der Vorfall zeige, dass die Sicherungssysteme beim Umspannwerk und im Kraftwerk funktionierten. Was ist über den oder die Täter bekannt? Wer die Sprengvorrichtungen angebracht hat und welches Motiv der oder die Täter hatten, ist bisher nicht bekannt. Laut Brandenburgs Innenminister Redmann gingen die Täter systematisch vor. »Das war kein Kinderstreich«, sagte er. Welche Reaktionen gibt es auf den Vorfall in Turnow-Preilack? Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) sprach – wie auch der Kraftwerkbetreiber – von einem Anschlag. »Der Anschlag auf die Infrastruktur in Jänschwalde ist ein Angriff auf die Sicherheit und die Lebensgrundlagen der Menschen in Brandenburg und darüber hinaus«, sagte Crumbach. Wer kritische Infrastruktur beschädige, gefährde Arbeitsplätze, Versorgungssicherheit, »das Vertrauen und letztlich die Gesundheit und das Leben der Menschen«. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich erleichtert, dass niemand bei dem Vorfall zu Schaden gekommen sei. »Dennoch nehmen wir die Angriffe auf unsere kritische Infrastruktur sehr ernst. Die besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeigt, dass wir unsere Infrastrukturen entschlossen schützen müssen«, sagte Woidke. Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

Artikel lesen
1. September
Handelsblatt

Vorfall in Kraftwerksnähe: Raketen und Feuerball: Sabotage an Stromnetz in Brandenburg

Vorfall in Kraftwerksnähe: Raketen und Feuerball: Sabotage an Stromnetz in Brandenburg Turnow-Preilack. In einem Umspannwerk in der Nähe des Kohlekraftwerks Jänschwalde in Südbrandenburg hat es zwei Sabotageakte gegeben - aber ohne Folgen für die Stromversorgung. „In zwei Fällen ist es gelungen, leitfähiges Material in die Höchstspannungsleitung einzubringen“, sagte Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU). „In einigen weiteren Fällen ist das glücklicherweise nicht gelungen.“ Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Das Gelände nahe der Landesgrenze zu Sachsen werde weiter abgesucht, erklärte der Minister. Auch Entschärfer waren vor Ort. Redmann sprach von einer zweistelligen Anzahl weiterer Vorrichtungen, die gefunden wurden. „Wir nehmen den Vorfall sehr, sehr ernst, weil die Art und Weise der Tatbegehung natürlich geeignet gewesen wäre, größere Schäden zu verursachen.“ Das Motiv der Täter war zunächst unklar. Täter bisher unbekannt - Kurzschluss als Ziel Die Täter sind bisher unbekannt: „Gegenwärtig laufen die Ermittlungen in alle Richtungen“, sagte der Minister. „Wir wissen natürlich, dass es in der Vergangenheit in der Region insbesondere aus dem linksextremen Spektrum Anschläge auf das Stromnetz gab.“ Genauso wenig könne ausschließen, „dass fremde Mächte hinter diesem Anschlag stecken oder Dritte, die wir heute noch gar nicht kennen“. Klar sei: Es habe sich um ein systematisches Vorgehen gehandelt. „Das Ziel war jedenfalls, durch das leitfähige Material einen Kurzschluss herbeizuführen.“ Das sei in zwei Fällen gelungen. Ein Feuerball war zu sehen Gegen 7.30 Uhr am Dienstag war eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. Spuren wurden nach Angaben der Polizei gesichert. Das Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg übernahm die Ermittlungen. „Wir gehen gegenwärtig (...) davon aus, dass mittels eines Treibsatzes leitfähiges Material in die Höchstspannungsleitung gebracht wurde, das dort also reingeflogen ist“, sagte Redmann. Ein Feuerball sei zu sehen gewesen, sagte der Minister. Dabei habe es sich vermutlich um einen Kurzschluss in einer Höchstspannungsleitung gehandelt, der dann ins Erdreich gegangen sei. „Es ist nicht so, dass wir bislang bestätigen können, dass hier ein Sprengsatz detoniert sei.“ Kein Stromausfall - dabei halfen Sonne und Wind Vor Ort hat die Polizei das Umspannwerk großräumig abgesperrt. Autos und Verkehrskegel versperren die Zufahrt, nur Fahrzeuge von Netzbetreiber und Einsatzkräften dürfen passieren. Das Umspannwerk liegt entfernt in einem Waldgebiet, dazwischen Hochspannungsmasten. Von der Straße aus ist der Tatort nicht einsehbar. Laut Netzbetreiber 50Hertz gab es keinen Stromausfall - dabei half demnach auch das Wetter mit Sonne und Wind. Der Betreiber sprach von selbstgebauten Flugkörpern, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln. Der Innenminister sagte: „Das waren ganz sicher keine Silvesterraketen, sondern Raketen, die zu diesem Zwecke hier hergestellt wurden.“ Betreiber spricht von Anschlag - Block abgeschaltet Das Energieunternehmen Leag ging von einem Anschlag aus. Am Morgen sei ein Anschlag auf das Umspannwerk in Turnow-Preilack verübt worden, über das der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugte Strom in das Übertragungsnetz von 50Hertz eingespeist wird, teilte Leag mit. „In der Folge kam es zu einem technischen Ausfall von Block B im Kraftwerk.“ Dieser sei automatisiert als Sicherheitsmaßnahme erfolgt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sprach von einem „Anschlagsversuch“ und verurteilte die Tat. „Die besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeigt, dass wir unsere Infrastrukturen entschlossen schützen müssen“, erklärte der SPD-Politiker. Die Einsatzkräfte vor Ort sowie die Beschäftigten von Umspannwerk und Kraftwerk hätten Schlimmeres verhindert. Der Vorfall soll wie der versuchte Drohnen-Angriff am Flughafen Leipzig/Halle bei der nächsten Innenministerkonferenz zur Sprache kommen. Mehrere Anschläge im Großraum Berlin in der Vergangenheit In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben der Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet. Ende 2028 sollen alle Kraftwerksblöcke endgültig stillgelegt werden. Verwandte Themen In den vergangenen Monaten gab es mehrere Vorfälle im Zusammenhang mit der Stromversorgung. Im Januar zündeten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins an. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremistischen sogenannten „Vulkangruppen“, die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben. Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt.

Artikel lesen
1. September
Die Welt (Politik)

Explosion an Umspannwerk – Regierung erklärt Ziel der „Sabotage“ – Selbstgebaute Flugkörper gefunden

Explosion an Umspannwerk – Regierung erklärt Ziel der „Sabotage“ – Selbstgebaute Flugkörper gefunden Die Polizei hat Sprengvorrichtungen an einem Umspannwerk in Brandenburg gefunden. Es habe mindestens eine Detonation gegeben. Der Innenminister des Landes, Jan Redmann, sprach am Nachmittag von einem „Sabotageakt“. Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen. An einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind Sprengvorrichtungen gefunden worden. Die Polizei teilte mit, am Dienstag gegen 8.00 Uhr sei eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. „Spuren werden gesichert“, sagte eine Polizeisprecherin. „Entschärfer sind vor Ort.“ Es gebe jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Das Landeskriminalamt Brandenburg (LKA) habe die Ermittlungen übernommen. Es habe mindestens eine Detonation gegeben, sagte eine Sprecherin des Brandenburger Polizeipräsidiums in Potsdam. Es seien mehrere sogenannte unkonventionelle Brand- und Sprengvorrichtungen entdeckt worden, die aber nicht alle explodiert seien. Innenminister Jan Redmann (CDU) sprach am Nachmittag von einem „Sabotageakt“. „Das Ziel war, leitfähiges Material in die Hochspannungsleitungen einzubringen, um einen Kurzschluss zu provozieren und so einen Versorgungsausfall herbeizuführen“, sagte Redmann. Dies sei in zwei Fällen gelungen, in weiteren Fällen sei dies aber nicht gelungen. „Auf dem Gelände wurde eine zweistellige Anzahl an Vorrichtungen gefunden, die das Ziel hatten, leitfähiges Material in Hochspannungsleitungen einzubringen. Der Vorfall ist vergleichsweise glimpflich verlaufen, im Vergleich zu dem, was hätte passieren können“, erklärte Redmann weiter. Man nehme den Vorfall „sehr, sehr ernst“. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke verurteilte den „Anschlagsversuch“. „Die besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeigt, dass wir unsere Infrastrukturen entschlossen schützen müssen“, erklärte der SPD‑Politiker. Die Einsatzkräfte vor Ort sowie die Beschäftigten von Umspannwerk und Kraftwerk hätten durch „ihr rasches und besonnenes Handeln Schlimmeres verhindert“. Die „Märkische Allgemeine“ hatte zuvor berichtet, dass Einsatzkräfte mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden hätten. Das LKA widersprach dem Bericht. „Wir reden hier nicht von Raketen“, erklärte die Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Ob ein Schaden entstanden sei, sei Teil der Ermittlungen. Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden. Laut Netzbetreiber 50Hertz sei die Tat am Dienstagmorgen verübt worden. Das mutmaßliche Ziel sei offenbar ein großflächiger Stromausfall am Block E des Kohlekraftwerks gewesen. Der Netzbetreiber 50Hertz teilte gegenüber der „Märkischen Allgemeinen“ mit: „Bislang unbekannte Täter haben heute Morgen vermeintlich Sachbeschädigungen an mehreren Leitungen im Übertragungsnetz von 50Hertz begangen.“ Es habe eine „kurzzeitige Leitungsunterbrechung“ gegeben. Mittlerweile seien aber alle Leitungen wieder in Betrieb, die allgemeine Stromversorgung sei derzeit nicht beeinträchtigt. Der Netzbetreiber arbeite laut der Sprecherin „eng mit den zuständigen Sicherheitsbehörden zusammen“. Das Energieunternehmen Leag, das das Kraftwerk Jänischwalde betreibt, geht von einem Anschlag aus. Ein Sprecher teilte mit: Am Morgen sei ein Anschlag auf das Umspannwerk in Turnow-Preilack verübt worden, „über welches der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugte Strom in das Übertragungsnetz von 50 Hertz eingespeist wird“. Und weiter: „In der Folge kam es zu einem technischen Ausfall von Block B im Kraftwerk.“ Nach Informationen von WELT schaltete sich der Block infolge einer Sicherheitsmaßnahme selbstständig ab. Bislang ist Block B nicht wieder in Betrieb. „Nach bisherigen Erkenntnissen erfolgte die versuchte Sachbeschädigung durch selbstgebaute Flugkörper, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln“, teilte der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz später mit. „Vor Ort wurden weitere noch nicht gestartete Flugkörper gefunden.“ In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben der Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet.

Artikel lesen
1. September
Der Spiegel

Brandenburg: Fund von Sprengvorrichtungen an Umspannwerk – was bekannt ist und was nicht

Sabotageakte in Südbrandenburg Sprengvorrichtungen am Umspannwerk Jänschwalde – was über den Vorfall bekannt ist An einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind Sprengvorrichtungen gefunden worden. Es habe zwei Sabotageakte gegeben – aber ohne Folgen für die Stromversorgung. Es handle sich zudem um ein systematisches Vorgehen, sagte Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU). Was wurde am Umspannwerk gefunden? »In zwei Fällen ist es gelungen, leitfähiges Material in die Höchstspannungsleitung einzubringen«, sagte Redmann. »In einigen weiteren Fällen ist das glücklicherweise nicht gelungen.« Weiter führte er aus: »Das Ziel war jedenfalls, durch das leitfähige Material einen Kurzschluss herbeizuführen.« Laut Betreiber handelt es sich um selbst gebaute Sprengvorrichtungen in Form von Silvesterraketen. »Nach bisherigen Erkenntnissen erfolgte die versuchte Sachbeschädigung durch selbst gebaute Flugkörper, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln«, teilte der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz mit. »Vor Ort wurden weitere noch nicht gestartete Flugkörper gefunden.« Entschärfer waren nach Angaben der Polizei am Umspannwerk in Turnow-Preilack nahe der Landesgrenze zu Sachsen im Einsatz. Auch die Polizei sprach von kleinen, selbst gebastelten Sprengvorrichtungen. Das Kraftwerk Jänschwalde Foto: Frank Hammerschmidt / dpaWas ist passiert? Ein Feuerball sei zu sehen gewesen, sagte der Innenminister. Dabei habe es sich vermutlich um einen Kurzschluss in einer Höchstspannungsleitung gehandelt, der dann ins Erdreich gegangen sei. »Es ist nicht so, dass wir bislang bestätigen können, dass hier ein Sprengsatz detoniert sei.« Die Polizei erklärte, gegen 8 Uhr am Dienstag sei eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. »Spuren werden gesichert«, sagte eine Sprecherin. Es gebe keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Das Landeskriminalamt Brandenburg hat die Ermittlungen übernommen. Die allgemeine Stromversorgung war nach Angaben des Netzbetreibers zu keiner Zeit beeinträchtigt. Die »Märkische Allgemeine« berichtete unter Berufung auf Sicherheits- und Unternehmenskreise, die Einsatzkräfte hätten mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden und sie entschärft. Ihr liege ein Foto vor, das eine solche Vorrichtung unklarer Bauart zeigen soll. Das Umspannwerk solle mehr als einmal getroffen worden sein. Handelt es sich um einen Anschlag? Ob es sich um einen mutmaßlichen Anschlag handelt und welches Motiv der oder die Täter hatten, war zunächst noch unklar. Innenminister Redmann sprach später von Sabotage. Das Energieunternehmen Leag geht von einem Anschlag aus. Am Morgen sei ein Anschlag auf das Umspannwerk verübt worden, »über welches der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugte Strom in das Übertragungsnetz von 50Hertz eingespeist wird«, teilte ein Sprecher mit. »In der Folge kam es zu einem technischen Ausfall von Block B im Kraftwerk.« Ein Zusammenhang werde geprüft. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sprach unterdessen von einem »Anschlagsversuch« und verurteilte die Tat. »Die besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeigt, dass wir unsere Infrastrukturen entschlossen schützen müssen«, erklärte der SPD-Politiker. Die Einsatzkräfte vor Ort sowie die Beschäftigten von Umspannwerk und Kraftwerk hätten durch rasches und besonnenes Handeln Schlimmeres verhindert. Bei dem Vorfall seien keine Menschen zu Schaden gekommen. Wo genau? In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben der Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet. Ende 2028 sollen alle Kraftwerksblöcke endgültig stillgelegt werden. Vor Ort hat die Polizei das Umspannwerk großräumig abgesperrt. Autos und Verkehrskegel versperren die Zufahrt, nur Fahrzeuge von Netzbetreiber und Einsatzkräften dürfen passieren. Das Umspannwerk liegt entfernt in einem Waldgebiet, dazwischen Hochspannungsmasten. Von der Straße aus ist der Tatort mit den Sprengsätzen nicht einsehbar. Gibt es einen Zusammenhang zu anderen Vorfällen? Die Hintergründe des Zwischenfalls und mögliche Zusammenhänge waren zunächst unklar. In den vergangenen Monaten gab es jedoch mehrere Vorfälle im Zusammenhang mit der Stromversorgung. Im Januar zündeten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins an. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremen sogenannten Vulkangruppen, die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben. Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt.

Artikel lesen
1. September
Bild

Angriff auf Brandenburgs größtes Kraftwerk - Polizei bestätigt Explosion!

Polizei bestätigt Explosion – Anschlag auf Brandenburgs größtes Kraftwerk Versuchter Anschlag auf Brandenburgs größtes Kraftwerk: Polizei bestätigt Explosion! Nach BILD-Informationen waren es selbstgebaute Pyro-Raketen Jänschwalde (Brandenburg) – An einem Umspannwerk im Süden Brandenburgs gab es einen versuchten Anschlag. Die Polizei bestätigt einen Einsatz vor Ort, Entschärfer seien im Einsatz. Nach Informationen der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ (MAZ) soll das Umspannwerk in Turnow-Preilack unweit des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde im Landkreis Spree-Neiße (Brandenburg) angegriffen worden sein. Demnach wurden selbstgebaute und mit Sprengstoff bestückte Raketen eingesetzt. Die MAZ beruft sich dabei auf Sicherheits- und Unternehmenskreise. Demnach soll die Anlage mehrfach getroffen worden sein. Weitere Vorrichtungen seien von Einsatzkräften entdeckt und entschärft worden. Polizei bestätigt Spreng- und Brandvorrichtungen Die Polizei bestätigt die Raketen-Attacke bislang nicht. Es sei eine Sprengvorrichtung entdeckt worden, diese sei jedoch nicht explodiert. Das sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur Reuters. Sie sprach von einer „unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung“ an einer Leitung in Turnow-Preilack nahe dem Kraftwerk Jänschwalde. Die Polizei nehme den Vorfall „sehr ernst“. Ob ein Schaden entstand, sei Teil der Ermittlungen. Das Landeskriminalamt (LKA) hat inzwischen die Ermittlungen übernommen. Die Sprecherin widersprach aber dem Bericht der MAZ. „Wir reden hier nicht von Raketen“, erklärte sie. Am Morgen gegen 8 Uhr war der Polizei zunächst eine mögliche Sachbeschädigung gemeldet worden. Es habe zu keiner Zeit Auswirkungen auf die Bevölkerung gegeben, so die Polizei weiter. Auch zu einem Stromausfall kam es demnach nicht. Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers LEAG erklärte laut MAZ, dass niemand verletzt worden sei und weitere Prüfungen liefen. Netzbetreiber spricht von unbekannten Tätern Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde ist das größte des Bundeslandes. Das Unternehmen gibt die derzeit installierte Leistung mit 1500 Megawatt an. In einer Mitteilung bestätigt der zuständige Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz am Dienstagmittag: „Bislang unbekannte Täter haben heute Morgen, 1. September 2026, vermeintlich Sachbeschädigungen an mehreren Leitungen im Übertragungsnetz von 50Hertz begangen.“ Es habe eine kurzzeitige Leitungsunterbrechung gegeben. Der Betreiber bittet, verdächtige Personen und Vorkommnisse der Polizei zu melden. Mehr gleich bei BILD. Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.

Artikel lesen
1. September
Tagesschau

Brandenburg: Sprengvorrichtung an Umspannwerk gefunden

Brandenburg Sprengvorrichtung an Umspannwerk gefunden In Brandenburg sind in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde Medienberichten zufolge Sprengvorrichtungen gefunden worden. Die Polizei spricht von möglicher Sachbeschädigung an einer Leitung. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr. Am Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg sind übereinstimmenden Medienberichten zufolge Sprengvorrichtungen gefunden worden. Dort wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Die Polizei teilte mit, es sei heute gegen 8.00 Uhr eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. "Spuren werden gesichert", sagte die Sprecherin. Entschärfer seien vor Ort. Es gebe jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Eine Polizeisprecherin teilte mit, es handele sich um eine "unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung" an einer Leitung in Turnow-Preilack. Die Polizei nehme den Vorfall "sehr ernst". Polizei widerspricht Bericht über Raketen Das Landeskriminalamt (LKA) hat inzwischen die Ermittlungen übernommen. Die Sprecherin widersprach vorherigen Berichten über den Einsatz von Raketen. "Wir reden hier nicht von Raketen", erklärte sie. Die Märkische Allgemeine hatte berichtet, Einsatzkräfte vor Ort hätten mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden und diese entschärft. Dem Blatt liege ein Foto vor, das eine solche Vorrichtung unklarer, mutmaßlich selbstgebauter Bauart zeigen soll. Wie der Netzbetreiber 50Hertz dem rbb sagte, war die Stromversorgung trotz des Vorfalls nicht unterbrochen. Es habe eine kurzzeitige Leitungsunterbrechung gegeben, mittlerweile seien aber alle Leitungen wieder in Betrieb. Mehrere Anschläge im Großraum Berlin Im Januar hatten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins angezündet und kurzgeschlossen. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremistischen sogenannten "Vulkangruppen", die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben. Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt. Weitere Informationen in Kürze.

Artikel lesen
1. September
taz (Öko & Co)

Sabotage am Umspannwerk: Mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden

Sabotage am Umspannwerk: Mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden An einem Umspannwerk in Brandenburg wurde Sprengstoff entschärft. Ziel war offenbar, einen Stromausfall am Braunkohlekraftwerk Jänschwalde zu provozieren. dpa | An einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind Sprengvorrichtungen gefunden worden. Die Polizei teilte mit, es sei am Dienstag gegen 8 Uhr eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. „Spuren werden gesichert“, sagte die Sprecherin. „Entschärfer sind vor Ort.“ Es gebe jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Es handelt sich um den Fund sogenannter unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen. Weitere Details gab es zunächst nicht. Laut der Märkischen Allgemeinen haben Einsatzkräfte vor Ort mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden und diese entschärft. Dies schrieb die Zeitung unter Berufung auf Sicherheits- und Unternehmenskreise. Ihr liege ein Foto vor, das eine solche Vorrichtung unklarer Bauart zeigen soll. Das Ziel sei mutmaßlich ein großflächiger Stromausfall am Block E des Kohlekraftwerks gewesen. In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben der Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet. Im Januar hatten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins angezündet und kurzgeschlossen. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremistischen sogenannten „Vulkangruppen“, die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben. Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

Artikel lesen
1. September
Wirtschaftswoche

Jänschwalde: Sprengvorrichtung an Umspannwerk in Brandenburg gefunden

Jänschwalde: Sprengvorrichtung an Umspannwerk in Brandenburg gefunden An einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind nach dpa-Informationen Sprengvorrichtungen gefunden worden. Die Polizei teilte mit, es sei heute gegen 8.00 Uhr eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. „Spuren werden gesichert“, sagte die Sprecherin. „Entschärfer sind vor Ort.“ Es gebe jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Das Landeskriminalamt Brandenburg habe die Ermittlungen übernommen. Es handelt sich um den Fund sogenannter unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen. Weitere Details gab es zunächst nicht. Zuvor berichtete die „Märkische Allgemeine“. Einsatzkräfte hätten vor Ort mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden und diese entschärft, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Sicherheits- und Unternehmenskreise. Ihr liege ein Foto vor, das es eine solche Vorrichtung unklarer Bauart zeigen soll. Das Umspannwerk solle mehr als einmal getroffen worden sein. Das mutmaßliche Ziel sei offenbar ein großflächiger Stromausfall am Block E des Kohlekraftwerks gewesen. In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben der Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet. Mehrere Anschläge im Großraum Berlin Im Januar hatten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins angezündet und kurzgeschlossen. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremistischen sogenannten „Vulkangruppen“, die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben. Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt.

Artikel lesen
1. September
ZDF heute

Brandenburg: Sprengvorrichtung an Umspannwerk gefunden

Nahe des Kraftwerks Jänschwalde:Brandenburg: Sprengvorrichtung an Umspannwerk gefunden | An einem Umspannwerk in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde ist eine Sprengvorrichtung gefunden worden. Es bestehe keine Gefahr, heißt es. In Brandenburg läuft ein Polizeieinsatz wegen des Funds einer Sprengvorrichtung in der Nähe des Kraftkwerks Jänschwalde. Die Polizei teilte mit, es sei heute gegen 8 Uhr eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung des Umspannwerks in Turnow-Preilack festgestellt worden. "Spuren werden gesichert", sagte eine Sprecherin. "Entschärfer sind vor Ort." Es gebe jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Sie sprach von einer "unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung". Die Polizei nehme den Vorfall "sehr ernst". Sprengvorrichtung an Umspannwerk: LKA übernimmt Ermittlungen Das Landeskriminalamt (LKA) hat inzwischen die Ermittlungen übernommen. Die Sprecherin widersprach aber vorherigen Berichten über den Einsatz von Raketen. "Wir reden hier nicht von Raketen", erklärte sie. Der Netzbetreiber 50Hertz bestätigte eine "vermeintliche Sachbeschädigung". Es habe eine kurzzeitige Leitungsunterbrechung gegeben, mittlerweile seien aber alle Leitungen wieder in Betrieb und die allgemeine Stromversorgung nicht beeinträchtigt. Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Leag teilte mit, es habe keine Verletzten gegeben. 50Hertz rief die Bevölkerung zu besonderer Aufmerksamkeit auf. Einsatzkräfte vor Ort Zuvor hatte die "Märkische Allgemeine" unter Berufung aus Sicherheits- und Unternehmenskreise berichtet, Einsatzkräfte hätten vor Ort mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden und diese entschärft. Ihr liege ein Foto vor, das es eine solche Vorrichtung unklarer Bauart zeigen soll. Das Umspannwerk solle mehr als einmal getroffen worden sein. Das mutmaßliche Ziel sei offenbar ein großflächiger Stromausfall am Block E des Kohlekraftwerks gewesen. In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben der Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet. Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. Quelle: dpa, Reuters Weitere Nachrichten Liveblog Russland greift die Ukraine an :Aktuelles zum Krieg in der Ukraine Bilderserie Promi-News in Bildern :Sorge um Lionel Richie: Sänger im Krankenhaus Wohnungsmangel in Deutschland :Mietenreport: Jeder Zweite fürchtet erfolglose Wohnungssuche mit Video0:38 Bilderserie Topnews vom Transfermarkt :Rekordverkauf: Ansah verlässt Union Berlin Liveblog Wahl in Sachsen-Anhalt am 6. September :Hohes Interesse an Briefwahl Vorfall am Flughafen :Drohnen in Leipzig: Berlin will Moskau verantwortlich machen mit Video22:37 Comeback nach langer Verletzungspause :"Tränen in den Augen": Lena Oberdorf ist wieder da mit Video0:54 Vergleich zu Ruheständlern im Westen :Ost-Rentner: Kaum weniger Geld, aber seltener Eigentum mit Video1:19 Grafiken Kosten von Kraftstoffen und Öl :Spritpreise: So viel kosten Benzin und Diesel aktuell mit Video0:57 Liveblog

Artikel lesen
1. September
Handelsblatt

Vorfall in Kraftwerksnähe: Sprengvorrichtungen an Umspannwerk gefunden

Vorfall in Kraftwerksnähe: Sprengvorrichtungen an Umspannwerk gefunden Turnow-Preilack. An einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind nach dpa-Informationen Sprengvorrichtungen gefunden worden. Die Polizei teilte mit, es sei heute gegen 8.00 Uhr eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. „Spuren werden gesichert“, sagte die Sprecherin. „Entschärfer sind vor Ort.“ Es gebe jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Das Landeskriminalamt Brandenburg habe die Ermittlungen übernommen. Es handelt sich um den Fund sogenannter unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen. Weitere Details gab es zunächst nicht. Zuvor berichtete die „Märkische Allgemeine“. Einsatzkräfte hätten vor Ort mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden und diese entschärft, schrieb die Zeitung unter Berufung aus Sicherheits- und Unternehmenskreisen. Ihr liege ein Foto vor, das es eine solche Vorrichtung unklarer Bauart zeigen soll. Das Umspannwerk solle mehr als einmal getroffen worden sein. Das mutmaßliche Ziel sei offenbar ein großflächiger Stromausfall am Block E des Kohlekraftwerks gewesen. In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben der Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet. Mehrere Anschläge im Großraum Berlin Im Januar hatten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins angezündet und kurzgeschlossen. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremistischen sogenannten „Vulkangruppen“, die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben. Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt.

Artikel lesen
1. September
FAZ (Politik)

Brandenburg: Sprengvorrichtung an Umspannwerk gefunden

Brandenburg : Sprengvorrichtung an Umspannwerk gefunden In der Nähe eines Kraftwerks sind in Brandenburg Sprengvorrichtungen gefunden worden. Gefahr bestehe nicht mehr. Nach einem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf ein Umspannwerk in Brandenburg ist eine Sprengvorrichtung entdeckt worden. Am Nachmittag teilte die Polizei mit, es habe eine Detonation gegeben. Zuvor hatte es von einer Polizeisprecherin noch geheißen, die Vorrichtung sei nicht explodiert. Sie sprach von einer „unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung“ an einer Leitung in Turnow-Preilack nahe dem Kraftwerk Jänschwalde. Die Polizei nehme den Vorfall „sehr ernst“. Ob ein Schaden entstanden sei, sei Teil der Ermittlungen. Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden. Laut Netzbetreiber 50Hertz sei die Tat am Dienstagmorgen verübt worden. Das Landeskriminalamt (LKA) hat inzwischen die Ermittlungen übernommen. Die Sprecherin widersprach aber vorherigen Berichten über den Einsatz von Raketen. „Wir reden hier nicht von Raketen“, erklärte sie. Die Polizei sei um acht Uhr morgens über eine Sachbeschädigung informiert worden. Zuvor hatte die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ) unter Berufung auf Sicherheits- und Unternehmenskreise berichtet, Einsatzkräfte hätten mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden. Auf Anfrage der F.A.Z. teilte die Polizei am Dienstagnachmittag mit, dass vor Ort noch Spuren gesichert würden. „Zu den Hintergründen kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Angabe gemacht werden.“ Der Netzbetreiber 50Hertz bestätigte eine „vermeintliche Sachbeschädigung“. Es habe eine kurzzeitige Leitungsunterbrechung gegeben, mittlerweile seien aber alle Leitungen wieder in Betrieb und die allgemeine Stromversorgung nicht beeinträchtigt. Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Leag sprach von einem Anschlag. In der Folge habe es einen technischen Ausfall eines Blocks des Kraftwerks gegeben. „Ein möglicher Zusammenhang wird geprüft“, erklärte er. Verletzte habe es nicht gegeben. Derzeit werde an der Wiederinbetriebnahme des Blocks gearbeitet. 50Hertz rief die Bevölkerung zu besonderer Aufmerksamkeit auf.

Artikel lesen
1. September
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Brandenburg: Sprengvorrichtungen an Umspannwerk gefunden

An einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind Sprengvorrichtungen gefunden worden. Die Polizei teilte mit, es sei am Dienstagmorgen gegen acht Uhr eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. „Spuren werden gesichert“, sagte die Sprecherin. „Entschärfer sind vor Ort.“ Es gebe jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Das Landeskriminalamt Brandenburg habe die Ermittlungen übernommen. Es handelt sich um den Fund sogenannter unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen. Sicherheitsbehörden des Bundes bestätigen den Fall der Süddeutschen Zeitung. Der Hintergrund des Anschlags sei derzeit noch unklar. Laut einer Sprecherin des brandenburgischen Wirtschaftsministeriums kam es zur Sachbeschädigung an mehreren Leitungen im Übertragungsnetz. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Zuvor berichtete die Märkische Allgemeine (MAZ). Einsatzkräfte hätten vor Ort mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden und diese entschärft, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Sicherheits- und Unternehmenskreise. Ihr liege ein Foto vor, das eine solche Vorrichtung unklarer Bauart zeigen soll. Das Umspannwerk solle mehr als einmal getroffen worden sein. Das mutmaßliche Ziel sei demnach ein großflächiger Stromausfall am Block des Braunkohlekraftwerks gewesen. Der Süddeutschen Zeitung bestätigte der Netzbetreiber 50Hertz, dass es zu einem „Versuch der Sachbeschädigung“ gekommen sei. Gegenüber der MAZ hieß es, es habe eine „kurzzeitige Leitungsunterbrechung“ gegeben. Mittlerweile seien aber alle Leitungen wieder in Betrieb, die Stromversorgung in dem Gebiet sei nicht beeinträchtigt. Im Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße nördlich von Cottbus wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben der Stromversorgerin Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet. Mehrere Anschläge im Großraum Berlin Der Vorfall weckt Erinnerungen an Anschläge in den vergangenen Monaten. Im Januar hatten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins angezündet und kurzgeschlossen. Etwa 45 000 Haushalte und mehr als 2200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremistischen sogenannten „Vulkangruppen“, die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben. Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt.

Artikel lesen
1. September
Der Spiegel

Turnow-Preilack: Polizei findet Sprengvorrichtungen an Umspannwerk in Brandenburg

Polizei findet Sprengvorrichtungen an Umspannwerk in Brandenburg An einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind nach dpa-Informationen Sprengvorrichtungen gefunden worden. Worum genau es sich handelt, ist unklar. Die Polizei bestätigte mindestens eine Detonation, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Es seien mehrere sogenannte unkonventionelle Brand- und Sprengvorrichtungen entdeckt worden, die aber nicht alle explodiert seien, sagte eine Sprecherin demnach. Das Energieunternehmen Leag sprach unterdessen von einem »Anschlag«. In der Folge habe es einen technischen Ausfall eines Blocks des Kraftwerks gegeben. »Ein möglicher Zusammenhang wird geprüft«, erklärte er. Derzeit werde an der Wiederinbetriebnahme des Blocks gearbeitet. Die Polizei teilte mit, es sei eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden, Entschärfer seien vor Ort und es bestehe keine Gefahr. Es gebe keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Das Landeskriminalamt Brandenburg habe die Ermittlungen übernommen. Weitere Details sind bislang offiziell nicht bekannt. Kein Stromausfall verursacht Zuvor berichtete die »Märkische Allgemeine« (MAZ). Das Umspannwerk solle mehr als einmal getroffen worden sein, hieß es. Das mutmaßliche Ziel des Angriffs sei offenbar ein großflächiger Stromausfall des nahen Kohlekraftwerks gewesen, schrieb die Zeitung. Dazu kam es nach ersten Erkenntnissen nicht. Der Netzbetreiber 50Hertz bestätigte einen Vorfall. Es habe eine kurzzeitige Leitungsunterbrechung gegeben, mittlerweile seien aber alle Leitungen wieder in Betrieb und die allgemeine Stromversorgung nicht beeinträchtigt. Bei dem Vorfall seien mehrere Leitungen beschädigt worden. Polizeieinsatz nahe dem Kraftwerk Jänschwalde Foto: 7aktuell.de | Luca Woitow / 7aktuell.de / Luca WoitowEin Sprecher des Kraftwerksbetreibers Leag teilte der MAZ mit, dass es aufseiten des Unternehmens keine Verletzten gegeben habe. Jänschwalde, unweit von Cottbus, ist das größte Kohlekraftwerk Brandenburgs, es galt als Zentrum des einstigen DDR-Energiebezirks. Von ursprünglich sechs Blöcken sind nur noch zwei oder drei in Betrieb. Sie sorgen dennoch für einen großen Teil der Stromversorgung in der Gegend. 2028 soll das Werk abgeschaltet werden. Stromausfall legte im Januar Teile Berlins lahm Im Januar hatten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins angezündet und kurzgeschlossen. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremistischen sogenannten »Vulkangruppen«, die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben. Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt. Die Hintergründe des Vorfalls in Turnow-Preilack sind noch unklar.

Artikel lesen
1. September
Die Welt (Politik)

Detonation an Umspannwerk in Brandenburg – Polizei findet „unkonventionelle Sprengvorrichtung“

Explosion an Umspannwerk in Brandenburg – Ein ganzer Block schaltet sich selbstständig ab Die Polizei hat Sprengvorrichtungen an einem Umspannwerk in Brandenburg gefunden. Es habe mindestens eine Detonation gegeben. Derzeit werden Spuren gesichert. Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen. An einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind Sprengvorrichtungen gefunden worden. Die Polizei teilte mit, es sei heute gegen 8.00 Uhr eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. „Spuren werden gesichert“, sagte eine Polizeisprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Entschärfer sind vor Ort.“ Es gebe jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Das Landeskriminalamt Brandenburg (LKA) habe die Ermittlungen übernommen. Es habe mindestens eine Detonation gegeben, sagte eine Sprecherin des Brandenburger Polizeipräsidiums in Potsdam. Es seien mehrere sogenannte unkonventionelle Brand- und Sprengvorrichtungen entdeckt worden, die aber nicht alle explodiert seien. Die „Märkische Allgemeine“ hatte zuvor berichtet, dass Einsatzkräfte mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden hätten. Das LKA widersprach dem Bericht. „Wir reden hier nicht von Raketen“, erklärte die Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Ob ein Schaden entstanden sei, sei Teil der Ermittlungen. Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden. Laut Netzbetreiber 50Hertz sei die Tat am Dienstagmorgen verübt worden. Das mutmaßliche Ziel sei offenbar ein großflächiger Stromausfall am Block E des Kohlekraftwerks gewesen. Der Netzbetreiber 50Hertz teilte gegenüber der „Märkischen Allgemeinen“ mit: „Bislang unbekannte Täter haben heute Morgen vermeintlich Sachbeschädigungen an mehreren Leitungen im Übertragungsnetz von 50Hertz begangen.“ Es habe eine „kurzzeitige Leitungsunterbrechung“ gegeben. Mittlerweile seien aber alle Leitungen wieder in Betrieb, die allgemeine Stromversorgung sei derzeit nicht beeinträchtigt. Der Netzbetreiber arbeite laut der Sprecherin „eng mit den zuständigen Sicherheitsbehörden zusammen“. Das Energieunternehmen Leag geht von einem Anschlag aus. Ein Sprecher teilte mit: Am Morgen sei ein Anschlag auf das Umspannwerk in Turnow-Preilack verübt worden, „über welches der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugte Strom in das Übertragungsnetz von 50 Hertz eingespeist wird“. Und weiter: „In der Folge kam es zu einem technischen Ausfall von Block B im Kraftwerk.“ Nach Informationen von WELT schaltete sich der Block infolge einer Sicherheitsmaßnahme selbstständig ab. Bislang ist Block B bislang nicht wieder in Betrieb. Es habe aufseiten des Unternehmens keine Verletzten gegeben, hieß es seitens eines Kraftwerkssprechers zudem in der „Märkischen Allgemeinen“. In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben der Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet. Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Artikel lesen
© 2026 Themenlage