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Montag, 20. Juli 2026
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Vermögen und Erbschaften: SPD will für Reichen-Besteuerung kämpfen

Medienspektrum

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18. Juli
Der Spiegel (Politik)

SPD-Generalsekretär will Vermögen- und Erbschaftsteuer zum »Schlüsselthema« machen

Höhere Steuern für Reiche SPD-Generalsekretär will Vermögen- und Erbschaftsteuer zum »Schlüsselthema« machen Tim Klüssendorf, Generalsekretär der SPD, fordert die Rückkehr der Vermögensteuer und eine höhere Erbschaftsteuer. Dafür hat er harte Debatten mit der Union nach der Sommerpause angekündigt. Im Gespräch mit der »Neuen Osnabrücker Zeitung« (Wochenendausgabe) beklagte er die »fehlgeleitete Steuerpolitik« in den vergangenen Jahrzehnten. »Deswegen brauchen wir unbedingt Änderungen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer sowie die Aktivierung der Vermögensteuer.« Die SPD werde das »noch in diesem Jahr zu ihrem Schlüsselthema machen«. Gerade in Deutschland gebe es eine zunehmende Konzentration von Vermögen, sagte Klüssendorf. Dies gelte für Immobilien wie für Unternehmensbesitz. »Damit landen auch die Profite bei immer weniger Menschen.« Mit Blick auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer, das für Ende des Jahres erwartet wird, sagte er, spätestens dann werde auch die Union eingestehen müssen, »dass wir eingreifen müssen«. Zur möglichen Höhe einer Vermögensteuer sagte Klüssendorf der »NOZ«: »Wenn wir uns an der international diskutierten Reichensteuer orientieren, geht es um ein Prozent jährlich für Vermögen oberhalb von 100 Millionen Euro.« Allein das würde zweistellige Milliardenbeträge einbringen, rechnete er vor. »Damit wäre Ländern und Kommunen, denen das Geld ja gemäß unserer Verfassung zusteht, sofort geholfen, ihre Aufgaben zu erfüllen.« Die Beratungsfirma BCG hatte im Mai eine Studie vorgestellt, nach der die Zahl der deutschen Superreichen im vergangenen Jahr um 1100 auf 5000 angestiegen ist . Der Anteil der Superreichen am gesamten deutschen Finanzvermögen ist dem »BCG Global Wealth Report« gemäß enorm. Er beträgt 27,3 Prozent. Zudem werden große Vermögen in Deutschland oft in Form von Betrieben weitergereicht – und damit weitgehend steuerfrei. Neue Zahlen zeigen, dass davon oft Minderjährige profitieren. (Mehr dazu lesen Sie hier .) Seit der letzten Erbschaftsteuerreform können auch Unternehmenswerte über 26 Millionen Euro von der Erbschaft- oder Schenkungsteuer ausgenommen werden, wenn die Begünstigten diese nicht aus verfügbarem eigenem Vermögen begleichen können. Weil dabei nur das Vermögen zu einem bestimmten Stichtag zählt, können Betroffene sich durch geschickte Transaktionen vorübergehend »arm rechnen«. Insgesamt wurden laut Finanzministerium im Jahr 2024 begünstigte Vermögen von gut 11,1 Milliarden Euro weitergegeben. Davon entfielen 4,7 Milliarden auf Empfänger im Alter bis einschließlich 17 Jahren – ein Anteil von beachtlichen 43 Prozent. Lesen Sie auch: Superreiche sollen mehr Steuern zahlen – diese Forderung wurde zuletzt bei der Hochzeit von Jeff Bezos in Venedig laut. Für eine Milliardärsteuer zeigt Schwarz-Rot nun zumindest mehr Sympathie als Ex-Finanzminister Lindner.

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18. Juli
Der Spiegel (Politik)

SPD: Tim Klüssendorf will Vermögen- und Erbschaftsteuer zum »Schlüsselthema« machen

Höhere Steuern für Reiche SPD-Generalsekretär will Vermögen- und Erbschaftsteuer zum »Schlüsselthema« machen Tim Klüssendorf, Generalsekretär der SPD, fordert die Rückkehr der Vermögensteuer und eine höhere Erbschaftsteuer. Dafür hat er harte Debatten mit der Union nach der Sommerpause angekündigt. Im Gespräch mit der »Neuen Osnabrücker Zeitung« (Wochenendausgabe) beklagte er die »fehlgeleitete Steuerpolitik« in den vergangenen Jahrzehnten. »Deswegen brauchen wir unbedingt Änderungen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer sowie die Aktivierung der Vermögensteuer.« Die SPD werde das »noch in diesem Jahr zu ihrem Schlüsselthema machen«. Gerade in Deutschland gebe es eine zunehmende Konzentration von Vermögen, sagte Klüssendorf. Dies gelte für Immobilien wie für Unternehmensbesitz. »Damit landen auch die Profite bei immer weniger Menschen.« Mit Blick auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer, das für Ende des Jahres erwartet wird, sagte er, spätestens dann werde auch die Union eingestehen müssen, »dass wir eingreifen müssen«. Zur möglichen Höhe einer Vermögensteuer sagte Klüssendorf der »NOZ«: »Wenn wir uns an der international diskutierten Reichensteuer orientieren, geht es um ein Prozent jährlich für Vermögen oberhalb von 100 Millionen Euro.« Allein das würde zweistellige Milliardenbeträge einbringen, rechnete er vor. »Damit wäre Ländern und Kommunen, denen das Geld ja gemäß unserer Verfassung zusteht, sofort geholfen, ihre Aufgaben zu erfüllen.« Die Beratungsfirma BCG hatte im Mai eine Studie vorgestellt, nach der die Zahl der deutschen Superreichen im vergangenen Jahr um 1100 auf 5000 angestiegen ist . Der Anteil der Superreichen am gesamten deutschen Finanzvermögen ist dem »BCG Global Wealth Report« gemäß enorm. Er beträgt 27,3 Prozent. Zudem werden große Vermögen in Deutschland oft in Form von Betrieben weitergereicht – und damit weitgehend steuerfrei. Neue Zahlen zeigen, dass davon oft Minderjährige profitieren. (Mehr dazu lesen Sie hier .) Seit der letzten Erbschaftsteuerreform können auch Unternehmenswerte über 26 Millionen Euro von der Erbschaft- oder Schenkungsteuer ausgenommen werden, wenn die Begünstigten diese nicht aus verfügbarem eigenem Vermögen begleichen können. Weil dabei nur das Vermögen zu einem bestimmten Stichtag zählt, können Betroffene sich durch geschickte Transaktionen vorübergehend »arm rechnen«. Insgesamt wurden laut Finanzministerium im Jahr 2024 begünstigte Vermögen von gut 11,1 Milliarden Euro weitergegeben. Davon entfielen 4,7 Milliarden auf Empfänger im Alter bis einschließlich 17 Jahren – ein Anteil von beachtlichen 43 Prozent. Lesen Sie auch: Superreiche sollen mehr Steuern zahlen – diese Forderung wurde zuletzt bei der Hochzeit von Jeff Bezos in Venedig laut. Für eine Milliardärsteuer zeigt Schwarz-Rot nun zumindest mehr Sympathie als Ex-Finanzminister Lindner.

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18. Juli
Die Zeit (Politik)

Steuerreform: SPD will Vermögens- und Erbschaftssteuer zum »Schlüsselthema« machen

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat eine harte Auseinandersetzung mit der Union um die Rückkehr der Vermögenssteuer und eine höhere Erbschaftssteuer angekündigt. »Gerade in Deutschland haben wir eine zunehmende Konzentration von Vermögen. Das gilt für Immobilien wie für Unternehmensbesitz. Damit landen auch die Profite bei immer weniger Menschen«, sagte Klüssendorf im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Ursächlich dafür sei auch die fehlgeleitete Steuerpolitik der vergangenen Jahrzehnte. »Deswegen brauchen wir unbedingt Änderungen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer sowie die Aktvierung der Vermögenssteuer«, sagte Klüssendorf. »Die SPD wird das noch in diesem Jahr zu ihrem Schlüsselthema machen.« Jeder, der durch den Tod eines Angehörigen Vermögen erhält, ist erbschaftsteuerpflichtig. Wie hoch die Steuern ausfallen, hängt vom Verwandtschaftsgrad und vom Wert des Erbes ab. Ehepartner können steuerfrei bis zu 500.000 Euro erben, Kinder bis zu 400.000 Euro. Auf alles darüber hinaus müssen Steuern gezahlt werden, die Steuersätze variieren zwischen sieben und 50 Prozent. Große Summen können derzeit auch ohne Steuerabgaben und zu Lebzeiten weitergegeben werden. Möglich wird das über sogenannte Schenkungen. Ein Großteil der Vermögen in Deutschland wird unversteuert weitergegeben. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schätzte den jährlichen Wert bereits 2021 auf bis zu 400 Milliarden Euro. Laut DIW besitzt das reichste Prozent der Bevölkerung mehr als ein Drittel des Gesamtvermögens in Deutschland. Auf das reichste Zehntel entfallen sogar rund zwei Drittel des gesamten Vermögens. Urteil des Bundesverfassungsgerichts könnte Richtung weisen Ende des Jahres werde laut Klüssendorf ein wegweisendes Urteil zur Erbschaftsteuer aus Karlsruhe erwartet. »Allerspätestens mit dem Urteil wird auch die Union eingestehen müssen, dass wir eingreifen müssen«, sagte der SPD-Generalsekretär. Er betonte darüber hinaus die Wichtigkeit einer Wiedereinsetzung der Vermögenssteuer. Seine Begründung: »Wir sind mit den Steuern auf Einkommen, Körperschaften und Konsumgüter doch längst an Grenzen gestoßen, wenn es darum geht, mehr Verteilungsgerechtigkeit zu schaffen. Gleichzeitig denken Milliardäre, sie würden ein schlechtes Jahr haben, wenn sie in einem Jahr unter zehn Prozent Gewinn machen, auch wenn das immer noch um die 100 Millionen Euro ausmacht. Niemand kann ernsthaft die Augen vor der Vermögenskonzentration im galoppierenden Kapitalismus verschließen.« Die Vermögenssteuer sei seinerzeit dafür gedacht gewesen, solche Entwicklungen abzudämpfen, erläuterte Klüssendorf. Zur möglichen Höhe der Vermögenssteuer riet Klüssendorf zur Orientierung an der Reichensteuer. Dabei ginge es um ein Prozent jährlich für Vermögen oberhalb von 100 Millionen Euro. »Schon das würde zweistellige Milliardenbeträge einbringen. Damit wäre Ländern und Kommunen, denen das Geld ja gemäß unserer Verfassung zusteht, sofort geholfen, ihre Aufgaben zu erfüllen, von modernen Schulen über ordentliche Kitas bis zur gut aufgestellten Polizei«, sagte er.

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17. Juli
Die Welt (Politik)

„Schlüsselthema“ für SPD – Klüssendorf kündigt Kampf um Vermögens- und Erbschaftssteuer an

„Schlüsselthema“ für SPD – Klüssendorf kündigt Kampf um Vermögens- und Erbschaftssteuer an Profite würden bei immer weniger Menschen landen. Ursächlich dafür ist laut dem SPD-Generalsekretär die fehlgeleitete Steuerpolitik der vergangenen Jahrzehnte. Seine Partei werde deshalb bei der Union für eine Rückkehr der Vermögenssteuer und eine höhere Erbschaftssteuer kämpfen. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf kündigt eine harte Auseinandersetzung mit der Union um die Rückkehr der Vermögenssteuer und eine höhere Erbschaftssteuer nach der Sommerpause an. „Gerade in Deutschland haben wir eine zunehmende Konzentration von Vermögen. Das gilt für Immobilien wie für Unternehmensbesitz. Damit landen auch die Profite bei immer weniger Menschen“, sagte Klüssendorf im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagsausgabe). Ursächlich dafür sei auch die fehlgeleitete Steuerpolitik der vergangenen Jahrzehnte. „Deswegen brauchen wir unbedingt Änderungen bei der Erbschafts- und Schenkungsteuer sowie die Aktivierung der Vermögensteuer“, so Klüssendorf. „Die SPD wird das noch in diesem Jahr zu ihrem Schlüsselthema machen.“ Ende des Jahres werde aus Karlsruhe ein wegweisendes Urteil zur Erbschaftsteuer erwartet. „Allerspätestens mit dem Urteil wird auch die Union eingestehen müssen, dass wir eingreifen müssen“, sagte der SPD-Generalsekretär zu noz und betonte: „Neben gerechteren Erbschaftssteuern gehört die Wiedereinsetzung der Vermögenssteuer in ein Gesamtpaket, für das wir jetzt entschlossen kämpfen werden.“ Dabei nahm Klüssendorf auch SPD-Chef und Finanzminister Lars Klingbeil in die Pflicht: „Wir wollen als SPD zusammen Glaubwürdigkeit zurückgewinnen und dazu gehört, dass wir für die Rückkehr der Vermögenssteuer und eine gerechte Reform der Erbschaftssteuer kämpfen. Parteibasis und Bürger verlangen das zu Recht von uns.“ Weiter sagte er: „Und bei der Union hat neben Michael Kretschmer auch Jens Spahn das Problem erkannt und sich kritisch über die wachsende Vermögenskonzentration geäußert. Es würde auch Friedrich Merz und Markus Söder gut zu Gesicht stehen, wenn sie für mehr Gerechtigkeit sorgen.“ Klüssendorf klagt über „Vermögenskonzentration im galoppierenden Kapitalismus“ Seine Begründung: „Wir sind mit den Steuern auf Einkommen, Körperschaften und Konsumgüter doch längst an Grenzen gestoßen, wenn es darum geht, mehr Verteilungsgerechtigkeit zu schaffen. Gleichzeitig denken Milliardäre, sie würden ein schlechtes Jahr haben, wenn sie in einem Jahr unter zehn Prozent Gewinn machen, auch wenn das immer noch um die 100 Millionen Euro ausmacht. Niemand kann ernsthaft die Augen vor der Vermögenskonzentration im galoppierenden Kapitalismus verschließen.“ Die Vermögenssteuer sei seinerzeit dafür gedacht gewesen, solche Entwicklungen abzudämpfen, erläuterte Klüssendorf. „Ich finde, man kann heute mit Fug und Recht behaupten, dass das Instrument wieder eingesetzt werden muss. Es kann doch nicht sein, dass heute die alleinerziehende Mutter stärker besteuert wird, als der Milliardär. Die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes haben in ihrer Weisheit zurecht Steuern auf Erbschaften und Vermögen in der Verfassung verankert.“ Den von Klingbeil und Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) am Donnerstag vorgestellten Aktionsplan gegen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung sieht Klüssendorf als eine Vorarbeit: „Zentrales Element des Plans: Endlich an mehr Informationen über das Ausmaß an Steuerausfällen und auch über die Konzentration von Vermögen zu kommen. Wir wissen ziemlich genau, welcher Grundsicherungsbezieher welche Waschmaschine zu Hause hat. Aber wir wissen so gut wie gar nicht, wo die Allerreichsten ihre Vermögenswerte geparkt haben und wie sie ihre Steuern ‚optimieren‘.“ Zur möglichen Höhe der Vermögenssteuer sagte Klüssendorf zu noz: „Wenn wir uns an der international diskutierten Reichensteuer orientieren, geht es um ein Prozent jährlich für Vermögen oberhalb von 100 Millionen Euro. Schon das würde zweistellige Milliardenbeträge einbringen. Damit wäre Ländern und Kommunen, denen das Geld ja gemäß unserer Verfassung zusteht, sofort geholfen, ihre Aufgaben zu erfüllen, von modernen Schulen über ordentliche Kitas bis zur gut aufgestellten Polizei.“ Daher stelle sich die Frage: „Warum verzichten wir darauf und lassen zu, dass unsere Gesellschaft weiter auseinanderdriftet?“

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