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Montag, 13. Juli 2026
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Sanktionen gegen Israel: Deutschland soll laut SPD-Politiker Sanktionen gegen Israel zulassen

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12. Juli
Die Zeit (Politik)

Sanktionen gegen Israel: Deutschland soll laut SPD-Politiker Sanktionen gegen Israel zulassen

Sanktionen gegen Israel: Deutschland soll laut SPD-Politiker Sanktionen gegen Israel zulassen Deutschland solle bei Sanktionen gegen Israel nicht weiter im Weg stehen, fordert SPD-Außenpolitiker Ahmetović. Am Montag sprechen die EU-Außenminister über das Thema. SPD-Politiker fordert von Bundesregierung Ende der Blockadehaltung bei Sanktionen gegen Israel. Deutschland soll europäische Einheit unterstützen, so Adis Ahmetović. Kritik an völkerrechtlichen Verstößen durch Netanjahu. EU-Außenminister beraten über mögliche Sanktionen wegen Siedlungsausbaus im Westjordanland. Deutschland bisher gegen Einfuhrverbot für Produkte aus illegalen israelischen Siedlungen. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? Diese Audioversion wurde künstlich erzeugt. Die Audioversion dieses Artikels wurde künstlich erzeugt. Wir entwickeln dieses Angebot stetig weiter und freuen uns über Ihr Feedback. Der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetović hat von der Bundesregierung gefordert, die Blockadehaltung bei Sanktionen gegen Israel aufzugeben. »Deutschland muss den Weg frei machen für eine geeinte europäische Haltung«, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Außenminister Johann Wadephul (CDU) müsse in Brüssel beim Thema Sanktionen gegen Israel keine Führungsrolle übernehmen, sagte Ahmetović, »aber bei so offensichtlichen völkerrechtlichen Verstößen durch Netanjahu und seine Regierung kann die deutsche Position nicht das Veto sein«. Maßstab der deutschen Außenpolitik müssten vielmehr »Recht und Regeln« sein. Deutschland war bisher strikt gegen einen solchen Schritt. Mehr als 20 EU-Staaten stimmen dagegen einem Einfuhrverbot für Produkte aus illegalen israelischen Siedlungen zu.

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12. Juli
taz (Öko & Co)

EU-Sanktionen: EU ringt um Sanktionen gegen Israel

EU-Sanktionen: EU ringt um Sanktionen gegen Israel In der EU ist erneut Streit über mögliche Sanktionen gegen Israel entbrannt. Es geht um Einfuhrverbot für Produkte aus illegalen Siedlungen. In der EU ist erneut Streit über mögliche Sanktionen gegen Israel entbrannt. Diesmal geht es um ein Einfuhrverbot für Produkte aus illegalen israelischen Siedlungen. Mehr als 20 EU-Staaten fordern ein solches Verbot, Deutschland war bisher strikt dagegen. Doch nun kommt Bewegung in die Debatte, denn die EU hat erstmals konkrete Optionen für ein Einfuhrverbot ausgearbeitet. Eine Möglichkeit wäre demnach, den Import aus israelischen Siedlungen im Westjordanland kurzerhand zu verbieten. Eine andere Option lautet, Strafzölle auf Siedler-Produkte zu erheben. Als dritte Variante schlägt die EU-Kommission ein spezielles Lizenzsystem für Waren aus israelischen Siedlungen vor. Alle Optionen würden derzeit noch geprüft, hieß es in Brüssel. Umstritten ist nicht nur die Machbarkeit, sondern auch die Frage, welche Mehrheit für ein Verbot nötig wäre. Wenn es als außenpolitische Entscheidung bewertet wird, dann ist Einstimmigkeit nötig – Deutschland könnte das Verbot also mit einem Veto stoppen. Bei einer handelspolitischen Entscheidung reicht hingegen die qualifizierte Mehrheit: Deutschland könnte überstimmt werden. Außenminister Johann Wadephul zögert, wie so oft, wenn es um Israel geht. Auch Italien hält sich alle Optionen offen. Zuletzt hatten Deutschland und Italien gemeinsam Sanktionen verhindert. Auch Ungarn, Österreich und Tschechien haben sich immer wieder hinter Israel gestellt. Beim Treffen der EU-Außenminister am Montag in Brüssel wird daher noch keine Entscheidung erwartet. Scheu vor Entscheidungen Das Optionspapier sei bewusst vage formuliert, um eine Entscheidung zu verzögern, kritisieren Nahost-Experten und Juristen. Dabei sei die EU völkerrechtlich zum Handeln verpflichtet. „Es ist erstaunlich, dass ein Einfuhrverbot immer noch als Option präsentiert wird, obwohl es die einzige Maßnahme ist, die dem Völkerrecht entspricht“, sagt Claudio Francavilla von Human Rights Watch. Aus völkerrechtlicher Sicht sind die israelischen Siedlungen in den besetzen Gebieten illegal, das hat die EU selbst wiederholt festgestellt. Zudem hat Brüssel bereits 2005 klargestellt, dass Siedlungsprodukte von den Handelsvergünstigungen des Assoziierungsabkommens mit Israel ausgenommen sind. Dennoch können Siedler-Produkte immer noch fast ungehindert eingeführt werden. Die EU hält Israels Siedlungen für völkerrechtswidrig – importiert die Siedler-Produkte aber weiter. Dies sei nicht hinnehmbar, kritisieren die Nahost-Experten Muriel Asseburg und Martin Konečný. Freundlich-mahnende Worte, wie sie Wadephul bei seinem letzten Besuch in Israel fand, reichten nicht aus, schreiben sie im Journal für Internationale Politik und Gesellschaft. Berlin müsse umsteuern. [Link auf https://www.ipg-journal.de/rubriken/aussen-und-sicherheitspolitik/artikel/weg-frei-fuer-importstopp-9179/]Falls am Montag in Brüssel keine Entscheidung fällt, könnte die Regierung in Israel bis zu den Wahlen Ende Oktober ungeschoren davonkommen. Das nächste Treffen der EU-Außenminister ist nämlich erst wieder im Oktober. Premierminister Benjamin Netanjahu will die Wahl zu einer Art Plebiszit über seine aggressive Siedlungspolitik und seinen Kriegskurs gegen Iran umfunktionieren. 50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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