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Montag, 17. August 2026
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CSD-Paraden - Steinmeier fordert Solidarität und Sicherheit für queere Menschen

Medienspektrum

Progressiv Mitte Konservativ
16. August
FAZ (Politik)

Christopher Street Day: Dieser Mut verdient Bewunderung

Christopher Street Day : Dieser Mut verdient Bewunderung Drei Wochen nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin demonstrierten Tausende für die Rechte queerer Menschen. Einer, der oft von diesen Rechten spricht, ist nicht dabei. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft dazu auf, für die Rechte queerer Menschen einzutreten und für ihre Sicherheit in Deutschland zu sorgen. „In einer offenen Gesellschaft muss es allen möglich sein, ihren eigenen Weg zu gehen“, schreibt der Bundespräsident, und dass das ohne Angst, mit Stolz, im öffentlichen und privaten Raum gelte. Drei Wochen nach dem schrecklichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin zogen an diesem Wochenende in vielen deutschen Städten wieder Menschen durch die Städte, um genau das zu tun. Auch am kommenden Wochenende sind wieder Demonstrationen geplant. Der Mut, Trotz und die Solidarität der Teilnehmer dieser Demonstrationen verdienen uneingeschränkte Bewunderung. Jedem muss klar sein, dass Anschläge wie der in Berlin nicht mit hundertprozentiger Sicherheit auszuschließen sind. Schwule und queere Menschen haben Feinde von rechtsextremistischer und islamistischer Seite, die Taten wie die in Berlin womöglich noch als wegweisend verstehen. Der Bundespräsident verlangt darum mit Recht „konsequente Strafverfolgung, Sicherheit im öffentlichen Raum, Schutz der Zivilgesellschaft, eine Bildungsoffensive, Solidarität und Empathie“. Doch die Worte klingen leer, zu oft wurden sie schon gehört, nicht zuletzt vom deutschen Staatsoberhaupt selbst. Ein wirkliches, starkes Zeichen wäre es gewesen, wenn Steinmeier selbst auf einer dieser gefährdeten Paraden aufgetreten wäre.

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16. August
FAZ (Politik)

Christopher Street Day: Dieser Mut verdient Bewunderung

Christopher Street Day : Dieser Mut verdient Bewunderung Drei Wochen nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin demonstrierten Tausende für die Rechte queerer Menschen. Einer, der oft von diesen Rechten spricht, ist nicht dabei. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft dazu auf, für die Rechte queerer Menschen einzutreten und für ihre Sicherheit in Deutschland zu sorgen. „In einer offenen Gesellschaft muss es allen möglich sein, ihren eigenen Weg zu gehen“, schreibt der Bundespräsident, und dass das ohne Angst, mit Stolz, im öffentlichen und privaten Raum gelte. Drei Wochen nach dem schrecklichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin zogen an diesem Wochenende in vielen deutschen Städten wieder Menschen durch die Städte, um genau das zu tun. Auch am kommenden Wochenende sind wieder Demonstrationen geplant. Der Mut, Trotz und die Solidarität der Teilnehmer dieser Demonstrationen verdienen uneingeschränkte Bewunderung. Jedem muss klar sein, dass Anschläge wie der in Berlin nicht mit hundertprozentiger Sicherheit auszuschließen sind. Schwule und queere Menschen haben Feinde von rechtsextremistischer und islamistischer Seite, die Taten wie die in Berlin womöglich noch als wegweisend verstehen. Der Bundespräsident verlangt darum mit Recht „konsequente Strafverfolgung, Sicherheit im öffentlichen Raum, Schutz der Zivilgesellschaft, eine Bildungsoffensive, Solidarität und Empathie“. Doch die Worte klingen leer, zu oft wurden sie schon gehört, nicht zuletzt vom deutschen Staatsoberhaupt selbst. Ein wirkliches, starkes Zeichen wäre es gewesen, wenn Steinmeier selbst auf einer dieser gefährdeten Paraden aufgetreten wäre.

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15. August
Die Zeit (Politik)

Christopher Street Day: »Selbstbestimmung, gleiche Rechte – das verteidigen wir«

Der Schock sitzt immer noch tief. Es ist drei Wochen her, dass ein islamistischer Attentäter in mörderischer Absicht mit einem Auto den CSD im Berliner Tiergarten angegriffen hat. Eine Frau wurde getötet, mehr als dreißig Menschen zum Teil schwer verletzt. An diesem Wochenende und in den kommenden Wochen wird es in unserem Land an verschiedenen Orten CSD-Umzüge und Veranstaltungen geben und dabei wird auch der Opfer in Berlin gedacht. Es ist wichtig und richtig, dass in ganz Deutschland so viele Menschen ihre Anteilnahme und Solidarität zeigen. Der mörderische Anschlag vom 25. Juli 2026 hat ein Fest jäh beendet, an dem Menschen aus aller Welt – ob queer oder nicht – gemeinsam Lebensfreude und den Mut zur Freiheit gefeiert haben. Wie immer nach solchen Taten ringen wir um das richtige Wort, die angemessene Anteilnahme, die politische Konsequenz. Viel zu oft schon musste ich mir diese Fragen in den vergangenen Jahren stellen. Ich weiß, dass die Verwundung so schnell nicht heilt und auch nicht mit raschen politischen Forderungen aus der Welt zu schaffen ist. Ich will daher für unser Land bekräftigen: Kein Opfer von Bedrohung und Gewalt soll alleinstehen. Wir gehören zusammen, wir stehen zusammen – in Freude, in Trauer, in Solidarität. So werden wir dem Auftrag der Menschenwürde aus unserem Grundgesetz gerecht. Dieser islamistisch motivierte Anschlag war ein Anschlag auf uns alle, auf unsere offene Gesellschaft. Anscheinend können wir es nicht oft genug sagen: Nach unserer Verfassung und Überzeugung haben alle das Recht, über sich selbst zu bestimmen, gerade da, wo es um das Innerste jedes Menschen geht, um den Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, um Liebe und Partnerschaft, um Körperlichkeit und Sexualität. Lange genug hat es gedauert, bis sich diese Erkenntnis, ihre Akzeptanz und schließlich auch die Gesetzgebung in unserem Staat und in unserer Gesellschaft durchgesetzt haben. Selbstbestimmung, gleiche Rechte – das ist nicht etwas, das nur Minderheiten anginge. Es ist die politische DNA unseres Landes. Und die verteidigen wir, auch gegenüber denjenigen, die einen Rollback hin zu Ausgrenzung und Diskriminierung durchsetzen möchten. So richtig es ist, dass dieser Anschlag ein Anschlag auf uns alle war, so klar ist festzuhalten: Diese Tat in ihrem ganzen Hass richtete sich zuerst gegen schwule und lesbische Menschen und gegen die ganze queere Community. Viele von ihnen haben inzwischen Angst. Denn sie tragen schon seit geraumer Zeit ein wachsendes Risiko, Opfer von feindlichen Herabsetzungen, Anfeindungen und Straftaten zu werden. Die Zahl dieser Straftaten ist im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekordwert gestiegen, und auch schon in den vergangenen Jahren sind immer wieder Paraden zum Christopher Street Day, vor allem in kleineren Städten, bedroht und angegriffen worden, konnten zum Teil nur unter hohem Schutz stattfinden oder mussten gar abgesagt werden. Die Täter sind Islamisten wie in Berlin, aber häufig, sehr häufig auch Rechtsextremisten, die ihren Hass auf die offene Gesellschaft immer vehementer auch gegen Homosexualität und queere Menschen richten. Das können wir in einer wehrhaften Demokratie nicht dulden. Konsequente Strafverfolgung, Sicherheit im öffentlichen Raum, Schutz der Zivilgesellschaft, eine Bildungsoffensive, Solidarität und Empathie – die Liste der Aufgaben ist lang, sie ist eine Verpflichtung für uns alle. In einer offenen Gesellschaft muss es allen möglich sein, ihren eigenen Weg zu gehen. Nicht nur ohne Angst, sondern auch mit Stolz; nicht nur im privaten Raum, sondern auch in der Öffentlichkeit. Das ist der Wesenskern einer freien Gesellschaft: Die Freiheit, die wir für uns selber leben möchten, soll auch die Freiheit aller anderen sein.

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