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Freitag, 17. Juli 2026
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Mögliche Übernahme: Der tiefe Fall von Paypal

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16. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Mögliche Übernahme: Der tiefe Fall von Paypal

Mögliche Übernahme : Der tiefe Fall von Paypal Der einstige Bezahlpionier kämpft seit Jahren mit Schwierigkeiten und findet kein Rezept gegen verstärkte Konkurrenz. Das Übernahmeangebot von Stripe unterstreicht, wie anfällig er geworden ist. In der amerikanischen Technologiebranche hat Paypal eine prägende Rolle. Nicht nur wegen seiner langjährigen Dominanz im Geschäft mit Bezahldiensten, sondern auch, weil illustre Namen wie Elon Musk und Peter Thiel mit den Anfangsjahren des Unternehmens verbunden sind. Bis heute ist in den USA oft von der „Paypal Mafia“ die Rede. Damit sind Führungsfiguren aus der Gründungszeit gemeint, die sich später auch mit anderen und teils noch viel bekannteren Unternehmen einen Namen machten. Paypal wurde schon nach wenigen Jahren an den Onlinehändler Ebay verkauft und war lange Zeit dessen Vorzeigegeschäft. 2015 wurde der Bezahldienst abgespalten, danach hat er seinen früheren Mutterkonzern lange überstrahlt. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, die dem Onlinehandel und damit verbundenen Bezahldiensten einen kräftigen Schub brachte, konnte sich Paypal über sprunghaftes Wachstum freuen. Aber seit einigen Jahren kämpft Paypal mit Schwierigkeiten. Das Unternehmen sieht sich verstärkter Konkurrenz gegenüber, etwa von Techkonzernen wie Apple oder dem europäischen Zahlungsdienst Wero. Bislang hat Paypal dagegen kein Rezept gefunden. Im Februar hat das Unternehmen abrupt die Führung ausgewechselt. Der neue Vorstandsvorsitzende Enrique Lores hat eine ernüchternde Bestandsaufnahme abgegeben. Er hat gesagt, Paypal habe jahrelang nicht genug in sein Geschäft investiert und müsse „wieder ein Technologieunternehmen werden“. Inmitten seiner Anstrengungen, Paypal wieder aufzurichten, sieht sich Lores nun einem Übernahmeversuch gegenüber. Der deutlich jüngere, aber derzeit weitaus erfolgreichere Bezahlspezialist Stripe will Paypal zusammen mit dem Finanzinvestor Advent kaufen. Es ist ein gewagtes Manöver, mit dem das bislang vor allem auf Unternehmenskunden spezialisierte Start-up seinen Aktionsradius erheblich ausweiten würde. Die Erfolgsaussichten von Stripe und Advent sind noch schwer einzuschätzen, zumal Paypal sich bislang bedeckt gibt. In jedem Fall unterstreicht das Übernahmeangebot aber, wie anfällig Paypal geworden ist. Der einstige Pionier in der Onlinebezahlung ist tief gefallen.

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16. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Bezahldienste: So wurde Paypal zum Übernahmeobjekt

Bezahldienste : So wurde Paypal zum Übernahmeobjekt Der Bezahldienst wird von seinem jüngeren Wettbewerber Stripe und einem Finanzinvestor umworben. Das Manöver trifft Paypal in einer turbulenten Zeit. Auf dem Markt für Bezahldienstleistungen könnte es zu erheblichen Veränderungen kommen. Paypal, einer der bekanntesten Bezahlspezialisten der Welt, ist zum Ziel eines Übernahmeversuchs geworden. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben der deutlich jüngere Wettbewerber Stripe und der Finanzinvestor Advent ein Kaufangebot in Höhe von mehr als 53 Milliarden Dollar für Paypal abgegeben. Wie die Chancen der beiden Interessenten sind, ist derzeit unklar. Paypal hat sich noch nicht zu dem Angebot geäußert. Das Übernahmemanöver trifft Paypal in einer turbulenten Zeit. Das US-Unternehmen hat erst im Februar seinen Vorstandsvorsitzenden abrupt ausgewechselt. Alex Chriss gab den Posten nach nicht einmal zweieinhalb Jahren ab, an seine Stelle rückte Enrique Lores, der früher den Computerhersteller HP geführt hat. Paypal sagte damals zur Begründung, „die Geschwindigkeit der Veränderung und der Umsetzung“ liege unter den Erwartungen. Das Unternehmen kämpft vor allem in seinem traditionellen Kerngeschäft mit einer Abschwächung, dem Bezahlen mit Paypal für Onlineeinkäufe. Es sieht sich hier verstärktem Wettbewerb gegenüber, etwa den Bezahldiensten von Techkonzernen wie Apple und Google. Auch in Deutschland, seinem wohl wichtigsten Markt nach den USA, leidet Paypal unter zunehmender Konkurrenz. Paypal wurde schon einmal verkauft An der Börse hat Paypal in den vergangenen Jahren erheblich an Wert verloren. 2021 lag die Marktkapitalisierung einmal bei mehr als 350 Milliarden Dollar; derzeit sind es weniger als 50 Milliarden Dollar, trotz eines Kurssprungs von 17 Prozent nach Bekanntwerden des Übernahmeangebots. Paypal wurde 1998 gegründet und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Das Unternehmen hieß zunächst Confinity, unter den Gründern war der deutschstämmige Peter Thiel, der sich später auch als Investor und Gründer des Softwareunternehmens Palantir einen Namen machte. Confinity verschmolz bald mit einem Unternehmen, das von Elon Musk mitgegründet wurde, dem heutigen Vorstandschef des Elektroautoherstellers Tesla und des Raumfahrtspezialisten SpaceX. Nach der Fusion wurde das Unternehmen in Paypal umbenannt. 2002 ging es an die Börse, und im selben Jahr wurde es für 1,5 Milliarden Dollar an den Onlinehändler Ebay verkauft. 2015 spaltete sich Ebay auf, seither ist Paypal wieder ein unabhängiges Unternehmen. Über viele Jahre hinweg wurde Paypal an der Börse deutlich höher bewertet als sein früherer Mutterkonzern. Heute liegt Ebay mit einer Marktkapitalisierung von rund 50 Milliarden Dollar wieder gleichauf. Deutschland als Schwachpunkt Stripe wurde erst 2010 von den beiden irischstämmigen Brüdern Patrick und John Collison gegründet und hat seinen Hauptsitz wie Paypal im kalifornischen Silicon Valley. Das Unternehmen ist noch nicht börsennotiert, es wurde zuletzt von Investoren mit 159 Milliarden Dollar bewertet, also weitaus höher als Paypal. Stripe konkurriert zwar auch mit Paypal, hat aber seinen Schwerpunkt anders als Paypal auf Unternehmenskunden, kommt also weitaus weniger mit Verbrauchern in Berührung. Das Unternehmen hat 2025 ein Bezahlvolumen von 1,9 Billionen Dollar abgewickelt, ein Zuwachs von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Paypal schaffte nur eine Steigerung von 7 Prozent auf 1,8 Billionen Dollar, wurde also von Stripe überholt. Paypal hat zuletzt Deutschland ausdrücklich als Schwachpunkt hervorgehoben. Bei der Vorlage von Geschäftsergebnissen im Februar sprach das Unternehmen von einer „Normalisierung“ der langjährigen Position als Marktführer und verwies auf verstärkte Konkurrenz. Der neue Vorstandschef Lores hat im Mai gesagt, er habe Deutschland nach seinem Antritt besucht, um die Lage vor Ort besser zu verstehen. Paypal gilt hierzulande als wichtigstes Zahlungsverfahren im Onlinehandel, gerät allerdings zunehmend unter Druck. Die European Payments Initiative (EPI) großer europäischer Banken zielt mit der Schaffung des Onlinezahlungsdienstes Wero (Kunstwort für We love Euro) auf eine Schwächung der US-Dominanz in europäischen Bezahlsystemen, namentlich Paypal, ab. Die Verbreitung von Wero in Deutschland und Europa stieg zuletzt deutlich. Viele Banken implementieren Wero kostenlos und einfach für alle ihre Kunden in ihren Apps, und der Geldtransfer zwischen Freunden und Familien geht ähnlich schnell und einfach wie mit Paypal. Im stationären Handel an den Ladenkassen waren Google Pay und Apple Pay deutlich schneller als Paypal. Und auch die forcierte Einführung eines digitalen Euros durch die Europäische Zentralbank (EZB) als Konkurrenz zu privatwirtschaftlichen Zahlungsdiensten zielt auf eine höhere Bedeutung europäischer Anbieter zulasten von US-Unternehmen wie Paypal. Paypal-Chef Lores hat seit seinem Antritt einige Veränderungen angestoßen. Er hat das Unternehmen neu organisiert und in drei Geschäftsbereiche eingeteilt. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg plant er, in den kommenden Jahren 20 Prozent des Personals abzubauen. Der Übernahmeversuch von Stripe und Advent stellt ihn nun vor eine zusätzliche Herausforderung. Andrew Jeffrey, ein Analyst der Investmentbank William Blair, mutmaßte, Lores werde das Angebot nicht gutheißen und es vermutlich für zu niedrig halten. Die Branche der Zahlungsdienstleister ist für Private Equity und speziell für Advent kein Neuland. In Deutschland erwarben Advent und Bain Capital im Jahr 2017 von einem Konsortium deutscher Banken den Anbieter Concardis, der heute zur italienischen Nexi gehört. Advent zählt die gesamte Branche der Finanztechnologieanbieter als Schwerpunkt in seinem Portefeuille auf. Vor zwei Jahren gab die Beteiligungsgesellschaft einmal an, in mehr als eineinhalb Jahrzehnten mehr als 6,6 Milliarden Dollar in 17 Zahlungsdienstleister und andere Fintechgesellschaften auf der Welt investiert zu haben. In Deutschland hielt Advent eine Zeit lang den Inkassobetreiber GFKL.

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15. Juli
Süddeutsche Zeitung (Wirtschaft)

Insider: Stripe und Advent legen milliardenschweres Angebot für Paypal vor

Der unter Druck stehende US-Zahlungsdienstleister Paypal hat Insidern zufolge das Interesse des Konkurrenten Stripe und des Finanzinvestors Advent International geweckt. Die beiden Unternehmen hätten bereits Anfang des Monats ein gemeinsames Angebot von 60,50 Dollar je Aktie unterbreitet, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dies bewertet Paypal mit mehr als 53 Milliarden Dollar und entspricht einem Aufschlag von rund 28 Prozent auf den Schlusskurs vom Dienstag. Eine erste Kontaktaufnahme hat es den Insidern zufolge bereits Anfang April gegeben. Bislang hätten die Bieter jedoch keine Antwort von Paypal erhalten. Stripe, Advent und Paypal lehnten eine Stellungnahme ab. Die Offerte trifft Paypal in einer Phase der Schwäche. Der Konzern, einer der Pioniere bei digitalen Zahlungen, hat in den vergangenen Jahren wegen der zunehmenden Konkurrenz massiv Marktanteile verloren, vor allem durch Anbieter wie Apple Pay und Google Pay. Der Börsenwert des Unternehmens, der auf dem Höhepunkt der Pandemie 2021 noch bei rund 360 Milliarden Dollar lag, fiel in diesem Jahr zeitweise auf ein Tief von 36 Milliarden Dollar. Allein in den vergangenen zwölf Monaten büßte die Aktie mehr als 40 Prozent ihres Werts ein. Gleichwohl übertraf Paypal im ersten Quartal mit einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 8,35 Milliarden Dollar die Markterwartungen. Der erst im März angetretene Konzernchef Enrique Lores versucht, mit einer umfassenden Sanierung gegenzusteuern. Im April teilte er das operative Geschäft in drei Einheiten auf, die die Bereiche Checkout, den Privatkunden-Dienst Venmo sowie Zahlungen und Kryptowährungen umfassen. Zudem kündigte Lores im Mai an, mithilfe von KI die Abläufe zu verbessern. Dies werde in den nächsten zwei bis drei Jahren Einsparungen von rund 1,5 Milliarden Dollar bringen, die in neues Wachstum reinvestiert werden sollen. Im Zahlungssektor gab es bereits einige Übernahmen Die mögliche Paypal-Transaktion wäre ein weiterer Höhepunkt in einer Welle von Fusionen und Übernahmen in der globalen Zahlungsbranche. Wegen des rasanten technologischen Wandels und des Aufstiegs künstlicher Intelligenz suchen die Unternehmen zunehmend nach Größe durch Zukäufe. Zudem streben sie nach einem Engagement in schneller wachsenden Segmenten wie grenzüberschreitenden Zahlungen und im Firmenkundengeschäft, da das traditionelle Geschäft mit der Zahlungsabwicklung langsamer wächst. „Der Zahlungssektor ist seit Langem ein Hotspot für Übernahmen, und man muss sich fragen, warum Paypal nicht schon längst übernommen wurde“, sagte Dan Coatsworth, Marktexperte bei AJ Bell. „Stripe und Advent sehen offensichtlich eine Chance, ein Unternehmen zu kaufen, das zwar angeschlagen, aber noch nicht am Ende ist.“ Global Payments übernahm im laufenden Jahr den Rivalen Worldpay für 24,25 Milliarden Dollar. Zudem gab es eine Reihe kleinerer Transaktionen, wie die Übernahme von Payoneer Global durch die kanadische Firma Nuvei für 2,75 Milliarden Dollar. Nuvei wird unter anderem von Advent International unterstützt, was die Erfahrung des Finanzinvestors in diesem Sektor unterstreicht. Mit Stripe und Advent haben sich ein strategischer Konkurrent und ein erfahrener Finanzinvestor zusammengetan. Stripe, mit Hauptsitzen in San Francisco und Dublin, ist nicht börsennotiert und gilt als eines der wertvollsten Unternehmen der Branche. Bei einer Finanzierungsrunde im Februar wurde es mit 159 Milliarden Dollar bewertet. Das Unternehmen ermöglicht es Firmen, Zahlungen anzunehmen und Finanzprozesse zu automatisieren. Den mit den Plänen vertrauten Personen zufolge wollen Stripe und Advent Paypal zu gleichen Teilen übernehmen. Die Offerte sei durch Finanzierungszusagen von Banken über etwa 50 Milliarden Dollar abgesichert, sagte einer der Insider.

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15. Juli
Handelsblatt

Wall Street: Milliarden-Angebot für Paypal lässt Aktie nach oben schießen

Wall Street: Milliarden-Angebot für Paypal lässt Aktie nach oben schießen Die Wall Street startet freundlich in den Handel. Rückenwind liefern die Erzeugerpreise vom Juni, die geringer ausfielen als erwartet. Nach den schwachen Verbraucherpreisen vom Vortag stärkten sie die Hoffnung auf eine weniger restriktive Fed. Gleichzeitig fallen die Renditen der US-Staatsanleihen, obwohl der Ölpreis wegen der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Iran erhöht bleibt. Im Mittelpunkt der Berichtssaison stehen erneut starke Zahlen aus dem Finanzsektor. BlackRock, Morgan Stanley, Bank of New York, PNC Financial, Johnson & Johnson und Elevance Health übertreffen die Erwartungen, während ASML mit einem deutlichen Anheben der Jahresprognose und einer nahezu ausverkauften Auftragslage bis 2027 den KI und Halbleitersektor weiter stützt. Das Highlight des Tages ist jedoch PayPal: Laut Reuters haben Stripe und die Beteiligungsgesellschaft Advent International ein Übernahmeangebot von 60,50 US-Dollar je Aktie beziehungsweise mehr als 53 Milliarden US-Dollar abgegeben. Die Aktie schießt vorbörslich um rund 16 Prozent nach oben. Gleichzeitig bleiben Anleger vorsichtig. Nach den Gewinnwarnungen von IBM, HCA Healthcare und Pentair wächst die Sorge, dass die Messlatte für die Berichtssaison hoch liegt und weitere Enttäuschungen folgen könnten. Ein Podcast - featured by Handelsblatt.

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15. Juli
FAZ (Wirtschaft)

Mögliche Übernahme: Stripe und Advent legen Offerte für Paypal vor

Mögliche Übernahme : Stripe und Advent legen Offerte für Paypal vor Der Bezahldienst hat wegen zunehmender Konkurrenz an Boden und an Börsenwert verloren. Nun wollen ein Rivale und ein Finanzinvestor offenbar zur Übernahme ansetzen. Der unter Druck stehende US-Zahlungsriese Paypal ist Insidern zufolge ins Visier des Konkurrenten Stripe und des Finanzinvestors Advent International geraten. Die beiden Unternehmen hätten Anfang des Monats ein gemeinsames Angebot von 60,50 Dollar je Aktie unterbreitet, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dies bewertet Paypal mit mehr als 53 Milliarden Dollar und entspricht einem Aufschlag von rund 28 Prozent auf den Schlusskurs vom Dienstag. Eine erste Kontaktaufnahme hat es den Insidern zufolge bereits Anfang April gegeben. Bislang hätten die Bieter jedoch keine Antwort von Paypal erhalten. Stripe, Advent und Paypal lehnten eine Stellungnahme ab. Die Offerte trifft Paypal in einer Phase der Schwäche. Der Konzern, einer der Pioniere bei digitalen Zahlungen, hat in den vergangenen Jahren wegen der zunehmenden Konkurrenz massiv an Boden verloren, vor allem durch Anbieter wie Apple Pay und Google Pay. Der Börsenwert des Unternehmens, der auf dem Höhepunkt der Pandemie 2021 noch bei rund 360 Milliarden Dollar lag, fiel in diesem Jahr zeitweise auf ein Tief von 36 Milliarden Dollar. Allein in den vergangenen zwölf Monaten büßte die Aktie mehr als 40 Prozent ihres Werts ein. Gleichwohl übertraf Paypal im ersten Quartal mit einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 8,35 Milliarden Dollar die Markterwartungen. Neuer Chef mit umfassender Sanierung Der erst im März angetretene Konzernchef Enrique Lores versucht, mit einer umfassenden Sanierung gegenzusteuern. Im April teilte er das operative Geschäft in drei Einheiten auf, die die Bereiche Check-out, den Privatkunden-Dienst Venmo sowie Zahlungen und Kryptowährungen umfassen. Zudem kündigte Lores im Mai an, mithilfe von KI die Abläufe zu verschlanken. Dies werde in den nächsten zwei bis drei Jahren Einsparungen von rund 1,5 Milliarden Dollar bringen, die in neues Wachstum reinvestiert werden sollen. Die mögliche Paypal-Transaktion wäre ein weiterer Höhepunkt in einer Welle von Fusionen und Übernahmen in der globalen Zahlungsbranche. Wegen des rasanten technologischen Wandels und des Aufstiegs Künstlicher Intelligenz suchen die Unternehmen zunehmend nach Größe durch Zukäufe. Zudem streben sie nach einem Engagement in schneller wachsenden Segmenten wie grenzüberschreitenden Zahlungen und im Firmenkundengeschäft, da das traditionelle Geschäft mit der Zahlungsabwicklung langsamer wächst. So übernahm Global Payments im laufenden Jahr den Rivalen Worldpay für 24,25 Milliarden Dollar. Zudem gab es eine Reihe kleinerer Transaktionen, wie die Übernahme von Payoneer Global durch die kanadische Firma Nuvei für 2,75 Milliarden Dollar. Nuvei wird unter anderem von Advent International unterstützt, was die Erfahrung des Finanzinvestors in diesem Sektor unterstreicht. Mit Stripe und Advent haben sich ein strategischer Konkurrent und ein erfahrener Finanzinvestor zusammengetan. Stripe, mit Hauptsitzen in San Francisco und Dublin, ist nicht börsennotiert und gilt als eines der wertvollsten Unternehmen der Branche. Bei einer Finanzierungsrunde im Februar wurde es mit 159 Milliarden Dollar bewertet. Das Unternehmen ermöglicht es Firmen, Zahlungen anzunehmen und Finanzprozesse zu automatisieren. Den mit den Plänen vertrauten Personen zufolge wollen Stripe und Advent Paypal zu gleichen Teilen übernehmen. Die Offerte sei durch Finanzierungszusagen von Banken über etwa 50 Milliarden Dollar abgesichert, sagte einer der Insider.

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15. Juli
Wirtschaftswoche

Bezahldienst: Stripe und Advent legen offenbar milliardenschwere Offerte für PayPal vor

Bezahldienst: Stripe und Advent legen offenbar milliardenschwere Offerte für PayPal vor Der unter Druck stehende US-Zahlungsriese PayPal Eine erste Kontaktaufnahme hat es den Insidern zufolge bereits Anfang April gegeben. Bislang hätten die Bieter jedoch keine Antwort von PayPal erhalten. Stripe, Advent und PayPal lehnten eine Stellungnahme ab. Die Offerte trifft PayPal in einer Phase der Schwäche. Der Konzern, einer der Pioniere bei digitalen Zahlungen, hat in den vergangenen Jahren wegen der zunehmenden Konkurrenz massiv an Boden verloren, vor allem durch Anbieter wie Apple Pay und Google Pay. Der Börsenwert des Unternehmens, der auf dem Höhepunkt der Pandemie 2021 noch bei rund 360 Milliarden Dollar lag, fiel in diesem Jahr zeitweise auf ein Tief von 36 Milliarden Dollar. Allein in den vergangenen zwölf Monaten büßte die Aktie mehr als 40 Prozent ihres Werts ein. Gleichwohl übertraf PayPal im ersten Quartal mit einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 8,35 Milliarden Dollar die Markterwartungen. Der erst im März angetretene Konzernchef Enrique Lores versucht, mit einer umfassenden Sanierung gegenzusteuern. Im April teilte er das operative Geschäft in drei Einheiten auf, die die Bereiche Checkout, den Privatkunden-Dienst Venmo sowie Zahlungen und Kryptowährungen umfassen. Zudem kündigte Lores im Mai an, mithilfe von KI die Abläufe zu verschlanken. Dies werde in den nächsten zwei bis drei Jahren Einsparungen von rund 1,5 Milliarden Dollar bringen, die in neues Wachstum reinvestiert werden sollen. Zahlungsdienstleister suchen nach Größe Die mögliche PayPal-Transaktion wäre ein weiterer Höhepunkt in einer Welle von Fusionen und Übernahmen in der globalen Zahlungsbranche. Wegen des rasanten technologischen Wandels und des Aufstiegs künstlicher Intelligenz suchen die Unternehmen zunehmend nach Größe durch Zukäufe. Zudem streben sie ein Engagement in schneller wachsenden Segmenten wie grenzüberschreitenden Zahlungen und im Firmenkundengeschäft an, da das traditionelle Geschäft mit der Zahlungsabwicklung langsamer wächst. So übernahm Global Payments Mit Stripe und Advent haben sich ein strategischer Konkurrent und ein erfahrener Finanzinvestor zusammengetan. Stripe, mit Hauptsitzen in San Francisco und Dublin, ist nicht börsennotiert und gilt als eines der wertvollsten Unternehmen der Branche. Bei einer Finanzierungsrunde im Februar wurde es mit 159 Milliarden Dollar bewertet. Das Unternehmen ermöglicht es Firmen, Zahlungen anzunehmen und Finanzprozesse zu automatisieren. Den mit den Plänen vertrauten Personen zufolge wollen Stripe und Advent PayPal zu gleichen Teilen übernehmen. Die Offerte sei durch Finanzierungszusagen von Banken über etwa 50 Milliarden Dollar abgesichert, sagte einer der Insider. Lesen Sie auch: PayPal-Chef überraschend gefeuert – das sind die Gründe

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