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Samstag, 15. August 2026
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Deindustrialisierung: So rasend schnell verschwinden die Jobs in der Autoindustrie

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14. August
Wirtschaftswoche

Deindustrialisierung: So rasend schnell verschwinden die Jobs in der Autoindustrie

Deindustrialisierung: So rasend schnell verschwinden die Jobs in der Autoindustrie In der deutschen Autoindustrie schwinden die Arbeitsplätze derzeit schneller als in jeder anderen Industriebranche. Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 waren in der deutschen Leitbranche noch 691.500 Menschen beschäftigt und damit so wenig wie noch nie seit Beginn der vergleichbaren Statistikreihe im Jahr 2005, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Weiterer Stellenabbau steht bevor. Die aktuelle Zahl entspricht einem Rückgang um 42.300 Beschäftigte oder 5,8 Prozent innerhalb eines Jahres. Auch in anderen Industriezweigen gingen Arbeitsplätze verloren, wenn auch im geringeren Tempo. Im gesamten verarbeitenden Gewerbe sind in der Jahresfrist 144.000 Jobs verschwunden. Die Zahl der Beschäftigten ging damit um 2,7 Prozent auf 5,29 Millionen zurück. Stellenabbau verschärft sich Seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 sind in der Autoindustrie 16 Prozent der Arbeitsplätze (142.400 Jobs) weggefallen, stellt die Beratungsgesellschaft EY in ihrem aktuellen Industriebarometer fest. Experte Jan Brorhilker erwartet weitere Stellenverluste: „Viele Unternehmen haben ihren Restrukturierungskurs noch lange nicht abgeschlossen. Angesichts hoher Arbeitskosten, einer schwachen Produktivitätsentwicklung und zunehmenden internationalen Wettbewerbs planen viele Unternehmen, den Stellenabbau in Deutschland sogar weiter zu verschärfen.“ Die Automobilbranche bleibt hinter dem Maschinenbau (905.900 Beschäftigte) der zweitgrößte Industriezweig Deutschlands. Besonders stark fiel der Stellenabbau mit 7,6 Prozent bei den Zulieferern von Teilen und Zubehör für Kraftwagen aus. Bei den Herstellern selbst gingen 6,1 Prozent der Jobs verloren. Ringen im VW-Konzern In den Destatis-Zahlen noch gar nicht enthalten sind die neuesten Streichpläne der großen deutschen Autohersteller. Erst vor Kurzem hat BMW den Abbau von rund 8000 Jobs weltweit angekündigt. Doch im Vergleich zu anderen Konzernen ist das gar nicht so viel: Im VW-Konzern, zu dem auch Porsche und Audi gehören, wird – grob gerechnet – um eine Verdoppelung der bereits laufenden Kürzung um 50.000 Jobs gerungen. Bosch will weltweit bis zu 22.000 Stellen im Zuliefererbereich streichen, bei ZF sind es 14.000 in Deutschland. Auch Mercedes-Benz hat bereits tausende Jobs abgebaut. „2030 wird die deutsche Automobilindustrie auf 500.000 Arbeitsplätze oder weniger geschrumpft sein“, prognostiziert Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer. Er sieht mächtige Kostennachteile am heimischen Standort. Hierzulande investiere zu den bestehenden Kostenstrukturen niemand mehr, neue Produktionskapazitäten entstünden beispielsweise in Ungarn, Rumänien oder Spanien. Dort seien neben den Arbeitskosten auch die steuerlichen Belastungen geringer und Energie billiger. Auch die Türkei steht bei Herstellern als Produktionsstandort hoch im Kurs. Zuletzt hat der koreanische Konzern Hyundai 250 Millionen Euro investiert, um im Werk Izmit das neue Elektroauto „Ioniq 3“ zu bauen. VDA: Unternehmen verabschieden sich Die Unternehmen müssten sich aus wirtschaftlichen Gründen zunehmend gegen den Standort Deutschland entscheiden, sagt die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller. Investitionen und Arbeitsplätze wanderten ab. Die VDA-Chefin nennt hohe Kosten für Arbeit und Energie, langwierige Verfahren, Bürokratie und marode Infrastruktur als Investitionshemmnisse. Es müssten die richtigen politischen Schlüsse gezogen werden: „Alles, was den Standort stärkt, Wachstum schafft und hilft, Beschäftigung zu erhalten, muss in Berlin und auch in Brüssel ganz oben auf der Agenda stehen.“ Zölle und Local-Content-Vorgaben Versuche, die Wettbewerbsfähigkeit mit Lohnkürzungen oder Einschnitten bei den Sozialleistungen zu verbessern, gingen am Problem vorbei, meint hingegen der Ökonom Sebastian Dullien vom gewerkschaftlichen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). Er sagt: „Wenn die Regierung in Peking beschlossen hat, dass möglichst keine Autos westlicher Hersteller mehr in China verkauft werden sollen oder dass das Energiesystem Chinas ohne ausländische Technologie auskommen soll, dann helfen ein paar Prozent niedrigere Lohnkosten in Deutschland wenig.“ Gefragt seien deshalb konsequente Local-Content-Klauseln, selektive Schutzzölle für Schlüsselbranchen und die gezielte Förderung von Zukunftstechnologien. Die IG Metall verortet die Verantwortung für die Misere beim Management, das über Jahrzehnte plan- und ideenlos vorgegangen sei. „Die Branche braucht keine endlosen Sparprogramme, sondern Investitionen in Innovation, Forschung, Softwarekompetenz, Qualifizierung und moderne Produktionsanlagen“, verlangt die Gewerkschaft. Die Beschäftigten seien nicht länger bereit, dem schleichenden Sterben ihrer Branche zuzusehen. Für den 21. September ist ein bundesweiter Aktionstag geplant. Aufträge fehlen Die Autoindustrie sei für den Standort Deutschland weiterhin von zentraler Bedeutung, sagt EY-Berater Brorhilker. „Wenn diese Branche schwächelt, trifft das nicht nur die Hersteller, sondern auch zahlreiche Zulieferer und viele weitere Industriebranchen. Die anhaltend schwache Entwicklung der Autoindustrie kann sich daher wie ein Bremsklotz für die gesamte deutsche Industrie auswirken.“ Unter anderem sind Chemie, Maschinenbau oder Metallerzeugung auf Aufträge aus der Autoindustrie angewiesen. „Erst wenn die Kosten sinken, werden Investitionen für die Unternehmen wieder attraktiver und somit Arbeitsplätze gesichert“, heißt es beim Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Der Beschäftigungsrückgang in der Metall- und Elektro-Industrie seit 2019 sei dramatisch, sagt Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. „Der Wegfall von 340.000 Arbeitsplätzen bedeutet einen Verlust von rund 40 Milliarden Euro Wertschöpfung für unser Land. Jeder verlorene Arbeitsplatz heißt auch weniger Steuereinnahmen und Sozialbeiträge.“ Lesen Sie auch: 200.000 Jobs weniger pro Jahr, aber nicht durch Entlassungen

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14. August
Handelsblatt

Deindustrialisierung: Jobs in der Autoindustrie verschwinden rasend schnell

Deindustrialisierung: Jobs in der Autoindustrie verschwinden rasend schnell Wiesbaden. In der deutschen Autoindustrie schwinden die Arbeitsplätze derzeit schneller als in jeder anderen Industriebranche. Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 waren in der deutschen Leitbranche noch 691.500 Menschen beschäftigt und damit so wenig wie noch nie seit Beginn der vergleichbaren Statistikreihe im Jahr 2005, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Weiterer Stellenabbau steht bevor. Die aktuelle Zahl entspricht einem Rückgang um 42.300 Beschäftigte oder 5,8 Prozent innerhalb eines Jahres. Auch in anderen Industriezweigen gingen Arbeitsplätze verloren, wenn auch im geringeren Tempo. Im gesamten verarbeitenden Gewerbe sind in der Jahresfrist 144.000 Jobs verschwunden. Die Zahl der Beschäftigten ging damit um 2,7 Prozent auf 5,29 Millionen zurück. Stellenabbau verschärft sich Seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 sind in der Autoindustrie 16 Prozent der Arbeitsplätze (142.400 Jobs) weggefallen, stellt die Beratungsgesellschaft EY in ihrem aktuellen Industriebarometer fest. Experte Jan Brorhilker erwartet weitere Stellenverluste: „Viele Unternehmen haben ihren Restrukturierungskurs noch lange nicht abgeschlossen. Angesichts hoher Arbeitskosten, einer schwachen Produktivitätsentwicklung und zunehmenden internationalen Wettbewerbs planen viele Unternehmen, den Stellenabbau in Deutschland sogar weiter zu verschärfen.“ Die Automobilbranche bleibt hinter dem Maschinenbau (905.900 Beschäftigte) der zweitgrößte Industriezweig Deutschlands. Besonders stark fiel der Stellenabbau mit 7,6 Prozent bei den Zulieferern von Teilen und Zubehör für Kraftwagen aus. Bei den Herstellern selbst gingen 6,1 Prozent der Jobs verloren. Ringen im VW-Konzern In den Destatis-Zahlen noch gar nicht enthalten sind die neuesten Streichpläne der großen deutschen Autohersteller. Erst vor kurzem hat BMW den Abbau von rund 8.000 Jobs weltweit angekündigt. Doch im Vergleich zu anderen Konzernen ist das gar nicht so viel: Im VW-Konzern „2030 wird die deutsche Automobilindustrie auf 500.000 Arbeitsplätze oder weniger geschrumpft sein“, sagt Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer. Er sieht mächtige Kostennachteile am heimischen Standort. Hierzulande investiere zu den bestehenden Kostenstrukturen niemand mehr, neue Produktionskapazitäten entstünden beispielsweise in Ungarn, Rumänien oder Spanien. Dort seien neben den Arbeitskosten auch die steuerlichen Belastungen geringer und Energie billiger. Auch die Türkei steht bei Herstellern als Produktionsstandort hoch im Kurs. Zuletzt hat der koreanische Konzern Hyundai 250 Millionen Euro investiert, um im Werk Izmit das neue Elektroauto „Ioniq 3“ zu bauen. VDA: Unternehmen verabschieden sich Die Unternehmen müssten sich aus wirtschaftlichen Gründen zunehmend gegen den Standort Deutschland entscheiden, sagt die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller. Investitionen und Arbeitsplätze wanderten ab. Die VDA-Chefin nennt hohe Kosten für Arbeit und Energie, langwierige Verfahren, Bürokratie und marode Infrastruktur als Investitionshemmnisse. Es müssten die richtigen politischen Schlüsse gezogen werden: „Alles, was den Standort stärkt, Wachstum schafft und hilft, Beschäftigung zu erhalten, muss in Berlin und auch in Brüssel ganz oben auf der Agenda stehen.“ Zölle und Local-Content-Vorgaben Versuche, die Wettbewerbsfähigkeit mit Lohnkürzungen oder Einschnitten bei den Sozialleistungen zu verbessern, gingen am Problem vorbei, meint hingegen der Ökonom Sebastian Dullien vom gewerkschaftlichen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). Er sagt: „Wenn die Regierung in Peking beschlossen hat, dass möglichst keine Autos westlicher Hersteller mehr in China verkauft werden sollen oder dass das Energiesystem Chinas ohne ausländische Technologie auskommen soll, dann helfen ein paar Prozent niedrigere Lohnkosten in Deutschland wenig.“ Gefragt seien deshalb konsequente Local-Content-Klauseln, selektive Schutzzölle für Schlüsselbranchen und die gezielte Förderung von Zukunftstechnologien. Verwandte Themen Die IG Metall verortet die Verantwortung für die Misere beim Management, das über Jahrzehnte plan- und ideenlos vorgegangen sei. „Die Branche braucht keine endlosen Sparprogramme, sondern Investitionen in Innovation, Forschung, Softwarekompetenz, Qualifizierung und moderne Produktionsanlagen“, verlangt die Gewerkschaft. Die Beschäftigten seien nicht länger bereit, dem schleichenden Sterben ihrer Branche zuzusehen. Für den 21. September ist ein bundesweiter Aktionstag geplant. Aufträge fehlen Die Autoindustrie sei für den Standort Deutschland weiterhin von zentraler Bedeutung, sagt EY-Berater Brorhilker. „Wenn diese Branche schwächelt, trifft das nicht nur die Hersteller, sondern auch zahlreiche Zulieferer und viele weitere Industriebranchen. Die anhaltend schwache Entwicklung der Autoindustrie kann sich daher wie ein Bremsklotz für die gesamte deutsche Industrie auswirken.“ Unter anderem sind Chemie, Maschinenbau oder Metallerzeugung auf Aufträge aus der Autoindustrie angewiesen. „Erst wenn die Kosten sinken, werden Investitionen für die Unternehmen wieder attraktiver und somit Arbeitsplätze gesichert“, heißt es beim Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Der Beschäftigungsrückgang in der Metall- und Elektro-Industrie seit 2019 sei dramatisch, sagt Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. „Der Wegfall von 340.000 Arbeitsplätzen bedeutet einen Verlust von rund 40 Milliarden Euro Wertschöpfung für unser Land. Jeder verlorene Arbeitsplatz heißt auch weniger Steuereinnahmen und Sozialbeiträge.“

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14. August
Der Spiegel (Wirtschaft)

Auto-Industrie beschäftigt so wenige Menschen wie vor 20 Jahren

Jobabbau Autoindustrie beschäftigt so wenige Menschen wie vor 20 Jahren Deutschlands Automobilindustrie hat in den vergangenen Jahren massiv Stellen abgebaut: Ende Juni waren 691.500 Menschen bei Autoherstellern und Zulieferern beschäftigt. Das waren so wenige wie nie seit 2005, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Allein von Juli 2025 bis Juni 2026 fielen demnach 42.300 Stellen weg. Dennoch ist die Autoindustrie gemessen an der Beschäftigtenzahl nach wie vor die zweitgrößte Industriebranche hierzulande – nach dem Maschinenbau mit 905.900 Beschäftigten. Dieser ist allerdings ebenfalls unter Druck. In der Industrie sind 140.000 Jobs verloren gegangen Besonders stark von der Krise betroffen sind viele Zulieferbetriebe. Im Zulieferbereich der Herstellung von Teilen und Zubehör für Kraftwagen betrug der Beschäftigtenrückgang 7,6 Prozent auf zuletzt 219.500. Allerdings betrifft der Rückgang nicht alle Zulieferer gleichermaßen. In der kleineren Zulieferbranche der Herstellung von Karosserien, Aufbauten und Anhängern stieg die Zahl der Beschäftigten um zehn Prozent. Allerdings sind dort insgesamt nur 42.800 Menschen tätig. Der Rückgang der Beschäftigten war in der Autoindustrie so hoch wie in keiner anderen großen Industriebranche, so das Statistikamt. Demnach wurden hier binnen der zwölf Monate bis Ende Juni 5,8 Prozent der Jobs abgebaut. Im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt betrug der Rückgang 2,7 Prozent. Das entspricht einem Minus von 144.100 Jobs auf noch 5,29 Millionen Beschäftigte. In der Herstellung von Metallerzeugnissen etwa ging die Beschäftigtenzahl um 3,8 Prozent zurück auf 471.700, in der chemischen Industrie um 3,6 Prozent auf 312.000 und in der Herstellung elektrischer Ausrüstung um 3,4 Prozent auf 374.500. Im Maschinenbau sank die Zahl der Beschäftigten binnen einem Jahr um 2,7 Prozent, in der Kunststoffindustrie um 2,2 Prozent. Berücksichtigt in der Statistik sind Betriebe mit 50 Beschäftigten und mehr.

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14. August
Handelsblatt

Tiefstand der Beschäftigung: Jobabbau in der Autoindustrie verschärft sich

Tiefstand der Beschäftigung: Jobabbau in der Autoindustrie verschärft sich Wiesbaden. In der deutschen Autoindustrie schwinden die Arbeitsplätze derzeit schneller als in jeder anderen Industriebranche. Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 waren in der deutschen Leitbranche noch 691.500 Menschen beschäftigt und damit so wenig wie noch nie seit 2005, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das entspricht einem Rückgang um 42.300 Beschäftigte oder 5,8 Prozent innerhalb eines Jahres. Auch in anderen Industriezweigen gingen Arbeitsplätze verloren, aber in einem geringeren Tempo. Im gesamten Verarbeitenden Gewerbe ging die Zahl der Beschäftigten um 2,7 Prozent auf 5,29 Millionen zurück. Karosseriebauer haben gut zu tun Die Automobilbranche bleibt hinter dem Maschinenbau (905.900 Beschäftigte) der zweitgrößte Industriezweig Deutschlands. Besonders stark fiel der Stellenabbau mit 7,6 Prozent bei den Zulieferern von Teilen und Zubehör für Kraftwagen aus. Bei den Herstellern selbst gingen 6,1 Prozent der Jobs verloren. In der kleineren Zulieferbranche zur Herstellung von Karosserien, Aufbauten und Anhängern stieg die Zahl der Beschäftigten um 10,0 Prozent auf 42.800. Der Beschäftigungsabbau in der Branche hat sich bereits seit längerem abgezeichnet. Der Verband der Automobilindustrie warnte im Mai vor einem Verlust von bis zu 225.000 Arbeitsplätzen bis 2035. Zuletzt hatten zudem mehrere Hersteller und Zulieferer Sparprogramme und Stellenstreichungen angekündigt.

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14. August
Handelsblatt

Arbeitsmarkt: Mitarbeiterzahl der deutschen Autoindustrie sinkt auf den niedrigsten Stand seit 2005

Autoindustrie: Mitarbeiterzahl sinkt auf den niedrigsten Stand seit 2005 Berlin. Die deutsche Industrie hat auch im ersten Halbjahr 2026 viele Stellen abgebaut – vor allem in der Autobranche. Im Verarbeitenden Gewerbe wurden Ende Juni noch 5,29 Millionen Beschäftigte gezählt und damit 144.100 oder 2,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. „Besonders betroffen ist die Automobilindustrie“, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Dort arbeiteten 42.300 weniger Beschäftigte als noch ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Rückgang von 5,8 Prozent. Dieser fiel damit so hoch aus wie in keiner anderen großen Industriebranche mit mindestens 200.000 Mitarbeitern. Mit 691.500 sank die Zahl der Beschäftigten in der Automobilindustrie auf einen weiteren Tiefstand: „Seit 2005 waren noch nie weniger Menschen in der Branche beschäftigt“, erklärten die Statistiker. Dennoch bleibe die Automobilindustrie gemessen an der Beschäftigtenzahl die zweitgrößte Industriebranche. Nummer eins ist der Maschinenbau mit 905.900 Mitarbeitern, trotz eines Rückgangs um 2,7 Prozent im ersten Halbjahr. Auch die Metallerzeuger (minus 3,8 Prozent auf 471.700), die chemische Industrie (minus 3,6 Prozent auf 312.000) sowie die Hersteller von elektrischer Ausrüstung (minus 3,4 Prozent auf 374.500) kommen mit weniger Mitarbeitern aus. Innerhalb der Automobilindustrie haben die Autohersteller sowie die Zulieferer von Teilen und Zubehör Stellen abgebaut. Bei den Zulieferern von Karosserien, Aufbauten und Anhängern nahm hingegen die Zahl der Beschäftigten zu. Die exportabhängige Industrie steht von mehreren Seiten unter Druck. Ihr wichtigster Kunde – die USA – hat unter ihrem Präsidenten Donald Trump hohe Importzölle verhängt, die die Nachfrage nach Waren „Made in Germany“ drücken. China wiederum stellt inzwischen viele Produkte her, die früher aus Deutschland importiert wurden – etwa Autos und Maschinen. Die Folge: Die deutschen Exporte in die Volksrepublik brachen in den ersten sechs Monaten um mehr als zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf nur noch knapp 37 Milliarden Euro ein, während das US-Geschäft um rund sechs Prozent auf gut 74 Milliarden Euro schrumpfte.

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14. August
FAZ (Wirtschaft)

Business-Ticker: Zahl der Auto-Jobs auf tiefstem Stand seit über 20 Jahren

Business-Ticker : Zahl der Auto-Jobs auf tiefstem Stand seit über 20 Jahren Lesezeit: Mitarbeiter des Autozulieferers Bosch während eines Streiks gegen Stellenabbaudpa Deutsche Vorzeigebranche verliert 42.000 Stellen +++ Meta vor US-Gericht – Staatsanwälte fordern 1,4 Billionen Dollar Strafe +++ Wie Hapag-Lloyd durch Dürre und Krieg navigiert +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog. Deutsche Autoindustrie verliert massenhaft Jobs Die einstige deutsche Vorzeigebranche bietet immer weniger stabile Arbeitsplätze. Sie war laut Statistischem Bundesamt der im ersten Halbjahr 2026 am stärksten von Stellenabbau betroffene Bereich. Der Rückgang sei mit 42.300 Beschäftigten und einem Minus von 5,8 Prozent so groß gewesen wie in keiner anderen großen Branche. Als groß gelten hier Branchen mit mehr als 200.000 Beschäftigten.   Die Zahl der Mitarbeiter in der Autoindustrie sei auf 691.500 gesunken. Das sei der tiefste Stand seit 20 Jahren. Seit 2005 waren nie weniger Menschen in der Branche beschäftigt. Trotzdem bleibe die Autoindustrie gemessen an der Zahl der Beschäftigten die zweitgrößte Industriebranche nach dem Maschinenbau mit 905.900 Beschäftigten. Die Zahlen beziehen sich auf den Stand zum Ende des ersten Halbjahres, also auf den 30. Juni 2026. Die Zahl der Mitarbeiter in der Autoindustrie sei auf 691.500 gesunken. Das sei der tiefste Stand seit 20 Jahren. Seit 2005 waren nie weniger Menschen in der Branche beschäftigt. Trotzdem bleibe die Autoindustrie gemessen an der Zahl der Beschäftigten die zweitgrößte Industriebranche nach dem Maschinenbau mit 905.900 Beschäftigten. Die Zahlen beziehen sich auf den Stand zum Ende des ersten Halbjahres, also auf den 30. Juni 2026. Der Stellenabbau erstreckt sich laut Destatis auf Autohersteller sowie ihre Zulieferer, die Teile und Zubehör fertigen. Es gibt allerdings Ausnahmen. So stieg die Zahl der Stellen bei Zulieferern von Karosserien, Aufbauten und Anhängern gegen den Branchentrend.  Auch in anderen wichtigen Industriezweigen verschwinden zahlreiche Jobs, etwa im Metallbau, der Chemie und der Herstellung von elektrischer Ausrüstung. Hersteller von Kunststoffen und Nahrungsmitteln haben im ersten Halbjahr ebenfalls Stellen abgebaut. Auch in anderen wichtigen Industriezweigen verschwinden zahlreiche Jobs, etwa im Metallbau, der Chemie und der Herstellung von elektrischer Ausrüstung. Hersteller von Kunststoffen und Nahrungsmitteln haben im ersten Halbjahr ebenfalls Stellen abgebaut. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mathias Peer Elon Musk besitzt laut Pflichtmitteilung 48,4 Prozent an SpaceX Der Unternehmer Elon Musk hat einen Anteil von 48,4 Prozent an dem Raumfahrt- und KI-Konzern SpaceX offengelegt. Das Aktienpaket ist aktuell mehr als 900 Milliarden Dollar wert. Dies geht aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervor.  Demnach übt Musk über die Papiere die alleinige Stimm- und Verfügungsgewalt aus und kommt insgesamt auf mehr als 82 Prozent der Stimmrechte, womit er sich weiterhin weitreichenden Einfluss sichert. SpaceX war am 12. Juni an die Börse gegangen und hatte dabei zeitweise einen Börsenwert von über zwei Billionen Dollar erreicht. Nach anfänglichen Kursverlusten legte die Aktie im August wieder deutlich zu. Demnach übt Musk über die Papiere die alleinige Stimm- und Verfügungsgewalt aus und kommt insgesamt auf mehr als 82 Prozent der Stimmrechte, womit er sich weiterhin weitreichenden Einfluss sichert. SpaceX war am 12. Juni an die Börse gegangen und hatte dabei zeitweise einen Börsenwert von über zwei Billionen Dollar erreicht. Nach anfänglichen Kursverlusten legte die Aktie im August wieder deutlich zu. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Ottobock wird optimistischer Der Prothesenhersteller Ottobock wird nach deutlichen Zuwächsen im zweiten Quartal optimistischer für das laufende Jahr. „Wir blicken auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück, in dem wir uns durch starkes organisches Wachstum schneller als der Markt entwickelt haben“, sagte Unternehmenschef Oliver Jakobi am Donnerstag laut Mitteilung. An der Börse kamen die Quartalszahlen zunächst gut an. Am Nachmittag drehte die Aktie aber in die Verlustzone. Der Konzern steigerte den Umsatz in den drei Monaten bis Ende Juni um 9,7 Prozent auf 458 Millionen Euro. Im Kerngeschäft erzielte Ottobock ein Plus von 10,7 Prozent auf 440 Millionen Euro. Dabei ist unter anderem das Rollstuhlgeschäft ausgeklammert, dessen Verkauf Mitte Juni mitgeteilt wurde. So konzentriert sich Ottobock auf wachstums- und margenstärkere Bereiche. Im Kerngeschäft stieg der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 23 Prozent auf 122,7 Millionen Euro, die entsprechende Marge stieg um 2,8 Prozentpunkte auf 27,9 Prozent. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit 48,5 Millionen Euro gut viermal so viel wie im Vorjahr. Dabei profitierte Ottobock vor allem von guten Geschäften in der europäischen Region EMEA, während der Umsatz aus eigener Kraft in der Region Americas nur leicht zulegte und im asiatisch-pazifischen Raum sogar etwas sank. Letzteres liege aber auch an starken Vorjahreszahlen und Timing-Effekten, hieß es vom Unternehmen. Ottobock-Chef Jacobi traut dem Unternehmen 2026 nun denn auch in der Tendenz mehr Wachstum sowie eine höhere Profitabilität zu als bisher. Für den Umsatz aus eigener Kraft im Kerngeschäft hob er das untere Ende der angepeilten Wachstumsspanne um einen Prozentpunkt an und geht von einem Plus von sechs bis acht Prozent aus. Der Konzern steigerte den Umsatz in den drei Monaten bis Ende Juni um 9,7 Prozent auf 458 Millionen Euro. Im Kerngeschäft erzielte Ottobock ein Plus von 10,7 Prozent auf 440 Millionen Euro. Dabei ist unter anderem das Rollstuhlgeschäft ausgeklammert, dessen Verkauf Mitte Juni mitgeteilt wurde. So konzentriert sich Ottobock auf wachstums- und margenstärkere Bereiche. Im Kerngeschäft stieg der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 23 Prozent auf 122,7 Millionen Euro, die entsprechende Marge stieg um 2,8 Prozentpunkte auf 27,9 Prozent. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit 48,5 Millionen Euro gut viermal so viel wie im Vorjahr. Dabei profitierte Ottobock vor allem von guten Geschäften in der europäischen Region EMEA, während der Umsatz aus eigener Kraft in der Region Americas nur leicht zulegte und im asiatisch-pazifischen Raum sogar etwas sank. Letzteres liege aber auch an starken Vorjahreszahlen und Timing-Effekten, hieß es vom Unternehmen. Ottobock-Chef Jacobi traut dem Unternehmen 2026 nun denn auch in der Tendenz mehr Wachstum sowie eine höhere Profitabilität zu als bisher. Für den Umsatz aus eigener Kraft im Kerngeschäft hob er das untere Ende der angepeilten Wachstumsspanne um einen Prozentpunkt an und geht von einem Plus von sechs bis acht Prozent aus. Davon sollen vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten nun mehr als 27 Prozent übrig bleiben. Zuvor hatte das Management mehr als 26,5 Prozent in Aussicht gestellt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen So plant Elon Musk das größte Gebäude der Welt Die von Elon Musk geführten Unternehmen Space X und Tesla wollen in Texas die größte Chipfabrik des Planeten hochziehen. Sie wäre dem Plan nach zugleich das der Fläche und dem Volumen nach größte Gebäude Welt. Die Terafab, wie das Projekt heißt, soll demnach auf einer Fläche von mehr als 100 Millionen Quadratfuß entstehen, heißt es in einem Beitrag auf der Homepage von Space X. Dort ist auch eine Illustration zu sehen, wie das Gebäude einmal aussehen soll. Es ist lang gezogen und hat den Grundriss einer Rakete. „Terafab wird sowohl hinsichtlich seiner Mission als auch seiner schieren Größe episch sein und darauf ausgelegt sein, neue Rechenkapazitäten in beispiellosem Umfang und Tempo aufzubauen“, heißt es in dem Beitrag. Und weiter: „In dieser Anlage werden die Fertigung, die Verpackung und das Testen fortschrittlicher Logik- und Speicherbausteine stattfinden.“ „Terafab wird sowohl hinsichtlich seiner Mission als auch seiner schieren Größe episch sein und darauf ausgelegt sein, neue Rechenkapazitäten in beispiellosem Umfang und Tempo aufzubauen“, heißt es in dem Beitrag. Und weiter: „In dieser Anlage werden die Fertigung, die Verpackung und das Testen fortschrittlicher Logik- und Speicherbausteine stattfinden.“ Die Zusammenführung dieser Bereiche an einem Standort werde schnelle und iterative Verbesserungen ermöglichen sowie die Einführung neuer Rechenkapazitäten beschleunigen. Terafab werde Chips produzieren, „die für Edge-Computing und Inferenz optimiert sind und in Hardware wie den Optimus-Robotern von Tesla und den selbstfahrenden Cybertaxis zum Einsatz kommen, sowie Hochleistungs-Chips, die für den Betrieb der weltraumgestützten Rechenzentren von SpaceX entwickelt wurden“. Rechenzentren im Weltraum stellte Elon Musk infolge des Börsengangs des Weltraumunternehmens Space X in Aussicht. Für eine erste Phase von Terafab seien Investitionen in Höhe von ungefähr 16,8 Milliarden Dollar seitens SpaceX und Tesla nötig, heißt es weiter. Diese Anlage werde „mindestens 3000 Mitarbeiter beschäftigen, von denen viele aus Grimes und dem benachbarten Brazos County stammen werden – womit sich der Trend unserer anderen Standorte in Texas fortsetzt, an denen zwischen 60 Prozent und 80 Prozent der neuen Mitarbeiter aus der Region stammen“. Rechenzentren im Weltraum stellte Elon Musk infolge des Börsengangs des Weltraumunternehmens Space X in Aussicht. Für eine erste Phase von Terafab seien Investitionen in Höhe von ungefähr 16,8 Milliarden Dollar seitens SpaceX und Tesla nötig, heißt es weiter. Diese Anlage werde „mindestens 3000 Mitarbeiter beschäftigen, von denen viele aus Grimes und dem benachbarten Brazos County stammen werden – womit sich der Trend unserer anderen Standorte in Texas fortsetzt, an denen zwischen 60 Prozent und 80 Prozent der neuen Mitarbeiter aus der Region stammen“. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Wie Hapag-Lloyd durch Dürre und Krieg navigiert Die Hochseereederei Hapag-Lloyd muss wegen des Wassermangels im Rhein für den Weitertransport ihrer Container ins Landesinnere umdisponieren. „Die extrem niedrigen Wasserstände auf dem Rhein wirken sich bereits auf die Transportketten aus“, erklärte Ralf Stüwe, Director Operations Area Germany and Central Europe, am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Transporte von Rotterdam und Antwerpen nach Duisburg seien weiter möglich. Für Ziele am Mittel- und Oberrhein müssten Container jedoch zunehmend auf die Schiene oder den Lkw verlagert werden. Auch international kämpft die Hapag-Lloyd mit der Blockade von Handelswegen, etwa an der Straße von Hormus im Persischen Golf. Die Meerenge ist wegen des Irankriegs zum Brennpunkt geworden. Die steigenden Kosten standen am Mittwoch im Mittelpunkt der Präsentation der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr. Dank gestiegener Frachtraten legte Hapag-Lloyd trotz der Krisen positive Geschäftszahlen vor. Für die Binnenschifffahrt am Rhein haben sich die Frachtraten ebenfalls stark verdoppelt. Der Lieferkettendatendienstleister spricht von einem Anstieg um 250 Prozent. Wegen des niedrigen Wassers können Schiffe nur zehn bis 20 Prozent der üblichen Menge laden. Chemiefabriken und Stahlwerke müssen ihre Produktion drosseln, weil sie nicht mehr mit der gewohnten Menge an Rohstoffen beliefert werden. Transporte von Rotterdam und Antwerpen nach Duisburg seien weiter möglich. Für Ziele am Mittel- und Oberrhein müssten Container jedoch zunehmend auf die Schiene oder den Lkw verlagert werden. Auch international kämpft die Hapag-Lloyd mit der Blockade von Handelswegen, etwa an der Straße von Hormus im Persischen Golf. Die Meerenge ist wegen des Irankriegs zum Brennpunkt geworden. Die steigenden Kosten standen am Mittwoch im Mittelpunkt der Präsentation der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr. Dank gestiegener Frachtraten legte Hapag-Lloyd trotz der Krisen positive Geschäftszahlen vor. Für die Binnenschifffahrt am Rhein haben sich die Frachtraten ebenfalls stark verdoppelt. Der Lieferkettendatendienstleister spricht von einem Anstieg um 250 Prozent. Wegen des niedrigen Wassers können Schiffe nur zehn bis 20 Prozent der üblichen Menge laden. Chemiefabriken und Stahlwerke müssen ihre Produktion drosseln, weil sie nicht mehr mit der gewohnten Menge an Rohstoffen beliefert werden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Meta vor Gericht wegen Onlinesucht – Staatsanwälte fordern 1,4 Billionen Dollar Strafe Der amerikanische Technologie-Anbieter Meta muss sich seit Mittwoch erstmals vor einem US-Bundesgericht wegen des Vorwurfs verantworten, mit seinen Online-Netzwerken Instagram und Facebook Minderjährige abhängig und damit psychisch krank zu machen. Am ersten Prozesstag wurden nach längerer Befragung zunächst die acht Geschworenen ausgewählt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Die Eröffnungsplädoyers sollen in der kommenden Woche gehalten werden. Bundesrichterin Yvonne Gonzalez Rogers befragte demnach potenzielle Geschworene zu ihren Ansichten über Online-Netzwerke und den Meta-Konzern. Unter anderem wollte sie wissen, ob die Kandidaten selbst Konten für Onlinedienste hätten, ob ihre Kinder entsprechende Angebote nutzten und ob sie die Dienste für psychische Probleme verantwortlich machten. Einige Geschworene sagten, dass Online-Netzwerke aus ihrer Sicht einen Einfluss auf das psychische Befinden hätten. Zudem wurden einige Kandidaten nach dem Alter gefragt, in dem sie sich für Onlinedienste angemeldet hatten – insbesondere, ob dies vor dem 13. Lebensjahr und ohne Wissen der Eltern geschehen sei. Eine Person verglich den Kick durch das Scrollen durch angstauslösende Inhalte in Online-Netzwerken dabei mit Kokain, eine andere äußerte die Meinung, dass die Apps, „die Werte aus den Menschen ziehen“. Bundesrichterin Yvonne Gonzalez Rogers befragte demnach potenzielle Geschworene zu ihren Ansichten über Online-Netzwerke und den Meta-Konzern. Unter anderem wollte sie wissen, ob die Kandidaten selbst Konten für Onlinedienste hätten, ob ihre Kinder entsprechende Angebote nutzten und ob sie die Dienste für psychische Probleme verantwortlich machten. Einige Geschworene sagten, dass Online-Netzwerke aus ihrer Sicht einen Einfluss auf das psychische Befinden hätten. Zudem wurden einige Kandidaten nach dem Alter gefragt, in dem sie sich für Onlinedienste angemeldet hatten – insbesondere, ob dies vor dem 13. Lebensjahr und ohne Wissen der Eltern geschehen sei. Eine Person verglich den Kick durch das Scrollen durch angstauslösende Inhalte in Online-Netzwerken dabei mit Kokain, eine andere äußerte die Meinung, dass die Apps, „die Werte aus den Menschen ziehen“. Die am Ende des ersten Tages von Rogers ausgewählten Geschworenen haben in dem Prozess nur eine beratende Rolle. Die etwa sechs Wochen dauernden Verhandlungen sollen am Dienstag kommender Woche mit den Eröffnungsplädoyers beginnen. Mit einem Urteil wird für Anfang Oktober gerechnet. Der Prozess geht auf die Klage von vier US-Bundesstaaten zurück. Sie verlangen massive Beschränkungen der Instagram- und Facebook-Funktionen. Zudem fordern die Generalstaatsanwälte von Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey eine Strafzahlung von bis zu 1,4 Billionen Dollar (1,2 Billionen Euro). Diese Summe ist fast so hoch wie der Börsenwert von Meta. Die Generalstaatsanwälte veranschlagen dabei für jeden betroffenen Heranwachsenden im Land mehrere tausend Dollar Strafe. Konkret geht es in dem aufsehenerregenden Prozess unter anderem um Funktionen wie Endlos-Scrollen, sehr häufige Benachrichtigungen und das Zählen von „Gefällt mir“-Reaktionen. Die Kläger wenden sich also gegen die Art, wie die Online-Netzwerke konzipiert sind. Es geht also nicht um die Inhalte, die sie verbreiten; hierbei gesteht das US-Recht den Netzwerken weitgehende Immunität zu. In den USA wurde schon eine Vielzahl von Prozessen gegen Online-Netzwerke angestrengt. Der nun gestartete Prozess in Kalifornien könnte für Meta aber weiter reichende Folgen haben, da damit erstmals eine Gerichtsentscheidung auf Bundesebene ansteht. Die Anklage will auch Meta-Chef Mark Zuckerberg zu den Vorwürfen befragen. Seine dreistündige Anhörung ist für Ende September geplant. Der Prozess geht auf die sogenannten Facebook Files zurück, welche die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen Ende des Jahres 2021 veröffentlichte. Dabei handelt es sich um tausende Seiten mit den Ergebnissen einer konzerninternen Recherche zu den Auswirkungen der Meta-Onlinenetzwerke auf die seelische Gesundheit minderjähriger Nutzerinnen. Obwohl die schädlichen Auswirkungen des Social-Media-Konsums dem Konzern demnach bekannt waren, wies er in öffentlichen Stellungnahmen Bedenken und Warnungen zurück. Nach diesen Enthüllungen leiteten dutzende US-Bundesstaaten eine gemeinsame Untersuchung der Vorwürfe ein. Zwei Jahre später reichten etwa 30 von ihnen Klage gegen Meta ein. Vier von ihnen führen nun stellvertretend einen Pilot-Prozess. Sollte Meta vor Gericht unterliegen, soll der Konzern mit allen klagenden Bundesstaaten eine Vereinbarung schließen. Der Meta-Konzern versichert, dass er ausreichend Schutzmaßnahmen für minderjährige Nutzerinnen und Nutzer ergreife. Außerdem argumentiert der kalifornische Internetriese, die psychische Gesundheit von Heranwachsenden könne nicht durch einen einzelnen Onlinedienst beeinträchtigt werden. Einige der beanstandeten Funktionen müssten außerdem wegen des Verfassungsrechts auf freie Meinungsäußerung unangetastet bleiben. Trotzdem zog es Meta zusammen mit anderen Onlinediensten vor, einem Schulbezirk in Kentucky 27 Millionen Dollar zu zahlen, um einen weiteren Prozess zu verhindern – dieser hätte zum Präzedenzfall für rund 1200 ähnliche Klagen werden können. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Roger Federer ist kein Milliardär mehr Der frühere Tennisspieler Roger Federer hat nach Schätzungen des US-Wirtschaftsmagazins „Forbes“ seinen Milliardärsstatus verloren. Grund dafür sei der stark gefallene Aktienkurs des Sportbekleidungsherstellers On Holding, an dem Federer beteiligt ist. Nachdem die von dem Schweizer Unternehmen vorgestellten Quartalszahlen hinter den Erwartungen geblieben waren, fiel der Wert des Papiers am Dienstag zeitweise um etwa 19 Prozent auf unter 30 US-Dollar. Damit soll sich Federers Vermögen laut dem Magazin auf 952,4 Millionen US-Dollar dezimiert haben – ein Verlust von mindestens 52 Millionen. Der frühere Tennisprofi soll einen Anteil von 2,5 Prozent an On Holding halten.  Das Schweizer Unternehmen hat im zweiten Quartal des laufenden Jahres einen Nettoumsatz von 850,4 Millionen Franken (rund 907,7 Millionen Euro) erwirtschaftet, was einem Anstieg von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Marktbeobachter hatten jedoch rund 30 Millionen Franken Umsatz mehr erwartet. Beim Nettogewinn verbesserte sich der Sportbekleidungshersteller jedoch stark. Insgesamt fuhr On Holding 105 Millionen Franken (112 Millionen Euro) ein, während im Vorjahresquartal noch ein Verlust von rund 41 Millionen Franken (44 Millionen Euro) zu Buche schlug. Auch die Bruttogewinnmarge erreichte 65,4 Prozent. Minderheitsaktionär Federer erlangte im Jahr 2025 erstmals den Milliardärsstatus. Die Tennislegende, die ihre Karriere im Jahr 2022 beendete und 20 Grand-Slam-Titel gewann, soll während dieser Zeit rund 131 Millionen US-Dollar an Preisgeld gewonnen haben. Heute vergrößern sein Vermögen vor allem Werbeverträge mit Unternehmen. Neben On Holding gehört dazu auch das japanische Modelabel Uniqlo. Das Schweizer Unternehmen hat im zweiten Quartal des laufenden Jahres einen Nettoumsatz von 850,4 Millionen Franken (rund 907,7 Millionen Euro) erwirtschaftet, was einem Anstieg von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Marktbeobachter hatten jedoch rund 30 Millionen Franken Umsatz mehr erwartet. Beim Nettogewinn verbesserte sich der Sportbekleidungshersteller jedoch stark. Insgesamt fuhr On Holding 105 Millionen Franken (112 Millionen Euro) ein, während im Vorjahresquartal noch ein Verlust von rund 41 Millionen Franken (44 Millionen Euro) zu Buche schlug. Auch die Bruttogewinnmarge erreichte 65,4 Prozent. Minderheitsaktionär Federer erlangte im Jahr 2025 erstmals den Milliardärsstatus. Die Tennislegende, die ihre Karriere im Jahr 2022 beendete und 20 Grand-Slam-Titel gewann, soll während dieser Zeit rund 131 Millionen US-Dollar an Preisgeld gewonnen haben. Heute vergrößern sein Vermögen vor allem Werbeverträge mit Unternehmen. Neben On Holding gehört dazu auch das japanische Modelabel Uniqlo. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Bauflaute trifft Wienerberger Der börsennotierte Baustoffkonzern Wienerberger leidet unter einer schwachen Baukonjunktur. Zum Halbjahr bilanziert der weltgrößte Ziegelhersteller ohne Gewinn. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren noch 106 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Der Vorstandsvorsitzende Heimo Scheuch zog sich am Montag aus gesundheitlichen Gründen von der Konzernspitze zurück. Der Gewinnausblick für das Gesamtjahr wurde im Juli gesenkt und am Mittwoch bestätigt. Entsprechend erwartet das Management ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 700 Millionen Euro – bis Juli war mit rund 100 Millionen Euro mehr gerechnet worden. Von Januar bis Juni sank diese Kennzahl um 15 Prozent auf 326 Millionen.  Den Konzern mit fast 21.000 Mitarbeitern belastet der schwächer als erwartete Wohnungsneubau vor allem in den Vereinigten Staaten, Kanada und Großbritannien sowie die erhöhte Kosteninflation infolge geopolitischer Konflikte. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Eon-Chef Birnbaum: Gibt keinen vollständigen Schutz gegen bösartige Drohnenattacken Leonhard Birnbaum, der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns Eon, sieht nach dem Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen sichtbaren Handlungsbedarf im Schutz gegen Attacken: "Wir schaffen es nicht mal, unsere wenigen Flughäfen zu sichern, wie soll ich da sagen, dass alle hunderte Verteilzentren gesichert sind?", sagte Birnbaum in einer Videokonferenz anlässlich der Halbjahresbilanz am Mittwoch. Zwar arbeiteten Energiekonzerne und Verteilnetzbetreiber eng mit der Politik zusammen, jedoch sei der technische Fortschritt von Drohnen enorm schnell. "Einen vollständigen Schutz gegen bösartige Drohnenattacken können wir nicht gewährleisten derzeit. Wir können aber sicherstellen, nach erfolgreichen Attacken eine Versorgung schnell wieder herzustellen", sagte Birnbaum. Gerade Hochspannungsleitungen mit 110.000 Volt seien schließlich attraktive Ziele, weshalb sich die Übertragungsnetzbetreiber ihrer Rolle bewusst seien, wenngleich der Schutz des Luftraums staatliche Aufgabe sei. Hoffnung macht dem Vorstandschef des Dax-Konzerns, dass ein Problembewusstsein für die zunehmende Bedrohungslage vorhanden sei. "Wir haben systematische Drohnenüberflüge unserer kritischen Infrastruktur seit Jahren erlebt. Es wird Zeit, dass wir darauf entschlossen reagieren", sagte Birnbaum. Zwar arbeiteten Energiekonzerne und Verteilnetzbetreiber eng mit der Politik zusammen, jedoch sei der technische Fortschritt von Drohnen enorm schnell. "Einen vollständigen Schutz gegen bösartige Drohnenattacken können wir nicht gewährleisten derzeit. Wir können aber sicherstellen, nach erfolgreichen Attacken eine Versorgung schnell wieder herzustellen", sagte Birnbaum. Gerade Hochspannungsleitungen mit 110.000 Volt seien schließlich attraktive Ziele, weshalb sich die Übertragungsnetzbetreiber ihrer Rolle bewusst seien, wenngleich der Schutz des Luftraums staatliche Aufgabe sei. Hoffnung macht dem Vorstandschef des Dax-Konzerns, dass ein Problembewusstsein für die zunehmende Bedrohungslage vorhanden sei. "Wir haben systematische Drohnenüberflüge unserer kritischen Infrastruktur seit Jahren erlebt. Es wird Zeit, dass wir darauf entschlossen reagieren", sagte Birnbaum. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Norwegens Staatsfonds erzielt 184 Milliarden Dollar Gewinn in sechs Monaten Der norwegische Staatsfonds verdient dank des Börsenbooms der Technologie-Werte so gut wie nie. Der Gewinn habe im ersten Halbjahr 1,75 Billionen norwegischen Kronen betragen, das sind umgerechnet ungefähr 184 Milliarden Dollar, teilte der weltweit größte staatliche Fonds mit, wie der Finanzdienst Reuters berichtet. Fonds-Chef Nicolai Tangen sagte, das gute Abschneiden sei auf die Kursgewinne an den Aktienmärkten zurückzuführen, vor allem von asiatischen Technologie-Werten. Norwegens Staatsfonds investiert die Einnahmen des Landes aus dem Öl- und Gasgeschäft. Er hält Beteiligungen an rund 7100 Unternehmen und ist mit einem Fondsvolumen von 2,3 Billionen Dollar der weltweit größte Einzelinvestor. Dazu kommen Investitionen etwa in Immobilien oder Energieprojekte. Am Dienstag legte der Fonds eine Übersicht über seine Beteiligungen offen. Demnach hielt er zum Stichtag 30. Juni einen Anteil von 0,05 Prozent an Elon Musks Weltraumfirma SpaceX mit einem Wert von 1,22 Milliarden Dollar. Deutlich größer sind die Beteiligungen an anderen amerikanischen Internetunternehmen: Der 1,28-Prozent-Anteil an Nvidia wird mit 62 Milliarden Dollar bewertet, die 1,24 Prozent an Apple haben einen Wert von 52 Milliarden Dollar, die 1,17 Prozent an Alphabet kommen auf 50 Milliarden Dollar, die 1,27 Prozent an Microsoft auf 35 Milliarden Dollar und die 1,7 Prozent am Chiphersteller TSMC aus Taiwan werden mit 34 Milliarden Dollar bewertet. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Immer mehr etablierte Unternehmen rutschen in Insolvenz Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist in der ersten Hälfte des Jahres 2026 auf 9557 Fälle gestiegen. Das ist laut dem Wirtschaftsdatendienst Dun & Bradstreet der höchste Stand seit fünf Jahren. Die Zahl der Pleiten hat sich demnach gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 verdoppelt. Die Insolvenzwelle in Deutschland nimmt laut einer Pressemitteilung von Dun & Bradstreet Rekordtempo auf. Woran liegt das? „Die Ursachen für den Anstieg der Insolvenzen liegen in einer Kombination aus anhaltend schwachem Wachstum, hohen Energie- und Lohnkosten sowie einer gedämpften Nachfrage", sagt Dirk Radetzki von Dun & Bradstreet Deutschland. Hinzu kämen die Nachwirkungen der zuvor hohen Zinsen und anhaltende geopolitische Unsicherheiten. Auffällig sei, dass die Insolvenzwelle zunehmend ältere und etablierte Unternehmen erfasse. Inzwischen haben Firmen, die schon länger als zehn Jahre am Markt sind, laut Dun & Bradstreet einen Anteil von fast 34 Prozent an den Insolvenzfällen. Vor fünf Jahren habe ihr Anteil noch bei rund 29 Prozent gelegen. Viele der etablierten Betriebe haben laut dem Wirtschaftsdatendienstleister ihr Geschäftsmodell unter deutlich anderen Kosten- und Finanzierungsbedingungen aufgebaut und stünden nun vor strukturellen Umbrüchen, wie der Digitalisierung, der Energiewende und dem Fachkräftemangel. Hinzu kommt laut Radetzki, dass mehrere Jahre mit schwachem Wachstum die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit vieler Unternehmen ausgehöhlt hätten.     Woran liegt das? „Die Ursachen für den Anstieg der Insolvenzen liegen in einer Kombination aus anhaltend schwachem Wachstum, hohen Energie- und Lohnkosten sowie einer gedämpften Nachfrage", sagt Dirk Radetzki von Dun & Bradstreet Deutschland. Hinzu kämen die Nachwirkungen der zuvor hohen Zinsen und anhaltende geopolitische Unsicherheiten. Auffällig sei, dass die Insolvenzwelle zunehmend ältere und etablierte Unternehmen erfasse. Inzwischen haben Firmen, die schon länger als zehn Jahre am Markt sind, laut Dun & Bradstreet einen Anteil von fast 34 Prozent an den Insolvenzfällen. Vor fünf Jahren habe ihr Anteil noch bei rund 29 Prozent gelegen. Viele der etablierten Betriebe haben laut dem Wirtschaftsdatendienstleister ihr Geschäftsmodell unter deutlich anderen Kosten- und Finanzierungsbedingungen aufgebaut und stünden nun vor strukturellen Umbrüchen, wie der Digitalisierung, der Energiewende und dem Fachkräftemangel. Hinzu kommt laut Radetzki, dass mehrere Jahre mit schwachem Wachstum die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit vieler Unternehmen ausgehöhlt hätten. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mathias Peer Paramount stellt Weichen für Wegzug aus Kalifornien Der Unterhaltungskonzern Paramount stellt laut Medienberichten die Weichen für einen Wegzug aus Kalifornien. Der Auslöser des Schritts soll eine Wettbewerbsklage gegen die geplante Übernahme des Rivalen Warner Brothers sein. Der Paramount-Verwaltungsrat habe den Beginn des Vorhabens ab dem 1. Oktober gebilligt, berichteten unter anderem die Website „Puck“ und der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.  Von Paramount gab es dazu zunächst keine Stellungnahme. Den Berichten zufolge sprach Paramount-Chef David Ellison von einem auf fünf Jahre ausgelegten Plan, bei dem der Großteil der Jobs im Film- und TV-Bereich den Standort wechseln soll. Sollte die Warner-Übernahme gelingen, könne auch ein Studiogelände in Hollywood verkauft werden. Von Paramount gab es dazu zunächst keine Stellungnahme. Den Berichten zufolge sprach Paramount-Chef David Ellison von einem auf fünf Jahre ausgelegten Plan, bei dem der Großteil der Jobs im Film- und TV-Bereich den Standort wechseln soll. Sollte die Warner-Übernahme gelingen, könne auch ein Studiogelände in Hollywood verkauft werden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Mathias Peer Anthropic will KI-Texte mit unsichtbarem Wasserzeichen versehen Das US-Unternehmen Anthropic hat angekündigt, Texte seines Chatbots Claude mit einem unsichtbaren Wasserzeichen zu versehen, um den EU-Vorgaben zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu entsprechen. Die Funktion ist für Nutzer unsichtbar und bleibt auch dann erhalten, wenn ein Text kopiert und an anderer Stelle wieder eingefügt wird, teilte das Unternehmen mit. Das Wasserzeichens bedeute nicht unbedingt, dass Claude den Text erstellt habe. Womöglich sei dieser nur von dem KI-Chatbot Claude bearbeitet oder Korrektur gelesen worden, führte Anthropic weiter aus. Die Kennzeichnung erfolgt, indem Claude Texte oder Bilder mit Metadaten versieht. In nach dem 2. August veröffentlichte Claude-Versionen ist das Wasserzeichen dem Unternehmen zufolge bereits integriert. Ältere Versionen sollen später entsprechend aktualisiert werden. Mit den Änderungen kommt Anthropic EU-Anforderungen nach. Brüssel verlangt, dass KI-generierte Inhalte von Maschinen zu erfassende Kennzeichnungen aufweisen müssen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen. Einen freiwilligen Verhaltenskodex haben bereits 190 Unternehmen unterschrieben, darunter Google, Meta, Microsoft, Mistral und OpenAI. Das Wasserzeichens bedeute nicht unbedingt, dass Claude den Text erstellt habe. Womöglich sei dieser nur von dem KI-Chatbot Claude bearbeitet oder Korrektur gelesen worden, führte Anthropic weiter aus. Die Kennzeichnung erfolgt, indem Claude Texte oder Bilder mit Metadaten versieht. In nach dem 2. August veröffentlichte Claude-Versionen ist das Wasserzeichen dem Unternehmen zufolge bereits integriert. Ältere Versionen sollen später entsprechend aktualisiert werden. Mit den Änderungen kommt Anthropic EU-Anforderungen nach. Brüssel verlangt, dass KI-generierte Inhalte von Maschinen zu erfassende Kennzeichnungen aufweisen müssen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen. Einen freiwilligen Verhaltenskodex haben bereits 190 Unternehmen unterschrieben, darunter Google, Meta, Microsoft, Mistral und OpenAI. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Spotify will KI-Musik künftig kennzeichnen Der Musik-Streaming-Dienst Spotify will von Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugte Musik künftig besser kennzeichnen. „Das Feedback unserer Hörer*innen war klar: Sie wollen erkennen können, ob hinter einem Profil eine reale Person oder eine KI-generierte Persona steht“, erklärte das schwedische Unternehmen am Dienstag. Mitte September sollen entsprechende Profile deshalb nun als „AI Persona“ gekennzeichnet werden. Seit Monaten wird die Plattform mit KI-generierten Inhalten geradezu überschwemmt. Für Nutzer ist es häufig nicht unmittelbar ersichtlich, ob hinter dem Künstler ein echter Mensch steht. Im April führte das Unternehmen deshalb eine erste Kennzeichnung „Von Spotify verifiziert“ ein, die signalisiert, dass ein Profil überprüft wurde und den Authentizitätsstandards entspricht. Ab sofort werden Künstler nun in ihrem eigenen Profil bei Spotify gefragt, ob „ihr Profil eine AI Persona repräsentiert“, wie das Unternehmen ausführte. Zudem würden Künstler gezielt überprüft. „Wir beginnen mit Profilen, die bestimmte Reichweitenschwellen erreicht haben, sodass die Kennzeichnung die große Mehrheit der Profile abdeckt, die Nutzer*innen tatsächlich besuchen.“ Seit Monaten wird die Plattform mit KI-generierten Inhalten geradezu überschwemmt. Für Nutzer ist es häufig nicht unmittelbar ersichtlich, ob hinter dem Künstler ein echter Mensch steht. Im April führte das Unternehmen deshalb eine erste Kennzeichnung „Von Spotify verifiziert“ ein, die signalisiert, dass ein Profil überprüft wurde und den Authentizitätsstandards entspricht. Ab sofort werden Künstler nun in ihrem eigenen Profil bei Spotify gefragt, ob „ihr Profil eine AI Persona repräsentiert“, wie das Unternehmen ausführte. Zudem würden Künstler gezielt überprüft. „Wir beginnen mit Profilen, die bestimmte Reichweitenschwellen erreicht haben, sodass die Kennzeichnung die große Mehrheit der Profile abdeckt, die Nutzer*innen tatsächlich besuchen.“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Versicherte müssen wegen Satrex-Pleite schnell handeln Die Versicherungsgesellschaft Satrex aus Belgien hat ihr gesamtes Versicherungsgeschäft in Deutschland eingestellt. Das hatte die deutsche Finanzaufsicht Bafin schon Ende Juni bekannt gegeben. Nun informiert die Bafin über das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Unternehmens.  Wer noch Geld von Satrex bekommt, muss seine Forderung laut Bafin-Mitteilung im Zentralregister für Solvabilität und kollektive Schuldenregulierung anmelden. Dafür stehe eine Webseite der belgischen Behörden zur Verfügung. Die Frist laufe 30 Tage, habe aber schon am 16. Juli begonnen. An diesem Tag sei das Urteil ergangen. Es bleiben also nur noch wenige Tage Zeit, um Forderungen anzumelden. Wer noch Geld von Satrex bekommt, muss seine Forderung laut Bafin-Mitteilung im Zentralregister für Solvabilität und kollektive Schuldenregulierung anmelden. Dafür stehe eine Webseite der belgischen Behörden zur Verfügung. Die Frist laufe 30 Tage, habe aber schon am 16. Juli begonnen. An diesem Tag sei das Urteil ergangen. Es bleiben also nur noch wenige Tage Zeit, um Forderungen anzumelden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

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