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Montag, 17. August 2026
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Waldbrände in Europa: Wo es gerade brennt

Medienspektrum

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15. August
Tagesschau

Waldbrände in Europa: Wo es gerade brennt

Mehrere Länder betroffen Wo es in Europa gerade brennt Europaweit kämpfen Feuerwehrleute gegen Waldbrände. Tausende Hektar Fläche sind verbrannt, viele Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Ein Überblick über die Lage von Großbritannien bis Griechenland. Ein großer Teil Europas leidet derzeit unter einer Hitzewelle. Durch trockene Pflanzen steigt auch das Risiko von Waldbränden. Die Feuer zerstörten bereits große Flächen, viele Menschen fliehen vor den Flammen. Im Südwesten Frankreichs wurden seit Donnerstag 1.580 Hektar Land verwüstet. Das Feuer war in einem trockenen Kiefernwald ausgebrochen und am Freitag zunächst gebremst worden. In der Nacht zum Samstag flammte der Brand nach Behördenangaben aber wieder auf. Insgesamt 650 Menschen mussten das Gebiet verlassen, wie der Präfekt des Départements Landes, Gille Clavreul, mitteilte. Die Flammen hätten keine Wohnhäuser erreicht. "Das Feuer entwickelte sich eher gut. Nur es ist gegen 4.30 Uhr wieder aufgeflammt", sagte der Leiter der Einsatzkräfte in dem Département, Arnaud Fabre. Etwa 500 Feuerwehrleute und vier Löschflugzeuge waren gegen die Flammen in der Nähe des Dorfes Luglon im Einsatz, knapp 100 Kilometer südlich der Stadt Bordeaux. "Sie haben es mit großer Anstrengung unter Kontrolle bekommen." Die Ursache für den Brand ist noch ungeklärt. Feuer in Waldgebiet nahe belgisch-deutscher Grenze Im Osten Belgiens breitet sich ein Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze rasch aus. Die Flammen zerstörten bis zum frühen Samstagnachmittag mindestens 1.600 Hektar Vegetation, wie belgische Behörden der Nachrichtenagentur AFP mitteilten. Das Feuer war am Freitagmittag in dem Waldgebiet in der Nähe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen. Verstärkung aus ganz Belgien sowie aus Deutschland wurde mobilisiert. Der belgische Verteidigungsminister Theo Francken erklärte, drei Löschfahrzeuge seien auf dem Weg, um Unterstützung zu leisten. Die Behörden riefen bisher nicht zu Evakuierungen auf. Auch im Nordosten Spaniens kämpfen Feuerwehrleute weiter gegen die Flammen an, die nach Angaben der Behörden in der Region Aragón bereits 15.000 Hektar Land zerstörten und mehrere Ortschaften bedrohen. Mehr als 1.000 Menschen in 18 Orten mussten ihre Häuser verlassen. Ein Brand bei Niebla in der Provinz Huelva vernichtete bereits eine Fläche von mehr als 38.000 Hektar. Burnham: Dem Klimawandel stellen In Großbritannien zerstörten Wald- und Vegetationsbrände mehrere Gebäude. Besonders schwer betroffen war die Stadt Stourbridge südwestlich von Birmingham. Bei einem Besuch vor Ort sagte Premierminister Andy Burnham, Großbritannien müsse sich dem Klimawandel stellen und den Umstieg auf saubere Energie beschleunigen. "Ich habe in Großbritannien noch nie solche Szenen gesehen, wo ein ganzes Haus ausgebrannt und rauchend daliegt", sagte er. Burnham, der erst letzten Monat an die Macht kam, wurde dafür kritisiert, den Klimawandel nicht schon früher direkt angesprochen zu haben, obwohl Großbritannien seit Wochen mit weit verbreiteter Dürre, extremer Hitze und Waldbränden zu kämpfen hat. Angesichts von 37 Bränden im ganzen Land am Freitag bezeichnete der Premierminister Großbritannien als "Pulverfass" und warnte davor, im Freien Feuer zu machen. Gleichzeitig verhängte die Regierung ein Verbot für den Verkauf von Einweggrills. Burnham kündigte ein Treffen mit den Feuerwehren an und räumte ein, dass die Regierung nicht genügend Ressourcen zur Bekämpfung der Waldbrände bereitgestellt habe. Touristen in Kroatien fliehen in Notunterkünfte In Kroatien meldete die Polizei den Fund einer Leiche in verbranntem Buschwerk nahe einem Dorf bei Split. Der Brand war am Donnerstagabend in einem Vorort der Küstenstadt Omis ausgebrochen und breitete sich angefacht von starkem Wind rasch aus. Nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders HRT näherten sich die Flammen dem Stadtzentrum. Teile von Omis waren zeitweise ohne Strom, mehrere Autos brannten aus, Gebäude wurden zerstört. Mehrere Personen wurden in Split ins Krankenhaus eingeliefert, Klinikangaben zufolge werden zehn Verletzte unter anderem mit schweren Verbrennungen auf der Intensivstation behandelt. Nach Feuerwehrangaben ist der Brand bei Omis einer der schlimmsten in der Geschichte Kroatiens. Viele Touristen sind in Notunterkünften untergebracht. Feuer auch in Montenegro, Serbien, Albanien und Griechenland Auch in anderen Ländern auf dem Balkan wüteten angesichts extremer Temperaturen und zunehmender Trockenheit Brände. In Montenegro kämpfen Einsatzkräfte seit Tagen gegen Feuer entlang der Küste, Brände wurden auch in Albanien gemeldet - nahe der Hauptstadt Tirana. In Serbien teilten die Behörden am späten Freitag mit, dass sie gegen 25 schwere Waldbrände kämpften. In Griechenland bleiben die Einsatzkräfte der Feuerwehr in höchster Alarmbereitschaft, da die Waldbrandgefahr in mehreren Landesteilen aufgrund starker Winde weiterhin sehr hoch ist. Nach Angaben der Feuerwehr brachen in den vergangenen 24 Stunden mehr als 50 Brände auf landwirtschaftlichen Flächen und in Wäldern aus, von denen die meisten rasch unter Kontrolle gebracht werden konnten.

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14. August
Tagesschau

Waldbrände in Europa: Hunderte Menschen in Sicherheit gebracht

Waldbrände in Europa Wieder mussten Hunderte Menschen vor den Flammen fliehen Wegen schwerer Vegetationsbrände mussten in mehreren europäischen Ländern Hunderte Menschen ihre Häuser verlassen. Betroffen waren neben Frankreich und England auch Kroatien und Griechenland. Mehrere europäische Länder sind von massiven Wald- und Vegetationsbränden betroffen. Im Südwesten Frankreichs erfasste ein neuer Waldbrand 1.100 Hektar Land. Die Ausbreitung des am Donnerstag in einem Kiefernwald im Département Landes ausgebrochenen Feuers sei zwar "gebremst" worden, erklärte Feuerwehrchef Arnaud Fabre. Der Präfekt des Départements, Gilles Clavreul, warnte jedoch angesichts von Temperaturvorhersagen von 36 Grad Celsius, bei der Brandbekämpfung seien die "nächsten 15 Stunden entscheidend". Hunderte Menschen in Sicherheit gebracht Der Brand, dessen Ursache noch unklar ist, hatte sich am Abend aufgrund wechselnder Winde sehr schnell ausgebreitet. Insgesamt 525 Menschen wurden bisher vor den Flammen in Sicherheit gebracht. Clavreul zufolge waren rund 500 Feuerwehrleute im Einsatz. Bislang wurde den Behörden zufolge kein Wohnhaus zerstört, auch wenn manche nur wenige Dutzend Meter von dem Feuer entfernt sind. Die französischen Behörden nahmen indes am Donnerstag einen 15-jährigen Jugendlichen fest, der verdächtigt wird, einen Waldbrand nahe Bordeaux gelegt zu haben, bei dem zwei Feuerwehrleute ums Leben kamen. Brände zerstören Häuser und Vegetation in Großbritannien Bei mehreren Wald- und Vegetationsbränden in Großbritannien wurden Häuser zerstört, Menschen wurden in Sicherheit gebracht worden. Besonders schwer betroffen war die Stadt Stourbridge südwestlich von Birmingham, wo mindestens sechs Gebäude von den Flammen erfasst wurden. Wie der britische Feuerwehrverband NFCC mitteilte, kamen drei Feuerwehrleute nach ihrem Einsatz ins Krankenhaus. Mehrere Anwohner hatten Rauch eingeatmet und mussten behandelt werden. Die Brände hatten sich am Donnerstag, dem bislang heißesten Tag des Jahres in Großbritannien, rasch ausgebreitet. Heute erklärte die Feuerwehr der Region West Midlands, sie mache Fortschritte bei der Bekämpfung der Flammen. Das Feuer habe mehrere Ausgangspunkte gehabt. Einige Brände seien vorsätzlich auf Grasflächen gelegt worden und hätten anschließend auf andere Gebiete übergegriffen. Feuerwehrchef Simon Tuhill sprach von einem der aufwendigsten Einsätze in der Geschichte der Feuerwehr der West Midlands. In England wurden durch die Brände auch Häuser zerstört Flammen bedrohten Ferienort in Kroatien Auch in Kroatien wurde in der vergangenen Nacht wegen eines sich ausbreitenden Waldbrandes die Evakuierung des Ferienortes Lokva Rogoznica an der Adriaküste angeordnet. Sieben Menschen wurden schwer verletzt und schwebten in Lebensgefahr. Insgesamt mussten 36 Menschen medizinisch versorgt werden. Der Brand war am Donnerstagabend in einem Vorort von Omis ausgebrochen und breitete sich angefacht von starkem Wind rasch aus. Nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders HRT näherten sich die Flammen dem Stadtzentrum. Teile von Omis waren zeitweise ohne Strom und mehrere Autos brannten aus. Die Feuerwehr löschte den Brand am Morgen. Ein Teil der Einsatzkräfte und Löschflugzeuge wurden weiter nach Süden auf die Halbinsel Peljesac verlegt. Dort war in der Nacht ein weiterer Waldbrand ausgebrochen. Urlauber in Griechenland mussten vor Feuer fliehen In Griechenland sind ebenfalls zahlreiche Feuerwehrleute im Einsatz. Sie befürchteten, dass heftige Windböen die Feuer in mehreren Regionen wieder anfachen könnten, darunter ein Brand in der Urlaubsregion Chalkidiki. Dort wurden am Donnerstag 481 Urlauber in kleinen Notfall-Booten über das Meer evakuiert. 200 Feuerwehrleute waren nach Angaben der Feuerwehr im Einsatz, unterstützt von neun Löschflugzeugen und sieben Hubschraubern. In den vergangenen Tagen hatte ein Großbrand nordwestlich von Athen bereits mehr als 11.000 Hektar Kiefernwald, Buschgebiet und landwirtschaftliche Flächen verwüstet. Königssärge in Spanien gerettet In Spanien retteten Einsatzkräfte die sterblichen Überreste von drei Königen aus dem Mittelalter vor einem herannahenden Waldbrand. Die Flammen fraßen sich immer näher an das fast 1.000 Jahre alte Bergkloster San Juan de la Peña in der Region Aragón heran. Für die Behörden begann ein Wettlauf gegen die Zeit, denn in dem historischen Gemäuer ruhen die ersten drei Könige von Aragón, die im elften Jahrhundert herrschten. Eine Spezialeinheit des Militärs habe sich als erste in die Gefahrenzone gewagt, sagte Mar Vaquero, die Vizepräsidentin der nordöstlichen Region. Es sei ihnen gelungen, wertvolle historische Gewänder zu bergen, bevor das Feuer sie zum Rückzug zwang. Gemeinsam mit Polizisten und Denkmalschützern gingen sie Vaquero zufolge ein zweites Mal in das bedrohte Kloster und schafften es, die Särge der Könige sowie mehrere historische Gemälde aus dem Pantheon zu holen.

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