Liveblog Ukrainekrieg: Russischer Kriegsgegner Boris Nadjeschdin festgenommen
Liveblog Ukrainekrieg : Russischer Kriegsgegner Boris Nadjeschdin festgenommen
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Boris Nadjeschdin am 24. Juni 2026 in MoskauReuters
Nadjeschdin: „Werde weiterleben und weiterkämpfen“ +++ EU verhängt Sanktionen gegen Russland wegen Cyberangriffen +++ Berlin bestellt russischen Botschafter ein +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
Alle Texte, Hintergründe und Kommentare zum Krieg in der Ukraine finden Sie auch auf unserer Sonderseite.
Russischer Kriegsgegner Boris Nadjeschdin festgenommen
Er präsentierte sich als Kriegsgegner und galt bei den Präsidentenwahlen 2024 als prominentester Herausforderer von Russlands Herrscher Wladimir Putin: Boris Nadjeschdin. Damals wurde er nicht zur Wahl zugelassen, obwohl er die notwendigen 100.000 Unterstützerunterschriften gesammelt hatte – nun wurde er festgenommen. „Die Polizei ist gekommen", schrieb er am Montagnachmittag auf seinem Telegram-Kanal. Die Beamten würden ihn zu einer Polizeidienststelle in der Stadt Dolgoprudny nahe Moskau bringen.
Der Grund für die Festnahme ist bislang unbekannt. Am Freitag hatte das russische Justizministerium Nadjeschdin in das Register der „ausländischen Agenten“ eingetragen. Das Ministerium teilte mit, der Politiker habe an der Verbreitung von Materialien anderer „ausländischer Agenten“ und „unerwünschter“ Organisationen mitgewirkt, „unwahre Informationen“ über Entscheidungen der russischen Behörden verbreitet sowie „zur Teilnahme an nicht genehmigten Kundgebungen und Mahnwachen aufgerufen“.
Nadjeschdin äußerte daraufhin, dass die Einstufung als „ausländischer Agent“ keinerlei Auswirkungen auf seine Arbeit haben werde. „Ich werde weiterleben und weiterkämpfen." Er kündigte an, weiter für das russische Parlament, die Duma, kandidieren zu wollen und dafür Unterschriften zu sammeln. In Russland soll im September über ein neues Parlament abgestimmt werden. Mitte Juni hatte Nadjeschdin sich bei der Zentralen Wahlkommission als unabhängiger Kandidat registriert. Seit Mai 2024 ist es „ausländischen Agenten“ in Russland untersagt, an Wahlen teilzunehmen.
Der Grund für die Festnahme ist bislang unbekannt. Am Freitag hatte das russische Justizministerium Nadjeschdin in das Register der „ausländischen Agenten“ eingetragen. Das Ministerium teilte mit, der Politiker habe an der Verbreitung von Materialien anderer „ausländischer Agenten“ und „unerwünschter“ Organisationen mitgewirkt, „unwahre Informationen“ über Entscheidungen der russischen Behörden verbreitet sowie „zur Teilnahme an nicht genehmigten Kundgebungen und Mahnwachen aufgerufen“.
Nadjeschdin äußerte daraufhin, dass die Einstufung als „ausländischer Agent“ keinerlei Auswirkungen auf seine Arbeit haben werde. „Ich werde weiterleben und weiterkämpfen." Er kündigte an, weiter für das russische Parlament, die Duma, kandidieren zu wollen und dafür Unterschriften zu sammeln. In Russland soll im September über ein neues Parlament abgestimmt werden. Mitte Juni hatte Nadjeschdin sich bei der Zentralen Wahlkommission als unabhängiger Kandidat registriert. Seit Mai 2024 ist es „ausländischen Agenten“ in Russland untersagt, an Wahlen teilzunehmen.
2024 war Boris Nadjeschdin bei der Präsidentenwahl angetreten. Er war der einzige Kandidat, der sich gegen Russlands Krieg in der Ukraine aussprach. Zur Unterstützung seiner Kandidatur gab es eine breit angelegte Kampagne – an denjenigen Orten, an denen man für ihn unterschreiben konnte, bildeten sich lange Schlangen. Die Zentrale Wahlkommission ließ ihn nicht zur Wahl zu und begründete dies mit einem angeblich hohen Anteil ungültiger Unterschriften.
Boris Nadjeschdin im Juni in Moskau. Reuters
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Macron sieht Waffennachschub als entscheidend
Vor dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu einer verstärkten Waffenproduktion aufgerufen. Der Krieg in der Ukraine habe gezeigt, „dass nicht der Waffenbestand, sondern der Nachschub die strategische Stabilität in Europa bestimmt“, sagte Macron am Montag vor Vertretern der französischen Streitkräfte. Europa sende die Botschaft aus, dass es Frieden wolle und die Freiheit und das Recht verteidige. „Ja, wir sind bereit, zu kämpfen, um dies zu verteidigen. Immer und notfalls um den Preis von Blut“, sagte Macron, an die französischen Soldaten gewandt.
Russland prangerte unterdessen eine „Koalition von Kriegstreibern“ an. „Dies ist eine Gruppe von Ländern, die keinen Frieden wollen, die den Krieg fortsetzen wollen und die sich der Illusion hingeben, dass unserem Land eine strategische Niederlage zugefügt werden könne“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau.
Russland prangerte unterdessen eine „Koalition von Kriegstreibern“ an. „Dies ist eine Gruppe von Ländern, die keinen Frieden wollen, die den Krieg fortsetzen wollen und die sich der Illusion hingeben, dass unserem Land eine strategische Niederlage zugefügt werden könne“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau.
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Selenskyj will in Paris für Investitionen in Raketenabwehrprogramm werben
Die Ukraine stellt ihren europäischen Verbündeten bei einem Treffen der sogenannten Willigen in Paris am Montag ein neues Programm zur Abwehr ballistischer Raketen vor. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X mit – und ergänzte den Beitrag mit einem Video von seiner Ankunft in Frankreich. Es sei das erste Treffen auf Ebene von Staats- und Regierungschefs, nationalen Sicherheitsberatern und Rüstungsunternehmen, die einen konkreten Beitrag zum Aufbau eines neuen Raketenabwehrsystems leisten könnten, schrieb er.
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Russland bestellt deutschen Botschafter ein
Das russische Außenministerium bestellt den deutschen Botschafter ein. Dies teilt das Ministerium mit. Kurz zuvor bestellte das Auswärtige Amt in Berlin den russischen Botschafter wegen Cyberangriffen mutmaßlich von Russland gesteuerter Hacker ein.
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Drei Tote bei russischem Angriff auf Frachter
Bei einem russischen Angriff auf einen zivilen Frachter in der ukrainischen Schwarzmeer-Region Odessa sind am Montag drei Besatzungsmitglieder getötet worden. Fünf weitere Seeleute seien verletzt worden, teilt der stellvertretende ukrainische Ministerpräsident Oleksij Kuleba mit. Das unter der Flagge Togos fahrende Schiff hatte dem Gouverneur des Gebiets, Oleh Kiper, zufolge Mineraldünger geladen und lag zum Zeitpunkt des Angriffs vor Anker.
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Auswärtiges Amt bestellt russischen Botschafter ein
Als Reaktion auf mutmaßlich vom russischen Geheimdienst gesteuerte Cyberangriffe hat Berlin den russischen Botschafter einbestellt und weitere EU-Sanktionen angekündigt. „Cyberangriffe gegen (Deutschland), EU-Partner und die (Ukraine) sind inakzeptabel“, teilte das Ministerium auf der Plattform X mit. „Wir beantworten sie entschlossen, auch mit zusätzlichen Sanktionen.“ Die EU bringe dafür entsprechende Maßnahmen auf den Weg. Dazu gehörten Sanktionen gegen neun Personen und vier Organisationen – darunter Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU – sowie Cyberkriminelle, selbsternannte Hacktivisten und private Unternehmen.
Auch die EU-Mitgliedstaaten verurteilten am Montag „Russlands schädliche Cyberaktivitäten“. Der russische Geheimdienst FSB kontrolliere ein Netzwerk von Cyberkriminellen und Hackern, schrieb die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in einer Mitteilung. „Seit Jahren führt der FSB ein breites Spektrum schädlicher Cyberaktivitäten durch, deren Auswirkungen zunehmen und welche die EU, ihre Mitgliedstaaten sowie internationale Partner, insbesondere die Ukraine, betreffen“, hieß es darin. „Zu diesen Aktivitäten gehörten das Eindringen in Regierungsnetzwerke und die Sabotage kritischer Infrastrukturen.“ Unter anderem seien bisher Frankreich, Deutschland, Polen, Zypern, die Niederlande, Österreich, die Slowakei, Rumänien und Finnland das Ziel dieser Angriffe gewesen.
In Frankreich betreibt der FSB der Mitteilung zufolge schon seit 2010 Cyberspionage gegen strategische staatliche Einrichtungen und seit 2025 gegen die Rüstungsindustrie. In Deutschland habe er staatliche Einrichtungen ins Visier genommen. In Polen habe es Sabotageoperationen gegen kritische Infrastrukturen, darunter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, gegeben.
Auch die EU-Mitgliedstaaten verurteilten am Montag „Russlands schädliche Cyberaktivitäten“. Der russische Geheimdienst FSB kontrolliere ein Netzwerk von Cyberkriminellen und Hackern, schrieb die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in einer Mitteilung. „Seit Jahren führt der FSB ein breites Spektrum schädlicher Cyberaktivitäten durch, deren Auswirkungen zunehmen und welche die EU, ihre Mitgliedstaaten sowie internationale Partner, insbesondere die Ukraine, betreffen“, hieß es darin. „Zu diesen Aktivitäten gehörten das Eindringen in Regierungsnetzwerke und die Sabotage kritischer Infrastrukturen.“ Unter anderem seien bisher Frankreich, Deutschland, Polen, Zypern, die Niederlande, Österreich, die Slowakei, Rumänien und Finnland das Ziel dieser Angriffe gewesen.
In Frankreich betreibt der FSB der Mitteilung zufolge schon seit 2010 Cyberspionage gegen strategische staatliche Einrichtungen und seit 2025 gegen die Rüstungsindustrie. In Deutschland habe er staatliche Einrichtungen ins Visier genommen. In Polen habe es Sabotageoperationen gegen kritische Infrastrukturen, darunter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, gegeben.
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Ukraine meldet Angriffe auf russische Ölanlagen
Seit Wochen ist der Treibstoff in Russland knapp, und die Ukraine greift weiter Anlagen der russischen Öl-Infrastruktur an. Wie der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU am Montagvormittag meldete, seien in der Nacht ein Öllager in der südrussischen Kaukasus-Region Stawropol sowie drei Lagertanks an einer Ölverladestelle im Hafen Kawkas in der südlichen Schwarzmeer-Region Krasnodar getroffen worden, teilte der SBU mit. Zudem habe die Ukraine zwei russische Patrouillenboote im Schwarzen Meer sowie Autofähren in Kertsch im Osten der von Russland annektierten Halbinsel Krim und im Hafen Kawkas attackiert. Der russische Gouverneur von Stawropol bestätigte einen Angriff auf eine Industrieanlage in der Region. Angaben zum genauen Ziel des Angriffs machte er jedoch nicht.
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Großbritannien verhängt Sanktionen gegen russische Cyber-Netzwerke
Großbritannien hat neue Sanktionen gegen Russland verhängt und dabei Cyber-Netzwerke ins Visier genommen. Die Regierung in London wirft den Netzwerken vor, Chaos und Spaltung in Europa säen zu wollen. Die Maßnahmen richten sich gegen 24 Personen und Organisationen, die hinter „destruktiven Cyber- und Hybridoperationen“ stehen sollen, teilt die britische Regierung mit. Darunter seien Cyberkriminelle aus Netzwerken mit Verbindungen zu russischen Geheimdiensten. Zudem seien führende Vertreter des russischen Militärgeheimdienstes GRU von den Sanktionen betroffen, denen die Leitung von Cyber- und Hybridangriffen vorgeworfen wird.
Derweil wirft die französische Regierung Russland eine Cyber-Hacking-Kampagne gegen europäische Staaten vor und will deswegen in den kommenden Tagen den russischen Botschafter in Paris einbestellen. Frankreich werde zudem Sanktionen gegen neun russische Personen und vier Organisationen verhängen, kündigt Außenminister Jean-Noël Barrot an. „Wir werden heute eine breit angelegte Cyber-Kampagne Russlands öffentlich verurteilen, die auf Sabotage und Spionage gegen ein Dutzend Länder abzielte“, sagt Barrot dem Sender BFM TV. Frankreich wirft dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB vor, die Angriffe organisiert zu haben. Frankreich hat Russland schon mehrfach beschuldigt, hinter Cyberangriffen zu stecken.
Derweil wirft die französische Regierung Russland eine Cyber-Hacking-Kampagne gegen europäische Staaten vor und will deswegen in den kommenden Tagen den russischen Botschafter in Paris einbestellen. Frankreich werde zudem Sanktionen gegen neun russische Personen und vier Organisationen verhängen, kündigt Außenminister Jean-Noël Barrot an. „Wir werden heute eine breit angelegte Cyber-Kampagne Russlands öffentlich verurteilen, die auf Sabotage und Spionage gegen ein Dutzend Länder abzielte“, sagt Barrot dem Sender BFM TV. Frankreich wirft dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB vor, die Angriffe organisiert zu haben. Frankreich hat Russland schon mehrfach beschuldigt, hinter Cyberangriffen zu stecken.
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Wadephul fordert Ölpreisdeckel
In der Debatte um das 21. Sanktionspaket der EU hat der deutsche Außenminister Johann Wadephul gefordert, den Druck der Europäischen Union auf Russland zu erhöhen. Er erwarte, „dass wir uns in dieser Woche auf ein 21. Sanktionspaket verständigen sollten“, sagt Wadephul vor Beratungen der EU-Außenminister in Brüssel. Es werde jetzt vor allem ein Ölpreisdeckel gebraucht. „Das ist ein sehr wirkungsvolles Instrument“, betont Wadephul. „Ich bin zuversichtlich, dass das in dieser Woche gelingt.“
Wadephul vor dem Treffen der EU-Außenminister am Montag. dpa
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Kiew: Drohnen treffen 15 russische Schiffe im Asowschen Meer
Ukrainische Drohnen haben in der Nacht zum Montag nach Angaben des Militärs 15 russische Schiffe im Asowschen Meer getroffen. Darunter seien sieben Tanker, teilte der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdy, über den Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Damit steige die Gesamtzahl der in den vergangenen acht Tagen getroffenen Schiffe auf 105.
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Russland greift ukrainischen Hafen Tschornomorsk an
Der ukrainische Agrarkonzern Kernel hat nach eigenen Angaben den Betrieb seiner Hafenanlagen in Tschornomorsk am Schwarzen Meer nach schweren Beschädigungen durch russische Raketen- und Drohnenangriffe eingestellt. Bei den Angriffen von Freitag bis Sonntag seien Lager- und Umschlaganlagen unter anderem für Getreide und Sonnenblumenöl beschädigt worden, teilt das Unternehmen mit. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden könne, sei unklar. Das russische Verteidigungsministerium erklärt hingegen, die Angriffe im Hafen von Tschornomorsk hätten Infrastruktur gegolten, die für Militärgüter der ukrainischen Streitkräfte genutzt werde. Der Tiefseehafen Tschornomorsk ist bereits wiederholt Ziel russischer Angriffe geworden.
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Russland: Vier Tote durch Drohnenangriffe
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im Moskauer Gebiet sind nach russischen Angaben drei Menschen getötet worden. Zudem seien fünf Menschen verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Andrej Worobjow, mit. Die russische Flugabwehr habe in der Nacht 81 Drohnen über dem Gebiet abgeschossen, fügte er hinzu. Eine weitere Tote infolge ukrainischer Drohnenangriffe wurde aus der westrussischen Region Belgorod gemeldet.
Insgesamt seien Moskau und das Umland seit Sonntagabend von mehr als 350 ukrainischen Drohnen angegriffen worden, teilte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, mit. Der Großteil der Drohnen wurde „in weiter Entfernung“ abgeschossen, 50 Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört.
Insgesamt seien Moskau und das Umland seit Sonntagabend von mehr als 350 ukrainischen Drohnen angegriffen worden, teilte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, mit. Der Großteil der Drohnen wurde „in weiter Entfernung“ abgeschossen, 50 Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört.
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Kallas: Noch keine EU-Einigung auf 21. Sanktionspaket
Die Staaten der Europäischen Union haben sich nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas noch nicht auf das geplante 21. Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Es gebe noch offene Fragen, sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Sie hoffe jedoch, dass die Mitgliedstaaten sich bei den anstehenden Beratungen darauf verständigen könnten, 250 weitere russische Personen und Einrichtungen auf die Sanktionsliste zu setzen. Dies wäre die größte Zahl an Einzelpersonen und Organisationen, die die EU auf einen Schlag auf die Liste setzen würde.
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Treffen der Koalition der Willigen
Nachdem es auf dem NATO-Gipfel in Ankara vergangene Woche neue Hilfszusagen für die Ukraine gegeben hat, trifft sich heute abermals die sogenannte Koalition der Willigen in Paris. Bei den Gesprächen des von Frankreich und Großbritannien angeführten Bündnisses zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine soll es nach Angaben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron unter anderem um das Thema Raketenabwehr und mögliche gemeinsame Militärmanöver gehen. Die Bundesregierung hat die Teilnahme von Kanzler Friedrich Merz (CDU) bestätigt. Unklar war, ob auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei den Beratungen in Paris dabei sein wird.
Selenskyj bemüht sich nach Kräften darum, neue Munition für die Patriot-Flugabwehrsysteme seines Landes von den Partnern zu bekommen, die jedoch knapp ist. Bei dem Treffen wird auch über Sicherheitsgarantien für die Ukraine und weitere Maßnahmen zur Unterstützung des Landes gesprochen werden.
EU-Außenminister erörtern neue Sanktionen gegen Russland
Zuvor beraten auch die Außenminister der EU-Staaten bei ihrem letzten regulären Treffen vor der Sommerpause in Brüssel über weitere Sanktionen gegen Personen, Einrichtungen und Organisationen aus Russland. Unklar ist, ob auch schon ein umfassendes neues Paket mit Handelsbeschränkungen und anderen Maßnahmen in Kraft treten kann. Die Verhandlungen darüber dauerten zuletzt noch an.
Weiterer Druck auf Moskau könnte zudem aus Washington kommen. Einflussreiche Senatoren beider Parteien teilten vergangene Woche mit, sich mit der US-Regierung auf neue Sanktionen gegen Russland verständigt zu haben. Das Gesetz sieht unter anderem eine Bestrafung von Staaten vor, die russisches Gas und Öl abnehmen.
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Selenskyj postet Bilder mehrerer Treffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte auf der Plattform X Bilder von mehreren Treffen, die am Sonntag stattgefunden haben sollen. Den Anfang machte die scheidende Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko. Es folgten der Energiemanager Serhij Koretskyj, Swyrydenkos Vorgänger Denys Schmyhal, Innenminster Ihor Klymenko und Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow.
Sowohl Koretskyj als auch Schmyhal und Fedorow werden dem Portal „Ukrainska Prawda“ zufolge als Kandidaten für das Amt des Regierungschefs in Kiew gehandelt.
Sowohl Koretskyj als auch Schmyhal und Fedorow werden dem Portal „Ukrainska Prawda“ zufolge als Kandidaten für das Amt des Regierungschefs in Kiew gehandelt.
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