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Sonntag, 2. August 2026
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Trump und Iran: Neue Angriffswelle - oder doch nur eine Drohung?

Medienspektrum

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1. August
Tagesschau

Trump und Iran: Neue Angriffswelle - oder doch nur eine Drohung?

Trump und Iran Neue Angriffswelle - oder doch nur eine Drohung? Wieder einmal droht US-Präsident Trump Iran. Doch diesmal könnte tatsächlich eine der größten Angriffswellen bevorstehen, berichten US-Medien. Irans Revolutionsgarde will schon Pläne für einen Gegenschlag haben. US-Präsident Donald Trump hat Iran mit heftigen Angriffen auf die Infrastruktur gedroht. Man werde das Land "hart angehen", sagte Trump bei einer Kabinettssitzung. Irgendwann werde die Führung in Teheran sagen: "Das halten wir einfach nicht mehr aus." Tatsächlich berichten mehrere Medien, dass die USA kurz vor dem Beginn einer der größten Angriffswellen auf Iran stehen soll. Diese könnten bereits an diesem Wochenende starten, berichtete etwa CBS News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Auch Israel könne dabei wieder in den Krieg einsteigen. Nach Angaben des Wall Street Journals hat Trump bereits neue und mehrtägige Angriffe befohlen. Allerdings schränkt die Zeitung ein: Er könnte seine Meinung noch bis zur letzten Minute ändern. Auch Iran droht Iran reagierte auf die Berichte - und drohte mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf Sicherheitskreise meldete, gebe es einen umfassenden Plan. Die Luftabwehr der Golfstaaten konnte bislang viele ballistische Raketen Irans abschießen - zuletzt wuchs aber die Sorge, dass die Vorräte an Luftabwehrraketen insbesondere für das "Patriot"-System zur Neige gehen könnten. Auch die US-Bestände sind inzwischen deutlich geschrumpft. Sollten Iran neue Schläge auf die Energieinfrastruktur der Golfstaaten gelingen, dürften die Weltmarktpreise für Öl und Gas weiter steigen. Die USA und Iran hatten Mitte Juni ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das binnen 60 Tagen zu einem vollständigen Friedensabkommen führen sollte. Mitte Juli nahmen die USA die Angriffe aber wieder auf. Iran attackierte daraufhin erneut Ziele in Ländern der Region. Tanker attackiert Zuletzt hat die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO den Beschuss zweier Tanker vor der Küste Omans gemeldet. Ein Tanker sei von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Das Schiff war demnach manövrierunfähig. Im zweiten Fall habe der Kapitän eines Tankers 21 Seemeilen nordöstlich von Khasab von einer Wasserfontäne und einer Explosion in unmittelbarer Nähe seines Schiffes berichtet. Auch Schäden seien gemeldet worden.

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1. August
Der Spiegel

Trump erwägt offenbar neue Angriffe – Iran droht mit Gegenschlägen

Konflikt im Nahen Osten Trump erwägt offenbar neue Angriffe – Iran droht mit Gegenschlägen Die USA stehen US-Medienberichten zufolge kurz vor dem Beginn einer der größten Angriffswellen auf Iran. Diese könnten bereits an diesem Wochenende starten und auch iranische Infrastruktur oder Energieanlagen zum Ziel haben, berichtete etwa CBS News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Auch Israel könne dabei wieder in den Krieg einsteigen. Das »Wall Street Journal« berichtete, Trump habe bereits neue und mehrtägige Angriffe befohlen, könnte seine Meinung aber noch bis zur letzten Minute ändern. Angesichts der Medienberichte drohte Iran umgehend mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars unter Berufung auf Sicherheitskreise. Präsentation von Zolfaghar-Raketen in Teheran (30. Juli) Foto: Abedin Taherkenareh / EPAEs gebe einen umfassenden Plan für Gegenschläge, zitierte Tasnim einen ranghohen iranischen Sicherheitsbeamten. Irans Militär habe bereits zuvor demonstriert, dass es die Fähigkeit und die Entschlossenheit für Gegenangriffe habe. Die Berichten zufolge geplanten amerikanisch-israelischen Angriffe auch auf Infrastrukturziele in Iran seien ein Akt des Wahnsinns. Vor der Küste Omans wurde in der Nacht zum Samstag erneut ein Tanker angegriffen. Er sei von einem »unbekannten Geschoss« getroffen worden, das Schäden am Maschinenraum verursacht habe, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Es gebe keine Verletzten oder Umweltschäden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 20 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Lima. Iran zielt auf Öl- und Gasanlagen Teheran hat seit Kriegsbeginn Ende Februar als Reaktion auf US-Angriffe immer wieder mit Raketen und Drohnen Ziele in den Golfstaaten angegriffen, in denen sich US-Militärstützpunkte befinden. Dabei wurden vereinzelt auch wichtige Energieeinrichtungen getroffen, etwa Katars Anlagen zur Herstellung und Verschiffung von Flüssiggas oder Ölanlagen in Kuwait. Die Flugabwehr der Golfstaaten konnte bislang viele ballistische Raketen Irans abschießen – zuletzt wuchs aber die Sorge, dass die Vorräte an Flugabwehrraketen insbesondere für das Patriot-System zur Neige gehen könnten. Auch die US-Bestände sind Medienberichten zufolge inzwischen deutlich geschrumpft. Explosion an nicht bekanntem Ort in Iran (Aufnahme des US-Militärs, veröffentlicht am 29. Juli) Foto: U.S. Central Command / REUTERSSollten Iran neue Schläge auf die Energieinfrastruktur der Golfstaaten gelingen, dürften die Weltmarktpreise für Öl und Gas weiter steigen, was Teheran als Druckmittel gegen Trump nutzt. Dessen Republikaner müssen sich in gut drei Monaten bei den Zwischenwahlen zum US-Kongress den Wählern stellen. Zudem kontrolliert Iran auch weiterhin die Straße von Hormus, die normalerweise eine wichtige Route für den Export von Öl und Flüssiggas aus den Golfstaaten ist. Das US-Militär hat inzwischen als Druckmittel seine Seeblockade erneuert, um wiederum Iran von Einnahmen aus dem Export von Rohöl abzuschneiden. Propagandagraffiti in Teheran (20. Juli) Foto: Abedin Taherkenareh / EPADer israelische Iranexperte Danny Citrinowicz schrieb auf X, auch Angriffe auf Irans zivile und wirtschaftliche Infrastruktur dürften die Machthaber in Teheran nicht zum Einlenken bewegen. Mit Blick auf mögliche Gegenangriffe auf Ziele in den Golfstaaten schrieb er weiter: »Iran wird sicherlich heftige wirtschaftliche Schäden erleiden, aber es ist genauso wahrscheinlich, dass Iran im Gegenzug die Kosten für seine Gegner erhöhen wird.« The frustration with this war is understandable. The United States has inflicted enormous damage on Iran, yet the weaker side in the conflict continues to refuse to surrender or make fundamental concessions. That, however, should not be surprising. — Danny (Dennis) Citrinowicz ,داني سيترينوفيتش (@citrinowicz) July 31, 2026 The problem is that expanding… https://t.co/xG6Y0Bl8VD Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Auch werde Iran als Druckmittel die Straße von Hormus weiter kontrollieren und über seine Verbündeten im Jemen, die Huthi-Miliz, den Druck auf die Meerenge Bab al-Mandab am Eingang des Roten Meeres verstärken. »Es gibt keine militärische Wunderwaffe für die Herausforderung, die Iran darstellt«, schrieb Citrinowicz. Trump kündigt weitere Angriffe an Trump hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, der Konflikt werde nur wenige Wochen dauern. Inzwischen geht der Konflikt in den sechsten Monat und eine Lösung scheint so wenig in Sicht wie fallende Öl- und Gaspreise. Bei einer Kabinettssitzung auf dem Landsitz Camp David am Freitag sprach Trump bereits von weiteren Angriffen auf Iran. »Wir werden sie sehr hart treffen«, sagte er, ohne einen zeitlichen Rahmen dafür zu nennen. »Wissen Sie, irgendwann werden sie es nicht mehr aushalten können.« Iran hätte nach den bisherigen Angriffen noch etwas militärische Kapazitäten, bald jedoch nicht mehr, sagte Trump. - Wie teuer wird es noch?: Diese sechs Faktoren treiben den ÖlpreisEine Analyse von Stefan Schultz8 Min8 Min - 4 Min - 4 Min Mit Blick auf diplomatische Bemühungen zur Beilegung des Kriegs gab Trump sich frustriert. Die Iraner hielten sich oft nicht an das Verabredete und würden Gesprächsinhalte öffentlich falsch darstellen, kritisierte er erneut. »Alles, was sie tun, ist, mich wütend zu machen.« Seit Wochen sind bei den Vermittlungsbemühungen zwischen Washington und Teheran zumindest öffentlich keine Fortschritte zu erkennen. Ein im Juni abgeschlossenes Rahmenabkommen der Kriegsparteien sorgte nicht lange für eine Feuerpause. Die US-Regierung will unter anderem eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus für die internationale Schifffahrt erreichen und sicherstellen, dass Iran keine Atombomben herstellen kann.

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1. August
Die Welt (Politik)

USA offenbar kurz vor großer Angriffswelle auf Iran – Israel könnte wieder in Krieg einsteigen

USA offenbar kurz vor großer Angriffswelle auf Iran – Israel könnte wieder in Krieg einsteigen Die Angriffe könnten laut Medienberichten schon am Wochenende starten und auch iranische Infrastruktur oder Energieanlagen zum Ziel haben. Iran drohte umgehend mit Gegenschlägen. In der Straße von Hormus wird erneut ein Tanker getroffen. US-Medienberichten zufolge stehen die USA kurz vor dem Beginn einer der größten Angriffswellen auf den Iran. Diese könnten bereits an diesem Wochenende starten und auch iranische Infrastruktur oder Energieanlagen zum Ziel haben, berichtete etwa CBS News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Auch Israel könne dabei wieder in den Krieg einsteigen. Das „Wall Street Journal“ berichtete, Trump habe bereits neue und mehrtägige Angriffe befohlen, könnte seine Meinung aber noch bis zur letzten Minute ändern. Angesichts der Medienberichte drohte der Iran umgehend mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die USA müssten sich bewusst sein, dass Energieanlagen von weltweiter Bedeutung in Saudi-Arabien und in Katar innerhalb der Reichweite iranischer Raketen lägen, hieß es bei Fars weiter. Auch Anlagen in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden genannt. Es gebe einen umfassenden Plan für Gegenschläge, zitierte Tasnim einen ranghohen iranischen Sicherheitsbeamten. Irans Militär habe bereits zuvor demonstriert, dass es die Fähigkeit und die Entschlossenheit für Gegenangriffe habe. Die Berichten zufolge geplanten amerikanisch-israelischen Angriffe auch auf Infrastrukturziele im Iran seien ein Akt des Wahnsinns. Teheran hat seit Kriegsbeginn Ende Februar als Reaktion auf US-Angriffe immer wieder mit Raketen und Drohnen Ziele in den Golfstaaten angegriffen, in denen sich US-Militärstützpunkte befinden. Dabei wurden vereinzelt auch wichtige Energieeinrichtungen getroffen, etwa Katars Anlagen zur Herstellung und Verschiffung von Flüssiggas oder Ölanlagen in Kuwait. Die Luftabwehr der Golfstaaten konnte bislang viele ballistische Raketen des Irans abschießen – zuletzt wuchs aber die Sorge, dass die Vorräte an Luftabwehrraketen insbesondere für das Patriot-System zur Neige gehen könnten. Auch die US-Bestände sind Medienberichten zufolge inzwischen deutlich geschrumpft. Zudem kontrolliert der Iran auch weiterhin die Straße von Hormus, die normalerweise eine wichtige Route für den Export von Öl und Flüssiggas aus den Golfstaaten ist. Das US-Militär hat inzwischen als Druckmittel seine Seeblockade erneuert, um wiederum den Iran von Einnahmen aus dem Export von Rohöl abzuschneiden. In der Straße von Hormus wurde vor der Küste des Omans erneut ein Tanker angegriffen. Er sei von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, das Schäden am Maschinenraum verursacht habe, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Es gebe keine Verletzten oder Umweltschäden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 20 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Lima. Israelischer Iran-Experte: „Gibt keine militärische Wunderwaffe“ Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb auf X, auch Angriffe auf Irans zivile und wirtschaftliche Infrastruktur dürften die Machthaber in Teheran nicht zum Einlenken bewegen. Mit Blick auf mögliche Gegenangriffe auf Ziele in den Golfstaaten schrieb er weiter: „Iran wird sicherlich heftige wirtschaftliche Schäden erleiden, aber es ist genauso wahrscheinlich, dass der Iran im Gegenzug die Kosten für seine Gegner erhöhen wird.“ Auch werde der Iran als Druckmittel die Straße von Hormus weiter kontrollieren und über seine Verbündeten im Jemen, die Huthi-Miliz, den Druck auf die Meerenge Bab al-Mandab am Eingang des Roten Meeres verstärken. „Es gibt keine militärische Wunderwaffe für die Herausforderung, die der Iran darstellt“, schrieb Citrinowicz. Bei einer Kabinettsitzung auf dem Landsitz Camp David am Freitag sprach Trump von weiteren Angriffen auf den Iran. „Wir werden sie sehr hart treffen“, sagte er, ohne einen zeitlichen Rahmen dafür zu nennen. „Wissen Sie, irgendwann werden sie es nicht mehr aushalten können.“ Der Iran hätte nach den bisherigen Angriffen noch etwas militärische Kapazitäten, bald jedoch nicht mehr, sagte Trump. Mit Blick auf diplomatische Bemühungen zur Beilegung des Kriegs gab Trump sich frustriert. Die Iraner hielten sich oft nicht an das Verabredete und würden Gesprächsinhalte öffentlich falsch darstellen, kritisierte er erneut. „Alles, was sie tun, ist, mich wütend zu machen.“

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1. August
Handelsblatt

Lage im Überblick: Trump erwägt neue Angriffe - Iran droht mit Gegenschlägen

Lage im Überblick: Trump erwägt neue Angriffe - Iran droht mit Gegenschlägen Washington/Teheran. Die USA stehen US-Medienberichten zufolge kurz vor dem Beginn einer der größten Angriffswellen auf den Iran. Diese könnten bereits an diesem Wochenende starten und auch iranische Infrastruktur oder Energieanlagen zum Ziel haben, berichtete etwa CBS News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Auch Israel könne dabei wieder in den Krieg einsteigen. Das „Wall Street Journal“ berichtete, Trump habe bereits neue und mehrtägige Angriffe befohlen, könnte seine Meinung aber noch bis zur letzten Minute ändern. Angesichts der Medienberichte drohte der Iran umgehend mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die USA müssten sich bewusst sein, dass Energieanlagen von weltweiter Bedeutung in Saudi-Arabien und in Katar innerhalb der Reichweite iranischer Raketen lägen, hieß es bei Fars weiter. Auch Anlagen in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden genannt. Es gebe einen umfassenden Plan für Gegenschläge, zitierte Tasnim einen ranghohen iranischen Sicherheitsbeamten. Irans Militär habe bereits zuvor demonstriert, dass es die Fähigkeit und die Entschlossenheit für Gegenangriffe habe. Die Berichten zufolge geplanten amerikanisch-israelischen Angriffe auch auf Infrastrukturziele im Iran seien ein Akt des Wahnsinns. Iran zielt auf Öl- und Gasanlagen Teheran hat seit Kriegsbeginn Ende Februar als Reaktion auf US-Angriffe immer wieder mit Raketen und Drohnen Ziele in den Golfstaaten angegriffen, in denen sich US-Militärstützpunkte befinden. Dabei wurden vereinzelt auch wichtige Energieeinrichtungen getroffen, etwa Katars Anlagen zur Herstellung und Verschiffung von Flüssiggas oder Ölanlagen in Kuwait. Die Luftabwehr der Golfstaaten konnte bislang viele ballistische Raketen des Irans abschießen - zuletzt wuchs aber die Sorge, dass die Vorräte an Luftabwehrraketen insbesondere für das Patriot-System zur Neige gehen könnten. Auch die US-Bestände sind Medienberichten zufolge inzwischen deutlich geschrumpft. Sollten dem Iran neue Schläge auf die Energieinfrastruktur der Golfstaaten gelingen, dürften die Weltmarkpreise für Öl und Gas weiter steigen, was Teheran als Druckmittel gegen Trump nutzt. Dessen Republikaner müssen sich in gut drei Monaten bei den Zwischenwahlen zum US-Kongress den Wählern stellen. Tanker vor Oman angegriffen - Maschinenraum beschädigt Zudem kontrolliert der Iran auch weiterhin die Straße von Hormus, die normalerweise eine wichtige Route für den Export von Öl und Flüssiggas aus den Golfstaaten ist. Das US-Militär hat inzwischen als Druckmittel seine Seeblockade erneuert, um wiederum den Iran von Einnahmen aus dem Export von Rohöl abzuschneiden. In der Straße von Hormus wurde vor der Küste des Omans erneut ein Tanker angegriffen. Er sei von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, das Schäden am Maschinenraum verursacht habe, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Es gebe keine Verletzten oder Umweltschäden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 20 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Lima. Experte: Auch neue Angriffe dürften Iran nicht in die Knie zwingen Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb auf X, auch neue US-Angriffe auf Irans zivile und wirtschaftliche Infrastruktur dürften die Machthaber in Teheran nicht zum Einlenken bewegen. Mit Blick auf mögliche Gegenangriffe auf Ziele in den Golfstaaten schrieb er weiter: „Iran wird sicherlich heftige wirtschaftliche Schäden erleiden, aber es ist genauso wahrscheinlich, dass der Iran im Gegenzug die Kosten für seine Gegner erhöhen wird.“ Auch werde der Iran als Druckmittel die Straße von Hormus weiter kontrollieren und über seine Verbündeten im Jemen, die Huthi-Miliz, den Druck auf die Meerenge Bab al-Mandab am Eingang des Roten Meeres verstärken. „Es gibt keine militärische Wunderwaffe für die Herausforderung, die der Iran darstellt“, schrieb Citrinowicz. Trump kündigt weitere Angriffe an Trump hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, der Konflikt werde nur wenige Wochen dauern. Inzwischen geht der Konflikt in den sechsten Monat und eine Lösung scheint so wenig in Sicht wie fallende Öl- und Gaspreise. Verwandte Themen Bei einer Kabinettsitzung auf dem Landsitz Camp David am Freitag sprach Trump bereits von weiteren Angriffen auf den Iran. „Wir werden sie sehr hart treffen“, sagte er, ohne einen zeitlichen Rahmen dafür zu nennen. „Wissen Sie, irgendwann werden sie es nicht mehr aushalten können.“ Der Iran hätte nach den bisherigen Angriffen noch etwas militärische Kapazitäten, bald jedoch nicht mehr, sagte Trump. Mit Blick auf diplomatische Bemühungen zur Beilegung des Kriegs gab Trump sich frustriert. Die Iraner hielten sich oft nicht an das Verabredete und würden Gesprächsinhalte öffentlich falsch darstellen, kritisierte er erneut. „Alles, was sie tun, ist, mich wütend zu machen.“ Seit Wochen sind bei den Vermittlungsbemühungen zwischen Washington und Teheran zumindest öffentlich keine Fortschritte zu erkennen. Ein im Juni abgeschlossenes Rahmenabkommen der Kriegsparteien sorgte nicht lange für eine Feuerpause. Die US-Regierung will unter anderem eine Wiederöffnung der Straße von Hormus für die internationale Schifffahrt erreichen und sicherstellen, dass der Iran keine Atombomben herstellen kann.

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1. August
Handelsblatt

Nahost: Iran warnt USA vor neuen Angriffen - droht mit Gegenschlägen

Nahost: Iran warnt USA vor neuen Angriffen - droht mit Gegenschlägen Teheran. Angesichts von US-Medienberichten über einen geplanten neuen Großangriff auf Ziele im Iran droht Teheran mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die USA müssten sich bewusst sein, dass Energieanlagen von weltweiter Bedeutung in Saudi-Arabien und in Katar innerhalb der Reichweite iranischer Raketen lägen, hieß es bei Fars weiter. Auch Anlagen in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden genannt. Es gebe einen umfassenden Plan für Gegenschläge, zitierte Tasnim einen ranghohen iranischen Sicherheitsbeamten. Irans Militär habe bereits zuvor demonstriert, dass es die Fähigkeit und die Entschlossenheit für Gegenangriffe habe. Die Berichten zufolge geplanten amerikanisch-israelische Angriffe auch auf Infrastrukturziele im Iran seien ein Akt des Wahnsinns. Kurz zuvor hatten US-Medien berichtet, dass Präsident Donald Trump bereits an diesem Wochenende neue Angriffe auf Ziele im Iran erwäge. Das berichteten etwa der US-Sender CBS News und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dem CBS-Bericht zufolge könnte dabei auch Israel wieder in den Krieg einsteigen. Laut der Nachrichtenseite „Axios“ könnten die neuen Attacken Irans Energieinfrastruktur ins Visier nehmen. Eine finale Entscheidung habe Trump noch nicht getroffen, hieß es. Am Freitag hatte auch Trump neue Angriffe auf den Iran angekündigt. „Wir werden sie sehr hart treffen“, sagte er bei einer Kabinettsitzung.

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