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Donnerstag, 30. Juli 2026
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Dax aktuell: „Der Fels in der Brandung“: Dax verteidigt seine jüngsten Gewinne – Symrise größter Gewinner

Medienspektrum

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30. Juli
Handelsblatt

Dax aktuell: „Der Fels in der Brandung“ – Dax verteidigt seine jüngsten Gewinne

„Fels in der Brandung“ – Dax hält seine jüngsten Gewinne Während der gesamten Woche hält sich der Dax oberhalb der Marke von 25.000 Punkten. Das lässt sich als Zeichen der Stabilität deuten, erst recht im Hinblick auf die jüngsten Kursturbulenzen an den asiatischen Märkten und die Verluste an der Wall Street am Mittwoch. Hinzu kommt die Befürchtung einer erneuten Eskalation im Iran-Krieg. Das US-Militär griff nach eigenen Angaben erneut iranische Ziele an. Sie begründet dies als Reaktion auf den Angriff des Iran auf amerikanische Streitkräfte am Vortag. Die Ankündigung dieser Reaktion hatte die Ölpreise am Mittwoch deutlich ansteigen lassen. Die kurzfristige Reaktion am Donnerstag fällt daher etwas gemäßigter aus. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostet 92,50 Dollar, ein Plus von knapp zwei Prozent. Sollte sich der Dax oberhalb von 25.000 Zählern etablieren, ist die nächste, wichtige Hürde aus Sicht der Charttechnik bei 25.500 Punkten, sagt der Experte Martin Utschneider von Robomarkets. Dieses Niveau hat der Leitindex zuletzt nicht nachhaltig überwinden können. „Solange dem Dax kein überzeugender Schlusskurs oberhalb dieser Marke gelingt, ist mit einer Fortsetzung der Konsolidierung beziehungsweise einem erneuten Rücklauf zu den tiefer liegenden Unterstützungen zu rechnen“, sagt Utschneider. Anlegerinnen und Anleger müssen derzeit eine Vielzahl von Impulsen verarbeiten. Sowohl in Europa als auch in den USA öffnen zahlreiche Firmen ihre Bücher. Hinzu kommen wichtige Notenbankentscheide und viel beachtete Konjunkturdaten, etwa zum Bruttoinlandsprodukt und zur Inflationsentwicklung. Am gestrigen Mittwoch sendeten Quartalsabschlüsse von Microsoft Nach Handelsschluss legen in den USA Apple und Amazon ihre Zahlen vor. Anleger werden hier besonders auf die Entwicklung der Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) achten. Hierzulande lag der Fokus der Investoren unter anderem auf der Vorlage folgender Bilanzen: - BMW: Der Gewinn des Münchener Autobauers BMWist in den ersten sechs Monaten des Jahres stark gefallen. Die Papiere legen leicht zu. - Adidas: Der Sportartikelhersteller hat die Umsatzprognose leicht angehoben und profitiert unter anderem von den Entwicklungen durch die Fußball-WM. Das reicht Anlegern aber nicht aus. Die Papiere brechen um 17 Prozent ein. Es droht der schwächste Tag seit 2014. - Symrise: Der Duft- und Aromenhersteller Symrise ist nach einem schwachen Jahresstart im zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Anleger honorieren das mit einem Zuwachs von sechs Prozent, was Symrise die Dax-Spitze beschert. Anleger blicken auf Konjunkturdaten Vorsichtigen Optimismus gibt es von konjunktureller Seite. Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Juni um 0,2 Prozent zum Vorquartal, zeigen am Donnerstag veröffentlichte Daten. Das Mini-Wachstum lag noch oberhalb der Erwartungen und ist das dritte in Folge. Später am Tage gibt es auch frische Preisdaten. Um 14:00 Uhr veröffentlicht das Statistische Bundesamt die erste Schätzung der Inflation im Juli. Nach dem Rückgang auf 2,3 Prozent im Juni dürfte der Preisdruck nach Einschätzung von Volkswirten gestiegen sein. Grund sind die höheren Energiepreise und der ausgelaufene Tankrabatt. Es folgt zudem der sogenannte PCE-Index in den USA. Dieser ist das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Der Index misst, wie viel private Haushalte in den USA tatsächlich für Waren und Dienstleistungen ausgeben – und wie sich diese Preise verändern. Anders als der Verbraucherpreisindex (CPI), der als offizielle US-Inflationsrate gilt, berücksichtigt der PCE auch Ausgaben, die nicht direkt von den Haushalten bezahlt werden, etwa Krankenversicherungsleistungen des Arbeitgebers. Anleihemärkte reagieren auf Fed-Sitzung Mit Blick auf die Inflationsdaten dürfte auch die Zinssitzung der Fed vom gestrigen Mittwoch wichtig bleiben. Die Notenbank Fed beließ dann ihren Leitzins erwartungsgemäß unverändert in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Die Aussagen der US-Notenbank zum Zinsentscheid haben die Anleger am Aktienmarkt in den USA mit deutlichen Verlusten quittiert. „Selbst die ausbleibende Zinsanhebung durch die amerikanische Notenbank kann nicht für neue Euphorie sorgen, weil man davon ausgeht, dass das Stillhalten der Geldpolitiker nur vorläufig sein wird“, sagt der Marktexperte Jochen Stanzl. Eine Zinsanhebung durch die Fed später im Jahr wird immer wahrscheinlicher. Mehr als die Hälfte der Marktteilnehmer rechnet laut CME Fedwatchtool mit einer Zinsanhebung bei der nächsten Notenbanksitzung im September. Verwandte Themen Die Entscheidung der Notenbank, die Zinsen erneut unverändert zu lassen, traf den Anleihemarkt hart: Die Kurse fielen deutlich, spiegelbildlich zogen die Renditen an. Die Verzinsung 30-jähriger US-Staatsanleihen stieg nach der Pressekonferenz auf bis zu 5,23 Prozent. Das ist der höchste Stand seit 2007. Die zehnjährige Referenzanleihe rentierte mit bis zu 4,7 Prozent. Die Bondmärkte hielten einen Zinsschritt angesichts hoher Inflation für längst überfällig, betont Stanzl. „Die fallenden Anleihekurse signalisieren ein wachsendes Misstrauen gegenüber der Fähigkeit und Bereitschaft von Fed-Chef Kevin Warsh, seinen Worten auch Taten folgen zu lassen und nun wirklich entschieden die Zinsen zu erhöhen“, sagte Stanzl. Mit Material der Nachrichtenagentur Reuters

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28. Juli
Tagesschau

Marktbericht: DAX-Rekord bleibt in Reichweite

Kursgewinne erwartet DAX-Rekord bleibt in Reichweite Die weiter sinkenden Rohstoffpreise könnten heute für eine freundliche Stimmung am Aktienmarkt sorgen. Der DAX dürfte sich weiter seinem Rekordhoch nähern. Im Blick stehen die Zahlen von Mercedes-Benz. Der DAX dürfte sich heute weiter dem Rekordhoch von vor drei Wochen bei 25.900 Zählern annähern. Der Broker IG taxierte das Börsenbarometer vor dem Xetra-Start rund 0,3 Prozent höher auf 25.445 Punkte. Gestern war der deutsche Leitindex mit einem Plus von einem Prozent auf 25.361 Punkten aus dem Handel gegangen. Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hatte zum Wochenstart die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten aufgehellt. Vor allem der sinkende Ölpreis weckte die Zuversicht der Investoren. Der Preisverfall setzt sich heute fort: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich im asiatischen Handel um 1,6 Prozent auf 86,91 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 1,9 Prozent schwächer bei 81,02 Dollar. "Mit dem Rückgang des Ölpreises verlagert sich der Fokus der Märkte auf die US-Notenbank Fed und die anstehenden Zahlen großer Technologiekonzerne", sagte Daniela Hathorn, Analystin beim Online-Broker capital.com. "Entscheidend wird nun, ob die Inflation weiter nachlässt und die hohen KI-Investitionen sich in nachhaltige Erträge übersetzen lassen." In dieser Woche werden Schwergewichte wie Microsoft, Amazon, Meta und Apple ihre Quartalszahlen vorlegen. In der vergangenen Woche hatten hohe KI-Investitionen bei Tesla und der Google-Mutter Alphabet die Anleger ernüchtert. Vor den Zahlen herrschte an der Wall Street deshalb gestern Zurückhaltung: Der Dow Jones schloss 0,5 Prozent höher auf 52.210 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 trat mit einem minimalen Plus bei 7.413 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,2 Prozent auf 24.932 Punkte nach. Außerdem haben die Anleger schon den Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch im Blick. Händlern zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt bei 38 Prozent. "Die Finanzmärkte halten eine Zinserhöhung bereits im Juli für möglich, rechnen aber eher im September mit einem echten Kurswechsel. Dann liegen der Fed mehr verlässliche Wirtschaftsdaten vor", kommentiert Kevin Thozet, Marktexperte bei Carmignac. Die Sorgen über die riesigen Finanzierungskosten des KI-Booms belasten derzeit auch Asiens Börsen. Ein Ausverkauf bei Chipherstellern lässt den südkoreanischen Leitindex Kospi zeitweise um mehr als neun Prozent abstürzen. In Seoul wurde der Handel wegen der heftigen Kursverluste für 20 Minuten ausgesetzt. Der japanische Nikkei-Index fällt um mehr als vier Prozent. Die Aktien der südkoreanischen Speicherchip-Hersteller Samsung Electronics und SK Hynix verloren rund 13 Prozent. Beide Unternehmen haben seit ihren Rekordständen im vergangenen Monat fast die Hälfte ihres Börsenwerts eingebüßt. Am deutschen Aktienmarkt stehen die Quartalszahlen von Mercedes-Benz im Blickpunkt. Der Autobauer hat das operative Ergebnis gegenüber dem schwachen Vorjahreswert gesteigert. Von April bis Juni legte das Betriebsergebnis um 21,5 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro zu, nach einem Einbruch um zwei Drittel vor Jahresfrist. Der Umsatz sank trotz eines erneuten Absatzeinbruchs in China nur leicht um 3,3 Prozent auf 32 Milliarden Euro. Der DAX-Konzern wolle im zweiten Halbjahr Kosten und Produktivität weiter verbessern, erklärte Konzernchef Ola Källenius.

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27. Juli
Handelsblatt

Dax-Sentiment: Börsenlage verbessert sich – „Es ist wieder an der Zeit, sich über Zukäufe Gedanken zu machen“

Dax: „Über Zukäufe Gedanken machen“ – Börsenlage verbessert sich Düsseldorf. Am deutschen Aktienmarkt nähert sich der Dax Auslöser für den Kursanstieg ist die Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten. Das vorläufige Ende der tagelangen Angriffe der USA auf den Iran lässt die Energiepreise fallen. Hält die Entwicklung an, könnte der Dax noch weiter steigen, zeigt die Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment. Dafür befragt das Handelsblatt jeden Freitagmorgen bis Samstagabend mehr als 10.000 Privatanlegerinnen und -anleger nach ihrer aktuellen Markteinschätzung. Die Antworten wertet Stephan Heibel, Geschäftsführer des Analysehauses AnimusX, aus und ergänzt sie um weitere Indikatoren. Die aktuelle Umfrage zeigt, dass sich die Anlegerstimmung immer noch im negativen Bereich befindet. Sie verbessert sich von minus 3,5 Punkten in der Vorwoche auf lediglich minus 2,8 Punkte. Extremwerte starten bei minus vier Zählern. Das zeigt, dass nur wenige Anleger mit einem kurzfristigen Aufwärtstrend rechnen. Steigen die Kurse überraschend, müssen sie ihre Positionen überdenken. Weitere Käufe können die Kurse dann noch weiter nach oben treiben. Auch die Verunsicherung nimmt nur leicht ab. Sie verbessert sich von minus 4,9 auf minus 3,4 Punkte. Sie wird gemessen, indem die Umfrageteilnehmer angeben, ob sich in der vergangenen Woche ihre Erwartungen erfüllt haben. Dass mehr als die Hälfte der Anleger angibt, dass sich ihre Erwartungen kaum oder gar nicht erfüllt haben, unterstreicht die negative Einschätzung der aktuellen Situation. Denn das bedeutet, dass die Anleger von dem Kursplus von 1,1 Prozent, das der Dax in der vergangenen Woche erzielte, überrascht wurden. „Die KI-Rally, die in den vergangenen Monaten auch den S&P 500 mit nach oben zog, drückte den Index nun nach unten. Den Dax erreicht das aber nicht, weil er kaum KI-Werte enthält“, sagt Heibel. Weil das Thema KI die meiste Öffentlichkeit bekomme, dominierten auch in der Wahrnehmung die Verluste von KI-Aktien, während die Erfolge von Versorgern, Pharmakonzernen und Finanztiteln kaum Berücksichtigung fänden. Anleger sichern sich über Put-Optionen ab Diese kurzfristige Skepsis zeigt sich auch am Terminmarkt. Daten der Börse Stuttgart zeigen, dass Privatanleger dort vornehmlich Put-Optionen kaufen, die bei fallenden Kursen am Aktienmarkt im Wert steigen. „Absicherungen sind gefragt, um sich gegen den nächsten Ausverkauf, vielleicht gegen das finale Crescendo der aktuellen KI-Korrektur, abzusichern“, sagt Heibel. Auch institutionelle Anleger greifen zu Put-Absicherungen statt zu Call-Optionen, mit denen sie von steigenden Kursen profitieren könnten. Das zeigen Daten der europäischen Terminbörse Eurex. „Das Put/Call-Verhältnis für den Dax steigt auf 2,8 und notiert damit bereits im Extrembereich“, sagt der Sentiment-Experte. Immerhin bleiben Anleger mittelfristig moderat zuversichtlich. Der dazugehörige Wert notiert erneut bei 1,3 Punkten. Er wird ermittelt, indem Anleger angeben, welche Marktphase sie in drei Monaten erwarten. Je optimistischer sich die Befragten dort äußern, desto höher ist der Zuversichtswert. Die Kaufbereitschaft steigt sogar leicht wieder an. Von 0,7 Punkten geht es auf 1,2 Punkte aufwärts. Für die kommenden Tage ist das eine konstruktive Ausgangslage, erklärt Heibel: „Bezüglich der künftigen Entwicklung haben Anleger alle Sicherheitsmechanismen aktiviert, die ihnen verfügbar sind. Es hat den Anschein, als seien sich alle Anleger einig, dass der Ausverkauf im KI-Sektor böse enden muss.“ Genau das spreche gegen eine solche Entwicklung. „Nach der Sentiment-Theorie, die in der Anlegerstimmung einen Kontraindikator sieht, dürfte nun also genau das nicht passieren“, sagt der AnimusX-Geschäftsführer. Viele KI-Aktien sind günstiger geworden Denn wenn Anleger sich bereits auf fallende Kurse vorbereitet haben, ist ein erheblicher Pessimismus in den Kursen enthalten. Dadurch könnte ein Abverkauf „entweder früher enden als erwartet oder sich länger und ohne heftige Verluste hinziehen“. Heibels Fazit lautet daher: „Die Sentiment-Daten signalisieren, dass es nun wieder an der Zeit ist, sich über Zukäufe Gedanken zu machen.“ Viele KI-Aktien seien inzwischen wieder günstiger geworden. Aber auch die Aktien anderer Segmente seien nicht überteuert. „Ich möchte daher nicht ausschließen, dass sich Anleger in diesem Sommer frühzeitig für eine erwartete Herbstrally positionieren“, sagt Heibel. Die Entwicklung am Montag zeigt zumindest schon einmal eine gewisse Kaufbereitschaft. Verwandte Themen Sie wollen an der Umfrage teilnehmen? Dann lassen Sie sich automatisch über den Start der Sentimentumfrage informieren und melden Sie sich für den Dax-Sentiment-Newsletter an

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27. Juli
Handelsblatt

Dax aktuell: Dax erreicht den höchsten Stand seit fast drei Wochen

Dax erreicht den höchsten Stand seit fast drei Wochen Seit mehreren Wochen pendelt der Leitindex mehr oder minder um das runde Niveau. Geht es deutlich über 25.000 Zähler, setzen Gewinnmitnahmen ein. Fällt der Dax deutlich darunter, setzt regelmäßig neues Kaufinteresse ein, das die Kurse stabilisiert. Für neuen Optimismus sorgt die Tatsache, dass die USA über das Wochenende ihre Angriffe auf den Iran nach 13 Nächten in Folge eingestellt haben. Auch aus Teheran wurden keine Attacken auf Nachbarländer bekannt. Dem US-Fernsehsender CBS zufolge sind Vermittler des Omans zu Gesprächen in die iranische Hauptstadt gereist. Das sorgt für etwas Entspannung bei den Energiepreisen. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent zur Lieferung im September lag am Montagvormittag knapp fünf Prozent tiefer an der Marke von 92 Dollar pro Barrel. Auch Öl der US-Sorte WTI Da Europa unter dem Strich Energie importiert, schlagen die hohen Preise unmittelbar auf die Inflation durch. Das lässt die Sorgen vor einem Preisschock wieder aufflammen. Die Europäische Zentralbank (EZB) und auch die anderen westlichen Notenbanken wollen unbedingt verhindern, dass sich die hohen Preise in der Breite festsetzen. In Erwartung, dass die EZB deshalb im Laufe des Jahres die Zinsen weiter anhebt, hatten die Anleiherenditen in Europa mehrjährige Höchststände erreicht. Spiegelbildlich sind die Anleihekurse gefallen. Zum Ende der vergangenen Woche hatte der Aufwärtsdruck der Renditen bereits etwas nachgelassen. Verwandte Themen Durch den Rückgang der Energiepreise geht es am Montag bei den Renditen wieder nach unten. Die Verzinsung zehnjähriger Bundesbonds liegt mit 3,14 Prozent etwa sieben Basispunkte unter dem Hoch der Vorwoche. Die Rendite der italienischen und französischen Anleihen liegt wieder knapp unter der Marke von vier Prozent. Mehr in Kürze.

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27. Juli
Tagesschau

Marktbericht: Angriffspause dürfte DAX stützen

Kursgewinne erwartet Angriffspause dürfte DAX stützen Die Angriffspause im Nahen Osten nährt die Hoffnung auf eine Deeskalation. Auch die Ölpreise geben deutlich nach. Der DAX könnte deutlich zulegen, aber erfahrungsgemäß bleibt die Lage fragil. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex DAX vor dem Xetra-Start ein knappes Prozent höher auf 25.325 Punkten. Damit winkt der höchste Stand seit drei Wochen. Am vergangenen Freitag war der DAX mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 25.099 Punkten aus dem Handel gegangen. Auf Wochensicht hatte er 1,1 Prozent zugelegt. In der neuen Börsenwoche werde die Berichtssaison im Nahen Osten und die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve nach Einschätzung von Marktbeobachtern den Handel bestimmen. Zumindest was die aktuellen Inflationssorgen betrifft, gibt es positive Nachrichten - der Ölmarkt sendet Entspannungssignale. Nach dem Ende der 13tägigen US-Angriffsserie im Iran hat der Ölpreis zu Wochenbeginn deutlich nachgegeben. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent lag bei ungefähr 92 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und damit mehr als fünf Prozent im Minus. Zeitweise hatten die Notierungen über 100 Dollar gelegen. Der Gaspreis sackte sogar um neun Prozent ab. Die Angriffspause "nährt die Hoffnung auf Frieden", schrieb Analyst Thomas Altmann von QC Partners. Und das komme an den Börsen gut an. Die zweite Nacht in Folge ohne Angriffe bringe ein Stück Zuversicht und Optimismus zurück. Die sinkenden Ölpreise haben auch Auswirkungen auf die Inflationserwartungen. In dieser Woche steht der Zinsentscheid der Fed an. Die Commerzbank-Ökonomen um Chefvolkswirt Jörg Krämer gehen davon aus, dass die Währungshüter am Mittwoch zunächst die Füße still halten und die Zinsen unverändert lassen werden. Höhere Zinsen sind negativ für den Aktienmarkt. Anleger können sich dann nach besseren Anlagealternativen mit geringerem Risiko umschauen. Außerdem bedeuten steigende Zinsen höhere Kreditkosten für Unternehmen und Verbraucher. Die Berichtssaison nimmt derweil immer mehr Fahrt auf. Nach dem enttäuschenden Quartal von Volkswagen schauen die Anleger auf die anderen deutschen Autobauer Mercedes-Benz und BMW, die ihre Berichte am Dienstag beziehungsweise Donnerstag vorlegen. Zur Wochenmitte stehen die Zahlen der Deutschen Bank und des Chemiekonzerns BASF auf dem Programm. In den USA stehen in dieser Woche Technologiewerte auf der Liste. Am Mittwoch werden Microsoft und Meta sowie am Donnerstag Apple über ihre Geschäftsentwicklung berichten. Investoren werden dabei erneut auf potenzielle Ankündigungen weiterer Investitionen in Milliardenhöhe in Künstliche Intelligenz (KI) achten. Diese können die Aktienkurse mitunter deutlich belasten und ein starkes Abschneiden im Quartal in den Hintergrund drängen. Dass die Hoffnung auf eine Deeskalation des Konflikts im Nahen Osten erfahrungsgemäß trügerisch sein könnte, zeigen die vorsichtigen Reaktionen an den asiatischen Aktienmärkten. Der japanische Leitindex Nikkei legt nur leicht zu der Kospi in Südkorea ebenfalls. In den USA legen die S&P-500-Futures dagegen um 0,7 Prozent zu, während die Nasdaq-Futures um 1,1 Prozent zulegten.

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