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Sonntag, 12. Juli 2026
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Lindsey Graham verstorben: Ein Republikaner alter Schule

Medienspektrum

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12. Juli
taz (Öko & Co)

Lindsey Graham verstorben: Ein Republikaner alter Schule

Lindsey Graham verstorben: Ein Republikaner alter Schule Mit 71 Jahren ist der einflussreiche republikanische Senator Lindsey Graham verstorben. Für US-Präsident Trump war er Freund und Feind zugleich. Als Lindsey Graham während des Präsidentschaftswahlkampfs 2024 bei einer Kundgebung in seinem Heimatstaat South Carolina für Donald Trump werben wollte, wurde seine Rede von Trumps Anhängern durch laute Buhrufe erstickt. Trump selbst musste intervenieren, in dem er auf die Bühne trat und Graham verteidigte: „Er ist einer der Guten“, sagte Trump seiner MAGA-Gefolgschaft. „Wir brauchen ihn, um die liberalen Stimmern zu holen.“ Der Augenblick charakterisiert trefflich das Verhältnis zwischen Trump und dem altgedienten und einflussreichen republikanischen Senator, der am vergangenen Samstag im Alter von71 Jahren an plötzlichem Herzversagen starb. Das New York Magazine nannte die beiden einmal „Frenemies“ – eine Mischung aus Freund und Feind. Trump brauchte Graham und umgekehrt. Wirklich warm miteinander wurden die beiden jedoch nie. Graham, der als Sohn eines Barbesitzers im ländlichen South Carolina aufwuchs und Jurist wurde, war eines prominentesten Gesichter der republikanischen Partei. Er wurde bereits 1994 ins Repräsentantenhaus gewählt, seit 2002 vertritt er seinen Staat, einen klassischen „roten“ Staat, im Senat. Und auch bei der anstehenden Senatswahl im kommenden November galt er wieder als sichere Bank für seine Partei. Er gewann die Vorwahlen überlegen und lag in allen Umfragen vor seiner demokratischen Herausforderin Annie Andrews. Dabei war Lindsey Graham ein Republikaner alter Schule. Er war immer einer, der bereit war, mit den Kollegen der anderen Seite zu reden. In seiner Arbeit im Rechtsausschuss und im Haushaltsausschuss konnten die Demokraten bis zu Trumps Amtsantritt 2016 darauf zählen, dass man mit ihm verhandeln kann. Einer seiner engsten Freunde und Verbündeten im Parlament war John McCain, der 2008 gegen Barack Obama antrat und der sich zum Teil gegen den Widerstand der Partei stets darum bemühte, den Wahlkampf zivilisiert zu halten. Plötzlicher Verbündeter Noch 2016, als Graham selbst gegen Trump antrat, nannte er diesen einen „rassistischen, verlogenen, fremdenfeindlichen Heuchler“. Eine seiner Positionen war eine sinnvolle Einwanderungspolitik, die dem Bedarf der USA an fremder Arbeitskraft Rechnung trägt. „Wenn wir nicht, wie der oberste Bundesrichter Strom Thurmond, noch mit 67 bereit sind, Kinder zu zeugen, brauchen wir ein vernünftiges Einwanderungsgesetz“, witzelte er im Wahlkampf. Nach Trumps Wahlsieg wurde Graham jedoch plötzlich zu einem engen Verbündeten von Trump. Die beiden wurden regelmäßige Golfpartner, und Graham nannte Trump mehrfach den „einzigen Mann, der dieses Land retten kann“. Im Senat wurde Graham zu einem von Trumps wichtigsten Verbündeten. Er half ihm, im Rechtsausschuss Hunderte von Richterposten mit Trump Anhängern zu besetzen. Er war der feurigste Verteidiger des obersten Bundesrichters Brett Kavanaugh, der vor seiner Nominierung der sexuellen Gewalt gegen mehrere Frauen beschuldigt wurde. Und er half Trump mehrfach, seinen Haushalt gegen demokratische Widerstände durchzuboxen. Trotzdem wurde das Verhältnis noch einmal brüchig. Als Trump 2020 den Wahlsieg von Joe Biden nicht akzeptieren wollte, distanzierte sich Graham von ihm und kritisierte lautstark die Attacke auf das Kapitol am 6. Januar 2021. Nachdem Trump 2024 wiedergewählt wurde, schien das alles jedoch wieder vergessen zu sein. Außenpolitische Positionen Zuletzt tat sich Graham entgegen von Trumps „America First“-Politik als Befürworter amerikanischer militärischer Interventionen hervor. Er machte sich für die Unterstützung der Ukraine stark und hatte schon lange ein militärisches Vorgehen im Iran propagiert. Sowohl Wolodymyr Selenskyj als auch Benjamin Netanjahu gehörten deshalb auch zu den ersten Kondolanten. Nachdem Mitch McConnell wegen gesundheitlicher Probleme seit Wochen abgetaucht ist, ist Grahams Senatssitz nun vermutlich der zweite republikanische Sitz, der noch vor der Zwischenwahl vakant wird. Die Hoffnung, dass eine DemokratIn ihn beerben könne, ist in South Carolina jedoch gering. 50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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12. Juli
Handelsblatt

Trump-Verbündeter: US-Senator und Trump-Freund Graham ist tot

Trump-Verbündeter: US-Senator und Trump-Freund Graham ist tot Washington. Der langjährige republikanische Senator und Trump-Verbündete Lindsey Graham ist tot. Er sei am Samstagabend nach kurzer und schwerer Krankheit gestorben, war auf seinen Profilen auf X und Facebook Wie überraschend sein Tod kam, macht nicht zuletzt sein voller Terminkalender deutlich. Gerade schüttelte er noch dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew die Hand, für Sonntag war ein Interview im US-Fernsehen geplant. Bei den wichtigen Zwischenwahlen im November wollte er für eine fünfte Amtszeit im Senat antreten. US-Präsident Donald Trump hatte ihm dafür seine „uneingeschränkte und volle Unterstützung“ ausgesprochen. Trump: „einer der großartigsten Menschen“ „Senator Lindsey Graham, einer der großartigsten Menschen und Senatoren, die ich je gekannt habe, ist gestorben!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, kurz nachdem sich die Nachricht in der US-Nacht verbreitet hatte. „Er war immer am Arbeiten und war ein wahrer amerikanischer Patriot. Lindsey wird uns sehr fehlen!!!“ Zu Ehren des verstorbenen Senators sollen die US-Flaggen Trump zufolge bis Samstag auf halbmast gesetzt werden. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich betroffen. Graham sei ein echter Freund und Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis gewesen, schrieb der CDU-Politiker in Englisch auf X. „I will miss him.“ („Ich werde ihn vermissen“), fügte Merz hinzu. Graham vertrat den US-Bundesstaat South Carolina ab Mitte der 90er Jahre zunächst im Repräsentantenhaus. 2003 begann seine erste Amtszeit als Senator. Er galt als erfahrener Außenpolitiker und beschäftigte sich bis zuletzt mit den großen Konfliktherden. Vor wenigen Tagen konnte er der Ukraine die Botschaft überbringen, dass das Weiße Haus ein neues Sanktionsgesetz unterstütze. Im Iran sprach er sich für einen Machtwechsel aus. Merz lobte Graham in dem Zusammenhang bei der Münchner Sicherheitskonferenz, „weil er gesagt hat, dass dieses Regime verschwinden muss“. „Konservativer Problemlöser“ Mit welchem Selbstverständnis Graham Politik gemacht hat, wird direkt im ersten Satz zu seiner Biografie auf seiner Webseite deutlich. „Lindsey Graham hat sich den Ruf als konservativer Problemlöser und als einer der entschiedensten Verfechter einer starken Landesverteidigung erworben“, heißt es dort. Graham sicherte sich 2002 erstmals einen Sitz im Senat und gewann die Wiederwahlen in den Jahren 2008, 2014 und 2020. Zuletzt war er der Vorsitzende des Haushaltsausschusses in der Kongresskammer. Von Trumps Kritiker zum guten Freund „Auf beruflicher Ebene bin ich stolz darauf, von Anfang an dabei gewesen zu sein, als Präsident Trump - allein durch seine Willenskraft - das größte politische Comeback in der amerikanischen Geschichte geschafft hat“, schrieb Graham im vergangenen Jahr auf der Plattform X. „Auf persönlicher Ebene schätze ich unsere Freundschaft sehr. Er ist ein großartiger Golfpartner, den ich bisher noch nicht schlagen konnte.“ Doch Trump und Graham waren nicht immer so gut befreundet. Als damalige Konkurrenten im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner übte Graham 2015 öffentlich harsche Kritik an Trump. Trump sei ein „rassistischer, fremdenfeindlicher, religiöser Fanatiker“, der nicht die Werte der republikanischen Partei vertrete, sagte Graham im Sender CNN. „Wissen Sie, wie man Amerika wieder großartig macht? Sagen Sie Donald Trump, er soll zur Hölle fahren.“ Höhen und Tiefen Nach Trumps Wahl zum Präsidenten näherten sich die beiden Männer aber an. Besonders regelmäßige Treffen zum Golfen hätten dazu beigetragen, hieß es in der „New York Times“. „Lindsey war früher ein großer Feind von mir, und jetzt ist er ein guter Freund von mir“, sagte Trump 2018 während einer Pressekonferenz. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde, aber ich mag ihn wirklich sehr“. Trotzdem äußerte Graham immer wieder Meinungsverschiedenheiten mit Trump. 2021 brach er mit Trump nach der Erstürmung des US-Kapitols durch dessen Anhänger. Graham erkannte zwar selbst über Wochen nicht den Wahlsieg von Demokrat Joe Biden an - mit Blick auf die Versuche von Trump und seinen Anwälten, Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl zu verbreiten, sagte er nach den Krawallen im US-Parlament aber: „Der Präsident muss verstehen, dass sein Handeln das Problem war, nicht die Lösung.“ Final war der Bruch nicht - und Graham unterstützte schließlich Trumps erneute Präsidentschaftskandidatur. Die Medien verfolgten Grahams Äußerungen genau. Wann immer ein Hauch von Kritik in politischen Fragen zu erkennen war, war Graham die Aufmerksamkeit sicher. In den meisten politischen Fragen folgte er aber in den vergangenen Jahren Trumps Linie. „Älter. Aber nicht klüger“ Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gehörte Graham zu den Republikanern, die sich für ein stärkeres Vorgehen gegen Russland einsetzten. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha zeigte sich erschüttert über Grahams Tod und erklärte, dessen Führungsstärke, Überzeugung und sein unerschütterliches Engagement für die Ukraine würden niemals in Vergessenheit geraten. Verwandte Themen Der jüngste Ukraine-Besuch sei Grahams Zehnter während des Krieges gewesen, erklärte Präsident Selenskyj und würdigte den Senator, der ein wahrhaftiger Verteidiger der Freiheit gewesen sei. Er werde den Austausch mit ihm vermissen. Die Videoaufnahmen aus Kiew, wo der Senator am Freitag Unterstützung des Weißen Hauses für ein neues Sanktionspaket gegen Russland verkündete, gehören zu den letzten Bildern von Graham. Festgehalten ist auch das Wiedersehen mit Selenskyj, der dem Senator zum Geburtstag gratuliert und fragt: „Wie geht es Ihnen?“ Graham antwortet: „Gut. Älter. Älter. Aber nicht klüger.“

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12. Juli
Der Spiegel

Lindsey Graham ist tot: Tochter von Trumps Ukraine-Gesandtem Keith Kellogg fordert Obduktion von Leichnam des US-Senators

Spekulationen über Todesursache Tochter von Trumps Ukraine-Gesandtem fordert Obduktion von Lindsey Grahams Leichnam Nach dem plötzlichen Tod von US-Senator Lindsey Graham sind Forderungen nach einer gründlichen Untersuchung der Todesursache laut geworden. Meaghan Mobbs, die Tochter von Keith Kellogg, Donald Trumps früherem Ukrainegesandten, schrieb auf der Onlineplattform X, die Antwort »Herzstillstand« sei nicht ausreichend. Angesichts der Bedrohungslage, der Identität der Gegner Amerikas und der herausragenden Rolle, die Senator Graham im Kampf gegen sie gespielt habe, habe das amerikanische Volk ein Recht auf Gewissheit. Die Afghanistan-Veteranin Mobbs leitet eine Stiftung, die der Ukraine seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs Hilfe leistet. Sie forderte »eine vollständige gerichtsmedizinische Obduktion, die Aufbewahrung aller relevanten biologischen Proben, umfassende toxikologische und histologische Untersuchungen sowie die Einbeziehung der Strafverfolgungs- und Spionageabwehrbehörden.« Aus diesen Worten geht hervor, dass Mobbs vermutet, Russland könnte etwas mit dem unerwarteten Tod des 71 Jahre alten Politikers zu tun haben, ihn etwa vergiftet haben. Viele andere Kommentatoren in den sozialen Netzwerken äußerten diesen Gedanken am Sonntag ganz unverblümt. Regarding Senator Graham’s tragic passing, “cardiac arrest” is not an adequate answer. — Meaghan Mobbs (@mobbs_mentality) July 12, 2026 Cardiac arrest tells us how his life ended. It does not tell us why his heart stopped. Given the threat environment, the identities of America’s adversaries, and Senator Graham’s prominent… Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Graham war einer der lautesten Unterstützer der Ukraine innerhalb der Republikanischen Partei. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Sonntagmorgen geschrieben, er sei tieftraurig über den Tod von Graham, einem »wahren Verteidiger der Freiheit«. Der Senator habe die Ukraine seit Kriegsbeginn zehnmal besucht, so Selenskyj. Man sei in ständigem Kontakt gewesen. Allein in der vergangenen Woche habe er Graham zweimal getroffen. Deeply saddened by the news of the passing of United States Senator Lindsey Graham. Lindsey was a true defender of freedom and the values that make our world safer. — Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) July 12, 2026 He visited Ukraine ten times during the years of Russia's full-scale invasion and was here with our people when it… pic.twitter.com/7oE2F5ZDAy Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Der Senator aus dem US-Bundesstaat South Carolina hatte massiv für Waffen- und Finanzhilfen an Kyjiw geworben und schärfere Sanktionen gegen Russland vorangetrieben. Einer der bekanntesten russischen Militärblogger, Alexander Koz , widmete Grahams Tod einen langen und verächtlichen Post bei Telegram. Der Amerikaner sei ein »konsequenter und überzeugter Russophober« gewesen, schreibt Koz. »Er forderte, unser Land zu unterdrücken, zu ertränken und zu ersticken.« Kaum jemand im amerikanischen Establishment habe so viel dafür getan, dass dieser Krieg kein Ende findet, behauptete Koz. Noch am Tag vor seinem Tod habe Graham berichtet, er habe seinen Gesetzentwurf über neue Sanktionen gegen Russland mit dem Weißen Haus abgestimmt. Er habe es jedoch nicht geschafft, das Ganze zu Ende zu bringen, so Koz. »Man erntet, was man sät.« Meaghan Mobbs stellte in weiterem Post klar, dass sie von mehreren gut vernetzten und erfahrenen Leuten gehört habe, die über den Zeitpunkt und die Umstände von Lindsey Grahams Tod besorgt seien. Selbstverständlich könne er eines natürlichen Todes gestorben sein, betonte sie. Transparenz und Klarheit seien das beste Gegengift gegen Verschwörungstheorien. Einen Nachruf auf den Republikaner Lindsey Graham, der vom Trump-Gegner zum Trump-Unterstützer wurde, lesen Sie hier.

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12. Juli
Deutschlandfunk

US-Politiker - Politiker weltweit würdigen verstorbenen Senator Graham

Bundeskanzler Merz bezeichnete ihn als "wahren Freund und ein Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis". Graham habe mehr als vier Jahrzehnte an der Seite Deutschlands gestanden. Der ukrainische Präsident Selenskyj äußerte sich "zutiefst betrübt". Graham habe dem ukrainischen Volk zur Seite gestanden. Selenskyj hatte den Senator noch am Freitag in Kiew empfangen. Auch EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen betonte, Graham habe die Ukraine stets in ihrem Kampf um Freiheit unterstützt. Viel Unterstützung in baltischen Staaten NATO-Generalsekretär Rutte bezeichnete Graham als "starken Fürsprecher Amerikas", der fest an das transatlantische Bündnis geglaubt und sich aktiv dafür eingesetzt habe, Russlands Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Vor allem in den an Russland angrenzenden Ländern der NATO war der erfahrene Außenpolitiker hoch angesehen. "Sein Engagement für die Werte der Demokratie, der Sicherheit und der internationalen Partnerschaft brachte ihm den Respekt und die Dankbarkeit vieler Menschen in ganz Europa ein", schrieb der litauische Außenminister Budrys. Graham war seit 2003 Senator des Bundesstaats South Carolina. Er galt als langjähriger Verbündeter von US-Präsident Trump. Allerdings war er ein scharfer Kritiker Russlands und des Kriegs gegen die Ukraine. Zuletzt hatte er im US-Senat eine Einigung auf neue Sanktionen gegen Moskau ausgehandelt. Trump würdigte Graham als einen der großartigsten Menschen, den er kenne und als amerikanischen Patrioten. Diese Nachricht wurde am 12.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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12. Juli
Tagesschau

Vom Trump-Gegner zum Trump-Freund - US-Senator Graham ist tot

US-Senator Graham ist tot Vom Trump-Gegner zum Trump-Freund Der verstorbene US-Politiker Graham war in Washington einer der einflussreichsten Senatoren - und näherte sich zuletzt immer mehr US-Präsident Trump an. Und das trotz außenpolitischer Differenzen. Als Donald Trump vor zehn Jahren US-Präsident werden wollte, war der republikanische US-Senator Lindsey Graham einer seiner schärfsten Kritiker. Doch nach Trumps Wahlsieg und vielen gemeinsamen Golf-Runden wurde das Verhältnis der beiden immer enger. Außenpolitisch lagen sie jedoch nicht immer auf einer Linie. Graham versuchte immer wieder, Trump von der Bedeutung der NATO zu überzeugen, ihn vor Russlands Präsident Wladimir Putin zu warnen und Trump für eine stärkere Unterstützung der Ukraine zu gewinnen. Auch deshalb war er ein wichtiger Gesprächspartner für europäische und deutsche Politiker. Nun ist Graham im Alter von 71 Jahren überraschend verstorben. Noch vor wenigen Tagen hatte er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zum zehnten Mal in Kiew getroffen. Graham überbrachte Selenskyj die Botschaft, dass Trump ein neues Sanktionsgesetz gegen Russland unterstützte. Trump selbst würdigte Graham in einem Social-Media-Post als einen der großartigsten Menschen und Senatoren, die er je gekannt habe. Wörtlich schrieb er: "Er war immer am Arbeiten und ein wahrer amerikanischer Patriot. Lindsey wird uns sehr fehlen." Wichtiger Partner für Europa Graham war eine wichtige Stimme in der amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik. Auch in Deutschland war er bekannt. So gehörte er beispielsweise seit vielen Jahren zu den Teilnehmern der Münchner Sicherheitskonferenz. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich betroffen. Graham sei ein echter Freund und Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis gewesen, schrieb der CDU-Politiker auf Englisch auf der Plattform X. Er werde ihn vermissen, hieß es weiter. Graham zeigt Wandel der Partei Seit Mitte der Neunzigerjahre hatte Graham seinen Heimatstaat South Carolina im Kongress vertreten, zunächst im Repräsentantenhaus, von 2003 an im Senat. Gerade machte er Wahlkampf, um im November für eine fünfte Amtszeit als Senator gewählt zu werden. Anhand Grahams Werdegang wird der Wandel der Republikanischen Partei in den vergangenen 20 Jahren deutlich. Er begann als traditioneller Mainstream-Konservativer und Anhänger des früheren US-Präsidenten Ronald Reagan: pro NATO, pro Israel, für freien Handel und gegen Zölle. Graham war bis zu dessen Tod eng mit dem republikanischen Senator John McCain befreundet. McCain wiederum war einer der entschiedensten Gegner von Trump und seiner Make-America-Great-Bewegung. Die MAGA-Forderung nach einem Rückzug Amerikas aus den Krisenherden der Welt hatte Graham stets abgelehnt.

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12. Juli
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Zum Tod von Lindsey Graham: Trumps loyaler Falke

Als Donald Trump zum ersten Mal als Präsident kandidierte, bezeichnete Lindsey Graham ihn als „Demagogen“. Trump sei ungeeignet für das Amt, sagte er damals. Graham strebte das Amt 2015 ebenfalls an, beendete den Wahlkampf aber vorzeitig und sprach sich für Trumps Konkurrenten aus. Nachdem Trump sich als Präsidentschaftskandidat der Republikaner durchgesetzt hatte, erklärte Graham, er werde für Evan McMullin stimmen, der als Unabhängiger antrat. Doch dann machte der Senator eine erstaunliche Wandlung durch. Nach der Wahl Donald Trumps änderte er seine Meinung komplett. Fortan verteidigte er den Präsidenten und wurde zu einem seiner wichtigsten Unterstützer. Graham lobte Trump nun mit so viel Eifer, dass die Demokraten, die ihn lange respektiert hatten, ihn mit Verachtung straften. Trump, mit dem Graham gelegentlich Golf spielte, schätzte Grahams Loyalität. Am Sonntagmorgen sprach der US-Präsident auf der Plattform Truth Social seine Anteilnahme aus und lobte den Verstorbenen. Graham sei einer der großartigsten Menschen und Senatoren gewesen, die er je gekannt habe. „Ein wahrer Patriot.“ Wenn es Differenzen zwischen Trump und Graham gab, betrafen sie die Außenpolitik. Lindsey Graham war ein Falke, er befürwortete eine interventionistische, auf militärischer Stärke basierende US-Politik. Trumps frühere Versprechen, die USA aus Konflikten herauszuhalten, entsprachen ihm nicht. Graham trat für die Unterstützung Israels und der Ukraine ein Von Trumps neuem Interventionismus in der zweiten Amtszeit war er hingegen begeistert, namentlich vom Krieg gegen Iran. Graham befürwortete das militärische Vorgehen dezidiert. Zuletzt warnte er davor, ein ungenügendes Friedensabkommen zu schließen. Ein Abkommen genüge nur dann, wenn „jedes Gramm“ des hochangereicherten Urans von den USA kontrolliert und aus Iran entfernt werde. Graham sprach sich stets entschieden für die Unterstützung Israels und der Ukraine aus. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu schrieb nach der Nachricht über seinen Tod: „Israel hat einen seiner größten Freunde verloren.“ Lindsey Graham habe verstanden, dass die Sicherheit Israels und Amerikas untrennbar miteinander verbunden seien. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij bezeichnete Graham als einen „wahren Verfechter der Freiheit und der Werte, die unsere Welt sicherer machen“. Vergangene Woche erst hatte Graham die Ukraine besucht und sich mit Selenskij getroffen. Danach sagte er zu Reportern, eine parteiübergreifende Gruppe von Senatoren habe mit dem Weißen Haus eine Einigung über neue Sanktionen gegen Russland erzielt. John Thune, der Mehrheitsführer im Senat, schrieb, Graham sei ein „starker Verbündeter der freiheitsliebenden Länder auf der ganzen Welt“ gewesen. „Er glaubte an die Kraft Amerikas, Gutes in der Welt zu bewirken.“ Bei den Republikanern hatte er den Ruf eines gewieften Strategen Graham war aber nicht nur ein einflussreicher Außenpolitiker. Während Trumps erster Amtszeit spielte er als Vorsitzender des Justizausschusses eine Schlüsselrolle bei der Neugestaltung der Bundesgerichte und der Bestätigung konservativer Richterinnen und Richter, namentlich von Amy Coney Barrett für den Obersten Gerichtshof. Er trug dazu bei, dass es den Republikanern gelang, die Nominierung des Wunschkandidaten von Barack Obama zu blockieren, was ihm bei den Republikanern den Ruf eines gewieften Strategen eintrug. Graham kritisierte nach Trumps erster Amtszeit auch das Amtsenthebungsverfahren gegen ihn wegen des Sturms auf das Kapitol. Aus seiner Sicht war das Verfahren politisch motiviert. Zuletzt leitete Graham den Haushaltsausschuss des Senats. In dieser Funktion spielte er eine entscheidende Rolle bei Trumps „One Big Beautiful Bill“. Mehr als zwei Jahrzehnte lang war Lindsey Graham Senator für den Staat South Carolina. 1994 war er ins Repräsentantenhaus gewählt worden, die Wahl in den Senat folgte 2002. Vier Amtszeiten absolvierte er, und er strebte eine fünfte an. Im Juni gewann er die Vorwahlen in South Carolina. Lindsey Graham wurde am 9. Juli 1955 in Central geboren, einer Stadt in South Carolina. Seine Eltern betrieben ein Café, in dem er und seine Schwester während ihrer Kindheit mitarbeiteten. In seinen Memoiren „My Story“ beschrieb Graham, wie sich sein Leben änderte, als seine Eltern beide innerhalb einer kurzen Zeitspanne starben. Graham, der damals Student war, wurde zum Vormund seiner 13-jährigen Schwester. Nach seinem Jura-Studium war er als Jurist bei der Luftwaffe tätig, bevor er seine politische Laufbahn begann. Sein Tod wurde in der Nacht auf Sonntag bekannt. Laut seinem Büro starb Graham am Samstagabend nach einer kurzen und plötzlichen Erkrankung, kurz nach seinem 71. Geburtstag. Der Gouverneur von South Carolina kann nun einen vorübergehenden Nachfolger ernennen. Bei der Vorwahl der Republikaner hatte Mark Lynch den zweiten Platz belegt.

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12. Juli
Tagesschau

Republikanischer US-Senator Lindsey Graham gestorben

Republikanischer Politiker US-Senator Lindsey Graham gestorben Erst Gegner, dann Verbündeter Trumps: Der US-Senator Lindsey Graham ist tot. Laut seinem Büro starb er am Abend nach "kurzer, schwerer Krankheit". Der republikanische US-Senator Lindsey Graham ist tot. Wie sein Büro in Sozialen Medien mitteilte, starb er am Samstagabend nach kurzer, schwerer Krankheit. Der Nachrichtensender NBC News berichtete, in der Nacht zum Sonntag habe es einen Noteinsatz von Rettungssanitätern in Grahams Washingtoner Wohnung wegen eines Herzstillstands gegeben. Graham hatte am Donnerstag seinen 71. Geburtstag gefeiert. Für Sonntag war ein Interview im US-Fernsehen geplant. Bei den wichtigen Zwischenwahlen im November wollte er für eine fünfte Amtszeit im Senat antreten. "Senator Grahams Familie bedankt sich für die Gebete und bittet darum, dass die Privatsphäre in dieser besonders schwierigen Phase respektiert wird", schrieb das Büro des Politikers auf X. US-Präsident Donald Trump würdigte ihn als "einen der großartigsten Menschen und Senatoren, die ich je gekannt habe". Er sei ein "wahrer amerikanischer Patriot" gewesen und werde "schmerzlich vermisst werden", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Würdigung als Transatlantiker und "großer Freund Israels" Der Tod Grahams löste auch international viele Reaktionen aus. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnete ihn als "einen großen Freund Israels". Graham habe verstanden, dass die Sicherheit Israels und der Vereinigten Staaten untrennbar miteinander verbunden sei. NATO-Generalsekretär Mark Rutte bezeichnete Graham als "starken Fürsprecher Amerikas", der fest an das transatlantische Bündnis geglaubt und sich aktiv dafür eingesetzt habe, Russlands Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Selenskyj: "Wahrer Verfechter der Demokratie" Erst vergangene Woche hatte Graham sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Selenskyj sagte, Graham habe die Ukraine seit der Invasion Russlands im Jahr 2022 zehnmal besucht und sei "hier bei unserem Volk gewesen, als es am dringendsten gebraucht wurde". Graham sei "ein wahrer Verfechter der Freiheit und der Werte gewesen, die unsere Welt sicherer machen". EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen würdigte Graham auf X als "entschlossenen und furchtlosen Anführer", der sich "unermüdlich" für schärfere Sanktionen gegen Russland eingesetzt habe. Graham werde "sehr vermisst werden". Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete Graham als "wahren Freund" und "Partner Deutschlands" in der NATO. Graham und er hätten "mehr als vier Jahrzehnte (...) Seite an Seite" gestanden. Politischer Hardliner Graham stammte aus dem US-Bundesstaat South Carolina. Seine politische Karriere auf US-Bundesebene begann 1994. Bevor er 2002 in den US-Senat einzog, war er jahrelang Kongressabgeordneter für seinen Bundesstaat gewesen. Politisch galt Graham als Hardliner, der sich besonders im Anti-Terror-Kampf seines Landes stets kompromisslos gab. In der Außenpolitik vertrat er eine harte Linie gegenüber Russland und Iran. Vom Gegner zum Verbündeten Zunächst war der Republikaner als einer der prominentesten Kritiker von Trump aufgetreten. Später verbündete er sich mit ihm und wurde zu einem der loyalsten Senatoren. Graham war häufiger Gast auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Der Politiker lebte in Seneca in South Carolina. Er war nicht verheiratet.

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12. Juli
Die Zeit (Politik)

US-Senator Lindsey Graham: US-Republikaner Lindsey Graham ist tot

Der republikanische US-Senator Lindsey Graham ist tot. Der Politiker aus South Carolina starb am Samstagabend im Alter von 71 Jahren, wie sein Büro auf X mitteilte. Ein Sprecher bestätigte Grahams Tod gegenüber CNN. Dieser erlag demnach einer kurzen, schweren Krankheit. Graham hatte seit 1995 dem US-Repräsentantenhaus und seit 2003 dem US-Senat angehört und galt als außenpolitischer Hardliner. Vor Beginn des US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran sprach er sich etwa offen für einen Regimewechsel aus. Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf Polizeifunk über einen Rettungseinsatz. Demnach ging am Samstagabend ein Notruf aus Grahams Wohnhaus auf dem Capitol Hill ein. Wenig später sei er von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht worden. US-Präsident Donald Trump würdigte Graham als einen »der großartigsten Menschen und Senatoren«, die er je gekannt habe. Er sei stets im Einsatz und ein »wahrer amerikanischer Patriot« gewesen, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform. Der Gouverneur von South Carolina, Henry McMaster, bezeichnete Graham als »unersetzlich«. Graham war bislang Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Senats. Bei der Kongresswahl im November wollte er für eine fünfte Amtszeit antreten, die Nominierung seiner Partei hatte er dafür bereits errungen. Treffen mit Wolodymyr Selenskyj Der Republikaner hatte erst am Freitag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der Hauptstadt Kyjiw besucht. Es sei bereits Grahams zehnter Besuch in der Ukraine gewesen, schrieb Selenskyj auf X. Man habe über schärfere Sanktionen gegen Russland und den dringenden ukrainischen Bedarf an Luftverteidigung gesprochen. Im Kongress galt Graham als entschiedener Gegner Russlands: 2023 setzte ihn das Land auf eine Fahndungsliste, nachdem er Russinnen und Russen dazu aufgerufen hatte, den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu töten. Nach Grahams Tod äußerte sich Selenskyj auf X bestürzt: Er sei ein »wahrer Verteidiger der Freiheit« und der Werte gewesen, »die unsere Welt sicherer machen«. Der Senator sei »bei unserem Volk« gewesen, als es am nötigsten gewesen sei. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nannte Graham auf X einen »entschlossenen und furchtlosen« Politiker, der »bis zum Ende« daran gearbeitet habe, die Ukraine in ihrem »Kampf für Freiheit« zu unterstützen und die Kosten von Russlands Angriffskrieg zu erhöhen. Er habe sich eng mit der EU abgestimmt und »unermüdlich« für schärfere Sanktionen eingesetzt. Graham werde »zutiefst fehlen«. Grahams Verhältnis zu Präsident Donald Trump war wechselhaft. Im Vorwahlkampf 2016 war Graham selbst erfolglos als Präsidentschaftsbewerber angetreten und hatte Trump kritisiert. In den Jahren darauf wandelte er sich zu einem der treuesten Verbündeten des Präsidenten.

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12. Juli
Die Welt (Politik)

Als Selenskyj ihm zum Geburtstag gratulierte, scherzte Lindsey Graham über das Alter

Als Selenskyj ihm zum Geburtstag gratulierte, scherzte Lindsey Graham über das Alter Lindsey Graham, gerade 71 Jahre alt geworden und am Freitag noch in der Ukraine politisch aktiv, ist plötzlich verstorben. Der republikanische Senator galt einst als politischer Gegner Donald Trumps – ehe er einer seiner Vertrauten wurde. Der langjährige republikanische Senator und Trump-Verbündete Lindsey Graham ist tot. Er sei am Samstagabend nach kurzer und schwerer Krankheit gestorben, war auf seinen Profilen auf X und Facebook in einer Mitteilung seines Büros zu lesen. Graham hatte am Donnerstag seinen 71. Geburtstag gefeiert. Wie überraschend sein Tod kam, macht nicht zuletzt sein voller Terminkalender deutlich. Gerade schüttelte er noch dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew die Hand, für heute war ein Interview im US-Fernsehen geplant. Bei den wichtigen Zwischenwahlen im November wollte er für eine fünfte Amtszeit im Senat antreten. US-Präsident Donald Trump hatte ihm dafür seine „uneingeschränkte und volle Unterstützung“ ausgesprochen. „Senator Lindsey Graham, einer der großartigsten Menschen und Senatoren, die ich je gekannt habe, ist gestorben!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, kurz nachdem sich die Nachricht in der US-Nacht verbreitet hatte. „Er war immer am Arbeiten und war ein wahrer amerikanischer Patriot. Lindsey wird uns sehr fehlen!!!“ Graham vertrat den US-Bundesstaat South Carolina ab Mitte der 90er Jahre zunächst im Repräsentantenhaus. 2003 begann seine erste Amtszeit als Senator. Er galt als erfahrener Außenpolitiker und beschäftigte sich bis zuletzt mit den großen Konfliktherden. Vor wenigen Tagen konnte er der Ukraine die Botschaft überbringen, dass das Weiße Haus ein neues Sanktionsgesetz unterstütze. Im Iran sprach er sich für einen Machtwechsel aus. Kanzler Friedrich Merz lobte Graham in dem Zusammenhang bei der Münchner Sicherheitskonferenz, „weil er gesagt hat, dass dieses Regime verschwinden muss“. „Konservativer Problemlöser“ Mit welchem Selbstverständnis Graham Politik gemacht hat, wird direkt im ersten Satz zu seiner Biografie auf seiner Webseite deutlich. „Lindsey Graham hat sich den Ruf als konservativer Problemlöser und als einer der entschiedensten Verfechter einer starken Landesverteidigung erworben“, heißt es dort. Graham sicherte sich 2002 erstmals einen Sitz im Senat und gewann die Wiederwahlen in den Jahren 2008, 2014 und 2020. Zuletzt war er der Vorsitzende des Haushaltsausschusses in der Kongresskammer. „Auf beruflicher Ebene bin ich stolz darauf, von Anfang an dabei gewesen zu sein, als Präsident Trump – allein durch seine Willenskraft – das größte politische Comeback in der amerikanischen Geschichte geschafft hat“, schrieb Graham im vergangenen Jahr auf der Plattform X. „Auf persönlicher Ebene schätze ich unsere Freundschaft sehr. Er ist ein großartiger Golfpartner, den ich bisher noch nicht schlagen konnte.“ Doch Trump und Graham waren nicht immer so gut befreundet. Als damalige Konkurrenten im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner übte Graham 2015 öffentlich harsche Kritik an Trump. Trump sei ein „rassistischer, fremdenfeindlicher, religiöser Fanatiker“, der nicht die Werte der republikanischen Partei vertrete, sagte Graham im Sender CNN. „Wissen Sie, wie man Amerika wieder großartig macht? Sagen Sie Donald Trump, er soll zur Hölle fahren.“ Nach Trumps Wahl zum Präsidenten näherten sich die beiden Männer aber an. Besonders regelmäßige Treffen zum Golfen hätten dazu beigetragen, hieß es in der „New York Times“. „Lindsey war früher ein großer Feind von mir, und jetzt ist er ein guter Freund von mir“, sagte Trump 2018 während einer Pressekonferenz. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde, aber ich mag ihn wirklich sehr“. Trotzdem äußerte Graham immer wieder Meinungsverschiedenheiten mit Trump. 2021 brach er mit Trump nach der Erstürmung des US-Kapitols durch dessen Anhänger. Graham erkannte zwar selbst über Wochen nicht den Wahlsieg von Demokrat Joe Biden an – mit Blick auf die Versuche von Trump und seinen Anwälten, Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl zu verbreiten, sagte er nach den Krawallen im US-Parlament aber: „Der Präsident muss verstehen, dass sein Handeln das Problem war, nicht die Lösung.“ Final war der Bruch nicht – und Graham unterstützte schließlich Trumps erneute Präsidentschaftskandidatur. Die Medien verfolgten Grahams Äußerungen genau. Wann immer ein Hauch von Kritik in politischen Fragen zu erkennen war, war Graham die Aufmerksamkeit sicher. In den meisten politischen Fragen folgte er aber in den vergangenen Jahren Trumps Linie. Zahlreiche Politiker kondolieren Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schrieb auf X: „US-Senator Lindsey Graham war ein wahrer Freund und ein Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis“. „Mehr als vier Jahrzehnte haben wir Seite an Seite gestanden. Ich werde ihn vermissen“, fügte der Kanzler hinzu. Merz veröffentlichte seine Kondolenz-Botschaft sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Dazu stellte er ein Schwarz-Weiß-Foto, das ihn lachend im Austausch mit Graham zeigt. Auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte würdigte Graham als wichtigen Unterstützer der Atlantischen Allianz. „So traurig, vom plötzlichen Tod von meinem Freund Lindsey Graham zu hören“, erklärte Rutte am Sonntag im Onlinedienst X. Der 71-Jährige sei ein „einflussreicher Anwalt Amerikas“ gewesen, „der entschieden an das Nato-Bündnis glaubte und aktiv daran arbeitete, Russlands Krieg gegen die Ukraine zu einem Ende zu bringen“. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte auf X: „Senator Graham hat bis zum Schluss gekämpft, um den Kampf der Ukraine für Freiheit zu unterstützen und die Kosten von Russlands Angriffskrieg in die Höhe zu treiben“, erklärte von der Leyen am Sonntag im Onlinedienst X. So habe der US-Senator sich „unermüdlich“ für schärfere Sanktionen gegen Moskau eingesetzt und sich dabei eng mit der Europäischen Union abgestimmt. Die Kommissionschefin erklärte weiter, mit Graham sei ein „entschlossener und furchtloser Anführer“ gestorben. „Er wird sehr vermisst werden“, fügte von der Leyen hinzu. „Älter. Aber nicht klüger“ Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gehörte Graham zu den Republikanern, die sich für ein stärkeres Vorgehen gegen Russland einsetzten. Außenminister Andrij Sybiha zeigte sich erschüttert über Grahams Tod und erklärte, dessen Führungsstärke, Überzeugung und sein unerschütterliches Engagement für die Ukraine würden niemals in Vergessenheit geraten. Der jüngste Ukraine-Besuch sei Grahams zehnter gewesen, teilte Selenskyj mit. Graham sei ein „wahrer Verteidiger der Freiheit und der Werte“ gewesen, die die Welt sicherer machten, schrieb er weiter. Die Videoaufnahmen aus Kiew, wo der Senator Unterstützung des Weißen Hauses für ein neues Sanktionspaket gegen Russland verkündete, gehören zu den letzten Bildern von Graham. Festgehalten ist auch das Wiedersehen mit Selenskyj, der dem Senator zum Geburtstag gratuliert und fragt: „Wie geht es Ihnen?“ Graham antwortet: „Älter. Älter. Aber nicht klüger.“

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12. Juli
FAZ (Politik)

USA unter Trump: US-Senator Lindsey Graham gestorben

USA unter Trump : US-Senator Lindsey Graham gestorben Lesezeit: Senator Lindsey Graham während einer Pressekonferenz im März in WashingtonReuters Büro des Senators spricht von plötzlicher Krankheit +++ Nach Air-Force-One-Bericht: US-Justiz lädt „New York Times“-Reporter vor +++ alle Neuigkeiten im Liveblog In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump. Senator Lindsey Graham gestorben Der republikanische Senator Lindsey Graham ist am Samstag mit 71 Jahren gestorben. Das teilte sein Büro am Sonntag auf der Plattform X mit. In der kurzen Erklärung heißt es, am Samstagabend sei Graham nach kurzer und plötzlicher Krankheit verstorben. „Die Familie von Senator Graham ist in dieser Zeit für Gebete dankbar und bittet darum, ihre Privatsphäre in dieser unglaublich schweren Zeit zu respektieren.“ Der aus South Carolina stammende Graham saß seit mehr als zwei Jahrzehnten im US-Senat und war unter anderem häufiger Gast auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Graham war unter den Kongress-Republikanern einer der lautstärksten Verfechter der NATO, hatte aber dennoch das Ohr von Präsident Donald Trump. Grahams Versuche, den Präsidenten außenpolitisch auf klassischem Republikaner-Kurs zu halten, waren nicht immer von Erfolg gekrönt. Immer wieder setzte er sich im Weißen Haus dafür ein, die Ukraine zu unterstützen und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht auf den Leim zu gehen. In einem ausführlichen Interview mit der F.A.Z. begründete der Senator das im vorigen Jahr auch damit, dass Staaten wie Iran oder China andernfalls die USA für schwach halten und ihrerseits Kriege beginnen würden. Die amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran im vorigen und in diesem Jahr unterstützte Graham in der Öffentlichkeit vehement. Im Vorwahlkampf 2015, als Trump sich erstmals bei den Republikanern um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat bemüht hatte, war Graham einer seiner Konkurrenten und entschiedensten Gegner. Damals war Graham ein treuer Gefolgsmann des einflussreichen Senators und außenpolitischen „Falken“ John McCain, der bis zu seinem Tod im Sommer 2018 einer der wirkmächtigsten Trump-Gegner innerhalb der Republikanischen Partei bleiben sollte. McCain nannte den knapp zwanzig Jahre jüngeren Graham bisweilen scherzhaft „meinen unehelichen Sohn“. Mit Rücksicht auf die Stimmung in seinem Heimatstaat South Carolina entwickelte sich Graham aber zu einem wortgewaltigen Verfechter des Trumpismus. Ihm wird vorgeworfen, nach der von Trump verlorenen Präsidentenwahl 2020 beim Innenminister von Georgia darauf gepocht zu haben, Briefwahlstimmen für den Demokraten Joe Biden unberücksichtigt zu lassen. Der aus South Carolina stammende Graham saß seit mehr als zwei Jahrzehnten im US-Senat und war unter anderem häufiger Gast auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Graham war unter den Kongress-Republikanern einer der lautstärksten Verfechter der NATO, hatte aber dennoch das Ohr von Präsident Donald Trump. Grahams Versuche, den Präsidenten außenpolitisch auf klassischem Republikaner-Kurs zu halten, waren nicht immer von Erfolg gekrönt. Immer wieder setzte er sich im Weißen Haus dafür ein, die Ukraine zu unterstützen und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht auf den Leim zu gehen. In einem ausführlichen Interview mit der F.A.Z. begründete der Senator das im vorigen Jahr auch damit, dass Staaten wie Iran oder China andernfalls die USA für schwach halten und ihrerseits Kriege beginnen würden. Die amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran im vorigen und in diesem Jahr unterstützte Graham in der Öffentlichkeit vehement. Im Vorwahlkampf 2015, als Trump sich erstmals bei den Republikanern um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat bemüht hatte, war Graham einer seiner Konkurrenten und entschiedensten Gegner. Damals war Graham ein treuer Gefolgsmann des einflussreichen Senators und außenpolitischen „Falken“ John McCain, der bis zu seinem Tod im Sommer 2018 einer der wirkmächtigsten Trump-Gegner innerhalb der Republikanischen Partei bleiben sollte. McCain nannte den knapp zwanzig Jahre jüngeren Graham bisweilen scherzhaft „meinen unehelichen Sohn“. Mit Rücksicht auf die Stimmung in seinem Heimatstaat South Carolina entwickelte sich Graham aber zu einem wortgewaltigen Verfechter des Trumpismus. Ihm wird vorgeworfen, nach der von Trump verlorenen Präsidentenwahl 2020 beim Innenminister von Georgia darauf gepocht zu haben, Briefwahlstimmen für den Demokraten Joe Biden unberücksichtigt zu lassen. Lindsey Graham 2021 im US-Kapitol. dpa Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Strafen gegen „Proud Boys“ werden aus Akten getilgt Ein Bundesrichter in Washington hat die Urteile gegen vier Mitglieder der rechtsradikalen Gruppe Proud Boys wegen „aufrührerischer Verschwörung“ aufgehoben. Damit werden die Verurteilungen, die nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 gefällt worden waren, komplett aus den Akten der Männer getilgt. Der Richter Timothy Kelly folgte mit seiner Entscheidung am Freitag einem Antrag des Justizministeriums.  In seiner ungewöhnlichen Begründung machte Kelly klar, dass er keine andere Wahl habe, als sich an die Präzedenzfälle zu halten. Es sei kein großes Geheimnis, warum die Trump-Regierung die Urteile aufheben wolle: „Präsident Trumps Ansichten zur strafrechtlichen Verfolgung derjenigen, die am 6. Januar das US-Kapitol gestürmt haben – unabhängig davon, ob diese Ansichten auf Fakten oder Fiktion beruhen –, sind bekannt, ebenso wie seine Absicht, ihnen Begnadigung zu gewähren“, schrieb Kelly, der in Trumps erster Amtszeit von diesem für seinen Posten nominiert worden war. Weiter bezeichnete Kelly den Sturm auf das Kapitol als „ein gefährliches Ereignis“ und einen Angriff auf das verfassungsrechtliche Gebot eines friedlichen Machtwechsels zwischen den Präsidenten. Das „amerikanische Volk – unabhängig von seinen parteipolitischen Präferenzen“ müsse gemeinsam handeln, damit die Nation weitere 250 Jahre Bestand haben könne. Die vier Männer waren nach dem Sturm auf das Kapitol zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Donald Trump hatte am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit ihre Strafen zwar radikal reduziert, sie erhielten aber keine vollständige Begnadigung. Nach diesem Schritt waren sie gegen die Urteile vor Gericht gezogen. Im März hatte das Justizministerium gebeten, diese Fälle einzustellen und die Urteile aufzuheben. Der Anführer der Proud Boys, Enrique Tarrio, schrieb in den sozialen Medien: „Wir werden diesen Kampf vor einem Zivilgericht fortsetzen. Wir werden die Mistkerle, die das getan haben, zur Rechenschaft ziehen.“ Damit bezog er sich auf die Strafverfolger, die gegen ihn vorgegangen waren. Tarrio war zu 22 Jahren Haft verurteilt, aber von Trump begnadigt worden. Der Antrag des Justizministeriums bezog sich auch auf Mitglieder der rechtsradikalen Organisation Oath Keepers. Deren Fälle bearbeitet aber ein anderer Richter, der noch kein Urteil gefällt hat. In seiner ungewöhnlichen Begründung machte Kelly klar, dass er keine andere Wahl habe, als sich an die Präzedenzfälle zu halten. Es sei kein großes Geheimnis, warum die Trump-Regierung die Urteile aufheben wolle: „Präsident Trumps Ansichten zur strafrechtlichen Verfolgung derjenigen, die am 6. Januar das US-Kapitol gestürmt haben – unabhängig davon, ob diese Ansichten auf Fakten oder Fiktion beruhen –, sind bekannt, ebenso wie seine Absicht, ihnen Begnadigung zu gewähren“, schrieb Kelly, der in Trumps erster Amtszeit von diesem für seinen Posten nominiert worden war. Weiter bezeichnete Kelly den Sturm auf das Kapitol als „ein gefährliches Ereignis“ und einen Angriff auf das verfassungsrechtliche Gebot eines friedlichen Machtwechsels zwischen den Präsidenten. Das „amerikanische Volk – unabhängig von seinen parteipolitischen Präferenzen“ müsse gemeinsam handeln, damit die Nation weitere 250 Jahre Bestand haben könne. Die vier Männer waren nach dem Sturm auf das Kapitol zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Donald Trump hatte am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit ihre Strafen zwar radikal reduziert, sie erhielten aber keine vollständige Begnadigung. Nach diesem Schritt waren sie gegen die Urteile vor Gericht gezogen. Im März hatte das Justizministerium gebeten, diese Fälle einzustellen und die Urteile aufzuheben. Der Anführer der Proud Boys, Enrique Tarrio, schrieb in den sozialen Medien: „Wir werden diesen Kampf vor einem Zivilgericht fortsetzen. Wir werden die Mistkerle, die das getan haben, zur Rechenschaft ziehen.“ Damit bezog er sich auf die Strafverfolger, die gegen ihn vorgegangen waren. Tarrio war zu 22 Jahren Haft verurteilt, aber von Trump begnadigt worden. Der Antrag des Justizministeriums bezog sich auch auf Mitglieder der rechtsradikalen Organisation Oath Keepers. Deren Fälle bearbeitet aber ein anderer Richter, der noch kein Urteil gefällt hat. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Merz über Graham: ein wahrer Freund Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den einflussreichen verstorbenen US-Senator Lindsey Graham als Unterstützer Deutschlands und der NATO gewürdigt. „US-Senator Lindsey Graham war ein wahrer Freund und ein Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis“, schreibt Merz am Sonntag auf der Plattform X. „Mehr als vier Jahrzehnte haben wir Seite an Seite gestanden. Ich werde ihn vermissen“, fügte der Kanzler hinzu. Merz veröffentlichte seinen Beitrag auch auf Englisch. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Trump würdigt Graham US-Präsident Donald Trump hat den verstorbenen Senator Lindsey Graham in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social gewürdigt. Graham sei einer der großartigsten Menschen und Senatoren gewesen, die er je gekannt habe, schrieb Trump. „Er war stets im Einsatz und ein wahrer amerikanischer Patriot. Lindsey wird uns sehr fehlen!!!“ Trump kündigte zudem an, dass weitere Details öffentlich gemacht würden, nachdem Graham am Samstag überraschend gestorben war.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Graham war am Freitag noch in Kiew Erst vor zwei Tagen war der am Samstag plötzlich verstorbene US-Senator Lindsey Graham in Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedankte sich bei ihm noch am Freitag auf der Plattform X für seinen nun zehnten Besuch im Land. „Wir wissen diese Unterstützung sehr zu schätzen“, schrieb Selenskyj über Graham. „Ich bin Lindsey dankbar dafür, dass er unsere Soldaten würdigt.“ Der Senator habe ihn über die „laufenden Arbeiten“ im US-Kongress zu einem neuen Sanktionspaket gegen Russland informiert. „Wir haben außerdem unseren dringenden Bedarf an Luftverteidigungsmaßnahmen zum Schutz unserer Bevölkerung erörtert.“ Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Ein Trumpist, der Trump kritisierte Der plötzlich verstorbene US-Senator Lindsey Graham hatte zuletzt kein hohes Amt inne: Er gehörte weder der Trump-Regierung an, noch führte er einen Ausschuss im Senat. Warum ist sein Tod dennoch für Europa bedeutsam? Graham war ein in den Medien sehr präsenter Republikaner, der es vermochte, den von Präsident Donald Trump oft geringgeschätzten Wert der NATO und anderer Bündnisse der USA hochzuhalten, ohne Trump dauerhaft zu verärgern. Wie er zugleich Trumpist und Trump-Kritiker sein konnte, zeigt das ausführliche Interview, das Graham meinem Kollegen Matthias Wyssuwa und mir voriges Jahr im Sommer gab. Graham war ein in den Medien sehr präsenter Republikaner, der es vermochte, den von Präsident Donald Trump oft geringgeschätzten Wert der NATO und anderer Bündnisse der USA hochzuhalten, ohne Trump dauerhaft zu verärgern. Wie er zugleich Trumpist und Trump-Kritiker sein konnte, zeigt das ausführliche Interview, das Graham meinem Kollegen Matthias Wyssuwa und mir voriges Jahr im Sommer gab. „Es gibt Bemühungen von Linken, soziale Medien zu nutzen, um den Konservatismus zu unterdrücken. Wir wehren uns dagegen. Ihnen gefällt das nicht? Pech gehabt. Ich bin ein traditioneller Republikaner. Und ich mag Trump.“Lindsey Graham am 3. Juni 2025 im F.A.Z.-Interview Damals war Europas Sorge, Trump könne die Ukraine fallen lassen, noch akuter als heute – und viele Regierungen setzten auf Grahams Gesetzentwurf für Russland-Sanktionen, mit dem der Senat den Präsidenten einhegen sollte. Daraus wurde am Ende nicht viel, aber den befürchteten russisch-amerikanischen Diktatfrieden gab es dann auch nicht.  Zugleich machte das Interview klar, dass die deutsche Bundesregierung und Gleichgesinnte auf einen Senator bauten, dessen Weltanschauung sie nicht teilen – etwa beim Thema AfD. Zugleich machte das Interview klar, dass die deutsche Bundesregierung und Gleichgesinnte auf einen Senator bauten, dessen Weltanschauung sie nicht teilen – etwa beim Thema AfD. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Irem Yildirim Trump rühmt sich mit fehlerfreiem Kognitionstest US-Präsident Donald Trump hat Zweifeln an seinem Gesundheitszustand widersprochen und sich auf eine vor sechs Wochen veröffentlichte Diagnose berufen. „Ich habe gerade eine perfekte Untersuchung im Walter Reed abgeschlossen, ich mache das alle sechs Monate“, schrieb Trump am Samstag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. Wie das Weiße Haus ergänzend mitteilte, bezog sich der 80-Jährige auf eine Untersuchung im Walter-Reed-Militärkrankenhaus, deren Ergebnisse am 26. und 29. Mai veröffentlicht worden waren. Dabei war ihm bescheinigt worden, er sei bei „hervorragender Gesundheit“. In Bezug auf diese Untersuchung schrieb Trump am Samstag weiter: „Ich habe um einen weiteren Kognitionstest gebeten, als einziger Präsident, der das getan hat, dreimal, und ich habe sie alle mit Bravour bestanden – jede Frage richtig beantwortet.“ Trump reagierte damit auf ein jüngst veröffentlichtes Buch zweier Journalisten der „New York Times“. In dem Buch „Regime Change: Inside the Imperial Presidency of Donald Trump“ berichten die Autoren Maggie Haberman und Jonathan Swan von Bedenken einiger Mitarbeiter des Weißen Hauses hinsichtlich Trumps Alter, seiner Ausdauer und seiner körperlichen Verfassung.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Irem Yildirim Reporter wegen Bericht über Air Force One im Visier der US-Justiz Journalisten der „New York Times“ haben der Zeitung zufolge nach einem Bericht über Sicherheitsbedenken gegen das neue Präsidentenflugzeug von Donald Trump Vorladungen der Strafverfolger erhalten. Der dem Justizministerium unterstellte Bundesstaatsanwalt Jay Clayton aus Manhattan habe mehrere Journalisten zur Aussage vor einer Grand Jury aufgefordert, teilte die Zeitung am Samstag mit. Ein solches Gremium entscheidet über Anklageerhebungen. Der Zeitung zufolge sollen die Journalisten am Mittwoch „in Bezug auf einen mutmaßlichen Verstoß gegen das Bundesstrafrecht“ aussagen. Einige Vorladungen seien von Bundesbeamten an private Wohnadressen der betroffenen Journalisten zugestellt worden. Die „New York Times“ bezeichnete dies als „eine außergewöhnliche Eskalation der Bemühungen von Präsident Trump, unabhängige Nachrichtenorganisationen zu bedrohen und einzuschüchtern“. Das Weiße Haus verwies Medienanfragen an das Justizministerium. Dieses wollte mögliche Vorladungen weder bestätigen noch dementieren. Das Ministerium erklärte jedoch, die Regierung habe es nicht auf Reporter abgesehen, sondern sei besorgt über die Weitergabe von Geheiminformationen.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Kanada zahlt, die USA kassieren mit? Einigung im Streit über eine Grenzbrücke Die USA und Kanada haben sich im Streit um eine 4,7 Milliarden Dollar teure Grenzbrücke geeinigt. Die nach einem bekannten Eishockeyspieler benannte Gordie-Howe-International-Brücke zwischen Detroit und Windsor in Ontario solle am 27. Juli eröffnet werden, nachdem die Staaten eine Einigung über die Mauteinnahmen erzielt hätten, teilte die kanadische Regierung mit. Sie lobte die Brücke als „eine wichtige wirtschaftliche Verbindung zwischen Kanada und den USA“, über die nun Handelsgüter im Wert von Milliarden transportiert würden. US-Präsident Donald Trump, der mit einer Blockade des Projekts gedroht hatte, sagte am Samstag, er habe ein „deutlich besseres Abkommen“ für die Vereinigten Staaten erzielt, wodurch die Öffnung der Brücke ermöglicht werde. „Das ursprüngliche Abkommen war für mich inakzeptabel“, erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social. „Das neue Abkommen ist großartig und fair.“ Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person, die USA würden nun 50 Prozent der Mauteinnahmen und ein Vetorecht gegen Mauterhöhungen um zehn Prozent oder mehr bekommen. Der Bau der Brücke begann 2018 und wurde von Kanada allein finanziert. Die Kosten sollten über 30 Jahre durch Mautgebühren gedeckt werden. Im Februar hatte Trump Kanadas Weigerung, bestimmte alkoholische Getränke aus den USA in kanadischen Geschäften anzubieten, Kanadas Zölle auf Milchprodukte und seine Handelsgespräche mit China als Gründe dafür genannt, warum er die Öffnung der Brücke möglicherweise nicht zulassen werde. US-Präsident Donald Trump, der mit einer Blockade des Projekts gedroht hatte, sagte am Samstag, er habe ein „deutlich besseres Abkommen“ für die Vereinigten Staaten erzielt, wodurch die Öffnung der Brücke ermöglicht werde. „Das ursprüngliche Abkommen war für mich inakzeptabel“, erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social. „Das neue Abkommen ist großartig und fair.“ Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person, die USA würden nun 50 Prozent der Mauteinnahmen und ein Vetorecht gegen Mauterhöhungen um zehn Prozent oder mehr bekommen. Der Bau der Brücke begann 2018 und wurde von Kanada allein finanziert. Die Kosten sollten über 30 Jahre durch Mautgebühren gedeckt werden. Im Februar hatte Trump Kanadas Weigerung, bestimmte alkoholische Getränke aus den USA in kanadischen Geschäften anzubieten, Kanadas Zölle auf Milchprodukte und seine Handelsgespräche mit China als Gründe dafür genannt, warum er die Öffnung der Brücke möglicherweise nicht zulassen werde. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos USA mahnen geordneten Machtwechsel in Kolumbien an Die USA und mehrere lateinamerikanische Staaten haben Kolumbiens Behörden nach der Präsidentenwahl zur Einhaltung der Verfassung und zu einem geordneten Machtwechsel aufgerufen. „Wir richten einen nachdrücklichen Appell an alle kolumbianischen Behörden, in strikter Übereinstimmung mit der Verfassung, dem Gesetz und den demokratischen Grundsätzen zu handeln“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Zu den Unterzeichnern gehören neben den USA unter anderem Argentinien, Ecuador und El Salvador sowie weitere Staaten in Lateinamerika und der Karibik, die US-Präsidenten Donald Trump politisch nahestehen. Mit „großer Sorge“ beobachteten die Regierungen demnach jüngste Äußerungen und Handlungen, die ohne ausreichende Belege Zweifel an der Integrität des Wahlprozesses in Kolumbien säten und Unsicherheit über den institutionellen Übergang erzeugten. Zugleich betonten die Unterzeichner, nur der von den zuständigen Wahlbehörden offiziell festgestellte Wählerwille verleihe staatlicher Macht demokratische Legitimität. Versuche, das offiziell verkündete Wahlergebnis oder den Übergangsprozess zu delegitimieren oder zu behindern, wiesen sie zurück. Hintergrund ist der Streit um den Regierungswechsel in Kolumbien. Der gewählte Präsident Abelardo de la Espriella hatte den formellen Übergangsprozess ausgesetzt, nachdem die scheidende linke Regierung unter Präsident Gustavo Petro den Wahlausgang wegen angeblichen Wahlbetrugs infrage gestellt hatte.  Petro kündigte später zwar an, die Macht am 6. August zu übergeben, erkannte den Wahlsieg seines rechten Nachfolgers aber weiterhin nicht an. De la Espriella wirft dem Regierungslager einen Putschversuch vor. Bei der Präsidentenwahl kam der von US-Präsident Trump unterstützte Kandidat auf rund 49,6 Prozent der Stimmen, der linke Regierungskandidat Iván Cepeda auf rund 48,7 Prozent. Petro selbst durfte nicht mehr antreten, weil die Wiederwahl des Präsidenten in der Verfassung untersagt ist. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Irem Yildirim US-Zeugen widersprechen ICE nach Todesschüssen auf Mexikaner Nach tödlichen Schüssen auf einen Mexikaner bei einem Einsatz der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE haben Augenzeugen der offiziellen Darstellung widersprochen, es habe sich um „Notwehr“ gehandelt. Der Anwalt der Zeugen, Hugo Balderas-Ibarra, sagte am Freitag, der Mexikaner habe sein Fahrzeug nicht „als tödliche Waffe“ eingesetzt, wie von ICE und dem Heimatschutzministerium behauptet. Die Zeugen hätten bestätigt, dass sich der ICE-Mitarbeiter zu keinem Zeitpunkt direkt vor dem Wagen des Mexikaners befunden habe. Er habe vielmehr von der Seite auf das Fahrzeug geschossen und den am Steuer sitzenden Lorenzo Salgado getroffen. Der Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Das US-Heimatschutzministerium hatte angegeben, der Mexikaner habe bei einer Kontrolle in Houston im Bundesstaat Texas „versucht, sich der Festnahme zu entziehen“ und habe „sein Fahrzeug als Waffe eingesetzt“, um „einen ICE-Bundesbediensteten zu überfahren“. Daraufhin habe der ICE-Mitarbeiter „in Notwehr von seiner Dienstwaffe Gebrauch“ gemacht.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Kirk-Attentäter soll Reue gezeigt haben Der nach dem tödlichen Angriff auf den rechten Aktivisten Charlie Kirk angeklagte Tatverdächtige Tyler Robinson hat laut Aussagen seines Mitbewohners am Tag nach der Tat Reue gezeigt. Das sagte Robinsons Mitbewohner in einer Videoaufnahme aus, die vor Gericht in Provo im Bundesstaat Utah gezeigt wurde.  Robinson muss sich derzeit in einer Vorverhandlung verantworten, in der die Beweislage geprüft wird. Ziel ist es festzustellen, ob hinreichender Verdacht für die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den 23 Jahre alten Robinson besteht. Robinson ist unter anderem wegen Mordes angeklagt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe. Der Mitbewohner sagte nun aus, er habe Robinson am 11. September 2025 im gemeinsamen Zuhause angetroffen. Robinson sei in der Wohnung „viel herumgelaufen“. Er begann laut Gerichtsaussage des Mitbewohners zu weinen, „und er sagte, er wünschte, er hätte es nicht getan“. Dann sei er weiter herumgelaufen und „hat einfach Sachen gemacht – ich glaube, um sich abzulenken“. Im Detail habe der Tatverdächtige nicht über die Tat gesprochen. Er habe allerdings bestätigt, dass seine Aussagen vom Vorabend wahr seien. Am Vorabend hatten Robinson und sein Mitbewohner sich in Textnachrichten über die Tat ausgetauscht. In der Anhörung wurden auch jene Chatnachrichten gezeigt, die Robinson und sein Mitbewohner nach der Tat ausgetauscht hatten. In einer Nachricht fragte Letzterer, wie vor Gericht verlesen wurde, warum Robinson „es getan“ habe. Dieser antwortete: „Ich hatte genug von seinem Hass. Manchen Hass kann man nicht wegverhandeln.“ Kirk war am 10. September 2025 erschossen worden, als er auf einem Uni-Campus im Bundesstaat Utah im Freien gesprochen hatte. Kirk machte sich als Verfechter der Meinungsfreiheit einen Namen. Mit seiner Organisation Turning Point USA besuchte er Hochschulen und forderte Studierende – vor allem solche mit anderer politischer Haltung – zur Debatte heraus. Kritiker warfen ihm rassistische, homophobe, transfeindliche und sexistische Ansichten vor. Kirk unterstützte Donald Trump in dessen Wahlkampf und war ein einflussreicher Vertreter von dessen Bewegung „Make America Great Again“ (MAGA). Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Fabian Drahmoune Trump drängt offenbar Mitglieder aus Wahlkommission Vier Monate vor den Zwischenwahlen in den USA hat Präsident Donald Trump eine unabhängige Wahlkommission demontiert. Die verbliebenen drei Mitglieder der Kommission für Wahlunterstützung seien von Trump aus dem Amt gedrängt worden, berichteten US-Medien übereinstimmend. Die Behörde war 2002 vom Kongress ins Leben gerufen worden und soll die Bundesstaaten unter anderem mit Bundesmitteln bei der Organisation von Wahlen unterstützen. Wahlen sind in den USA im Wesentlichen Sache der Bundesstaaten, nicht der Zentralregierung. Die vier Kommissare sollen im Normalfall zu gleichen Teilen von Republikanern und Demokraten gestellt werden. Zuletzt saßen allerdings nur noch drei Mitglieder in dem Gremium, ein Posten war vakant. Die vier Kommissare sollen im Normalfall zu gleichen Teilen von Republikanern und Demokraten gestellt werden. Zuletzt saßen allerdings nur noch drei Mitglieder in dem Gremium, ein Posten war vakant. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Fabian Drahmoune Trump-Regierung will Abgasnormen für Lastwagen aufweichen Neuer Rückschlag für den Umweltschutz in den USA: Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will Abgasnormen für Lastwagen aufweichen, die unter seinem demokratischen Vorgänger Joe Biden beschlossen worden waren. Dies kündigte am Donnerstag der Chef der Umweltschutzbehörde EPA, Lee Zeldin, vor Journalisten an. Die von der Vorgängerregierung beschlossenen Vorschriften bedeuteten eine „Kostenexplosion“ für Lkw-Hersteller und Spediteure, sagte er zur Begründung. Die betreffende Verordnung war 2023 verabschiedet worden. Sie zielte darauf ab, die Stickoxid-Emissionen aus Lkw-Auspuffen ab dem Modelljahr 2027 zu reduzieren. Stickoxide tragen zur Bildung von Smog in Städten bei, der unter anderem Atemwegs- und Herzerkrankungen auslösen kann. Nun will die Trump-Regierung die Verordnung aufweichen. Vor allem sollen nach Angaben Zeldins die Garantie-Anforderungen an die Lkw-Hersteller beim Abgas-Ausstoß gelockert werden. Damit die Pläne der Regierung umgesetzt werden können, ist allerdings zunächst noch eine öffentliche Konsultation mit Experten notwendig. Die betreffende Verordnung war 2023 verabschiedet worden. Sie zielte darauf ab, die Stickoxid-Emissionen aus Lkw-Auspuffen ab dem Modelljahr 2027 zu reduzieren. Stickoxide tragen zur Bildung von Smog in Städten bei, der unter anderem Atemwegs- und Herzerkrankungen auslösen kann. Nun will die Trump-Regierung die Verordnung aufweichen. Vor allem sollen nach Angaben Zeldins die Garantie-Anforderungen an die Lkw-Hersteller beim Abgas-Ausstoß gelockert werden. Damit die Pläne der Regierung umgesetzt werden können, ist allerdings zunächst noch eine öffentliche Konsultation mit Experten notwendig. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Fabian Drahmoune Mutmaßlicher Anschlagsplan zu Trumps Geburtstag: Acht Männer angeklagt Wegen eines mutmaßlich geplanten Anschlags auf ein Kampfsport-Event am Geburtstag von Präsident Donald Trump sind acht Männer angeklagt worden. Eine Grand Jury in Columbus legt ihnen Verschwörung zur Unterstützung von Terroristen, zum Mord auf dem Hoheitsgebiet der Regierung sowie zum Mord an einem Regierungsmitglied zur Last, wie das Justizministerium mitteilte. Damit droht den Männern eine lebenslange Gefängnisstrafe. Die Verdächtigen wollten nach Angaben des Justizministeriums mit Sprengstoff bestückte Drohnen rund um das Kampfsport-Event einsetzen, um ein Abbruch der Veranstaltung zu erzwingen. Im Anschluss sollten Scharfschützen demnach „ranghohe Ziele“ in der flüchtenden Menschenmenge ins Visier nehmen. Zuvor hatten die Ermittler von sieben Festnahmen berichtet, diese Woche sei eine weitere im Bundesstaat West Virginia dazugekommen. Der 21 Jahre alte Tatverdächtige war demnach als Scharfschütze vorgesehen. Die Verdächtigen wollten nach Angaben des Justizministeriums mit Sprengstoff bestückte Drohnen rund um das Kampfsport-Event einsetzen, um ein Abbruch der Veranstaltung zu erzwingen. Im Anschluss sollten Scharfschützen demnach „ranghohe Ziele“ in der flüchtenden Menschenmenge ins Visier nehmen. Zuvor hatten die Ermittler von sieben Festnahmen berichtet, diese Woche sei eine weitere im Bundesstaat West Virginia dazugekommen. Der 21 Jahre alte Tatverdächtige war demnach als Scharfschütze vorgesehen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

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12. Juli
ZDF heute

US-Senator Lindsey Graham ist tot

Trump Vertrauter:US-Senator Lindsey Graham ist tot Der prominente US-Senator Lindsey Graham ist tot. Der Trump-Vertraute starb mit 71 Jahren nach plötzlicher Erkrankung, teilte sein Büro mit. Der US-Senator Lindsey Graham ist am Samstagabend nach einer kurzen und plötzlichen Erkrankung verstorben, wie der Kommunikationsdirektor seines Büros am frühen Sonntag in einem Beitrag auf X mitteilte. Graham war nach US-Medienberichten gerade von einer Reise aus der Ukraine zurückgekehrt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte dem Republikaner für seinen zehnten Besuch in dem von Russland angegriffenen Land gedankt und Aufnahmen von dem Treffen verbreitet. Heute war bei NBC News eigentlich ein Interview mit ihm geplant, wie der Sender berichtete. X-Post von Selenskyj Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von X nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von X übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von X informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen. Erst lautstarker Kritiker, dann Verbündeter von Trump Lindsey Graham (71) war ein prominenter republikanischer Senator aus South Carolina. Zu Beginn seiner Karriere war er ein lautstarker Kritiker von US-Präsident Donald Trump, bevor er zu einem seiner loyalsten Verbündeten auf dem Capitol Hill wurde. Donald Trump spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung in South Carolina an der Seite: Lindsey Graham. Quelle: APDer aus South Carolina stammende Graham war unter anderem häufiger Gast auf der Münchner Sicherheitskonferenz, in Februar trat er am Rande der Konferenz bei einer Großveranstaltung der iranischen Exil-Opposition auf. "Senator Grahams Familie freut sich in dieser Zeit über Gebete und bittet um Privatsphäre während dieser unglaublich schwierigen Phase", fügte sein Büro hinzu. Statement seines Büros Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von X nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von X übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von X informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen. Trump: "Graham war einer der großartigsten Menschen" US-Präsident Trump hat Graham gewürdigt und seine Trauer über die Todesnachricht zum Ausdruck gebracht. "Senator Lindsey Graham, einer der großartigsten Menschen und Senatoren, die ich je gekannt habe, ist gestorben!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, kurz nachdem sich die Nachricht in der US-Nacht verbreitet hatte. Er war immer am Arbeiten und war ein wahrer amerikanischer Patriot. Lindsey wird uns sehr fehlen!!! Donald Trump, US-Präsident Ben Gvir: Israel hat einen großen Freund verloren Israels rechtsextremer Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, hat auf X ebenfalls den Tod des US-Senators betrauert. Israel habe "einen seiner größten Freunde" verloren, schrieb Ben Gvir. Graham stand an der Seite Israels nicht, weil es einfach war, sondern weil er glaubte, dass es richtig war. Itamar Ben Gvir, Israels rechtsextremer Minister für Nationale Sicherheit Seine Unterstützung und moralische Klarheit hätten ihm die Bewunderung von Millionen Israelis eingebracht. Der Staat Israel werde seine Freundschaft und sein Engagement für Israels Sicherheit stets in Erinnerung behalten, so der Minister. X-Post von Ben Gvir Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von X nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von X übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von X informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich betroffen. Graham sei ein echter Freund und Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis gewesen, schrieb der CDU-Politiker in Englisch auf X. "Ich werde ihn vermissen", fügte Merz hinzu. Seit 2002 im US-Senat Graham wurde im Jahr 2002 in den US-Senat gewählt. Vor seiner Amtszeit im Oberhaus wurde er laut seiner Website 1994 für den dritten Kongresswahlbezirk von South Carolina in das US-Repräsentantenhaus gewählt. Als Verfechter einer harten Verteidigungspolitik ("Defense Hawk") hatte er sich laut seiner Website "konsequent für Ergebnisse im Krieg gegen den Terror eingesetzt, die unsere langfristigen nationalen Sicherheitsinteressen schützen". Graham war nicht verheiratet und lebte in Seneca, South Carolina (USA). Mehr aus den USA und Trump - Nachrichten | Thema:USA - Nachrichten aktuell - Nachrichten | Thema:Donald Trump - Präsident unter Druck:US-Senat stimmt gegen Trumps Iran-Kriegsführungmit Video1:04

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