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Montag, 23. März 2026
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Tote bei russischen Drohnenangriffen in der Ukraine

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1. Februar
Tagesschau

Tote bei russischen Drohnenangriffen in der Ukraine

Krieg gegen die Ukraine Tote nach russischen Angriffen in Dnipro Keine weiteren Angriffe auf ukrainische Energieanlagen - an diese Zusage scheint sich Russland zu halten. Den Beschuss setzte der Kreml dennoch fort. Allein bei einem Drohnenangriff auf einen Bus mit Bergleuten starben mindestens zwölf Menschen. In der Ukraine hat die russische Armee seine Angriffe fortgesetzt. Dabei starben ukrainischen Angaben zufolge mehrere Menschen, weitere wurden teils schwer verletzt. Demnach sollen bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bus mit Bergleuten in Dnipro mindestens zwölf Menschen getötet worden sein. Rettungsdienste hatten zuvor von 15 Getöteten gesprochen. Sieben weitere Menschen seien verletzt worden. Ein von dem Angriff verursachtes Feuer sei gelöscht worden, hieß es. DTEK, der größte private Energiekonzern des Landes, erklärte, es handele sich bei dem Bus um ein Fahrzeug seiner Unternehmensflotte. Russland verübe "einen groß angelegten Terroranschlag auf DTEK-Minen in der Region Dnipropetrowsk", schrieb das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Bergleute seien gerade von einer Schicht zurückgekehrt. Ukraine meldet 90 russische Drohnenangriffe Bei einem weiteren russischen Drohnenangriff in Dnipro starben nach Behördenangaben in der Nacht mindestens zwei Menschen, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilte. Ein Haus sei zerstört, zwei weitere Gebäude seien beschädigt worden. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten insgesamt 90 russische Drohnenangriffe im Land, insgesamt habe es gut ein Dutzend Einschläge gegeben. Im südukrainischen Saporischschja wurden demnach bei einem Angriff der russischen Streitkräfte eine Entbindungsklinik getroffen und mindestens sechs Menschen verletzt, wie der Regionalgouverneur Iwan Fedorow mitteilte. Auch auf die südliche Region Cherson flog die russische Armee einen Angriff. Behördenangaben zufolge wurde dabei eine 59-jährige Frau schwer verletzt. Trump hatte Druck erhöht Der Kreml hatte einer Bitte von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, auf neue Angriffe gegen Energieanlagen vorübergehend zu verzichten - angesichts der eisigen Kälte und schweren Schäden an der Infrastruktur. Die Vereinbarung sollte nach russischen Angaben zunächst nur bis zu diesem Sonntag gelten, um auch eine gute Grundlage für die Verhandlungen in Abu Dhabi zu schaffen. Dort wollten Ukraine und Russland ihre Gespräche über ein Ende des Krieges heute fortsetzen. Laut Präsident Selenskyj könnten die Verhandlungen aber verschoben werden. Landesweite Stromabschaltungen Neue Meldungen über russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen gab es zunächst nicht. Nach einem Blackout am Samstag durch einen Ausfall von Leitungen dauerten die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung an. Im ganzen Land gab es Behörden zufolge weiter Notabschaltungen. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, dass immer mehr Häuser wieder an die Heizungsversorgung angeschlossen würden. Demnach waren am Morgen noch rund 1.000 Häuser in der Hauptstadt ohne Wärmeversorgung - nach 3.500 Häusern am Vorabend. Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Laut Präsident Selenskyj versuche Russland durch die Angriffe auch die Logistik im ganzen Land zu stören. "In der vergangenen Woche hat Russland mehr als 980 Angriffsdrohnen, fast 1.100 gelenkte Luftbomben und zwei Raketen gegen die Ukraine eingesetzt", schrieb er auf X. "Wir registrieren russische Versuche, die Logistik und die Verbindungen zwischen Städten und Gemeinden zu zerstören. Genau deshalb besteht weiterhin die Notwendigkeit, den Luftraum zu schützen."

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1. Februar
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Krieg in der Ukraine: Mindestens zwölf Tote bei russischem Angriff auf ukrainischen Bus

Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Selenskij: Nächste Woche neue Gespräche mit USA und Russland Tote nach russischen Luftangriffen Tausende Haushalte in Kiew nach Stromkollaps ohne Heizung Kiew meldet kompletten Ausfall der Metro Russland greift weiter an – wohl nur keine Energieanlagen Mindestens zwölf Tote bei russischem Angriff auf Pawlohrad Bei einem russischen Drohnenangriff auf die zentralukrainische Stadt Pawlohrad sind nach neuesten offiziellen Angaben mindestens zwölf Menschen getötet worden. Weitere 16 Personen seien verletzt worden, neun von ihnen schwer, teilte die Minenleitung DTEK auf Telegram mit. Ursprünglich hatte sie von 15 Todesopfern gesprochen. Nach ersten Berichten ukrainischer Medien traf eine russische Kampfdrohne einen mit Grubenarbeitern besetzten Bus. Die Kumpel waren nach Angaben von DTEK nach dem Schichtwechsel auf dem Heimweg. Weitere Drohnen schlugen auf dem Gelände des Kohle-Bergbaus ein. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij stufte den Angriff als „exemplarisches Verbrechen“ ein, das zeige, dass Russland für die Eskalation verantwortlich sei. „Das Böse muss ein Ende finden“, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Nach ersten Berichten ukrainischer Medien traf eine russische Kampfdrohne einen mit Grubenarbeitern besetzten Bus. Die Kumpel waren nach Angaben von DTEK nach dem Schichtwechsel auf dem Heimweg. Weitere Drohnen schlugen auf dem Gelände des Kohle-Bergbaus ein. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij stufte den Angriff als „exemplarisches Verbrechen“ ein, das zeige, dass Russland für die Eskalation verantwortlich sei. „Das Böse muss ein Ende finden“, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Verletzte nach russischem Angriff auf Geburtsklinik Bei russischen Drohnenangriffen auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind nach Behördenangaben mindestens neun Menschen verletzt worden. Militärgouverneur Iwan Fedorow sprach davon, dass eine Geburtsklinik getroffen worden sei und es sechs Verletzte gebe – darunter zwei Frauen, die dort zu einer Untersuchung gewesen seien. Fedorow veröffentlichte auch Fotos von einem verwüsteten Gebäude. Bei einem zweiten Schlag seien zwei Frauen und ein vier Jahre altes Kind verletzt worden, teilte der Militärgouverneur mit. Selenskij: Nächste Woche neue Gespräche mit USA und Russland Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat für kommende Woche neue Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges in Abu Dhabi angekündigt. „Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest – 4. und 5. Februar in Abu Dhabi“, teilte er bei Telegram mit. Er habe einen entsprechenden Bericht seines Verhandlungsteams erhalten. Trilaterale Gespräche – also zwischen ukrainischen und russischen Vertretern sowie US-Unterhändlern – hatte es vergangenes Wochenende bereits in Abu Dhabi gegeben. Von russischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung. „Die Ukraine ist bereit für eine substanzielle Diskussion, und wir sind an einem Ergebnis interessiert, das uns einem echten und würdigen Ende des Krieges näher bringt", teilte Selenskij mit. Allein in der vergangenen Woche habe Russland die Ukraine unter anderem mit 980 Drohnen und fast 1100 Gleitbomben angegriffen. Das Land brauche dringend Luftabwehrraketen. Ukrainer und Russen hatten für diesen Sonntag angekündigt, in Abu Dhabi ihre vor einer Woche nach langer Zeit begonnenen direkten Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges wieder aufzunehmen. Es war unklar, ob es dort zu einem Treffen kam. Der Kreml in Moskau und Selenskij hatten den Termin zwar angekündigt, aber – wie vorige Woche – weder einen genauen Ort noch einen Zeitpunkt genannt. Musk schränkt offenbar russische Nutzung von Starlink ein Das Satelliteninternet des Milliardärs Elon Musk "Starlink" spielt im Krieg in der Ukraine eine wichtige Rolle. Die ukrainischen Streitkräfte sind von dem Dienst abhängig, die Kommunikation an der Front sowie im Hinterland läuft darüber, Angriffe werden damit geplant und ausgeführt. Aber auch Russland nutzt Starlink, allerdings ohne die Zustimmung Musks. In der vergangenen Woche hatten die ukrainischen Behörden öffentlich gemacht, dass die russische Armee die Reichweite einiger Drohnen mit Hilfe von Starlink auf mehrere Hundert Kilometer vergrößert habe. Mit diesen Starlink-Drohnen sei Russland in der Lage auch Nato-Gebiet wie etwa Rumänien, Polen oder das Baltikum zu erreichen, warnte etwa das Institute for the Study of War. Auf Bestreben des ukrainischen Verteidigungsministers Mychailo Fedorow ist Starlink nun offenbar gegen die unbefugte Nutzung Starlinks durch Russland vorgegangen. "Es sieht so aus, als hätten die Schritte, die wir unternommen haben, um die unbefugte Nutzung von Starlink durch Russland zu stoppen, funktioniert", teilt der SpaceX-Chef auf der Plattform X mit. In der vergangenen Woche hatten die ukrainischen Behörden öffentlich gemacht, dass die russische Armee die Reichweite einiger Drohnen mit Hilfe von Starlink auf mehrere Hundert Kilometer vergrößert habe. Mit diesen Starlink-Drohnen sei Russland in der Lage auch Nato-Gebiet wie etwa Rumänien, Polen oder das Baltikum zu erreichen, warnte etwa das Institute for the Study of War. Auf Bestreben des ukrainischen Verteidigungsministers Mychailo Fedorow ist Starlink nun offenbar gegen die unbefugte Nutzung Starlinks durch Russland vorgegangen. "Es sieht so aus, als hätten die Schritte, die wir unternommen haben, um die unbefugte Nutzung von Starlink durch Russland zu stoppen, funktioniert", teilt der SpaceX-Chef auf der Plattform X mit. Tote nach russischen Luftangriffen Während in Kürze die Gespräche zwischen der ukrainischen und der russischen Delegation in Abu Dhabi fortgesetzt werden, hat die Ukraine erneut Angriffe überstehen müssen. Laut der Luftwaffe habe es mehr als 90 Drohnenangriffe gegeben, in der Großstadt Dnipro sind den dortigen Behörden zufolge dabei zwei Menschen getötet worden. Ein Haus sei zerstört, zwei weitere Gebäude seien beschädigt worden. Dem ukrainischen Präsidenten zufolge konzentriert sich Russland bei seinen Angriffen derzeit auf die ukrainische Logistik sowie auf Straßen und Bahngleise. Wolodimir Selenskij zufolge hat Russland im Januar mit mehr als 6000 Drohnen, 5500 Gleitbomben sowie 158 Raketen unterschiedlicher Typen angegriffen. Auf Bitten der USA verzichtet die russische Armee offenbar während der Gespräche in Abu Dhabi auf weitere Angriffe auf die schwerbeschädigte Energieinfrastruktur des Landes. Diese Vereinbarung endet am Sonntag. Dem ukrainischen Präsidenten zufolge konzentriert sich Russland bei seinen Angriffen derzeit auf die ukrainische Logistik sowie auf Straßen und Bahngleise. Wolodimir Selenskij zufolge hat Russland im Januar mit mehr als 6000 Drohnen, 5500 Gleitbomben sowie 158 Raketen unterschiedlicher Typen angegriffen. Auf Bitten der USA verzichtet die russische Armee offenbar während der Gespräche in Abu Dhabi auf weitere Angriffe auf die schwerbeschädigte Energieinfrastruktur des Landes. Diese Vereinbarung endet am Sonntag. Ukrainer und Russen setzen Gespräche in Abu Dhabi fort An diesem Sonntag wollen Ukrainer und Russen in Abu Dhabi ihre vor einer Woche begonnenen direkten Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges wieder aufnehmen. Der Kreml in Moskau und der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij bestätigten den Termin zwar, nannten aber weder – wie vorige Woche – einen genauen Ort noch einen Zeitpunkt. Vor einer Woche liefen die Gespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Vermittlung der USA mit ihrem Chefunterhändler Steve Witkoff. Diesmal verhandeln die Kriegsparteien ohne US-Vertreter. Zwar sprachen die Verhandlungsteams immer wieder von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung auf ein Friedensabkommen ist bisher aber nicht in Sicht. Vor allem ist weiter die für Moskau zentrale Territorialfrage offen. Russland verlangt, dass sich die Ukraine auch aus jenen Teilen des Donbass zurückzieht, die weiter von Kiew kontrolliert werden. Präsident Selenskij hatte solche Gebietsabtretungen wiederholt abgelehnt. An der Spitze der ukrainischen Delegation steht Verhandlungsführer Rustem Umjerow in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Das russische Verhandlungsteam wird vom Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, geleitet. Russland hatte sich vor dem Hintergrund der Verhandlungen bereiterklärt, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden in Kiew und anderen Städten von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zeitweilig abzusehen. Angriffe auf andere Ziele wurden aber fortgesetzt. Kremlsprecher Dmitrij Peskow sagte, dass die begrenzte Feuerpause nur bis zu diesem Sonntag gelte, um für die Verhandlungen eine gute Grundlage zu schaffen. Zwar sprachen die Verhandlungsteams immer wieder von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung auf ein Friedensabkommen ist bisher aber nicht in Sicht. Vor allem ist weiter die für Moskau zentrale Territorialfrage offen. Russland verlangt, dass sich die Ukraine auch aus jenen Teilen des Donbass zurückzieht, die weiter von Kiew kontrolliert werden. Präsident Selenskij hatte solche Gebietsabtretungen wiederholt abgelehnt. An der Spitze der ukrainischen Delegation steht Verhandlungsführer Rustem Umjerow in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Das russische Verhandlungsteam wird vom Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, geleitet. Russland hatte sich vor dem Hintergrund der Verhandlungen bereiterklärt, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden in Kiew und anderen Städten von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zeitweilig abzusehen. Angriffe auf andere Ziele wurden aber fortgesetzt. Kremlsprecher Dmitrij Peskow sagte, dass die begrenzte Feuerpause nur bis zu diesem Sonntag gelte, um für die Verhandlungen eine gute Grundlage zu schaffen. Tausende Haushalte in Kiew nach Stromkollaps ohne Heizung In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem großen Stromausfall Tausende Häuser ohne Heizung. Zwischenzeitlich seien fast 3500 Häuser in verschiedenen Stadtteilen der Millionenmetropole betroffen gewesen, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Am späten Abend waren demnach noch immer etwa 2600 Haushalte ohne Heizung. Die Temperaturen in Kiew liegen derzeit im zweistelligen Minusbereich. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sagte in seiner abendlichen Videobotschaft: „Die Stadt, die Versorgungsbetriebe und die Energieversorger versprechen, die Situation in Bezug auf die Wärme bis morgen früh so weit wie möglich zu beheben. Aber das Tempo muss schneller sein.“ Grund für die massiven Probleme in vielen Teilen des Landes ist ein Ausfall von zwei Leitungen zwischen Rumänien und Moldau und auf dem Gebiet der Ukraine, wie Selenskij darlegte. Es sei ein Tag im Ausnahmezustand für die Regierung, das Energieministerium, die Energieunternehmen, regionalen und lokalen Behörden gewesen. „Die Ursachen werden derzeit untersucht“, sagte Selenskij. Womöglich sei Vereisung der Leitungen der Grund für den Kollaps gewesen. „Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine externe Einmischung oder einen Cyberangriff“, sagte Selenskij. Das Land habe auch seine Stromimporte erhöht. Nach Angaben des Energieministeriums ist die Versorgung vielerorts inzwischen wiederhergestellt. In Kiew teilte Bürgermeister Klitschko nach einem stundenlangen Ausfall der Metro mit, dass der Zugverkehr auf allen drei Linien wieder laufe. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sagte in seiner abendlichen Videobotschaft: „Die Stadt, die Versorgungsbetriebe und die Energieversorger versprechen, die Situation in Bezug auf die Wärme bis morgen früh so weit wie möglich zu beheben. Aber das Tempo muss schneller sein.“ Grund für die massiven Probleme in vielen Teilen des Landes ist ein Ausfall von zwei Leitungen zwischen Rumänien und Moldau und auf dem Gebiet der Ukraine, wie Selenskij darlegte. Es sei ein Tag im Ausnahmezustand für die Regierung, das Energieministerium, die Energieunternehmen, regionalen und lokalen Behörden gewesen. „Die Ursachen werden derzeit untersucht“, sagte Selenskij. Womöglich sei Vereisung der Leitungen der Grund für den Kollaps gewesen. „Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine externe Einmischung oder einen Cyberangriff“, sagte Selenskij. Das Land habe auch seine Stromimporte erhöht. Nach Angaben des Energieministeriums ist die Versorgung vielerorts inzwischen wiederhergestellt. In Kiew teilte Bürgermeister Klitschko nach einem stundenlangen Ausfall der Metro mit, dass der Zugverkehr auf allen drei Linien wieder laufe. Atomkraftwerk Tschernobyl kurzzeitig von externem Strom abgeschnitten Das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl war am Samstag nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) kurzzeitig von der externen Stromversorgung abgeschnitten. Der Anschluss sei inzwischen wiederhergestellt, teilte IAEA-Chef Rafael Grossi auf der Plattform X mit. Aufgrund technischer Probleme im Stromnetz hätten zudem andere ukrainische Kernkraftwerke ihre Leistung vorübergehend gedrosselt. Direkte Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit seien nicht zu erwarten, die Gesamtlage bleibe jedoch prekär, erklärte Grossi weiter. Das Kraftwerk liegt etwa 110 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kiew und war am 26. April 1986 Schauplatz der weltweit schwersten zivilen Atomkatastrophe. Damals explodierte der vierte Reaktorblock, wodurch eine radioaktive Wolke über weite Teile Europas zog. Die Anlage ist inzwischen vollständig stillgelegt, nachdem der Reaktor im Dezember 2000 abgeschaltet worden war. Über der Ruine wurde 2016 eine neue Schutzhülle errichtet. Russland übernahm nach Beginn seiner Invasion im Februar 2022 die Kontrolle über die Anlage, zog dann im März wieder ab. Das Kraftwerk liegt etwa 110 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kiew und war am 26. April 1986 Schauplatz der weltweit schwersten zivilen Atomkatastrophe. Damals explodierte der vierte Reaktorblock, wodurch eine radioaktive Wolke über weite Teile Europas zog. Die Anlage ist inzwischen vollständig stillgelegt, nachdem der Reaktor im Dezember 2000 abgeschaltet worden war. Über der Ruine wurde 2016 eine neue Schutzhülle errichtet. Russland übernahm nach Beginn seiner Invasion im Februar 2022 die Kontrolle über die Anlage, zog dann im März wieder ab. Kiew meldet kompletten Ausfall der Metro In der ukrainischen Hauptstadt Kiew fährt die Metro wegen eines Spannungsabfalls nicht mehr. Auch die Rolltreppen in den Stationen blieben stehen. Die Stadtverwaltung spricht von einem vorübergehenden Ausfall. Betroffen sind alle Linien. Zwar gab es seit Kriegsbeginn immer mal wieder einzelne Ausfälle. Dieses Ausmaß erlebt die Stadt jedoch das erste Mal. Besonders die rote Linie, die Stadtteile auf beiden Seiten des Flusses Dnipro verbindet, gilt als wichtige Verkehrsinfrastruktur in der Millionenmetropole. Ihr Ausfall führt zu Behinderungen in der Logistik der Stadt. In anderen Regionen des Landes gibt es wegen der Schäden an der Energieinfrastruktur nach russischen Angriffen ebenfalls Notabschaltungen und Stromausfälle. Und auch das Nachbarland Moldau ist betroffen: Im moldauischen Energiesystem gab es nach Angaben des Energieministeriums wegen Spannungsabfalls im ukrainischen Netz eine Notabschaltung. In der Hauptstadt Chisinau fallen Ampeln in den meisten Bezirken aus. Besonders die rote Linie, die Stadtteile auf beiden Seiten des Flusses Dnipro verbindet, gilt als wichtige Verkehrsinfrastruktur in der Millionenmetropole. Ihr Ausfall führt zu Behinderungen in der Logistik der Stadt. In anderen Regionen des Landes gibt es wegen der Schäden an der Energieinfrastruktur nach russischen Angriffen ebenfalls Notabschaltungen und Stromausfälle. Und auch das Nachbarland Moldau ist betroffen: Im moldauischen Energiesystem gab es nach Angaben des Energieministeriums wegen Spannungsabfalls im ukrainischen Netz eine Notabschaltung. In der Hauptstadt Chisinau fallen Ampeln in den meisten Bezirken aus. Russland greift weiter an – wohl nur keine Energieanlagen Russland hat nach einem erklärten vorübergehenden Verzicht auf den Beschuss von Energieanlagen seine Angriffe auf andere Ziele fortgesetzt. Es seien von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte der Verkehrsinfrastruktur und Munitionsdepots beschossen worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, dass Russland in der Nacht zum Samstag 85 Drohnen eingesetzt habe. Über Einschläge in Energieanlagen ist zunächst nichts bekannt. Auch Russland berichtete von abgewehrten ukrainischen Angriffen. Es seien unter anderem 47 Drohnen und 4 Gleitbomben abgeschossen worden. Zu Schäden machte das Ministerium wie immer keine Angaben. Russen und Ukrainer wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen. Russland hatte sich nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump bereiterklärt, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zeitweilig abzusehen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij erklärte, dass es keine Vereinbarung zwischen den Kriegsparteien über eine solche Feuerpause gebe. Er wolle sich aber auch daran halten und keine Objekte der russischen Ölindustrie angreifen, wenn Russland seine Ankündigung wahrmache. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, dass Russland in der Nacht zum Samstag 85 Drohnen eingesetzt habe. Über Einschläge in Energieanlagen ist zunächst nichts bekannt. Auch Russland berichtete von abgewehrten ukrainischen Angriffen. Es seien unter anderem 47 Drohnen und 4 Gleitbomben abgeschossen worden. Zu Schäden machte das Ministerium wie immer keine Angaben. Russen und Ukrainer wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen. Russland hatte sich nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump bereiterklärt, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zeitweilig abzusehen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij erklärte, dass es keine Vereinbarung zwischen den Kriegsparteien über eine solche Feuerpause gebe. Er wolle sich aber auch daran halten und keine Objekte der russischen Ölindustrie angreifen, wenn Russland seine Ankündigung wahrmache. Pistorius: Sehe bei Putin keinen Friedenswillen Für Sonntag sind in Abu Dhabi wieder Gespräche über ein Ende des Ukraine-Krieges geplant. Doch der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hat Zweifel an der Aufrichtigkeit Russlands. Zwar habe US-Präsident Donald Trump Bewegung in die Friedensverhandlungen gebracht, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Bislang sehe ich allerdings keine Anzeichen dafür, dass Russland ernsthaft Frieden will.“ Während der Verhandlungen der Kriegsparteien unter US-Vermittlung am vergangenen Wochenende habe Putin die Ukraine in einer Art und Weise bombardiert, „wie man es in diesem Krieg kaum erlebt hat“. Das habe nichts mehr mit einer militärischen Auseinandersetzung zu tun, so der Minister. „Das ist Terror, der sich ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung richtet – in einem Winter mit Temperaturen von minus 20 Grad.“ Zudem zeige sich Putin, wenn es darauf ankomme, an keiner Stelle kompromissbereit. Auf die Bemühungen um eine Angriffspause angesprochen, sagte Pistorius, wenn Putin die Gespräche in Abu Dhabi ernst nehmen würde, müsste er nicht um eine Feuerpause gebeten werden. Putin würde dann nicht nur die Angriffe in Kiew stoppen, sondern landesweit. „Ich habe große Zweifel, dass die Angriffspause auch nur ansatzweise von Moskau ernst genommen wird“, sagte der Minister. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte am Freitag gesagt, Russland komme der Bitte Trumps nach einer begrenzten und befristeten Waffenruhe in der Ukraine bis Sonntag nach. Diese bezieht sich allerdings nur auf den Beschuss von Energieanlagen, Verkehrsinfrastruktur und Munitionsdepots werden laut Kreml weiterhin beschossen. Während der Verhandlungen der Kriegsparteien unter US-Vermittlung am vergangenen Wochenende habe Putin die Ukraine in einer Art und Weise bombardiert, „wie man es in diesem Krieg kaum erlebt hat“. Das habe nichts mehr mit einer militärischen Auseinandersetzung zu tun, so der Minister. „Das ist Terror, der sich ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung richtet – in einem Winter mit Temperaturen von minus 20 Grad.“ Zudem zeige sich Putin, wenn es darauf ankomme, an keiner Stelle kompromissbereit. Auf die Bemühungen um eine Angriffspause angesprochen, sagte Pistorius, wenn Putin die Gespräche in Abu Dhabi ernst nehmen würde, müsste er nicht um eine Feuerpause gebeten werden. Putin würde dann nicht nur die Angriffe in Kiew stoppen, sondern landesweit. „Ich habe große Zweifel, dass die Angriffspause auch nur ansatzweise von Moskau ernst genommen wird“, sagte der Minister. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte am Freitag gesagt, Russland komme der Bitte Trumps nach einer begrenzten und befristeten Waffenruhe in der Ukraine bis Sonntag nach. Diese bezieht sich allerdings nur auf den Beschuss von Energieanlagen, Verkehrsinfrastruktur und Munitionsdepots werden laut Kreml weiterhin beschossen. Ukraine: Russland verschont Energieinfrastruktur, greift dafür aber Zuggleise an Nach einer von den USA angestoßenen Vereinbarung haben Russland und die Ukraine Präsident Wolodimir Selenskij zufolge ihre Angriffe auf Energieziele eingestellt. "In all unseren Regionen gab es von Donnerstagabend bis Freitag tatsächlich keine Angriffe auf Energieanlagen", sagt Selenskij in seiner nächtlichen Videoansprache. Auch die Ukraine habe im Gegenzug auf Schläge gegen russische Energieanlagen verzichtet. Russland konzentriere sich nun stattdessen auf Logistikziele wie Eisenbahnknotenpunkte. Konkret schrieb die ukrainische Vize-Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko auf X davon, dass Russland binnen 24 Stunden sieben Angriffe auf die Eisenbahn-Infrastruktur verübt habe. Dies sei vorsätzlicher Terror, der auf Menschen und zivilen Transport abziele. Konkret schrieb die ukrainische Vize-Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko auf X davon, dass Russland binnen 24 Stunden sieben Angriffe auf die Eisenbahn-Infrastruktur verübt habe. Dies sei vorsätzlicher Terror, der auf Menschen und zivilen Transport abziele. Kreml stimmt nach eigenen Angaben begrenzter Waffenruhe bis Sonntag zu Russland hat nach Angaben des Kremls der Bitte von US-Präsident Donald Trump um eine begrenzte Waffenruhe in der Ukraine bis Sonntag, 1. Februar, zugestimmt. Dies solle eine günstige Atmosphäre für Verhandlungen schaffen, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow nach Angaben der Nachrichtensendung „Westi“ des Staatsfernsehens in Moskau. Auch Trump hatte zuvor gesagt, Putin folge dieser Bitte. Zwischen der Ukraine und Russland ist für Sonntag eine nächste Gesprächsrunde in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant. Andere russische Medien zitierten Peskow zunächst nur mit der Bestätigung einer Anfrage aus Washington. „Tatsächlich hat sich Präsident Trump mit einer persönlichen Bitte an Präsident Putin gewandt, für eine Woche bis zum 1. Februar auf Angriffe auf Kiew zu verzichten, um günstige Bedingungen für Gespräche zu schaffen“, sagte Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Auf die Nachfrage, ob Putin zugestimmt habe, antwortete Peskow: „Das versteht sich, es war eine persönliche Bitte von Präsident Trump.“ Das geht aus dem von „Westi“ veröffentlichten Mitschnitt der Äußerungen des Kremlsprechers hervor. In der Hauptstadt Kiew und anderen Städten der Ukraine müssen Millionen Menschen seit Wochen nach russischen Angriffen bei winterlichen Temperaturen ohne Strom und Heizung ausharren. Und ab Sonntag soll es noch kälter werden: Meteorologen sagen Temperaturen von bis zu minus 26 Grad Celsius voraus. An der jetzigen Waffenruhe-Vereinbarung selbst ist einiges noch unklar. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij teilte mit, es handele sich nicht um eine formelle Waffenruhe, sondern eher um eine „Gelegenheit“. Selenskij sprach zudem von neuen Angriffen, auch wenn Kiew nicht betroffen war. Er erklärte, Russland habe in der Nacht zum Freitag keine Energieobjekte beschossen – stattdessen seinen Fokus auf die ukrainische Logistik verlagert und Straßen sowie Schienenwege angegriffen. Zudem sei bei einem Angriff in Charkiw die Produktionsstätte eines US-Unternehmens beschädigt worden. Andere russische Medien zitierten Peskow zunächst nur mit der Bestätigung einer Anfrage aus Washington. „Tatsächlich hat sich Präsident Trump mit einer persönlichen Bitte an Präsident Putin gewandt, für eine Woche bis zum 1. Februar auf Angriffe auf Kiew zu verzichten, um günstige Bedingungen für Gespräche zu schaffen“, sagte Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Auf die Nachfrage, ob Putin zugestimmt habe, antwortete Peskow: „Das versteht sich, es war eine persönliche Bitte von Präsident Trump.“ Das geht aus dem von „Westi“ veröffentlichten Mitschnitt der Äußerungen des Kremlsprechers hervor. In der Hauptstadt Kiew und anderen Städten der Ukraine müssen Millionen Menschen seit Wochen nach russischen Angriffen bei winterlichen Temperaturen ohne Strom und Heizung ausharren. Und ab Sonntag soll es noch kälter werden: Meteorologen sagen Temperaturen von bis zu minus 26 Grad Celsius voraus. An der jetzigen Waffenruhe-Vereinbarung selbst ist einiges noch unklar. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij teilte mit, es handele sich nicht um eine formelle Waffenruhe, sondern eher um eine „Gelegenheit“. Selenskij sprach zudem von neuen Angriffen, auch wenn Kiew nicht betroffen war. Er erklärte, Russland habe in der Nacht zum Freitag keine Energieobjekte beschossen – stattdessen seinen Fokus auf die ukrainische Logistik verlagert und Straßen sowie Schienenwege angegriffen. Zudem sei bei einem Angriff in Charkiw die Produktionsstätte eines US-Unternehmens beschädigt worden. Internationale Atomenergiebehörde: Mehrere Länder warnen vor Atomunfall in der Ukraine Mehrere Staaten warnen vor der steigenden Gefahr eines nuklearen Unfalls in der Ukraine. Die täglichen russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes hätten nicht nur Millionen Ukrainer der Winterkälte ausgesetzt, kritisierten zwölf Länder in einer Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. „Die Wahrscheinlichkeit eines Atomunfalls ist an den Abgrund der Realität gerückt“, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Staaten, darunter auch Deutschland. Angriffe auf Umspannwerke und zunehmende Schäden am Elektrizitätsnetz würden die nukleare Sicherheit gefährden, hieß es von der Ländergruppe. Sie wies darauf hin, dass für den sicheren Betrieb von Atomkraftwerken eine verlässliche Stromversorgung notwendig sei. Die Gruppe hatte die Sitzung des IAEA-Gouverneursrates einberufen. Sie umfasst Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Portugal und Rumänien. Die Vereinigten Staaten schlossen sich dem Vorstoß nicht an. Kernkraftwerke produzieren zwar selbst Energie, doch für die Kühlung des strahlenden Materials in den Anlagen wird externer Strom verwendet. Im Notfall werden Stromgeneratoren eingesetzt. Fallen die Kühlsysteme aus, droht im schlimmsten Fall eine Kernschmelze. Angriffe auf Umspannwerke und zunehmende Schäden am Elektrizitätsnetz würden die nukleare Sicherheit gefährden, hieß es von der Ländergruppe. Sie wies darauf hin, dass für den sicheren Betrieb von Atomkraftwerken eine verlässliche Stromversorgung notwendig sei. Die Gruppe hatte die Sitzung des IAEA-Gouverneursrates einberufen. Sie umfasst Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Portugal und Rumänien. Die Vereinigten Staaten schlossen sich dem Vorstoß nicht an. Kernkraftwerke produzieren zwar selbst Energie, doch für die Kühlung des strahlenden Materials in den Anlagen wird externer Strom verwendet. Im Notfall werden Stromgeneratoren eingesetzt. Fallen die Kühlsysteme aus, droht im schlimmsten Fall eine Kernschmelze. Selenskij: „Wenn Russland nicht auf unsere Energieanlagen feuert, dann werden wir ihre nicht angreifen“ Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat für eine mögliche begrenzte Waffenruhe mit Russland die Einstellung ukrainischer Attacken auf russische Objekte in Aussicht gestellt. „Wenn Russland nicht auf unsere Energieanlagen feuert, dann werden wir ihre nicht angreifen“, sicherte der Staatschef in einem Gespräch mit Journalisten zu. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, dass er Russlands Staatschef Wladimir Putin um einen Stopp russischer Luftangriffe auf Kiew für eine Woche für die Zeit erwarteter schwerer Fröste gebeten habe. Er sagte aber nicht, ab wann dieser Verzicht gelten soll. Der bislang letzte Luftalarm in Kiew wurde in der Nacht zum Mittwoch ausgelöst. In der Nacht zum Donnerstag flogen die Drohnen bereits an der ukrainischen Hauptstadt vorbei, schlugen aber andernorts im Land ein. Russische Militärblogger äußerten sich derweil empört. Es gebe Informationen, dass den russischen Streitkräften bereits seit Donnerstagmorgen (7 Uhr (Ortszeit)/5 Uhr MEZ) Schläge gegen Kiew und das Umland sowie gegen sämtliche Infrastrukturobjekte verboten worden seien, schrieb der Militärblogger Romanov Light. Er veröffentlichte mehrere Beiträge russischer Soldaten, die in dem Zusammenhang von „Verrat“ sprachen. Der dem russischen Verteidigungsministerium nahestehende Blog Rybar spekulierte, dass eine mögliche Pause mit der bevorstehenden Verhandlungsrunde in Abu Dhabi zusammenhängen könnte, wo Russen und Ukrainer unter Vermittlung der USA über ein Ende des seit vier Jahren dauernden Kriegs sprechen. Zugleich hieß es bei Rybar, eine Waffenruhe aus humanitären Erwägungen, um die ukrainische Bevölkerung während des Frostes zu schützen, sei „sinnlos“. Schläge gegen das ohnehin geschwächte Energienetz des Nachbarlands seien „ein sehr guter Hebel“ gegen Kiew, argumentierte der Blog. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, dass er Russlands Staatschef Wladimir Putin um einen Stopp russischer Luftangriffe auf Kiew für eine Woche für die Zeit erwarteter schwerer Fröste gebeten habe. Er sagte aber nicht, ab wann dieser Verzicht gelten soll. Der bislang letzte Luftalarm in Kiew wurde in der Nacht zum Mittwoch ausgelöst. In der Nacht zum Donnerstag flogen die Drohnen bereits an der ukrainischen Hauptstadt vorbei, schlugen aber andernorts im Land ein. Russische Militärblogger äußerten sich derweil empört. Es gebe Informationen, dass den russischen Streitkräften bereits seit Donnerstagmorgen (7 Uhr (Ortszeit)/5 Uhr MEZ) Schläge gegen Kiew und das Umland sowie gegen sämtliche Infrastrukturobjekte verboten worden seien, schrieb der Militärblogger Romanov Light. Er veröffentlichte mehrere Beiträge russischer Soldaten, die in dem Zusammenhang von „Verrat“ sprachen. Der dem russischen Verteidigungsministerium nahestehende Blog Rybar spekulierte, dass eine mögliche Pause mit der bevorstehenden Verhandlungsrunde in Abu Dhabi zusammenhängen könnte, wo Russen und Ukrainer unter Vermittlung der USA über ein Ende des seit vier Jahren dauernden Kriegs sprechen. Zugleich hieß es bei Rybar, eine Waffenruhe aus humanitären Erwägungen, um die ukrainische Bevölkerung während des Frostes zu schützen, sei „sinnlos“. Schläge gegen das ohnehin geschwächte Energienetz des Nachbarlands seien „ein sehr guter Hebel“ gegen Kiew, argumentierte der Blog.

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1. Februar
Die Zeit (Politik)

Krieg gegen die Ukraine: Ukraine meldet zwölf Tote bei Drohnenangriff auf Bergarbeiter

- Alle Artikel zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine. Eine Übersichtskarte mit den aktuellen Entwicklungen aktualisieren wir täglich hier. - Russische oder ukrainische Angaben zu Details einzelner Angriffe und zur Zahl Verletzter und Getöteter lassen sich derzeit nicht unabhängig verifizieren. - Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. - Wie wir bei der ZEIT Nachrichten zum Ukrainekrieg machen, finden Sie hier. Sven Crefeld Selenskyj nennt Angriff auf Bus "exemplarisches Verbrechen" Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den russischen Angriff auf einen mit Bergarbeitern besetzten Bus in der Region Dnipropetrowsk als ein "exemplarisches Verbrechen" bezeichnet. Die Drohnenattacke zeige, dass Russland für die Eskalation verantwortlich sei. "Das Böse muss ein Ende finden", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Bei dem russischen Drohnenangriff wurden nach neuesten offiziellen Angaben mindestens zwölf Menschen getötet. Weitere 16 Personen seien verletzt worden, neun von ihnen schwer, teilte die Minenleitung DTEK auf Telegram mit. Ursprünglich hatte DTEK von 15 Todesopfern gesprochen. Nach ersten Berichten ukrainischer Medien traf eine russische Kampfdrohne einen mit Grubenarbeitern besetzten Bus. Die Kumpel waren nach Angaben von DTEK nach dem Schichtwechsel auf dem Heimweg. Weitere Drohnen schlugen auf dem Gelände des Kohle-Bergbaus ein. Bei dem russischen Drohnenangriff wurden nach neuesten offiziellen Angaben mindestens zwölf Menschen getötet. Weitere 16 Personen seien verletzt worden, neun von ihnen schwer, teilte die Minenleitung DTEK auf Telegram mit. Ursprünglich hatte DTEK von 15 Todesopfern gesprochen. Nach ersten Berichten ukrainischer Medien traf eine russische Kampfdrohne einen mit Grubenarbeitern besetzten Bus. Die Kumpel waren nach Angaben von DTEK nach dem Schichtwechsel auf dem Heimweg. Weitere Drohnen schlugen auf dem Gelände des Kohle-Bergbaus ein. Marlena Wessollek SpaceX leitet Maßnahmen gegen Russlands Zugang zu Starlink ein Der amerikanische Raumfahrtkonzern SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk hat Russlands Zugang zur Satellitenverbindung Starlink erschwert. Es seien mit SpaceX gemeinsame Schritte unternommen worden, die zu schnellen Ergebnissen im Kampf gegen russische Drohnen geführt hätten, teilte der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf Telegram mit. Die ersten Maßnahmen zeigten bereits Wirkung, schrieb er auf X. "Es scheint, dass die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, um die unbefugte Nutzung von Starlink durch Russland zu verhindern, funktioniert haben", teilte auch Musk mit. Angesichts von Berichten über russische Drohnen mit Starlink-Satellitenverbindung hatte das ukrainische Verteidigungsministerium den Konzern kontaktiert. Russland hatte sich laut der Ukraine über Drittländer die Ausrüstung für den Zugang zu der von SpaceX bereitgestellten Internetverbindung beschafft und diese in eigene Kampfdrohnen eingebaut. Dadurch wurden die Drohnen immun gegen ukrainische Flugabwehrsysteme. Dies werde sich nun mit einer neuen Form der Verifizierung der Nutzer ändern, kündigte Fedorow an. Nicht verifizierte Terminals würden deaktiviert. Angesichts von Berichten über russische Drohnen mit Starlink-Satellitenverbindung hatte das ukrainische Verteidigungsministerium den Konzern kontaktiert. Russland hatte sich laut der Ukraine über Drittländer die Ausrüstung für den Zugang zu der von SpaceX bereitgestellten Internetverbindung beschafft und diese in eigene Kampfdrohnen eingebaut. Dadurch wurden die Drohnen immun gegen ukrainische Flugabwehrsysteme. Dies werde sich nun mit einer neuen Form der Verifizierung der Nutzer ändern, kündigte Fedorow an. Nicht verifizierte Terminals würden deaktiviert. Sven Crefeld Ukraine meldet 15 Tote bei Angriff auf einen Bus mit Bergarbeitern Bei einem russischen Drohnenangriff in der Region Dnipropetrowsk sind offenbar 15 Menschen getötet worden. Laut einer Mitteilung des ukrainischen Energieunternehmens DTEK und staatlicher Behörden habe es außerdem sieben Verletzte gegeben. Bei den Getöteten und Verwundeten handelt es sich demzufolge um Bergarbeiter. DTEK veröffentlichte in seiner Mitteilung auf X ein Foto, das einen zum Teil zerstörten Bus zeigt. DTEK sprach von einem "massiven Terrorangriff" Russlands auf eine Kohlengrube in der Stadt Terniwka, etwa 100 Kilometer von Dnipro entfernt. Alle getöteten und verletzten Männer seien Beschäftigte des Unternehmens, die von einer Schicht zurückgekehrt seien. Der Bus, der diese Arbeiter transportieren sollte, sei von einer russischen Drohne getroffen worden. Der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal warf Russland auf Telegram einen "zynischen und gezielten Angriff auf Beschäftigte des Energiesektors" vor. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal warf Russland auf Telegram einen "zynischen und gezielten Angriff auf Beschäftigte des Energiesektors" vor. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Sven Crefeld Ukraine meldet Drohnenangriff auf eine Klinik Bei russischen Angriffen auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind nach Behördenangaben mindestens neun Menschen verletzt worden. Militärgouverneur Iwan Fedorow meldete, dass eine Geburtsklinik von einer Drohne getroffen worden sei und es sechs Verletzte gebe, darunter zwei Frauen, die dort zu einer Untersuchung gewesen seien. Fedorow veröffentlichte Fotos von einem verwüsteten Gebäude. Bei einem zweiten Drohnenschlag seien zwei Frauen und ein vier Jahre altes Kind verletzt worden, teilte der Militärgouverneur mit. Iven Fenker Gespräche zwischen Russland und Ukraine verschoben Die Gespräche zwischen Vertretern Russlands und der Ukraine in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein mögliches Kriegsende sind auf kommenden Mittwoch verschoben worden. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Die direkten Verhandlungen zwischen Vertretern der USA, Russlands und der Ukraine waren ursprünglich für diesen Sonntag geplant gewesen. „"Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest: 4. und 5. Februar in Abu Dhabi."“Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine Omid Rezaee Selenskyj wirft Russland gezielte Angriffe auf ukrainische Logistik vor Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vorgeworfen, systematisch die Logistik und die Verbindungen zwischen Städten und Gemeinden in der Ukraine anzugreifen. In der vergangenen Woche habe das russische Militär dabei mehr als 980 Angriffsdrohnen, fast 1.100 lenkbare Fliegerbomben sowie zwei Raketen eingesetzt, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Die Zahlen zeigten, wie anhaltend und groß der militärische Druck sei, schrieb Selenskyj. Der Schutz des ukrainischen Luftraums bleibe deshalb weiter von zentraler Bedeutung. Die Zahlen zeigten, wie anhaltend und groß der militärische Druck sei, schrieb Selenskyj. Der Schutz des ukrainischen Luftraums bleibe deshalb weiter von zentraler Bedeutung. Petras Malukas/AFP/Getty Images Christina Felschen Russische Armee nimmt Dorf bei Pokrowsk ein Sowohl östlich als auch nordwestlich der umkämpften Industriestadt Pokrowsk sind russische Einheiten weiter vorgedrungen. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Geolokalisierte Aufnahmen zeigen, dass sie dabei das Dorf Balahan besetzten. Zudem rückten sie in der Innenstadt von Myrnohrad und entlang einer Autobahn vor. Mindestens zwei weitere russische Angriffe um Pokrowsk herum wurden nach ukrainischen Angaben jedoch zurückgeschlagen – offenbar unter hohen Verlusten für die Angreifer. Heftige Kämpfe gab es laut dem ISW auch nördlich der Stadt Huljajpole im Osten der Region Saporischschja. Dort rückten russische Truppen an zwei Stellen vor. Erfahren Sie hier mehr über den aktuellen Frontverlauf: Heftige Kämpfe gab es laut dem ISW auch nördlich der Stadt Huljajpole im Osten der Region Saporischschja. Dort rückten russische Truppen an zwei Stellen vor. Erfahren Sie hier mehr über den aktuellen Frontverlauf: Iven Fenker Zwei Tote bei russischen Drohnenangriffen Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Dnipro sind nach Angaben ukrainischer Behörden zwei Menschen getötet worden. Laut Militärgouverneur Olexander Hanscha brach dabei ein Feuer aus. Ein Haus sei zerstört, zwei weitere Gebäude beschädigt worden. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten insgesamt 90 russische Drohnenangriffe im Land, dabei habe es mehr als zehn Einschläge gegeben. Neue Meldungen über russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen gab es hingegen zunächst nicht. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten insgesamt 90 russische Drohnenangriffe im Land, dabei habe es mehr als zehn Einschläge gegeben. Neue Meldungen über russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen gab es hingegen zunächst nicht. Mathis Gann Ukrainische und russische Unterhändler setzen Verhandlungen in Abu Dhabi fort Vertreter der Ukraine und Russlands wollen heute in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu direkten Gesprächen zusammenkommen. Dabei sollen die vor einer Woche begonnenen Verhandlungen über ein Kriegsende fortgesetzt werden. Die Regierungen beider Länder bestätigten den Termin, nannten aber, wie in der vergangenen Woche, weder einen genauen Ort noch einen Zeitpunkt. Was dennoch über die Verhandlungen bekannt ist, lesen Sie hier: Was dennoch über die Verhandlungen bekannt ist, lesen Sie hier: Iven Fenker Ukraine bereitet Gespräche mit Russland vor Die Ukraine bereitet sich nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf weitere Gespräche über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der kommenden Woche vor. "Wir rechnen mit Treffen in der kommenden Woche und bereiten uns darauf vor", sagte Selenskyj. "Wir stehen in ständigem Kontakt mit den USA und warten auf Details zu den bevorstehenden Treffen", sagte Selenskyj. "Die Ukraine ist bereit, in allen Arbeitsformaten mitzuwirken. Es ist wichtig, dass diese Treffen stattfinden und zu konkreten Ergebnissen führen", sagte er. "Wir stehen in ständigem Kontakt mit den USA und warten auf Details zu den bevorstehenden Treffen", sagte Selenskyj. "Die Ukraine ist bereit, in allen Arbeitsformaten mitzuwirken. Es ist wichtig, dass diese Treffen stattfinden und zu konkreten Ergebnissen führen", sagte er. Sven Crefeld US-Gesandter lobt Treffen mit Dmitrijew als "produktiv" Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat sein Treffen in Florida mit dem russischen Unterhändler Kirill Dmitrijew als "produktiv und konstruktiv" charakterisiert. In einem Post auf X sprach Witkoff nicht von einem Ende des Kriegs, sondern nur von Versuchen, im "Ukrainekonflikt" zu vermitteln. Für die USA hatten nach Witkoffs Angaben auch Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, Handelsminister Scott Bessent und Josh Gruenbaum, ein Berater des US-Präsidenten, teilgenommen. Für die USA hatten nach Witkoffs Angaben auch Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, Handelsminister Scott Bessent und Josh Gruenbaum, ein Berater des US-Präsidenten, teilgenommen. Lissy Kleer AKW Tschernobyl kurzzeitig ohne externe Stromversorgung Das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl ist kurzzeitig von der externen Stromversorgung abgeschnitten gewesen. Das teilte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) mit. Der Anschluss sei inzwischen wiederhergestellt, schrieb IAEA-Chef Rafael Grossi auf X. Aufgrund technischer Probleme im Stromnetz hätten zudem andere ukrainische Kernkraftwerke ihre Leistung vorübergehend gedrosselt. Direkte Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit seien nicht zu erwarten, die Gesamtlage bleibe jedoch prekär. Das Kraftwerk war am 26. April 1986 Schauplatz der weltweit schwersten zivilen Atomkatastrophe geworden. Damals explodierte der vierte Reaktorblock, wodurch eine radioaktive Wolke über weite Teile Europas zog. Die Anlage ist inzwischen vollständig stillgelegt. Das Kraftwerk war am 26. April 1986 Schauplatz der weltweit schwersten zivilen Atomkatastrophe geworden. Damals explodierte der vierte Reaktorblock, wodurch eine radioaktive Wolke über weite Teile Europas zog. Die Anlage ist inzwischen vollständig stillgelegt. David Rech Russischer Unterhändler in den USA angekommen Der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew ist nach eigenen Angaben wieder in die USA gereist. "Wieder in Miami", schrieb der Vertraute von Russlands Staatschef Wladimir Putin bei Instagram und veröffentlichte dazu ein Bild von einer Friedenstaube. Dmitrijew machte keine Angaben dazu, mit wem er sich trifft und worum es genau bei den Gesprächen geht. Er hatte seine bisherigen Gespräche stets mit dem US-Unterhändler Steve Witkoff geführt. Russland und die Ukraine wollen morgen in Abu Dhabi ihre am vergangenen Wochenende nach langer Zeit wieder aufgenommenen direkten Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen. Zwar sprachen die Verhandlungsteams von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung auf ein Friedensabkommen ist bisher aber nicht in Sicht. Russland und die Ukraine wollen morgen in Abu Dhabi ihre am vergangenen Wochenende nach langer Zeit wieder aufgenommenen direkten Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen. Zwar sprachen die Verhandlungsteams von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung auf ein Friedensabkommen ist bisher aber nicht in Sicht. Lissy Kleer Stromausfälle in Moldau und der Ukraine In der Ukraine und in Moldau kommt es aktuell zu weitreichenden Stromausfällen. Das moldauische Energiesystem ist nach Angaben des Energieministeriums wegen eines Spannungsabfalls im ukrainischen Netz von einer Notabschaltung betroffen. Auch in der Ukraine meldet der Versorger DTEK Notabschaltungen. Eine leere U-Bahn-Station in Kyjiw: Das U-Bahn-Netz ist zum Stillstand gekommen. Anatolii Stepanov/Reuters In der Folge ist das U-Bahn-Netz der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw zum Stillstand gekommen. "Der Zugverkehr und der Betrieb der Rolltreppen in der U-Bahn wurden vorübergehend eingestellt", teilte der Betreiber der U-Bahn auf Facebook mit. Bis die Stromversorgung wiederhergestellt sei, würden die U-Bahn-Stationen als Schutzräume vor den russischen Angriffen dienen, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Lissy Kleer Russland setzt Angriffe in der Ukraine vor Verhandlungen fort Russlands Armee hat in der Ukraine neue Ziele in den Blick genommen: Man habe von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte der Verkehrsinfrastruktur sowie Munitionsdepots beschossen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Laut den ukrainischen Luftstreitkräften setzte Russland dabei in der Nacht zum Samstag 85 Drohnen ein. Nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump hatte sich Russland bereit erklärt, die Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur zeitweise auszusetzen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte am Freitag, dass keine Energieanlagen angegriffen worden seien. Morgen wollen Russland und die Ukraine in Abu Dhabi ihre direkten Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen. Nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump hatte sich Russland bereit erklärt, die Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur zeitweise auszusetzen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte am Freitag, dass keine Energieanlagen angegriffen worden seien. Morgen wollen Russland und die Ukraine in Abu Dhabi ihre direkten Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen.

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1. Februar
Deutschlandfunk

Russischer Angriffskrieg - Tote und Verletzte in der Ukraine - Auch Geburtsklinik getroffen

Nach Angaben der Behörden wurden mindestens zwölf Menschen getötet, als eine russische Drohne einen Bus mit Bergarbeitern in der südöstlichen Region Dnipropetrowsk traf. In der Stadt Dnipro starben zwei Menschen bei einem Angriff auf ein Wohnhaus. Bei Drohnenangriffen auf die südukrainische Stadt Saporischschja wurden nach Behördenhaben mindestens neun Menschen verletzt. Der Gouverneur der Region sprach davon, dass eine Geburtsklinik getroffen worden sei. Die für Sonntag geplanten Gespräche über ein mögliches Kriegsende in der Ukraine wurden nach Angaben von Präsident Selenskyj verschoben. Die Verhandlungen in Abu Dhabi über Wege zu einem Waffenstillstand würden am Mittwoch und Donnerstag fortgesetzt, teilte er auf Telegram mit. Selenskyj betonte, die Ukraine sei bereit für eine substanzielle Diskussion, um einem Ende des Krieges näher zu kommen. Am vergangenen Wochenende hatten Unterhändler Moskaus und Kiews in Abu Dhabi erstmals direkt miteinander über einen von den USA vorgelegten Plan zur Beendigung der Kämpfe gesprochen. Im Kern geht es bei den Verhandlungen um territoriale Ansprüche Russlands. Moskau verlangt von der Ukraine, die gesamte Donbass-Region abzutreten; auch die Gebiete, die derzeit nicht vom russischen Militär kontrolliert werden. Kiew lehnt das ab. Diese Nachricht wurde am 01.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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1. Februar
Die Welt (Politik)

Friedensgespräche verschoben – Russland soll Bus und Geburtsklinik bombardiert haben

Friedensgespräche verschoben – Russland soll Bus und Geburtsklinik bombardiert haben Die nächste Runde direkter Gespräche zwischen Kiew, Moskau und Washington ist kurzfristig verschoben worden. Womöglich finden diese nun Mitte kommender Woche in Abu Dhabi statt. Und: Russland soll am Wochenende mehrere Drohnenangriffe auf zivile Ziele geflogen haben. Mehr im Liveticker. Ukrainer und Russen wollten an diesem Sonntag in Abu Dhabi weiter über ein mögliches Kriegsende verhandeln. Nun kündigt Präsident Selenskyj trilaterale Gespräche für kommende Woche an. Zudem wirft er Russland vor, gezielt die Logistik und Verbindungen zwischen Städten und Gemeinden in der Ukraine zu zerstören. Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die internationale Sicherheitspolitik im Liveticker: 18:47 Uhr – Viele Tote bei Drohnenangriff auf Bus mit Bergleuten Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bus mit Bergleuten sollen in der ukrainischen Stadt Dnipro zwischen zwölf und 15 Menschen getötet worden sein. Rettungsdienste sprachen zunächst von 15 Toten, Behördenvertreter später von zwölf Opfern. Sieben weitere Menschen seien verletzt worden. Ein von dem Angriff verursachtes Feuer sei gelöscht worden, hieß es. DTEK, der größte private Energiekonzern des Landes, erklärte, es handele sich bei dem Bus um ein Fahrzeug seiner Unternehmensflotte. Russland verübe „einen groß angelegten Terroranschlag auf DTEK-Minen in der Region Dnipropetrowsk“, schrieb das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Bergleute seien gerade von einer Schicht zurückgekehrt. 16:32 Uhr – Russische Drohnen sollen Geburtsklinik in Saporischschja getroffen haben Bei russischen Drohnenangriffen auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind nach Behördenhaben mindestens neun Menschen verletzt worden. Militärgouverneur Iwan Fedorow sprach davon, dass eine Geburtsklinik getroffen worden sei und es sechs Verletzte gebe – darunter zwei Frauen, die dort zu einer Untersuchung gewesen seien. Fedorow veröffentlichte auch Fotos von einem verwüsteten Gebäude. Bei einem zweiten Schlag seien zwei Frauen und ein vier Jahre altes Kind verletzt worden, teilte der Militärgouverneur mit. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag erklärt, der russische Präsident Wladimir Putin habe ihm zugesichert, die Hauptstadt Kiew und andere ukrainische Städte wegen extremer Wetterbedingungen vorübergehend nicht unter Beschuss zu nehmen. Der Kreml bestätigte am Freitag einen Verzicht auf Angriffe auf Kiew bis Sonntag, nannte aber keine weiteren Details. 12:00 Uhr – Medwedew: Russland wird den Krieg bald gewinnen Russland wird den Krieg in der Ukraine nach Worten des stellvertretenden Sicherheitsratschefs Dmitri Medwedew „bald“ gewinnen. Er wünsche sich, dass dies so schnell wie möglich geschehe, sagt der Ex-Präsident in einem Interview mit den Nachrichtenagenturen Reuters und Tass sowie dem Kriegsblog WarGonzo. Entscheidend sei jedoch, was danach passiere: Ziel des Sieges müsse sein, neue Konflikte zu verhindern, behauptete Medwedew. 11:43 Uhr – Selenskyj: Gespräche zwischen Russland, Ukraine und den USA in Abu Dhabi erst am Mittwoch Die nächste Gesprächsrunde zwischen Kiew, Moskau und Washington über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ist nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf Mittwoch und Donnerstag verschoben worden. „Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest: 4. und 5. Februar in Abu Dhabi“, erklärte Selenskyj am Sonntag im Onlinedienst X. Die direkten Verhandlungen zwischen Vertretern der USA, Russlands und der Ukraine in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate waren ursprünglich für diesen Sonntag geplant gewesen. Eine russische Stellungnahme liegt noch nicht vor. 09:42 Uhr – Maßnahmen gegen russischen Missbrauch von Starlink-Internet wirken Die Maßnahmen gegen eine unbefugte Nutzung des Satelliten-Internets Starlink durch Russland zeigen nach Angaben von Elon Musk Wirkung. „Es sieht so aus, als hätten die Schritte, die wir unternommen haben, um die unbefugte Nutzung von Starlink durch Russland zu stoppen, funktioniert“, teilt der SpaceX-Chef auf der Plattform X mit. Die Ukraine hatte zuvor erklärt, gemeinsam mit dem US-Raumfahrtunternehmen daran zu arbeiten, dass Russland Starlink nicht mehr zur Steuerung von Drohnen nutzen kann. 09:40 Uhr – Russland greift nach Angaben Selenskyjs gezielt Logistik an Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, gezielt die Logistik und Verbindungen zwischen Städten und Gemeinden zu zerstören. In der vergangenen Woche habe das russische Militär mehr als 980 Angriffsdrohnen, fast 1100 lenkbare Fliegerbomben und zwei Raketen gegen die Ukraine eingesetzt, schreibt Selenskyj auf der Plattform X. Dies zeige, wie wichtig der Schutz des Luftraums weiterhin sei. 08:26 Uhr – Behörden melden zwei Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau seien in der Stadt Dnipro im Zentrum des Landes „infolge feindlicher Drohnenangriffe gestorben“, erklärte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Olexandr Ganscha, am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Durch den Drohnenangriff sei ein Wohnhaus in Brand geraten, zwei weitere Gebäude und ein Auto seien beschädigt worden. 03:58 Uhr – Ukrainer und Russen setzen Gespräche in Abu Dhabi fort Ukrainer und Russen wollen heute in den Vereinigten Arabischen Emiraten ihre vor einer Woche begonnenen direkten Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges wieder aufnehmen. Der Kreml in Moskau und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigten den Termin in der Hauptstadt Abu Dhabi zwar, nannten aber – wie in der vergangenen Woche – weder einen genauen Ort noch einen Zeitpunkt. Vor einer Woche liefen die Gespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Vermittlung der USA mit ihrem Chefunterhändler Steve Witkoff. Diesmal verhandeln die Kriegsparteien ohne US-Vertreter. Samstag, 31. Januar: 21:38 Uhr – Selenskyj: Ukraine bereit sich auf Gespräche in kommender Woche vor Die Ukraine bereitet sich nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf weitere Gespräche über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der kommenden Woche vor. „Wir rechnen mit Treffen in der kommenden Woche und bereiten uns darauf vor“, sagte Selenskyj am Samstag in seiner abendlichen Videoansprache. Selenskyjs Äußerungen könnten darauf schließen lassen, dass ein bisher für Sonntag geplantes Treffen in Abu Dhabi möglicherweise verschoben wird. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit den USA und warten auf Details zu den bevorstehenden Treffen“, sagte Selenskyj. „Die Ukraine ist bereit, in allen Arbeitsformaten mitzuwirken. Es ist wichtig, dass diese Treffen stattfinden und zu konkreten Ergebnissen führen“, fügte der Präsident hinzu. 21:37 Uhr – 3500 Gebäude in Kiew laut Selenskyj ohne Heizung In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem großen Stromausfall Tausende Häuser ohne Heizung. Fast 3500 Häuser in verschiedenen Stadtteilen der Millionenmetropole seien betroffen, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft mit. „Die Stadt, die Versorgungsbetriebe und die Energieversorger versprechen, die Situation in Bezug auf die Wärme bis morgen früh so weit wie möglich zu beheben. Aber das Tempo muss schneller sein“, sagte Selenskyj. Grund für die massiven Probleme in vielen Teilen des Landes sei der Ausfall von zwei Leitungen zwischen Rumänien und Moldau und auf dem Gebiet der Ukraine, wie Selenskyj darlegte. Es sei ein Tag im Ausnahmezustand für die Regierung, das Energieministerium, die Energieunternehmen, regionalen und lokalen Behörden gewesen. „Die Ursachen werden derzeit untersucht“, sagte Selenskyj. 14:57 Uhr – AKW Tschernobyl kurzzeitig von Strom abgeschnitten Das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl war am Samstag nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) kurzzeitig von der externen Stromversorgung abgeschnitten. Der Anschluss sei inzwischen wiederhergestellt, teilte IAEA-Chef Rafael Grossi auf der Plattform X mit. Aufgrund technischer Probleme im Stromnetz hätten zudem andere ukrainische Kernkraftwerke ihre Leistung vorübergehend gedrosselt. Direkte Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit seien nicht zu erwarten, die Gesamtlage bleibe jedoch prekär, erklärte Grossi weiter. 14:12 Uhr – Metro steht in Kiew still In der ukrainischen Hauptstadt Kiew fährt die Metro wegen eines Spannungsabfalls nicht mehr. Auch die Rolltreppen in den Stationen blieben stehen. Die Stadtverwaltung sprach von einem vorübergehenden Ausfall. Betroffen waren alle Linien. Zwar gab es seit Kriegsbeginn immer mal wieder einzelne Ausfälle. Dieses Ausmaß erlebt die Stadt das erste Mal. Besonders die rote Linie, die Stadtteile auf beiden Seiten des Flusses Dnipro (auch Dnjepr) verbindet, gilt als wichtige Verkehrsinfrastruktur in der Millionenmetropole. Ihr Ausfall führt zu Behinderungen in der Logistik der Stadt. In Kiew gibt es wie in vielen anderen Städten des Landes wegen der Schäden an der Energieinfrastruktur nach russischen Angriffen Notabschaltungen und Stromausfälle. Die tief unter der Erde gelegenen Metrostationen dienen im Krieg auch als Schutzbunker bei den russischen Angriffen. 13:30 Uhr – Massive Stromausfälle wegen „technischer Störung“ In der Ukraine ist es nach Regierungsangaben infolge einer „technischen Störung“ zu massiven Stromausfällen gekommen. Die Störung sei am Samstagmorgen an den Hauptstromleitungen zwischen Rumänien, Moldau und der Ukraine aufgetreten, erklärte Energieminister Denys Schmyhal im Onlinedienst Telegram. Er versicherte, die Stromversorgung werde „innerhalb der nächsten Stunde“ wiederhergestellt sein. Eine Ursache nannte er nicht. 12:55 Uhr – Kreml-Unterhändler in Miami Vor neuen Verhandlungen an diesem Sonntag in Abu Dhabi über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist der Kreml-Unterhändler Kirill Dmitrijew nach eigenen Angaben wieder in die USA gereist. „Wieder in Miami“, schrieb der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin bei Instagram und veröffentlichte dazu ein Bild von einer Friedenstaube. Dmitrijew machte keine Angaben dazu, mit wem er sich trifft und worum es genau bei den Gesprächen geht. Dmitrijew hatte seine bisherigen Gespräche stets mit dem US-Unterhändler Steve Witkoff geführt. 11:25 Uhr – Russland greift Munitionsdepots an Russland hat nach einem erklärten vorübergehenden Verzicht auf den Beschuss von Energieanlagen dem Verteidigungsministerium zufolge seine Angriffe auf andere Ziele fortgesetzt. Es seien von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte der Verkehrsinfrastruktur und Munitionsdepots beschossen worden, teilte das russische Ministerium mit. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, dass Russland in der Nacht zum Samstag 85 Drohnen eingesetzt habe. Über Einschläge in Energieanlagen war demnach zunächst nichts bekannt. Auch Russland berichtete von abgewehrten ukrainischen Angriffen. Es seien unter anderem 47 Drohnen und 4 Gleitbomben abgeschossen worden. Zu Schäden machte das Ministerium keine Angaben. 11:10 Uhr – Verhandlungen sollen fortgesetzt werden Russen und Ukrainer wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre am vergangenen Wochenende nach langer Zeit wieder aufgenommenen direkten Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen. Russland erklärte sich nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump bereit, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zeitweilig abzusehen. 10:30 Uhr – Pistorius äußert Zweifel an Putins Friedenswillen Verteidigungsminister Boris Pistorius hat mit Blick auf die Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges Zweifel am Friedenswillen des russischen Präsidenten Wladimir Putin geäußert. Zwar habe US-Präsident Donald Trump Bewegung in die Friedensverhandlungen gebracht, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Bislang sehe ich allerdings keine Anzeichen dafür, dass Russland ernsthaft Frieden will.“ 01:18 Uhr – Für Pistorius kein russischer Friedenswillen erkennbar Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) äußerte im Redaktionsnetzwerk Deutschland Zweifel an der Friedensbereitschaft des russischen Machthabers Putin. Bislang sehe er „keine Anzeichen dafür, dass Russland ernsthaft Frieden will“. Wenn es darauf ankomme, halte Putin immer an seinen Maximalforderungen fest und zeige sich an keiner Stelle kompromissbereit, kritisierte Pistorius. Während der Friedensgespräche in Abu Dhabi habe er die Ukraine in einer Art und Weise bombardieren lassen wie zuvor kaum in diesem Krieg. „Das hat nichts mehr mit einer militärischen Auseinandersetzung zu tun. Das ist Terror, der sich ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung richtet, in einem Winter mit Temperaturen von minus 20 Grad“, warf Pistorius Putin vor. Skeptisch äußerte sich der Verteidigungsminister daher auch mit Blick auf Putins angebliche Bereitschaft zu einer begrenzten Feuerpause, von der derzeit die Rede sei. „Ich habe große Zweifel, dass die Angriffspause auch nur ansatzweise von Moskau ernst genommen wird“, sagte er den RND-Zeitungen. Freitag, 30. Januar: 19:17 Uhr – Angriffe auf Energie-Infrastruktur laut Selenskyj vorerst ausgesetzt – aber russische Luftschläge gehen weiter Nach einer von den USA angestoßenen Vereinbarung haben Russland und die Ukraine Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge ihre Angriffe auf Energieziele eingestellt. „In all unseren Regionen gab es von Donnerstagabend bis Freitag tatsächlich keine Angriffe auf Energieanlagen“, sagte Selenskyj in seiner nächtlichen Videoansprache. Die Ukraine habe im Gegenzug auf Schläge gegen russische Energieanlagen verzichtet. Russland konzentriere sich nun stattdessen auf Logistikziele wie Eisenbahnknotenpunkte, so Selenskyj. Auch Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko berichtete von Angriffen auf die Eisenbahn. Binnen 24 Stunden gab es demnach sieben Angriffe auf die Eisenbahn-Infrastruktur. „Russland greift absichtlich die Logistikrouten der Ukraine an“, schrieb Swyrydenko auf X. Dies sei vorsätzlicher Terror, der auf Menschen und zivilen Transport abziele. 18:39 Uhr – Trump: Einigung auf Ende des Ukraine-Kriegs rückt näher US-Präsident Donald Trump stellt eine baldige Einigung zur Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine in Aussicht. „Ich denke, wir kommen einer Einigung nahe“, sagte Trump vor Reportern im Oval Office. Einzelheiten nannte er nicht. 16:10 Uhr – „Waffen der Vergeltung“ – russische Abgeordnete wollen härteren Einsatz von Militär Russische Abgeordnete fordern nach Angaben von Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin den Einsatz härterer militärischer Mittel in der Ukraine. Die Mandatsträger bestünden auf „stärkeren Waffen“ und „Waffen der Vergeltung“, schreibt der Vorsitzende der Staatsduma auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Dies sei notwendig, um die Ziele der „speziellen militärischen Operation“ zu erreichen. 13:23 Uhr – Russland greift trotz von Trump angekündigter Feuerpause erneut an Ungeachtet einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten begrenzten Feuerpause hat das russische Militär erneut die Ukraine attackiert. In der Nacht zum Freitag seien 111 Drohnen und eine ballistische Rakete auf die Ukraine abgefeuert worden, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Dabei seien mindestens drei Menschen verletzt worden. Das russische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, seine Luftabwehr habe in der Nacht 18 ukrainische Drohnen über russischen Regionen sowie der annektierten Halbinsel Krim und dem Schwarzen Meer abgefangen. Trump hatte am Donnerstagabend gesagt, der russische Präsident Putin habe seiner Bitte entsprochen, die ukrainische Hauptstadt und andere Städte eine Woche lang nicht anzugreifen. 11:10 Uhr – Kreml bestätigt Trump-Vorschlag – Antwort bleibt offen Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben des Kreml eine persönliche Bitte von US-Präsident Donald Trump erhalten, die Angriffe auf Kiew bis zum 1. Februar einzustellen. Ziel sei es, ein günstiges Umfeld für Friedensverhandlungen zu schaffen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow will sich nicht dazu äußern, wie Russland auf die Anfrage reagiert. Die Ukraine hat ihrerseits Entgegenkommen signalisiert, falls Russland bei der aktuellen Kältewelle die Energieinfrastruktur verschont. Im Vorfeld der geplanten Gespräche in Abu Dhabi hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits angedeutet, dass sich der Termin verschieben könnte. 10:35 Uhr – Bundeswehr-General warnt vor russischem Angriff auf Nato-Gebiet Bundeswehr-General Gerald Funke warnt gegenüber der britischen Tageszeitung „The Times“ vor einem russischen Angriff auf Staaten des Atlantischen Bündnisses. „Russland könnte innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre Nato-Staaten angreifen – Deutschland stünde dabei im Mittelpunkt eines solchen Konflikts“, warnte der Generalleutnant der Luftwaffe. In diesem Fall träfen zehntausende alliierte Soldaten in deutschen Nordseehäfen ein, um über Straßen- und Schienenwege in Richtung Osten transportiert zu werden. Im „Worst-Case-Szenario“ müssten täglich hunderte Verwundete in Krankenhäuser behandelt werden, was zu einer Überlastung führe, die mit der Hochphase der Coronapandemie vergleichbar wäre. „Während ich in Afghanistan eine bedauerlich hohe, aber noch beherrschbare Zahl an Verwundeten hatte, muss ich nun mit bis zu 1.000 Verwundeten pro Tag rechnen“, schilderte Funke. „Es ist wichtig für uns, Deutschland als Logistikdrehscheibe zu erhalten und die Nachschubwege so reibungslos wie möglich zu gestalten, damit wir, falls eine Route ausfällt, auf andere ausweichen können.“ Zu den Hauptaufgaben Funkes gehört es, die logistischen Abläufe der Nato sicherzustellen, wenn die Zahl der Toten steigt, Stromausfälle auftreten, der Zugverkehr stillsteht und russische Agenten Chaos anrichten. „Was mir momentan Sorgen bereitet, ist die hybride, die verdeckte Seite: Sabotage, Schläferzellen, gezielte Angriffe. Den Einsatz von Langstreckenraketen kann ich nicht ausschließen. Aber ich halte die hybride Bedrohung für sehr hoch“, erklärte der Befehlshaber des Unterstützungskommandos der Bundeswehr 09:53 Uhr – Selenskyj: Ukraine nächstes Jahr bereit für EU-Beitritt Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht sein Land nach eigenen Worten im nächsten Jahr bereit für einen Beitritt zur Europäischen Union. Bis Ende 2026 werde sein Land die wichtigsten für eine Mitgliedschaft erforderlichen Schritte umgesetzt haben, teilt Selenskyj in einer von seinem Büro veröffentlichten Erklärung mit. Ein schneller Beitritt sei ein wichtiger Teil der nach einem Ende des Krieges mit Russland angestrebten Sicherheitsgarantien. „Ich möchte, dass die Ukraine einen klaren Zeitplan erhält“, sagt Selenskyj und bekräftigt die Entschlossenheit seiner Regierung zu den notwendigen Reformen. 09:50 Uhr – Selenskyj : Termin für nächste Ukraine-Gespräche könnte sich verschieben Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellt den Zeitplan für die nächste Runde der von den USA vermittelten Gespräche mit Russland infrage. Ort und Zeit des ursprünglich für Sonntag in Abu Dhabi geplanten Treffens könnten sich ändern, sagt Selenskyj vor Reportern. Er wisse derzeit nicht, wann die nächste Begegnung stattfinde. Als Grund nennt er unter anderem Entwicklungen im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran. Zudem sei es wichtig, dass alle vereinbarten Teilnehmer anwesend seien. US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor erklärt, die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner würden am Wochenende nicht nach Abu Dhabi reisen. 04:04 Uhr – Russland wirbt Soldaten mit Betrug, Boni und Haftentlassung Der Zustrom freiwilliger Rekruten in Russlands Armee habe im vergangenen Jahr bei über 400.000 gelegen, sagte Putin im Dezember. Aktivisten zufolge sehen diese Verträge oft eine feste Dienstzeit von beispielsweise einem Jahr vor, was manche potenzielle Rekruten zu der Annahme verleite, dass es sich um eine befristete Verpflichtung handele. Aber die Verträge würden automatisch auf unbestimmte Zeit verlängert. Regionalbehörden bieten zur Werbung Boni, die manchmal umgerechnet Zehntausende Euro ausmachen. In der Region der Chanten und Mansen in Zentralrussland etwa erhält ein Rekrut nach Angaben der örtlichen Regierung umgerechnet mehr als 40.000 Euro an Boni – mehr als das Doppelte des dortigen durchschnittlichen Jahreseinkommens. Zudem gibt es Steuererleichterungen, Schuldenerlasse und andere Vergünstigungen. Trotz der Angaben des Kremls, man verlasse sich auf freiwillige Meldungen, berichten Medien und Menschenrechtsgruppen, dass Wehrpflichtige – Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren, die einen befristeten Wehrdienst ableisten und von der Entsendung in die Ukraine ausgenommen sind – oft von ihren Vorgesetzten dazu gezwungen würden, Verträge zu unterzeichnen, die sie in den Kampf schicken. Die Rekrutierung erstreckt sich auch auf Gefangene und Personen in Untersuchungshaftanstalten, eine Praxis, die zu Beginn des Krieges vom verstorbenen Söldnerchef Jewgenij Prigoschin eingeführt und vom Verteidigungsministerium übernommen wurde. Die Gesetze erlauben nun die Rekrutierung sowohl von Verurteilten als auch von Verdächtigen in Strafsachen. Auch Ausländer werden rekrutiert, sowohl in Russland als auch außerhalb. Es wurden Gesetze verabschiedet, die Soldaten eine beschleunigte Einbürgerung in Russland ermöglichen. Donnerstag, 29. Januar: 22:29 Uhr – Lob für Merz von Selenskyj Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich für die Unterstützung seines Landes durch Deutschland bedankt und Kanzler Friedrich Merz gelobt. „Friedrich demonstriert echte Führungsstärke und ich schätze unsere Koordination sehr“, schrieb er bei Telegram Bezug nehmend auf ein Telefonat der beiden. Deutschland habe sein Land seit den ersten Kriegstagen unterstützt. Insbesondere die Lieferungen von Luftabwehrsystemen der Typen Patriot und Iris-T seien wichtig für den Schutz des ukrainischen Luftraums. 20:55 Uhr – Selenskyj erwartet Aussetzen von Luftangriffen Selenskyj rechnet mit der Umsetzung der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Aussetzung der Angriffe auf Kiew und andere Großstädte. „Wir erwarten, dass die Vereinbarungen umgesetzt werden“, schrieb Selenskyj auf X. Dies sei auch bei den Verhandlungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Thema gewesen. 18:24 Uhr – Trump spricht von Zusage Putins: Eine Woche keine Angriffe auf Kiew US-Präsident Donald Trump will von seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin die Zusage bekommen haben, eine Woche lang von Luftangriffen auf Kiew abzusehen. Die Bewohner der ukrainischen Hauptstadt haben teils seit Wochen keinen Strom, weil Russland die kritische Infrastruktur beschießt. Viele Menschen können daher ihre Wohnungen nicht heizen. In Kiew liegen die Temperaturen aktuell häufig im zweistelligen Minusbereich. „Ich habe Präsident Putin persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kiew und die Städte zu schießen in dieser außergewöhnlichen Kälte“, sagte Trump während einer Kabinettssitzung. Putin habe „dem zugestimmt“, so Trump weiter. Von russischer Seite gibt es dazu bislang keine Bestätigung. 16:08 Uhr – Lawrow – „Keine Garantien für moskaufeindliche Ukraine“ Russland wird nach Worten von Außenminister Sergej Lawrow internationale Sicherheitsgarantien nur für eine moskaufreundliche Ukraine akzeptieren. Die russische Regierung wisse nicht, was die USA und die Ukraine zu Sicherheitsgarantien vereinbart hätten, sagte Lawrow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge in Moskau. „Wenn das Ziel ist, auf einem Teilgebiet der früheren Ukraine das Regime zu erhalten und fortgesetzt dieses Regime als Brückenkopf für Bedrohungen gegen Russland zu nutzen, dann (...) werden solche Garantien kaum einen verlässlichen Frieden sichern“, sagte der Minister. Moskau sei dagegen offen für Vereinbarungen über kollektive Sicherheit in der Region, die auch die Sicherheit Russlands umfasse.

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1. Februar
Deutschlandfunk

Russischer Angriffskrieg - Tote und Verletzte in der Ukraine - Auch Geburtsklinik getroffen

Nach Angaben der Behörden wurden mindestens zwölf Menschen getötet, als eine russische Drohne einen Bus mit Bergarbeitern in der südöstlichen Region Dnipropetrowsk traf. In der Stadt Dnipro starben zwei Menschen bei einem Angriff auf ein Wohnhaus. Bei Drohnenangriffen auf die südukrainische Stadt Saporischschja wurden nach Behördenhaben mindestens neun Menschen verletzt. Der Gouverneur der Region sprach davon, dass eine Geburtsklinik getroffen worden sei. Die für Sonntag geplanten Gespräche über ein mögliches Kriegsende in der Ukraine wurden nach Angaben von Präsident Selenskyj verschoben. Die Verhandlungen in Abu Dhabi über Wege zu einem Waffenstillstand würden am Mittwoch und Donnerstag fortgesetzt, teilte er auf Telegram mit. Selenskyj betonte, die Ukraine sei bereit für eine substanzielle Diskussion, um einem Ende des Krieges näher zu kommen. Am vergangenen Wochenende hatten Unterhändler Moskaus und Kiews in Abu Dhabi erstmals direkt miteinander über einen von den USA vorgelegten Plan zur Beendigung der Kämpfe gesprochen. Im Kern geht es bei den Verhandlungen um territoriale Ansprüche Russlands. Moskau verlangt von der Ukraine, die gesamte Donbass-Region abzutreten; auch die Gebiete, die derzeit nicht vom russischen Militär kontrolliert werden. Kiew lehnt das ab. Diese Nachricht wurde am 02.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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