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Dienstag, 21. Juli 2026
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„S‑Neo“-Wertpapierdepots: So wollen die Sparkassen jetzt Trade Republic Konkurrenz machen

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20. Juli
Wirtschaftswoche

„S‑Neo“-Wertpapierdepots: So wollen die Sparkassen jetzt Trade Republic Konkurrenz machen

„S‑Neo“-Wertpapierdepots: So wollen die Sparkassen jetzt Trade Republic Konkurrenz machen Es ist ein weiterer Versuch, das verstaubte Image abzuschütteln: Die Sparkassen haben ein neues Angebot für das Wertpapiersparen gestartet. „S‑Neo“ ist eine Erweiterung der Sparkassen-App fürs Smartphone. Kunden können darüber Sparpläne einrichten und Aktien oder ETFs kaufen und verkaufen. S-Neo ergänzt das bestehende Angebot der Sparkassen. Wer seine Investments in Zukunft direkt über das Smartphone verwalten will, benötigt lediglich einen Zugang zur aktuellen App seiner Sparkasse. Das Angebot richtet sich an die mehr als 20 Millionen Nutzer der Sparkassen‑App und damit an eine Kundengruppe, in der nach Sparkassen-Angaben viel Potenzial liegt: Etwa die Hälfte der Nutzer soll bislang kein Wertpapierdepot besitzen. Derzeit ist S‑Neo nur für Bestandskunden verfügbar. Ab Anfang 2027 sollen auch Nicht-Sparkassen-Kunden das Angebot nutzen können. „Wir müssen Hürden abbauen, ohne Risiken kleinzureden, und digitale Einfachheit bieten, ohne Vermögensbildung auf kurzfristiges Handeln zu verkürzen“, sagt Joachim Schmalzl, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen‑ und Giroverbands (DSGV). Mehr als 90 Prozent der Sparkassen seien bereits bei S-Neo dabei, weitere kämen in den nächsten Tagen und Wochen hinzu, teilt der Verband mit. Aufmerksamkeit mit Dauerwerbesendung Um auf S‑Neo aufmerksam zu machen, fahren die Sparkassen eine große Kampagne – offensichtlich mit dem Ziel, auch jüngere Kunden zu erreichen. Kern ist dabei eine Webvideo‑Serie, die auf Streaming‑Diensten wie Joyn, RTL+ und Amazon Prime läuft und zusätzlich in sozialen Medien wie Instagram oder TikTok ausgespielt wird. Die Reihe ist zwar als Werbung gekennzeichnet, aber wie eine echte, fünfteilige Serie aufgebaut: „Mareike“, die als neue Sparkassen-Filialleiterin in ihren Heimatort „Spardorf“ zurückkehrt, soll das verschlafene Örtchen und seine Einwohner für eine neue Art des Sparens begeistern. Ob es den Sparkassen gelingt, mit dem neuen Angebot und der dazugehörigen Kampagne zu Trade Republic und anderen Neobrokern aufzuschließen, ist fraglich. Zwar wächst auch bei den Sparkassen die Zahl der Wertpapierkunden. Über einen längeren Zeitraum haben sie in diesem Geschäft aber Marktanteile verloren. Das hat viel mit Preis und Bedienung zu tun: Klassische Sparkassen-Depots sind oft deutlich teurer als Depots bei Neobrokern. Und der digitale Handel war bei Sparkassen lange nicht so selbstverständlich in der App möglich wie bei rein digitalen Wettbewerbern. Jüngere Kunden gehen daher eher zum Neobroker. Viele Sparkassen konnten den Bedeutungsverlust im Wertpapiergeschäft eine Zeit lang hinnehmen, denn ihre Gewinne stiegen mit dem Ende der Nullzinsära kräftig. Einzelne Häuser haben auf die Veränderungen im Markt auch schon reagiert. Die Stadtsparkasse Düsseldorf etwa gründete 2022 Smoney, um junge Kundinnen und Kunden anders anzusprechen. Die spezielle Geschäftsstelle ist ausschließlich mit jungen Sparkassen-Mitarbeitern besetzt. „Hier bekommst Du trendy Kaffee und Snacks, mega interessante Events, super praktische Money-Hacks und ganz klar, natürlich auch die beste Finanzberatung der Stadt“, heißt es auf der Homepage der Stadtsparkasse Düsseldorf. Auch über TikTok versuchen manche Sparkassen, junge Menschen für Finanzen zu begeistern. S-Neo und die Kampagne dazu sind nun ein weiterer Schritt, um die Sparkassen zugänglicher und „jünger“ wirken zu lassen. Was das Angebot von S-Neo kostet Preislich kann S-Neo mit Neobrokern mithalten. Depotführung und Ausführung von Sparplänen sind in der Regel kostenlos, wie beim Gros der digitalen Konkurrenz. Bei einigen Sparkassen gilt die kostenlose Depotführung allerdings nur bis zu einem bestimmten Betrag, etwa 25.000 oder 50.000 Euro. Die 338 Sparkassen seien geschäftspolitisch eigenständige Institute und legten ihre Entgelte jeweils selbst fest, heißt es dazu vom Verband. Wertpapiertransaktionen kosten mit S-Neo meist 0,95 Cent oder 1 Euro. Mehrere Konkurrenten berechnen ähnliche Gebühren. Bei Trade Republic etwa zahlen Nutzer seit Langem pro Order eine Gebühr von einem Euro, neuerdings mitunter zwei Euro. Ein Punkt unterscheidet die Sparkassen klar von klassischen Neobrokern: die Beratung. Wer persönliche Betreuung wünscht, kann sich weiterhin an seine Sparkasse wenden und ein klassisches Depot nutzen, heißt es vom Verband. S‑Neo erweitere die Wahlmöglichkeiten, ersetze aber nicht die persönliche Beratung.

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20. Juli
Wirtschaftswoche

„S-Neo“: Sparkassen öffnen App für Wertpapierhandel

„S-Neo“: Sparkassen öffnen App für Wertpapierhandel Deutschlands Sparkassen machen mit einem neuen digitalen Angebot zum Wertpapiersparen Neo-Brokern wie Trade Republic und Scalable Capital Konkurrenz. Mit „S-Neo“ ermöglichen die Institute seit dieser Woche den Handel von mehr als 21.000 Wertpapieren wie ETFs (börsennotierten Indexfonds) direkt in der Sparkassen-App. Zunächst steht das Angebot den 20 Millionen App-Nutzern zur Verfügung, von denen etwa die Hälfte kein Wertpapierdepot hat. Um den Jahreswechsel 2026/2027 ist eine Öffnung für Neukunden geplant. Wie teuer „S-Neo“ ist, entscheidet jede der bundesweit 338 Sparkassen selbst. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Ulrich Reuter, hatte im März die Latte hochgelegt: Er glaube, „dass wir im Gesamtpaket besser sein werden als jeder heutige Neo-Broker“. Späte Reaktion auf Digitalbanken Neobanken, die sich von Anfang an auf das Smartphone-Banking spezialisiert haben, haben die Digitalisierung des Bankgeschäfts in den vergangenen Jahren vorangetrieben. Dazu gehören neben Trade Republic und Scalable Capital zum Beispiel auch N26 und Revolut. Diese Fintechs haben ihr Wachstum vor allem durch vergleichsweise niedrige Ausführungsgebühren, eine reduzierte Benutzeroberfläche und Zusatzanreize wie eine attraktive Verzinsung auf nicht investiertes Guthaben erzielt. Die Sparkassen reagieren nun und wollen mit ihrer Initiative auch dafür sorgen, dass die gewaltigen Summen, die in Deutschland auf niedrig oder gar nicht verzinsten Konten schlummern, lukrativer angelegt werden. „Für viele Menschen ist der erste Schritt ins Wertpapiersparen noch immer mit Unsicherheit verbunden“, erklärt der DSGV. „S-Neo soll diese Hürde senken und die Beschäftigung mit Sparplänen, Wertpapiergeschäften und langfristigem Vermögensaufbau erleichtern.“ Der Markterfolg von S-Neo dürfte aber auch davon abhängen, ob es den Sparkassen gelingt, attraktive Preismodelle aufzustellen, die halbwegs mit Trade Republic & Co. mithalten können. Für die Sparkassen spricht die hohe Zahl der bestehenden Kunden, die mit S-Neo gleich loslegen können, ohne eine zusätzliche App installieren oder ein neues Konto einrichten zu müssen. Lesen Sie auch: Die KI-Welle erfasst jetzt auch die Banken

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20. Juli
Handelsblatt

Reaktion auf Neo-Broker: Sparkassen öffnen App für Wertpapierhandel

Reaktion auf Neo-Broker: Sparkassen öffnen App für Wertpapierhandel Frankfurt/Berlin. Deutschlands Sparkassen machen mit einem neuen digitalen Angebot zum Wertpapiersparen Neo-Brokern wie Trade Republic und Scalable Capital Konkurrenz. Mit „S-Neo“ ermöglichen die Institute seit dieser Woche den Handel von mehr als 21.000 Wertpapieren wie ETFs (börsennotierten Indexfonds) direkt in der Sparkassen-App. Zunächst steht das Angebot den 20 Millionen App-Nutzern zur Verfügung, von denen etwa die Hälfte kein Wertpapierdepot hat. Um den Jahreswechsel 2026/2027 ist eine Öffnung für Neukunden geplant. Wie teuer „S-Neo“ ist, entscheidet jede der bundesweit 338 Sparkassen selbst. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Ulrich Reuter, hatte im März die Latte hoch gelegt: Er glaube, „dass wir im Gesamtpaket besser sein werden als jeder heutige Neo-Broker“. Späte Reaktion auf Digitalbanken Neobanken, die sich von Anfang an auf das Smartphone-Banking spezialisiert haben, haben die Digitalisierung des Bankgeschäfts in den vergangenen Jahren vorangetrieben. Dazu gehören neben Trade Republic und Scalable Capital zum Beispiel auch N26 und Revolut. Diese Fintechs haben ihr Wachstum vor allem durch vergleichsweise niedrige Ausführungsgebühren, eine reduzierte Benutzeroberfläche und Zusatzanreize wie eine attraktive Verzinsung auf nicht investiertes Guthaben erzielt. Die Sparkassen reagieren nun und wollen mit ihrer Initiative auch dafür sorgen, dass die gewaltigen Summen, die in Deutschland auf niedrig oder gar nicht verzinsten Konten schlummern, lukrativer angelegt werden. „Für viele Menschen ist der erste Schritt ins Wertpapiersparen noch immer mit Unsicherheit verbunden“, erklärt der DSGV. „S-Neo soll diese Hürde senken und die Beschäftigung mit Sparplänen, Wertpapiergeschäften und langfristigem Vermögensaufbau erleichtern.“ Der Markterfolg von S-Neo dürfte aber auch davon abhängen, ob es den Sparkassen gelingt, attraktive Preismodelle aufzustellen, die halbwegs mit Trade Republic & Co. mithalten können. Für die Sparkassen spricht die hohe Zahl der bestehenden Kunden, die mit S-Neo gleich loslegen können, ohne eine zusätzliche App installieren oder ein neues Konto einrichten zu müssen.

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