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Dienstag, 24. März 2026
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Krieg in der Ukraine: Mutmaßliche Russland-Spione in NRW und Spanien festgenommen

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24. März
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Krieg in der Ukraine: Mutmaßliche Russland-Spione in NRW und Spanien festgenommen

Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Kiew fordert Waffen für Angriffe auf russische Drohnenfabriken Selenskij: Putin profitiert von einem langen Krieg in Iran Belgorod: Vier Frauen tot nach ukrainischem Angriff Russland meldet großen Drohnenangriff der Ukraine Kreml kann sich angeblich Teilwaffenruhe vorstellen – Bedingungen an Kiew Mutmaßliche Russland-Spione in NRW und Spanien festgenommen Ein Mann aus Deutschland, der Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert, soll ins Visier mutmaßlicher Russland-Spione geraten sein. Die Bundesanwaltschaft hat in Rheine in Nordrhein-Westfalen eine 45 Jahre Rumänin und im spanischen Elda einen 43-jährigen Ukrainer festnehmen lassen. Sie sollen die Zielperson im Auftrag eines russischen Geheimdienstes ausspioniert haben, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. Die Bundesanwaltschaft wirft beiden mutmaßliche geheimdienstliche Agententätigkeit vor. Unter anderem das Bayerische Landeskriminalamt und das Bundesamt für Verfassungsschutz sind in die Ermittlungen involviert. Der Ukrainer soll den Angaben zufolge ab Dezember 2025 den Mann ausgespäht haben: „Dazu sammelte der Beschuldigte im Internet Informationen und fertigte Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz des Betroffenen an“, hieß es. Als er nach Spanien zog, soll die Frau spätestens ab März 2026 seinen Auftrag übernommen haben. Sie habe die Privatadresse des Mannes aufgesucht und Filmaufnahmen mit dem Mobiltelefon gemacht, teilte die oberste deutsche Anklagebehörde mit. „Die Ausspähaktionen dienten mutmaßlich der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson.“ Beide Festgenommenen sind laut der Bundesanwaltschaft dringend verdächtig, für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein. Die Frau soll an diesem Mittwoch einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Dieser entscheidet darüber, ob die 45-Jährige in Untersuchungshaft kommt. Der festgenommene Mann muss zunächst noch aus Spanien nach Deutschland überstellt werden. Die Bundesanwaltschaft wirft beiden mutmaßliche geheimdienstliche Agententätigkeit vor. Unter anderem das Bayerische Landeskriminalamt und das Bundesamt für Verfassungsschutz sind in die Ermittlungen involviert. Der Ukrainer soll den Angaben zufolge ab Dezember 2025 den Mann ausgespäht haben: „Dazu sammelte der Beschuldigte im Internet Informationen und fertigte Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz des Betroffenen an“, hieß es. Als er nach Spanien zog, soll die Frau spätestens ab März 2026 seinen Auftrag übernommen haben. Sie habe die Privatadresse des Mannes aufgesucht und Filmaufnahmen mit dem Mobiltelefon gemacht, teilte die oberste deutsche Anklagebehörde mit. „Die Ausspähaktionen dienten mutmaßlich der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson.“ Beide Festgenommenen sind laut der Bundesanwaltschaft dringend verdächtig, für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein. Die Frau soll an diesem Mittwoch einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Dieser entscheidet darüber, ob die 45-Jährige in Untersuchungshaft kommt. Der festgenommene Mann muss zunächst noch aus Spanien nach Deutschland überstellt werden. Mehrere Tote bei nächtlichen Angriffen Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen sind ukrainischen Angaben zufolge in der Nacht mehrere Menschen getötet worden. Die Luftwaffe meldete, dass die Ukraine mit 392 Drohnen und 34 Raketen aus Russland angegriffen worden sei. Der Flugabwehr sei es gelungen, 25 Raketen und 365 Drohnen abzuschießen oder zu „neutralisieren“. Einige Geschosse wurden also nicht abgefangen. In Saporischschja habe es einen Toten und fünf Verletzte gegeben, teilte Regionalgouverneur Iwan Fedorow mit. Bei den schweren Angriffen seien zudem Wohnhäuser, ein Hotel und Industrieanlagen beschädigt worden. In der Region Poltawa starben nach Behördenangaben zwei Menschen, elf weitere wurden verletzt. Bei einem Drohnenangriff auf einen Zug in der Region Charkiw wurde der örtlichen Staatsanwaltschaft zufolge ein Fahrgast getötet. Der Zug befand sich an einem Bahnhof in dem Dorf Slatyne. In der Nacht gab es ukrainische Drohnenangriffe auf russisch besetzte Gebiete. So wurde etwa in Sewastopol auf der Krim Luftalarm ausgelöst. Die Hafenstadt gilt mit einer Reihe von Militärobjekten als strategisch wichtig. Bei einer schweren Explosion in einem Wohnhaus wurden nach offiziellen Angaben zwei Menschen getötet. „Weitere acht Menschen wurden verletzt“, schrieb Sewastopols Gouverneur Michail Raswosschajew bei Telegram. Es ist allerdings unklar, ob die Drohnen die Explosion ausgelöst haben, die Ursache werde noch untersucht. Die Wucht der Explosion hat Behördenangaben nach zu einem Teileinsturz des Gebäudes geführt. Auch ein Nachbarhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen und daher ebenfalls evakuiert. In Saporischschja habe es einen Toten und fünf Verletzte gegeben, teilte Regionalgouverneur Iwan Fedorow mit. Bei den schweren Angriffen seien zudem Wohnhäuser, ein Hotel und Industrieanlagen beschädigt worden. In der Region Poltawa starben nach Behördenangaben zwei Menschen, elf weitere wurden verletzt. Bei einem Drohnenangriff auf einen Zug in der Region Charkiw wurde der örtlichen Staatsanwaltschaft zufolge ein Fahrgast getötet. Der Zug befand sich an einem Bahnhof in dem Dorf Slatyne. In der Nacht gab es ukrainische Drohnenangriffe auf russisch besetzte Gebiete. So wurde etwa in Sewastopol auf der Krim Luftalarm ausgelöst. Die Hafenstadt gilt mit einer Reihe von Militärobjekten als strategisch wichtig. Bei einer schweren Explosion in einem Wohnhaus wurden nach offiziellen Angaben zwei Menschen getötet. „Weitere acht Menschen wurden verletzt“, schrieb Sewastopols Gouverneur Michail Raswosschajew bei Telegram. Es ist allerdings unklar, ob die Drohnen die Explosion ausgelöst haben, die Ursache werde noch untersucht. Die Wucht der Explosion hat Behördenangaben nach zu einem Teileinsturz des Gebäudes geführt. Auch ein Nachbarhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen und daher ebenfalls evakuiert. Flammen schlagen nach einem russischen Angriff aus den Fenstern eines Wohnhauses in Saporischschja. Foto: Darya Nazarova/AFP Kiew fordert Waffen für Angriffe auf russische Drohnenfabriken Die Ukraine hat russische Produktionsstätten für Drohnen als legitime militärische Ziele bezeichnet und den Westen zur Lieferung weitreichender Waffen aufgefordert. Russlands Lieferung modernisierter Drohnen an Iran mache Moskau zu Teherans wichtigstem Komplizen im Krieg, sagte der ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk vor dem UN-Sicherheitsrat. Die Lieferungen stellten eine beispiellose Eskalation dar, die es Iran ermögliche, Golfstaaten und US-Streitkräfte in der Region über längere Zeit anzugreifen. „Russische Drohnenproduktionsstätten sollten als legitime Ziele für Militärschläge im Kampf gegen das Mullah-Regime betrachtet werden“, erklärte Melnyk. Die Ukraine greife bereits russische Drohnenfabriken an, könne jedoch mit neuen Waffen und Ressourcen effektiver sein. Die Bereitstellung von Waffen für Angriffe in der Tiefe und die Unterstützung der ukrainischen Produktion von Langstreckenraketen würden die kollektiven Bemühungen um Frieden im Nahen Osten unterstützen. „Russische Drohnenproduktionsstätten sollten als legitime Ziele für Militärschläge im Kampf gegen das Mullah-Regime betrachtet werden“, erklärte Melnyk. Die Ukraine greife bereits russische Drohnenfabriken an, könne jedoch mit neuen Waffen und Ressourcen effektiver sein. Die Bereitstellung von Waffen für Angriffe in der Tiefe und die Unterstützung der ukrainischen Produktion von Langstreckenraketen würden die kollektiven Bemühungen um Frieden im Nahen Osten unterstützen. Selenskij warnt vor massivem russischem Angriff Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij warnt vor einem unmittelbar bevorstehenden russischen Großangriff auf sein Land. Geheimdienstinformationen deuteten darauf hin, dass Russland einen massiven Schlag vorbereite, sagt er in seiner abendlichen Videobotschaft. Die Bevölkerung solle auf Luftalarm achten, entsprechende Befehle an die Flugabwehr seien bereits erteilt worden. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Selenskij: Russland plant Drohnen-Kontrollstationen in Belarus Russland plant dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij zufolge vier Bodenkontrollstationen für Langstrecken-Angriffsdrohnen in Belarus. Er beruft sich dabei auf den Militärgeheimdienst seines Landes. Selenskij habe den Geheimdienstchef angewiesen, die Partner der Ukraine über diese Pläne zu informieren. Er warnt seit Monaten vor einer stärkeren Verwicklung von Belarus in den Ukrainekrieg. Ukraine und USA führen in Florida Gespräche In den USA hat eine ukrainische Unterhändlergruppe an zwei Tagen mit US-Vertretern über Wege zur Beendigung des Krieges gesprochen. „Insgesamt bleibt die Lage recht klar: (Der russische Präsident Wladimir) Putin will den Krieg nicht beenden. Aber entscheidend ist, was die Welt will“, sagte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij nach einem Telefonat mit den Unterhändlern in einer Videobotschaft. Nach der Rückkehr der ukrainischen Gruppe werde diese einen detaillierteren Bericht erstatten. „Es gibt Signale, dass die Gefangenenaustausche fortgesetzt werden“, sagte Selenskij. Ihm zufolge wäre das bereits eine Bestätigung für funktionierende Diplomatie. Die ukrainische Gruppe wurde in Florida wieder vom Sekretär des nationalen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, geleitet. Ihr gehören auch Selenskijs Kanzleichef, Kyrylo Budanow, der Fraktionschef der Präsidentenpartei im Parlament, David Arachamija, und Vizeaußenminister Serhij Kyslyzja an. Von US-Seite waren der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sowie Regierungsberater Josh Gruenbaum beteiligt. Armeeoberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj und Generalstabschef Andrij Hnat erstatteten Selenskij zudem einen Bericht über die Lage an der Front. „An einigen Abschnitten sind die Russen in diesen Tagen spürbar aktiver geworden“, konstatierte der Staatschef. Aufgrund des besseren Wetters sei die Zahl der teils durch gepanzerte Technik unterstützten Sturmangriffe größer geworden. „Unsere Drohnen funktionieren gut und unsere Armee steht fest“, sagte Selenskij. Im Gegensatz dazu erleidet die russische Seite seinen Angaben nach erhebliche Verluste. Nach der Rückkehr der ukrainischen Gruppe werde diese einen detaillierteren Bericht erstatten. „Es gibt Signale, dass die Gefangenenaustausche fortgesetzt werden“, sagte Selenskij. Ihm zufolge wäre das bereits eine Bestätigung für funktionierende Diplomatie. Die ukrainische Gruppe wurde in Florida wieder vom Sekretär des nationalen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, geleitet. Ihr gehören auch Selenskijs Kanzleichef, Kyrylo Budanow, der Fraktionschef der Präsidentenpartei im Parlament, David Arachamija, und Vizeaußenminister Serhij Kyslyzja an. Von US-Seite waren der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sowie Regierungsberater Josh Gruenbaum beteiligt. Armeeoberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj und Generalstabschef Andrij Hnat erstatteten Selenskij zudem einen Bericht über die Lage an der Front. „An einigen Abschnitten sind die Russen in diesen Tagen spürbar aktiver geworden“, konstatierte der Staatschef. Aufgrund des besseren Wetters sei die Zahl der teils durch gepanzerte Technik unterstützten Sturmangriffe größer geworden. „Unsere Drohnen funktionieren gut und unsere Armee steht fest“, sagte Selenskij. Im Gegensatz dazu erleidet die russische Seite seinen Angaben nach erhebliche Verluste. Selenskij: Putin profitiert von einem langen Krieg in Iran Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij fürchtet um die Konsequenzen des Iran-Kriegs für die Situation seines Landes. „Ich habe ein sehr ungutes Gefühl, was die Auswirkungen dieses Kriegs auf die Lage in der Ukraine angeht und was den Fokus der USA betrifft – der liegt leider mehr auf dem Nahen Osten als auf der Ukraine“, sagte Selenskij in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview der britischen BBC. „Unsere diplomatischen Treffen, die trilateralen Treffen werden ständig verschoben. Dafür gibt es einen Grund: den Krieg in Iran.“ Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin sei ein langer Krieg in Iran „ein Plus“. Neben den hohen Energiepreisen bedeute er auch eine Erschöpfung von Ressourcen. „Für Putin ist es von Vorteil, dass die Ressourcen nicht an die Ukraine gehen“, sagte Selenskij laut BBC. „Er muss uns schwächen, und das ist ein langer Prozess. Der Nahe Osten ist einer der Wege, das zu erreichen.“ Es werde definitiv einen Mangel an Patriot-Raketen geben, die für die Ukraine bei Bedarf zugänglich sein könnten. Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin sei ein langer Krieg in Iran „ein Plus“. Neben den hohen Energiepreisen bedeute er auch eine Erschöpfung von Ressourcen. „Für Putin ist es von Vorteil, dass die Ressourcen nicht an die Ukraine gehen“, sagte Selenskij laut BBC. „Er muss uns schwächen, und das ist ein langer Prozess. Der Nahe Osten ist einer der Wege, das zu erreichen.“ Es werde definitiv einen Mangel an Patriot-Raketen geben, die für die Ukraine bei Bedarf zugänglich sein könnten. Tödlicher Unfall nach Drohnenangriff auf Zug Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Personenzug in der Ukraine ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen. Der Zug im Gebiet Odessa hielt und sollte geräumt werden, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja auf Telegram mitteilte. Dabei sei eine Schaffnerin von einem entgegenkommenden Zug getötet worden, der ebenfalls einen Haltepunkt zur Evakuierung ansteuerte. Ein Passagier sei verletzt worden. Die Bahn berichtete noch von einem weiteren Angriff auf einen Zug im Gebiet Dnipropetrowsk. Dort sei die Räumung problemlos verlaufen. Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben in der Nacht 139 feindliche Drohnen, von denen 127 abgefangen worden seien. Unter anderem wurde ein Angriff das Umland von Kiew gemeldet. Die Bahn berichtete noch von einem weiteren Angriff auf einen Zug im Gebiet Dnipropetrowsk. Dort sei die Räumung problemlos verlaufen. Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben in der Nacht 139 feindliche Drohnen, von denen 127 abgefangen worden seien. Unter anderem wurde ein Angriff das Umland von Kiew gemeldet. Strom- und Wasserversorgung in Teilen Kiews unterbrochen In Teilen der ukrainischen Hauptstadt Kiew fallen Strom- und Wasserversorgung aus. Grund dafür sei ein Zwischenfall im Stromnetz, teilen die Behörden mit. Einsatzkräfte arbeiteten daran, die Versorgung in den Gebieten östlich des Flusses Dnipro wiederherzustellen, erklärt die Stadtverwaltung auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur führen in Kiew und anderen Großstädten immer wieder zu teils längeren Stromausfällen. Ukraine und USA beraten in Florida über Kriegsende Unterhändler der Ukraine und der USA setzen in Florida ihre Gespräche über ein mögliches Ende des Krieges mit Russland fort. Das Weiße Haus bezeichnete die Beratungen als konstruktiv. Es gehe darum, verbleibende Differenzen abzubauen und einem umfassenden Friedensabkommen näherzukommen. Russische Vertreter nehmen an dem Treffen nicht teil. Selenskij fordert Beschlagnahmung von russischem Erdöl Vor dem Hintergrund eines von Frankreich aufgebrachten Tankers der russischen „Schattenflotte“ hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij die Beschlagnahmung von russischen Erdöllieferungen gefordert. „Solange der Krieg andauert, solange die (russischen) Angriffe fortgesetzt werden, muss auch der Druck auf den Aggressor anhalten“, sagte Selenskij in einer Videobotschaft. Kiew arbeitet demnach mit europäischen Ländern daran, dass diese auf Gesetzesebene den Stopp von Öltankern und das Beschlagnahmen von russischem Erdöl gestatten. Belgorod: Vier Frauen tot nach ukrainischem Angriff Im russischen Grenzgebiet Belgorod sind mindestens vier Menschen durch ukrainischen Beschuss getötet worden. Getroffen worden sei eine soziale Einrichtung im Dorf Smorodino, teilte Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. Das russische Dorf im Landkreis Graiworon liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Eine weitere Frau sei schwer verletzt aus den Trümmern geborgen worden, schrieb Gladkow. Es sei nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer gefunden werden – derzeit suchen die Rettungskräfte nach weiteren Opfern. Das Gebiet Belgorod liegt in Reichweite ukrainischer Drohnen und Artillerie. Die Ukraine schießt bei ihrer Abwehr der russischen Invasion auch über die Grenze hinweg in russisches Gebiet. Eine weitere Frau sei schwer verletzt aus den Trümmern geborgen worden, schrieb Gladkow. Es sei nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer gefunden werden – derzeit suchen die Rettungskräfte nach weiteren Opfern. Das Gebiet Belgorod liegt in Reichweite ukrainischer Drohnen und Artillerie. Die Ukraine schießt bei ihrer Abwehr der russischen Invasion auch über die Grenze hinweg in russisches Gebiet. Schwere Kämpfe im Donbass Die Kämpfe an der Front im Osten der Ukraine haben sich nach Angaben des Kiewer Generalstabs in den vergangenen Tagen verstärkt. Schwerpunkt soll einmal mehr das Gebiet nahe der Stadt Pokrowsk im Donbass sein, ohne dass für die eine oder andere Seite Geländegewinne bekannt wurden. Einige Militärbeobachter erklärten, dass die Ukraine womöglich eine erste Frühjahrsoffensive der Russen habe abwehren können. Das US-amerikanische Institute for the Study of War (ISW) schrieb vorsichtiger, dass die russische Armee mit verstärkten Erkundungsangriffen vermutlich ihre Frühjahrs-/Sommeroffensive vorbereite. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau bleibt bei der Darstellung, dass seine Truppen an der mehr als 1000 Kilometer langen Front auf dem Vormarsch seien. Militärnahe russische Blogger gestehen aber Probleme an Frontabschnitten wie Kupjansk im Norden und Huljaipole im Süden ein. Einige Militärbeobachter erklärten, dass die Ukraine womöglich eine erste Frühjahrsoffensive der Russen habe abwehren können. Das US-amerikanische Institute for the Study of War (ISW) schrieb vorsichtiger, dass die russische Armee mit verstärkten Erkundungsangriffen vermutlich ihre Frühjahrs-/Sommeroffensive vorbereite. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau bleibt bei der Darstellung, dass seine Truppen an der mehr als 1000 Kilometer langen Front auf dem Vormarsch seien. Militärnahe russische Blogger gestehen aber Probleme an Frontabschnitten wie Kupjansk im Norden und Huljaipole im Süden ein. Russland meldet großen Drohnenangriff der Ukraine Das russische Militär berichtet von einem großen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht. 283 feindliche Fluggeräte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Ein Schwerpunkt des Angriffs lag demnach im südrussischen Gebiet Rostow. Dort wurden nach Mitteilung von Gouverneur Juri Sljussar etwa 90 ukrainische Drohnen ausgeschaltet. Solche Angaben sind nicht im Detail überprüfbar, sie vermitteln aber einen Eindruck vom Ausmaß des Angriffs. Nach Berichten auf Telegramkanälen wurde eine Stickstofffabrik in der Stadt Toljatti an der Wolga getroffen. Auch Ölraffinerien im Wolgagebiet seien angegriffen worden. Offizielle Angaben gab es nur zu einem Treffer auf einen unbewohnten Hochhausneubau in der Stadt Ufa, die etwa 1600 Kilometer von ukrainischem Gebiet entfernt liegt. Die ukrainischen Drohnen störten auch den Flugverkehr an mehreren russischen Flughäfen, darunter in Moskau. Ein russischer Drohnenangriff in der Nacht legte die Stromversorgung im nordukrainischen Gebiet Tschernihiw weitgehend lahm, wie Gouverneur Wjatscheslaw Tschaus auf Telegram mittelte. In der Stadt Saporischschja im Süden kamen nach Behördenangaben bei einem Treffer auf ein Wohnhaus ein Mann und eine Frau ums Leben, zwei Kinder wurden verletzt. Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben 154 feindliche Drohnen, von den 148 ausgeschaltet worden seien. Nach Berichten auf Telegramkanälen wurde eine Stickstofffabrik in der Stadt Toljatti an der Wolga getroffen. Auch Ölraffinerien im Wolgagebiet seien angegriffen worden. Offizielle Angaben gab es nur zu einem Treffer auf einen unbewohnten Hochhausneubau in der Stadt Ufa, die etwa 1600 Kilometer von ukrainischem Gebiet entfernt liegt. Die ukrainischen Drohnen störten auch den Flugverkehr an mehreren russischen Flughäfen, darunter in Moskau. Ein russischer Drohnenangriff in der Nacht legte die Stromversorgung im nordukrainischen Gebiet Tschernihiw weitgehend lahm, wie Gouverneur Wjatscheslaw Tschaus auf Telegram mittelte. In der Stadt Saporischschja im Süden kamen nach Behördenangaben bei einem Treffer auf ein Wohnhaus ein Mann und eine Frau ums Leben, zwei Kinder wurden verletzt. Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben 154 feindliche Drohnen, von den 148 ausgeschaltet worden seien. Kreml kann sich angeblich Teilwaffenruhe vorstellen – Bedingungen an Kiew Die russische Führung kann sich angeblich eine Teilwaffenruhe vorstellen, und zwar für Angriffe auf Energieanlagen. Eine solche Feuerpause stellte der Kreml jetzt unter bestimmten Bedingungen in Aussicht. Kiew müsse dazu die Attacken gegen die russische Öl- und Gasinfrastruktur einstellen und die „Erpressung anderer Länder, darunter auch Mitgliedstaaten der EU“ im Energiesektor beenden, erklärte Kremlsprecher Dmitrij Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Zuletzt hatte Russland ukrainische Drohnenattacken auf Kompressorstationen für eine Gaspipeline in die Türkei beklagt. Nach Darstellung Moskaus führen solche Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur zu weiteren Steigerungen beim Öl- und Gaspreis. Mit dem Stichwort „Erpressung“ nahm Peskow Stellung zum Streit zwischen Kiew und Budapest um die Pipeline Druschba, über die Ungarn Öl aus Russland erhält. Budapest wirft Kiew vor, die Durchleitung von Öl zu verhindern. Die Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew über eine Beendigung des russischen Angriffskriegs pausieren derzeit. An diesem Samstag sind Gespräche geplant. Es handle sich um Verhandlungen der Ukrainer mit den – in dem Konflikt als Vermittler agierenden – USA, sagte Peskow. Russland ist nach seinen Angaben bei dem Treffen nicht dabei, wartet aber auf einen Termin zu trilateralen Gesprächen. Zuletzt hatte Russland ukrainische Drohnenattacken auf Kompressorstationen für eine Gaspipeline in die Türkei beklagt. Nach Darstellung Moskaus führen solche Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur zu weiteren Steigerungen beim Öl- und Gaspreis. Mit dem Stichwort „Erpressung“ nahm Peskow Stellung zum Streit zwischen Kiew und Budapest um die Pipeline Druschba, über die Ungarn Öl aus Russland erhält. Budapest wirft Kiew vor, die Durchleitung von Öl zu verhindern. Die Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew über eine Beendigung des russischen Angriffskriegs pausieren derzeit. An diesem Samstag sind Gespräche geplant. Es handle sich um Verhandlungen der Ukrainer mit den – in dem Konflikt als Vermittler agierenden – USA, sagte Peskow. Russland ist nach seinen Angaben bei dem Treffen nicht dabei, wartet aber auf einen Termin zu trilateralen Gesprächen.

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24. März
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Bundesanwaltschaft: Spionage für Russland? Festnahmen in NRW und Spanien

Bundesanwaltschaft: Spionage für Russland? Festnahmen in NRW und Spanien Karlsruhe. Ein Mann aus Deutschland, der Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert, soll ins Visier mutmaßlicher Russland-Spione geraten sein. Die Bundesanwaltschaft hat in Rheine in Nordrhein-Westfalen eine 45 Jahre Rumänin und im spanischen Elda einen 43-jährigen Ukrainer festnehmen lassen. Sie sollen die Zielperson im Auftrag eines russischen Geheimdienstes ausspioniert haben, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. Die Bundesanwaltschaft wirft beiden mutmaßliche geheimdienstliche Agententätigkeit vor. Unter anderem das Bayerische Landeskriminalamt und das Bundesamt für Verfassungsschutz sind in die Ermittlungen involviert. Filmaufnahmen an Wohnsitz Der Ukrainer soll den Angaben zufolge ab Dezember 2025 den Mann ausgespäht haben. „Dazu sammelte der Beschuldigte im Internet Informationen und fertigte Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz des Betroffenen an“, hieß es. Als er nach Spanien zog, soll die Frau spätestens ab März 2026 seinen Auftrag übernommen haben. Sie habe die Privatadresse des Mannes aufgesucht und Filmaufnahmen mit dem Mobiltelefon gemacht, teilte die oberste deutsche Anklagebehörde mit. „Die Ausspähaktionen dienten mutmaßlich der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson.“ Beide Festgenommene sind laut der Bundesanwaltschaft dringend verdächtig, für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein. Die Frau soll an diesem Mittwoch einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Dieser entscheidet darüber, ob die 45-Jährige in Untersuchungshaft kommt. Der festgenommene Mann muss zunächst noch aus Spanien nach Deutschland überstellt werden. Kein Einzelfall Die Bundesanwaltschaft hat schon mehrfach mutmaßliche Spione mit russischem Auftrag festnehmen lassen. Auch laufen Gerichtsverfahren. Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat sich die Bedrohung durch russische Spionage, Sabotage und Desinformation nach Einschätzung des Bundesamts für Verfassungsschutz deutlich verschärft. Eine Mischung staatlicher, staatlich gesteuerter sowie privater Akteure prägt demnach die nachrichtendienstliche Bedrohungslage durch Russland. Beobachtet wird laut Verfassungsschutz zudem eine Strategie russischer Akteure, für Spionage- oder Sabotageaktionen Personen aus dem kleinkriminellen Milieu anzuwerben, die gegen Bezahlung Aufträge übernehmen. Hintergrund ist nach Einschätzung deutscher Sicherheitsbehörden, dass klassische Geheimdienstoperationen mit professionellen Spionen durch Sanktionen und die erhöhte Wachsamkeit westlicher Dienste schwieriger geworden sind.

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24. März
ZDF heute

Mutmaßliche Russland-Spione festgenommen

Deutscher Drohnen-Bauer ausspioniert?:Mutmaßliche Russland-Spione in NRW und Spanien festgenommen Die Bundesanwaltschaft hat in NRW und Spanien zwei mutmaßliche Russland-Spione festnehmen lassen. Sie sollen in Deutschland jemanden ausgespäht haben, der Drohnen an Kiew liefert. Die Bundesanwaltschaft hat in Nordrhein-Westfalen und in Spanien zwei mutmaßliche Russland-Spione festnehmen lassen. Sie sollen in Deutschland jemanden ausgespäht haben, der Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert, wie es in einer Mitteilung der Karlsruher Behörde heißt. Es geht um eine Rumänin und einen Ukrainer. Seit Dezember 2025 soll der ukrainische Staatsbürger Sergey N. im Auftrag eines russischen Geheimdienstes den Betreffenden ausgespäht haben. Dazu soll er den Angaben zufolge Informationen im Internet gesammelt und Videos gemacht haben. N. sei dann nach Spanien gezogen, spätestens ab März habe die Rumänin Alla S. den Auftrag übernommen. N. wurde aufgrund eines Europäischen Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs in Elda/Alicante (Spanien) durch spanische Beamte festgenommen. Spezialkräfte der nordrhein-westfälischen Polizei und Beamte des Bayerischen Landeskriminalamts haben Alla S. in Rheine, NRW festgenommen. Die Wohnräume der Beschuldigten wurden durchsucht. Mehr in Kürze. Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

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24. März
Die Zeit (Politik)

Konflikt mit Russland: Mutmaßliche Russland-Spione in Deutschland und Spanien festgenommen

Konflikt mit Russland: Mutmaßliche Russland-Spione in Deutschland und Spanien festgenommen Der Generalbundesanwalt hat zwei mutmaßliche Spione in Nordrhein-Westfalen und Spanien festnehmen lassen. Sie sollen einen Drohnenbauer in Deutschland ausspioniert haben. Die Bundesanwaltschaft hat in Nordrhein-Westfalen und Alicante zwei mutmaßliche Russland-Spione festgenommen, die im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes tätig waren. Eine Rumänin und ein Ukrainer sollen eine Zielperson für den russischen Geheimdienst ausspioniert haben, wobei der Ukrainer ab Dezember 2025 Informationen sammelte und Filmaufnahmen machte. Die Frau setzte die Spionage ab März 2026 in Spanien fort, indem sie die Privatadresse des Mannes aufsuchte und Filmaufnahmen mit dem Mobiltelefon machte. Die Aktionen dienten vermutlich der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson. Spanien wird die Festgenommenen nach Deutschland überstellen, wo sie dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden sollen. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? Diese Audioversion wurde künstlich erzeugt. Die Audioversion dieses Artikels wurde künstlich erzeugt. Wir entwickeln dieses Angebot stetig weiter und freuen uns über Ihr Feedback. Die Bundesanwaltschaft hat eigenen Angaben zufolge in Nordrhein-Westfalen und im spanischen Alicante zwei mutmaßliche Russland-Spione festnehmen lassen. Sie sollen demnach für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen sein. Laut Mitteilung des Generalbundesanwalts handelt es sich bei den Festgenommenen um eine Rumänin und einen Ukrainer. Sie sollen demnach die Zielperson im Auftrag eines russischen Geheimdienstes ausspioniert haben. Der Ukrainer soll den Mann den Angaben zufolge ab Dezember 2025 ausgespäht haben. "Dazu sammelte der Beschuldigte im Internet Informationen und fertigte Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz des Betroffenen an", hieß es. Als er nach Spanien zog, soll die Frau spätestens ab März 2026 seinen Auftrag übernommen haben. Sie habe die Privatadresse des Mannes aufgesucht und Filmaufnahmen mit dem Mobiltelefon gemacht, teilte die Anklagebehörde mit: "Die Ausspähaktionen dienten mutmaßlich der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson." Spanien soll den Festgenommenen nach Angaben der Bundesanwaltschaft nach Deutschland überstellen. Beide sollen dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

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