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Montag, 3. August 2026
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Polen - Gedenktag: Zentralrat der Deutschen Sinti und Roma warnt vor wachsendem Antiziganismus

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3. August
Deutschlandfunk

Polen - Gedenktag: Zentralrat der Deutschen Sinti und Roma warnt vor wachsendem Antiziganismus

Diese Entwicklung finde nicht in einem luftleeren Raum statt, betonte Rose anlässlich des Europäischen Holocaust-Gedenktages für Sinti und Roma. In ganz Europa erlebe man Wahlerfolge rechtsextremer und nationalistischer Parteien, die Hass und Hetze wieder salonfähig machten. Der Zentralratsvorsitzende appellierte an die EU, durch Bildung und Aufklärung zur Prävention beizutragen. Etwa müsse in den Schulbüchern der Heimatländer der Sinti und Roma auch auf deren Beiträge zu Kunst, Musik und Kultur hingewiesen werden. Brand sieht Mehrheitsgesellschaft in Verantwortung Für die Bundesregierung nahm der Antiziganismusbeauftragte Brand an der Gedenkveranstaltung teil. Er hatte zuvor im Deutschlandfunk auf die Verantwortung der Mehrheitsgesellschaft für den Schutz der Sinti und Roma hingewiesen . Der Umgang mit Minderheiten zeige, wie es um eine Demokratie bestellt sei, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete. Deutschland trage eine historische Verantwortung. Dass die Bundesregierung vor knapp einem Monat beschlossen habe, eine Aufarbeitungskommission zum Unrecht an Sinti und Roma nach 1945 einzusetzen, sei "unglaublich spät", aber ein wichtiger Schritt. Es habe nach dem Nationalsozialismus in Deutschland Kontinuitäten gegeben: Diejenigen, die Sinti und Roma verfolgt hätten, hätten anschließend über Rentenanträge oder die Frage von Entschädigungen entschieden. Auch im Wohnbereich seien Sinti und Roma diskriminiert und an Ränder gedrängt worden. Kommission soll Unrecht aufarbeiten Diskriminierung finde auch heute statt und nehme sogar zu, betonte Brand. Auf der einen Seite stünden Fälle, bei denen Minderheiten gezielt zur Zielscheibe gemacht würden. Auf der anderen Seite gebe es aber auch diejenigen, die nachlässig Stereotype weiterverbreiteten. Die Kommission habe nun die Aufgabe, die Stimmen Betroffener zu hören, Akten zu erschließen, staatliches Handeln zu untersuchen und schließlich Handlungsempfehlungen zu geben. In Auschwitz-Birkenau wurden in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 rund 4.300 Sinti und Roma von der SS getötet. Insgesamt ermordeten die Nazis zwischen 1933 und 1945 bis zu 500.000 Menschen der Bevölkerungsgruppe. Diese Nachricht wurde am 03.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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2. August
Deutschlandfunk

Polen - Gedenktag: Zentralrat der Deutschen Sinti und Roma warnt vor wachsendem Antiziganismus

Diese Entwicklung finde nicht in einem luftleeren Raum statt, betonte Rose anlässlich des Europäischen Holocaust-Gedenktages für Sinti und Roma. In ganz Europa erlebe man Wahlerfolge rechtsextremer und nationalistischer Parteien, die Hass und Hetze wieder salonfähig machten. Der Zentralratsvorsitzende appellierte an die EU, durch Bildung und Aufklärung zur Prävention beizutragen. Etwa müsse in den Schulbüchern der Heimatländer der Sinti und Roma auch auf deren Beiträge zu Kunst, Musik und Kultur hingewiesen werden. Brand sieht Mehrheitsgesellschaft in Verantwortung Für die Bundesregierung nahm der Antiziganismusbeauftragte Brand an der Gedenkveranstaltung teil. Er hatte zuvor im Deutschlandfunk auf die Verantwortung der Mehrheitsgesellschaft für den Schutz der Sinti und Roma hingewiesen . Der Umgang mit Minderheiten zeige, wie es um eine Demokratie bestellt sei, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete. Deutschland trage eine historische Verantwortung. Dass die Bundesregierung vor knapp einem Monat beschlossen habe, eine Aufarbeitungskommission zum Unrecht an Sinti und Roma nach 1945 einzusetzen, sei "unglaublich spät", aber ein wichtiger Schritt. Es habe nach dem Nationalsozialismus in Deutschland Kontinuitäten gegeben: Diejenigen, die Sinti und Roma verfolgt hätten, hätten anschließend über Rentenanträge oder die Frage von Entschädigungen entschieden. Auch im Wohnbereich seien Sinti und Roma diskriminiert und an Ränder gedrängt worden. Kommission soll Unrecht aufarbeiten Diskriminierung finde auch heute statt und nehme sogar zu, betonte Brand. Auf der einen Seite stünden Fälle, bei denen Minderheiten gezielt zur Zielscheibe gemacht würden. Auf der anderen Seite gebe es aber auch diejenigen, die nachlässig Stereotype weiterverbreiteten. Die Kommission habe nun die Aufgabe, die Stimmen Betroffener zu hören, Akten zu erschließen, staatliches Handeln zu untersuchen und schließlich Handlungsempfehlungen zu geben. In Auschwitz-Birkenau wurden in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 rund 4.300 Sinti und Roma von der SS getötet. Insgesamt ermordeten die Nazis zwischen 1933 und 1945 bis zu 500.000 Menschen der Bevölkerungsgruppe. Diese Nachricht wurde am 02.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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2. August
Deutschlandfunk

Polen - Gedenktag in Auschwitz: Zentralrat der Deutschen Sinti und Roma warnt vor wachsendem Antiziganismus

Diese Entwicklung finde nicht in einem luftleeren Raum statt, betonte Rose. In ganz Europa erlebe man Wahlerfolge rechtsextremer und nationalistischer Parteien, die Hass und Hetze wieder salonfähig machten. Der Zentralratsvorsitzende appellierte an die EU, durch Bildung und Aufklärung zur Prävention beizutragen. Etwa müsse in den Schulbüchern der Heimatländer der Sinti und Roma auch auf deren Beiträge zu Kunst, Musik und Kultur hingewiesen werden. Brand sieht Mehrheitsgesellschaft in Verantwortung Für die Bundesregierung nahm der Antiziganismusbeauftragte Brand an der Gedenkveranstaltung teil. Er hatte zuvor im Deutschlandfunk auf die Verantwortung der Mehrheitsgesellschaft für den Schutz der Sinti und Roma hingewiesen . Der Umgang mit Minderheiten zeige, wie es um eine Demokratie bestellt sei, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete. Deutschland trage eine historische Verantwortung. Dass die Bundesregierung vor knapp einem Monat beschlossen habe, eine Aufarbeitungskommission zum Unrecht an Sinti und Roma nach 1945 einzusetzen, sei "unglaublich spät", aber ein wichtiger Schritt. Es habe nach dem Nationalsozialismus in Deutschland Kontinuitäten gegeben: Diejenigen, die Sinti und Roma verfolgt hätten, hätten anschließend über Rentenanträge oder die Frage von Entschädigungen entschieden. Auch im Wohnbereich seien Sinti und Roma diskriminiert und an Ränder gedrängt worden. Kommission soll Unrecht aufarbeiten Diskriminierung finde auch heute statt und nehme sogar zu, betonte Brand. Auf der einen Seite stünden Fälle, bei denen Minderheiten gezielt zur Zielscheibe gemacht würden. Auf der anderen Seite gebe es aber auch diejenigen, die nachlässig Stereotype weiterverbreiteten. Die Kommission habe nun die Aufgabe, die Stimmen Betroffener zu hören, Akten zu erschließen, staatliches Handeln zu untersuchen und schließlich Handlungsempfehlungen zu geben. In Auschwitz-Birkenau wurden in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 rund 4.300 Sinti und Roma von der SS getötet. Insgesamt ermordeten die Nazis zwischen 1933 und 1945 bis zu 500.000 Menschen der Bevölkerungsgruppe. Diese Nachricht wurde am 02.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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2. August
taz (Öko & Co)

Nazi-Verbrechen an Sinti und Roma: Zentralratsvorsitzender warnt vor neuer Gewalt

Nazi-Verbrechen an Sinti und Roma: Zentralratsvorsitzender warnt vor neuer Gewalt Droht die Geschichte sich zu wiederholen? Zum europäischen Gedenktag für die ermordeten Sinti und Roma warnt der Zentralratsvorsitzende Romani Rose vor neuer Gewalt. kna/epd | Anlässlich des Europäischen Holocaust-Gedenktags für Sinti und Roma hat der Antiziganismus-Beauftragte der Bundesregierung, Michael Brand (CDU), an die rund 500.000 Opfer des nationalsozialistischen Genozids erinnert. „Es waren Menschen, die ihr eigenes Leben, Familie, Freunde, Hoffnungen und Träume hatten – und die Opfer eines barbarischen Regimes wurden“, erklärte Brand am Sonntag. Bei einer Gedenkveranstaltung in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau im polnischen Oświęcim rief er dazu auf, das Gedenken wachzuhalten und Antiziganismus entschieden entgegenzutreten. Der Gedenktag erinnert jährlich am 2. August an die Opfer des sogenannten Porajmos, des Völkermords an den europäischen Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 ermordete die SS im sogenannten Zigeunerfamilienlager des KZ Auschwitz-Birkenau die insgesamt 4.300 dort verbliebenen Sinti und Roma in Gaskammern, darunter zahlreiche Frauen, Kinder und Ältere. Zwischen 1933 und 1945 wurden insgesamt bis zu 500.000 Sinti und Roma von den Nationalsozialisten ermordet. Mit Blick auf die schwindende Zahl der Überlebenden nach über 80 Jahren werde die Verantwortung für das Gedenken umso größter, betonte Brand: „Es liegt jetzt an uns allen, die Erinnerung wachzuhalten, die Geschichte weiterzutragen“, so der CDU-Politiker. Der Holocaust und Terror des Nazi-Terrors habe gezeigt, „wohin es führen kann, wenn Menschen brutal verfolgt und zu einer Bedrohung stilisiert werden“. Gemeinsam müsse jeder Form von Antiziganismus, Rassismus und Menschenverachtung entschieden bekämpft werden. Romani Rose: „Nichts aus der Geschichte gelernt“ Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates der Deutschen Sinti und Roma, warnte bei der Gedenkveranstaltung vor wachsender Bedrohung und Gewalt: „Mit Schrecken sieht unsere Minderheit das Erstarken eines wiedererwachten und gewaltbereiten Antiziganismus in Deutschland, aber auch in anderen Ländern Europas“ sagte er mit Bezug auf aktuelle Angaben der unabhängigen Melde- und Informationsstelle Antiziganismus. Diese Entwicklung vollziehe sich nicht „im luftleeren Raum“, so Rose weiter. „In ganz Europa erleben wir Wahlerfolge rechtsextremer und nationalistischer Parteien, die Hass und Hetze wieder salonfähig machen.“ Auch der deutsche Staat würde sich daran beteiligen. So dürften in Niedersachsen die Polizeibehörden in ihren Kriminalberichten mutmaßliche Täter einer ethnischen Zugehörigkeit zuordnen. „Ich erwarte, dass der deutsche Rechtsstaat diese skandalöse Praxis – 82 Jahre nach Auschwitz – beendet“, betonte Rose. „Wenn ich heute in die Welt blicke, fehlen mir die Worte, um meine Verzweiflung darüber zum Ausdruck zu bringen, dass wir Menschen nichts aus der Geschichte gelernt haben“, erklärte Rose. „Denn auch heute wird wieder gegen das Völkerrecht verstoßen: in der Ukraine, im Nahen Osten und an vielen anderen Orten dieser Welt.“ Der Zentralratsvorsitzende appellierte an die Mitgliedstaaten der EU, zur Prävention mittels Bildung und Aufklärung beizutragen. So müsse in den Schulbüchern der Heimatländer der Minderheit auch auf deren Beiträge zu Kunst, Musik und Kultur hingewiesen werden. Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen Starten Sie jetzt eine spannende Diskussion!

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2. August
Deutschlandfunk

Gedenktag - Antiziganismusbeauftragter Brand mahnt Schutz von Sinti und Roma als Aufgabe der Mehrheitsgesellschaft an

In Deutschland wird heute des nationalsozialistischen Völkermords an den Sinti und Roma gedacht. Der CDU-Bundestagsabgeordnete betonte, der Gedenktag sei auch ein politisches Bekenntnis, denn Deutschland trage hier eine historische Verantwortung . Dass die Bundesregierung vor knapp einem Monat beschlossen habe, eine Aufarbeitungskommission zum Unrecht an Sinti und Roma nach 1945 einzusetzen, sei "unglaublich spät", aber ein wichtiger Schritt. Es habe nach dem Nationalsozialismus in Deutschland Kontinuitäten gegeben: Diejenigen, die Sinti und Roma verfolgt hätten, hätten anschließend über Rentenanträge oder die Frage von Entschädigungen entschieden. Auch im Wohnbereich seien Sinti und Roma diskriminiert und an Ränder gedrängt worden. Diskriminierung finde auch heute statt und nehme sogar zu, betonte Brand. Auf der einen Seite stünden Fälle, bei denen Minderheiten gezielt zur Zielscheibe gemacht würden. Auf der anderen Seite gebe es aber auch diejenigen, die nachlässig Stereotype weiterverbreiteten. Die Kommission habe nun die Aufgabe, die Stimmen Betroffener zu hören, Akten zu erschließen, staatliches Handeln zu untersuchen und schließlich Handlungsempfehlungen zu geben. Gedenkveranstaltung in Auschwitz-Birkenau Brand nimmt heute als Vertreter der Bundesregierung an der internationalen Gedenkveranstaltung im früheren NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau teil. Dort wurden in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 rund 4.300 Sinti und Roma von der SS getötet. Insgesamt ermordeten die Nazis zwischen 1933 und 1945 bis zu 500.000 Menschen der Bevölkerungsgruppe. Diese Nachricht wurde am 02.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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