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Sonntag, 12. Juli 2026
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Terrorverdacht nach Waffenfund nahe Synagoge in Frankreich

Medienspektrum

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12. Juli
Tagesschau

Terrorverdacht nach Waffenfund nahe Synagoge in Frankreich

Ermittlungen in Frankreich Terrorverdacht nach Waffenfund nahe Synagoge Nahe einer Synagoge in Frankreich hat die Polizei ein verdächtiges Auto untersucht. In dem Fahrzeug wurden unter anderem ein Maschinengewehr gefunden. Jetzt laufen Terrorermittlungen. Offenbar gab es Hinweise auf eine islamistische Attacke. In dem französischen Ort Sarcelles ist in einem Auto unweit einer Synagoge nach Behördenangaben eine "Kriegswaffe" gefunden worden. Die Anti-Terrorstaatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein. In dem verdächtigen Wagen, der sich "in unmittelbarer Nähe" eines Kinos und 500 Meter von einer Synagoge entfernt befand, wurden ein Maschinengewehr vom Typ Kalaschnikow mit mehreren Magazinen sowie eine Pistole entdeckt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Sarcelles liegt nördlich von Paris und hat eine große jüdische Gemeinde. Die Polizei richtete eine Sicherheitszone ein - etwa 300 Menschen wurden evakuiert. Sie mussten etwa ein Kino und Restaurants verlassen. Das gefundene Fahrzeug stellte sich als gestohlen heraus; außerdem seien die Kennzeichen teilweise abgelöst gewesen. Die Behörden seien auf eine mögliche islamistische Terrorattacke auf eine Synagoge hingewiesen worden. Hinweis auf islamistische Terrorattacke Zuvor hätten die Behörden einen Hinweis auf eine mögliche islamistische Terrorattacke auf eine Synagoge in Sarcelles erhalten und nach dem Auto gesucht, hieß es in der Mitteilung der Anti-Terrorstaatsanwaltschaft. "Wir kennen die Motive noch nicht", sagte der französische Innenminister Laurent Nuñez dem Sender BFMTV. Auch die verantwortlichen Personen seien noch nicht identifiziert. Die Ermittlungen liefen, so der Minister.

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12. Juli
Der Spiegel

Paris: 300 Menschen nahe einer Synagoge in Sicherheit gebracht

Evakuierung in Pariser Vorort 300 Menschen nahe einer Synagoge in Sicherheit gebracht In einem Vorort der französischen Hauptstadt Paris sind 300 Menschen wegen eines verdächtigen Autos in der Nähe einer Synagoge in Sicherheit gebracht worden. Die Evakuierung in Sarcelles habe am Samstagabend stattgefunden, sagte der französische Innenminister Laurent Nuñez dem Fernsehsender BFM. In dem Fahrzeug sei eine »lange Militärwaffe« gefunden worden. Jetzt laufe eine Untersuchung des Vorfalls, erklärte Nuñez weiter. Hintergründe zu einem möglichen Motiv, zu einer möglichen Verbindung zur Synagogengemeinde sowie zur Identität des oder der Verdächtigen gebe es bisher jedoch nicht. dpa-Informationen zufolge wurden ein Automatikgewehr und eine Pistole im Kofferraum des abgestellten Fahrzeugs entdeckt. Daraufhin wurde drumherum eine Sicherheitszone in dem belebten Viertel eingerichtet. Menschen mussten etwa ein Kino und Restaurants verlassen. Der Vorort Sarcelles ist ein multikulturell geprägter Vorort der französischen Hauptstadt mit einer großen jüdischen Gemeinde. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen Terrorismusverdachts ein. »Dämonen des Antisemitismus« Unterdessen warnte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor einem Wiederaufleben der »Dämonen des Antisemitismus«, die Frankreichs Vergangenheit und Gegenwart verdunkelt hätten. Macron enthüllte am Sonntag eine Statue zu Ehren von Hauptmann Alfred Dreyfus. Dessen fälschliche Verurteilung wegen Hochverrats im 19. Jahrhundert hatte seinerzeit tief verwurzelte antijüdische Vorurteile in Frankreich offengelegt. Am Sonntag jährte sich Dreyfus’ Freispruch durch Frankreichs höchstes Gericht zum 120. Mal. Präsident Macron, Dreyfus-Enkel Charles Foto: Thomas Samson / EPA»Wir wissen, dass die alten Dämonen des Antisemitismus in unserem Land nie vollständig verschwunden sind«, sagte Macron bei der Zeremonie für Dreyfus. Er rief zu andauernder Wachsamkeit auf, um Taten zu verhindern, die »Menschen aufgrund ihrer Identität ins Visier nehmen«. Dreyfus, der Jude war, wurde 1894 wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er fälschlicherweise beschuldigt worden war, Militärgeheimnisse an Deutschland weitergegeben zu haben. Prominente Intellektuelle, darunter der Schriftsteller Émile Zola, argumentierten, dass Dreyfus vom französischen Militär zum Sündenbock gemacht worden sei. Nach seinem Freispruch trat Dreyfus wieder in die französische Armee ein und diente im Ersten Weltkrieg. Er starb 1935. Am 12. Juli 1906 war Dreyfus vom Kassationsgerichtshof, dem höchsten Gericht Frankreichs, in allen Anklagepunkten freigesprochen worden. Macron erklärte den 12. Juli zum nationalen Gedenktag für Dreyfus’ Unschuld, der ab diesem Jahr begangen wird.

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