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Montag, 13. Juli 2026
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Frankreich: Großer Brand im Wald von Fontainebleau bei Paris

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13. Juli
Tagesschau

Frankreich: Großer Brand im Wald von Fontainebleau bei Paris

Anhaltende Hitzewelle Hunderte Einsatzkräfte bekämpfen Waldbrand nahe Paris Im Wald von Fontainebleau steht eines der bekanntesten Königsschlösser Frankreichs. Nun ist in dem Areal nahe Paris ein großes Feuer ausgebrochen. Ermittler gehen Hinweisen auf Brandstiftung nach. Im bekannten Fontainebleau südlich von Paris kämpfen derzeit Hunderte Einsatzkräfte gegen einen großen Waldbrand. Das Feuer habe bereits 800 Hektar Wald zerstört und dehne sich weiter aus, teilte die Feuerwehr mit. Neben mehr als 400 Feuerwehrleuten sind nach Angaben des Département Seine-et-Marne auch zwei Löschflugzeuge im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Das Feuer ist bisher nicht unter Kontrolle. Inzwischen wurden Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung aufgenommen, wie Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez bei einem Besuch vor Ort erklärte. Der Brand könne absichtlich gelegt worden sein, sagte er. Darauf deute eine Vielzahl von Brandherden in einem Umkreis von nur 1.000 Metern hin. Warnstufe Rot in 37 Départements Das Feuer war gestern Nachmittag an einer Autobahn nahe Fontainebleau ausgebrochen. Dort befindet sich auch eines der bekanntesten Königsschlösser Frankreichs. Es diente früheren Monarchen als Jagdschloss und Herbstresidenz. Wegen des Brandes wurde die Autobahn A6 zwischen Paris und Lyon in dem Gebiet gesperrt. Auch der Zugverkehr war zwischenzeitlich beeinträchtigt. Mehr als 1.000 Anwohner und Touristen seien evakuiert worden, sagte der Bürgermeister der Ortschaft Le Vaudoué dem Sender BFMTV. Frankreich durchlebt in diesen Tagen bereits die dritte Hitzewelle des Sommers. Große Trockenheit begünstigt in vielen Teilen des Landes die Entstehung und Ausbreitung von Bränden. Zu Wochenbeginn verhängte der staatliche Wetterdienst für 37 Départements angesichts der Hitze die höchste Warnstufe Rot. Viele Tote bei Brand in Spanien Große Hitze und Waldbrände machen derzeit auch anderen Ländern in Westeuropa zu schaffen. Neben Frankreich wurden auch aus Spanien, Portugal und Griechenland schwere Waldbrände gemeldet. In der südostspanischen Provinz Almería kamen bei einem Feuer am Wochenende mindestens 13 Menschen ums Leben.

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12. Juli
Der Spiegel

Frankreich: Hitzewelle lässt Wald nahe Paris brennen und macht Herunterfahren von Atomreaktoren nötig

Extremwetter in Frankreich Hitzewelle lässt Wald nahe Paris brennen – Löschflieger aus dem Süden angefordert Frankreich durchleidet derzeit die dritte Hitzewelle in zwei Monaten – mit teils drastischen Folgen. Im Wald von Fontainebleau rund 50 Kilometer südlich von Paris ist am Sonntag ein Feuer ausgebrochen und hat sich schnell ausgebreitet. Nach Angaben der Feuerwehr wurden zwei Löschflugzeuge aus Südfrankreich in die Hauptstadtregion entsandt. Verkehrsminister Philippe Tabarot teilte mit, wegen des Feuers habe die Autobahn 6 – eine wichtige Verkehrsader in Richtung Süden – teilweise gesperrt werden müssen. Am ersten Ferienwochenende war auch der Bahnverkehr auf der Schnellzugstrecke in den Südosten Frankreichs »gestört«, wie Tabarot sagte. Die französische Bahngesellschaft SNCF teilte am Sonntagabend auf ihrer Website mit, Züge vom oder zum Pariser Bahnhof Gare de Lyon hätten bis zu sechs Stunden Verspätung. Das Feuer im Wald von Fontainebleau war am späten Sonntagnachmittag neben der A6 ausgebrochen und breitete sich dann im Wald aus. Die Feuerwehr sprach von einem »sehr heftigen« Brand. Das Ausmaß sei »außerordentlich«. sagte der stellvertretende Präfekt der Region, Yannis Bouzar. Rund 400 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, die bis kurz vor 23.00 Uhr bereits mehr als 300 Hektar Vegetation zerstört hatten und sich weiterhin ausbreiteten, wie Bouzar vor Journalisten in Arbonne-la-Forêt im Département Seine-et-Marne sagte. Aus Bordeaux und Nîmes wurden zwei Löschflugzeuge geschickt, um die Löscharbeiten zu unterstützen. Eric Brocardi von der französischen Feuerwehr-Vereinigung sagte, es sei das erste Mal, dass Löschflugzeuge aus dem normalerweise trockeneren und heißeren Süden des Landes in die Pariser Region geschickt würden. Zudem seien bereits zwei Feuerwehr-Hubschrauber und ein Überwachungsflugzeug im Einsatz. Kernkraftwerke heruntergefahren oder gedrosselt Zudem wurden in Frankreich wegen der Hitze am Sonntag drei Atomreaktoren vorübergehend heruntergefahren und sieben weitere gedrosselt. Aufgrund der Wetterbedingungen und zur Einhaltung der Vorschriften für die Ableitung von Kühlwasser »und damit zum Schutz der Umwelt« seien Reaktoren in Golfech an der Garonne, in Bugey an der Rhône sowie in Chooz an der Meuse abgeschaltet worden, teilte der Kraftwerksbetreiber EDF der Nachrichtenagentur AFP mit. Zusätzlich seien jeweils zwei Reaktoren in Saint-Alban, in Blayais und Bugey sowie einer in Chooz gedrosselt worden, erklärte das Unternehmen weiter. Ein Reaktor in Tricastin an der Drôme sei vorübergehend gedrosselt worden, laufe aber seit dem späten Nachmittag wieder normal. - 1 Min - 1 Min - 1 Min Mit den Maßnahmen soll verhindert werden, dass während der aktuellen Hitzewelle zu viel warmes Kühlwasser in die ohnehin wärmer werdenden Flüsse abgeleitet wird. Frankreich verfügt über 57 Atomreaktoren, die rund 70 Prozent des Stroms produzieren. Alle befinden sich an Flüssen oder am Meer, nutzen das Wasser zur Kühlung der Reaktoren und leiten es erwärmt in den Fluss oder ins Meer zurück. Um Schäden für die Ökosysteme zu begrenzen, legt die Atomaufsichtsbehörde ASNR für jedes Kraftwerk Höchstwerte für die Wassertemperatur fest. EDF als Betreiber ist verpflichtet, die Leistung seiner Atomkraftwerke unter bestimmten Umständen zu reduzieren. Bereits bei der zweiten Hitzewelle im Juni hatte EDF Reaktoren herunterfahren müssen. Eiffelturm und Louvre machen früher dicht, die Etappe der Tour de France wird verkürzt, es fahren weniger Fernzüge: Frankreich schwitzt und richtet sich auf die dritte Hitzewelle in Folge ein. Mehr hier.

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