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Samstag, 15. August 2026
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Volksbad: Berlins Kultursenator verurteilt Drohungen gegen Volksbühne

Medienspektrum

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14. August
Die Zeit (Politik)

Volksbad: Berlins Kultursenator verurteilt Drohungen gegen Volksbühne

Der Kultursenator der Stadt Berlin Stefan Evers hat die Anfeindungen gegen die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz wegen einer inzwischen abgesagten Veranstaltung mit einem Verein der schwarzen Community kritisiert. »Gewaltandrohungen gegen ein Kunstprojekt sind genauso inakzeptabel wie die Bedrohung kritischer Stimmen«, sagte der CDU-Politiker. »Die ganze Stadt muss ein sicherer Ort sein. Für jeden Menschen, unabhängig davon, wie er aussieht, wen er liebt, an was er glaubt oder welche Meinung er vertritt.« Nach teils rassistischen Diskussionen und Drohungen hatten die Volksbühne und der Verein Each One Teach One (Eoto) eine Veranstaltung abgesagt. Dabei sollten exklusiv Menschen der schwarzen Community, insbesondere Kinder und Jugendliche, im temporär vor dem Theater aufgebauten sogenannten Volksbad schwimmen können. Man könne eine sichere An- und Abreise der angemeldeten Besucher ebenso wenig garantieren wie einen entspannten Feriennachmittag, teilte das Theater mit. »Kunst darf provozieren« »Kunst darf provozieren. Sie will und soll Debatten anregen. Das ist ihr Anspruch. Das ist ihr Auftrag«, sagte Evers, der Spitzenkandidat für die Berlin-Wahl am 20. September ist. »Widerspruch, Kritik und auch harte Auseinandersetzungen in der Sache gehören zu einer freien Gesellschaft. Was nicht dazugehört, sind Drohungen, Einschüchterung oder Gewalt.« Linke und Grüne in Berlin hatten die Absage zuvor als »unerträglich« bezeichnet. »Dass die Absage wegen Sicherheitsbedenken erfolgen musste und das gemeinsame Schwimmen für schwarze Kinder und Jugendliche im Volksbad nun ausfällt, zeigt, wie sehr Hass und Hetze um sich greifen«, sagte Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp. Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf sprach von einem »Skandal«. »Seit Beginn der öffentlichen Diskussion über die Veranstaltung erhalten wir rassistische Droh-E-Mails« »Wir werden selbstverständlich weiterhin positive Maßnahmen für strukturell benachteiligte Menschen anbieten«, teilte Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal mit. Es gehe aber um die Verantwortung, die öffentliche Institutionen haben. »Wir solidarisieren uns – heute und an jedem Tag – mit allen, die Rassismus und rechten Feindbildmarkierungen ausgesetzt sind.« Wegen der exponierten Lage des Schwimmbeckens sei zu befürchten gewesen, dass die Wahrung von Persönlichkeitsrechten, der Schutz vor potenziellen diskriminierenden und diffamierenden Äußerungen, sowie eine schadlose An- und Abreise nicht garantiert werden könne, teilte Eoto mit. »Seit Beginn der öffentlichen Diskussion über die Veranstaltung erhalten wir rassistische Droh-E-Mails sowie Gewaltandrohungen und diskriminierende Kommentare auf Social-Media.«

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14. August
ZDF heute

Volksbühne: Event nach rassistischen Drohungen abgesagt

Schwimm-Veranstaltung für Schwarze:Volksbühne: Event nach rassistischen Drohungen abgesagt Aus Sicherheitsgründen haben die Volksbühne und der Verein Eoto das Schwimmen für Schwarze im Volksbad abgesagt. Politologin Roig warnt vor einer Umdeutung der Rassismus-Realität. Die inzwischen abgesagte Veranstaltung der schwarzen Community im Schwimmbad der Berliner Volksbühne ist nach Meinung einer Expertin bewusst umgedeutet und missverstanden worden. "So war das ein Segen für die Rechten", sagt Emilia Zenzile Roig. Sie ist Autorin und Politologin aus Frankreich und eine schwarze Person, die in Berlin lebt. Was bei vielen Menschen ankam, sei gewesen: Es sei so heiß und wir Weißen dürften nicht ins Schwimmbad. Das Narrativ dahinter mit einem angeblichen anti-weißen Rassismus hat funktioniert. Emilia Zenzile Roig, Politologin Verein für Rassismusprävention wollte Schwimmen für schwarze Kinder Der Verein "Each One Teach One" (Eoto) setzt sich für Rassismusprävention und für das Empowerment (Deutsch: Selbstbefähigung) schwarzer Menschen ein und wollte ursprünglich ein Schwimmen für schwarze Kinder und Jugendliche veranstalten. Schwarze Menschen in Deutschland werden oft diskriminiert. Was Rassismus bedeutet, klären Eric und Gast-Moderatorin Chantal Epih. 22.03.2025 | 23:54 minAuch an anderen Tagen ermöglicht die Volksbühne weiteren Vereinen die exklusive Nutzung des Bades für einige Stunden. Nach Drohungen und wegen damit verbundener Sicherheitsbedenken für die Besucherinnen und Besucher sagten das Theater und Eoto die für Freitag geplante Veranstaltung am Tag davor aber ab. Roig: "Umdeutung der Realität, die mir Sorge macht" Es gebe einen nachvollziehbaren Anlass für die Idee des Vereins, schwarze Kinder und Jugendliche unter sich baden zu lassen, meint Roig. "Rassismus ist für Schwarze allgegenwärtig, in der Schule, auf dem Arbeitsmarkt, im Justizsystem, auf der Straße, durch die Polizei." Viele Räume seien unsicher. "Im Schwimmbad werden sie zum Beispiel beschimpft, sie würden das Wasser dreckig machen. Auch in Berlin." Es gehe natürlich nicht um eine komplett abgeschottete Gesellschaft, betont die Politologin. Es ging um nur einen Nachmittag ohne Angst vor Demütigung und rassistischer Gewalt. Vor allem für die Kinder wäre das gut gewesen. Emilia Zenzile Roig, Politologin Viele rassistische Narrative beanspruchen "die Wissenschaft" für sich. "MAITHINK X" stellt das auf den Prüfstand. 15.09.2024 | 29:26 minDas Narrativ, dass weiße Menschen strukturell diskriminiert würden, sei nun in der Welt und lasse sich nicht so leicht rückgängig machen, ist Roig überzeugt. Wir haben mit einer Umdeutung der Realität zu tun, die mir Sorgen macht. Emilia Zenzile Roig, Politologin Absage aus Sicherheitsgründen "unterträglich" Linke und Grüne in Berlin hatten die Absage der geplanten Veranstaltung der Volksbühne mit dem Verein der Schwarzen Community aus Sicherheitsgründen als "unerträglich" bezeichnet. Dass die Absage wegen Sicherheitsbedenken erfolgen musste und das gemeinsame Schwimmen für schwarze Kinder und Jugendliche im Volksbad nun ausfällt, zeigt, wie sehr Hass und Hetze um sich greifen. Elif Eralp, Linke-Spitzenkandidatin Berlin Täglich erleben Menschen Alltagsrassismus in Deutschland. Bei 37 Grad erzählen drei Schwarze Menschen von ihren Erfahrungen. 15.06.2021 | 1:52 minGrünen-Spitzenkandidat Werner Graf sprach von einem "Skandal": Das ist für unsere gesamte Stadt beschämend und das Gegenteil dessen, wofür Berlin als Stadt der Freiheit steht. Werner Graf, Grünen-Spitzenkandidat Berlin Kritik von Weidel an Exklusiv-Schwimmen von Eoto Nach teils rassistischen Diskussionen und Drohungen hatten die Berliner Volksbühne und der Verein "Each One Teach One" (Eoto) die Veranstaltung abgesagt, bei der exklusiv für Menschen der Schwarzen Community Schwimmen angeboten werden sollte. Man könne eine sichere An- und Abreise der angemeldeten Besucher ebenso wenig garantieren wie einen entspannten Feriennachmittag, hieß es. Die Exklusivnutzung war auf Kritik gestoßen. AfD-Chefin Alice Weidel hatte von "Apartheid" gesprochen; sie bezog sich also auf das frühere politische System in Südafrika. Obwohl die überwiegende Mehrheit der Menschen dort Schwarze waren, hatten nur die Weißen das politische Sagen. Auch eine junge Berliner CDU-Kommunalpolitikerin äußerte Unverständnis und sagte, sie dürfe nicht ins Freibad, weil sie weiß sei. Dies sei ein diskriminierendes Gefühl. Was kann man gegen Rassismus und Hass tun? Darüber spricht Abdul-Ahmad Rashid mit Politologin Saba-Nur Cheema. 28.02.2020 | 15:40 minAnfeindungen auch gegen Verein Eoto Auch der Verein Eoto, der sich für die Rechte Schwarzer Menschen einsetzt, sei direkt angefeindet worden: Seit Beginn der öffentlichen Diskussion über die Veranstaltung erhalten wir rassistische Droh-E-Mails sowie Gewaltandrohungen und diskriminierende Kommentare auf Social-Media. Verein "Each One Teach One" Die Kinder- und Jugendabteilung von Eoto sei von der Berliner Volksbühne eingeladen worden. Die Volksbühne bleibt trotz der Kritik bei ihrem Standpunkt: "Wir werden selbstverständlich weiterhin positive Maßnahmen für strukturell benachteiligte Menschen anbieten", teilte der Intendant der Berliner Volksbühne, Matthias Lilienthal, mit. Auch die Zusammenarbeit mit dem Verein Eoto solle fortgesetzt werden. Allerdings habe der Schutz von Gästen, Partnern und Mitarbeitern oberste Priorität. Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. Mehr über Rassismus und Vorurteile - KolumneDie Wissens-Kolumne von NANO und Terra X:Rassismus: Vorurteile abbauen in der Schulevon Karim Fereidooni - Internationaler Tag gegen Rassismus:Bundesweit Demonstrationen für MenschenwürdeVideo0:19

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14. August
Die Welt (Politik)

„Fickt euch!“-Banner vor Volksbühne – Linke und Grüne empört über Absage von Schwimm-Event

„Fickt euch!“-Banner vor Volksbühne – Linke und Grüne empört über Absage von Schwimm-Event Ein exklusiver Schwimmtag für schwarze Menschen fällt wegen Sicherheitsbedenken aus. Das „Volksbad“ bleibt dicht, Mitarbeiter hängen ein Transparent auf. Linke und Grüne sprechen von beschämenden Zuständen. Nach Absage eines Schwimm-Events für schwarze Menschen vor der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz verzichtet das Pop-up-Bad gänzlich darauf, am Freitag zu öffnen. „Es bleibt heute aus Solidarität mit der Schwarzen Community geschlossen. Am Samstag um 12 Uhr macht es wieder auf“, kündigte Intendant Matthias Lilienthal gegenüber dem „Tagesspiegel“ an. Für die vorangegangene Kritik zeigte der Dramaturg wenig Verständnis. „Ich finde das einen total albernen Vorgang, jedes Bad hat den halben Tag geschlossen für Schwimmvereine – und was anderes machen wir auch nicht“, bemängelte Lilienthal. „Wir versuchen auf vorbildliche Art und Weise, das Landesantidiskriminierungsgesetz umzusetzen, was vorsieht, dass Menschen mit Diskriminierungserfahrung besondere Räume angeboten werden müssen.“ Die Mitarbeiter des Theaters scheinen den Unmut ihres Intendanten zu teilen. Am Freitag stellten diese ein großes Transparent mit dem Slogan „Fickt euch!“ auf. „Das wollen wir unkommentiert so stehen lassen“, sagte Lilienthal dem „Tagesspiegel“. Eine Passantin stellte zudem ein Schild auf, auf dem „Solidarität mit Schwarzen Menschen“ zu lesen ist. Die Berliner Volksbühne und der Verein Each One Teach One hatten die für Freitag geplante Veranstaltung abgesagt, bei der exklusiv für Menschen der schwarzen Community Schwimmen angeboten werden sollte. Man könne eine sichere An- und Abreise der angemeldeten Besucher ebenso wenig garantieren wie einen entspannten Feriennachmittag, hieß es. Eoto ist im Bereich der Rassismusprävention tätig und setzt sich für das Empowerment (Deutsch: Selbstbefähigung) schwarzer Menschen ein. Der Verein ist einer der Träger des Black Communities Center in Berlin-Wedding, das dieses Jahr eröffnet wurde. Linke und Grüne in Berlin hatten die Absage der geplanten Veranstaltung des Vereins Each One Teach One (Eoto) aus Sicherheitsgründen als „unerträglich“ bezeichnet. „Dass die Absage wegen Sicherheitsbedenken erfolgen musste und das gemeinsame Schwimmen für schwarze Kinder und Jugendliche im Volksbad nun ausfällt, zeigt, wie sehr Hass und Hetze um sich greifen“, sagte Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp der Nachrichtenagentur dpa. Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf sprach von einem „Skandal“. Der Verein habe das Bad regulär für seine Mitglieder gemietet, erklärte Linke-Politikerin Eralp. „Das Volksbad ermöglicht damit Zugänge für Menschen, die oft von Ausschlüssen und Rassismus betroffen sind. Das als eine Form von Diskriminierung zu bezeichnen, lässt tief blicken.“ Von anderen Parteien hatte es Kritik an der geplanten Veranstaltung von Each One Teach One gegeben. CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers sagte der WELT: „Ich hatte die Idee eines Volksbades so verstanden, dass es offen für alle ist. Ich für meinen Teil unterscheide Menschen grundsätzlich nicht nach Hautfarbe.“ FDP-Spitzenkandidat Christoph Meyer schloss sich der Kritik an. Ein Volksbad, das Menschen nach ihrer Hautfarbe einteile, führe seinen Namen ad absurdum. „Öffentliche Einrichtungen sollen Menschen zusammenbringen, nicht trennen“, so Meyer. Seit dem 7. August 2026 und noch bis Anfang Oktober steht vor dem Theater ein 25 Meter langes und 1,30 Meter tiefes Freibad, das sogenannte Volksbad. Der Eintritt ist kostenlos. An einigen Tagen allerdings ist das Schwimmbecken für bestimmte Vereine reserviert. Dabei will die Volksbühne auch bleiben: „Wir werden selbstverständlich weiterhin positive Maßnahmen für strukturell benachteiligte Menschen anbieten“, teilte Intendant Lilienthal mit.

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14. August
taz (Öko & Co)

„Volksbad“ in Berlin: „Für die gesamte Stadt beschämend“

„Volksbad“ in Berlin: „Für die gesamte Stadt beschämend“ Nach der Absage einer Veranstaltung für Schwarze Menschen wegen rechter Hetze betonen die Berliner Spitzenkandidaten von Grünen und SPD die Bedeutung sicherer Orte. Nach der Absage der Veranstaltung des Vereins Each One Teach One (EOTO) im „Volksbad“ an der Berliner Volksbühne gibt es heftige Kritik an der Kampagne rechter PolitikerInnen und Medien gegen die OrganisatorInnen. Dass die Veranstaltung für Schwarze Kinder, Jugendliche und Familien aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste, sei ein „Skandal“, sagte Werner Graf, Spitzenkandidat der Grünen für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September. „Das ist für unsere gesamte Stadt beschämend und das Gegenteil dessen, wofür Berlin als Stadt der Freiheit steht.“ Leider habe sich auch die in Berlin regierende CDU „dafür entschieden, bei diesem rechten Kulturkampf auf dem Rücken schwarzer Berlinerinnen und Berliner, die auch in ihrem Alltag starken Anfeindungen ausgesetzt sind, mitzuwirken“, so Graf. Am Donnerstag hatten die Volksbühne und EOTO mitgeteilt, dass die für Freitag geplante Nutzung des temporären Schwimmbads vor dem Theater nach Drohungen und rassistischer Hetze abgesagt wird. „Der Schutz unserer Gäste, Partner und Mitarbeiter*innen hat für uns oberste Priorität“, so Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal. „Wir solidarisieren uns – heute und an jedem Tag – mit allen, die Rassismus und rechten Feindbildmarkierungen ausgesetzt sind.“ Dass die Einladung an EOTO, an einem Nachmittag ein Ferienprogramm für Schwarze Kinder und Jugendliche anzubieten, eine Welle von Anti-Schwarzem Rassismus auslösen würde, habe man, so Lilienthal, „unterschätzt“. Rassistische Droh-E-Mails EOTO verwies auf rassistische Droh-E-Mails und diskriminierende Kommentare in den sozialen Medien. „Wir können daher nicht ausschließen, dass die Kinder und Jugendlichen an dem Tag weiteren Gefahren ausgesetzt wären“, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins. Die exponierte Lage des Schwimmbeckens lasse zudem befürchten, dass „die Wahrung von Persönlichkeitsrechten, der Schutz vor potenziellen diskriminierenden und diffamierenden Äußerungen gegenüber einzelnen Personen sowie eine schadlose An- und Abreise nicht garantiert“ werden könnten. Auch SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat sich in der Sache geäußert. Die Bild-Zeitung hatte ihn mit den Worten zitiert, man könne „über die Entscheidung der Volksbad-Organisatoren streiten, aber nicht auf dem Rücken von People of Color“. Auf Nachfrage der taz stellte Krach am Freitag klar, dass er das Angebot einer exklusiven Nutzung des Bads durch Schwarze Menschen für einen Nachmittag keinesfalls kritisiere. „Für einen weißen 47-jährigen Hetero-Mann wie mich ist Berlin so gut wie immer und überall ein Safe Space, aber für People of Color eben nicht“, sagte Krach, „und solange wir das als Stadt nicht hinbekommen, ist es unsere Pflicht, sie vor Rassismus und Hass zu schützen.“ „Es braucht mehr Stimmen“ Tahir Della vom Vorstand der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) sagte der taz, die Härte und Intensität der Kampagne gegen die Veranstaltung sowie die inhaltliche Verlinkung mit Apartheid und „Rassentrennung“ habe auch ihn als langjährigen Aktivisten überrascht. Nicht wirklich gewundert hätten ihn die Auslassungen von AfD-Chefin Alice Weidel – dass CDU-PolitikerInnen ins selbe Horn stießen, aber schon. „Wir sind der Auffassung, dass die Mehrheitsgesellschaft und die Medien sich hier stärker positionieren müssen“, sagte Della, „da braucht es mehr Stimmen, und nicht nur von Betroffenen.“ Die Pankower CDU-Bezirkspolitikerin Aileen Weibeler, die in einem viel geklickten Instagram-Post am Mittwoch ein „super seltsames diskriminierendes Gefühl“ beklagt hatte, weil sie am Freitag nicht ins „Volksbad“ dürfe, ruderte am Donnerstag mit einem weiteren Post ein wenig zurück (oder auch nicht): „Rassismus existiert, und deshalb brauchen wir Schutzräume“, schrieb Weibeler. Sie wolle aber nicht, dass „öffentlich finanzierter Raum nach Sexualität, Hautfarbe, Herkunft oder Religion unterscheidet“. In den vielen Reaktionen auf ihr erstes Video sehe sie, „wie schief die Debatte läuft: Die einen geben rassistischen Unsinn von sich, und die anderen sagen, ich dürfe mich gar nicht äußern, weil ich weiß bin“, beklagte sich Weibeler. Kein Verstoß gegen Antidiskriminierungsgesetz Dass die temporäre Öffnung des Bades nur für Schwarze Personen rein formal einen Verstoß gegen das Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz bedeute, hat die Leiterin der vom Land Berlin eingerichteten Ombudsstelle, Doris Liebscher, im Übrigen bereits verneint. Die Volksbühne zitierte Liebscher mit der Aussage, dass laut dem Gesetz „eine unterschiedliche Behandlung zulässig“ sei, „wenn durch geeignete und angemessene Maßnahmen bestehende Nachteile strukturell benachteiligter Personen verhindert oder ausgeglichen werden sollen“. Besondere und zudem zeitlich begrenzte „Angebote für strukturell benachteiligte Gruppen wie Frauen, queere Personen, ältere Menschen, Migrant*innen, sozial schwache Jugendliche oder Schwarze Menschen sind vor diesem Hintergrund keine Diskriminierung.“ Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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14. August
Neues Deutschland

Rassismus | Volksbad Berlin: Rassistische Droh-E-Mails und Gewaltandrohungen

- Berlin - Rassismus Volksbad Berlin: Rassistische Droh-E-Mails und Gewaltandrohungen Nach Absage der Veranstaltung für Schwarze Kinder und Jugendliche im Berliner »Volksbad« meldet sich der betroffene Verein EOTO zu Wort. »Volksbad« lautet der Name des temporären öffentlichen Freibads vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Der Name der vom neuen Volksbühnen-Intendanten Matthias Lilienthal geschaffenen 25-Meter langen Schwimmbahn ist Programm: Hier soll jeder in Berlin kostenlos schwimmen können, der es möchte. Am Freitag wollte die Volksbühne ihr »Volksbad« für sechs Stunden exklusiv für die Schwarze Community Berlins öffnen. Gemeinsam mit dem Berliner Verein EOTO sollten insbesondere Schwarze Kinder und Jugendliche während der Sommerferien bei Temperaturen jenseits der 30 Grad einen Ort zum Abkühlen und Planschen finden. Doch die Veranstaltung wurde aufgrund von Sicherheitsbedenken kurzfristig abgesagt. Vorausgegangen war eine tagelange, zumeist sehr polemische Berichterstattung. Allen voran hatte die Springer-Presse von Anfang an diffamierend über das »Volksbad« und die Aktion des exklusiven Badens für die Schwarze Community berichtet. So wurde das Bad als ein von Steuergeldern finanziertes Elite-Projekt dargestellt. Politiker wie der CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl, Stefan Evers, wurden in dem Boulevard-Blatt »Bild« zur Aktion folgendermaßen zitiert: »Ich persönlich halte nichts davon, Menschen nach Hautfarben einzuteilen«. Der Chef des Berliner Steuerzahlerbundes, Alexander Krauß, sprach in der »Bild« in Bezug auf die Aktion gar von einer »Art Rassentrennung«. Die Hetzkampagne wurde in den vergangenen Tagen zusätzlich durch zahlreiche rechte Beiträge in den sozialen Medien angeheizt. Als Reaktion darauf teilte EOTO am Freitag mit, in einem solchen Klima nicht mehr darauf vertrauen zu können, dass es eine positive Erfahrung für die jungen Menschen werden würde. EOTO habe kein Vertrauen mehr, »dass die physische und psychische Sicherheit der Kinder und Jugendlichen« im »Volksbad« gewährleistet werden kann« – auch nicht durch Sicherheitskräfte und Polizei.« »Seit Beginn der öffentlichen Diskussion über die Veranstaltung erhalten wir rassistische Droh-E-Mails sowie Gewaltandrohungen und diskriminierende Kommentare auf Social-Media«, teilt EOTO mit. Seit 2012 setzt sich der Verein für die Rechte und Teilhabe Schwarzer Menschen in Berlin ein. In den Räumlichkeiten in Wedding gibt es eine Bibliothek mit 1500 Büchern von Autor*innen afrikanischer Abstammung. Für Schwarze, afrikanische und afrodiasporische Menschen gibt es vor Ort Beratungsmöglichkeiten. Der Verein organisiert Bildungs- und Empowerment-Veranstaltungen und ist in der Jugendarbeit aktiv. EOTO gibt zudem ein jährliches Monitoring heraus. Demnach gab es 2025 in Berlin mehr als doppelt so viele Vorfälle von Rassismus gegen Schwarze Menschen wie im Jahr zuvor. »Schwarze, afrikanische und afrodiasporische Menschen sind in Deutschland in zahlreichen Lebensbereichen von einer umfassenden gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen«, teilt EOTO mit. Mit dem Angebot im »Volksbad« hatte man versucht, dem punktuell entgegentreten und einen Raum zu schaffen, »in dem Schwarze Kinder und Jugendliche ein paar schöne Stunden im Volksbad erleben können«. Die Volksbühne selbst begründet die Absage ebenfalls mit »Sicherheitsbedenken, nachdem das Schwimmen für Schwarze Kinder und Jugendliche zum Ziel rechter und rassistischer Hetze geworden ist«. Die sichere An- und Abreise der angemeldeten Besucher*innen habe man ebenso wenig garantieren können, »wie einen entspannten Feriennachmittag.« Zudem gesteht die Volksbühne ein, unterschätzt zu haben, »dass etwas für öffentliche Schwimmbäder völlig Selbstverständliches – nämlich Angebote für spezifische Gruppen wie Senior*innen, Nicht-Schwimmer*innen, Kinder und Jugendliche durch Vereine – im Falle der Veranstaltung mit EOTO e. V. zu einer bundesweiten Welle von Anti-Schwarzem Rassismus und Hetze führen würde«. Berlins Antidiskriminierungssenatorin Cansel Kızıltepe (SPD) meint, dass die Debatte um den EOTO-Zeitslot »in die völlig falsche Richtung« gelaufen sei. »Aus einem zeitlich begrenzten Angebot für Schwarze Menschen wird ein Diskriminierungsvorwurf konstruiert, der der Sache nicht gerecht wird«, teilte die Senatorin mit. EOTO leiste seit Jahren wichtige Arbeit für die Schwarze Community in Berlin. »Dass der Verein und insbesondere Kinder und Jugendliche nun durch eine aufgeheizte Kampagne mit Anfeindungen und Drohungen konfrontiert werden, ist völlig inakzeptabel.« Rassismus und Ausgrenzung gehörten zur tagtäglichen Lebensrealität Schwarzer Menschen. »Und hier müssen wir alle was tun, um dem etwas entgegenzusetzen und sichere Räume zu schaffen.« Der Intendant Matthias Lilienthal teilte mit, dass die Volksbühne »selbstverständlich weiterhin positive Maßnahmen für strukturell benachteiligte Menschen« anbieten werde. »Hier geht es um die Verantwortung, die öffentliche Institutionen haben. Wir solidarisieren uns – heute und an jedem Tag – mit allen, die Rassismus und rechten Feindbildmarkierungen ausgesetzt sind.« Wir haben einen Preis. Aber keinen Gewinn. Die »nd.Genossenschaft« gehört den Menschen, die sie ermöglichen: unseren Leser*innen und Autor*innen. 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13. August
Der Spiegel

Berlin: Volksbühne sagt Veranstaltung exklusiv für Schwarze Menschen ab

Wegen Sicherheitsbedenken Berliner Volksbühne sagt Badeveranstaltung für Schwarze Community ab Die Berliner Volksbühne und der Verein Each One Teach One (Eoto) sagen eine gemeinsam geplante Veranstaltung ab. Die Organisatoren hatten geplant, am Freitagnachmittag ausschließlich Menschen der Schwarzen Community ins Freibad vor dem Theater zu lassen. Dazu soll es jetzt aber nicht kommen. Die Volksbühne und der Verein könnten eine sichere An- und Abreise der angemeldeten Besucher ebenso wenig garantieren wie einen entspannten Feriennachmittag, heißt es in einer Mitteilung. Eoto ist im Bereich der Rassismusprävention tätig und setzt sich für das Empowerment Schwarzer Menschen ein. Der Verein ist einer der Träger des Black Communities Center in Berlin-Wedding, das dieses Jahr eröffnet wurde. Das sogenannte Volksbad ist ein noch bis Anfang Oktober vor der Volksbühne aufgebautes Freibad . Der Eintritt ist kostenlos. An einigen Tagen allerdings ist das Schwimmbecken für bestimmte Vereine reserviert. Am Freitag war die Exklusivnutzung von Eoto geplant gewesen. Diese Exklusivnutzung war auf Kritik gestoßen. Das Schwimmen für Schwarze Kinder und Jugendliche sei zum Ziel rechter und rassistischer Hetze geworden, heißt es von der Volksbühne. Unter anderem AfD-Chefin Alice Weidel hetzte gegen die Pläne. Auch eine junge Berliner CDU-Kommunalpolitikerin äußerte Unverständnis und sagte, sie fühle sich diskriminiert. In den sozialen Netzwerken hielten ihr Nutzerinnen und Influencer vor, dass sie sich mit ihrem sogenannten White Privilege auseinandersetzen solle. Also mit den Privilegien, die sie in der Gesellschaft aufgrund ihrer Hautfarbe und ihres Namens genieße (mehr zum Begriff hier). Verein angefeindet Der Intendant der Berliner Volksbühne, Matthias Lilienthal, hatte die Aktion gegenüber dem SPIEGEL verteidigt. »Wir versuchen damit, dem Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz zu folgen, das vorsieht, Gruppen, die diskriminierende Erfahrungen machen, einen Rahmen zu bieten, in dem sie sich diskriminierungsfrei bewegen können.« Doch die Anfeindungen betrafen auch Eoto: »Seit Beginn der öffentlichen Diskussion über die Veranstaltung erhalten wir rassistische Droh-E-Mails sowie Gewaltandrohungen und diskriminierende Kommentare auf Social Media«, heißt es. Die Kinder- und Jugendabteilung von Eoto sei von der Berliner Volksbühne eingeladen worden. Das Event durchzuführen, sei aber nicht mehr möglich. Lilienthal bleibt bei seinem Standpunkt: »Wir werden selbstverständlich weiterhin positive Maßnahmen für strukturell benachteiligte Menschen anbieten«, heißt es in einer Erklärung. Auch die Zusammenarbeit mit dem Verein Eoto solle fortgesetzt werden. Allerdings habe der Schutz von Gästen, Partnern und Mitarbeitern oberste Priorität. Ein aktuelles Interview mit Volksbühnen-Intendant Lilienthal lesen Sie hier .

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13. August
taz (Öko & Co)

Volksbad in Berlin: Veranstaltung wegen Sicherheitsbedenken abgesagt

Volksbad in Berlin: Veranstaltung wegen Sicherheitsbedenken abgesagt Das Freibad vor der Volksbühne sollte Schwarzen Kindern und Jugendlichen für einige Stunden exklusiv zur Verfügung stehen. Nach Gewaltandrohungen wurde das Event abgesagt. dpa | Wegen Sicherheitsbedenken haben die Berliner Volksbühne und der Verein „Each One Teach One“ (Eoto) eine geplante Veranstaltung abgesagt. Für Freitagnachmittag war ursprünglich vorgesehen gewesen, Schwimmen exklusiv für Menschen der Schwarzen Community anzubieten. Die Volksbühne und der Verein könnten eine sichere An- und Abreise der angemeldeten Besucher ebenso wenig garantieren wie einen entspannten Feriennachmittag, hieß es. Eoto ist im Bereich der Rassismusprävention tätig und setzt sich für das Empowerment Schwarzer Menschen ein. Der Verein ist einer der Träger des Black Communities Center in Berlin-Wedding, das dieses Jahr eröffnet wurde. Seit dem 7. August 2026 und noch bis Anfang Oktober steht vor dem Theater ein 5 Meter langes und 1,30 Meter tiefes Freibad, das sogenannte Volksbad. Der Eintritt ist kostenlos. An einigen Tagen allerdings ist das Schwimmbecken für bestimmte Vereine reserviert – am Freitag war die Exklusivnutzung von Eoto geplant gewesen. Diese Exklusivnutzung war auf Kritik gestoßen. Das Schwimmen für Schwarze Kinder und Jugendliche sei zum Ziel rechter und rassistischer Hetze geworden, so die Volksbühne. AfD-Chefin Alice Weidel sprach von „Apartheid“, bezog sich also auf das frühere politische System in Südafrika. Obwohl die überwiegende Mehrheit der Menschen Schwarze waren, hatten nur die Weißen das politische Sagen. Auch eine junge Berliner CDU-Kommunalpolitikerin äußerte Unverständnis und sagte, sie dürfe nicht ins Freibad, weil sie weiß sei. Dies sei ein diskriminierendes Gefühl. Anfeindungen gegen Verein für Rechte Schwarzer Menschen Auch der Verein Eoto direkt sei angefeindet worden: „Seit Beginn der öffentlichen Diskussion über die Veranstaltung erhalten wir rassistische Droh-E-Mails sowie Gewaltandrohungen und diskriminierende Kommentare auf Social-Media“, so der Verein. Die Kinder- und Jugendabteilung von Eoto sei von der Berliner Volksbühne eingeladen worden. Die Volksbühne bleibt trotz der Kritik bei ihrem Standpunkt: „Wir werden selbstverständlich weiterhin positive Maßnahmen für strukturell benachteiligte Menschen anbieten“, teilte der Intendant der Berliner Volksbühne, Matthias Lilienthal, mit. Auch die Zusammenarbeit mit dem Verein Eoto solle fortgesetzt werden. Allerdings habe der Schutz von Gästen, Partnern und Mitarbeitern oberste Priorität. Weil es Probleme mit den Duschen gibt, ist das Volksbad seit Dienstag geschlossen. Laut Programmvorschau soll es am Freitag wieder öffnen. Ob der öffentliche Badebetrieb ab 18.00 Uhr wie geplant stattfinden kann, sei allerdings noch unklar, sagte eine Sprecherin am Donnerstagnachmittag der Deutschen Presse-Agentur. Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen meistkommentiert

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13. August
Die Welt (Politik)

Nach Kritik – Volksbühne sagt Veranstaltung „exklusiv für schwarze Community“ im „Volksbad“ ab

Nach Kritik – Volksbühne sagt Veranstaltung „exklusiv für schwarze Community“ im „Volksbad“ ab Nach scharfer Kritik an einer geplanten Veranstaltung ausschließlich für dunkelhäutige Menschen hat die Berliner Volksbühne nun reagiert und das Event abgesagt. Die umstrittene Veranstaltung der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und des Vereins Each One Teach One (EOTO) ausschließlich für dunkelhäutige Menschen ist abgesagt worden. In einem Statement des Vereins heißt es: „Aufgrund der bundesweiten und zumeist sehr polemischen Berichterstattung ist nun ein Klima entstanden, in dem wir nicht mehr darauf vertrauen können, dass es eine positive Erfahrung für die jungen Menschen wird und die physische und psychische Sicherheit der Kinder und Jugendlichen am morgigen Freitag im Volksbad in der Volksbühne gewährleistet werden kann.“ Durch die „exponierte Lage“ des Schwimmbeckens sei zu befürchten, dass eine „schadlose An- und Abreise nicht garantiert werden und es zu diskriminierenden und diffamierenden Äußerungen gegenüber einzelnen Personen kommen könne. Der Verein erklärte weiter, „seit Beginn der öffentlichen Diskussion“ Drohmails und diskriminierende Kommentare auf Social Media erhalten zu haben. „Wir können daher nicht ausschließen, dass die Kinder und Jugendlichen an dem Tag weiteren Gefahren ausgesetzt wären“, heißt es in dem Statement. Seit dem 7. August steht vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin ein temporäres Schwimmbad. Das „Volksbad“ wurde angekündigt als „offen für alle, die sich im heißer werdenden Berliner Sommer nach Abkühlung sehnen, ihre Kraultechnik verbessern möchten oder mit der Nachbarschaft zusammenkommen und nichts tun wollen“. Jeder könne kommen, „gratis und ohne Ausweispflicht“. So steht es auf der Seite des Theaters. Am Freitag sollte allerdings eine Veranstaltung ausschließlich für „Schwarze Communitys“ stattfinden, wie es in einem Eintrag auf der Webseite des Volksbads hieß. Das hatte zu scharfer Kritik aus Politik und Gesellschaft geführt. Der Berliner FDP-Spitzenkandidat Christoph Meyer hatte gesagt, ein Volksbad, das Menschen nach ihrer Hautfarbe einteile, führe seinen Namen ad absurdum. „Öffentliche Einrichtungen sollen Menschen zusammenbringen, nicht trennen“, so Meyer. Die Kulturverwaltung müsse prüfen, ob dieser Zugang bei einem öffentlich finanzierten Angebot zulässig sei.

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