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Ukraine - Präsident Selenskyj entlässt seinen Armeechef Syrskyj

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21. Juli
Tagesschau

Ukrainischer Präsident Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj

Nach Protesten Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj Der ukrainische Präsident Selenskyj hat nach tagelangen Protesten Armeechef Syrskyj entlassen und einen Nachfolger ernannt. Auslöser für die Demonstrationen war die Entlassung des populären Verteidigungsministers Fedorow. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach tagelangem Druck von Demonstranten Armeechef Olexander Syrskyj entlassen. Neuer Oberbefehlshaber werde Mychajlo Drapatyj, teilte Selenskyj auf seinem Telegram-Kanal mit. Selenskyj hatte zunächst trotz Kritik an seinem seit 2024 eingesetzten Oberkommandierenden festgehalten, nachdem er vorige Woche den populären Politiker Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen hatte. Der erst 35 Jahre alte Fedorow hatte danach seinen Konflikt mit dem noch zu Sowjetzeiten ausgebildeten Syrskyj öffentlich gemacht. Dabei ging es maßgeblich um einen Richtungsstreit in der Kriegsführung. Selenskyj reagiert auf fortdauernde Proteste Fedorow gilt bei seinen Unterstützern als moderner Reformer. Ihm werden wichtige Neuerungen im Drohnenkrieg sowie mehr Transparenz bei der Beschaffung zugeschrieben. Kritiker warfen Syrskyj vor, diese Reformen ausgebremst zu haben. Das hatte der General selbst stets zurückgewiesen. Ausdrücklich dankte Selenskyj dem scheidenden General und würdigte seine militärischen Verdienste. Der Präsident hatte angesichts fortdauernder Proteste gegen die Entlassung von Fedorow seit Tagen Gespräche mit Militärs geführt, teilte er auf X mit. Schon am Samstag hatte er in seiner täglichen Videoansprache angesichts der Straßenproteste gesagt, dass er darauf höre, was die Leute sagen. Er habe lange mit Fedorow und Syrskyj gesprochen, sagte er. Am Dienstagabend folgte nach Angaben von Selenskyjs Sprecher Dmytro Lytwyn ein weiteres Gespräch mit Fedorow. Zu dessen neuer Rolle gab es zunächst keine Angaben. Demonstrationen gegen Syrskyj und für Fedorow Sechs Tage in Folge demonstrierten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und anderen Städten mehrere Tausend vor allem junge Menschen gegen Fedorows Entlassung. Die Demonstranten forderten seine Wiedereinsetzung. Hauptforderung war dabei aber eine Ablösung von Armeechef Syrskyj. Aus Militärkreisen gab es zugleich auch offene Unterstützung für Syrskyj. Fedorows Posten als Verteidigungsminister hat am Freitag geschäftsführend der Geheimdienstler Jewhenij Chmara übernommen. Selenskyj muss Chmaras Kandidatur jedoch noch im Parlament einreichen und ihn von den Abgeordneten bestätigen lassen. Syrskyj war seit Februar 2024 Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte. Der aus Russland stammende 60-jährige Berufsmilitär hat sich vor allem bei der Verteidigung von Kiew und der erfolgreichen Gegenoffensive im Raum Charkiw 2022 verdient gemacht. Fedorow hatte das Verteidigungsministerium seit Januar geleitet. Davor stand er an der Spitze des 2019 geschaffenen Digitalisierungsministeriums. Mit Informationen von Stephan Laack, ARD Kiew

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21. Juli
FAZ (Politik)

Liveblog Ukrainekrieg: Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj

Liveblog Ukrainekrieg : Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj Lesezeit: Olexander SyrskyjUkrainisches Präsidentialamt/Po Mychajlo Drapatyj wird neuer Oberbefehlshaber +++ Alijew bestätigt deutsch-russisches Treffen mit Platzeck und Pofalla in Baku +++ UN-Menschenrechtsbüro: Zahl der zivilen Opfer stark gestiegen +++ alle Neuigkeiten im Liveblog Alle Texte, Hintergründe und Kommentare zum Krieg in der Ukraine finden Sie auch auf unserer Sonderseite. Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach tagelangem Druck von Demonstranten Armeechef Olexandr Syrskyj entlassen. Neuer Oberbefehlshaber werde Mychajlo Drapatyj, teilte Selenskyj auf seinem Telegram-Kanal mit.  Der Präsident hatte zunächst trotz Kritik an seinem seit 2024 eingesetzten Oberkommandierenden festgehalten, nachdem er vorige Woche den populären Politiker Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen hatte. Der erst 35 Jahre alte Fedorow hatte danach seinen Konflikt mit dem noch zu Sowjetzeiten ausgebildeten Syrskyj öffentlich gemacht. Dabei ging es maßgeblich um einen Richtungsstreit in der Kriegsführung. Fedorow stand vor allem für die auch im Westen gelobten Einsätze ukrainischer Drohnen gegen russische Ziele. Ausdrücklich dankte Selenskyj dem scheidenden General und würdigte seine militärischen Verdienste. Der Präsident hatte angesichts fortdauernder Proteste gegen die Entlassung von Fedorow seit Tagen Gespräche mit Militärs geführt, wie er auf der Plattform X mitteilte.  Schon am Samstag hatte er in seiner täglichen Videoansprache angesichts der Straßenproteste gesagt, dass er darauf höre, was die Leute sagen. Er habe auch lange mit Fedorow und Syrskyj gesprochen, sagte er. Am Dienstagabend folgte nach Angaben von Selenskyjs Sprecher Dmytro Lytwyn ein weiteres Gespräch mit Fedorow. Zu dessen neuer Rolle gab es zunächst keine Angaben.  Sechs Tage in Folge demonstrierten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und anderen Städten mehrere Tausend vor allem junge Menschen gegen Fedorows Entlassung. Die Demonstranten forderten seine Wiedereinsetzung. Hauptforderung war dabei aber eine Ablösung von Armeechef Syrskyj. Aus Militärkreisen gab es zugleich auch offene Unterstützung für Syrskyj. Die Hintergründe zum Konflikt zwischen Sryskyj und Fedorow hat F.A.Z.-Korrespondent Stefan Locke aufgeschrieben: Die Hintergründe zum Konflikt zwischen Sryskyj und Fedorow hat F.A.Z.-Korrespondent Stefan Locke aufgeschrieben: Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Alijew bestätigt Treffen zwischen Pofalla, Platzeck und Russen in Baku Am Rande seines Berlin-Besuchs hat Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew indirekt ein deutsch-russisches Treffen in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku bestätigt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) berichtete Alijew von entsprechenden Informationen seines Grenzschutzes. Demnach seien der ehemalige Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und der frühere Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) am 12. Juli von Berlin nach Baku geflogen. An den Folgetagen seien dann der ehemalige russische Ministerpräsident Viktor Subkow und Russlands Menschenrechtsbeauftragter Waleri Fadejew angereist. Beide gelten als Vertraute von Herrscher Wladimir Putin. Seit Tagen gibt es Berichte über ein solches Treffen, aber keine offizielle Bestätigung. Auch Merz sagte auf eine entsprechende Journalistenfrage: „Mir ist von einem solchen Treffen nichts bekannt.“ Alijew hatte nach eigenen Angaben auch keine Informationen darüber aus Deutschland oder Russland erhalten. Er betonte aber: „Wenn dieses Treffen zum Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine beitragen sollte, können wir das nur begrüßen.“  Er bringt den Bundeskanzler in Verlegenheit: Ilham Alijew trat in Berlin mit Merz vor die Kameras. dpa Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen UN-Menschenrechtsbüro berichtet über wachsende Zahl ziviler Opfer in der Ukraine Das UN-Menschenrechtsbüro bezeichnet die wachsende Zahl von zivilen Opfern bei russischen Angriffen in der Ukraine als „schockierend“. Besonders auffällig sei der Anstieg von Attacken mit Drohnen, die über Videobrillen gesteuert werden, sagte die Leiterin des Büros in der Ukraine, Danielle Bell. Insgesamt seien durch russische Angriffe in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 37 Prozent mehr Menschen getötet oder verletzt worden als im gleichen Zeitraum 2025. Das Büro registrierte knapp 1.400 Tote und knapp 8.000 Verletzte. Es listet nur selbst verifizierte Todes- und Verletztenmeldungen auf. Gegenüber den ersten sechs Monaten 2024 waren es fast doppelt so viele Opfer wie in diesem Jahr bis Ende Juni. In den ersten sechs Monaten seien durch Angriffe mit Drohnen, die über Videobrillen gesteuert werden, 2.800 Menschen getötet oder verletzt worden, 65 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Ein Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros in Genf sprach auch die zivilen Opfer in Russland an, etwa wie durch jüngste ukrainische Drohnenangriffe auf Logistikzentren der Privatfirma Wildberries unter anderem in der Region Moskau. Das Büro hat aber keinen Zugang zu Russland und kann sich deshalb nur auf öffentlich zugängliche Informationen berufen. Nach diesen Quellen seien bei ukrainischen Angriffen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 250 Menschen umgekommen und knapp 1.600 verletzt worden, sagte Bell. Das sei ein Anstieg um 121 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025. Das Büro registrierte knapp 1.400 Tote und knapp 8.000 Verletzte. Es listet nur selbst verifizierte Todes- und Verletztenmeldungen auf. Gegenüber den ersten sechs Monaten 2024 waren es fast doppelt so viele Opfer wie in diesem Jahr bis Ende Juni. In den ersten sechs Monaten seien durch Angriffe mit Drohnen, die über Videobrillen gesteuert werden, 2.800 Menschen getötet oder verletzt worden, 65 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Ein Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros in Genf sprach auch die zivilen Opfer in Russland an, etwa wie durch jüngste ukrainische Drohnenangriffe auf Logistikzentren der Privatfirma Wildberries unter anderem in der Region Moskau. Das Büro hat aber keinen Zugang zu Russland und kann sich deshalb nur auf öffentlich zugängliche Informationen berufen. Nach diesen Quellen seien bei ukrainischen Angriffen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 250 Menschen umgekommen und knapp 1.600 verletzt worden, sagte Bell. Das sei ein Anstieg um 121 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025. Piloten mit Videobrille: Auch ukrainische Soldaten setzen FPV-Drohnen ein. AFP Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Drei Tote durch Gleitbombe auf Saporischschja Durch einen russischen Angriff mit einer Gleitbombe auf die südukrainische Stadt Saporischschja werden nach Angaben der regionalen Behörden mindestens drei Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt. Sieben Stockwerke eines neunstöckigen Wohnhauses stehen in Flammen, teilt die Militärverwaltung auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Scharfe Munition bei Übung im Ärmelkanal abgefeuert Ein russisches Kriegsschiff hat im Ärmelkanal unweit der britischen Küste eine Übung mit scharfer Munition abgehalten. Die halbstündige Übung in internationalen Gewässern habe am Montag rund 40 Seemeilen (74 Kilometer) südlich der Stadt Plymouth stattgefunden, erklärte das britische Verteidigungsministerium am Dienstag.  Die Besatzung des Kriegsschiffes habe zunächst ein britisches Kriegsschiff, die „HMS Tyne“, über die geplante Übung informiert und aufgefordert, sich in eine sichere Position zu bringen. „Die Übung wurde in der Folge in internationalen Gewässern abgehalten und dauerte 30 Minuten“, erklärte das Verteidigungsministerium in London. Die britische Marine habe die Übung überwacht. Britischen Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem russischen Kriegsschiff um die Fregatte „Neustraschimi“, die zur russischen Ostseeflotte gehört. Die Besatzung des Kriegsschiffes habe zunächst ein britisches Kriegsschiff, die „HMS Tyne“, über die geplante Übung informiert und aufgefordert, sich in eine sichere Position zu bringen. „Die Übung wurde in der Folge in internationalen Gewässern abgehalten und dauerte 30 Minuten“, erklärte das Verteidigungsministerium in London. Die britische Marine habe die Übung überwacht. Britischen Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem russischen Kriegsschiff um die Fregatte „Neustraschimi“, die zur russischen Ostseeflotte gehört. Die Übung erfolgte inmitten der starken Spannungen zwischen Russland und dem Westen wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Sie wurde zudem am Tag des Amtsantritts des neuen britischen Premierministers Andy Burnham abgehalten.  Erst im Juni hatte ein russisches Kriegsschiff im Ärmelkanal Warnschüsse gegen eine britische Segelyacht abgeben. Russland erklärte in der Folge, das Segelboot habe sich der Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ gefährlich genähert, was die Bootsbesatzung zurückwies.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Ankern in ungeschützten Gebieten des Asowschen Meeres untersagt Russland hat in zwei Häfen entlang einer wichtigen Handelsroute für Getreide im Asowschen Meer das Ankern in Gebieten ohne Luftverteidigung verboten. Der Erlass betrifft Schiffe im Hafen von Asow im Asowschen Meer und im Hafen von Kawkas in der Straße von Kertsch. Der Schiffsverkehr im Asowschen Meer ist seit vergangenem Freitag aufgrund wiederholter ukrainischer Angriffe auf Tanker und andere Handelsschiffe in der Region eingeschränkt. Über die Route geht etwa ein Viertel der russischen Getreideexporte.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Tote und Verletzte nach russischen Angriffen in der Ukraine Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von zwei Todesopfern und mehreren Verletzten in Saporischschja im Südosten des Landes. Russland habe mit Gleitbomben ein gewöhnliches mehrstöckiges Wohnhaus angegriffen, schrieb er in sozialen Medien. Auch in Cherson im Süden des Landes wurde Selenskyj zufolge ein Mensch getötet und zwei weitere wurden verletzt. Das russische Militär habe dabei Gleitbomben und Drohnen eingesetzt. Er beklagte auch zwei Verletzte nach Angriffen auf die Stadt und die Region Odessa am Schwarzen Meer.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Russland hat „keine Hoffnung“ auf bessere Beziehungen zu London Der Kreml hat nach eigenen Angaben „keine Hoffnung“ auf bessere Beziehungen zu Großbritannien unter dem neuen britischen Premierminister Andy Burnham. „Eine seiner ersten Amtshandlungen war, Beistandsbekundungen für die Ukraine abzugeben und damit zu zeigen, dass er alles in seiner Macht Stehende tun wird, um den Krieg fortzusetzen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag. Burnham war am Montag zum britischen Premierminister ernannt worden und hatte daraufhin erklärt, „zu 100 Prozent“ an der Seite des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu stehen. In einem ersten Telefonat mit Selenskyj habe er „Großbritanniens entschlossenes Engagement“ für Kiew bekräftigt, hatte die britische Regierung im Anschluss mitgeteilt. London wirft Moskau unter anderem Giftanschläge auf britischem Boden vor und ist einer der größten Unterstützer der Ukraine im Krieg mit Russland. Burnham war am Montag zum britischen Premierminister ernannt worden und hatte daraufhin erklärt, „zu 100 Prozent“ an der Seite des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu stehen. In einem ersten Telefonat mit Selenskyj habe er „Großbritanniens entschlossenes Engagement“ für Kiew bekräftigt, hatte die britische Regierung im Anschluss mitgeteilt. London wirft Moskau unter anderem Giftanschläge auf britischem Boden vor und ist einer der größten Unterstützer der Ukraine im Krieg mit Russland. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Russischer Geheimdienst tötet Mann bei Festnahme Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben einen mutmaßlichen Terroranschlag verhindert und den Verdächtigten getötet. Die Behörde warf dem 1966 geborenen Mann einer Mitteilung zufolge vor, einen Sabotage- und Terrorakt im Auftrag des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR vorbereitet zu haben. Unabhängig lassen sich die Angaben nicht überprüfen.  Der demnach in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine geborene Mann soll Kontakt zum HUR aufgenommen und in dessen Auftrag eine Bahnstrecke einer großen regionalen Energieanlage im Föderationskreis Ural ausgekundschaftet haben, um einen Sprengsatz anzubringen. Den selbst gebauten Sprengsatz soll er in einem Gebäude in Tjumen versteckt haben. Bei seiner Festnahme habe der Mann mit einem Sturmgewehr auf Mitarbeiter des FSB geschossen und sei daraufhin erschossen worden, hieß es in der Mitteilung. Seit Beginn der russischen Vollinvasion in die Ukraine 2022 hat es in Russland zahlreiche Fälle von Sabotage an Bahnstrecken und anderen Objekten sowie Attentate auf Militärangehörige und Kriegsbefürworter gegeben. Russische Ermittler machen oft Kiews Geheimdienste dafür verantwortlich. Der FSB meldet regelmäßig die Verhinderung angeblicher Sabotageakte oder Terroranschläge, immer wieder werden dabei von der Behörde Verdächtigte getötet. Der demnach in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine geborene Mann soll Kontakt zum HUR aufgenommen und in dessen Auftrag eine Bahnstrecke einer großen regionalen Energieanlage im Föderationskreis Ural ausgekundschaftet haben, um einen Sprengsatz anzubringen. Den selbst gebauten Sprengsatz soll er in einem Gebäude in Tjumen versteckt haben. Bei seiner Festnahme habe der Mann mit einem Sturmgewehr auf Mitarbeiter des FSB geschossen und sei daraufhin erschossen worden, hieß es in der Mitteilung. Seit Beginn der russischen Vollinvasion in die Ukraine 2022 hat es in Russland zahlreiche Fälle von Sabotage an Bahnstrecken und anderen Objekten sowie Attentate auf Militärangehörige und Kriegsbefürworter gegeben. Russische Ermittler machen oft Kiews Geheimdienste dafür verantwortlich. Der FSB meldet regelmäßig die Verhinderung angeblicher Sabotageakte oder Terroranschläge, immer wieder werden dabei von der Behörde Verdächtigte getötet. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Indien bestellt russischen Diplomaten ein Nach dem Tod von vier indischen Seeleuten bei einem Raketenangriff im Schwarzen Meer hat das Außenministerium in Neu-Delhi einen ranghohen russischen Diplomaten einbestellt. Der russische Geschäftsträger Wladimir Ladanow sei aufgefordert worden, Indiens „ernste Besorgnis“ nach Moskau zu übermitteln, teilte das Ministerium mit. Angriffe auf die zivile Schifffahrt und der Tod von Zivilisten seien „inakzeptabel“. Solche Angriffe gefährdeten die Sicherheit und Stabilität des internationalen Seehandels. Ukrainischen Angaben zufolge hatte Russland den unter der Flagge Guinea-Bissaus fahrenden Frachter „Golden Leo“ am Sonntag beim Verlassen eines ukrainischen Hafens mit drei Marschflugkörpern beschossen. Dabei seien zehn Menschen getötet worden, darunter die vier Inder. Das Schiff gehört laut Daten des Anbieters LSEG dem im indischen Mumbai ansässigen Unternehmen Ocean Grace Shipping. Indische Seeleute kommen auch durch Beschuss im Irankrieg ums Leben. Ukrainischen Angaben zufolge hatte Russland den unter der Flagge Guinea-Bissaus fahrenden Frachter „Golden Leo“ am Sonntag beim Verlassen eines ukrainischen Hafens mit drei Marschflugkörpern beschossen. Dabei seien zehn Menschen getötet worden, darunter die vier Inder. Das Schiff gehört laut Daten des Anbieters LSEG dem im indischen Mumbai ansässigen Unternehmen Ocean Grace Shipping. Indische Seeleute kommen auch durch Beschuss im Irankrieg ums Leben. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Russland greift ukrainische Gasanlagen in Charkiw an Russland hat den dritten Tag in Folge Gasförderanlagen des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz in der nordöstlichen Region Charkiw attackiert. Dies teilte das staatliche Unternehmen über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ein Angriff auf eine der Anlagen am Sonntag habe zu einem Teilausfall der Produktion geführt. Eine weitere Anlage sei bei einem Angriff am Montagmorgen beschädigt worden.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen IWF gibt weitere 690 Millionen Dollar für die Ukraine frei Der Internationale Währungsfonds (IWF) macht den Weg frei für die sofortige Auszahlung von rund 690 Millionen Dollar an die Ukraine. Der IWF-Vorstand habe eine Überprüfung des Finanzierungsprogramms für das Land abgeschlossen, teilt der Fonds mit. Die Ukraine habe trotz des Krieges ihre Finanzstabilität aufrechterhalten können. Die wirtschaftlichen Aussichten hätten sich jedoch eingetrübt. Gründe dafür seien vor allem die verstärkten russischen Angriffe auf die kritische Infrastruktur sowie indirekte Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten. Zudem habe sich die Umsetzung von Reformen verlangsamt. Die Ukraine wird mit einem Kreditprogramm in Höhe von 8,1 Milliarden Dollar unterstützt. Mit der jüngsten Freigabe steigen die bisherigen Auszahlungen auf etwa 2,2 Milliarden Dollar.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Vanessa Angermann Nordkorea und Russland bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus Nordkoreas Außenministerin Choe Son Hui hat in Moskau sowohl ihren russischen Amtskollegen Sergei Lawrow als auch Präsident Wladimir Putin zu Gesprächen getroffen. Beim sogenannten „dritten strategischen Dialog“ haben beide Seiten beschlossen, ihre bilaterale Zusammenarbeit weiter auszubauen und zu beschleunigen, berichtete Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Das Treffen der Außenminister fand demnach bereits am Montag statt.  In einer gemeinsamen Erklärung sicherten sich beide Regierungen zudem weitreichenden sicherheitspolitischen Beistand zu. Russland sprach Nordkorea seine „volle Unterstützung“ bei dessen Bemühungen aus, die eigene Souveränität gegen „feindliche“ Bedrohungen zu verteidigen. Nordkorea wiederum erklärte seine „unveränderte Unterstützung für sämtliche innen- und außenpolitische Maßnahmen“ Russlands, die darauf abzielten, „die eigentliche Ursache des Ukraine-Konflikts zu beseitigen“. Nordkorea ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs eine für das Land beispiellose Militärkooperation mit Russland eingegangen. Neben flächendeckenden Lieferungen von Munition und Artilleriegeschossen hat Nordkorea laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes bis zu 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt. Während ihres Besuchs legte Nordkoreas Außenministerin Choe auch einen Kranz am sogenannten Grabmal des unbekannten Soldaten im Alexandergarten an der Außenmauer des Kremls ab. Dabei gedachte die nordkoreanische Delegation in einer Schweigeminute den Gefallenen „im Heiligen Krieg zur Zerschlagung des Faschismus“, wie KCNA den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine bezeichnete. Laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes sind insgesamt mindestens 2.000 nordkoreanische Soldaten während der Gefechte im Ukraine-Krieg getötet worden. In einer gemeinsamen Erklärung sicherten sich beide Regierungen zudem weitreichenden sicherheitspolitischen Beistand zu. Russland sprach Nordkorea seine „volle Unterstützung“ bei dessen Bemühungen aus, die eigene Souveränität gegen „feindliche“ Bedrohungen zu verteidigen. Nordkorea wiederum erklärte seine „unveränderte Unterstützung für sämtliche innen- und außenpolitische Maßnahmen“ Russlands, die darauf abzielten, „die eigentliche Ursache des Ukraine-Konflikts zu beseitigen“. Nordkorea ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs eine für das Land beispiellose Militärkooperation mit Russland eingegangen. Neben flächendeckenden Lieferungen von Munition und Artilleriegeschossen hat Nordkorea laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes bis zu 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt. Während ihres Besuchs legte Nordkoreas Außenministerin Choe auch einen Kranz am sogenannten Grabmal des unbekannten Soldaten im Alexandergarten an der Außenmauer des Kremls ab. Dabei gedachte die nordkoreanische Delegation in einer Schweigeminute den Gefallenen „im Heiligen Krieg zur Zerschlagung des Faschismus“, wie KCNA den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine bezeichnete. Laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes sind insgesamt mindestens 2.000 nordkoreanische Soldaten während der Gefechte im Ukraine-Krieg getötet worden. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Indien verurteilt russischen Angriff mit indischen Todesopfern Bei einem Angriff auf ein aus dem südukrainischen Hafen Odessa auslaufendes Schiff sind nach Angaben der Regierung in Delhi vier Inder getötet worden. Ein weiterer liege im Krankenhaus und sei in kritischem Zustand, teilt das Außenministerium mit. Russland hat der ukrainischen Marine zufolge am Sonntag die „Golden Leo“ – ein unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrendes Schiff mit einer Besatzung aus Indien und Syrien – mit drei Marschflugkörpern angegriffen.  „Indien verurteilt solche Angriffe und bekräftigt, dass das Angreifen von Handelsschiffen und das Gefährden unschuldiger ziviler Besatzungsmitglieder oder das anderweitige Beeinträchtigen der Freiheit der Schifffahrt und des Handels verwerflich ist und vermieden werden sollte“, erklärt das indische Außenministerium. Berichten zufolge befanden sich 17 Personen aus Indien, Syrien und der Ukraine auf dem Frachtschiff. Bei dem russischen Angriff gab es laut ukrainischen Angaben insgesamt zehn Todesopfer. „Indien verurteilt solche Angriffe und bekräftigt, dass das Angreifen von Handelsschiffen und das Gefährden unschuldiger ziviler Besatzungsmitglieder oder das anderweitige Beeinträchtigen der Freiheit der Schifffahrt und des Handels verwerflich ist und vermieden werden sollte“, erklärt das indische Außenministerium. Berichten zufolge befanden sich 17 Personen aus Indien, Syrien und der Ukraine auf dem Frachtschiff. Bei dem russischen Angriff gab es laut ukrainischen Angaben insgesamt zehn Todesopfer. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Tote nach russischem Angriff in Odessa Durch einen russischen Luftangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben mindestens drei Zivilisten getötet worden. Außerdem habe es sechs Verletzte gegeben, teilte Regionalgouverneur Oleh Kiper auf Telegram mit. Seinen Angaben nach galt der Angriff unter anderem einem zivilen Industriebetrieb, in dem ein Brand ausbrach. Bürgermeister Serhij Lissak sprach auch von Schäden an der Infrastruktur der Stadt. Das russische Militär bestätigte Luftangriffe auf die Hafenanlagen von Odessa am Schwarzen Meer. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

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21. Juli
Handelsblatt

Ukraine-Krieg: Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj

Ukraine-Krieg: Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj New York. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach tagelangem Druck von Demonstranten Armeechef Olexander Syrskyj entlassen. Neuer Oberbefehlshaber werde Mychajlo Drapatyj, teilte Selenskyj auf seinem Telegram-Kanal mit. Der Präsident hatte zunächst trotz Kritik an seinem seit 2024 eingesetzten Oberkommandierenden festgehalten, nachdem er vorige Woche den populären Politiker Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen hatte. Der erst 35 Jahre alte Fedorow hatte danach seinen Konflikt mit dem noch zu Sowjetzeiten ausgebildeten Syrskyj öffentlich gemacht. Dabei ging es maßgeblich um einen Richtungsstreit in der Kriegsführung. Fedorow stand vor allem für die auch im Westen gelobten Einsätze ukrainischer Drohnen gegen russische Ziele. Ausdrücklich dankte Selenskyj dem scheidenden General und würdigte seine militärischen Verdienste. Der Präsident hatte angesichts fortdauernder Proteste gegen die Entlassung von Fedorow seit Tagen Gespräche mit Militärs geführt, wie er auf der Plattform X mitteilte. Schon am Samstag hatte er in seiner täglichen Videoansprache angesichts der Straßenproteste gesagt, dass er darauf höre, was die Leute sagen. Er habe auch lange mit Fedorow und Syrskyj gesprochen, sagte er. Am Dienstagabend folgte nach Angaben von Selenskyjs Sprecher Dmytro Lytwyn ein weiteres Gespräch mit Fedorow. Zu dessen neuer Rolle gab es zunächst keine Angaben.

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21. Juli
ZDF heute

Präsident Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj

Nach tagelangem Druck:Präsident Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj Der ukrainische Präsident hat Armeechef Syrskyj entlassen. Zuvor hatte die Absetzung von Verteidigungsminister Fedorow, der sich mit Syrskyj überworfen hat, Proteste ausgelöst. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach tagelangem Druck von Demonstranten Armeechef Olexander Syrskyj entlassen. Neuer Oberbefehlshaber werde Mychajlo Drapatyj, teilte Selenskyj auf Telegram mit. Der Präsident der Ukraine hatte zunächst trotz Kritik an seinem seit 2024 eingesetzten Oberkommandierenden festgehalten, nachdem er vorige Woche den populären Politiker Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen hatte. Fedorow machte Konflikt mit Syrskyj öffentlich Der erst 35 Jahre alte Fedorow hatte danach seinen Konflikt mit dem noch zu Sowjetzeiten ausgebildeten Syrskyj öffentlich gemacht. Dabei ging es maßgeblich um einen Richtungsstreit in der Kriegsführung. Fedorow stand vor allem für die auch im Westen gelobten Einsätze ukrainischer Drohnen gegen russische Ziele. Die Entlassung des populären Verteidigungsministers Fedorow sorgte in der Ukraine für Proteste. ZDFheute live mit einer Analyse. 18.07.2026 | 28:44 minAusdrücklich dankte Selenskyj dem scheidenden General und würdigte seine militärischen Verdienste. Der Präsident hatte angesichts fortdauernder Proteste gegen die Entlassung von Fedorow seit Tagen Gespräche mit Militärs geführt, wie er auf der Plattform X mitteilte. Schon am Samstag hatte er in seiner täglichen Videoansprache angesichts der Straßenproteste gesagt, dass er darauf höre, was die Leute sagen. Er habe auch lange mit Fedorow und Syrskyj gesprochen, sagte er. Am Dienstagabend folgte nach Angaben von Selenskyjs Sprecher Dmytro Lytwyn ein weiteres Gespräch mit Fedorow. Dieser solle eine "würdige Position" bekommen, in der er sich weiter um die technische Entwicklung der Ukraine kümmern könne, kündigte Selenskyj an. Details nannte er nicht. "Ein ganz besonderes, ukrainisches Drama", sagt ZDF-Reporterin Anne Brühl nach der Entlassung von Verteidigungsminister Fedorow. Die Proteste halten an, Präsident Selenskyj steht unter Druck. 21.07.2026 | 2:11 minLange Proteste gegen Syrskyj und für Fedorow Sechs Tage in Folge hatten zuletzt in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und anderen Städten mehrere Tausend vor allem junge Menschen gegen Fedorows Entlassung demonstriert. Sie forderten seine Wiedereinsetzung, Hauptforderung war dabei aber eine Ablösung von Armeechef Syrskyj. Aus Militärkreisen gab es zugleich auch offene Unterstützung für Syrskyj. Fedorows Posten als Verteidigungsminister hat am Freitag geschäftsführend der Geheimdienstler Jewhenij Chmara übernommen. Selenskyj muss Chmaras Kandidatur jedoch noch im Parlament einreichen und ihn von den Abgeordneten bestätigen lassen. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die Invasion Russlands. Syrskyj war seit Februar 2024 Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte. Der aus Russland stammende 60-jährige Berufsmilitär hat sich vor allem bei der Verteidigung von Kiew und der erfolgreichen Gegenoffensive im Raum Charkiw 2022 verdient gemacht. Fedorow wiederum hatte das Verteidigungsministerium seit Januar geleitet. Davor stand er an der Spitze des 2019 geschaffenen Digitalisierungsministeriums. Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog: Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.

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21. Juli
Der Spiegel

Ukraine: Wolodymyr Selenskyj entlässt Armeechef Oleksandr Syrskyj

Nach tagelangen Protesten Selenskyj entlässt ukrainischen Armeechef Syrskyj Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, abgesetzt. Neuer Armeechef wird nach Angaben Selenskyjs der General Mychajlo Drapatyj. Das teilt der Präsident auf seinem Telegram-Kanal mit. Die Entscheidung folgt auf tagelange Proteste in der Ukraine. Tausende Menschen hatten in Kyjiw und anderen Städten gegen die Entlassung des populären Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow demonstriert und dabei auch eine Ablösung Syrskyjs gefordert. Zwischen Fedorow und dem seit 2024 amtierenden Armeechef hatte es zuletzt einen offenen Streit über die strategische Ausrichtung der Kriegsführung gegeben. Vom Verteidiger Kyjiws zum umstrittenen Armeechef Selenskyj hatte zunächst an Syrskyj festgehalten, betonte nun aber, er habe ausführliche Gespräche mit beiden geführt. Der Präsident dankte dem scheidenden General für dessen militärische Verdienste. Syrskyj, ein 60-jähriger Berufsmilitär, hatte die ukrainischen Streitkräfte seit Februar 2024 geführt. Bekannt wurde er unter anderem durch die Verteidigung Kyjiws zu Beginn des russischen Angriffskriegs sowie die ukrainische Gegenoffensive bei Charkiw im Jahr 2022. Fedorow, der seit Januar als Verteidigungsminister amtierte und zuvor das Digitalministerium leitete, wurde vor allem für seinen Fokus auf den Einsatz moderner Technologien und Drohnen im Krieg gegen Russland bekannt. Wer künftig dauerhaft das Verteidigungsministerium führen wird, ist noch offen.

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21. Juli
Handelsblatt

Armeeführung: Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj

Armeeführung: Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach tagelangem Druck von Demonstranten Armeechef Olexander Syrskyj entlassen. Neuer Oberbefehlshaber werde Mychajlo Drapatyj, teilte Selenskyj auf seinem Telegram-Kanal mit. Der Präsident hatte zunächst trotz Kritik an seinem seit 2024 eingesetzten Oberkommandierenden festgehalten, nachdem er vorige Woche den populären Politiker Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen hatte. Der erst 35 Jahre alte Fedorow hatte danach seinen Konflikt mit dem noch zu Sowjetzeiten ausgebildeten Syrskyj öffentlich gemacht. Dabei ging es maßgeblich um einen Richtungsstreit in der Kriegsführung. Fedorow stand vor allem für die auch im Westen gelobten Einsätze ukrainischer Drohnen gegen russische Ziele. Ausdrücklich dankte Selenskyj dem scheidenden General und würdigte seine militärischen Verdienste. Der Präsident hatte angesichts fortdauernder Proteste gegen die Entlassung von Fedorow seit Tagen Gespräche mit Militärs geführt, wie er auf der Plattform X mitteilte. Neue Position für Fedorow Schon am Samstag hatte er in seiner täglichen Videoansprache angesichts der Straßenproteste gesagt, dass er darauf höre, was die Leute sagen. Er habe auch lange mit Fedorow und Syrskyj gesprochen, sagte er. Am Dienstagabend folgte nach Angaben von Selenskyjs Sprecher Dmytro Lytwyn ein weiteres Gespräch mit Fedorow. Dieser solle eine „würdige Position“ bekommen, in der er sich weiter um die technische Entwicklung der Ukraine kümmern könne, kündigte Selenskyj an. Details nannte er nicht. Demonstrationen gegen Syrskyj und für Fedorow dauerten an Sechs Tage in Folge demonstrierten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und anderen Städten mehrere Tausend vor allem junge Menschen gegen Fedorows Entlassung. Die Demonstranten forderten seine Wiedereinsetzung. Hauptforderung war dabei aber eine Ablösung von Armeechef Syrskyj. Aus Militärkreisen gab es zugleich auch offene Unterstützung für Syrskyj. Fedorows Posten als Verteidigungsminister hat am Freitag geschäftsführend der Geheimdienstler Jewhenij Chmara übernommen. Selenskyj muss Chmaras Kandidatur jedoch noch im Parlament einreichen und ihn von den Abgeordneten bestätigen lassen. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion. Syrskyj war seit Februar 2024 Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte. Der aus Russland stammende 60-jährige Berufsmilitär hat sich vor allem bei der Verteidigung von Kiew und der erfolgreichen Gegenoffensive im Raum Charkiw 2022 verdient gemacht. Fedorow hatte das Verteidigungsministerium seit Januar geleitet. Davor stand er an der Spitze des 2019 geschaffenen Digitalisierungsministeriums.

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21. Juli
Die Welt (Politik)

Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj

Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj Nach tagelangem Druck entlässt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen Armeechef Olexander Syrskyj. Vorige Woche hatte er bereits den populären Politiker Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach tagelangem Druck von Demonstranten Armeechef Olexander Syrskyj entlassen. Neuer Oberbefehlshaber werde Mychajlo Drapatyj, teilte Selenskyj auf seinem Telegram-Kanal mit. Der Präsident hatte zunächst trotz Kritik an seinem seit 2024 eingesetzten Oberkommandierenden festgehalten, nachdem er vorige Woche den populären Politiker Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen hatte. Der erst 35 Jahre alte Fedorow hatte danach seinen Konflikt mit dem noch zu Sowjetzeiten ausgebildeten Syrskyj öffentlich gemacht. Dabei ging es maßgeblich um einen Richtungsstreit in der Kriegsführung. Fedorow stand vor allem für die auch im Westen gelobten Einsätze ukrainischer Drohnen gegen russische Ziele. Ausdrücklich dankte Selenskyj dem scheidenden General und würdigte seine militärischen Verdienste. Der Präsident hatte angesichts fortdauernder Proteste gegen die Entlassung von Fedorow seit Tagen Gespräche mit Militärs geführt, wie er auf der Plattform X mitteilte. Schon am Samstag hatte er in seiner täglichen Videoansprache angesichts der Straßenproteste gesagt, dass er darauf höre, was die Leute sagen. Er habe auch lange mit Fedorow und Syrskyj gesprochen, sagte er. Am Dienstagabend folgte nach Angaben von Selenskyjs Sprecher Dmytro Lytwyn ein weiteres Gespräch mit Fedorow. Zu dessen neuer Rolle gab es zunächst keine Angaben. Demonstrationen gegen Syrskyj und für Fedorow dauerten an Sechs Tage in Folge demonstrierten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und anderen Städten mehrere Tausend vor allem junge Menschen gegen Fedorows Entlassung. Die Demonstranten forderten seine Wiedereinsetzung. Hauptforderung war dabei aber eine Ablösung von Armeechef Syrskyj. Aus Militärkreisen gab es zugleich auch offene Unterstützung für Syrskyj. Fedorows Posten als Verteidigungsminister hat am Freitag geschäftsführend der Geheimdienstler Jewhenij Chmara übernommen. Selenskyj muss Chmaras Kandidatur jedoch noch im Parlament einreichen und ihn von den Abgeordneten bestätigen lassen. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion. Syrskyj war seit Februar 2024 Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte. Der aus Russland stammende 60-jährige Berufsmilitär hat sich vor allem bei der Verteidigung von Kiew und der erfolgreichen Gegenoffensive im Raum Charkiw 2022 verdient gemacht. Fedorow hatte das Verteidigungsministerium seit Januar geleitet. Davor stand er an der Spitze des 2019 geschaffenen Digitalisierungsministeriums.

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21. Juli
Die Zeit (Politik)

Ukraine: Wolodymyr Selenskyj tauscht ukrainischen Militärchef aus

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj entlässt Militärchef Oleksandr Syrskyj. Dessen Amt werde der ehemalige Heereskommandeur Mychajlo Drapatyj übernehmen, teilte Selenskyj in seiner auf Telegram veröffentlichten abendlichen Videoansprache mit. Der Präsident reagiert damit auf tagelang anhaltende Proteste in der Ukraine, die nach der Absetzung des populären Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow vergangene Woche begonnen hatten. Die Demonstrierenden hatten unter anderem die Entlassung Syrskyjs gefordert. Es sei ein »Fakt«, dass sich General Syrskyj bereits vor Beginn seiner Arbeit als Militärchef etwa als Verantwortlicher für die Verteidigung Kyjiws zu Kriegsbeginn sowie die erfolgreiche Charkiw-Offensive im Herbst 2022 um die Ukraine verdient gemacht habe, teilte Selenskyj mit. Er sei Syrskyj dafür dankbar. Mit ihm sowie dessen engem Mitarbeiter, Generalstabschef Andrij Hnatow, habe er sich auf eine geordnete Übergabe an den künftigen Militärchef geeinigt. Auch ein Austausch Hnatows ist nun wahrscheinlich. Wann Drapatyj, der zeitweise Kommandeur des Heeres war und derzeit ebenfalls ein wichtiges Amt in der ukrainischen Militärführung bekleidet, Syrskyjs Amt übernehmen soll, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Drapatyj gehörte zu einem Kreis einflussreicher Kommandeure, mit denen sich Selenskyj in den vergangenen Tagen getroffen hatte. Die Treffen hatten Gerüchte befeuert, Syrskyj werde demnächst – womöglich gegen Drapatyj – ausgetauscht. Ähnlich wie der entlassene Verteidigungsminister Fedorow genießt Drapatyj Zuspruch in der ukrainischen Zivilgesellschaft, während es an Syrskyj immer wieder Kritik gibt. Der General war seit Anfang 2024 Militärchef. Damit besetzt Selenskyj den Posten zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn neu. Vor Syrskyj wurde das Amt von Walerij Saluschnyj, inzwischen ukrainischer Botschafter in London, bekleidet. Der neue Militärchef Drapatyj dankte Selenskyj auf Facebook für die Ernennung und bestätigte damit seinen künftigen Antritt des Postens. Selenskyj bietet Ex-Minister Fedorow nicht genannten Regierungsposten an Kurz vor der Mitteilung über die Entlassung hat Selenskyj sich nach Angaben seines Sprechers mit Fedorow getroffen. In den vergangenen Tagen hatte er dem geschassten Minister laut ukrainischen Medienberichten angeboten, in neuer Funktion Teil seines Teams zu bleiben – in welcher, war zunächst unbekannt. Wie Selenskyj in seiner Videoansprache sagte, habe er Fedorow einen »würdigen Posten« in der Regierung angeboten, der diesem erlauben würde, die »technologische Komponente« zu stärken. Fedorow, der vor seiner Zeit als Verteidigungsminister mehrere Jahre lang Digitalminister war, gilt als Innovator: Ihm wird der zuletzt stark ausgebaute Einsatz von Drohnen in den Streitkräften zugesprochen. Ob er Selenskyjs Angebot annehmen wird, ist unklar. Berichten zufolge soll er bereits ähnliche Angebote abgelehnt haben und wolle nur in seiner alten Funktion als Verteidigungsminister wieder der Regierung beitreten. Der Präsident hatte allerdings bereits vergangene Woche angekündigt, das Verteidigungsministerium mit Jewhenij Chmara, dem geschäftsführenden Chef des Geheimdiensts SBU, besetzen zu wollen. Chmara ist bisher unter anderem für ukrainische Langstreckenangriffe im russischen Hinterland verantwortlich gewesen. Ex-Minister Fedorow äußert sich nicht zu seiner Zukunft Fedorow begrüßte auf Telegram die Entlassung Syrskyjs und beglückwünschte dessen Nachfolger Drapatyj. Diese stelle »eine neue Hoffnung im Kampf freier Menschen für Freiheit und Gerechtigkeit« dar, schrieb der Ex-Minister. Weiter teilte er mit, Syrskyj in einem Telefonat für dessen Leistungen gedankt zu haben, die einen »nicht unwichtigen Teil der ukrainischen Geschichte« darstellten. Den neuen Militärchef Drapatyj rief er dazu auf, die begonnenen Reformen wie die »Robotisierung der Front, das Zufügen asymmetrischer Schläge (gegen Russland) und die Austrocknung der russischen Wirtschaft« fortzusetzen. Zu Selenskyjs Angebot eines neuen Regierungspostens äußerte sich Fedorow hingegen nicht. Der ehemalige Minister hatte nach seiner Entlassung schwere Vorwürfe gegen Syrskyj erhoben. So warf er dem General vor, Militärreformen aktiv zu verhindern und gegen Offiziere, die nicht zu seinen Vertrauten gehören, anzuarbeiten. Zudem bestätigte Fedorow, dass er vor seiner Entlassung Selenskyj um die Absetzung des Generals gebeten, sich damit aber nicht durchgesetzt habe. Streit zwischen Militär und Verteidigungsministerium führte zu Entlassungen Der bereits seit Monaten kolportierte Streit zwischen der Militärführung und dem Verteidigungsministerium dreht sich unter anderem um Zuständigkeiten wie etwa im Hinblick auf die Ausrüstung der Streitkräfte und die Strategie für deren Umbau. Syrskyj bekundete in einem am Dienstagabend erschienenen Gastbeitrag in einem ukrainischen Militärportal seinen Willen, den Ausgleich mit Fedorow zu suchen – wies die Vorwürfe des ehemaligen Ministers jedoch von sich. Der Konflikt zwischen dem Ex-Minister und dem nun ebenfalls entlassenen General hat die größten Proteste in der Ukraine seit mehr als einem Jahr ausgelöst und auch Selenskyj in eine schwierige Position gebracht. So werfen innenpolitische Gegner dem Präsidenten vor, Fedorow wegen dessen Popularität entlassen zu haben, weil er angeblich dessen politische Konkurrenz fürchte. Zu ähnlichen Vorwürfen gegen Selenskyj war es auch bei dem Austausch des damals populären Militärchefs Saluschnyj gegen Syrskyj gekommen.

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