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Montag, 23. März 2026
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Nach neuen Veröffentlichungen - US-Justiz plant offenbar keine weiteren Anklagen im Fall Epstein

Medienspektrum

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1. Februar
Die Welt (Politik)

US-Justiz will wohl keine weiteren Anklagen im Fall Epstein erheben

US-Justiz will wohl keine weiteren Anklagen im Fall Epstein erheben Nach der Veröffentlichung von rund drei Millionen Dokumenten über Jeffrey Epstein sieht die US-Justiz den Fall als abgeschlossen an. Es gebe „keine solchen Informationen“, die zu weiteren Anklagen führen könnten, sagte der stellvertretende Justizminister Todd Blanche. Die US-Justiz will nach der Veröffentlichung von Millionen neuer Dokumente über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein offenbar keine weiteren Anklagen in dem Fall erheben. Die von der Staatsanwaltschaft zuvor ausgeführte Überprüfung sei zu dem Schluss gekommen, „dass es keine solchen Informationen“ für mögliche Anklagen gebe, sagte der stellvertretende Justizminister Todd Blanche am Sonntag im Sender CNN. „Ich kann nicht über irgendwelche Ermittlungen sprechen“, antwortete Blanche auf die Frage, ob das Justizministerium erwäge, weitere Anklagen vorzubringen. Was er sagen könne, sei: Man habe die Akten in Augenschein genommen und bereits vor Monaten festgestellt, dass „nichts darin war, was es uns erlaubt hätte, irgendjemanden zu verfolgen“. „Diese Überprüfung ist abgeschlossen“, fügte Blanche im Sender ABC hinzu. Ihm zufolge wird nur noch eine kleine Anzahl von Dokumenten von einem Richter geprüft. Die Akten seien veröffentlicht worden, sodass sich die ganze Welt eine Meinung darüber bilden könne, „ob wir es falsch gemacht haben“, so Blanche. Die US-Regierung hatte am Freitag neue Akten veröffentlicht. Zu den mehr als drei Millionen Dokumenten, die am Wochenende online verfügbar gemacht wurden, gehörten E-Mails, Fotos und Videos. In dem Material tauchen erneut die Namen zahlreicher einflussreicher Persönlichkeiten auf, darunter US-Präsident Donald Trump, Tech-Milliardär Elon Musk, Microsoft-Gründer Bill Gates und der ehemalige britische Prinz Andrew. Blanche hatte am Freitag gesagt, insgesamt habe das Justizministerium sechs Millionen Seiten gesammelt, nur gut die Hälfte habe aber mit Epstein zu tun. Damit sind laut einer Erklärung des Justizministeriums nun insgesamt „fast 3,5 Millionen Seiten veröffentlicht“. Damit sei der Prozess abgeschlossen. Der bis in höchste Kreise vernetzte Finanzberater und Millionär Epstein war 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden, nach offiziellen Angaben beging der verurteilte Sexualstraftäter Suizid. Ihm wurde vor seinem Tod vorgeworfen, mehr als tausend Mädchen und Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht zu haben. Außer Epstein wurde nur seine Komplizin Ghislaine Maxwell im Zusammenhang mit seinen Verbrechen angeklagt. Die 63-Jährige war 2022 wegen Sexhandels mit Minderjährigen und weiterer Vergehen verurteilt worden und verbüßt eine 20-jährige Haftstrafe. Opfer von Epstein haben kritisiert, dass ihre mutmaßlichen Täter trotz der jüngsten Veröffentlichung von Dokumenten „weiterhin versteckt und geschützt bleiben“.

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1. Februar
FAZ (Politik)

Neue Akten veröffentlicht: Keine Kontaktscheu zu Epstein

Neue Akten veröffentlicht : Keine Kontaktscheu zu Epstein Angesichts der neuen Akten wirken Beteuerungen, man habe nichts von Epsteins Machenschaften geahnt, wie Ausflüchte. Die neuen Epstein-Akten zeigen, wie geschickt der New Yorker Vermögensverwalter es verstand, Kontakte zu knüpfen. Die Liste der Leute, mit denen er Nachrichten austauschte, beinhaltet einige der reichsten, prominentesten und einflussreichsten Leute des Planeten. Der Milliardär Elon Musk beispielsweise erkundigte sich, wann auf Epsteins Insel die besten Partys gefeiert würden und der britische Milliardär Richard Branson schrieb, er freue sich, Epstein wiederzusehen, aber nur, wenn der „seinen Harem“ mitbringe. Das ist kein Beweis für irgendwelche Vergehen der Betroffenen. Darauf werden sie auch nicht müde, hinzuweisen. Eins aber zeigen die Unterlagen: Keiner der Erwähnten hatte Hemmungen, Kontakt mit Epstein zu pflegen. Teilweise erfolgte das in anzüglichem Ton, teilweise so, dass man implizite Botschaften vermuten darf. Die Beteuerungen, man habe nichts von Epsteins Machenschaften gewusst, bekommen außerdem Risse, wenn man auf den Zeitpunkt schaut: Ein Großteil der Kommunikation erfolgte nach dessen Verurteilung wegen Sexualdelikten im Jahr 2008. Sicher, niemand gibt gern zu, mit einem verurteilten Sexualstraftäter private Nachrichten ausgetauscht zu haben. So aber sieht es nach Ausflüchten und Vertuschung aus. Auch wenn das Justizministerium keine weiteren Akten veröffentlichen will, ist die Affäre noch nicht ausgestanden.

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