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Mittwoch, 29. Juli 2026
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Krieg am Golf - Nach tagelanger Pause: US-Armee meldet Abwehr von iranischen Raketenangriffen

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29. Juli
FAZ (Politik)

Liveblog Irankrieg: USA und Saudi-Arabien greifen „Terroristen“ im Irak an

Liveblog Irankrieg : USA und Saudi-Arabien greifen „Terroristen“ im Irak an Lesezeit: Archivbild eines US-amerikanischen Kampfflugzeuges im Nahen OstenAFP Bericht über abgewehrten iranischen Angriff auf US-Truppen im Nahen Osten +++ EU verurteilt „Aggression“ gegen französische Diplomaten in Iran +++ Weitere Hinrichtungen in Iran +++ Trump lobt „sehr tiefgreifende Gespräche“ – und droht Iran +++ alle Entwicklungen im Liveblog USA und Saudi-Arabien greifen „Terroristen“ im Irak an Das US-Militär hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit saudi-arabischen Streitkräften im Irak Angriffe gegen Iran nahestehende „Terroristen“ durchgeführt. Amerikanische und saudi-arabische Kampfflugzeuge hätten mehrere Logistik- und Waffenlager der nicht näher benannten Gruppierung im Osten des Iraks angegriffen, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Dies sei eine Reaktion auf angeblich mehr als 30, von den iranischen Revolutionsgarden angeordnete Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden gewesen, hieß es zur Begründung. Die Revolutionsgarden sollen demnach die „Terroristen“ zu Angriffen auf in Saudi-Arabien stationierte US-Truppen und Energieinfrastruktur in dem Land angestiftet haben. Die Angriffe auf US-Streitkräfte seien „erfolglos“ gewesen. Kurz zuvor hatte Centcom bereits bekannt gegeben, einen angeblichen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgewehrt zu haben. Dabei seien alle iranischen Raketen abgefangen worden. Welches Ziel der Angriff hatte, wurde nicht genannt. Wie das US-Nachrichtenportal „Axios“ berichtet, flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. Dies sei eine Reaktion auf angeblich mehr als 30, von den iranischen Revolutionsgarden angeordnete Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden gewesen, hieß es zur Begründung. Die Revolutionsgarden sollen demnach die „Terroristen“ zu Angriffen auf in Saudi-Arabien stationierte US-Truppen und Energieinfrastruktur in dem Land angestiftet haben. Die Angriffe auf US-Streitkräfte seien „erfolglos“ gewesen. Kurz zuvor hatte Centcom bereits bekannt gegeben, einen angeblichen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgewehrt zu haben. Dabei seien alle iranischen Raketen abgefangen worden. Welches Ziel der Angriff hatte, wurde nicht genannt. Wie das US-Nachrichtenportal „Axios“ berichtet, flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. Laut Centcom feuerten die iranischen Revolutionsgarden die Raketen am Dienstag trotz der vorerst eingestellten US-Angriffe ab. US-Präsident Donald Trump hatte die Angriffe in Iran nach eigenen Angaben gestoppt, um laufenden Verhandlungen mit Teheran eine weitere Chance zu geben. „Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit Iran“, sagte er „Axios“. Zuvor hatte das US-Militär fast zwei Wochen lang jede Nacht Ziele im Iran angegriffen. Grund für den plötzlichen Angriffsstopp könnte aber auch etwas anderes sein: Nach einem Bericht des Fernsehsenders CNN hatten sich US-Vizepräsident JD Vance und Generalstabschef Dan Caine besorgt über eine Eskalation des Konflikts gezeigt. Unter anderem habe Caine auf schwindende Munitionsreserven der USA hingewiesen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Der „New York Times“ zufolge geht es dabei vor allem um Luftabwehr-Munition wie Patriot-Raketen. Grund für den plötzlichen Angriffsstopp könnte aber auch etwas anderes sein: Nach einem Bericht des Fernsehsenders CNN hatten sich US-Vizepräsident JD Vance und Generalstabschef Dan Caine besorgt über eine Eskalation des Konflikts gezeigt. Unter anderem habe Caine auf schwindende Munitionsreserven der USA hingewiesen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Der „New York Times“ zufolge geht es dabei vor allem um Luftabwehr-Munition wie Patriot-Raketen. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen EU fordert „Täter dieses Angriffs vor Gericht zu stellen“ Nach der stundenlangen Befragung zweier französischer Diplomaten in Teheran hat die Europäische Union das Vorgehen der iranischen Sicherheitsbehörden angeprangert. „Die EU verurteilt klar die Aggression gegen zwei Diplomaten der französischen Botschaft in Teheran durch iranische Sicherheitskräfte am 19. Juli“, erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Dienstag. Ein solches Vorgehen stelle einen „eklatanten Verstoß“ gegen die Wiener Konventionen dar und „gefährdet die diplomatischen Beziehungen“.  Die EU bekundete zudem ihre „Solidarität“ mit Frankreich und forderte den Iran auf, „die Täter dieses Angriffs vor Gericht zu stellen und seinen internationalen Verpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen“. Französischen Angaben zufolge waren die beiden Diplomaten unlängst stundenlang festgehalten und befragt worden. Einer von ihnen sei zudem physisch misshandelt worden, erklärte das Außenministerium vergangene Woche in Paris. Außenminister Jean-Noël Barrot sprach von einer „äußerst schwerwiegenden Aktion der Einschüchterung“, die einen „eklatanten Verstoß gegen die diplomatische Immunität“ darstelle.  Paris zufolge setzten die beiden Diplomaten „Förderprogramme für die Zivilgesellschaft und insbesondere für iranische Künstler und Wissenschaftler“ um. Irans Außenministerium erklärte dagegen am Montag, es habe den französischen Botschafter aus Protest gegen das Verhalten der Diplomaten einbestellt. Sie hätten sich „unter dem Vorwand von Aktivitäten für die Zivilgesellschaft in die inneren Angelegenheiten des Iran eingemischt“.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Iran schlägt Oman Übergangslösung für Straße von Hormus vor Iran schlägt dem Oman eine Übergangslösung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor. Demnach soll die Route in die eine Richtung komplett und die Gegenroute teilweise durch iranische Gewässer verlaufen, sagt Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi im staatlichen Fernsehen.  Einen omanischen Vorschlag zur gleichmäßigen Aufteilung der Transitwege lehne Teheran ab, da dieser die Sicherheitsbedenken des Landes nicht ausräume, solange keine langfristige regionale Stabilität erreicht sei. Sollte die Regierung in Maskat den Plan zurückweisen, bleibe die Meerenge geschlossen, fügt er hinzu. Iran habe die Südroute entlang der omanischen Küste nie anerkannt. Einen omanischen Vorschlag zur gleichmäßigen Aufteilung der Transitwege lehne Teheran ab, da dieser die Sicherheitsbedenken des Landes nicht ausräume, solange keine langfristige regionale Stabilität erreicht sei. Sollte die Regierung in Maskat den Plan zurückweisen, bleibe die Meerenge geschlossen, fügt er hinzu. Iran habe die Südroute entlang der omanischen Küste nie anerkannt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Iran: Keine Durchfahrt für entschädigte Schiffe Iran weist die Drohung von US-Präsident Donald Trump zurück, die Eigentümer von im Golf beschädigten Schiffen mit eingefrorenen iranischen Geldern zu entschädigen. Vielmehr dürften Schiffe von Unternehmen oder Ländern, die solche Zahlungen erhalten, die Straße von Hormus nicht mehr passieren, erklärt Militärsprecher Ebrahim Solfaghari staatlichen Medien zufolge.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Trump lobt Gespräche mit Iran – und droht Teheran US-Präsident Donald Trump berichtet von guten Gesprächen mit Iran, droht der Führung in Teheran aber zugleich mit weiteren Angriffen, sollte es zu keiner Einigung kommen. In einem Interview mit dem Sender Fox News sagt er, er wolle Attacken auf iranische Brücken und Kraftwerke nach Möglichkeit vermeiden. Wenn es jedoch kein Abkommen gebe, werde er diese Ziele sowie das stark befestigte Tunnelsystem im Berg Kuh-e Kolang – im Englischen Pickaxe Mountain genannt – zerstören. „Wir haben ihre Atomanlagen ausgeschaltet, und wir werden Pickaxe ausschalten müssen, wenn wir kein Abkommen schließen“, sagt Trump.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Kreml: Ukraine weitet geographischen Radius ihrer Angriffe aus Russland macht die Ukraine für einen Angriff auf ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer verantwortlich und erklärt, dass dies als Angriff auf Iran selbst gewertet werden müsste. Die Ukraine weite den geografischen Radius ihrer „terroristischen Angriffe“ aus, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. So habe sie auch die Nord-Stream-Pipelines gesprengt. „Diese Bedrohung muss neutralisiert und definitiv zerstört werden.“  Das iranische Außenministerium hatte den ukrainischen Angriff auf das Schiff am Samstag verurteilt. Ein Besatzungsmitglied sei getötet und ein weiteres verletzt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, sein Land habe Schiffe beschossen, die für militärische Frachttransporte mit iranischer Beteiligung genutzt worden seien. Kiew bestreitet zudem, für die Nord-Stream-Explosionen verantwortlich zu sein. Russland und Iran sind enge Verbündete. Das iranische Außenministerium hatte den ukrainischen Angriff auf das Schiff am Samstag verurteilt. Ein Besatzungsmitglied sei getötet und ein weiteres verletzt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, sein Land habe Schiffe beschossen, die für militärische Frachttransporte mit iranischer Beteiligung genutzt worden seien. Kiew bestreitet zudem, für die Nord-Stream-Explosionen verantwortlich zu sein. Russland und Iran sind enge Verbündete. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Iran: Führen Gespräche mit Oman und Saudi-Arabien über Straße von Hormus Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat dem iranischen Staatsfernsehen zufolge Gespräche mit seinen omanischen und saudiarabischen Kollegen über die Straße von Hormus geführt. Araghtschi sowie Omans Chefdiplomat Badr al-Busaidi und Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan hätten in getrennten Telefonaten „die Notwendigkeit betont, die Zusammenarbeit zu stärken und gemeinsame diplomatische Bemühungen voranzutreiben, um Stabilität in der Region zu schaffen und die durch die aggressiven Handlungen der USA verursachte Unsicherheit in der Straße von Hormus zu beseitigen“, berichtete das Staatsfernsehen am Dienstag.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Weitere Hinrichtungen nach Protesten in Iran In Iran sind im Zuge einer Hinrichtungswelle abermals zwei Männer im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres exekutiert worden. Den Männern sei zur Last gelegt worden, bei den Massenprotesten an der Ermordung von Polizeibeamten in der Stadt Isfahan beteiligt gewesen zu sein, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan.  Die iranische Justiz hat bis heute mindestens 27 Männer im Kontext der Proteste und Unruhen hingerichtet. Die Demonstrationen im Winter waren Ende Dezember angesichts der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat ließ sie gewaltsam niederschlagen. Tausende Demonstranten wurden dabei getötet. Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe in Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen. Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2.159 Menschen im Iran hingerichtet – der höchste verzeichnete Wert seit 1981. Auch im Zusammenhang mit dem Irankrieg wurden Todesurteile gegen mutmaßliche Spione und politische Gefangene vollstreckt. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Trump sieht „gute Chance“ für Gesprächslösung mit Iran Nach mehreren Tagen ohne gegenseitige Angriffe zwischen Iran und den USA hat sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung geäußert. Trump sprach von einer „guten Chance“ für eine Einigung mit Teheran – das allerdings direkte Gespräche weiterhin dementierte. Saudi-Arabien meldete unterdessen Drohnenangriffe aus dem Irak. „Wir werden sehen, was passiert“, sagte Trump am Montag an Bord der Air Force One. „Ich denke, es besteht eine gute Chance, dass etwas passieren könnte.“ Sollten die Bemühungen scheitern, würden die USA „zu dem zurückkehren, was wir vor zwei Tagen gemacht haben“, drohte der US-Präsident. Nach 13 Nächten mit neuen US-Luftangriffen auf Iran hatten Washington und Teheran seit Freitag keine weiteren gegenseitigen Angriffe gemeldet. Iran erklärte seinerseits, seine „Vergeltungsmaßnahmen“ eingestellt zu haben. Trump bekräftigte am Montag, Teheran spreche derzeit mit Washington über ein Abkommen. Der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei widersprach. Vermittler könnten zwar Botschaften der US-Seite übermitteln, sagte er. „Derzeit stehen wir jedoch in keinerlei Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten.“  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Sabrina Frangos USA bestätigen neue Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom Die USA haben eine neue Gesprächsrunde zwischen Israel und Libanon vom 4. bis 6. August in Rom bestätigt. Technische Arbeitsgruppen sollten dort die vollständige Umsetzung des im Juni geschlossenen Rahmenabkommens voranbringen, sagte ein Vertreter des US-Außenministeriums am Montag unter der Bedingung der Anonymität. Bei den Gesprächen soll es demnach unter anderem um die Ausweitung sogenannter Pilotzonen im Süden von Libanon gehen. Pilotzonen sind Gebiete, aus denen sich die israelische Armee zurückzieht - und in denen die libanesische Armee die Verantwortung für die Sicherheit übernimmt. Gegenstand der Gespräche sollen auch die Klärung offener Grenzfragen sowie die Ausarbeitung eines umfassenden Friedens- und Sicherheitsabkommens sein. Die Erfahrungen aus den ersten Pilotzonen sollten genutzt werden, um das Modell schrittweise auf weitere Gebiete auszudehnen, sagte der US-Vertreter. Das im Juni unter Vermittlung der USA vereinbarte Rahmenabkommen sieht vor, dass sich die israelische Armee schrittweise aus dem Süden von Libanon zurückzieht. Die libanesischen Streitkräfte sollen die Kontrolle über geräumte Gebiete übernehmen und dort die vom Iran unterstützte Hisbollah entwaffnen. Italiens Außenminister Antonio Tajani hatte die neue Gesprächsrunde bereits vor einigen Tagen angekündigt. Die libanesische Armee hatte am Sonntag die fortgesetzten israelischen Militäreinsätze im Süden des Landes kritisiert. Diese behindern nach Darstellung der Streitkräfte die geplante Stationierung ihrer Soldaten in den Pilotzonen. Trotz einer Abschwächung der Kämpfe führt Israel weiterhin vereinzelte Angriffe im Süden von Libanon aus. Die libanesische Armee begann zuletzt mit der Stationierung von Soldaten in drei vereinbarten Pilotzonen. Israel hält jedoch weiterhin Teile von Südlibanon besetzt und hat erklärt, in einer zehn Kilometer tiefen „Sicherheitszone“ bleiben zu wollen. Die Hisbollah, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist, lehnt eine Entwaffnung und Gespräche mit dem Nachbarstaat ab. Israel und Libanon befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand. Libanons Präsident Joseph Aoun hatte bei einem Besuch in Washington erklärt, sein oberstes Ziel sei es, diesen Zustand „ein für alle Mal zu beenden“. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Trump: „Entweder es geht schnell oder gar nicht“ Donald Trump hat Iran vor einem Scheitern der laufenden diplomatischen Bemühungen gewarnt. Die USA befänden sich in „sehr tiefgreifenden Gesprächen“ mit der Regierung in Teheran, sagte Trump am Montag dem Nachrichtenportal Axios. Zugleich drohte er mit einem harten militärischen Vorgehen, sollte die Diplomatie keine Früchte tragen. Dafür bleibe nicht viel Zeit: „Entweder es geht schnell oder gar nicht.“  Die USA und Iran hatten ihre direkten militärischen Angriffe am Wochenende überraschend ausgesetzt, um eine diplomatische Beilegung des Konflikts auszuloten. Die Regierung in Teheran wies Darstellungen aus Washington zurück, wonach sie um eine Einigung bettele. Iran habe nicht darum gebeten, die Gespräche mit den USA über eine Beendigung des Krieges fortzusetzen, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei. Zwar würden über Vermittler weiterhin Nachrichten ausgetauscht, und Iran habe die Diplomatie nicht aufgegeben. Berichte über ein iranisches Verhandlungsgesuch seien jedoch erfunden. „Das liegt nicht in unserer Natur“, betonte der Sprecher. Die USA und Iran hatten ihre direkten militärischen Angriffe am Wochenende überraschend ausgesetzt, um eine diplomatische Beilegung des Konflikts auszuloten. Die Regierung in Teheran wies Darstellungen aus Washington zurück, wonach sie um eine Einigung bettele. Iran habe nicht darum gebeten, die Gespräche mit den USA über eine Beendigung des Krieges fortzusetzen, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei. Zwar würden über Vermittler weiterhin Nachrichten ausgetauscht, und Iran habe die Diplomatie nicht aufgegeben. Berichte über ein iranisches Verhandlungsgesuch seien jedoch erfunden. „Das liegt nicht in unserer Natur“, betonte der Sprecher. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Saudi-Arabien meldet Angriffe Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben mehrere Drohnen abgefangen und zerstört, die auf Ölanlagen in der Ostprovinz des Landes sowie in der Hauptstadt Riad gezielt haben sollen. Die Angriffe seien von „iranisch unterstützten terroristischen Milizen“ vom irakischen Staatsgebiet aus verübt worden, erklärte der Sprecher des Ministeriums, Turki al-Maliki.  Das Königreich behalte sich vor, „zum geeigneten Zeitpunkt und am geeigneten Ort“ zu reagieren. Weitere Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten machte das Ministerium zunächst nicht.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Fabian Drahmoune Huthi-Angriffe drosseln Schiffsverkehr im Roten Meer Nach Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf saudische Ölanlagen ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge Bab al-Mandab eingebrochen. Am Sonntag durchquerten nur elf Handelsschiffe die Meerenge an der Küste des Jemen, der niedrigste Stand seit Monaten, wie aus am Montag veröffentlichten Daten des Analysehauses Kpler hervorging. Auch der Verkehr durch die Straße von Hormus blieb am Wochenende gering. Der Schiffsverkehr im Roten Meer wird seit vergangener Woche von den mit Iran verbündeten Huthi behindert. Sie wollen die saudischen Exporte blockieren und weiten damit den Konflikt zwischen den USA und Iran aus, der bereits die Öllieferungen durch die Straße von Hormus beeinträchtigt hat. Der Schiffsverkehr im Roten Meer wird seit vergangener Woche von den mit Iran verbündeten Huthi behindert. Sie wollen die saudischen Exporte blockieren und weiten damit den Konflikt zwischen den USA und Iran aus, der bereits die Öllieferungen durch die Straße von Hormus beeinträchtigt hat. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Fabian Drahmoune Ölpreis fällt nach US-Angriffspause in Iran deutlich Nach dem Ende der US-Angriffsserie in Iran hat der Ölpreis zu Wochenbeginn deutlich nachgegeben. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent lag zeitweise bei ungefähr 92 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und damit mehr als 5 Prozent im Minus.  Zuvor hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf Iran gemeldet. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg in den folgenden Tagen deutlich und überschritt die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Die jüngste Pause der US-Angriffe am Wochenende nährte abermals Hoffnung auf eine Deeskalation in dem seit Ende Februar tobenden Konflikt. Auch Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Das Militär begründete den Schritt damit, dass es mit seinem Vorgehen lediglich Vergeltung auf US-Angriffe übe. Die Entwicklung in Nahost schien die Börsen in Ostasien zunächst kaum zu bewegen. Bis Ortszeit 10:30 Uhr sank der südkoreanische Leitindex Kospi um 1 Prozent, der japanische Nikkei 225 gab um 0,2 Prozent nach. Die Volkswirtschaften in Ostasien sind stark von Öllieferungen über die Straße von Hormus abhängig. Die Börse in Hongkong regierte in den ersten Minuten nach Handelsbeginn kaum verändert. Der Leitindex Hang Seng stieg zeitweise um 0,3 Prozent. An den chinesischen Festland-Börsen notierte der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten zu Beginn 0,5 Prozent im Minus. Zuvor hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf Iran gemeldet. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg in den folgenden Tagen deutlich und überschritt die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Die jüngste Pause der US-Angriffe am Wochenende nährte abermals Hoffnung auf eine Deeskalation in dem seit Ende Februar tobenden Konflikt. Auch Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Das Militär begründete den Schritt damit, dass es mit seinem Vorgehen lediglich Vergeltung auf US-Angriffe übe. Die Entwicklung in Nahost schien die Börsen in Ostasien zunächst kaum zu bewegen. Bis Ortszeit 10:30 Uhr sank der südkoreanische Leitindex Kospi um 1 Prozent, der japanische Nikkei 225 gab um 0,2 Prozent nach. Die Volkswirtschaften in Ostasien sind stark von Öllieferungen über die Straße von Hormus abhängig. Die Börse in Hongkong regierte in den ersten Minuten nach Handelsbeginn kaum verändert. Der Leitindex Hang Seng stieg zeitweise um 0,3 Prozent. An den chinesischen Festland-Börsen notierte der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten zu Beginn 0,5 Prozent im Minus. Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen Lena Spilger USA bestätigen Verlegung von Militär in den Nahen Osten Die USA haben inmitten des Irankriegs die Verlegung von weiterem Militär in den Nahen Osten bestätigt. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte in der Polit-Sendung „Face the Nation“ des US-Senders CBS News, zusätzliche Kapazitäten würden in die Region verlegt. Genauere Angaben machte er nicht. US-Medien hatten bereits vor rund einer Woche berichtet, dass die USA weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region verlegen. Nach einer Angriffsserie von 13 Nächten in Folge hatte das US-Militär in den vergangenen beiden Nächten keine Angriffe gegen Iran gemeldet. Waltz sagte, das gebe der Diplomatie etwas Raum.  Link kopieren Auf Facebook teilen Auf X teilen Per E-Mail teilen

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29. Juli
Handelsblatt

Die Lage im Überblick: Erstmals nach US-Angriffsstopp neue iranische Attacken

Die Lage im Überblick: Erstmals nach US-Angriffsstopp neue iranische Attacken Washington. Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Ziele im Iran haben Teherans Streitkräfte nach Darstellung des US-Militärs mehrere ballistische Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert. Alle Geschosse seien abgefangen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit, ohne Angabe des Ziels der Angriffe. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals „Axios“ flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. Es sei das erste Mal, dass der Iran angegriffen habe, ohne zuvor von den USA oder Israels selbst attackiert worden zu sein, schrieb der Iran-Experte Hamidreza Azizi auf der Plattform X. Es könne ein Signal im Kontext des Besuches des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Weißen Haus am selben Tag gewesen sein, schrieb der Experte. Der Angriff dürfte demnach als Warnung an die USA gedacht gewesen sein, sich keiner neuen militärischen Kampagne gegen den Iran anzuschließen oder eine solche selbst einzuleiten, hieß es. In Medienberichten hatte es vor Netanjahus Besuch geheißen, dieser könne Trump um Zustimmung zu neuen Angriffen Israels im Iran bitten. Trump lobt Gespräche mit Netanjahu und Selenskyj US-Präsident Donald Trump lobte am Dienstagabend seine Gespräche mit Netanjahu sowie dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Zu dem Treffen mit Netanjahu schrieb der Republikaner: „Selbstverständlich wurden viele wichtige Themen besprochen.“ Die konkreten Gesprächsinhalte blieben aber weiter unter Verschluss. Nach Einschätzung des Iran-Experten Azizi könnte der Iran bei seinem Angriff bewusst Raketen älterer Bauart eingesetzt haben, um nur ein Signal zu senden, ohne eine Eskalation herbeizuführen. Zugleich verdeutliche dies, dass der Iran eine Eskalation nicht scheue, hieß es. Die USA hatten zuvor bis auf Weiteres auf Angriffe im Iran verzichtet, um nach Darstellung von Trump den laufenden Verhandlungen mit Teheran eine weitere Chance zu geben. Zuvor hatte das US-Militär fast zwei Wochen lang jede Nacht Ziele im Iran angegriffen. Medienberichten zufolge könnten aber schwindende Munitionsreserven der USA der Grund dafür sein. Der „New York Times“ zufolge geht es dabei vor allem um Luftabwehr-Munition wie Patriot-Raketen. US-Militär greift „Terroristen“ im Irak an Derweil griffen die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Verbündeten Saudi-Arabien im Irak „Terroristen“ an, die dem Iran nahestünden. Amerikanische und saudi-arabische Kampfflugzeuge hätten mehrere Logistik- und Waffenlager der nicht näher genannten Gruppierung im Osten des Iraks angegriffen, teilte Centcom mit. Dies sei eine Reaktion auf angeblich mehr als 30, von den iranischen Revolutionsgarden angeordnete Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden gewesen, hieß es zur Begründung. Die Revolutionsgarden sollen demnach die „Terroristen“ zu Angriffen auf in Saudi-Arabien stationierte US-Truppen und Energieinfrastruktur in dem Land angestiftet haben. Die Angriffe auf US-Streitkräfte seien „erfolglos“ gewesen. Netanjahu und Selenskyj hatten sich separat voneinander mit Trump im Weißen Haus getroffen. Sie waren in die US-Hauptstadt gekommen, um auch bei einer Trauerfeier für den gestorbenen US-Senator Lindsey Graham teilzunehmen. Dieser war Mitte Juli im Alter von 71 Jahren an den Folgen einer Gefäßerkrankung gestorben. Seine immense Bedeutung für die Weltpolitik zeigte sich auch an der Gästeliste der Trauerfeier. So hatte er sich etwa einen Namen als wichtiger Unterstützer Israels und der Ukraine gemacht. Trump nennt verstorbenen Senator Graham geliebten Freund Trump fand in seiner Rede lobende Worte über seinen langjährigen Verbündeten. „Nirgendwo auf der Welt“ sei etwas ohne Grahams Meinung geschehen und kein Gesetz sei ohne sein Mitwirken verabschiedet worden, sagte Trump und bezeichnete Graham als „einen geliebten Freund, einen treuen Bruder, einen hoch angesehenen Staatsmann, eine prägende Figur des US-Senats und ein wahres amerikanisches Original“. Er fügte hinzu: „Es gab wirklich niemanden wie Lindsey Graham.“ Netanjahu und Selenskyj verschafften sich bei Trump Gehör Auch nach seinem Tod führte er so die Verbündeten mit Trump zusammen. Für Netanjahu war es zudem der erste Besuch seit Beginn des Iran-Kriegs. Der Besuch war auch deshalb mit Spannung erwartet worden, weil unterschiedliche Interessen im Ende Februar gemeinsam von Israel und den USA begonnenen Krieg zuletzt Risse in der Beziehung der engen Verbündeten offenbarten. Auch bei dem Treffen am Dienstag dürften Trump und Netanjahu unterschiedliche Positionen bezogen haben: So könnte es laut Medien sein, dass Israel den Krieg fortsetzen wollte, während Trump auf eine diplomatische Lösung drängte. Im Interview mit dem Fox-News-Moderator Sean Hannity behauptete Netanjahu hingegen ohne konkrete Angabe von Inhalten: „Es war eines der besten Treffen, die wir je hatten.“ Anderer Schwerpunkt bei Selenskyj Bei dem Treffen mit Selenskyj ging es hingegen um die Stärkung der ukrainischen Flugabwehr gegen russische Raketenangriffe. So soll Trump der Ukraine die vielfach geforderten Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen zugesagt haben. „Er hat zugesagt, uns die Lizenzen zu erteilen“, sagte Selenskyj im Interview mit dem Fox-News-Moderator Sean Hannity und bezeichnete das Treffen mit Trump als „sehr gut“. Selenskyj hofft damit, die Produktion der dringend benötigten Abwehrraketen selbst schneller steigern zu können. Die Patriot-Systeme sind für die Ukraine das einzige wirksame Mittel gegen Russlands ballistische Raketen. Schon im Frühjahr beklagte Selenskyj, dass sein Land kaum noch Munition dafür habe. Der US-Krieg gegen den Iran verknappte die weltweiten Bestände der Abwehrraketen weiter. Verwandte Themen Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung für Graham hatte sich Selenskyj zudem mit Senatoren beider Parteien getroffen – seinen Angaben zufolge nahmen mehr als 60 Senatoren bei dem Treffen teil. „Wir haben viele Themen besprochen, vor allem aber die ballistische Abwehr“, schrieb Selenskyj auf X. Neues Sanktionsgesetz gegen Russland soll Druck machen Am Abend hatten die Senatoren unterdessen erste Schritte zur Verabschiedung eines neuen, umfassenden Sanktionsgesetzes gegen Russland gemacht. Mit 86 zu 12 Stimmen votierten die Mitglieder der Kongresskammer für den Gesetzesvorschlag, den Graham maßgeblich vorangetrieben hatte. Der US-Präsident wird darin berechtigt, die größten Käufer von russischem Öl und Gas mit Sanktionen zu belegen - sowie Länder, die Russland am stärksten helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte das Gesetz die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die wichtige Käufer von russischem Erdöl sind. Medienberichten zufolge könnte es diese Woche im Senat verabschiedet werden. Da die zweite Kammer, das Repräsentantenhaus, bereits in den Ferien ist, dürfte es jedoch nicht vor September in Kraft treten.

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29. Juli
Die Zeit (Politik)

Iranüberblick: USA und Saudi-Arabien greifen im Irak an, iranischer Angriff abgewehrt

Die USA haben nach eigenen Angaben gemeinsam mit saudi-arabischen Streitkräften mehrere Ziele im Irak angegriffen. Wie das zuständige US-Regionalkommando Centcom mitteilte, galten die Angriffe dem Iran nahestehenden »Terroristen« im Osten des Landes. Kampfflugzeuge hätten mehrere Logistik- und Waffenlager der nicht näher benannten Gruppierung beschossen. Zuletzt hatten die USA ihre nächtlichen Angriffe auf den Iran eingestellt. Iran soll Angreifer angestiftet haben Das US-Militär bezeichnete die jüngsten Angriffe als Antwort auf mehr als 30 von der iranischen Revolutionsgarde angeordnete Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden. Die iranische Revolutionsgarde soll die »Terroristen« im Irak demnach zu Angriffen auf in Saudi-Arabien stationierte US-Truppen sowie Energieinfrastruktur in dem Land angestiftet haben. Die Angriffe auf US-Streitkräfte seien allerdings »erfolglos« gewesen, hieß es. USA wehren iranische Angriffe ab Kurz zuvor hatte das US-Militär nach eigenen Angaben einen iranischen »Überraschungsangriff« auf Truppen im Nahen Osten abgewehrt. Dabei seien alle iranischen Raketen abgefangen worden. Die USA machten keine näheren Angaben zum Ziel der Angriffe. Laut dem Nachrichtenportal Axios flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. Auch iranische Medien berichteten über Angriffe der Revolutionsgarde auf US-Militäreinrichtungen in dem Land. Benjamin Netanjahu lobt Donald Trump Die erneute Zuspitzung des Kampfgeschehens erfolgte nur wenige Stunden nach einem Treffen von US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in den USA. »Es war ein Gespräch voller Partnerschaft, gegenseitiger Unterstützung und eines gemeinsamen Verständnisses für das Ziel, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen besitzt«, teilte Netanjahu mit. Die US-Regierung sprach von einem »positiven« Treffen. Amnesty International sieht Gefahr zunehmender Todesstrafen im Iran Nach der Hinrichtung von zwei Männern im Iran warnt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International vor einer »Eskalation im Einsatz der Todesstrafe«. Derzeit seien mindestens 60 weitere Menschen in dem Land von der Todesstrafe bedroht. Nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen haben Hinrichtungen seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe im Februar im Iran weiter zugenommen.

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29. Juli
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Krieg in Nahost: USA und Saudi-Arabien greifen „Terroristen“ im Irak an

Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates US-Militär: Iranische Raketen in Nahost abgefangen Netanjahu reist nach Washington USA kündigen weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom an Ölpreis fällt nach US-Angriffspause in Iran deutlich Huthi-Angriffe drosseln Schiffsverkehr im Roten Meer USA und Saudi-Arabien greifen „Terroristen“ im Irak an Das US-Militär hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit saudi-arabischen Streitkräften im Irak „Terroristen“ angegriffen, die Iran nahestehen sollen. Amerikanische und saudi-arabische Kampfflugzeuge hätten mehrere Logistik- und Waffenlager der nicht näher benannten Gruppierung im Osten des Iraks angegriffen, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Dies sei eine Reaktion auf angeblich mehr als 30, von der iranischen Revolutionsgarde angeordnete Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden gewesen, hieß es zur Begründung. Die Revolutionsgarde sollen demnach die „Terroristen“ zu Angriffen auf in Saudi-Arabien stationierte US-Truppen und Energieinfrastruktur in dem Land angestiftet haben. Die Angriffe auf US-Streitkräfte seien „erfolglos“ gewesen. Kurz zuvor hatte Centcom bereits bekannt gegeben, einen angeblichen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgewehrt zu haben. Dabei seien alle iranischen Raketen abgefangen worden. Warum die USA bald Bodentruppen an den Golf entsenden könnten, lesen Sie hier: Dies sei eine Reaktion auf angeblich mehr als 30, von der iranischen Revolutionsgarde angeordnete Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden gewesen, hieß es zur Begründung. Die Revolutionsgarde sollen demnach die „Terroristen“ zu Angriffen auf in Saudi-Arabien stationierte US-Truppen und Energieinfrastruktur in dem Land angestiftet haben. Die Angriffe auf US-Streitkräfte seien „erfolglos“ gewesen. Kurz zuvor hatte Centcom bereits bekannt gegeben, einen angeblichen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgewehrt zu haben. Dabei seien alle iranischen Raketen abgefangen worden. Warum die USA bald Bodentruppen an den Golf entsenden könnten, lesen Sie hier: US-Militär: Iranische Raketen in Nahost abgefangen Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgewehrt. „Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen“, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Welches Ziel der Angriff hatte, wurde nicht genannt. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals Axios flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien.  Laut Centcom feuerten die iranische Revolutionsgarde die Raketen am Dienstag trotz der vorerst eingestellten US-Angriffe ab. US-Präsident Donald Trump hatte die Angriffe auf Iran nach eigenen Angaben gestoppt, um laufenden Verhandlungen mit Teheran eine weitere Chance zu geben. „Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit Iran“, sagte er Axios. Zuvor hatte das US-Militär fast zwei Wochen lang jede Nacht Ziele in Iran angegriffen. Iran schlägt Oman Übergangslösung für Straße von Hormus vor Iran schlägt dem Oman eine Übergangslösung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor. Demnach soll die Route in die eine Richtung komplett und die Gegenroute teilweise durch iranische Gewässer verlaufen, sagt Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi im staatlichen Fernsehen. Einen omanischen Vorschlag zur gleichmäßigen Aufteilung der Transitwege lehne Teheran ab, da dieser die Sicherheitsbedenken des Landes nicht ausräume, solange keine langfristige regionale Stabilität erreicht sei.  Sollte die Regierung in Maskat den Plan zurückweisen, bleibe die Meerenge geschlossen, fügt er hinzu. Iran habe die Südroute entlang der omanischen Küste nie anerkannt. Außerdem weist Iran die Drohung von US-Präsident Donald Trump zurück, die Eigentümer von im Golf beschädigten Schiffen mit eingefrorenen iranischen Geldern zu entschädigen. Vielmehr dürften Schiffe von Unternehmen oder Ländern, die solche Zahlungen erhalten, die Straße nicht mehr passieren, erklärt Militärsprecher Ebrahim Solfaghari staatlichen Medien zufolge. Sollte die Regierung in Maskat den Plan zurückweisen, bleibe die Meerenge geschlossen, fügt er hinzu. Iran habe die Südroute entlang der omanischen Küste nie anerkannt. Außerdem weist Iran die Drohung von US-Präsident Donald Trump zurück, die Eigentümer von im Golf beschädigten Schiffen mit eingefrorenen iranischen Geldern zu entschädigen. Vielmehr dürften Schiffe von Unternehmen oder Ländern, die solche Zahlungen erhalten, die Straße nicht mehr passieren, erklärt Militärsprecher Ebrahim Solfaghari staatlichen Medien zufolge. Netanjahu reist nach Washington Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu reist an diesem Dienstag nach Washington. Offizieller Anlass ist eine Trauerfeier für den kürzlich gestorbenen US-Senator Lindsey Graham, einem wichtigsten Unterstützer Israels. Vor allem aber dürfte Netanjahu seinen Besuch nutzen, um US-Präsident Donald Trump zu treffen. Das Verhältnis der beiden galt in den vergangenen Monaten wegen des Iran-Kriegs als belastet. Während Israel den Krieg wohl fortsetzen und womöglich ausweiten will, lag Trumps Fokus zuletzt lange auf einer diplomatischen Lösung, auch wenn dieser Prozess arg ins Stocken geraten ist. Trump sagte am Montag, dass er und Netanjahu mit Blick auf Iran zwar eine „kleine Unstimmigkeit“ hätten, aber ziemlich nah beieinander lägen. An den US-Angriffen der vergangenen zwei Wochen gegen Iran war Israel nicht aktiv beteiligt. Medienberichten zufolge fürchten die USA und arabische Verbündete, dass Israels Eingreifen in den Krieg eine Rückkehr zu Verhandlungen erschweren könnte. Eine Vermutung von Experten und israelischen Medien ist, dass Netanjahu Trump darum bitten könnte, wieder in den Konflikt einzusteigen oder dass er ihn zumindest drängt, für Israel wichtige Ziele wie das iranische Atomprogramm ins Visier zu nehmen. Der israelische TV-Sender N12 berichtete, Netanjahu wolle Trump Geheimdienstinformationen über mutmaßliche Bestrebungen Irans vorlegen, seine militärischen Fähigkeiten wiederaufzubauen. Dazu gehört auch das angebliche Ziel von Irans oberstem Führer, Ayatollah Modschtaba Chamenei, auf eine Atomwaffe hinzuarbeiten. Teheran dementiert solche Berichte seit Jahren. Das Verhältnis der beiden galt in den vergangenen Monaten wegen des Iran-Kriegs als belastet. Während Israel den Krieg wohl fortsetzen und womöglich ausweiten will, lag Trumps Fokus zuletzt lange auf einer diplomatischen Lösung, auch wenn dieser Prozess arg ins Stocken geraten ist. Trump sagte am Montag, dass er und Netanjahu mit Blick auf Iran zwar eine „kleine Unstimmigkeit“ hätten, aber ziemlich nah beieinander lägen. An den US-Angriffen der vergangenen zwei Wochen gegen Iran war Israel nicht aktiv beteiligt. Medienberichten zufolge fürchten die USA und arabische Verbündete, dass Israels Eingreifen in den Krieg eine Rückkehr zu Verhandlungen erschweren könnte. Eine Vermutung von Experten und israelischen Medien ist, dass Netanjahu Trump darum bitten könnte, wieder in den Konflikt einzusteigen oder dass er ihn zumindest drängt, für Israel wichtige Ziele wie das iranische Atomprogramm ins Visier zu nehmen. Der israelische TV-Sender N12 berichtete, Netanjahu wolle Trump Geheimdienstinformationen über mutmaßliche Bestrebungen Irans vorlegen, seine militärischen Fähigkeiten wiederaufzubauen. Dazu gehört auch das angebliche Ziel von Irans oberstem Führer, Ayatollah Modschtaba Chamenei, auf eine Atomwaffe hinzuarbeiten. Teheran dementiert solche Berichte seit Jahren. Luzia Geier USA kündigen weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom an Vertreter Israels und des benachbarten Libanons wollen sich kommende Woche laut US-Regierungskreisen erneut in Rom treffen, um über die weitere Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens zu sprechen. Die Gespräche seien zwischen dem 4. und 6. August angesetzt, teilte ein Beamter des US-Außenministeriums mit. In der italienischen Hauptstadt wollen die Vertreter demnach über die „vollständige Umsetzung des Rahmenabkommens“ diskutieren, das unter Vermittlung der USA zustande gekommen war. „Dazu gehören die Ausweitung des Pilotzonenprozesses, die Lösung aller offenen Grenzfragen und die Ausarbeitung eines umfassenden Friedens- und Sicherheitsabkommens“, hieß es weiter. Vergangene Woche waren in den drei Ortschaften Frun, Srifa und Sautar al-Gharbija in Südlibanon sogenannte Pilotzonen gemäß dem trilateralen Rahmenabkommen eingerichtet worden. Dort sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die mit Israel verfeindete Hisbollah-Miliz entwaffnen, während sich die israelische Armee schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird. Der Mitarbeiter des US-Außenministeriums betonte, die USA würden nach den „erfolgreichen“ Eindrücken aus den Pilotzonen „mit großem Optimismus“ in die weiteren Gespräche gehen. „Die Erfahrungen aus den ersten Zonen werden uns helfen, die Umsetzung der Pilotzone zu optimieren, sodass sie schrittweise ausgeweitet werden kann“, sagte er. Mehr zum Thema lesen Sie hier: Vergangene Woche waren in den drei Ortschaften Frun, Srifa und Sautar al-Gharbija in Südlibanon sogenannte Pilotzonen gemäß dem trilateralen Rahmenabkommen eingerichtet worden. Dort sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die mit Israel verfeindete Hisbollah-Miliz entwaffnen, während sich die israelische Armee schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird. Der Mitarbeiter des US-Außenministeriums betonte, die USA würden nach den „erfolgreichen“ Eindrücken aus den Pilotzonen „mit großem Optimismus“ in die weiteren Gespräche gehen. „Die Erfahrungen aus den ersten Zonen werden uns helfen, die Umsetzung der Pilotzone zu optimieren, sodass sie schrittweise ausgeweitet werden kann“, sagte er. Mehr zum Thema lesen Sie hier: Lorenz Zeck Trump gibt Gesprächen zwischen USA und Iran nicht viel Zeit Die USA befinden sich Präsident Donald Trump zufolge in „sehr tiefgreifenden Gesprächen“ mit Iran. Zugleich warnt er vor einem „harten militärischen Vorgehen“, sollte die Diplomatie scheitern. Auf die Frage des Nachrichtenportals Axios, wie lange er den Verhandlungen eine Chance geben wolle, antwortete Trump: „Nicht viel Zeit. Entweder es geht schnell oder gar nicht“. Die USA und Iran haben ihre gegenseitigen Angriffe ausgesetzt, um eine diplomatische Beilegung des Kriegs auszuloten.  Lorenz Zeck Saudi-Arabien meldet Drohnenbeschuss aus dem Irak Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben mehrere Drohnen abgefangen und zerstört, die auf Ölanlagen in der Ostprovinz des Landes sowie in der Hauptstadt Riad gezielt haben sollen. Die Angriffe seien von „iranisch unterstützten terroristischen Milizen“ vom irakischen Staatsgebiet aus verübt worden, erklärte der Sprecher des Ministeriums, Turki al-Maliki. Er betonte, Saudi-Arabien habe das Recht, sich und seine Einrichtungen zu verteidigen. Das Königreich behalte sich zudem vor, „zum geeigneten Zeitpunkt und am geeigneten Ort“ zu reagieren. Weitere Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten machte das Ministerium zunächst nicht. Bisher reklamierte keine Gruppe den Angriff für sich. Erst am Samstag hatte die Huthi-Miliz in Jemen nach saudischen Angriffen auf ihre Stellungen einen Angriff auf Saudi-Arabien für sich reklamiert. Mit dutzenden Raketen und Drohnen seien Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco attackiert worden. Saudi-Arabien stand bereits in den ersten Wochen des Iran-Kriegs wiederholt unter Beschuss. Die Angriffe stammten sowohl von proiranischen Gruppen im Irak als auch aus Iran selbst. Erst am Samstag hatte die Huthi-Miliz in Jemen nach saudischen Angriffen auf ihre Stellungen einen Angriff auf Saudi-Arabien für sich reklamiert. Mit dutzenden Raketen und Drohnen seien Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco attackiert worden. Saudi-Arabien stand bereits in den ersten Wochen des Iran-Kriegs wiederholt unter Beschuss. Die Angriffe stammten sowohl von proiranischen Gruppen im Irak als auch aus Iran selbst. Luzia Geier Ölpreis fällt nach US-Angriffspause in Iran deutlich Der Ölpreis hat zu Wochenbeginn deutlich nachgegeben. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent lag zeitweise bei ungefähr 92 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und damit mehr als 5 Prozent im Minus. Zuvor hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf Iran gemeldet. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg in den folgenden Tagen deutlich und überschritt die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Die jüngste Pause der US-Angriffe am Wochenende nährte erneut Hoffnung auf eine Deeskalation in dem seit Ende Februar tobenden Konflikt. Auch Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Das Militär begründete den Schritt damit, dass es mit seinem Vorgehen lediglich Vergeltung auf US-Angriffe übe. Wie nachhaltig die Erholung ist, hat Gunnar Herrmann analysiert: Zuvor hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf Iran gemeldet. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg in den folgenden Tagen deutlich und überschritt die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Die jüngste Pause der US-Angriffe am Wochenende nährte erneut Hoffnung auf eine Deeskalation in dem seit Ende Februar tobenden Konflikt. Auch Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Das Militär begründete den Schritt damit, dass es mit seinem Vorgehen lediglich Vergeltung auf US-Angriffe übe. Wie nachhaltig die Erholung ist, hat Gunnar Herrmann analysiert: Luzia Geier Huthi-Angriffe drosseln Schiffsverkehr im Roten Meer Nach Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf saudische Ölanlagen ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge Bab al-Mandab eingebrochen. Am Sonntag durchquerten nur elf Handelsschiffe die Meerenge an der Küste Jemens, der niedrigste Stand seit Monaten, wie aus Daten des Analysehauses Kpler hervorging. Auch der Verkehr durch die Straße von Hormus blieb am Wochenende gering. Der Schiffsverkehr im Roten Meer wird seit vergangener Woche von den mit Iran verbündeten Huthi behindert. Sie wollen die saudischen Exporte blockieren und weiten damit den Konflikt zwischen den USA und Iran aus, der bereits die Öllieferungen durch die Straße von Hormus beeinträchtigt hat. Ein Militärsprecher der Huthi hatte erklärt, die Gruppe habe am Samstag Anlagen des saudischen Staatskonzerns Aramco in den Städten Dschisan und Janbu angegriffen.  Iran und USA setzen Angriffe aus Die USA und Iran haben am Wochenende ihre gegenseitigen Angriffe ausgesetzt und bemühen sich um Verhandlungen. US-Präsident Donald Trump will seinem UN-Botschafter zufolge der Diplomatie eine Chance geben. „Er gibt den Gesprächen etwas Raum, er lässt ihnen ein wenig Zeit", sagte Mike Waltz am Sonntag dem Sender Fox News. Weitere Details nannte er nicht. Die USA stellten über das Wochenende ihre Angriffe ein - nach 13 Nächten in Folge. Auch von Iran wurden keine Attacken auf Nachbarländer bekannt. Der US-Fernsehsender CBS berichtete unter Berufung auf Insider, die US-Angriffe seien ausgesetzt worden, weil am Freitag ein Vermittler des Omans zu Gesprächen nach Teheran gereist sei. Iran werde seine Angriffe aussetzen, solange die USA die ihren unterbrechen würden, sagte zudem ein iranischer Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Trump habe sich vorerst dazu entschlossen, von seinen Plänen zur Eskalation der Angriffe auf Iran Abstand zu nehmen, berichtete auch die New York Times am Samstag unter Berufung auf zwei mit der Diskussion vertraute Personen. Der Präsident und seine Berater seien besorgt über eine Ausweitung des Konflikts, die Erschöpfung der Verteidigungsvorräte, die Entfremdung der Verbündeten im Nahen Osten und am Persischen Golf sowie über Beeinträchtigungen der Energieversorgung und der Weltwirtschaft. Die Führung in Teheran bleibt dem iranischen Insider zufolge jedoch skeptisch hinsichtlich der Absichten der US-Regierung. "Die vorherrschende Meinung ist, dass die Pause eher taktischer Natur und nicht ernst gemeint ist", sagte der Insider. Die USA stellten über das Wochenende ihre Angriffe ein - nach 13 Nächten in Folge. Auch von Iran wurden keine Attacken auf Nachbarländer bekannt. Der US-Fernsehsender CBS berichtete unter Berufung auf Insider, die US-Angriffe seien ausgesetzt worden, weil am Freitag ein Vermittler des Omans zu Gesprächen nach Teheran gereist sei. Iran werde seine Angriffe aussetzen, solange die USA die ihren unterbrechen würden, sagte zudem ein iranischer Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Trump habe sich vorerst dazu entschlossen, von seinen Plänen zur Eskalation der Angriffe auf Iran Abstand zu nehmen, berichtete auch die New York Times am Samstag unter Berufung auf zwei mit der Diskussion vertraute Personen. Der Präsident und seine Berater seien besorgt über eine Ausweitung des Konflikts, die Erschöpfung der Verteidigungsvorräte, die Entfremdung der Verbündeten im Nahen Osten und am Persischen Golf sowie über Beeinträchtigungen der Energieversorgung und der Weltwirtschaft. Die Führung in Teheran bleibt dem iranischen Insider zufolge jedoch skeptisch hinsichtlich der Absichten der US-Regierung. "Die vorherrschende Meinung ist, dass die Pause eher taktischer Natur und nicht ernst gemeint ist", sagte der Insider. Iranische Medien melden Explosion eines Öltankers in Hormus-Straße In der Straße von Hormus ist nach Berichten iranischer Medien ein Öltanker explodiert. Der Tanker sei von einer vorgeschriebenen Route abgewichen und auf eine Seemine aufgelaufen, berichteten die dem Militär und den Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagenturen Defapress und Tasnim. Der Tanker habe zuvor sein Radarsystem ausgeschaltet. Weitere Angaben wurden nicht gemacht.  Huthi: Erdölanlagen in Saudi-Arabien angegriffen Die mit Iran verbündeten Huthi in Jemen sollen nach eigenen Angaben Anlagen des Erdölförderers Saudi Aramco in Dschisan und Janbu in Saudi-Arabien angegriffen haben. Das erklärt der Militärsprecher der Huthi-Miliz, Jahja Sare. Eine Bestätigung aus Saudi-Arabien gibt es zunächst nicht.  Huthi-Miliz in Jemen droht Saudi-Arabien mit Vergeltung Nach den Luftangriffen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition in Jemen haben die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen dem benachbarten Königreich Vergeltung geschworen. Die Angriffe auf zivile Ziele würden „nicht ungestraft bleiben“, zitierte die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba deren Mitteilung. Laut dem iranischen Sender Press TV folgten in der Nacht Gegenangriffe der Huthi in Saudi-Arabien. Demnach gab es unter anderem Explosionen in der Hafenstadt Yanbu. Auch die Küstenstadt Dschisan soll mit Raketen attackiert worden sein. US-Militär feuert auf Tanker auf dem Weg nach Iran Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut einen Tanker auf dem Weg zu einem iranischen Hafen angegriffen. Man habe das Schiff durch Beschuss des Maschinenraums außer Gefecht gesetzt, teilte ein Sprecher des für die Region zuständigen US-Kommandos Centcom mit. Demnach soll die Besatzung des Schiffs zuvor mindestens viermal versucht haben, die US-Blockade zu umgehen.  Nach Angriff auf Schiff: Saudi-Koalition greift Ziele in Jemen an Infolge des Konflikts zwischen den USA und Iran um die Straße von Hormus spitzt sich auch die Lage im Roten Meer zu. Nach einem Angriff auf ein Schiff hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luftangriffe auf Ziele in Jemen geflogen. Sie macht die von Iran unterstützte Huthi-Miliz verantwortlich für die Attacke auf das unter saudi-arabischer Flagge fahrende Schiff und wirft ihr „maritimen Terrorismus“ vor. Ziel seien „legitime militärische Ziele“ der Huthi in der jemenitischen Provinz Hudaida gewesen, die mit der Bedrohung des Schiffsverkehrs im Roten Meer in Verbindung stünden, erklärte Koalitionssprecher Turki al-Maliki auf X. Der Hafen von Hudaida sei nicht angegriffen worden. Huthi-nahe Medien hatten zuvor Luftangriffe in der Hafenstadt Hudaida gemeldet. In den Berichten hieß es, Einrichtungen der staatlichen Telekommunikationsgesellschaft in Hudaida sowie die Insel Kamaran seien getroffen worden. Andere Berichte sprachen auch von Angriffen auf den Hafen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Luftangriffen und Explosionen in der Umgebung des Hafens. Über dem Gebiet seien Flammen und dichte Rauchwolken aufgestiegen. Ein Huthi-naher TV-Sender bezeichnete die Angriffe als „saudi-arabische Aggression“. Zuvor hatten mutmaßlich die Huthi im Roten Meer erneut ein unter saudi-arabischer Flagge fahrendes Schiff angegriffen. Dabei sei der Rumpf der NCC Masa leicht beschädigt worden, berichtete die staatliche saudi-arabische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle in der Verkehrsbehörde. In der Nacht zum Donnerstag war bereits der saudi-arabische Öltanker Encelia angegriffen worden. Die schiitischen Huthi reklamierten zwei Angriffe auf Öltanker des sunnitischen Königreichs für sich. Der Konflikt zwischen den Huthi und hatte sich zuletzt erneut zugespitzt. Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ gegen saudi-arabische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem benachbarten Königreich, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Zum erneuten Angriff auf ein Schiff äußerte sich die Miliz zunächst nicht. Mit der Verhängung einer Blockade gegen saudi-arabische Öllieferungen durch das Rote Meer und dem Beschuss von Schiffen wollen die Huthi einen zweiten Seeweg praktisch abschneiden: die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean verbindet und zusammen mit der Straße von Hormus zu den weltweit wichtigsten Schifffahrtswegen zählt. Mehr dazu, wie die Huthi eine weitere wichtige Ölroute abschneiden, lesen Sie hier: Huthi-nahe Medien hatten zuvor Luftangriffe in der Hafenstadt Hudaida gemeldet. In den Berichten hieß es, Einrichtungen der staatlichen Telekommunikationsgesellschaft in Hudaida sowie die Insel Kamaran seien getroffen worden. Andere Berichte sprachen auch von Angriffen auf den Hafen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Luftangriffen und Explosionen in der Umgebung des Hafens. Über dem Gebiet seien Flammen und dichte Rauchwolken aufgestiegen. Ein Huthi-naher TV-Sender bezeichnete die Angriffe als „saudi-arabische Aggression“. Zuvor hatten mutmaßlich die Huthi im Roten Meer erneut ein unter saudi-arabischer Flagge fahrendes Schiff angegriffen. Dabei sei der Rumpf der NCC Masa leicht beschädigt worden, berichtete die staatliche saudi-arabische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle in der Verkehrsbehörde. In der Nacht zum Donnerstag war bereits der saudi-arabische Öltanker Encelia angegriffen worden. Die schiitischen Huthi reklamierten zwei Angriffe auf Öltanker des sunnitischen Königreichs für sich. Der Konflikt zwischen den Huthi und hatte sich zuletzt erneut zugespitzt. Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ gegen saudi-arabische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem benachbarten Königreich, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Zum erneuten Angriff auf ein Schiff äußerte sich die Miliz zunächst nicht. Mit der Verhängung einer Blockade gegen saudi-arabische Öllieferungen durch das Rote Meer und dem Beschuss von Schiffen wollen die Huthi einen zweiten Seeweg praktisch abschneiden: die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean verbindet und zusammen mit der Straße von Hormus zu den weltweit wichtigsten Schifffahrtswegen zählt. Mehr dazu, wie die Huthi eine weitere wichtige Ölroute abschneiden, lesen Sie hier:

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29. Juli
ZDF heute

USA: Iranische Raketenangriffe auf US-Stellungen abgewehrt

Nach kurzer Angriffspause:USA: Iranische Raketenangriffe auf US-Stellungen abgewehrt Iran hat nach Angaben der US-Armee mehrere ballistische Raketen auf amerikanische Streitkräfte im Nahen Osten abgefeuert. Damit endet eine mehrtägige Pause gegenseitiger Angriffe. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgewehrt. Nach einigen Tagen ohne gegenseitige Angriffe vermeldete das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Dienstagabend (Ortszeit), dass die Truppen Teherans einen "Überraschungsangriff auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte" versucht hätten. Mitteilung von Centcom Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von X nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von X übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von X informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen. Welchem Ziel der Angriff galt, wurde nicht mitgeteilt. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals "Axios" flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. USA hatten Angriffe kurzzeitig eingestellt Laut Centcom feuerten die iranischen Revolutionsgarden die Raketen am Dienstag trotz der vorerst eingestellten US-Angriffe ab. US-Präsident Donald Trump hatte die Angriffe in Iran nach eigenen Angaben gestoppt, um laufenden Verhandlungen mit Teheran eine weitere Chance zu geben. "Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit Iran", sagte er "Axios". Zuvor hatte das US-Militär fast zwei Wochen lang jede Nacht Ziele in Iran angegriffen. Trump soll Israels Einschätzung zu Iran intern kritisiert haben, so USA-Korrespondentin Heike Slansky. Ein schneller Sieg sei ausgeblieben und Iran bestimme weiter die Verhandlungen. 28.07.2026 | 9:42 minUS-Munition wird laut Bericht knapp Für den plötzlichen Angriffsstopp könnte es jedoch auch einen anderen Grund geben: Nach Informationen des Fernsehsenders CNN hatten US-Vizepräsident J.D. Vance und Generalstabschef Dan Caine Bedenken wegen einer Eskalation des Konflikts geäußert. Unter anderem habe Caine auf schrumpfende Munitionsbestände der USA hingewiesen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Der "New York Times" zufolge geht es dabei vor allem um Luftabwehr-Munition wie Patriot-Raketen. Trump will eingefrorene iranische Gelder für Reparaturen beschädigter Schiffe in der Straße von Hormus nutzen. Teheran nannte das Vorhaben brandgefährlich und warnte vor Chaos. 24.07.2026 | 0:29 minUSA und Saudi-Arabien greifen proiranische Milizen im Irak an Unterdessen haben die USA und Saudi-Arabien nach Angaben des US-Militärs Stellungen proiranischer Milizen im Irak angegriffen. Ziel der Luftangriffe seien mehrere Logistik- und Waffenlager im Osten des Landes gewesen, teilte Centcom mit. Den Angaben zufolge reagierten die Streitkräfte damit auf mehr als 30 Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden, die von den iranischen Revolutionsgarden gesteuert worden seien. Die Revolutionsgarden und ihre "terroristischen Stellvertreter" müssten die Angriffe einstellen, um weitere militärische Reaktionen der USA zu vermeiden, hieß es. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zum Iran-Krieg - Experten warnen vor Folgen:US-Atomdeal mit Saudis ein "Spiel mit dem Feuer"mit Video1:47 - Rotes Meer:Saudi-arabischer Tanker von Huthi-Miliz angegriffenmit Video0:25 - Ausweichroute für die Straße von Hormus?:Neue Häfen: Wo Öl und Gas in Zukunft herkommen könnenvon Susanne Pohlmannmit Video1:01 - Netzwerk aus Milizen und Ideologie:Irans stiller Griff nach seinen arabischen Nachbarnvon Golineh Ataimit Video43:44

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29. Juli
Der Spiegel

Irankrieg: USA melden Raketen-Angriffe aus Iran – und attackieren mit Saudi-Arabien Ziele im Irak

Konflikt im Nahen Osten USA melden »Überraschungsangriff« aus Iran – und attackieren selbst Ziele im Irak Die US-Armee hat eigenen Angaben zufolge neue Raketenangriffe durch Iran abgewehrt. Die Truppen Teherans hätten einen »Überraschungsangriff auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte« versucht, meldete das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Dienstagabend (Ortszeit). »Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen.« Welches Ziel der Angriff hatte, wurde nicht genannt. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals »Axios« flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. USA und Saudi-Arabien greifen Ziele im Irak an Nur kurz darauf veröffentlichte Centcom eine weitere Mitteilung : Man habe am Dienstag gemeinsam mit Saudi-Arabien Ziele im Irak angegriffen. Die »Präzisionsschläge« hätten sich gegen irantreue »Terroristen« gerichtet, die von den Revolutionswächtern in Teheran »angewiesen worden waren, US-Streitkräfte und die saudische Energieinfrastruktur anzugreifen«. US-amerikanische und saudische Kampfflugzeuge attackierten Centcom zufolge mehrere Logistik- und Waffenstandorte im Osten des Irak. Dies sei eine Reaktion auf mehr als 30 von Iran angeordneten Drohnenangriffen in den vergangenen 72 Stunden (mehr dazu hier). Auch Saudi-Arabien bestätigte die Angriffe auf Ziele im Irak: Man habe damit auf die jüngsten Drohnenangriffe auf saudi-arabische Ölanlagen reagiert. — U.S. Central Command (@CENTCOM) July 29, 2026 Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Zuletzt hatte zwischen den USA und Iran eine Kampfpause gegolten, seit vergangenem Freitag waren keine Attacken mehr gemeldet worden. US-Präsident Donald Trump stoppte die Angriffe auf Iran nach eigenen Angaben, um laufenden Verhandlungen mit Teheran eine weitere Chance zu geben. »Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit Iran«, sagte er »Axios«. Zuvor hatte das US-Militär fast zwei Wochen lang jede Nacht Ziele in Iran angegriffen. Teheran reagierte mit Gegenschlägen. Der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei widersprach Trump allerdings. Vermittler könnten zwar Botschaften der US-Seite übermitteln, sagte er. »Derzeit stehen wir jedoch in keinerlei Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten.« Israels Premier Netanyahu nach seinem Besuch im Oval Office Erstmals seit Beginn des Irankriegs im Februar empfing Trump am Dienstag den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu im Weißen Haus. Der Besuch wurde auch deshalb mit Spannung erwartet, weil unterschiedliche Interessen in dem Konflikt Risse in der Beziehung der engen Verbündeten offenbarten: Israel will den Irankrieg Medienberichten zufolge fortsetzen, während Trumps Fokus zuletzt auf einer diplomatischen Lösung lag. Netanyahu und Trump am Dienstag im Oval Office Foto:Ma’ayan Toaf (GPO) / Anadolu Agency / IMAGO Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sprach im Anschluss von einem »positiven und produktiven« Treffen. Netanyahu sagte in einer Videobotschaft nach seinem Besuch: »Es war eines der besten Gespräche, die ich je mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, unserem Freund Donald Trump, geführt habe.« Beide hätten das gemeinsame Ziel, sicherzustellen, dass Iran keine Atomwaffen baue. Teheran bestreitet entsprechende Pläne. Das Treffen erfolgte wenige Monate vor wichtigen Wahlen in beiden Ländern: In Israel wählen die Bürger am 27. Oktober ein neues Parlament. In den USA finden am 3. November die Kongresszwischenwahlen statt. In der Straße von Hormus treffen Geschosse auch Öltanker, angeblich ohne ökologische Folgen. Eine SPIEGEL-Auswertung von Satellitenfotos legt das Gegenteil nahe. Mehr dazu hier .

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29. Juli
Tagesschau

USA und Saudi-Arabien greifen Ziele im Irak an

Nahost USA und Saudi-Arabien greifen Ziele im Irak an Das US-Militär hat zusammen mit Streitkräften Saudi-Arabiens Stellungen proiranischer Milizen im Irak angegriffen. Zuvor hatte das US-Militär nach eigenen Angaben ballistische Raketen aus Iran abgefangen. Das US-Militär hat mit Streitkräften Saudi-Arabiens Stellungen proiranischer Milizen im Irak angegriffen. Die Milizen hätten in den vergangenen Tagen mehr als zwei Dutzend Drohnenangriffe ausgeführt. Die Milizen im Irak seien von den iranischen Revolutionsgarden "angewiesen" worden, "US-Streitkräfte und die saudische Energieinfrastruktur anzugreifen", teilte das US-Regionalkommando CENTCOM mit. "Die Revolutionsgarden und ihre terroristischen Stellvertreter müssen diese Angriffe einstellen, um weitere militärische Reaktionen der USA zu vermeiden." Das saudiarabische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, es habe zusammen mit den USA "dem Iran loyale terroristische Milizen" im Irak angegriffen. Dabei habe es sich um "Selbstverteidigung" gehandelt. Einige Stunden zuvor hatte das Ministerium erklärt, "mit Iran in Verbindung stehende Milizen" hätten erneut vom Irak aus Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien geflogen. Die Drohnen seien abgefangen worden. US-Militär wehrt offenbar Raketen aus Iran ab Zuvor hatte das US-Militär nach eigenen Angaben einen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgewehrt. "Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen", teilte CENTCOM auf der Plattform X mit. Welches Ziel der Angriff hatte, wurde nicht genannt. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals "Axios" flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. Laut CENTCOM feuerte die iranische Revolutionsgarde die Raketen trotz der vorerst eingestellten US-Angriffe ab. US-Präsident Donald Trump hatte die Angriffe in Iran nach eigenen Angaben gestoppt, um laufenden Verhandlungen mit Teheran eine weitere Chance zu geben. "Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit Iran", sagte er "Axios". Zuvor hatte das US-Militär fast zwei Wochen lang jede Nacht Ziele in Iran angegriffen. Grund für den plötzlichen Angriffsstopp könnte aber auch etwas anderes sein: Nach Informationen des Fernsehsenders CNN hatten sich US-Vizepräsident JD Vance und Generalstabschef Dan Caine besorgt über eine Eskalation des Konflikts gezeigt. Unter anderem habe Caine auf schwindende Munitionsreserven der USA hingewiesen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Der "New York Times" zufolge geht es dabei vor allem um Luftabwehr-Munition wie "Patriot"-Raketen.

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28. Juli
Handelsblatt

Iran-Krieg: US-Militär: Iranische Raketen in Nahost abgefangen

Iran-Krieg: US-Militär: Iranische Raketen in Nahost abgefangen Washington. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgewehrt. „Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen“, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Welches Ziel der Angriff hatte, wurde nicht genannt. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals „Axios“ flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. Laut Centcom feuerten die iranischen Revolutionsgarden die Raketen am Dienstag trotz der vorerst eingestellten US-Angriffe ab. US-Präsident Donald Trump hatte die Angriffe im Iran nach eigenen Angaben gestoppt, um laufenden Verhandlungen mit Teheran eine weitere Chance zu geben. „Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit dem Iran“, sagte er „Axios“. Zuvor hatte das US-Militär fast zwei Wochen lang jede Nacht Ziele im Iran angegriffen. Grund für den plötzlichen Angriffsstopp könnte aber auch etwas anderes sein: Nach Informationen des Fernsehsenders CNN hatten sich US-Vizepräsident JD Vance und Generalstabschef Dan Caine besorgt über eine Eskalation des Konflikts gezeigt. Unter anderem habe Caine auf schwindende Munitionsreserven der USA hingewiesen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Der „New York Times“ zufolge geht es dabei vor allem um Luftabwehr-Munition wie Patriot-Raketen.

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28. Juli
Die Welt (Politik)

„Überraschungsangriff“ – USA melden Abwehr von iranischen Raketen

„Überraschungsangriff“ – USA melden Abwehr von iranischen Raketen Die kurze Feuerpause zwischen dem Iran und den USA währte offenbar nur wenige Tage: Laut US-Militär haben Truppen Teherans einen überraschenden Angriff auf US-Streitkräfte im Nahen Osten versucht. Alle iranischen Raketen seien abgefangen worden. Nach einigen Tagen ohne gegenseitige Attacken hat die US-Armee neue Raketenangriffe des Iran gemeldet. Alle Raketen seien abgewehrt worden. Einheiten der iranischen Revolutionsgarden hätten „mehrere ballistische Raketen vom Iran aus“ abgefeuert, erklärte Centcom im Onlinedienst X. Dies sei der „Versuch eines Überraschungsangriffs auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte“ gewesen, der aber vereitelt worden sei. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals „Axios“ flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. Die US-Streitkräfte blieben „wachsam und in höchster Einsatzbereitschaft“, heißt es weiter. Der Angriff beendete eine kurze Feuerpause, in der Vermittler versucht hatten, beide Seiten wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. Wenige Stunden zuvor erklärte Centom, dass die US-Marine mehr als 20 Kriegsschiffe im Nahen Osten im Einsatz habe, um die strikte Durchsetzung der amerikanischen Blockade gegen den Iran durchzusetzen. „Stand 28. Juli hat das US-Zentralkommando 18 Handelsschiffe umgeleitet, zwei Schiffe außer Gefecht gesetzt und zwei weitere geentert, um die vollständige Einhaltung der Blockade sicherzustellen“, schreibt Centcom. Die Rohölpreise stiegen direkt nach Bekanntwerden der neuen Angriffe sprunghaft an, während die US-Aktienfutures nachgaben. US-Rohöl verteuerte sich um über 4 Prozent auf 82,75 US-Dollar pro Barrel und beendete damit einen dreitägigen Abwärtstrend. US-Aktienindex-Futures gaben um 0,1 Prozent nach. Nach 13 Nächten mit neuen US-Luftangriffen auf den Iran und Vergeltungsattacken Teherans hatten zuvor beide Seiten seit Freitag vergangener Woche keine gegenseitigen Angriffe mehr gemeldet. In der Folge zeigte sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung. Er sprach am Montag von einer „guten Chance“ für eine Einigung mit Teheran. „Ich denke, wir befinden uns derzeit in einer sehr starken Position“, sagte Trump noch am Dienstag gegenüber Fox News. Er bekräftigte seine Drohung, die wichtigsten Brücken des Iran zu bombardieren, falls keine Einigung erzielt werden könne, fügte aber hinzu: „Wenn ich das vermeiden kann, würde ich das gerne tun.“

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28. Juli
Die Welt (Politik)

USA wehren Raketen ab und greifen mit Saudi-Arabien pro-iranische Milizen im Irak an

USA wehren Raketen ab und greifen mit Saudi-Arabien pro-iranische Milizen im Irak an Truppen Teherans haben laut US-Militär einen „Überraschungsangriff“ auf amerikanische Streitkräfte im Nahen Osten versucht. Die USA reagieren gemeinsam mit Saudi-Arabien mit einem Angriff „auf terroristische Stellvertreter“ im Irak. Nach einigen Tagen ohne gegenseitige Attacken hat die US-Armee neue Raketenangriffe des Iran gemeldet. Alle Raketen seien abgewehrt worden. Einheiten der iranischen Revolutionsgarden hätten „mehrere ballistische Raketen vom Iran aus“ abgefeuert, erklärte Centcom im Onlinedienst X. Dies sei der „Versuch eines Überraschungsangriffs auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte“ gewesen, der aber vereitelt worden sei. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals „Axios“ flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. Die US-Streitkräfte blieben „wachsam und in höchster Einsatzbereitschaft“, heißt es weiter. Der Angriff beendete eine kurze Feuerpause, in der Vermittler versucht hatten, beide Seiten wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. Kurz darauf meldete das US-Militär, gemeinsam mit Saudi-Arabien Stellungen proiranischer Milizen im Irak anzugreifen. Ziel der Luftangriffe seien mehrere Logistik- und Waffenlager im Osten des Landes gewesen, teilte Centcom mit. Den Angaben zufolge reagierten die Streitkräfte damit auf mehr als 30 Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden, die von den iranischen Revolutionsgarden gesteuert worden seien. Die Milizen im Irak seien von den iranischen Revolutionsgarden „angewiesen“ worden, „US-Streitkräfte und die saudische Energieinfrastruktur anzugreifen“, erklärte Centcom weiter. „Die Revolutionsgarden und ihre terroristischen Stellvertreter müssen diese Angriffe einstellen, um weitere militärische Reaktionen der USA zu vermeiden.“ Das saudiarabische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, es habe zusammen mit den USA „dem Iran loyale terroristische Milizen“ im Irak angegriffen. Dabei habe es sich um „Selbstverteidigung“ gehandelt. Einige Stunden zuvor hatte das Ministerium erklärt, „mit dem Iran in Verbindung stehende Milizen“ hätten erneut vom Irak aus Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien geflogen. Die Drohnen seien abgefangen worden. Saudi-Arabien hatte bereits den zweiten Tag in Folge Drohnen abgeschossen, die von proiranischen Milizen im Irak gestartet worden seien und auf Ölanlagen im Osten des Königreichs gezielt hätten. Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi ordnete nach den saudischen Vorwürfen Ermittlungen der Sicherheitsbehörden an. Wenige Stunden zuvor erklärte Centom, dass die US-Marine mehr als 20 Kriegsschiffe im Nahen Osten im Einsatz habe, um die strikte Durchsetzung der amerikanischen Blockade gegen den Iran durchzusetzen. „Stand 28. Juli hat das US-Zentralkommando 18 Handelsschiffe umgeleitet, zwei Schiffe außer Gefecht gesetzt und zwei weitere geentert, um die vollständige Einhaltung der Blockade sicherzustellen“, schreibt Centcom. Die Rohölpreise stiegen direkt nach Bekanntwerden der neuen Angriffe sprunghaft an, während die US-Aktienfutures nachgaben. US-Rohöl verteuerte sich um über 4 Prozent auf 82,75 US-Dollar pro Barrel und beendete damit einen dreitägigen Abwärtstrend. US-Aktienindex-Futures gaben um 0,1 Prozent nach. Nach 13 Nächten mit neuen US-Luftangriffen auf den Iran und Vergeltungsattacken Teherans hatten zuvor beide Seiten seit Freitag vergangener Woche keine gegenseitigen Angriffe mehr gemeldet. In der Folge zeigte sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung. Er sprach am Montag von einer „guten Chance“ für eine Einigung mit Teheran. „Ich denke, wir befinden uns derzeit in einer sehr starken Position“, sagte Trump noch am Dienstag gegenüber Fox News. Er bekräftigte seine Drohung, die wichtigsten Brücken des Iran zu bombardieren, falls keine Einigung erzielt werden könne, fügte aber hinzu: „Wenn ich das vermeiden kann, würde ich das gerne tun.“

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