DDR-Verherrlichung: Das passt zur AfD
DDR-Verherrlichung : Das passt zur AfD
„Auferstanden aus Ruinen“ – da stimmt die AfD ein. Was sind da schon 40 Jahre Knechtschaft, Bespitzelung, Folter und Abknallen der eigenen Bürger?
Kein Wunder, dass die DDR-Hymne in der DDR später nicht mehr gesungen wurde. „Deutschland, einig Vaterland“ – das war dann doch nicht ganz im Sinne der Ober-Genossen. Im Zuge der Wiedervereinigung setzte, typisch deutsch, auch eine Hymnendebatte ein. Die es früher freilich auch im schon Westen gab: Das Deutschlandlied galt weiter als Nationalhymne, gesungen wurde aber nur die dritte Strophe.
Das Singen der ersten Strophe, wiewohl ein Kind ihrer Zeit wie etwa auch die recht blutrünstige Marseillaise, würde heute wohl den Verfassungsschutz auf den Plan rufen. Der hat die AfD ohnehin im Visier. Ob die von einem Kabarettisten auf einer Parteiveranstaltung in Sachsen-Anhalt nun angestimmte, von der AfD-Führung und anwesenden Genossen-Kameraden mitgesungene DDR-Hymne ein weiterer Baustein im Verfassungsschutzbericht wird, das weiß er wohl selbst nicht. Ist vielleicht auch zu hoch für ihn.
Zur AfD passt „Auferstanden aus Ruinen“ aber allemal. Die Partei schwimmt im Schmutzwasser totalitärer Regime. Sie hat schon so viel davon getrunken, sie ist so blau, dass 40 Jahre Gefängnis, Knechtschaft, Bespitzelung, Folter bis hin zum Abknallen der eigenen Landsleute als ganz eigener Schatz erscheinen, den man sich nicht nehmen lassen will. Klar, dass diese Partei, die eigentlich eine „Alternative gegen Deutschland“ ist, mit „Einigkeit und Recht und Freiheit“ nichts anfangen kann.