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Montag, 13. Juli 2026
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Wiederaufbau - Internationale Geber sagen Hilfsgelder in Höhe von 884 Millionen Euro für den Gaza-Streifen zu

Medienspektrum

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13. Juli
Süddeutsche Zeitung (Politik)

Israel: EU-Initiative: 900 Millionen Euro für Wiederaufbau in Gaza

Deutschland, die EU-Kommission und 14 internationale Partner haben knapp 900 Millionen Euro für den Wiederaufbau des Gazastreifens zugesagt. Das teilte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen zu einem Treffen von 65 Unterstützerstaaten und Organisationen in Brüssel mit. Deutschland stellt dabei 66,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel der Gaza-Initiative ist es, die Bemühungen um den Wiederaufbau des vom Krieg in weiten Teilen zerstörten Küstenstreifens zu intensivieren und zu koordinieren. Es geht demnach um die Grundversorgung der Zivilbevölkerung mit Wasser- und Sanitäranlagen, die Beseitigung und Entsorgung von Trümmern und Müll sowie die Wiederherstellung von Gesundheits-, Energie-, Landwirtschafts- und Ernährungssystemen. „Die katastrophale Situation in Gaza muss wieder stärker in den politischen Fokus rücken“, sagte Entwicklungsministerin Alabali Radovan (SPD). Es gehe darum, schnellstmöglich Sofortmaßnahmen auf den Weg zu bringen, um das Leben für die Menschen in Gaza erträglicher zu machen. Zugleich sei die EU-Initiative ein Appell an den Friedensrat unter US-Präsident Donald Trump, zugesagte Milliarden bereitzustellen und den Wiederaufbau Gazas in die Tat umzusetzen. Dafür müssten die Rahmenbedingungen geschaffen werden, wozu auch die Entwaffnung der Terrormiliz Hamas gehöre. Laut dem Entwicklungsministerium leben 90 Prozent der gut zwei Millionen Menschen im Gazastreifen als Binnenvertriebene auf einem kleinen Teil des Gebietes. Durch Wasserknappheit, mangelhafte Abwasserversorgung und fehlendes Abfallmanagement breiteten sich Krankheiten und eine Nagetierplage rasant aus. Auch die Sicherheitslage bleibe fragil. Mehr als 1000 Menschen seien seit Beginn des Waffenstillstands im Oktober 2025 getötet worden, darunter mindestens 265 Kinder. Bei dem Treffen der Gebergruppe in Brüssel waren laut EU-Angaben auch der Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mohammed Mustafa, sowie erstmals Ali Shaath, der Vorsitzende der Übergangsverwaltung in Gaza, dabei. Seit 1994 hat die EU nach eigenen Angaben fast 30 Milliarden Euro an Hilfsgeldern zur Verfügung gestellt. EU gespalten über Israel-Sanktionen Beim Umgang mit der israelischen Siedlungspolitik hingegen wird innerhalb der EU seit Monaten heftig gestritten. Die Mitgliedstaaten sind sich einig, dass die Siedlungspolitik völkerrechtswidrig ist, können sich bislang aber nicht auf weitreichende Sanktionen einigen. Insbesondere beim Umgang mit Waren aus illegalen israelischen Siedlungen im Westjordanland gibt es keine Einigkeit. Deutschland und andere Staaten machten am Montag bei einem Außenministertreffen deutlich, dass sie die vorgelegten Optionen für EU-weite Einfuhrbeschränkungen oder -verbote derzeit ablehnen. Zudem vertraten sie die Auffassung, solche Maßnahmen könnten nur einstimmig beschlossen werden. Außenminister Johann Wadephul erklärte in Brüssel, er wolle darauf setzen, dass Gespräche mit der israelischen Regierung über die Siedlungspolitik trotz des aktuellen Wahlkampfes effektiv seien. Etliche andere Mitgliedstaaten forderten dagegen angesichts der jüngsten Ausweitung israelischer Siedlungen ein entschlossenes Vorgehen und argumentierten, Handelsbeschränkungen könnten auch mit qualifizierter Mehrheit beschlossen werden. Der spanische Außenminister José Manuel Albares kritisierte die Verzögerungstaktik und erklärte, es gebe ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs, nach dem es keinerlei Handel mit Produkten aus den illegalen Siedlungen geben sollte. Der luxemburgische Außenminister Xavier Bettel sagte mit Blick auf die im Oktober in Israel anstehende Parlamentswahl: „Wollen wir wirklich warten, bis die Regierung wechselt, um endlich eine Entscheidung treffen zu können? Ich finde das ein wenig beschämend.“

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13. Juli
Handelsblatt

Israel: Europäische Union hilft Gaza mit fast 900 Millionen Euro

Israel: Europäische Union hilft Gaza mit fast 900 Millionen Euro Düsseldorf. Die EU-Kommission hat gemeinsam mit 15 Partnern eine Hilfsinitiative für den Gazastreifen im Umfang von etwa 884 Millionen Euro ins Leben gerufen. Die sogenannte „Team Gaza Initiative“ soll laufende und geplante Projekte zum Wiederaufbau und zugunsten der notleidenden Bevölkerung in dem vom Krieg zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas schwer zerstörten Palästinenser-Gebiet unterstützen, wie die Brüsseler Behörde mitteilt. Das Vorhaben wurde bei einem Treffen der Geberländer für die palästinensischen Gebiete in Brüssel gestartet. Neben der EU-Kommission beteiligen sich zwölf europäische Länder, Japan sowie die Weltbank und die Europäische Investitionsbank an der Initiative. Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist weiterhin schlecht, die zivile Infrastruktur größtenteils zerstört. Israelische Streitkräfte besetzen fast 70 Prozent des Gebiets. Auch wenn die Waffenruhe zwischen Israel und der Terrormiliz Hamas brüchig ist, sind seit ihrem Beginn viele vertriebene Menschen in den Norden des Gazastreifens zurückgekehrt. EU-Importverbot für Westjordanland steht auf der Kippe Die Europäische Union diskutiert ebenfalls heftig über den Umgang mit der israelischen Siedlungspolitik im Westjordanland. Die Mitgliedstaaten sind sich einig, dass sie völkerrechtswidrig ist, können sich bislang aber nicht auf weitreichende Sanktionen einigen. Das hat vor allem damit zu tun, dass Länder wie Deutschland historisch bedingt zurückhaltend sind, wenn es um Strafmaßnahmen gegen Israel geht. Staaten wie Spanien, Frankreich und Schweden argumentieren hingegen, dass die EU bei eklatanten Völkerrechtsverletzungen handeln müsse, wenn sie sich nicht dem Vorwurf einer Doppelmoral aussetzen wolle.

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13. Juli
Die Zeit (Politik)

Team-Gaza-Initiative: Europäische Kommission gründet Hilfsinitiative für Gaza

Die Europäische Kommission hat gemeinsam mit 15 Partnern eine Hilfsinitiative für den Gazastreifen aufgesetzt. Insgesamt stelle man eine Milliarde US-Dollar (etwa 883,6 Millionen Euro) bereit, teilte die Kommission nach einem Treffen in Brüssel mit. Die sogenannte Team-Gaza-Initiative soll Wiederaufbauprojekte unterstützen. Es geht demnach um die Grundversorgung der Zivilbevölkerung mit Wasser- und Sanitäranlagen, die Beseitigung und Entsorgung von Trümmern und Müll sowie die Wiederherstellung von Gesundheits-, Energie-, Landwirtschafts- und Ernährungssystemen. Nach Angaben der Kommission beteiligen sich zwölf europäische Länder sowie Japan, die Weltbank und die Europäische Investitionsbank an der Initiative. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) sprach von einem »bewegenden Erfolg«. Bei dem Treffen der Gebergruppe waren laut EU-Angaben auch der Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mohammed Mustafa, sowie erstmals Ali Shaath, der Vorsitzende der Übergangsverwaltung in Gaza, dabei. Für den von US-Präsident Trump gegründeten sogenannten Friedensrat war Nikolaj Mladenow eingeladen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte, dass die Unterstützung der EU an Reformen der Autonomiebehörde gekoppelt sei. 70 Prozent des Gazastreifens sind von Israel besetzt Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist weiterhin katastrophal, die zivile Infrastruktur ist größtenteils zerstört. Trotz der bestehenden Waffenruhe zwischen Israel und Hamas werden weiterhin regelmäßig Palästinenser bei israelischen Militärschlägen getötet. Israelische Streitkräfte besetzen fast 70 Prozent des Gebiets. Rund 1,9 Millionen Menschen der Bevölkerung in Gaza sind nach Angaben der Vereinten Nationen Binnenvertriebene und mussten teils mehrfach fliehen. Seit Beginn der Waffenruhe kehren viele vertriebene Menschen in den Norden des Gazastreifens zurück. Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Bei einem Massaker töteten die Islamisten 1.221 Menschen, 251 Menschen verschleppten sie als Geiseln in den Gazastreifen. Israel startete daraufhin eine Militäroffensive in dem Palästinensergebiet. Während des Krieges wurden mehr als 70.000 Palästinenserinnen und Palästinenser getötet.

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