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Montag, 3. August 2026
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Liechtenstein: Hacker stehlen Daten aus sensiblem Anti-Geldwäscheverzeichnis

Medienspektrum

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3. August
Der Spiegel

Liechtenstein: Hacker stehlen Daten aus sensiblem Anti-Geldwäscheverzeichnis

Cyberangriff in Liechtenstein Hacker stehlen Daten aus sensiblem Anti-Geldwäscheverzeichnis In Liechtenstein wurden bei einem Hackerangriff offenbar sensible Daten von rund 31.000 Unternehmen und Organisationen illegal abgerufen. Unbekannte Täter hätten sich nach vorläufigen Erkenntnissen in der Nacht auf den 30. Juli widerrechtlich Zugriff auf das digitale Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen verschafft, teilte die Regierung des Fürstentums am Sonntagabend mit . In dem digitalen Verzeichnis sind Namen und andere Details von Personen hinterlegt, die hinter Firmen, Stiftungen oder Treuhänderschaften stehen. Die gestohlenen Daten sind besonders sensibel, weil sie potentiell zeigen könnte, wer hinter den großen Vermögen steckt, die in Liechtenstein in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten geparkt wurden. Das Fürstentum steht seit vielen Jahren in dem Ruf, dass Reiche und Mächtige dort Stiftungen oder Treuhandkonstruktionen nutzen, um ihre Vermögen zu verschleiern oder Besitzverhältnisse privat zu halten. Die Regierung verweist auf zahlreiche Reformen, im Kampf gegen sein Image als Steueroase. Für Hacker könnten die Daten enormes Erpressungspotenzial bieten. Momentan ist allerdings vollkommen unklar, wer hinter der Hackerattacke stehen könnte und mit welchem Zweck sie durchgeführt wurde. Pressekonferenz in Vaduz: Regierungschefin Brigitte Haas Foto: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE / picture allianceDie Regierung führt das nun gehackte Verzeichnis seit 2021, um damit nach eigenen Angaben Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern. Einer der erfolgreichsten Wirtschaftszweige sind Finanz- und Bankdienstleistungen. Vor vielen Jahren haben vor allem Europäer dort Stiftungen und Konten zur Steuerhinterziehung missbraucht. 2017 wurde das Bankgeheimnis in Steuerangelegenheiten aber aufgehoben. Das kleine Fürstentum Liechtenstein zwischen der Schweiz und Österreich hat 41.000 Einwohner und gehört gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den weltweit vermögendsten Ländern. Mit nur 160 Quadratkilometern ist es in etwa so groß wie Wuppertal und damit eines der weltweit kleinsten Länder. Betroffene sollen informiert werden Ein Krisenstab sei unter der Leitung von Regierungschefin Brigitte Haas und Justizminister Emanuel Schädler einberufen worden. Durch den Angriff sei der Schutz personenbezogener Daten verletzt worden, hieß es von der Regierung. Betroffene Personen sollten so schnell wie möglich informiert werden. Nach Angaben der Regierung soll auch eine zentrale Informationsstelle eingerichtet werden, bei welcher sich Betroffene bei Fragen melden können. Es lägen momentan keine Hinweise darauf vor, dass Daten im System verändert oder gelöscht worden seien, hieß es weiter.

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3. August
Tagesschau

Diebstahl von Unternehmerdaten in Liechtenstein sorgt für Aufregung

Datendiebstahl in Liechtenstein "Ein ganz dickes Ding" Ausgerechnet in Liechtenstein, wo Unternehmer auf Diskretion zählen, ist ein riesiger Datensatz gestohlen worden - konkret eine Liste mit wirtschaftlich tätigen Personen. Wer dahinter steckt, ist noch unklar. "Ein ganz dickes Ding", so nannte Liechtensteins Regierungschefin Brigitte Haas von der Partei Vaterländische Union den Vorfall am Sonntagabend auf einer eiligst einberufenen Pressekonferenz. Man müsse davon ausgehen, dass Daten in umfassendem Ausmaß heruntergeladen wurden, sagte sie. Wenig später konkretisiert die Regierungschefin diesen Datenklau in "umfassendem Ausmaß": 31.000 Datensätze seien illegal abgegriffen worden. Es handele sich um das sogenannte Verzeichnis wirtschaftlicher Personen. Was wie ein harmlos klingender bürokratischer Begriff daherkommt, birgt allerdings einiges an Brisanz. Denn in diesem Verzeichnis sind all jene Personen aufgeführt, die hinter den Tausenden Stiftungen, Treuhandgesellschaften und Unternehmen stehen, die im Fürstentum Liechtenstein ihren Sitz haben. Finanzplatz Liechtenstein lebt von Diskretion Martin Alge, Leiter des Amtes für Justiz beim Fürstentum Liechtenstein, erläutert: "Konkret sind es die Daten zum Namen, zum Vornamen, zum Geburtsdatum, zur Staatsangehörigkeit und zum Wohnsitzland." Daten, die beim Liechtensteiner Amt für Justiz eigentlich unter dem Siegel der Vertraulichkeit abgespeichert worden sind. Und gerade Vertraulichkeit und Anonymität zeichnen seit Jahr und Tag den Finanzplatz Liechtenstein aus. Dass nun diese als sensibel und vertraulich eingestuften Datensätze illegal in die Hand von Unbekannten geraten sind, sorgt in dem kleinen Fürstentum am Rande der Alpen für helle Aufregung. Zumal es bislang noch keine Hinweise darauf gibt, was die bislang unbekannten Datendiebe mit den Datensätzen aus dem Liechtensteiner Justizamt anzustellen gedenken. Noch kein Hinweis auf Täter "Bisher haben wir keine Anzeichen dafür, wer der oder die Täter sind", sagt Regierungschefin Haas. "Es gibt weder Lösegeldforderungen, noch ist das Verzeichnis im Darknet gemäß unserem Wissen beispielsweise zum Verkauf angeboten." Und so kommt zur Aufregung über den Diebstahl sensibler Daten dann auch noch die Ungewissheit darüber, was damit passieren wird. Dass das Verzeichnis wirtschaftlicher Personen überhaupt angelegt worden ist, hängt mit einer EU-Richtlinie zusammen, mit der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung besser bekämpft werden sollen.

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3. August
FAZ (Wirtschaft)

Krisenstab eingerichtet: Cyberangriff auf Liechtenstein – 31.000 Datensätze betroffen

Krisenstab eingerichtet : Cyberangriff auf Liechtenstein – 31.000 Datensätze betroffen Der Angriff richtet sich gegen das „Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen“. In solchen Dateien sind Namen und andere Details von Personen hinterlegt, die hinter Unternehmen, Stiftungen oder Treuhänderschaften stehen. Das kleine Fürstentum Liechtenstein zwischen der Schweiz und Österreich ist Opfer eines umfangreichen Cyberangriffs geworden. Die Daten von 31.000 Menschen seien abgegriffen worden, teilte die Regierung mit. Sie habe einen Krisenstab unter der Leitung von Regierungschefin Brigitte Haas und Justizminister Emanuel Schädler einberufen. Durch den Angriff sei der Schutz personenbezogener Daten verletzt worden, hieß es. Angegriffen wurde das „Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen“. In solchen Dateien sind Namen und andere Details von Personen hinterlegt, die hinter Unternehmen, Stiftungen oder Treuhänderschaften stehen. Die Regierung führt dieses Verzeichnis nach eigenen Angaben, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern. Reiches, kleines Land Das Fürstentum mit rund 41.000 Einwohnern gehört gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den reichsten Ländern der Welt. Mit nur 160 Quadratkilometern ist es in etwa so groß wie Wuppertal, und damit eines der kleinsten Länder der Welt. Einer der erfolgreichsten Wirtschaftszweige sind Finanz- und Bankdienstleistungen. Vor vielen Jahren haben vor allem Europäer dort Stiftungen und Konten zur Steuerhinterziehung missbraucht. Im Jahr 2017 wurde das Bankgeheimnis in Steuerangelegenheiten aber aufgehoben.

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3. August
ZDF heute

Cyberangriff auf Liechtenstein - 31.000 Datensätze betroffen

Register gegen Geldwäsche und Terror:Cyberangriff auf Liechtenstein - 31.000 Datensätze betroffen Die Regierung des kleinen Fürstentums meldet einen Angriff auf das "Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen". Hacker haben offenbar zehntausende Dateien gestohlen. Das kleine Fürstentum Liechtenstein zwischen der Schweiz und Österreich ist Opfer eines umfangreichen Cyberangriffs geworden. Die Daten von 31.000 Menschen seien abgegriffen worden, teilte die Regierung mit. Sie habe einen Krisenstab unter der Leitung von Regierungschefin Brigitte Haas und Justizminister Emanuel Schädler einberufen. Durch den Angriff sei der Schutz personenbezogener Daten verletzt worden, hieß es. Angegriffen wurde das "Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen". In solchen Dateien sind Namen und andere Details von Personen hinterlegt, die hinter Firmen, Stiftungen oder Treuhänderschaften stehen. Die Regierung führt dieses Verzeichnis nach eigenen Angaben, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern. Reiches, kleines Land Das Fürstentum mit rund 41.000 Einwohnern gehört gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den reichsten Ländern der Welt. Mit nur 160 Quadratkilometern ist es in etwa so groß wie Wuppertal, und damit eines der kleinsten Länder der Welt. Einer der erfolgreichsten Wirtschaftszweige sind Finanz- und Bankendienstleistungen. Vor vielen Jahren haben vor allem Europäer dort Stiftungen und Konten zur Steuerhinterziehung missbraucht. 2017 wurde das Bankgeheimnis in Steuerangelegenheiten aber aufgehoben. Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.  Mehr zum Thema Cyberkriminalität - Cyberkriminalität im Urlaub:So schützen Sie Daten, Konten und Geräte auf Reisenvon Sven-Hendrik Hahnmit Video0:54 - InterviewIT-Experte: Gefahr wird unterschätzt:Warum Deutschland im Visier von Cyberkriminellen stehtmit Video3:55 - Einfallstore für Hacker beseitigen:Wie man Smarthome-Systeme vor Cyberangriffen schützen kannvon Isabel de la Vegamit Video2:34 - InterviewIT-Sicherheitsexperte:Beckedahl: Deutschland bei Hackerangriff hilf- und kopflosmit Video4:37

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